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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
127
4,2 von 5 Sternen
David Copperfield (insel taschenbuch)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:13,50 €+ 3,00 € Versandkosten


am 23. August 2017
Vorangestellt sei, dass die Erfahrung mit "David Copperfield" meine erste Lesebekanntschaft mit Charles Dickens darstellt, wodurch ich es schwer in Relation zu seinen restlichen Werken stellen, beziehungsweise darin einordnen kann.

Ich wurde von Anfang an voll in den Bann des Buches gezogen. Besonders der blumige, gewissermaßen schwulstige und leicht veraltete Sprachstil der Gustav Meyrink Übersetzung fand großen Anklang bei mir. Diese Stilistik gipfelt in den besseren Momenten in Poesie, in den schlechteren in Kitsch, bleibt aber fortwährend sehr fluffig, was den Lesefluss anbelangt.

Auf inhaltlicher Ebene verfolgt der Leser den Lebensweg des David Copperfield vom Kindheitsalter hin zum gereiften Erwachsenen. Dabei wird er Zeuge seiner Sozialisation, durchlebt gewissermaßen gemeinsam mit dem Protagonisten die Tücken puritanischer Erziehung, den Hoffnungsschimmer der Bildung, den Abstieg in die Kinderarbeit und alles, was an dieser Stelle noch offen bleiben soll, im England des 19. Jahrhunderts.

Was auf mich persönlich hingegen den stärksten Eindruck hinterließ, war die zutiefst von Empathie geprägte Art und Weise, in der Charles Dickens den Lebensweg David Copperfields im Wechselspiel mit all seinen Gefährten und Widersachern skizziert. Hier war definitiv ein großartiger Beobachter und Menschenkenner am Werk. Die Charakerisierung kleinerer und auch größerer Schwächen der wundervoll ausgearbeiteten Figuren werden immer auch von einem (gedachten) ironischen Schmunzeln begleitet. Ganz allgemein trumpft Dickens immer wieder mit zeitloser situativer Komik auf, auch, oder vielmehr gerade, wenn der Kontext im Kontrast dazu recht düster aussieht.

Um noch einen kleinen Anschein von Objektivität zu waren, komme ich noch auf zwei kleine Negativpunkte zu sprechen, deren Auswirkungen auf das Vergnügen des geneigten Lesers sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein dürften. Ich komme allerdings nicht umhin zu denken, dass gerade diese noch folgenden Punkte wesentlicher Bestandteil des eigentlichen Appeals von Charles Dickens im Allgemeinen sind, die ihn auch für eine breite Leserschaft populär werden ließen.

Zum einen wäre da das nicht nur sprachlich gelegentliche Abdriften in den Kitsch. Das kann entweder als störend, oder auch einfach nur als schön, gelegentlich auch in seiner Übersteigerung als Ausdruck von Wahrhaftigkeit empfunden werden. Zum anderen muss an dieser Stelle der Vorwurf der Überkonstruktion erfolgen. Der Leser sollte sich jede noch so kleine Figur so gut wie möglich einprägen, da er gewiss sein kann, dass er sie später auf (zumindest anfangs noch) völlig unerwartete Weise wiedertreffen wird. Dabei erscheint kein Zufall groß und unwahrscheinlich genug, als dass er nicht doch eintreffen könnte. Nun gut, dafür haben wir hier wiederum einen Roman vorliegen, der auch ein Stück weit von eben diesen unwahrscheinlichen Begegnungen lebt.

