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In diesem wirklich großartigen Roman wird einem so alles geboten, was man sich als Leser/Leserin nur wünschen kann: Spannung und Information.
Das bezieht sich nicht nur auf das Historische, nein auch das ganze Umfeld der damaligen Zeit, das Gefühl um 1815, wird hier quasi malerisch dargestellt.

Es ist die Zeit um die Schlacht bei Waterloo, als sich Fabrizio del Dongo, ein junger italienischer Adliger (verkleidet und in cognito) aufmacht, um seinem Idol, Napoleon irgendwo irgendwie zu begegnen.
Daß dies nicht ohne Gefahr für ihn geschehen kann, dafür bürgt die damalige Zeit, als nämlich Österreich anno dazumal noch emsig das Zügel in Norditalien führte und wie!
Unser junger Held erreicht aber seinen angestrebten Ort, kann fast als Mitspieler dieser gewaltigen Schlacht fungieren, verliebt sich mehrmals (auch in seine schöne Tante Gina, wie auch umgekehrt), kommt aus allem irgendwie ganz gut raus und beginnt nun in der Heimat Italien ein neues Leben als Cavalier der alten Schule einer langsam sterbenden Epoche, in der auch Casanova seine Zeit hatte. Er wird also, um es kurz zu machen, kirchlicher Würdenträger wie sein Uhrahn vorzeiten.
Wieder Liebe und Gegenliebe, wieder Tragisches, daß es nur so knistert und nebenher werden einem Intrigen, Politisches und dergleichen nahegebracht, daß es eine Wonne ist.
Wer einen langen Atem hat und bei Regen oder Sonnenschein genug Zeit mitbringt, wird hier aufs Köstlichste unterhalten.
Dieses Werk ist ein ganz großer Roman mit Bildungspotential.
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Ich muss gestehen, dass „Die Kartause von Parma“ bisher ein Begriff für mich war, den ich nicht wirklich konkret zuordnen konnte. Durch Zufall – ich habe mal wieder in der Fischer-Klassik gestöbert – ist mir ein Buch aufgefallen, welches mich interessierte und ich habe mich damit befasst.

Das Buch ist in 28 Kapitel und zwei Teile gegliedert.
Schön sind, wie immer in diesen Fischer-Klassik-Ausgaben die editorischen Notizen, die zusammenfassenden Daten zu Leben und Werk des Autors und die Anmerkungen aus Kindlers Literatur Lexikon, die auch hier nicht fehlen dürfen.

GENRE: NOVELLE !!!!

Das Manuskript ist von 1830 – und als Stendhal das Buch veröffentlichen ließ, nutzte er das 1830er Manuskript.

Inhalt:
=====

Fabrizio del Dongo ist unser Hauptcharakter und wir befinden uns in Italien. Er ist der typische Don Juan und führt ein loses und freizügiges LebenDer Einstieg in die Handlung passiert Mailand im Jahr 1796. Napoleon erobert die Stadt. Fabrizio hat eine gänzlich andere politische Einstellung als sein Vater und sein Bruder Ascanio. Dann ist da aber noch Pietranera die Contessa. Sie ist in Fabrizio verliebt. Fabrizios Einstellung bringt ihn so weit, dass er sich freiwillig in die Armee von Napoleon einschreibt und in der Schlacht bei Waterloo mitkämpft. Nicht lange, dann holt seine Tante ihn nach Parma zurück und er geht in Dienste der Kirche. Er verliebt sich in eine Schauspielerin und das Unheil nimmt seinen Beginn ….

Im Gefängnis kommt nun Clelia ins Spiel, die die Tochter eines Schließers ist. Bisher hat Fabrizio nie an die wahre Liebe geglaubt, bis zu diesem Augenblick, als er sich unsterblich in Clelia verliebt. Eigentlich dürfen sie sich nicht sehen, aber nachts, wenn es dunkel ist kann niemand sie sehen ….

Clelia heiratet aber dann einen Marchese – sie bekommt aber ein Kind von Fabrizio …

Mehr möchte ich nicht verraten. Es ist jedenfalls eine wunderschöne und tiefsinnige Geschichte, die wir hier zu lesen bekommen, die im Prinzip noch heute in abgewandelter Form Gültigkeit hat. So oder ähnlich passieren immer wieder Geschichten.

Die Schreibweise Stendhals ist eingängig und recht flüssig zu lesen. Der Autor baut seine Handlung nachvollziehbar auf und man kann sich auf Grund der detaillierten Charakterisierungen und Szenariendarstellungen sehr schnell in die Geschichte eindenken und mitfühlen.

