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am 9. Juni 2005
Obwohl man mit Ratzinger in vielen Punkten seiner Lehre ncht übereinstimmen muss, lässt das Buch -gerade weil das Gespräch von einem durchaus kritisch eingestellten Journalisten geführt wurde- immer wieder die tiefe Überzeugung und charismatische Rhetorik des derzeitigen Papstes durchscheinen.
Der Leser identifiziert sich zunächst mit dem Befrager, der gerade besonders kritiche Themen anpricht und wird mit ihm
von der Glaugwürdigkeit und tiefen Überzeugung Ratzingers
beeindruckt.
Ein Theologe, der oft gegen den Zeitgeist spricht, und dem es denoch gelingt, aufgrund seiner tiefen Religiosität ud seines ungewöhnlchen Charismas, zusammen mt profundem Wissen und rhetorischer Eleganz, Zusammenhänge der katholischen Lehre einer der Kirche kritisch gegenüberstehenden Leserschaft nahezubringen.
Und der nicht zuletzt mit diesem Gespräch gründlich mit der bisher geläufigen Bezeichnung seiner Person als des "funda-mentalistisch-katholischen" Großinquisitors aufräumt.
Jeder, der die Theologie des Joseph Ratzinger bislang als autoritär und absolutistisch-konservativ abtat, wird in diesem Buch einen ganz anderen "Ratzinger" entdecken, der Hoffnung für sein Pontifikat vermittelt.
Zudem weckt dieses Buch, geeignet als "Einstieg" in Ratzingers Ansichten, Neugierde auf weitere Literatur dieses eloquenten und
überzeugenden Theologen, auch wenn der Leser letztlich zu der Meinung gelangt, dass Ratzingers Ausführungen nichts mit seinem eigenen Denken gemeinsam haben- interessant und spannend zu lesen ist dieses Buch allemal.
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am 3. Juli 2005
Dieses Buch ist ein einziges, großes Interview zwischen Kardinal Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI. und dem Journalisten Peter Seewald, der zu Beginn des Interviews noch eher kirchenkritisch erscheint. (Zu dem Zeitpunkt, zu dem das Buch entstand, war Ratzinger natürlich noch lange nicht Papst)
Im Buch nimmt Ratzinger Stellung zu Themen wie Homosexualität, Massenaustretungen, Toleranz, innerkirchlichen Problemen, aber auch sehr persönliche Dinge wie beispielsweise seine Stellung im zweiten Weltkrieg und seiner Familie.
Meiner Meinung stellt Peter Seewald genau die richtigen Fragen, die der ein oder andere (vor allem Nichtgläubige)mit Sicherheit auch gerne einmal an Herrn Ratzinger gerichtet hätten. Was mich in Ehrfurcht erstarren lässt, ist Ratzingers umfassende Intelligenz. Sowohl an seiner selbstsicheren Ausdrucksweise als auch vom Inhalt seiner Antworten wird diese deutlich.
Einziger Negativpunkt an dem Buch ist zumindest meiner Meinung nach, dass es sich zum Teil wirklich nur an "Insider" richtet. Es verlangt sehr viel (auch aktuelles) kirchliches Detailwissen ab, da reicht es nicht, zu wissen, wo Johannes Paul geboren wurde oder wie der Vatikan aussieht. Da diverse Ereignisse, die einem so erst einmal nichts sagen (wie z.B. Exkommunizierungen gewisser Personen), muss man sich dieses Wissen leider selbst aneignen, es gibt keinen Glossar oder Fußnoten, die diese Ereignisse etwas genauer belichten.
Trotzdem: Wer unseren aktuellen Papst etwas genauer kennen lernen will, ist mit diesem Buch genau richtig beraten.
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am 14. August 2006
Gekauft habe ich mir dieses Buch kurz nach der Wahl Kardinal Ratzingers zum Papst Benedikt XVI.. Ich bin praktizierender Katholik. Wie viele andere auch, stand ich dem vermeintlich erzkonservativen Leiter der Glaubenskongregation sehr skeptisch gegenüber. Nun wollte ich mir durch die Lektüre von "Salz der Erde" eine fundierte Meinung über diesen ersten deutschen Papst seit Jahrhunderten bilden.