Unter dem Strich kann ich nur noch sagen, dass mich Charles Dickens mit "David Copperfield" vollends für sich gewonnen hat, so dass ich mich nun genötigt sehe, direkt im Anschluss an dieses Werk mit "Große Erwartungen" fortzufahren.
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am 4. August 2014
Charles Dickens hat viele hervorragende Werke geschrieben; darunter viele, die uns ans Herz gewachsen sind, sei es in der Originalfassung, sei es als Film oder als Musical… Manche sind so tief ins allgemeine Kulturgut gegangen, dass wir nicht einmal bewusst sind, dass sie aus Dickens Füllfederhalter geflossen sind, so wie die Weihnachtgeschichte mit Onkel Scrooge und den drei Weinachtgeistern...
Es muss also etwas bedeuten, wenn Dickens selbst schreibt, dass von allen seinen Werken, sei ihm David Copperfield das liebste.
Das bedeutet nich unbedingt, dass dieser sein bester Roman sei - letztendlich ist das eine Geschmackfrage. Auch eine Verständnisfrage. Dickens mag einen ganz anderen Geschmack als wir gehabt haben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er sein Werk ziemlich gut verstanden hat.
Ich habe den Roman jetzt zum zweiten Mal gelesen. Zum ersten Mal habe ich ihn als junger Mann gelesen, also vor etlichen Jahren schon. Ich muss sagen, diesmal hat er mir sogar besser gefallen als damals.
Dickens schreibt ein unkompliziertes Englisch, jedoch mit einem erlesenen Wortschatz, so dass die in den Lesegeräten eingebauten Wörterbücher oft versagen. Sollte jemandem dann die Mühe scheuen…, es gibt auch ausgezeichnete Übersetzungen ins Deutsche. Weil David Copperfield zu lesen lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall.
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am 12. Februar 2014
mit den meisten autobiografischen
Überschneidungen aus dem Leben des Autors
ist eindrucksvoll und nimmt ab der ersten Seite
gefangen.

Das Leben, die Ängste, die Stimmungen und die Entwicklung
des Protagonisten David Copperfield werden so eindringlich und
bildhaft beschrieben, dass das Gefühl entsteht, während des Lesens
neben der Hauptfigur zu stehen und alles selbst zu erleben.

Dabei werden Lebensgeschichten anderer Personen nebenbei eingewoben
und ein Bild vom Leben im England im 19. Jahrhundert plastisch gezeichnet.

Zum Schluß lösen sich alle Knoten und Verwirrungen auf und jeder bekommt das,
was er verdient.

Wem dieser Klassiker gefällt, sollte auch "Jane Eyre" von Emily Bronte lesen, um
eine weibliche Sicht dieser Zeit zu bekommen.

Sehr empfehlenswert!
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am 23. September 2016
... vor allem, wenn es das Hörbuch dazu noch umsonst gab und dieses tolle Stück dann auch nur 99 cent kostete!!!
wie vom Director der G-School.de empfohlen. Super Tipp.
An der tollen Story ändert sich sowieso nichts, aber nun zwischen eBook und audibleBook zu switchen ist ein tolles neues Leseerlebnis. Und auch ohne das audible kann man jetzt seine Lieblingstellen im Buch auch ohne Textmarker markieren und seine Bemerkungen ohne Radiergummi wieder löschen. Das macht nicht nur für Schüler Sinn. Daher ist die Bewertung nur logisch.David Copperfield
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am 17. Dezember 2013
Ich liebe Klassiker wie diesen! Man vergisst relativ schnell, dass man nicht einen vergilbten Schmöker in der Hand hält, da die Textfassung weitestgehend vom Original übernommen zu sein scheint. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sich der Verfasser so oft im Namen einer seiner Hauptfiguren vertan haben soll, wie es in dieser Übersetzung passiert. Ein Beispiel: David Copperfield ist in Dora, Nora .... oder doch vielleicht Dora verliebt? Meistens heißt sie Dora, also wird das wohl der richtige Name gewesen sein .... hi hi :-))

Fazit: für unter 1 € nicht schlecht, aber der Lektor wollte wohl schnell fertig werden, na ja ........
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am 6. Oktober 2011
Charles Dickens wurde 1812 geboren - und wie in dieser Zeit die Welt ausschaute, wie ihre Sitten und Gebräuche waren, erfährt man in diesem Roman.
David Copperfields Vater stirbt vor dessen Geburt, seine Mutter ist eine willensschwache Person, die einen Mann ehelicht, der den Sohn nur durch Härte und Prügel zu erziehen versucht. Letztendlich kommt er schon als kleiner Junge in ein - für seine Strenge berüchtigtes - Internat.
Als dann auch noch seine Mutter stirbt - David ist erst 10 Jahre alt - muß er sich seinen Lebensunterhalt, durch das Waschen von Weinflaschen 12 Stunden am Tag, selbst verdienen.
Aber es geht für den tapferen Jungen dann doch noch alles gut aus.
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am 3. Mai 2014
Format: Kindle Edition

