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Kundenrezensionen

3,1 von 5 Sternen
93
3,1 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 5. Juli 2017
Miserabler Lieferant. Das Buch sollte zum Geburstag verschenkt werden - aber das war wohl nichts. Es gab auf meine Bestellung am 266. keinerlei Reaktion - es fehlt auch ein Abbestell-Button. Finger weg!
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am 16. Januar 2004
...und das bedeutet auch, dass es kein Thriller ist. Interessante Story, gute Dialoge, glaubwürdige Charaktere, unterhaltsam und niveauvoll geschrieben - das sind die typischen Elemente eines Grisham-Romans. Die armen Leser die Grisham wg. seiner ersten Romane (Akte, Firma) immer noch in erster Linie für einen Thriller-Autoren halten, werden natürlich wie immer entäuscht sein. Aber da kann man nur empfehlen, sich grundsätzlich einem anderen Autor zuzuwenden.
Das der Schluss etwas lahm ausfällt, war bisher leider auch ein typisches Grisham-Element. Da ist er allerdings nicht der einzige Autor, der dieses Problem hat. Ich fands jedenfalls wieder schön ein gut geschriebenes Buch zu lesen, nachdem man einige der anderen so hochgelobten und hochbesternten "Thriller-Autoren" mit ihrer einfachen und plumpen Sprache ertragen hat. Spannung ist halt nicht alles.
Eher 4 Sterne aber wg. der übertriebenen negativen Bewertung hier doch volle Punktzahl.
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am 10. Mai 2003
Die Schuld - ein mit Hochspannung erwarteter neuer Thriller von John Grisham! Doch leider hält er nicht ganz, was der Klappentext anfangs verspricht. Oder anders formuliert: Er hält nur das, was darin beschrieben steht, denn damit ist der Höhepunkt der Spannung auch schon erreicht ...
Die ersten Hinweise
Spannend für den Leser sind anfangs vor allem die Informationen darüber, wie im Falle des Buches amerikanische Pharmakonzerne mit der Schuld umgehen können, ihre noch nicht ganz marktreifen Produkte an unschuldigen Menschen zu testen. So geschehen unter anderem im Fall des jungen Tequila Watson, der sich freiwillig einer Medikamentation zu Behandlung seiner Drogensucht unterzieht, nicht wissend, dass dieses Medikament bei einem gewissen Prozentsatz der Konsumenten ungeahnte Nebenwirkungen, wie zum Beispiel eine ungeahnte Aggressivität hervorrufen kann. Teaquila gehörte zu diesem geringen Prozentsatz und brachte im Rausch der Nebenwirkungen einen weiteren Menschen um.
Der Vorteil des Insider-Wissens
Das alles erfärt Clay Carter von Max Pace - so das Pseudonym des Informanten - der sich plötzlich in Clays Leben drängt. Die Umstände seines Auftauchens, die Informationen, die er dem jungen Anwalt zukommen lässt, all das ist bis aufs Letzte spektakulär und atemraubend - und führt zu dem grandiosen Karriere-Erfolg des früher erfolglosen Pflichtverteidigers. Doch das war es dann auch schon fast an spannenden Momenten - und das nach knapp einem Drittel des Buches.
»Er weiß weder, wer dieser Mensch ist, der ihn mit all dem Insiderwissen versorgt, noch, wer ihn geschickt hat und warum. «
Rund 200 Seiten lang passiert dann verleichsweise wenig, denn Clay hinterfragt nicht ein einziges Mal die Umstände dieser "Kooperation" mit Max. Er weiß weder, wer dieser Mensch ist, der ihn mit all dem Insiderwissen versorgt, noch, wer ihn geschickt hat und warum. Der behauptet lediglich im Sinne der Pharmaunternehmen zu handeln, um die möglichen Schadenersatzsummen möglichst gering zu halten - in Form eines außergerichtlichen Vergleiches. Und Clay gibt sich mit dieser Information bereits zufrieden und genießt die angenehmen Seiten von Geld und Macht
Geld verdirbt den Charakter
Doch Max gibt auch anderes Wissen weiter - Informationen, die der Konkurrenz des namentlich niemals öffentlich erwähnten Pharma-Riesen durchaus schaden und in den Ruin treiben können. Und Clay nimmt - Dollarnoten in Milliardenhöhe vor Augen - jeden dieser Hinweise unreflektiert an. Geld und Macht haben ihn geblendet. Was will er neben dem Besuch beim Präsidenten, seiner Villa in warmen Gefilden und Millionengehältern noch? Ein Verhalten, das nicht zuletzt durch die Unfähigkeit Carters zu kritischer Begutachtung der zugespielten Informationen zum Fiasko für Clay und seine Mitarbeiter führt ...
