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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
2
5,0 von 5 Sternen
Weit fort: Roman (Gesellschaftsromane)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 26. November 2008
Es ist ein ergreifendes Buch. Ich las es in den Sommerferien, jetzt fand ich es versteckt unter vielen anden Büchern und Papieren wieder. Das hat es nicht verdient. Ich begann es wieder zu lesen und wurde erneut hineingezogen in eine mir nicht fremde Welt, die Welt der Bespitzelung und des Verrats. Beschrieben wird hier fast in Zeitlupe, wie sehr ein Mensch durch das Nich-Wissen in eine innere Angst gerät, wie sehr dadurch die Realität ihren Wert verliert. Man möchte der Hauptdarstellerin zurufen, Du weißt es doch längst, aber es gelingt nicht, die Dinge nehmen ihren Lauf. Ein sehr zu empfehlendes Buch!
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am 8. Juli 2009
Das alter Ego der Autorin (gleicher Beruf, gleiches Schicksal, tief verletzt) setzt sich mit demjenigen auseinander, der ihr Vertrauen gnadenlos missbrauchte. Das Sascha Anderson-Trauma ist Fakt, so wie er selbst Fakt war. Kann man sich ein Trauma von der Seele schreiben? Die Autorin versucht es. Sie und ihr alter Ego haben ihre innere Sicherheit nach dem Vertrauensbruch in individualistisch bestimmter Unabhängigkeit und seelenschonend gelebt, nun öffnen sie die Tür erneut zu ihrem mimosenhaften Inneren und gewähren Ludwig Zutritt. Es macht stutzig (oder gerade nicht), dass er der gleiche undurchsichtige Typ ist wie Sascha. Es kann tatsächlich nur dieser sein, hat das alter Ego doch gerade ihn durch ihre Berührungsangst romanhaft herbeibeschworen. Der Sascha-Fakt komplettiert sich also durch die Ludwig-Fiktion. Das ebenso ängstliche wie wort- und sehnsuchtsreiche Umwerben beginnt - und mündet unausweichlich in der Sackgasse, wie befürchtet vom gebrannten Kind. Dieses sitzt nämlich in seinem Atelier und ist argwöhnisch, es hat hochfliegende Erwartungen, übersteigerte. Die Beziehung scheitert. Das sollte sie auch, denn darum ging es: sich klarzumachen, dass Liebe mit einem anderen Menschen nicht funktioniert. Das gebrannte Kind darf für sich und in seiner Selbst-Sicherheit bleiben.
Zeigen nicht auch die im Roman erwähnten Gemälde der Autorin bzw. des alter Ego dieses Auf-sich-Bezogensein? Die Verbildlichten, meist Frauen, sind überwiegend allein. Oft erfinden sie sich Schutz, sei es in der Verkleidung, sei es im vergewissernden Spiegel oder mit Hilfe kettenähnlicher Zöpfe, die im Ungewissen verankert scheinen - wenn sie sich nicht selbst genügen, die so Abgebildeten, und sich die Zopfkette in Gänze an den Körper schmiegt.
Der verständliche Wunsch nach Zugeneigtheit ist unübersehbar. So wie ihre Frauen-Bilder oft Nur-Mensch-Bilder sind, die umweltlos den Raum einnehmen, so umkreist die Autorin auch selbstbewusst und warmherzig sich selbst, ein reales Mann-Korrelat scheint einerseits gewünscht, wird andererseits aber - als erwartete Enttäuschung - umgangen. Unauslöschliche Sehnsucht bleibt. Sie inspiriert zum Leben, Malen, Schreiben.
Ursula März hat diesen Roman in ZEIT-Online als "sprachlich missglückt" heruntergeputzt. "Na und, schließlich bin ich Malerin", sagte die Autorin dazu. Recht hat sie. Sie malt ihren Wunsch, unverletzt gemocht zu werden. Und sie schreibt ihn. Und wen stört da zum Beispiel eine (von März monierte) Metapher, nach der sie mit einem abgeschossenen Pfeil fliegt "wie eine Amazone"? Welcher Träumer weiß das nicht: Amazonen können fliegen, und Liebespaare können am Himmel dahinschweben.
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