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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
127
4,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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Das passiert mir ganz selten..., dass ich ein mir unbekanntes Buch nach ein paar Seiten des Lesens zuklappe und zur Seite lege. Ich werde den "Fliegenfänger" von Willy Russell garantiert nicht mehr zur Hand nehmen, da ich eine Abneigung gegen Handlungen habe, die nur aus geschriebenen Briefen bestehen. Das ist hier der Fall.

Über 524 lange Seiten schreibt der junge Protagonist Raymund Marks seinem Idol Morrissay ununterbrochen Briefe. Ich hatte zwar vor dem Kauf einen Blick ins Buch getan, konnte jedoch nicht ahnen, dass der Schriftsteller diesen Stil bis zum Ende beibehält. Definitiv kein Buch für mich, da mag die Handlung noch so gut sein.
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am 27. April 2017
Ich habe es mit großer Begeiserung udngroßem Interessegelesen, da mich so manche Episode an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert hat. Ich habe zwischendurch auch ein paar Tränen vergossen, aber auch Lachtränen.
Habe es gestern weiter verliehen.
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am 24. September 2009
Die Jugend eines Losers. So könnte man in einem Satz das Buch beschreiben, wenn es damit zu beschreiben wäre. Allerdings wird man dem mächtigen Werk damit nicht gerecht. Tatsächlich beschreibt der Held in der Ich-Form seine Jugend, die sich zunächst ganz normal anlässt, bis zum von seiner Umwelt vorangetriebenen gnadenlosen Absturz und dem letztendlich versöhnlichen Ende, in Form von Briefen an sein Idol. Mit einer schriftstellerischen Wucht, einer ergreifenden Sprache und einer unglaublich dichten Darstellung der Handlung und des Innenlebens des "Fliegenfängers" schlägt Russel dem Leser die Wahrheit über das Leben ins Gesicht, dass man am Ende nicht weiß, ob man mitfühlen oder an der Gesellschaft zweifeln soll, die sich in diesem Epos auf jeder Seite spiegelt.
Zumindest bleibt man nachdenklich zurück. Dinge wie diese passieren immer und überall, es trifft zu jeder Zeit die Falschen, die uns immer und überall auf der Suche nach einem Ausweg aus ihrem Dilemma begegnen. In unserer eigenen Welt gefangen, erkennen wir sie nur nicht.

In einem kraftvollen, sprachlichen Rundumschlag schreibt sich der Hauptdarsteller die über die Jahre seiner Kindheit aufgestaute Verzweiflung aus dem Leib und übergibt sie dem Leser zur weiteren Verwendung. Dieser muss sich vorher überlegen, ob er diese teilen will, um letztendlich durch Irrungen und Wirrungen hindurch an der erlösenden Befreiung teilzuhaben, oder ob er lieber in der Komfortzone verbleiben und Kitsch a là Karen Rose und dergleichen konsumieren will. Wer sich darauf einlässt, wird unweigerlich in den Kopf, den Körper und die Gedankenwelt eines vielleicht unterdurchschnittlich intelligenten, unansehnlichen und ungeliebten Teenagers hineinversetzt und fühlt sich wie dieser in dieser Rolle gefangen. Das macht letztendlich den Reiz dieses Buches aus. Es berührt unweigerlich.