»Wer - vertragsgemäß - mehr als zwei Thriller pro Jahr unter Erfolgsdruck herstellen muss, kann nicht immer auf Qualität produzieren. «
Nicht ganz die Erwartungen erfüllt
Kurzum: Kein typischer Grisham-Thriller im herkömmlichen Sinne, denn Das Kartell oder Die Firma wirkten um Klassen spannender erzählt als dieses Buch! Dennoch muss man Grishams Arbeit in Schutz nehmen: Wer - vertragsgemäß - mehr als zwei Thriller pro Jahr unter Erfolgsdruck herstellen muss, kann nicht immer auf Qualität produzieren. Schade eigentlich, denn die Thematik des Buches, "Die Schuld" - die Verurteilung der Geldgier und Unreflektiertheit von amerikanischen Staranwälten und der Skrupellosigkeit von - in diesem Fall amerikanischen - Pharmakonzernen - ist ein äußerst spannendes Feld. Und der Anfang des Buches entsprach diesem hochspannenden Thema zumindest in Ansätzen. Fazit: Lesenswert, obgleich wenig spannungsgeladen ...
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am 25. März 2003
Als der überarbeitete und unterbezahlte Pflichtverteidiger Clay Carter einen weiteren Mordfall übernimmt, ahnt er noch nicht, was sich hinter der scheinbar eindeutigen Tat verbirgt. Clay startet wie gewohnt seine Ermittlungen, die ihn in ein Rehabilitationszentrum für Drogensüchtige führen. Dort zeigt man sich sehr verwundert, dass der zurückhaltende Tequila Watson nur wenige Stunden, nachdem er das Rehabilitationszentrum zu einem Ausgang verlassen hat, einen anderen jungen Mann kaltblütig erschiesst. Gleiches ist mit einem anderen Drogensüchtigen passiert, der in einem anderen Zentrum untergebracht war. Nur ein merkwürdiger Zufall, oder steckt mehr dahinter ? Bevor Clay sich über diese Frage klar werden kann, erhält er einen Anruf des mysteriösen Max Pace. Bei einem gemeinsamen Essen erzählt der ihm eine unglaubliche Geschichte, und bietet Clay den Fall seines Lebens an. Clay greift zu und findet sich unversehens in einer anderen Liga des Rechtswesens wieder. Hier hat man Tausende von Mandanten, Fälle gehen selten vor Gericht, und das Honorar zählt man in Millionen.
Es geht hier um die Massenprozesse in Amerika, von denen man in den Nachrichten hört, wenn wieder eine Firma wegen fehlerhafter Produkte von vielen Tausend Geschädigten auf einmal verklagt wird und die Geldbußen manchmal Milliarden betragen. Ungefähr ein Viertel davon bleibt bei den Anwälten, die die Klage vertreten. Dies sind jetzt Clays Kollegen, über deren Verschwendungssucht er zuerst entsetzt ist, bis er sich dann nach und nach auch mit den üblichen Statussymbolen umgibt. Dass Grisham es dabei immer noch schafft, beim Leser Sympathie für Clay zu wecken, ist wahrscheinlich eine der positivsten Überraschungen des Buches. Doch genauso weiß man als Leser, dass es so nicht weitergehen wird und dass auf den kometenhaften Aufstieg unweigerlich ein vermutlich genauso weiter Fall folgen wird. Die Frage ist nur wann und wie.
