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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
60
4,1 von 5 Sternen
Schnee, der auf Zedern fällt: Roman (Literatur-Literatur)
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 11. August 2002
Ein Insel-Roman, ein amerikanischer Nachkriegsroman, ein Roman über Liebe und Hass, über seelischee Verletzungen und falschen Stolz, über Vorurteile und Feindbilder, über Schönheit und Unerbitterlichkeit der Natur, über Erdbeeranbau und Lachsfischerei - und nur sehr nebenbei ein Buch über eine Gerichtsverhandlung. Im Gegensatz zur Buchbeschreibung des Verlages (siehe oben) geht es eben nicht darum, dass ein Reporter versucht, die Wahrheit über den Tod eines Fischers herauszubekommen.
In einer sehr schönen Sprache erzählt Guterson über das Zusammenleben der ursprünglichen Inselbewohner und der japanischen Zuwanderer, das durch den zweiten Weltkrieg zerstört wird. Er zeigt die Narben auf, die der Krieg in den Seelen der Bewohner hinterlassen hat. Sie sind nicht in der Lage, zur Normalität der Vorkriegszeit zurückzukehren. Ein beeindruckendes Buch.
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am 15. August 1999
"Schnee, der auf Zedern fällt" ist ein wunderschönes Buch über Krieg, Liebe und das Zusammenleben verschiedener Kulturen. Sprachlich ist es zunächst eine Herausforderung, weil man sich erst einmal an den Stil gewöhnen muß - sehr gemächlich, ohne jede Hast nähert David Guterson sich nach einigen Umwegen dem, was er tatsächlich sagen will, oder läßt es auch ganz unausgesprochen und überläßt es dem Leser selbst, seine Schlüsse zu ziehen. Behutsam und einfühlsam erzählt der Autor vom Leben auf einer Insel, als Fischer, oder Frau eines Fischer, als Erdbeerfarmer, als Journalist. Er beschränkt sich nicht darauf, die Geschichte aus einem einzigen Blickwinkel zu erzählen, sondern wechselt ständig den Erzähler, um so die Gefühle und Reaktionen ganz verschiendener Menschen miteinander zu verbinden. Dasselbe Ereignis wird aus verschiedenen Perspektiven beschrieben, so daß der Leser die verschiedenen Positionen genau nachvollziehen kann. Die verlorene erste große Liebe, die Vorurteile gegenüber den japanischen Einwanderern und der Haß, der ihnen nach Pearl Harbour entgegenschlägt, die karge, stille Landschaft, die das ruhige, wortkarge Wesen der Fischer wiederspiegelt, die seelischen und körperlichen Wunden, die der Krieg hinterlassen hat, all das wird fesselnd und voller Liebe zum Detail beschrieben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 500 REZENSENTam 11. Juli 2014
Zwischen Seattle und Vancouver befindet sich der Puget Sound mit einer Vielzahl kleiner und mittelgroßer, wunderlich geformter Inseln, auf dem die Menschen vom Tourismus, der Fischerei und dem Erdbeeranbau leben. Eine dieser Inseln im Puget Sound ist die Heimat des Schriftstellers David Guterson, und auf einer dieser Inseln spielt auch das vorliegende Buch.
Vordergründig geht es um den rätselhaften Tod eines Fischers, in Wahrheit um ein halbes Jahrhundert amerikanischer Geschichte - und um einen Rückblick auf den Umgang Amerikas mit seinen Minderheiten. Erschienen in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts, spielt die Romanhandlung im Jahre 1954, als die furchtbaren Kämpfe der Amerikaner und Japaner im Pazifik noch unvergessen waren. Noch gibt es keinen Tourismus auf den Inseln des Puget Sounds, und die Menschen müssen sich mit harter Arbeit als Fischer oder Erdbeerfarmer über Wasser halten. Das ist der Stand der Dinge, als eines Nachmittags der allseits geachtete Fischer Carl Heine tot auf seinem Boot gefunden wird. Sein Jugendfreund Kabuto Myamoto, ebenfalls ein Fischer und durch verschiedene Indizien belastet, wird unter Mordverdacht verhaftet. Sofort bricht der mühsam übertünchte Riss zwischen der japanischstämmigen Gemeinde San Piedros und den autochthonen Amerikanern wieder auf, Chauvinismus, Vorurteile und Vorbehalte kommen wieder ans Tageslicht, denn die Opfer des zweiten Weltkriegs sind unvergessen.
Der Hauptstrang der sich nun entfaltenden Handlung wird als Gerichtsverfahren geschildert, unterbrochen durch lange historisch-biographische Exkurse, die nach und nach ein ganz anderes Beziehungsgeflecht zutage fördern, als es am Anfang den Anschein hatte. Bald wird klar, dass eine alte Familienfeindschaft die Heines und Myamotos trennt, was Kaburo Myamoto nur noch mehr belastet. Aber nicht nur das. Kaburo Myamotos Frau Hatsue verbindet eine unvollendete und unabgeschlossene Jugendliebe mit dem Inseljournalisten Ishmael Chandler, dem bei der Recherche über die Ursachen des rätselhaften Todes eine Schlüsselrolle zukommt. Jenseits der psychologischen Verwerfungen, die mit großem Scharfblick und sprachlicher Meisterschaft dargestellt werden, rückt immer wieder ein besonders unrühmliches Kapitel der amerikanischen Geschichte in den Mittelpunkt, das in unseren Breitengraden kaum bekannt ist: die Diskriminierung der amerikanischstämmigen Japaner im Zweiten Weltkrieg, die als Bevölkerungsgruppe nach dem Überfall auf Pearl Harbour bei Nacht und Nebel interniert wurden und die größtenteils ihre wirtschaftliche Existenzgrundlagen verloren.
