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am 8. August 2017
Ein Buch, das man immer mal wieder in die Hand nimmt, wenn die Zeit es erlaubt .. zum Schwelgen, zum Nachdenken, zum Ausprobieren von Impulsen - die letzte Bahnfahrt mit einem Kapitel hat mir neue Welten eröffnet, Erinnerungen geweckt.. es gibt noch viel zu Entdecken!
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am 25. Dezember 2002
In den 101 aufgestellten Experimenten finden sich wahrhaft grandiose Mittel, seinen Alltag, seine Gegenwart und sein Selbst mal ganz anders zu spüren, zu erfahren und zu durchdringen.
Meist gelingt es, sich mit ihrer Hilfe aus seinen gewohnten Denk-, Fühl-, Wissens-, Verhaltens- und Alltagsstrukturen herauszureißen. Die Eindrücke und Empfindungen während dieser Experimente, ihre Wirkungen und das Denken nach ihnen, fordern zur tiefen Reflexion auf.
Dabei unterhalten sie - häufig auch mit Humor und Augenzwinkern -, stimmen aber auch nachdenklich und können sogar erschrecken.
Allein zum großen Staunen führen sie einen oft genug - und damit beginnt ja bekanntlich jedwede Philosophie.

Auf meist 2 bis 3 Seiten wird kurz die Durchführung des jeweiligen Experimentes erklärt und ein Ansatz zur angestrebten Wirkung (z. B.: „Wirkung: Humanisierend") angeboten und im Text kurz vertieft. Häufig kann man schon dann den Wirkungsgehalt spüren, obwohl man noch gar nicht am Versuch teilgenommen und nur im Geiste die Anweisungen phantasiert hat.
Die Titel muten mal tiefgründig („Die Welt 20 Minuten dauern lassen"), mal obskur („Auf einem Friedhof joggen"), mal aufregend („Einer Unbekannten sagen, dass sie schön ist."/ „Wirkung: Feuerwerk!") und mal erheiternd („Beim Pinkeln trinken") an; sie sind dabei aber keineswegs trivial und offenbaren meist inspirierende Tiefe und Wirkung.
Am Ende des Buches gibt es ein Register, in dem man nach den jeweils benötigten „Materialien" und den „Experiment-Dauern" (von 2 Sekunden über 40 Jahre bis hin zu unbestimmt) suchen kann, ein Vorarbeiten im Buch von vorne nach hinten ist also nicht gefordert.
Das Buch ist kompakt und ausgestattet mit einem Lesebändchen.
Philosophische Vorbildung ist in keinem Falle erforderlich, wohl aber Offenheit und manchmal eine gehörige Portion Mut. Und letztlich zeigt sich das Buch auch als Vorbild, vielleicht selbst philosophische Experimente zu kreieren. Auch wenn man längst nicht alle Experimente aus dem Buch durchgeführt hat.
Zu Recht hat wohl das französische Fernsehpublikum das Buch zum Sachbuch des Jahres 2001 ernannt.
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am 4. Februar 2007
Was kann man sich unter einem philosophischen Experiment vorstellen?

Ich konnte mir darunter nicht viel vorstellen, fand den Titel aber interessant und kaufte mir das Buch.

Es besteht aus 101 einzelnen Anleitungen oder Aufforderungen zu bestimmten Handlungsweisen, und deren mögliche Folgen. Die Titel der einzelnen Experimente klingen meist interessant und oft auch skurril. Sehr viel mehr als Skurrilität haben sie meiner Meinung aber nicht zu bieten. Der Autor fordert oft zu bestimmten Handlungsweisen auf, die ungewohnt sind oder ein ungewohntes Gefühl erzeugen. Daraus versucht er dann auf einen höheren metaphysischen Zusammenhang zu schließen. Für meinen Geschmack wirkt das aber meist zu konstruiert. Es werden Scheinprobleme geschaffen, die mit Philosophie eher wenig zu tun haben.

Der Stil des Autors ist nicht schlecht, aber 101 einzelne Textpassagen, die nicht zusammenhängen lesen sich doch ein bisschen zäh.