"Die Schuld" ist viel besser, vor allem interessanter, als Grishams letztes Buch, "Der Richter", kommt aber bei weitem nicht an die bisher besten Werke des Autors ("Die Firma", "Der Partner", etc.) heran. Angesichts des vorhersehbaren Endes und der wenigen Überraschungen auf dem Weg dorthin, kann ich mehr als drei Sterne nicht vergeben.
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am 3. Januar 2006
Von Grisham bin ich mir Besseres gewohnt. Diese Geschichte ist zu wenig spannend, vieles wiederholt sich und am Schluss geht alles plötzlich sehr schnell. Unklar bleibt auch, was mit den Vorwürfen des FBI geschieht und wies mit Clay weiter geht. Das Ende mit Rebecca unter der Decke...na ja, etwas unoriginell ist das schon.
Die 3 Punkte gibts für den Anfang, der flüssig zu lesen ist und interessante Einblicke ins Klagewesen in den USA gibt. Aber da wäre noch mehr möglich gewesen.¨
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am 20. Mai 2003
Der gute John Grisham schreibt ja seit ein paar Jahren wie ein Weltmeister und wenn man sich die Rezensionen seiner neuesten Werke so anschaut, dann beschleicht einen ein wenig das Gefühl, dass er vermehrt Quantität vor Qualität stellt. Anscheinend langweilt ihn mittlerweile auch zunehmend das Anwaltsmetier, sonst würde er nicht desöfteren das Thema wechseln ("A painted house" und "Skipping Christmas", wobei mir letzteres allerdings recht gut gefallen hat). "Die Schuld" ist aber wieder ein klassischer Anwaltsroman von ihm, wobei sich die Handlung recht schnell zusammenfassen lässt: der schneidige Anwalt Clay Carter schliddert aus Zufall in eine Riesensache, lässt sich vom Geld verführen und wird immer gieriger. Wie mag das bloß enden?!
Interessant ist an diesem Buch, dass der Autor einmal nicht unbedingt den typischen, strahlenden Helden in den Mittelpunkt stellt sondern jemanden, der sich von Geld und Macht verführen lässt und dafür auch seine Ideale verwirft - fast so wie du und ich. Trotz dieser Ambivalenz und dem größeren Realismus macht ihn das aber nicht unbedingt zum Sympathieträger, denn er macht auch ansonsten nicht gerade den freundlichsten Eindruck (sein Hass auf seine Schwiegereltern in spe ist schon fast typisch für Grisham-Werke). Die anderen Figuren des Romans werden allesamt zu Nebenakteuren degradiert: in "Die Schuld" geht es um den guten Carter und um niemand anderen.
Überraschenderweise konnte weder die mal wieder sehr hölzerne Schreibe noch die überwiegend unsympathischen Hauptfiguren meinen Spaß an diesem Buch schmälern. Die Handlung gleitet flott dahin, man identifiziert sich trotz mangelnder Sympathie ein wenig mit Clay und bekommt zusammen mit ihm glänzende Augen beim Gedanken, sich eine eigene Gulfstream zu kaufen. Nebenbei lernt der Leser eine Menge über das Thema Massenklagen in den USA. Er erfährt, wie eine solche vorbereitet wird, wieviel Arbeit insgesamt damit verbunden ist, welchen Risiken sich die Anwaltskanzlei aussetzt und nicht zuletzt, wie sehr sich sowas auszahlen kann. Der Lerneffekt ist wirklich nicht unerheblich.
Kritisieren lässt sich neben der Schreibe und den unsympathischen Akteuren noch das sehr amerikanische Ende, obwohl der Roman bis kurz vor Schluß wirklich ungeheuer spannend ist und den Leser in der Schwebe lässt. Aber bis dahin konnte ich wirklich nicht meckern. "Die Schuld" ist kein Anwärter für den Pulitzer-Preis, aber nichtsdestotrotz gute Unterhaltung. Der meiner Meinung nach beste Grisham ist und bleibt aber immer noch "Der Regenmacher".
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am 25. Februar 2004
Da ich Grisham nur gelegentlich lese, würde ich mich nicht als Fan bezeichnen. Es fällt mir ohnehin schwer Vergleiche zwischen seinen Büchern zu ziehen, da sie sich teilweise von der Handlung so sehr ähneln, daß ich sie völlig durcheinander bringe.