Herausgekommen ist ein vollkommener Wandel meiner Einschätzung dieses Mannes. Beeindruckt haben mich vor allem zwei Dinge:

1. Die Tiefe seiner Gedanken und

2. Die Fähigkeit, diese Tiefe in einfache, klare Worte zu fassen.

Wie oft habe ich mir diese beiden Fähigkeiten schon in den üblichen Diskussionen zum Thema "Glauben" und vor allem auch zum Thema "Kirche" gewünscht.

Für mich persönlich war das Buch eine Bestätigung meines eingeschlagenen Weges und wird - hoffentlich - eine Stütze in den erwähnten Diskussionen.
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am 23. Mai 2004
Diese Buch eröffnet nicht nur Verständnis und einen tieferen Blick für die darin angesprochenen Themen, sondern auch einen
Blick auf den Menschen Ratzinger. Das Ringen um die Wahrheit
wird spürbar auf alle Fälle ein Buch mit viel Gewinn nicht nur
für Theologen und Katholiken, sondern auch für alle an Philosopie interessierten Leser.
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am 26. Mai 2005
Voller Vorbehalte und Skepsis, aber auch mit ein wenig Neugier, habe ich dieses Buch aufgeschlagen. Dies muss auch die Stimmung gewesen sein, in der sich Peter Seewald befand, als er dieses Interview führte. Und mit uns beiden hat sich während der Lektüre bzw. des Interviews ein Wandel vollzogen.
Während man anfangs noch in den Fragen Seewalds die bereits vorgefertigte Meinung und die Lust an der Provokation verspürt, nimmt das Gespräch plötzlich einen wundersamen beeindruckenden Verlauf. Ohne jegliche Vorurteile, Ablehnung oder Verurteilung hört Joseph Ratzinger dem Journalisten zu, und beantwortet dessen Fragen mit einer Frische, Unvoreingenommenheit und Ehrlichkeit, die diesem nur eine Wahl lässt: Ebenfalls in dieser Art und Weise zu lauschen, zuzuhören und seine weiteren Fragen zu formulieren. Plötzlich verwandelt sich die Beziehung vom Versuch des Streites oder des 'Vorführens" fast zu Freundschaft, oder zumindest Respekt und gegenseitiger Anerkennung des Gesprächspartners.
Diesen Prozess finde ich genauso beeindruckend wie die gesprochenen Worte, da er sich in mir als Leser ähnlich vollzogen hat. Plötzlich zeigen sich Dimensionen auf, wie Menschen zueinander in Beziehung treten können. Und der Schlüssel für die Kunst der Beziehung ist das Zuhören. Hier sehe ich starke Parallelen zu dem Buch Das Geheimnis wundervoller Beziehungen: Durch unmittelbare Transformation von Ariel & Shya Kane, das ich erst kürzlich gelesen habe. Ein Kernpunkt ihrer Thesen ist die Kunst des Zuhörens, die Beziehung erst ermöglicht. Zuhören, ohne Vorurteile, Vergleiche, Zustimmung oder Ablehnung, einfach unter dem Aspekt, den Standpunkt des Redenden wahrzunehmen als wäre es der eigene. Dann sind wahre Wunder möglich und eine Intensität von Beziehungen und Lebensqualität, die man sich bis dato nicht einmal vorstellen konnte. Jedem bei dem 'Salz der Erde" etwas angerührt oder berührt hat, kann ich die Lektüre der Bücher von Ariel & Shya Kane nur wärmstens empfehlen.
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am 8. Mai 2005
