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am 13. März 2006
Warum bekam Grass den Nobelpreis, Siegfried Lenz aber nicht? Diese Frage stellt sich dem gebildeten deutschen Leser einmal mehr, wenn er die neue Ausgabe der Lenz-Erzählungen, die im Februar 2006 im Hoffmann und Campe Verlag erschienen ist, in Händen hält. Na ja, auch Elfriede Jelinek wurde von der Kommission ausgezeichnet, dennoch drängt sich der Verdacht auf, daß ihre extrovertierte, man möchte sagen, selbstdarstellerische Art eher öffentliche Anerkennung nach sich zieht, als die introvertierte, disziplinierte Schreibweise des ostpreußische Nachkriegsliteraten. Wenn Grass in seinem missionarischem Eifer häufig übertreibt und oftmals geradezu krampfhaft versucht, eine Identifikationsebene mit seinen Figuren zu erzeugen (hier sei nur an »Örtlich betäubt« erinnert), besticht Lenz durch angenehme Zurückhaltung und eine ausgefeilte Erzähltechnik. So ist es um so erfreulicher, daß sich die Herausgeber dieses Bandes, die mühselige Arbeit gemacht haben, bisher unveröffentlichtes Material der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Man wundert sich geradezu, wie es im anstrengenden Alltagsleben eines Verlages möglich war, eine derart gründliche philologische Arbeit zu bewältigen. Darüber hinaus überzeugt der mächtige Band (1536 Seiten für EUR 20!) durch seine Gestaltung. Nur kurz:
Papier: Angenehm gefärbt, so daß längeres Lesen bei Kunstlicht nicht zur Ermüdung der Augen führt.
Typographie: Buchstaben in lesefreundlicher Größe und Gestaltung, kein Augenpulver, der Durchschuß groß genug, das Auge flutscht ja nur so über die Zeilen.
Format: Größer als gewöhnlich, angenehmer Satzspiegel.
Alles in allem: Ein Buch für jedermann!
22 Kommentare| 78 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. August 2010
Die Erzählungen von Siegfried Lenz in einem Band! 1.500 prall gefüllte Seiten höchsten Lesegenusses. Dass Lenz das Geschichtenerzählen liebt, merkt man jeder seiner Geschichten an. Und die sind so unterschiedlich und faccettenreich wie das Leben selbst. Nur eines haben sie gemeinsam: Sie sind verfasst von einem Schriftsteller, der die deutsche Sprache beherrscht wie kaum ein zweiter lebender Autor und das Lesen zum literarischen Vergnügen macht.
Seine Geschichten sind traurig, anrührend, spannend, komisch, seltsam, leidvoll, spöttisch, einfühlsam, ironisch, bitterernst, zeitlos, ausweglos und hoffnungsvoll, immer persönlich und doch die ganze Welt erklärend, unpolitisch, aber durch die Schicksale seiner Protagonisten wiederum hochpolitisch, anklagend, verständnisvoll, weise.
Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Die Erzählungen waren über zwei Jahre meine treuen Gefährten. Nicht in einem Rutsch habe ich sie gelesen (das würde ihnen auch nicht gerecht), sondern immer mal wieder nach Beendigung anderer Lektüren, immer wieder feststellend, dass es an Schriftstellern vom Kaliber eines Siegfried Lenz nicht nur in Deutschland mangelt.
Lenz ist kein Autor von Pflichtlektüren für Deutschleistungskurse, Lenz ist zeitlos und aktuell, er bereichert mit seinen Erzählungen das Leben seiner Leser!
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am 8. März 2006
Ein großes Buch mit kleinen Geschichten liegt da vor einem. Die Erzählungen von Siegfried Lenz sind nicht weniger berühmt als seine Romane.
Wer vielleicht nur mit dem wohl bekanntesten Werk „Deutschstunde“ seine erste Berührung mit dem deutschen Literaten gehabt hat, der wird auch von diesem Buch nicht enttäuscht sein und sich bei der Lwektüre fragen, warum man von Lenz nicht mehr Bücher gelesen hat. An die 150 Geschichten verteilen sich auf 1500 Seiten. Und von Beginn an schafft es Lenz den Leser zu binden. Man taucht ein in seine Worte und genießt das Werk, man ertappt sich dabei wie die Figuren, welche Lenz beschreibt, Gesichter bekommen, wie die Landschaften, in denen die Erzählungen spielen lebendig werden. Kurz: ein absolutes Muß!
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am 21. September 2006
Siegfried Lenz - seine Vielfalt und sein Werk hier in den Erzählungen. 150 Stück auf über 1500 Seiten bereiten eine Einsicht in seine erzählende Entwicklung und geben Zeugnis seines Schaffens. Die bekannten Erzählungen, wie z.B. "So zärlich war Suleyken" fehlt so wenig wie der "Zaungast", der wir Leser nun auch gerne sind. Ein wunderbar gebundenes Buch mit Lesebändchen ist ein Zeichen der Wertschätzung an Lenz zu seinem 80. Geburtstag.