Wie immer hat mir sein Schreibstil sehr gut gefallen. Man ist ist von der ersten Seite an voll drin und es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die Person Clay Carter war sehr menschlich beschrieben. Ich war stellenweise wütend über seine Handlungsweise, weiß allerdings, daß ich wahrscheinlich genauso gehandelt hätte, wenn mir so plötzlich Ruhm und Geld in die Hände gefallen wären. Eigentlich geht es in diesem Buch ausschließlich um den jungen Emporkömmling. Die Fälle an denen er arbeitet, sind schnell abgehandelt und haben mich nicht sonderlich gefesselt. Aus meiner Sicht ist dies kein Minuspunkt allerdings sollten Leser, die einen riesigen Justizroman erwarten lieber die Finger davon lassen.
Das Ende ist schwach. Zu viel bleibt offen. Weder die Rahmenhandlung noch die Geschichte von Clay Carter wird annhähernd abgeschlossen. Alles in allem gibt es nur 3 Sterne von mir, da ich schon wesentlich bessere Bücher gelesen habe. Es wird jetzt wohl einige Zeit dauern, bis ich mir das nächste Buch von John Grisham vornehme.
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am 17. Juni 2003
Ich habe jetzt - nach vielen positiven Rezensionen - John Grishams "Schuld" gelesen. Ich muss sagen: mein Eindruck ist sehr zwiespältig. Das Buch ist zweifellos spannend geschrieben. Es geht um die Verstrickung eines jungen Anwalts, Clay Carter, in Schuld und Sühne. Carter, ein junger Mensch, arbeitet schlecht bezahlt in der amerikanischen Hauptstadt Washington als Pflichtverteidiger. Eines Tages soll er die Verteidigung eines jungen Schwarzen übernehmen, der aus heiterem Himmel einen anderen Menschen auf offener Straße getötet hat. Merkwürdig bleibt, dass der aus armen Verhältnissen stammende und lange Zeit drogenabhängige Täter als eher schüchterner Charakter geschildert wird, der Angst vor Gewalt hatte. Kurz darauf erfährt Clay, dass offensichtlich ein dem Täter zum Drogenentzug verabreichtes Medikament, Tarvan, zu unkontrollierter Mordlust führte. Clay Carter geht dieser Informaton, die ihn von einem Mann namens Max Pace vermittelt wird, nach. Mit einem weiteren Anwalt, einem Spezialist für Sammelklagen, kann er dem das Medikament herstellenden Konzern einen Vergleich abringen, der ihm und seiner neu gegründeten Kanzlei rund 106 Millionen Dollar einbringt. Doch bald stellt sich heraus, dass der Informant, der Carter mit dieser Information versorgt hat, selber ein lang gesuchter Wirtschaftsverbrecher ist. Mit einem neuen Geschäft treibt er Carter und seine Firma in den Ruin. Doch die Carter sehr dankbaren Mitarbeiter, in besseren Zeiten von ihm großzügig versorgt und mit Anteilen an den verdienten Prozessen versehen, lassen ihren früheren Chef nicht hängen. Zu guter Letzt kehrt auch seine frühere Freundin, die ihn auf Druck ihrer Eltern verlassen und einen anderen wohlhabenden Mann der Upper Class geheiratet hatte, zu ihm zurück.
An dieser - zugegebermaßen kurzen - Zusammenfassung, die die zahlreichen Handlungsstränge nicht wiedergeben kann, wird die Problematik deutlich.
Als Thrillerautor überzeugt Grisham eindeutig. Er schafft es, auf rund 450 Seiten den Aufstieg und Fall Clay Carters, der trotz seiner charakterlichen Schwächen sympathisch dargestellt wird, spannend darzustellen. Dass die Charaktere nicht ausgiebig beschrieben werden, sondern - mit Ausnahme des Protagonisten - relativ blass bleiben, mag man Grisham verzeihen. Die Spannung bleibt bis zum - für mich sehr vorhersehbaren - Ende bestehen. Grisham ist kein Stilist; sein Stil wirkt eher hölzern, seine Charaktere sind nicht ausgereift und undifferenziert - mit Ausnahme Carters.