Dieses ist kein Sachbuch im eigentlichen Sinne. Es ist ein Dialog und Peter Seewald vertritt die Menschen im Westen bezogen auf ihre nicht immer konstruktiv kritische Haltung zur Amtskirche, zum Glauben und zu den Aufgaben einer Kirche zum Menschen. So kritisch fragend (offen direkt und gut) wie Seewald auftritt, so besonnen, klar und deutlich vermag Ratzinger Antworten zu geben und manche unbekannte Argumentation aus dem biblischen Kontext heraus ins rechte (kirchliche) Licht zu rücken. Ratzinger ist immer theologisch korrekt in seiner Argumentation, nimmt Fragen auf und bekennt sich zur Unwissenheit, wo er nicht klar im Bilde ist. Wichtig ist, dass die Fragen (Zölibat, Wiederheirat, Ökumene,...), um die Kirche seit Jahren kreist, tatsächlich beim Wettbewerb (der evangelischen Kirche) nicht zu einer besseren Durchdringung des Christentums geführt haben. So führt er an, dass die Klärung anderer Aufgaben und die Verkündung immanent wichtig für die Zukunft der Kirche ist. Noch wichtiger sind aber die Menschen, die trotz Gerichtsbarkeit (zum Jüngsten Gericht) die Frohe-Botschaft erkennen und sich im Begriff: Salz der Erde wiederfinden.
Dieser Dialog war im Jahre 1996, Ratzinger führt auf S.137 schon sein Vorbild auf, es war der Heilige Benedikt. Nun, 2005 ist er im Begriff, hier eine Nachfolge der Tradition anzutreten, die da heisst: "aber etwas tun, was wirklich in die Zukunft weist."
Das ist seine übernomme Aufgabe als "Brückenbauer" zwischen den Kirchen und den Menschen zu Gott. Und die Bibel sagt: Ein JA sei ein JA und die Taten sollen den Worten entsprechen.
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am 6. April 2006
Wer sich einen Einblick in Denken und Werdegang von Papst Benedikt XVI. verschaffen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei. In dem tiefgehenden Gespräch zwischen dem damaligen Kardinal Joseph Ratzinger und Peter Seewald werden auch die aktuellen Probleme der katholischen Kirche sowie globale Menschheitsfragen eingehend erörtert. Die Antworten "unseres" Papstes weisen ihn als klaren, weitblickenden und unbestechlichen Denker und Christen aus, der sich auf keine "faulen" Kompromisse mit dem Zeitgeist einläßt. Da bleiben Kontroversen nicht aus, meiner Meinung nach ein notwendiger und hoffentlich fruchtbarer Prozess für beide Seiten. Mich beeindruckte besonders die brillante, literarische Ausdrucksweise und Wortgewalt des deutschen Papstes.
In diesem Gespräch wird klar, dass Christentum und Kirche auch heute noch Antworten bieten, die weit über die üblichen oberflächlichen Lebenshilfe-Ratgeber hinaus gehen.
Übrigens bin ich selbst evangelisch, doch sehr interessiert an religiösen Fragen. Angesichts der hitzigen Debatte um Kardinal Ratzingers Nachfolge auf dem Stuhl Petris wollte ich mich aus erster Hand informieren, dazu stellt dieses Buch eine wertvolle und beinahe unverzichtbare Lektüre dar. Sehr lesenswert finde ich auch die Autobiographie von Bendikt XVI: "Aus meinem Leben".
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am 15. Oktober 2005
Mir ist dieses Buch nach der Wahl J. Ratzingers zum Papst in die Hände gefallen. Ich ging mit sehr großen Vorbehalten an das Buch, da alles, was ich bisher aus den Medien über J. Ratzinger wusste, ihn als einen sehr konservativen und auf alte Tradition beharrenden Mann darstellte. Daran mag sich nicht unbedingt alles geändert haben seit dem ich das Buch gelesen habe, aber vieles Unverständliche an der kath. Kirche vermochte es zu erhellen. J. Ratzinger beschreibt in einem Interview mit Peter Seewald (Seewald fragt, Ratzinger antwortet), seinen Werdegang bis zum Präfekten in Rom. Dabei erfährt man so Manches aus seiner Jugend und seiner Zeit als junger Theologiestudent. Am besten gefallen hat mir das zweite Kapitel des Buches, in dem Ratzinger Stellung zu den Fehlern der Kirche bezieht und ganz unverblümt