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am 3. Januar 2000
Wer hat sich nicht schon einmal diese Frage gestellt. Okay, na gut, das werden dann doch wohl die wenigsten gewesen sein, aber dieses Buch ist dennoch unglaublich spannend, fesselnd und dazu auch noch äußerst informativ. Ich würde es unbesehen jedem empfehlen, der etwas mit der Japanischen Kultur und Geschichte anfangen kann oder will. Ivan Morris' Buch bietet einen wirklich umfassenden Überblick über Japans Helden und über das, was sie ausmacht. Unserem westlichen Verständnis von einem Helden steht das der Japaner gegenüber. Nicht der Sieger geht als Held hervor, sondern im Gegensatz dazu, der Verlierer, der Gescheiterte, der Einsame. Er hat die Sympathien des japanischen Volkes auf seiner Seite. Morris vermittelt einen Eindruck von den Helden des vierten bis 20. Jahrhunderts, die in Japan jeder kennt. Dies sind Männer wie Yamato Takeru, Sugawara no Michizane oder die Kamikaze-Kämpfer des zweiten Weltkriegs. Morris schildert ihre Biografie und betrachtet ihre historische Darstellung, aber vergißt dabei auch nicht ihre Legenden. Zusätzlich zu dieser Fülle an informativem Material liefert er Illustrationen und Karten, gibt einen chronologischen Überblick über wichtige geschichtliche Daten Japans und liefert sogar noch ein Glossar und eine Bibliographie mit. Satt! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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"Wäre ich ein Tautropfen, so würde ich auf der Spitze eines Blattes Zuflucht suchen. Aber da ich ein Mensch bin, habe ich keinen Ort auf der ganzen Welt." (letztes Gedicht des Saigó Takamori vor seinem Selbstmord)

Morris erzählt von einem japanischen Heldentypus, den der Westen nicht kennt: den gescheiterten oder tragischen Helden, der für seine Sache bis zum Ende kämpfte, auch wenn sie aussichtslos war. Fast alle starben im Kampf oder durch Harakiri. Für diese Helden, die sich fast immer für den Kaiser und gegen totalitäre Militärregimes (bakufu) oder auch für die Rechte einer unterdrückten Bauernschaft einsetzten, hatte der Begriff der Aufrichtigkeit oder Wahrhaftigkeit (makoto) eine zentrale Bedeutung: "In seiner Ablehnung der schamlos materialistischen Welt, in der er lebt, versucht der nach Aufrichtigkeit strebende Mensch sich nicht mit logischer Argumentation, pragmatischen Kompromissen oder gesundem Menschenverstand anzupassen, sondern er ist bestrebt, durch die Kraft seiner eigenen Gefühle zu bestehen".

Morris stellt auf 400 Seiten (und rund 170 Seiten Bemerkungen) zehn tragische Helden vor, ab dem 4.Jahrhundert bis zu den Kamikaze-Piloten des Zweiten Weltkriegs, wobei letztere durch ihre Aktualität eines der dramatischsten Kapitel bilden. Er geht tief (und, als kleine Warnung, zum Teil recht ausführlich) in die japanische Geschichte hinein, bis zu einzelnen Schlachten, Legenden und Gedichten, dennoch handelt es sich hier nicht um ein Geschichtsbuch. Die geschichtlichen Abläufe bilden hier nur den Hintergrund, es kommt zu zeitlichen Sprüngen und einer Erzählperspektive aus Sicht der Helden, die aus ihrer Konstellation heraus fast immer Außenseiter waren. Große Epochenwechsel werden nur insoweit erklärt, als dass sie mit dem Leben der Helden zusammenhängen. Das Buch sollte vielmehr als ein anschaulicher Einstieg in die Philosophie und Gedankenwelt Japans gesehen werden in einem Bereich, der dem Westen fern liegt. Grundsätzliches Wissen um japanische Geschichte wird vorausgesetzt, oder umgekehrt bietet Morris einen unkonventionellen Weg der Annäherung, die Lust auf mehr macht (ein kurzer Blick in die japanische Zeittafel auf S.550ff sei empfohlen).

Beeindruckend ist die konsequente Auseinandersetzung aller Helden mit dem Tod, die sich durch das gesamte Buch zieht. Wer denkt im Westen schon jeden Tag an das Sterben, wer zieht den eigenen Tod weltlichen Werten vor, wer plant ihn gar als sinnvollen, symbolischen Abschluss seines Lebens? "Die Art zu sterben kann ein ganzes Leben rechtfertigen." (Daidoji Shigesuke, jap. Gelehrter). Wer dieses Buch liest, erhält einen tiefen Einblick in die Spiritualität des traditionellen Japan.
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am 13. August 2001
Dieses Buch erzählt von japanischen Helden, die scheitern. Da Scheitern als Grundvorruasetzung des Helden scheint etwas bizar zu sein für den europäischen Leser, deshalb empfehle ich vor der Lektüre dieses Buches unbedingt Bücher über den Bushido zu lesen, da es ansonten völlig unverständlich wird.
Es ist auch dann noch recht schwer zu lesen, da die Anmerkungen das Buch überhaupt erst verständlich machen. Wenn man etwas Geduld mitbringt kann man hier aber einen guten Einstieg in die Geschichtenwelt des alten Japan erreichen.
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Ich persönlich halte dieses Buch für eines der wichtigsten Werke, die zum Verständnis japanische Kultur und Denkensart beitragen. Sehr ausführlich werden hier tragische Helden vorgestellt sowie dargelegt, welche Faktoren und Entwicklungen zu dieser Heldentat führten, die primär darin bestand, ohne zu zögern sein Leben für die Sache hinzugeben. Nur wenn man diese Einstellung kennt, erschließen sich überhaupt erst eine Vielzahl japanischer Themen, z.B. die "Geschichte der 47 Ronin" (die hier interessanterweise keine Aufnahme gefunden hat).

Das Bild des Samurai ist heutzutage etwas verzerrt, da sich das Nachkriegs-Japan von der im Weltkrieg pervertierten Idee der Selbstopferung abgewandt hat und stattdessen etwa in Mangas bzw. darauf basierenden Filmen und Serien eine westlich geprägte Heldenideologie präsentiert wird.

Der Archetyp des historischen Samurai hingegen entspricht jedoch dem, was in diesem Buch geschildert wird.
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am 22. November 2001
dieses buch gibt einen tiefen einblick in die psyche eines volkes. für unser westliches verständnis nur schwer nachvollziehbar. interessierte sollten sich vorab mit bushido auseinandersetzen.
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