Positiv ist auch, dass Grisham, selber Anwalt, einen faszinierenden Blick in seine Berufssparte und den Hintergrund der Sammelklagen vermittelt. Wie in früheren Romanen erscheint die Mehrheit der Anwälte als geldgierige und skupellose Vertreter einer Zunft, denen das Wohl ihrer Mandanten völlig egal ist und die einzig allein an ihren Honoraren interessiert sind. Ausnahme ist dann am Ende lediglich die Anwältin, die die geprellten Mandanten gegen Clay und seine Kollegen vertritt - und letztlich recht bekommt.
Wenn man sich allerdings den Plot genauer ansieht, so wirkt er schnell dahingeworfen. Die Moral von der Geschichte, dass Skrupellosigkeit schlecht endet, erscheint mir zu dick aufgetragen. In Wirklichkeit scheint es mir eher so zu sein, dass das von Grisham gewählte Ende idealistisches Wunschdenken verrät; in Wirklichkeit dürften die skrupellosen Anwälte mit ihren ausgeklügelten Strategien, die Grisham schildert, größere Chancen haben, zu gewinnen als die Idealisten, denen es wirklich um ihre Klienten geht. Unwahrscheinlich ist auch, dass Clay Carter vor seiner wichtigen Entscheidung, eine eigene Kanzlei zu gründen und aus dem Staatsdienst auszusteigen, keine näheren Informationen über den geheimnisvollen Informanten Pace einholt, dessen Machenschaften ihn schließlich ins Verderben führen.
Insofern ein zwiespältiges Fazit: durchaus spannend, aber zum Teil durchaus einfach gestrickt und vorhersehbar. Die Bewertung hängt also sehr von der Sichtweise des Lesers und seiner Prioritätensetzung ab. Kein überragendes Buch, sondern Durchschnitt. Allerdings garantiert der Thriller spannende Unterhaltung.
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am 15. Dezember 2011
Nachdem ich mir auf Blu Ray vor einigen Tagen 'Der Mandant' angesehen habe, konnte ich nicht widerstehen und musste ich mir 'Die Schuld', mein letzter ungelesener Grisham im Regal, greifen. Nach einigen Pleiten, wo ich das Gefühl hatte, dass den Autor die Geldgier gepackt oder der Verlag im Nacken saß, hatte ich das Buch bewusst im Schrank verschwinden lassen. Zwar handelt sich mein Exemplar nur um die gekürzte Readers Digest Fassung, aber der Inhalt bleibt ja im Grunde gleich.

Diesmal wird der Leser in die Welt von Clay Carter einem jungen Pflichtverteidiger entführt. Ein neuer Mordfall, seine Freundin verlässt ihn, kaum Geld, als ihm plötzlich ein Mann einen gut bezahlten Auftrag anbietet. Er soll sich selbstständig machen, eine Sammelklage in die Wege leiten, über Leichen gehen und dafür 100 Millionen Dollar verdienen. Klar, dass er da nicht lange fackelt. Nach dem ersten Erfolg wirft er das Geld zum Fenster raus, nimmt auch schon die nächste Sammelklage an, und kümmert sich nicht um die empörten Menschen, die er mit wenig Geld abgespeist hat. Schnell wird klar, dass er sich mit den falschen Leuten zusammengetan hat. Köpfe sollen rollen, und das kann tödlich enden. Clay steht vor der Entscheidung endlich das Richtige zu tun, oder den größten Fehler seines Lebens.

Die ersten Seiten verspricht das Buch ein absoluter Knaller zu werden. Ein Pharma-Konzern, der auf Kosten von Menschen, seine Fehler vertuschen will, ist ein Thema, was sicherlich häufiger vorkommt, als man in den Medien lesen kann. Doch statt das Thema auszubauen setzt der Autor diesmal auf Geldgier und vor allen Dingen Geld. Immer neue Zahlen, Aktienrechnungen, Gewinne und Verluste. Irgendwann war ich an dem Punkt, wo ich das Wort Geld nicht mehr hören konnte. Die Spannung geht komplett unter. Statt einen spannenden Prozess auszubauen, wird eher bis ins kleinste Detail beschrieben, wie er das Geld zum Fenster hinauswirft. Wie oben erwähnt hatte ich nur die kurze Form. Dort hatte ich schon nach der Hälfte keine Lust mehr. Aus diesem Grund frag ich mich ehrlich, wie langatmig es mit noch mehr Seiten geworden wäre.

