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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
57
Der verlorene Sohn: Der Kampf eines Kindes um Liebe und Anerkennung
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 13. August 2017
Ich habe vor ein paar Tagen, dieses Buch beendet. Es ist der Nachfolger von "Sie nannten mich es". In dem Buch geht es um einen Jungen der von seiner Mutter misshandelt und nach vielen Jahren später endlich aus der Familie gerettet wird. Danach lebt er in vielen Pflegefamilien. Da Dave Pelzer von seiner eigenen Geschichte schreibt, haben mich beide Bücher sehr berührt. Aufjedenfall lesenswert!
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am 19. Februar 2011
Es geht aufwärts im Leben des Dave Pelzer. Zwar enthält auch der zweite Teil der Reihe viele schockierende Momente und schlimme Details, doch im Gegensatz zum ersten Teil gibt es nun auch sehr viele Stellen, an denen man sich mit Dave über seine kleinen aber feinen Fortschritte im Leben freuen kann. So schafft er es nicht nur, seiner Mutter zu entfliehen, sondern auch, sich im Leben zurecht zu finden.

Wobei ich an dieser Stelle eine kleine Warnung aussprechen muss. Die Sympathien für Dave Pelzer gehen in diesem Buch doch ein wenig zurück. Man könnte meinen, dass seine Überlebensstrategien durch die Rettung ein Ende nehmen würden, aber das Gegenteil ist der Fall. Dave Pelzer sucht in diesem Band überall nach Anerkennung, was ja auch durchaus verständlich ist. Und irgendwie wünscht man ihm auch die ganze Zeit, aus dieser kriminellen Schiene rauskommen und die gesuchte Anerkennung finden zu können. Aber die Mittel, die er dafür benutzt, sind doch recht eigenartig. Und die zahlreichen Diebstähle, die er ausführt, um diese Anerkennung zu bekommen, sind da noch das geringste Übel. Sowohl Dave als auch die Leser wissen, dass das, was er tut, nicht immer gut ist. Aber was will man einem Jungen erzählen, der jahrelang ums nackte Überleben kämpfen musste?

Allerdings bleibt am Ende doch ein kleiner bitterer Beigeschmack, denn hier und da ergeben sich leider ein paar Unterschiede und kleinere Widersprüche zum ersten Teil, was der Diskussion um die Authentizität und um den Realitätsgrad nur neuen Zündstoff bietet. Außerdem muss ich sagen, dass die Übersetzung an ein paar Stellen ziemlich geschludert hat, da man im Laufe des Lesens auf einige Rechtschreibefehler und schlechte Ausdrucksformen stößt.
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am 25. Februar 2007
Nachdem ich schon das erste Buch von Dave Pelzer gelesen habe, in dem er sein "Leben" bis zum 12 Lebensjahr in etwa beschreibt, wollte ich unbedingt wissen wie's weiterging und was aus ihm geworden ist.

Mit "Der verlorene Sohn" hat er ein weiteres Buch veröffentlicht, was einem durch und durch geht. Es ist sogar noch sehr viel interessanter als sein erstes Buch, da man hier viel mehr Informationen über ihn und seine unglückliches Leben bekommt und nicht nur Beschreibungen "der Spielchen", die seine Mutter sich Tag für Tag neu für ihn ausdachte. Zudem werden sehr viele Probleme und Vorurteile angesprochen, denen ein solches Kind in der Gesellschaft ausgesetzt ist. Durch diese sehr detaillierte und genaue Erzählung seiner Geschichte fühlt man sich dem Jungen eng verbunden und leidet mit ihm, wann immer er wieder einen Rückschlag erhält.

Man erfährt außerdem noch viel über die Pflegefamilien, in denen Dave aufgenommen wurde. Es ist wirklich bewundernswert, was diese Menschen auf sich nehmen um verstoßenen Kindern zu helfen. Auch dies regt sehr zum Nachdenken an, den es gibt immer noch viel zu wenig Pflegefamilien für Pfelgekinder...