Wenn Sie nach unterhaltsamer Philosophie in Alltagssituationen suchen, dann würde ich eher folgendes empfehlen:

Wolfram Eilenberger - "Philosophie für alle, die noch etwas vor haben"
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am 28. März 2005
Ein faszinierendes Buch, dass all jene, die im Trott des täglichen Alltags mit all seinen wiederkehrenden Banalitäten gefangen sind, mit nimmt auf eine Reise zu sich selbst. Dieses Buch ist wie ein Wecker, sich wieder auf sich und sein Sein in dieser Welt, in dieser Gesellschaft zu besinnen.
Das Buch regt an, zu unzähligen einfachen wie ebenso faszinierenden Experimenten. Zu manchen gehört ein bisschen Mut, wie „per Zufall telefonieren". Andere haben etwas meditatives transzendentales, wie „Die Sterne von unten sehn", „Staub in der Sonne beobachten" oder „Versuchen, nicht zu denken". Viele schärfen einfach wieder den Blick auf vermeintlich Alltägliches, machen des Besondere im Normalen wieder sichtbar, so „Mit geschlossenen Augen duschen" oder „Den Ton des Fernsehers abschalten. Auch an Freunde des Absonderlichen ist gedacht. Wer ha nicht schon einmal heimlich darüber nachgedacht, wie es wäre zu sterben oder jemanden in Gedanken umzubringen.
Das Buch ist wunderbar leicht zu lesen, und wenn man den Mut hat, einige Dinge wirklich auszuprobieren, macht es das Leben reicher an Erfahrung und lässt den Alltag wieder spannend werden.
Auch ein tolles Geschenk für Menschen, die offen für neue Sichtweisen sind.
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am 16. Februar 2012
Ich habe das Buch aufgrund der bereits vorliegenden widersprüchlichen Rezensionen mit durchaus gemischten Gefühlen geordert.

Erster Eindruck nach ca. 15minütigem Durchblättern:

Es macht durchaus hintersinnig schmunzeln, hat eine positive, aufheiternde Wirkung!

Beispiele: Experiment 99, "Schwätzer ertragen". Oder 86, "Auf der Terrasse eines Cafes verschwinden". Ersteres trägt die Idee an, sich darin zu üben, dem Schwätzer und Zeitdieb innerlich nicht zuzuhören. Aber so, dass das schwatzhafte und dabei nichtssagende Gegenüber den Eindruck hat, man würde ihm die volle Aufmerksamkeit schenken. Ideal anwendbar bei der nächsten öden Kommunikation in Nachbarschaft, Verwandtschaft und Betrieb! - Besser die Szene im Cafe: Wer kennt die Situation nicht, sich völlig überflüssig, quasi unsichtbar zu fühlen? Droits Einladung: Zu prüfen bzw. sich auszumalen, ob man nicht etwa TATSÄCHLICH unsichtbar ist. ;-)

Im Zwischenergebnis vielleicht also die in Experimente gefasste Idee, es (das Leben, die Lebenssituationen) nicht allzu schwer zu nehmen und via Experiment das Heitere aufzustöbern.

Im Grunde ein wenig wie Großmutters Rat, sich cholerische Gegenüber einfach mal nackt vorzustellen.

Stimmt: Besonders tiefgründig scheint mir das nicht. Aber: Die Sammlung der Experimente ist umfangreich, die einzelnen "Angebote" sind rasch überflogen, ausgewählt - und flugs mit in den Alltag genommen. DAS hat was. DAS lässt mit einem gewissen Grienen hinausschreiten in den Alltag. Und das lässt sich auch, im Gegensatz zu komplexen Ausführungen (die mit der Zeit verschwimmen und bei Bedarf nachgelesen werden müssen) anderer Autoren, auch gut merken und (im schnelllebigen Alltag) weiterreichen. Und genau das ist, wie ich finde, schon eine ganze Menge, zumal das Büchlein auch nicht die Welt kostet.

Ich habe mir gleich weitere Exemplare zum Verschenken gebunkert und mir selbst, da ich es sicher öfter zur Hand nehmen werde, eine gebundene Version gegönnt.