Die Kapitel sind recht überschaubar und ich finde, dass dieses Buch zu den Klassikern der Weltliteratur gehört und es gut ist, dass der Fischer-Verlag es in seine Reihe aufgenommen hat. Die Informationen und Bemerkungen aus Kindlers Literaturlexikon sind wieder einmal sehr anregend und man sollte sie im Anschluss an das Buch unbedingt lesen.

Man muss keine Angst vor solchen Büchern haben, die man Klassiker nennt, sie sind nicht immer verstaubt – nein, sie sind meist nicht verstaubt, oder überhaupt nicht, dieses Buch hier ist sehr wertvoll und vom literarischen und spannenden Gesamteindruck ein unterhaltsamer Genuss.

Empfehlung !!!
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am 5. September 2014
Der 1839 Roman "Die Kartause von Parma" von Stendhal (eigentlich Marie-Henry Beyle/lebte von 1783-1842) gilt als einer der ersten Werke des literarischen Realismus enthält aber freilich noch sehr starke Elemente der älteren romantischen Literatur-
richtung. Die Handlung spielt im wesentlichen im Oberitalien nach 1814/15 wo gerade die alte politische Ordnung vor 1789 bzw. 1796 ein letztes Mal restauriert wurde und dreht sich um die Abenteuer des Helden Fabrizio del Dongo, einem jungen Adligen aus einem alten lombardischen Adelsgeschlecht, der aufgrund seiner napoleonischen Gesinnung (Teilnahme an Napoleons letzter Schlacht bei Waterloo) aus dem wieder österreichisch gewordenen Mailänder Territorium, arrangiert von seiner liebreizenden Tante der Duchessa Sanseverina, nach dem ebenfalls restaurierten Herzogtum Parma, das der Hauptschauplatz des Romans werden soll, überwechseln muss.

Dort herrscht der wieder ans Ruder gekommene Herzog Ernesto IV. aus dem Hause Farnese (das in Wirklichkeit bereits 1731 ausgestorbenen war und durch eine bourbonische und ab 1814/15 einen habsburgische Sekundogenitur ersetzt wurde) und sein Premierminister Graf Mosca nach dem absolutistischen Vorbild Ludwig XIV.

Schließlich wird Fabrizio infolge einer höfischen Intrige der Gegenpartei Graf Moscas und der Sanseverina und der Rachsucht des Herzogs, nachdem er einen Totschlag aus Notwehr begangen hat, wegen Mordes zu einer mehrjährigen Festungshaft verurteilt, die er nachdem er schließlich gefasst wird auch antreten muss. Ausgerechnet in der Zitadelle von Parma trifft der
Frauenheld Fabrizio (obwohl er eine geistliche Laufbahn eingeschlagen hat!) auf seine erste wirkliche Liebe in Person Clelia, der Tochter des Festungskommandeurs Graf Conti.

Insgesamt ist der Roman ein typischer Vertreter der Literatur seiner Zeit und strotzt nur so von typischen romantisch-fantastischen Stilelementen wie schmachtender wahrer Liebe, amurösen Liebesintermezzi, höfischen Intrigen, nächtlichen Verschwörungen, Duellen, Giftkomplotten und Gefängnisausbrüchen, weist aber zugleich auch schon realistische Elemente im Handlungsverlauf, allen voran in der Schilderung der Teilnahme Fabrizios an der Schlacht von Waterloo die Tolstoi als Vorbild seiner Schlachtdarstellungen insbesondere in "Krieg und Frieden" als Vorbild gereichte.

Schlüsselemente seiner Handlung hat Stendhal aus tatsächlichen Vorkommnissen des Italiens des 15. und 16. Jahrhunderts geschickt in seinen Roman eingeflochten. Als Spiegelbild eines typischen kleinen Fürstenhofs nach 1815 würde ich den Roman freilich nicht sehen wollen, eher als überspitzte Karikatur auf die Fürstenherrlichkeit in Italien und auch im Deutschland früherer Jahrhunderte bis zur französischen Revolution, wenngleich es auch nach 1815 noch kleine Fürsten gab die glaubten die Narrenfreiheit innezuhaben.

Sprachlich einwandfrei und flüssig zu lesen vermag Stendhals Roman auch noch den heutigen Leser zu fesseln und für ein untergegangenes, aristokratisches Zeitalter mit ganz anderen, teils besseren Wertvorstellungen zu begeistern.

Die schön handliche Ausgabe des Insel Verlag weist ein sauberes Druckbild, kaum Druckfehler sowie auch nützliche Anmerkungen und ein interessantes Nachwort von Arthur Schurig zur Geschichte des Romans auf.

Daher auch 5 Sterne für Werk und Buchausgabe.
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