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am 2. Juni 2007
Wer sich für das Thema interessiert, sollte unbedingt dieses Buch ("Goethe und die arabische Welt") von Katharina Mommsen lesen und NICHT die im Inselverlag 2001 von Peter Anton von Arnim herausgegebene Fassung "Goethe und der Islam", die angeblich die Islam-Kapitel von Mommsens Buch abdruckt. Denn in die Neuauflage des Buches hat der Herausgeber offenbar große Textabschnitte eingefügt, in denen er aktuelle Debatten zur Einschätzung des Islam einfließen läßt. Er hat sogar stellenweise die Aussagen Mommsens in ihr Gegenteil verkehrt:

Katharina Mommsen in "Goethe und die arabische Welt", S. 364: "Zwar gibt es bei Goethe keine direkte Polemik gegen die Behandlung der Frau im Islam, aber bei genauerem Zusehen bemerkt man, wie der Dichter die Haltung des Propheten Mohammed doch in sehr dezidierter Weise kritisiert. Als Goethe die Sunna studierte, traf er wiederholt auf frauenfeindliche Vorstellungen, die deutlich bekunden, wie geringschätzig Mohammed im allgemeinen von Frauen gedacht hat."

Diese Stelle liest sich in von Arnims herausgegebenem Band "Goethe und der Islam", S. 252 so: "Daß er [Goethe] mit seinen frauenfreundlichen Ansichten dem Gründer des Islam näherstand, als es die islamische Tradition erkennen läßt, welche von überweigend frauenfeindlich eingestellten Männern dominiert war und ist, konnte er nicht wissen, aber er hat es wohl instinktiv erfaßt. Denn es fällt auf, daß er sich in seinem Urteil über den Propheten Mohammed auch in diesem so wichtigen Punkt zurückhält und jegliche direkte Kritik an ihm vermeidet."

Hier wird - wie an unzählbar vielen anderen Textstellen - deutlich, daß der Herausgeber darum bemüht ist, jeden in unseren Augen negativen Verdacht vom Propheten Mohammed abzulösen und einer späteren "Tradition" zuzuschreiben.

Auch übt sich der Herausgeber im Weglassen von Text. Vgl. Goethe u. d. arab. Welt, S. 437: "Goethes Respektsverhältnis gegenüber dem Islam hinderte ihn in diesem Falle nicht daran, innerhalb des 'Araber'-Kapitels in eine harsche Kritik am Propheten auszubrechen, denn als Dichter beklagte er das Ende der freien Dichtungsweise als echten großen Verlust. Seine Sehweise wird übrigens von Vertretern der Arabistik geteilt. So spricht Grunebaum davon, daß der Prophet der 'natürlichen Entwicklung' der 'klassischen' Dichtung der Araber 'eine schwere Wunde zufügte'."

Der Satz über die Vertreter der Arabistik ist in "Goethe u. d. Islam" (S. 320) gestrichen, der Begriff "Respektsverhältnis" durch "Hochachtung gegenüber dem Islam" ausgetauscht.

Die ersten 150 Seiten des Buches über Goethes Begeisterung für die vorislamische Beduinendichtung fehlen gemäß der Beschränkung auf den Islam in der 'Neuauflage'. Auch deswegen sollte man unbedingt auf Katharina Mommsens Originalausgabe zurückgreifen.
11 Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juli 2015
Ich habe die Poste sehr schnell bekommen. Vielen Dank fuer alles und Ihre Folgerichtigkeit.
Alles gefaellt mir gut.
Meinen Kollegen.
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