Diese Buch ist einfach klasse und hat mir in manchen Dingen die Augen noch weiter geöffnet. Es ist eine Schande, dass solche Kinder dann teilweise auch noch von dem Umfeld ausgegrenzt werden, obwohl sie doch - wie jeder von uns - nur dazu gehören wollen...
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am 19. Juli 2016
Das Buch "Der verlorene Sohn" von Dave Pelzer ist der zweite Teil einer Buchtriologie. Das Buch erschien als Hardcoverausgabe und Softcoverausgabe. In der Softcoverausgabe ist es 320 Seiten lang und beim Heyneverlag erschienen.

Das Buch hat eine mittlere Qualität mit schönen dicken Leseseiten.

Im zweiten Teil erleben wir Dave Pelzers Geschichte aus der Sicht eines Jugendlichen bis zum Erwachsenenalter. Dave ist nur noch ein verstörtes, misshandeltes Bündel aus Haut und Knochen. Endlich, nach so langer Zeit, greift die Schule ein. Es beginnt ein Kampf ums Sorgerecht und anschließend eine Odyssee durch Heime und Pflegefamilien.

Der zweite Teil von Dave Pelzer hat mich wieder von Anfang bis Ende mitgerissen und ich habe das Buch regelrecht in zwei Tagen verschlungen. Es ist sehr authentisch, detailliert, gefühlvoll, regt zum Nachdenken an und bewegt einfach extrem. Das Buch geht unglaublich nah und zeigt auch mit wieviel Vorurteilen Pflegefamilien und Pflegekinder in den 70ern in den USA zu kämpfen hatten. Diese waren damals 2.Klasse-Menschen und nur ganz langsam können die Vorurteile abgebaut werden, durch solche Bücher und den Mut eines Kindes wie Dave, dass die Hölle überlebt hat.

Fazit: Ein mitreißendes Buch, welches von Anfang bis Ende fesselt und sehr bewegt. Absolut empfehlenswert!
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am 11. Juli 2003
Auch der zweite Teil, die Fortsetzung von "Sie nannten mich Es" schockiert stellenweise, jedoch gibt es im Gegensatz zu ersten Teil auch Stellen, an denen man sich richtig mit dem kleinen Dave über seine kleinen Fortschritte im Leben freuen kann.
Es gebührt auf jeden Fall den Menschen große Ehre, die ihn aus seinem unwürdigen Leben befreit und ihn vor seiner wahnsinnigen Mutter gerettet haben.
Und natürlich Dave Pelzer selbst, der auch mit diesem Buch die Menschen auf ein großes Problem (auch der heutigen Zeit) hinweist, das unbedingt bekämpft werden muß.
Ein sehr lesenswertes Werk.
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am 9. Mai 2005
Nach seinem ersten Werk Sie nannten mich "es" schreibt Dave Pelzer in diesem Buch über die Zeit nach den schrecklichen Übergriffen seiner Mutter. Doch wer denkt dass jetzt alles ausgestanden ist hat weit gefehlt, Dave kann seine Vergangenheit nur schwer hinter sich lassen und sieht sich bald in einem Zwiespalt, soll er der gute Junge sein den er immer sein wollte oder weiterhin stehlen damit er die Anerkennung bekommt die er noch viel mehr ersehnt? Auch kann Dave mit seinen 12 jahren einfach nicht verstehen, warum seine Mutter ihn zwar besucht, aber niemals mit ihm spricht. Schnell gerät Dave in grosse Schwierigkeiten und steht schlussendlich vor der Entscheidung was ihm wirklich wichtig ist und was er aufgeben muss. Der Band führt einen durch ein Wechselbad der Gefühle, zwischen Triumpf über abgrundtiefen Hass bis bittere Tränen der Einsamkeit und Verzweiflung. Fazit, wer Bücher mag, die unter die so richtig unter die Haut gehen, muss es sich unter den Nagel reissen.
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am 17. Mai 2011
Während in Sie nannten mich Es" die Zeit zwischen Daves vierten und zwölften Lebensjahres beschrieben wurde, widmet er sich in Der verlorene Sohn" dem zwölften bis achtzehnten Lebensjahr. Nachdem das komplette erste Kapitel eine Rückblende ist, erzählt Dave im zweiten Kapitel davon, wie er gerettet wird. Im März 1973, als Dave 12 ist, schreiten endlich die Lehrer seiner Schule ein und benachrichtigen die Polizei, die Dave von der Schule abholt und seine Mutter darüber informiert, dass ihr Sohn nicht nach Hause kommen wird. Als der Polizist zu Dave sagt, dass er frei ist und seine Mutter ihn nie wieder verletzen kann, laufen Dave Tränen der Freude über das Gesicht.