Lenz zählt zu den grossen deutschen Dichtern und Literaten und der Verlag dokumentiert und bereichert auf einzigartige Weise mit dieser Zusammenstellung die deutsche Literaturgeschichte.
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am 21. November 2014
„Denn was sind Geschichten? Man kann sagen, zierliche Nötigungen der Wirklichkeit, Farbe zu bekennen. Man kann aber auch sagen: Versuche, die Wirklichkeit da zu verstehen, wo sie nichts preisgeben möchte. In jedem Fall sind mir Geschichten immer wie Tellereisen vorgekommen, die man zur Vergeltung auslegt: weil die Wirklichkeit sich selbst unaufhörlich bestreitet, sucht man sie in kleiner Falle zu fangen und zur Offenbarung ihrer Identität zu zwingen.“ – Siegfried Lenz

Dieser Sonderband erschien anlässlich des 80. Geburtstags von Siegfried Lenz und umfasst auf 1.536 Seiten sämtliche seiner Erzählungen. Insgesamt sind es mehr als 150, ein Drittel davon lag zuvor noch nie in Buchform vor. Es finden sich somit hier sowohl die ganz bekannten Veröffentlichungen, von „So zärtlich war Suleyken“ bis „Ludmilla“ als auch die vielen Erzählungen, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind.

Meine erste Bekanntschaft mit Siegfried Lenz machte ich mit seinem Roman „Deutschstunde“. Danach las ich mehrere seiner Erzählungsbände und war mehr und mehr begeistert. Für mich hat er eine unnachahmliche Art, mit Sprache umzugehen – das bewundere ich sehr. Als dieser Band mit sämtlichen Erzählungen erschien, habe ich ihn mir gleich geleistet und es nicht bereut.

Eine meiner Lieblingserzählungen möchte ich kurz anreißen. Es ist die Erzählung „Ein geretteter Abend“. Sie ist Marcel Reich-Ranicki gewidmet, Siegfried Lenz schrieb sie zu dessen 70. Geburtstag. Bekannt ist sie auch unter ihrem Erstdrucktitel „Der große Zackenbarsch“.
Diese Erzählung spielt an einem Abend in einer VHS. Deren überaus engagierter Direktor hat eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Es ist nun der erste Abend und der Andrang ist enorm: Zehn Minuten vor Beginn ist der große Vortragssaal voll und das Publikum wartet gespannt auf den angekündigten Redner zum Thema „Scharfrichter oder Geburtshelfer – Über das Wesen literarischer Kritik“. Just in diesem Moment fällt der Referent wegen einer Nierenkolik aus, ein vernünftiger Ersatz kann natürlich so schnell nicht beschafft werden. Unser Erzähler ist verzweifelt auf dem Weg zum Vortragssaal, um die große Menge von Leuten notgedrungen nach Hause zu schicken, als ihm auf dem Flur „ein zartes, eisengraues Männchen“ entgegenkommt, sich als Referent vorstellt und „bescheiden“ nach dem Weg zu seinem Vortragssaal erkundigt. Gewissermaßen als Verzweiflungstat (besser irgendein Referent als gar kein Referent) verfrachtet der Erzähler ihn in den großen Hörsaal und überlässt ihn dort seinem Schicksal. Unser Männchen ist zunächst erstaunt und dann begeistert, wie viele Hörer ihm, dem Meereskundler, bei seinem enthusiastischen „Streifzug durch ein Seeaquarium“ folgen möchten. Auch das Auditorium ist verblüfft. Aber nur kurz, denn mehr und mehr macht sich Erheiterung breit ob der vermuteten Parabel. Und in der anschließenden Diskussionsrunde ergründet man gemeinsam das juristische Prinzip im Seeaquarium…
Allein diese Erzählung kann ich immer wieder lesen. Und sie macht mir auch beim wiederholten Lesen enorm Spaß.