für diese einzustehen vermag. Er gibt verständliche Antwort auf alle kritischen Fragen, welche die Moderne an der kath. Kirche hat (der Zölibat, die Empfängnisverhütung, die Abteribung etc. pp.). Jeder der diese Fragen selber schonmal an die Kirche gestellt hat oder sie deswegen kritisiert, wird hier eine verständliche Antwort finden, die so manches mal gar nicht so antiquiert erscheint, wie es persönliche Vorurteile einem Glauben machen wollen. Dabei durchleuchtet J. Ratzinger die oben genannten Probleme ganz von seiner Seite aus und hilft dem Leser Kirche zu verstehen, aber ohne seine Meinung allgemeingültig und majestätisch oktroyieren zu wollen.
J. Ratzinger bedient sich einer gewaltigen und bildhaften Sprache und man hat stets den Eindruck, dass er selbst tief durchdrungen ist von dem, über das er spricht.
Das Buch ist meines Erachtens ein Muss für alle, die Fragen an die Kirche haben, egal wie diese Fragen geartet sind. Aber eben nicht nur für Fragende, sondern auch für Suchende und Enttäuschte (nach dem letzten Konclave). Es gibt Antworten und hilft Rom zu verstehen. Ratzinger zeigt, dass Kirche einen berechtigten Platz im Kanon aller Weltanschauungen besitzt und auch der aufgeklärten Moderne einen wichtigen Beitrag (vielleicht sogar den Wichtigsten) leisten kann.
Allein der Erkenntnisgewinn verdient 5 Sterne.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. April 2005
In einem Gespräch mit Peter Seewald legt der soeben ins Amt eingeführte Papst Benedikt XVI. zunächst einzelne Stationen seines Lebens offen. Die Dialogform des Buches entpuppt sich als ein Glücksfall. Zwischen den beiden Gesprächspartnern entwickelt sich eine Atmosphäre, die manchen tieferen Einblick in den Lebenslauf Benedikts XVI. gewährt. Es offenbart sich die Leidenschaft des Glaubens mit der er seinen Weg gegangen ist.
Entsprechend klar fällt anschließend die Bestimmung gegenwärtiger Standpunkte der katholischen Kirche aus. Fehler sowie dauerhaft umstrittene Themen werden keineswegs ausgespart.
Geleitet durch die von umfassender Sachkenntnis zeugenden Fragen Peter Seewalds entfaltet Benedikt XVI. seine Sicht über die Zukunft der Kirche. Er spricht von einem „neuen Frühling des menschlichen Geistes" und nennt die Schwerpunkte kirchlicher Entwicklung. Zur Frage der Einheit aller Christen sagt er: „wichtig ist, dass wir uns in großem inneren Respekt, ja, in Liebe gegenseitig annehmen, als Christen anerkennen..."
Mit seinem offenen Dialog spricht Benedikt XVI. zu Glaubenden und Nichtglaubenden.
Sein neues Amt trat er mit den Worten des „unvollkommenen Werkzeuges" an. Auf dem Weg des Dialoges könnte er gleichermaßen zwischen den Generationen wie auch den Konfessionen zu einem „Werkzeug des Friedens" werden.
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am 28. März 2006
Mit grossem Interesse habe ich dieses Buch gelesen. Ich war neugierig, welcher Mensch und welche Geschichte sich hinter „dem Papst" versteckt.

Die Schlichtheit der Erzählung und die Bescheidenheit haben mich berührt. Auch war es sehr interessant, die Sicht und Denkensweisen eines Mannes zu hören, der so tief im Glauben verwurzelt ist.

Spannend zu erfahren war, dass die grundlegenden ethischen Prinzipien, auch von unserem neuen Papst, als sehr allgemeingültig (also auch religionsübergreifend ) gesehen werden und es war eine leserische Freude, die Ausgewogenheit dieses Mannes zu erleben.
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