So vergeht die Zeit, Zeugen der Anklage und der Verteidigung werden gehört, der herbstliche Schneesturm wird stärker, die Rückblicke aufschlussreicher, doch auch nach über 400 Seiten bleibt der Tod des Fischers ungeklärt. Wie ein Meisterregisseur versteht es Guterson, den Ablauf seiner Geschichte so zu nuancieren, dass sich erst kurz vor Ende des Buches der Vorhang hebt und eine überraschende Lösung erkennbar wird. Ein spannendes Buch und ein poetisches dazu, eine wunderbare Leseerfahrung, wie ich sie lange nicht mehr hatte.
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am 13. August 1999
SCHNEE, DER AUF ZEDERN FÄLLT spielt Mitte der fünfziger Jahre auf San Piedro, einer kleinen Insel an der Nordwestküste der USA. Der Krieg ist erst seit wenigen Jahren vorüber und das Verhältnis zu den japanisch-stämmigen Bewohnern der Insel ist noch immer von Misstrauen und Vorurteilen geprägt. Als der Lachsfischer Carl Heine ums Leben kommt, wird sein Kollege Kabuo Miyamoto aufgrund von Indizien des Mordes angeklagt. Ishmael Chambers, Redakteur der Lokalzeitung, recherchiert über das Verbrechen und wird bei seiner Arbeit überall mit der Vergangenheit - auch seiner eigenen - konfrontiert: Miyamoto und Heine waren vor dem Krieg befreundet und die Frau des Angeklagten war seine erste Liebe, die ihn vor Jahren verließ. Gutersons Geschichte kommt auf den ersten Blick wie ein Kriminalroman daher. Es gibt eine Leiche, einen vermeintlichen Täter und einen Journalisten, der sich auf die Suche nach der Wahrheit macht. Es wird aber schnell klar, dass SCHNEE, DER AUF ZEDERN FÄLLT sehr viel mehr als die genreüblichen Mörderjagden zu bieten hat. Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Liebe und über den Krieg und was er aus Menschen macht. Guterson balanciert in seinem ersten Roman artistisch auf dem schmalen Grat zwischen Anspruch und Unterhaltung. Sein Buch ist zugleich ernsthaft, poetisch - und ungemein spannend. Dieser Kombination verdankt es wohl auch seinen Erfolg bei Kritikern und Publikum. SCHNEE, DER AUF ZEDERN FÄLLT wurde mit dem Faulkner-Award ausgezeichnet und zum Bestseller (selbstverständlich gibt es auch schon eine Verfilmung). Guterson gelang mit diesem Roman eines der aufregendsten Debüts der letzten Jahre. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 12. September 2002
Im ersten Kapitel hatte ich noch ein bisschen Mühe, mir die für meinen Kopf fremden Namen zu merken, aber dann ließ mich das Buch nicht mehr los. Interessant, wie der Autor immer wieder Rückblenden und aktuelles Geschehen verbindet. Wie aus scheinbar Nebensächlichem langsam ein Bild nicht nur der einzelnen Personen sondern jeweils ganzer Personen(Volks-)gruppen entsteht. Sind so die Japaner, sind so die Amerikaner, die Juden, sind so Inselbewohner, Fischer, Soldaten? Und dennoch sind sie alle Individuen mit den gleichen Problemen, Emotionen und Glücksgefühlen. Viele Charaktereigenschaften wurden beschrieben, die für jeden nachvollziehbar sind. Die Grenze zur Pathetik wurde dabei nie oder fast nie überschritten. In diesem Buch fand ich sogar Beschreibungen von Natur, Häusern, Wetterlagen etc. interessant, was ich sonst immer nur überfliege.