Spannend geschrieben, sowohl mit dramatischen als auch mit humorvollen Absätzen, lese ich diesen Roman sehr gerne.
Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Schreibweise an manchen Stellen, die auf einen Dialekt hinweisen soll, aber man gewöhnt sich daran und versteht auch bald, was man da liest. *grins*.
Charles Dickens ist halt ein Meister seines Faches gewesen und absolut zu empfehlen.
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am 25. April 2012
Es gibt manche Bücher, die lassen sich nur schwer fassen und erst recht nicht beschreiben. Bücher, die man mehr verschlingt als dass man sie liest, und sobald mein fertig ist, kann man eigentlich gar nicht genau sagen, was genau dieses Buch so besonders macht. Aber man fühlt einfach, dass es wunderschön ist; David Copperfield gehört zu diesen Büchern.
Auf den ersten Blick mag die Lebensgeschichte eines Jungen im England des 19. Jahrhunderts altmodisch erscheinen, ist diese Epoche dem heutigen Lebensgefühl etwa so nah wie ein Zweispänner einem Formel 1-Boliden.
Doch schon nach wenigen Sätzen tauchte man völlig in die Geschichte ein, die allen dunklen Elementen zum Trotz im Grunde wie ein Märchen wirkt. Da gibt es die guten und freundlichen Figuren: die patente Peggotty, die etwas ruppige, aber herzliche Tante, die süße Em'ly und Mr. Peggotty, der ebenso optimistische wie arme Mr. Micawber usw.
Auf der anderen Seite stehen Betrüger wie Uriah Heep, die Geschwister Murdstone, der zumindest mir persönlich ausgesprochen unsympathische Steerforth, der grausame Schuldirektor Creakle...
Es ist ein ganzes Sammelsurium von Charaktern, die David auf seinem Weg zum Erwachsenwerden begleiten. Letzten Endes schließt man jeden einzelnen ins Herz und freut sich am Ende darüber, wie das Schicksal (beziehungsweise der Autor) gen Ende jedem von ihnen so mitspielt, wie er es verdient hat.

Der Roman war erfreulich leicht zu lesen. Ich hatte keinerlei Probeme mit dem Englisch und musste nur sehr selten ein Wort nachschlagen. Was beweist, dass man auch vor großen ausländischen Namen keine Angst haben muss; ich kann das "Original" nur jedem empfehlen.
Insgesamt ein wundervolles, unterhaltsames Buch - wobei man für 0,00 Euro sowieso nichts falsch machen kann.
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am 13. August 2012
Ich habe mir vor wenigen Tagen die Fassung von 1957 gekauft und freue mich jetzt schon aufs Zuhören. Eine solche Fülle von großartigen Mitwirkenden...
Eines sollte Amazon aber schnellstens korrigieren: Der Erzähler heißt nicht HORST Peine, sondern ist der großartige HELMUT (!) Peine - die Älteren werden ihn bzw. seine Stimme noch im Ohr haben. Bitte, Amazon: Ihr seid ein so empfehlenswerter "Laden" - da könntet Ihr diese kleine, aber feine Korrektur doch vornehmen?!
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am 21. Mai 2016
Am Anfang ist es etwas anstrengend zu genießen, aber das legt sich schnell. Ich verspreche, nach sicherlich drei Seiten setzt der Genuss ein. OK, ist es kein leichter Stoff. Jetzt fehlt nur noch die Ruhe alles zu lesen. Ehrlich, ich liebe E-Books. Ich bin der Meinung, dieser Klassiker sollte man in seine Wunschliste einbeziehen. Der Leser sollte sich in der Tat die Mühe machen, den Stoff zu verarbeiten.
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