So landet Dave in seiner ersten Pflegefamilie. Doch die Angst, seine Mutter könnte ihn wieder zurückholen, lässt ihn nicht los und so wacht er nachts schweißgebadet von den Alpträumen auf. Seine Angst ist sogar so groß, dass er vor Gericht fast nicht gegen seine Mutter aussagt - was bedeutet hätte, dass er wieder zurück gemusst hätte.

Dave fällt es nach all der Zeit schwer, sich richtig anzupassen. Er hat immer das Gefühl, um alles kämpfen und sich vor allen beweisen zu müssen. Nach wie vor stiehlt er und bereitet sich seine größten Probleme selber. Innerhalb eines halben Jahres hat Dave dreimal die Pflegefamilie gewechselt. Was ich nicht so recht verstehen kann: Entweder die Mutter kommt ihn besuchen - nur um ihn weiter zu quälen, in dem sie gar nicht mit ihm spricht oder aber Dave versucht sie (trotz der Verbote) zu sehen. Alle Versuche zu erfahren, warum sie gerade ihn so abgrundtief hasst, verlaufen im Sande. Seine Mutter schweigt wie ein Grab.

Dave entwickelt mit der Zeit eine regelrechte Arbeitssucht. Er selber schreibt: Manchmal spielte ich nach der Schule auf dem Wohnzimmerboden mit meinen Legos oder mit meinem Stabilbaukasten, ein andermal war ich der kleine Erwachsene, der nach der Schule nur schnell nach Hause kam, um sich umzuziehen, ehe er wieder lossauste - zur Arbeit, in einem meiner diversen Jobs. Erstmals führte ich ein eigenes Leben." Man liest also sehr deutlich heraus, dass Dave nicht so recht weiß, wohin er gehört. Zum einen noch kein Erwachsener, aber auch kein Kind mehr. Mit 17 Jahren investiert Dave für eine ganze Reihe von Jobs wöchentlich über 48 Arbeitsstunden zusätzlich zu seiner Schule, in der er aber mittlerweile in einer Klasse für Lernschwache gelandet ist. Ihn bleibt jetzt noch weniger als ein Jahr in einer Pflegefamilie, denn mit 18 wird er sich selber versorgen müssen.

Seine freie Zeit verbringt Dave damit, nach seinem Vater zu suchen. Im Laufe der Jahre hat er bereits Hunderte von Botschaften für ihn in allen Feuerwachen der Stadt hinterlassen. Doch niemals Antwort erhalten. Als er auf einer Feuerwache den besten Freund und Arbeitskollegen seines Vaters sieht, lässt er nicht locker und erfährt, dass sein Vater nicht mehr bei der Feuerwehr arbeitet und seit über einem Jahr arbeitslos ist. Wegen finanzieller Probleme habe er ständig die Wohnung gewechselt und auch als Obdachloser auf der Straße übernachtet. Sein bester Freund ist nun der Alkohol.

Dave macht sich auf den Weg zum Missionsbezirk von San Francisco und findet seinen Vater schließlich zusammengesackt über einem Tisch. In den paar Stunden, in denen die beiden sich sehen, versucht Daves Vater, seinen Sohn davon zu überzeugen, dass es besser wäre zu vergessen, was seine Mutter ihm angetan hat. Für mich absolut unverständlich. Selbst nach all der Zeit schafft Daves Vater es nicht, zu seinem Sohn zu stehen. Wie soll ein Kind vergessen, welche Hölle es durch die eigene Mutter erlebt hat? Zum Schluss zeigt sein Vater ihm seine Dienstmarke und mit einem schwachen Versuch der Erklärung sagt er: Das ist alles, was ich jetzt noch habe. Das ist eine der wenigen Sachen in meinem Leben, die ich nicht total vermurkst habe. Das kann mir niemand mehr nehmen." Er gibt Dave den Rat so weit wie möglich fort zu gehen, um am Ende nicht so dazustehen wie er.

