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am 11. Dezember 2013
Diese Übertragung der beiden Homer zugeschriebenen und als am ältesten geltenden schriftlichen fixierten Epen Europas (ca. 700-800 v. Chr.) "Ilias" und "Odyssee" von ihrer ursprünglichen Gedichtsform ("Gesangsform") in Prosaform ("Romanform") durch Karl F. Lempp (1913-1986) ist einfach großartig. Zwar existieren sehr viele Übersetzungen ins Deutsche (die bekannteste ist wohl die Übersetzung von Johann Friedrich Voß von 1793 bzw. 1781), jedoch sind diese Übersetzungen sehr nah am Original und dadurch insbesondere ebenfalls in Versform verfasst. Der Wunsch nach der Beibehaltung des Versmaßes (des Hexameter) zwingt einen Übersetzer jedoch immer dazu, Worte einzufügen und unnatürliche Satzstellungen zu erzeugen, wodurch solche Übersetzungen im Allgemeinen relativ schwer lesbar sind (dazu kommen noch viele archaische Wörter, die man heutzutage nur noch schwer versteht). Genau aus diesem Grund hat sich Lempp, der als Fachhochschullehrer in Afrika tätig war und diese Problematik bei seinen Schülern erkannte, daran gemacht, diese beiden Werke in Prosa zu übertragen. Dies gab ihm die Freiheit, natürliche Satzstrukturen zu verwenden und die Handlung verständlich zu schildern; das Produkt ist also wirklich ein Roman. Die Übertragung folgt immer noch sehr nah dem Original, aber natürlich gehen durch die Freiheit der Prosaform gewisse Informationen verloren, sodass dieses Werk nicht für einen wissenschaftlichen Diskurs benutzt werden kann. Jedoch ist das überhaupt nicht das Ziel. Das Ziel ist, einem jeden Leser diese beiden Werke Homers zugänglich zu machen, und das hat Lempp hiermit erreicht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Mai 2011
Vielleicht darf ich mit einem Kritikpunkt beginnen: Leider geht die vorliegende Edition nur kurz - am Ende des Bandes Odyssee - auf den Übersetzer Karl F. Lempp ein. Es handelt sich um einen mittlerweile verstorbenen Fachhochschullehrer aus Südwestafrika, der mit seinen Schülern die Übersetzungen von Voß nur mit Mühe durcharbeiten konnte und sich deshalb selbst ans Werk setzte. Als Leser wird man neugierig: Ilias und Odyssee werden also in der Übersetzung von Voß an Fachhochschulen in Südwestafrika durchgenommen? Dazu hätte man gerne etwas mehr gewusst; doch leider ist hier eine Fehlanzeige zu vermelden. Bedauerlicherweise ist auch nur wenig über die Vorgehensweise des Übersetzers zu erfahren. Nun ja:

Was zählt, ist das Ergebnis, und dieses stellt eine echte Bereicherung dar. Der moderne Leser kann, wenn er redlich gegen sich selbst ist, die klassische Übertragung von Johann Heinrich Voß heute nur noch mit Hilfe eines Kommentars genießen. Zeilen wie "Atreus' Söhn und ihr andern, ihr hellumschienten Achaier" mag man noch einordnen können, wenn es dann aber um die diversen Geschlechtsbezeichnungen der Helden, Epitheta der Götter usw. geht, ist man rasch verloren: Häufig weiß man als Leser nicht einmal, wer gerade handelt oder spricht. Hinzu kommt, und dies wird auch am Ende der vorliegenden Edition bemerkt, dass eine deutsche Hexameterfassung den Eindruck der homerischen Texte verfremdet. Meine Altgriechischkenntnisse sind vergleichsweise bescheiden, dennoch kann ich die Aussage nachvollziehen, dass die Sprache Homers vergleichsweise einfach und klar ist. Das gilt nicht für die von Voß usw. Denn diese haben ein typisches Übersetzungsproblem mit den besonders langen mehrsilbigen Worten der altgriechischen Sprache. Um die Lücken zu füllen, die durch die kurzsilbigeren deutschen Worte entstehen, müssen die Übersetzer den Text strecken und mit Ausschmückungen füllen, die das Verständnis verhindern.

Bereits die Übertragung der Ilias von R. Schrott hatte gezeigt, dass eine in moderne Sprache gefasste Prosaübertragung zwar den hymnisch-musikalischen Charakter des Originals nicht wiedergeben kann, dafür aber den dramatischen Kern und die packende Charakterzeichnung der Protagonisten klarer herausarbeitet. Leider ging Schrott ein wenig zu gefallsüchtig vor, in dem er den Text mit Fäkalausdrücken und Neologismen würzte, die im Original nicht zu finden sind. Auf einer ganz anderen Ebene bewegten sich immer schon die beiden Übersetzungen Schadewaldts: Auch hier wird ja bekanntlich auf den Hexameter verzichtet, allerdings nicht auf zahlreiche sprachliche Archaismen, die das Original möglichst getreu wiedergeben sollen, das Lesen aber dennoch - ich sage dies als Bewunderer des Lebenswerks von Schadewaldt mit Bedacht - erheblich erschweren.