Gerne würde ich etwas mehr (Weiter-, Tiefergehendes) vom Autor lesen. Aber da scheint es in deutscher Sprache derzeit nichts zu geben. Schade.
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am 15. Dezember 2012
Anfänglich wirkt dieses Buch vielleicht ein bisschen simpel und wenig tiefgründig.
Geht man jedoch ernsthaft an die 101 Experimente heran merkt man relativ schnell, dass es durchaus keine simple oder dämliche Probleme sind, sondern sie tatsächlich zum Denken anregen.

Das Buch erfüllt seinen Zweck, es regt zum Denken an.
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am 4. April 2016
Die 101 philosphischen Alltagsexperimente schafft man nicht in drei Monaten, mich begleitet dieses Buch (sinnigerweise als Hardcover-Ausgabe)
seit Jahren.

Ob es einen Nutzen hat? Ob es einem danach besser geht? Ob ich glücklicher geworden bin?

Nein, nein, nein und das ist ja das Schöne. Philosophie muss ja gar nichts, ist die Freude am in-Frage-Stellen oder einfacher noch, am Frage-Stellen an sich. Nicht immer gibt es Antworten und schon gar keine schnellen oder geradlinigen.

Die "Fünf Minuten Ewigkeit" halten genau das, was Esoterikratgeber so gerne versprechen. Sie kitzeln die Antworten heraus, von ganz alleine, ohne ein "so ist es aber". Leise Gedanken, alle paar Jahre mal ein Satz, der sich bildet, ein kleines "Aha..." am Rande, während das Risotto auf dem Herd vor sich hin köchelt, oder das Unkraut eine Blüte trägt. Für fünf Minuten Ewigkeit hat man ja immer mal Zeit.

Ich mag dieses Buch sehr.
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am 7. Juli 2013
der Artikel hat mir sehr gut gefallen und kam auch dementsprechend unversehrt an. ein wunderbares "Mitbringsel" für Einladungen bei Freunden.
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Kurzweilige kleine Gedankenexperimente, die mich mal erheitert, mal nachdenklich zurückließen. Bis 1000 zählen, sich wie eine Ameise benehmen oder den Sternenhimmel anders herum "denken" - lassen Sie sich von diesen Experimenten überraschen, die auch sehr schön beschrieben sind. "Über Ernstes heiter und über Heiteres ernst nachdenken" - dazu regt das Buch an. Ein Lesegenuss und Fitness fürs Gehirn. Anregend. Inspirierend. Tolles Geschenk für leute, "die schon alles haben"
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am 7. September 2008
Ein Set von explorativen Alltags-'Experimenten', sorgfältig angelegt den Ausübenden exemplarisch dorthin zu bringen / zwingen, wo er - aus Sicht einer philosophischen Ästhetik - zunächst einmal hingehört : in den sensiblen Bereich seiner eigenen Wahrnehmung. Und zwar: mitsamt deren seltsamen Löchern, Geheimnissen, Fremdbestimmtheiten, Zeitverschiebungen, Virtualitäten etc.

Nichts wird dabei vorschnell erklärt oder anderweitig abgehandelt, reine praktische (performative) Phänomenologie sozusagen, Erschliessungsarbeit: in puncto Wahrnehmumg sind europäische Gesellschaften - in der Führungsspitze leider: Deutschland - Entwicklungsland. (Viel zu früh wird Wahrnehmung - für gewöhnlich wie institutionell: zur Aussenwelt-Rezeption degradiert, in den Dienst genommen, irgendwelcher Selbst-/Welt-Darstellungs-Leistungen. Da diese wiederum durchaus auch performativen Charakter haben - nur leider keinen kognitiven - sind die 'Folgen' unabsehbar.)

Bücher wie diese sind daher sozusagen - gerade durch ihre (scheinbare, sprich: sich mit Erscheinungsweisen von Welt aufhaltende) 'Oberflächlichkeit' in einem tieferen Sinn ökologisch - geeignet anzuregen das Wohnen neu zu erlernen.