Also: Doppeldaumen nach oben für Willy Russell, ein anspruchsvolles Leseereignis.
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am 4. Juli 2013
Dieses Buch ist sehr empfehlenswert, gut zu lesen und macht nachdenklích. Eine spannende Lektüre - nicht nur für den Urlaub!
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am 10. Januar 2004
Was für ein Buch. Was für ein verdammt gutes Buch, und ich habe keine Idee, wie es drei Jahre unbemerkt an mir vorbeigehen konnte, ohne daß jemand sagte, He, ließ dieses Buch. Als es dann jemand sagte, war der Grund recht simpel: "Lies es, denn es ist so witzig", wurde mir gesagt. Das Buch ist auch sehr witzig, ohne Frage, aber was dann nach dem Witzigen kommt, ist bodenlos ernst und tief und so menschlich, daß es einen mit offenem Mund zurückläßt.
Die Geschichte, die der Hauptcharakter Raymond erzählt, ist voller Wärme und Traurigkeit. Sie enthält die Arroganz der Jugend, ihren Frust und ihre Ratlosigkeit. All die Mißgeschicke des Lebens rasen auf den Leser zu. Wir haben hier einen Hauptcharakter, der das Leben und die Musik liebt und dabei vom Pech verfolgt wird. Wir haben jemanden, der einfach nur er sein will und kein Teil der normalen Welt. Ich denke, es gibt da draußen tausende Jugendliche, die sich fragen, was sie in unserer Zeit verloren haben und wie sie aus dieser Zeit fliehen könnten, wenn es möglich wäre. Willy Russels Roman handelt von solch einer Flucht. Er enthält so viele feine Geschichten, daß ich keine anreißen möchte. Nicht um zu viel zu verraten, sondern weil es albern wäre, neue Worte dafür zu finden.
Ein Roman, der mehr ist als ein Roman. Ein Roman mit viel Tiefe, mit viel Erfahrungen und einer Menge Humor. Ein wunderbarer Roman.
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am 24. Mai 2003
Ein Huckleberry Finn der heutigen Zeit, lustig und dann wieder so todtraurig, dass es einem den Hals zuzieht.
Der Protagonist Raymond Marks erfindet mit 11 Jahren in einer Schulpause ein pubertär harmloses, wenn auch wenig absonderliches Spiel auf "männliche" Art und Weise Fliegen zu fangen. Kleine Ursache, grosse Wirkung! Ab dem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es war. Das harmlose Spiel wird aufgebauscht und missverstanden. Das führt so weit, dass Raymond von der Schule fliegt, sich eine dicke Speckschicht anfrisst, in seiner eigenen Phantasiewelt lebt und demzufolge zum Außenseiter und Sonderling wird. Seine alleinerziehende Mutter versteht ihn nicht und ist ihm keine Hilfe, lediglich bei seiner "verrückten" Oma stösst er auf Verständnis. Es scheint so, als habe sich alles gegen ihn verschworen, alles was er anfängt missglückt und wird falsch ausgelegt. Ein richtiger Pechvogel, der mir aber während des Lesens mehr und mehr ans Herz gewachsen ist. In seiner Not schreibt Raymond tagebuchartige Briefe an sein Popidol Morrissey.
In der Sonderschule gewinnt er schliesslich doch zwei Freunde, den schwulen Twinky und Norman, der lernen soll sein unbändige Wut zu zügeln. Diese Dreierclique hält nun zusammen wie Pesch und Schwefel. Die außergewöhnliche Freundschaft der drei Außenseiter der Gesellschaft, ist auf eine derart subtile, anrührende Art beschrieben, dass ich alle drei Jungen glatt adoptieren könnte. Ich kann dieses wunderbare Buch nur allen Lesern, die Kinder lieben und vor allem verstehen wollen wärmstens ans Herz legen.
Mit Sicherheit wird dieses Buch neben MONSIEUR IBRAHIM UND DIE BLUMEN DES KORANS zu meinen persönlichen Bestsellern 2003 zählen! Beide Bücher handeln von Jungen, die vom Schicksal benachteiligt und trotzdem auf der Suche nach ein wenig Glück sind, beide sind Kämpfer und gehen trotz aller widrigen Umstände nicht unter und beide geben Hoffnung letzendlich auf mehr Menschlichkeit, Wärme und Toleranz im zwischenmenschlichen Umgang.
Der Fliegenfänger ein weises, ein menschliches, ein zärtliches aber auch ein grausames Buch, dass den Vergleich zum Fänger im Roggen nicht zu scheuen braucht
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am 21. November 2009
Ein absolut faszinierendes Buch. Die Geschichte selbst ist ein Drama und doch so witzig geschrieben, dass man an den dramatischsten Stellen in Lachen ausbricht.
Die ersten Seiten war ich skeptisch, da Raymond seine Geschichte in Briefen an Morrissey schreibt, was mir eigentlich nicht gefällt. Nach wenigen Seiten liest es sich allerdings wie ein "normaler" Roman und die Briefform fällt nicht weiter auf.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre in Schulen werden!
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am 2. September 2009
Der Hauptcharakter: ein schlauer Junge namens Raymond, mit einer eigenen Sicht auf die Welt: Er ist augenscheinlich nur von dummen und primitiven Erwachsenen umgeben die anscheinend mit dem Wort Sarkasmus Nichts anfangen können und die zu arrogant sind um sich anzuhören was Raymond zu sagen hat. Dadurch entstehen natürlich nur Missverständnisse und er tritt von einem Fettnäpfchen ins Andere - Sachen die eigentlich Lapalien sind, aber die Leute um ihn herum neigen dazu aus Mücken Elefanten zu machen und so wird er schließlich, auch durch die Einwirkung von "Klatsch und Tratsch" und Klischees als gemeingefährlicher Perversling und schlimmeres abgestempelt.