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am 25. Juli 1999
Es dauert einige Seiten, bis man sich in den Roman eingelesen hat; doch dann ist man gefesselt und muß sich wirklich dazu zwingen, das Buch vor der letzten Seite aus der Hand zu legen. Faszinierend ist die Art und Weise, in der der Autor die Zusammenhänge schildert. Angefangen von der Atmosphäre auf der kleinen Insel San Piedro mit ihrer eigenen (Lebens-)Welt über den Umgang der Lachsfischer miteinander bis hin zu den Problemen, die zwischen den amerikanischen und den aus Japan stammenden Inselbewohnern auftreten. Die beiden aufeinandertreffenden Kulturkreise, die familienorientierte Tradition der Japaner einerseits und die soweit entstandene amerikanische Tradition andererseits, verhindern ein wirkliches Miteinander. Dies wird besonders deutlich in der Zeit des zweiten Weltkrieges, die auch alte Freundschaften zerbrechen und die entstandene Liebe zwischen Ishmael und Hatsue scheitern läßt. Die Gerichtsverhandlung als Rahmen läßt alle Fäden der Handlung wieder zusammenkommen und zeigt so die Verbindungen zwischen den einzelnen Personen. Die Untersuchungen zu den Vorgängen in der verhängnisvollen Septembernacht machen das Buch zu einem Kriminalroman, bei dessen Lektüre man wirklich bis zum letzten Wort mitfiebert. Fazit: Wirklich lesenswert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 12. März 2001
Ich habe das Buch in der Originalsprache Englisch gelesen und finde es sehr gelungen! Hier geht es nicht nur darum, eine Gerichtsverhandlung zu beschreiben und am Ende dem Leser ein Urteil zu verkünden, sondern Guterson beschreibt innerhalb der Verhandlung sehr gut und teilweise fesselnd das Leben auf der kleinen Insel San Piedro und die vielschichtigen Beziehungen der Inselbewohner zum Angeklagten, dem Opfer und untereinander. Guterson führt die Erwartungen der Leser gezielt immer wieder zwischen "Freispruch" und "Todesstrafe" hin und her. Das Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen! Ich habe es zur Vorbereitung meiner Facharbeit im Fach Englsich gelesen. Oft konnte ich dabei vor meinem Fenster den Schnee fallen sehen.
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am 29. Februar 2016
Normalerweise mag ich detailverliebten Erzählstil sehr gerne. Allerdings sollte der Autor dann nicht derartig ausschweifen, dass man der Handlung nicht mehr folgen kann. Im Grunde passiert in dem Buch kaum etwas, in Rückblenden werden einige der Protagonisten beschrieben und ihre Beziehungen zueinander- auch mithilfe unnötiger billiger Erotikhandlungen. Die Schilderung der Kriegserlebnisse sind sehr brutal.
Wer Bücher ohne erzählerischen Höhepunkt, ohne jegliche Spannung, seitenlange berufsspezifische Beschreibungen (Gericht und Fischen) mit einer Portion unnötiger Erotik mag, kann sich das Buch gerne antun. Ich hingegen war froh, als ich es zu Ende gelesen habe- das Buch ist einfach nur langweilig und nichtssagend- man hätte diese Thematik wirklich sehr viel besser verarbeiten können.
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am 11. Februar 2006
Ein Buch das durch die Erzählkunst seines Autors glänzt.
Sehr einfühlsame Studie über das gesellschaftliche Zusammenleben von Amerikanern einerseits und Amerikanern japanischer Abstammung andererseits. Vor dem Hintergrund eines Kriminalfalles brechen die unterschwellig vorhandenen Vorbehalte, die Ablehnung und die Mißgunst von Einheimischen gegenüber Zugewanderten hervor. Der Roman ist gekennzeichnet von der bildhaften Beschreibung ineinanderverwobener Familienbiografien während der 40er- und 50er-Jahre. Er zeigt wie die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und Japan im 2. Weltkrieg, das einstmals geordnete Zusammenleben dramatisch zu vergiften droht.
Die Handlung kommt ohne jegliche Effekthaschereien aus. Alles spielt sich so ab, wie es im tatsächlichen Leben hätte vorkommen können. Trotzdem bleibt die Geschichte bis zur letzten Seite nicht nur kurzweilig sondern auch ausgespróchen spannend.
Ein Highlight. Absolut lesenswert.
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am 28. August 2001
David Guterson hat in seinem ersten Roman "Schnee, der auf Zedern fällt" die kulturellen Konflikte zwischen eingewanderten Japanern und Amerikanern in der Nachkriegszeit anhand eines von Vorurteilen besetzten Gerichtsprozesses gegen eines des Mordes verdächtigten Japaners Kabue Majamoto dargestellt. Dieser Gerichtsprozess auf einer kleinen Insel in der Puget Sound-Bucht vor Seattle (Washington) dient als Handlungsfaden in der facettenreichen Erzählung, in der auch rückblickartig eine Liebesgeschichte zwischen dem Redakteur der Inselzeitung Ismael Chambers und der jetzigen japanischen Frau des Angeklagten Hatsue Majamoto beschrieben wird. Als drittes Element der Erzählung dient Guterson die Darstellung der Natur. Stets flechtet Guterson ausführliche Beschreibungen der eindrucksvollen Natur in Nordwestamerika in die Handlung ein und unterstreicht somit die düstere Simmung der Inselbewohner und ihre Vorurteile gegenüber den Japanern, gerade nach dem grausamen Krieg gegen Japan und der Erinnerung an Pearl Harbour. "Schnee, der auf Zedern fällt" ist somit eine gelungene Komposition aus verschiedenen Erzählpositionen und Beschreibungen der Naturgewalten, die im Gesamten ein sehr atmosphärisches Buch entstehen lassen. Guterson hat daher einen sehr empfehlenswerten Roman geschrieben, nicht nur für Freunde von Gerichtsdramen.
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