Droits 'Experimente' sind durchaus verschieden. Sie haben z.T. eine sehr lange Tradition (in der Philosophie, Mystik, Religion, Psychologie, bildenden Kunst, Meditationspraktiken u.a. Übungen), die auch der Autor kennt, hier aber nicht Thema ist. Wichtig ist der performative, explorative Charakter (es handelt sich nicht um Spekulationen), die bewusste 'Einklammerung' (Husserl's epochä) der Frage nach dem Sinn, der Bezug auf eine bestimmte (alltägliche) Umgebung und Situation, das Studium der eigenen Wahrnehmung im Vollzug des 'Experiments'.

In dieser Weise - sozusagen philosophisch-praktisch ernstgenommen, als aisthesis / Ästhetik, nicht von blinder ratio zur geschmackvollen Aussenwelt-Rezeption degradiert - geht 'Wahrnehmung' zwanglos über in 'Erfahrung' (frz. expérience).

Man könnte das Genre vielleicht - etwas steif - bezeichnen als: kognitive Umgebungs-Meditationen in Alltags-Kontexten. Gegenstand des Experiments ist grundsätzlich : nicht irgendein Welt-Bestandteil und dessen Verhalten, sondern: die eigene Wahrnehmung; auf subtile und subversive Weise (i.a. eine provozierte Störung, Nebenläufigkeit, Verschiebung, Kontrastierung) wird ihrer Poietik 'auf den Leib gerückt', der Kostümpanzer üblicher Klischees ein Stück gelüftet, der blinde Fleck verlagert / der Blick neu fokussiert, die Weltverdauung durch Gewohnheit kurz storniert.

Es werden also auch keine besonderen (symbolischen, technischen o.a.) Hilfsmittel benötigt; Umgebung und Situation bringen - da selbst bereits positive 'Leistungen' der Wahrnehmung - bereits genug 'Stoff' mit.

(Der Band könnte u.a. auch eine Fundgrube für Filmemacher sein; Dutzende von Themen, die die Wahrnehmung / Erscheinung von Welt wirklich von der Basis her betreffen - im Ggstz. zur konventionellen Führung durch übliche 'plots', wo es einem inzwischen bereits um den Stromverbrauch für die Ausleuchtung leid tut.)

Die erste Übung besteht allerdings darin, den Band selbst von allerlei Klischees zu befreien, die seinen Weg in den deutschen Markt und Sprachraum befestigen.

Gänzlich verfehlt z.B. die Umschlaggestaltung des Taschenbuchs, sie hätte mich fast davon abgehalten den Band zu lesen : das Titelbild zeigt einen - virtuell in seine eigene Kinderstube versetzten - bebrillten Egghead, die phallische Nase hilflos auf einen Satz Bauklötze gerichtet; eine Pinguinfigur dient als alter ego - nur unwesentlich alteriert, allerdings.
Dieses Bild visualiert leider derart treffend die geistige Befindlichkeit rationalistisch orientierter Experimental-Spielplätze dass niemand auf den Gedanken kommt der Inhalt könne irgendetwas mit philosophischer Ästhetik (Wahrnehmung, Erfahrung) zu tun haben.

Zu einem anderen Irrtum trägt eine gewisse journalistische Rezeption bei; Abstrusität, Spektakel, Auflösung von Klischees oder Produktion von Paradoxien sind jedoch weder Ziel noch eigentlich Mittel der 'Experimente' dieses Buches und neben 'Auf einem Friedhof Joggen' finden sich weniger gestellte, alltägliche Erfahrungs-Übungen : 'Betrachten wie sie schläft'.

Zuletzt : der Autor ist Franzose, kein Deutscher, und durchaus mit Wahrnehmung begabt; vorgeführt wird also nicht etwa ein leeres framework situativer Gymnastik-Übungen, sondern: die bzw. eine stattfindende 'Wirkung' = Erfahrung (expérience) des 'Experiments' wird jeweils - ebenso feinsinnig wie stilsicher - mitangegeben.

Und schliesslich: eine (paradoxale) Erfahrung von 'Ewigkeit' - wie sie der deutsche Titel suggeriert - verkaufsfördernd auf's landestypische Klischee vom Sinn des 'Denkens' projeziert - gehört ganz sicher nicht zum Anliegen dieses Buches.

Nicht einmal für fünf Minuten. Der Originaltitel lautet '101 experiences de philosophie quotidienne' und könnte präziser nicht sein.
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