Ein paar Monate später, nachdem Dave seinen High-School-Abschluss nachgemacht und auch eine Reihe von Tests und Hintergrundprüfungen bestanden hat, tritt er voller Stolz in die Dienste der US Air Force. Und plötzlich ruft seine Mutter ihn voller Stolz an und weint am Telefon. Sie habe die ganze Zeit immer nur an ihn gedacht und immer nur sein Bestes gewollt. Aber selbst nach einer Stunde Telefonat hört Dave noch immer nicht das, was er hören möchte und auch hören müsste, um für sich die Sache abschließen und verstehen zu können.

Das Buch endet mit Abflug der Boeing 727 von Kalifornien mit Dave an Bord und in diesem Moment wird ihm bewusst, dass er nicht mehr der verlorene Sohn, sondern ein Mann namens Dave ist ...

Der zweite Band der Pelzer-Trilogie ist auf Daves weiteren Lebensweg bezogen genauso fesselnd wie der erste. Doch genau wie Dave, habe ich auch immer vergeblich versucht, an Antworten zu kommen. Ich kann mir vorstellen, wie hilflos und verloren sich Dave vorgekommen sein muss. Immer wieder die Frage im Kopf Warum ich? Was war der Auslöser?"

Es war für mich genauso schwer zu lesen, wie viel Schwierigkeiten Dave hatte, sich in die normale" Gesellschaft einzufügen, wie über die ständigen Misshandlungen seiner Mutter. Er wurde zwar gerettet, aber das Thema Mutter hat ihn all die Zeit nicht losgelassen und er hat ja sogar oft noch den Kontakt zu ihr gesucht. Und jedes Mal kam es mir vor, als ob er sich damit selbst bestrafen wollte. Aber letzten Endes hat Dave allen bewiesen, dass er auf eigenen Füßen stehen kann und der Job bei der Air Force ist der Start in ein neues Leben, von dem er in seinem letzten Band der Trilogie berichten wird.

Im Anhang dieses Buches gibt es noch ein Kapitel Überlegungen zum Thema Pflegeeltern". Hier kommt Dave noch einmal zu Wort, aber auch Leute wie seine Pflegemutter Alice, sein Lehrer, sein leitender Bewährungshelfer und auch sein Mentor. Von mir bekommt Daves Buch fünf Sterne.
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am 2. August 2005
"Endlich ist er weg von seiner Mutter!!", denkt man sich nach bei der Fortsetzung von "sie nannten mich Es". Doch weit gefehlt:
auch bei seinen Pflegefamilien ist Dave nicht vor seiner Mutter sicher und er kann sich wieder nicht gegen sie wehren.
Dieses Buch ist absolut spitze. Man fühlt mit Dave mit, hofft mit ihm und freut sich, wenn er einen Moment des Glückes erlebt.
Die Geschichte ist packend und spannend erzählt, ein absolutes Muss für jeden Bücherwurm.
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am 19. Februar 2012
Nachdem ich Dave Pelzers erstes Buch "Sie nannten mich ES" gelesen hatte, war es klar, dass ich auch die Folgebücher lesen musste, denn schließlich musste ich wissen, wie es Dave nun nach der "Befreiung" des Elternhauses ging.

Wenn ich beim ersten Buch dachte, schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen, bekam ich bei diesem Buch trotz allem das Gefühl, schlimmer geht immer. Denn mit der "Befreiung" ist es längst nicht getan. Der Kampf mit sich selbst und der Familie bekam man in diesem Buch erst wirklich zu lesen. Dave in der Pubertät, total in sich verloren, hin und her gerissen in den Welten, nirgends wirklich daheim, und trotz der unerträglichen Qualen im Elternhaus immer noch auf der Suche nach Liebe und Anerkennung bei der eigenen Mutter.

Ich bin fasziniert, wie tapfer sich Dave Pelzer durch sein Leben gekämpft hat, und in den schwersten Zeiten Gefühle wie Liebe zwischen den Menschen nicht verloren hat, bzw überhaupt zulassen konnte.
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am 28. August 2015
Wahnsinn, was der Junge durchgemacht hat und wie er sich selbst motiviert hat. Auch nachdem er befreit wurde, ist das Leben kein Zuckerschlecken. Und die Mutter sieht er auch hin und wieder, was sehr spannend zu lesen war. Ich bewundere Dave Pelzer!
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