Diese Übersetzung stellt nun einen in mancher Hinsicht idealen, weil weniger auf Sensation zielenden neuen Ansatz dar. Die erste Rezensentin auf dieser Seite hat es auf den Punkt gebracht: Der Text der ilias ließt sich so spannend wie ein zeitgenössischer Roman, weil die packende Charakterzeichnung und die schicksalhafte Ereigniskette in den Vordergrund gerückt sind. Erkauft ist dies - was kaum zu vermeiden ist - um das Gestenreiche, Musikalische des Originals. Dennoch wirkt die Übersetzung an keiner Stelle vordergründig. Vielmehr verzichtet sie mutig auf alle archaischen Lehnübersetzungen zugunsten einer schlicht und leicht verständlichen zeitgenössischen Sprache: Der Leser muss sich daher vom geliebten "rhododaktylos" bzw. der rosenfingrigen Eos zugunsten schlichterer Wendungen verabschieden, kann dann aber erleben, warum dieses Werk und die Odyssee unsere Weltsicht stärker geprägt haben als jedes andere: Individuen, nicht Schablonen treten mit alle ihren Schwächen und Stärken in den Vordergrund.

Angreifbar ist ein Unterfangen wie das Vorliegende dabei stets: Denn besieht man die einzelne Textstelle im Original bzw. vergleicht sie mit der klassischen Übertragung von Voß bzw. der neueren von Schadewaldt, zeigt sich, wie viel vom Kolorit des Originals zugunsten der Herausarbeitung des Handlungssinns verloren geht. Ich halte diesen Preis dennoch für nicht zu hoch, weil für den modernen Leser etwas anderes an die Stelle tritt: eine blendend erzählte Geschichte von Schicksalhaftigkeit des Lebens, von der Unvolkommenheit, aber auch Einzigartgkeit des Menschen.
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Wer kennt sie nicht, die Geschichte um Troja und deren Krieg sowie die Irrfahrten des Kriegers Odysseus? Geschrieben wurden sie von dem griechischen Dichter Homer und sind eine der bekanntesten Epen der Weltliteratur. Die Originalausgaben wurden in Hexameterform geschrieben und erleichtern aufgrund ihrer Form nicht unbedingt das Verständnis des Inhaltes. Die hier zu besprechende Ausgabe ist eine in Prosaform übersetzte - eine sehr gute.

Die "Ilias" handelt in erster Linie von dem Krieg zwischen den Trojanern und den Achaiern, der durch die wunderschöne Helena ausgelöst wurde. Homer schildert hier in 24 Gesängen (Büchern) die Geschehnisse rund um die trojanische Festung, welche von Intrigen, Mord und Liebe getragen werden.
Hinzu kommt, dass die Götter im "Olympos" ihre eigenen Streiterein über die Krieger unten auf der Erde versuchen auszutragen, was zu manch mystischen Verwirrungen führt.

In der "Odyssee" berichtet Homer - in ebenfalls 24 Gesängen - von König Odysseus, der nach dem trojanischen Krieg versuchte nach Ithaka zurück zu gelangen, dabei aber durch Götter, Zyklopen und andere Wesen an seiner Rückkehr gehindert wird und somit erst 20 Jahre nach dem Beginn des trojanischen Krieges auf seiner Heimatinsel ankommt, dann aber feststellen muss, dass diese bereits von "Freiern", die versuchen seine Frau zu umgarnen und zur Heirat zu überreden, belagert und verwüstet wurde.

Ich muss gestehen, dass ich vor gut 4 Jahren (da war ich noch 16 Jahre alt) versucht habe, die "Ilias" in ihrer ursprünglichen (Hexameter-) Form zu lesen, aber gescheitert bin. Nun bin ich durch andere Romane wieder auf die Geschichten gestoßen, fühlte mich aber an meine Erfahrungen mit dem Hexameter erinnert und fand bei Amazon diese Prosaausgabe, die ich mir, trotz des hohen Preises bestellt habe.

Der edle Schuber und der dezente Einband der beiden Ausgaben wussten beim ersten Anblick gleich schon zu überzeugen. Die Freude über die Anschaffung verstärkte sich als ich das Lesebändchen und die Anmerkungen am Ende der Bücher sah.
Die ca. 1.000 Seiten hatte ich nach 5 Tagen "bewältigt" und ich bin hellauf begeistert. Der Text lässt sich gut und einfach lesen, die Kommentare erleichtern das Textverständnis, so dass man der Handlung ohne Weiteres folgen kann. Durch die vom Übersetzer gekürzten Überschriften am Anfang eines Gesanges erhält der Leser einen guten Überblick über das kommende Geschehen. (Durch diese Überschriften ist es mir manchmal sehr schwergefallen, das Buch nachts wegzulegen, da ich wissen musste wie das entsprechend angekündigte weitergeht)

Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, die beiden Bücher noch einmal im Hexameter-Original zu lesen, denn jetzt weiß ich dezidiert, worum es in der "Ilias" und in der "Odyssee" geht.
Eine gute Investition, die ich sicherlich noch des Öfteren zur Hand nehmen werde, um darin zu schmökern.
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