Zudem stört mich der Protagonist ungemein. Passend zu der Geschichte wird er völlig unsympathisch beschrieben. Leider hatte ich am Ende des Buches das Gefühl, dass sich der Autor selbst beschrieben hat. Die anderen Figuren sind eher Randfiguren, die blass durch das gesamte Buch hinweg bleiben.

Dazu kommt der langatmige, sachliche Stil, der weder Spannung, noch Emotionen durchblicken lässt. Durch die vielen Zahlenspielereien geht dies völlig verloren. Die Trennung zu seiner augenscheinlichen großen Liebe, wird hingenommen. Ihre Hochzeit berührt in minimal. Im Vergleich zum Geld kommt der Rest so was von zu kurz.

Zum Schluss hin versucht Grisham noch gekonnt aus dieser zusammengebrauten Misere herauszukommen. Er setzt auf Reue, und Romantik, die jedoch nur erzwungen und schnulzig klingt.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich war, dass ich dieses Buch endlich aus der Hand legen darf. Mit seinen Meisterwerken, wie 'Die Akte' oder 'Die Jury' kann das hier nicht mal im Ansatz mithalten. Nach seinem Film bin ich mal wieder maßlos enttäuscht und werde mir wohl vorläufig kein weiteres Buch mehr aus seiner Feder gönnen. Dementsprechend kann und will ich es niemanden empfehlen, auch wenn es eine Frage des Geschmacks ist.

===Sarahs Fazit===
'Die Schuld' ist ein Justizroman bei dem es nur um Geld, Zahlenspiele und Macht geht. Ob die eigenen Motive für diesen Roman in die Figur eingeflossen sind - ich sage ja, und gebe dem Buch daher nur einen Stern.
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Schon in anderen Büchern hat Grisham seine Helden mit gigantischen Honoraren und moralisch fragwürdigen Fällen konfrontiert. Die Hauptdarsteller waren die „Guten" und nahmen die „Bösen" (meistens mächtige Gesellschaften) zur Genugtuung der Leser nach allen Regeln der Kunst auseinander. Nicht so in „Die Schuld". Clay Carter nimmt das Angebot des geheimnisvollen Mannes an und besitzt plötzlich die Mittel, eine eigene Kanzlei zu gründen. Zuerst läuft alles gut: Clay gewinnt einflussreiche Freunde, kann sich langgehegte Wünsche erfüllen und seinem Vater etwas unter die Arme greifen. Er nimmt weitere Fälle an, verklagt Unternehmen im Namen seiner Mandanten auf riesige Summen und macht dabei ein Vermögen. Doch er hat keine Erfahrung auf dem gGebiet der Sammelklage und arbeitet darüber hinaus häufig moralisch fragwürdig. Der Leser ist hin und her gerissen zwischen Sympathie und Ablehnung ihm gegenüber. Am Ende kommt es so, wie es kommen muss: Nach dem rasanten Ausstieg folgt der tiefe Fall. Und der ist sehr schmerzhaft für Clay. Am Ende bleibt ihm nur seine Freundin - und ein neues, freies Leben.
In seinem neuen Buch behandelt Grisham nicht einen einzelnen Fall, sondern beschreibt die Entwicklung eines Menschen, der unvorbereitet in ein neues Leben hinein gerät, das Leben der Mächtigen und Reichen, das Leben der skrupellosen Anwälte. Zum ersten Mal steht der Held auf der Seite der „Bösen". Doch er ist keiner von ihnen. Ans Ende stellt Grisham die Strafe - und die Hoffnung auf einen Neuanfang.
Ein schönes Buch, kritisch und oft mit einem Augenzwinkern geschrieben. Nicht nur für eingefleischte Grisham-Fans empfehlenswert.
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