Im Buch findet sich zudem ein Vorwort von Marcel Reich-Ranicki und im Anhang ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis, mit kompletten Angaben zu Erstdruck, Erstausgabe, Werksausgabe und Hörbuchausgabe jeder einzelnen Erzählung. Außerdem eine Bibliographie und eine Zeittafel zum Leben und Werk von Siegfried Lenz sowie eine Übersicht aller Auszeichnungen, Ehrungen und Preise.

Mein Fazit: Ein wunderbares Buch für jeden, der Siegfried Lenz liebt. Aber auch toll für jeden, der mal zwischendurch ein Häppchen guter Literatur möchte – denn dafür sind die Erzählungen wunderbar geeignet.
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Wie töricht mag man sein, wenn man Siegfried Lenz nicht kennt, will sagen, ihn nicht gelesen hat oder nur in der Schule und späterhin dann nicht mehr!

Man kennt das.

Und nun kommen alle seine Erzählungen in einem Band über eintausendfünfhundert Seiten heraus.

Da muß man zugreifen.

Dieser unglaubliche Humor und die stilistische Eigenart, nämlich gelegentlich das masurische Idiom zu bringen, so wie es die eine meiner Großmütter (mütterlicherseits) in meiner Kindheit sprach. Das aber führt nicht nur zurück in eine Kindheit, das öffnet Herz und Poren und läßt Atmen möglich werden, das heißt, gutes Durchatmen.

So wird, das kann man sagen, dieses gewichtige Buch für die Leser ein Gewinn sein, auch wenn der Stil gänzlich im Gewohnten sich abspielt, will sagen, es liest sich angenehm und auch das will etwas heißen.

Da verzichtet anscheinend ein Autor auf Ungewöhnliches, sagen wir, Modernes und trotzdem, ich wiederhole mich, ist von der ersten bis zur letzten Zeile Überraschung angesagt.

Lassen wir uns bezaubern und zum Schmunzeln bringen, zum Kopfnicken und gelegentlichen Zustimmen: hier ist einer, der ist meisterlich und unterhält mit dem, was wir als Verantwortung, Schönheit und Schwung zu bezeichnen pflegen. Außerdem wird Geschichte geboten, deutsche Geschichte, europäische der zuletzt vergangenen Zeit. Die Einleitung von Marcel Reich-Ranicki enthält einiges, was aufhorchen läßt! Das alles ist also meisterlich, hervorragend gemacht, genußversprechgend und es wird gehalten, was man sich verspricht.
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am 10. November 2014
Allein der Sprache wegen ist auch dieses Werk zu empfehlen. Besonders geeignet für Leser, die selbst Texte verfassen und sich von der heutigen gängigen üblichen Wortwahl lösen möchten.
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am 25. Februar 2014
Alles ist wunderbar an dieser Ausgabe, man liest sie nicht immer, aber des Öfteren. Gerne möchte ich "Die Erzählungen" von Siegfried Lenz mit in den Urlaub nehmen, das scheitert leider am Umfang. Noch habe ich keinen Kindle.....wäre die Ausgabe auf dem Kindle erhältlich, ich würde mir sofort einen Kindle zulegen.
Freundliche Grüsse Reinhard Metzger
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am 11. Februar 2012
Auf die Erzählungen von Lenz gehe ich hier nicht weiter ein: Er ist ein Meister seines Fachs. Ich habe mich über ein dickes Lenz-Buch zu dem Preis gefreut. Das Lesen ist jedoch schwierig bei dem Gewicht und den sehr dünnen Seiten. Kein Buch für die Badewanne oder um es irgendwo "hingelümmelt" zu lesen. Vielleicht wären zwei Bände handlicher gewesen.
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