Nach ungefähr einem Drittel des Buches habe ich mit dem Gedanken gespielt es nicht mehr weiter zu lesen - nicht weil es mich gelangweilt hat! Nein, es ist durchaus spannend und manchaml auch einfach nur witzig, aber es ist zeitweise wirklich NUR deprimierend. Missgeschick über Missgeschick, Erwachsene und auch seine besten Freunde verurteilen ihn .... und keine Aussicht auch auf nur einen Lichtblick. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt erkennt man dass nicht alles verloren ist und langsam (erst schleichend dan öfters): Lichtblicke. Aber das Buch bleibt natürlich trotzdem noch tragisch und sarkastisch. Ich habe es feritg gelesen und ich muss sagen ich bereue es wirklich nicht!

Das Buch MUSS Anfangs einfach deprimierend sein um Raymond zu fomren und seine spätere Handlungsweise zu verstehen. Und dadurch kommt es auch, dass man sich über jedes noch so kleine positive Ereignis richtig freut (und wenn es nur ein Lächeln von seiner Mutter ist)
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am 30. Juni 2009
Was für ein Buch ! Unfassbar, dass es dem Verlag nicht gelungen ist, dieses Buch besser zu promoten. Mehr als 30 gute Kritiken bei Amazon haben mich dazu bewogen, dieses Buch zu kaufen. Ich habe es nicht bereut. Diese Buch ist wirklich lesenswert und jedem zu empfehlen. Eine Klasse Geschichte, welche von den kleinen Dingen des Lebens handelt.Selten hat mich eine Geschichte derartig berührt. Ein Vergleich mit Irving, Franzen etc. ist völlig berechtigt. Herzlichen Dank an Amazon und deren Rezensionen, ohne die ich nicht auf das Buch aufmerksam geworden wäre.
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am 1. September 2009
...ein Buch voll Wärme, Witz und Weisheit - die berühmten drei W's, die ein Buch besonders machen.

Ich bin über dieses Buch nur über die Amazon-Empfehlungen gestolpert, sonst wäre ich garnicht darauf gekommen. Bin aber nun froh, daß ich es mir angeschafft habe.

Über den Inhalt will ich garnicht viel erzählen; aber die Lebensgeschichte von Raymond, vorgetragen in Briefen an sein größtes Idol, ist so voller Wendungen, Irrungen, Wirrungen - ein Leben kann man immer von mindestens zwei Seiten sehen und wahrscheinlich haben beide recht....

Eine charmante, hochintelligente Sprache, die einem schlauen Jungen mit seiner eigenen Sicht der Dinge wie auf den Leib geschneidert ist und die einfach Spaß macht.

Ich kann das Buch jedem nur wärmstens ans Herz legen - wie aus einem Streich kleiner Jungen eine Lebensgeschichte wird, das ist einmalig.
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