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TOP 50 REZENSENTam 3. Oktober 2014
Hans-Ulrich Grimm gebührt Dank und Anerkennung für seine hervorragende Recherche und Aufklärungsarbeit im Zusammenhang mit dem ganz normalen Wahnsinn und Missständen in der Tierfutterproduktion. Genau wie bei 'Chemie im Essen' und 'Die Suppe lügt' werden auch hier die Namen von Firmen und Produkten genannt. Dies ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass seine Erkenntnisse stichhaltig und glaubwürdig sind, denn ansonsten wäre eine Publikation wohl längst juristisch verhindert worden.
Das Buch ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und der oft durchklingende sarkastische Unterton ist der Thematik vollkommen angemessen, wie ich persönlich finde.

In seinem Buch entsteht ein beklemmendes Bild von einer Branche, die scheinbar selbst den geringsten Ansatz von Moral und Ethik vermissen lässt und wie in so vielen anderen Wirtschaftsbereichen auch, alles wirtschaftlichen Zwängen, Profitgier und Renditestreben unterordnet. Global agierende Konzerne, deren Machenschaften kaum nachvollziehbar und kontrollierbar sind, spielen hierbei die entscheidende Rolle. Tierärzte und Wissenschaftler machen sie zu willigen Helfern dieser Großkonzerne - natürlich gegen großzügiges Sponsoring.
So werden die Käufer bewusst getäuscht und in die Irre geführt, Inhaltsstoffe verwendet, die die Tiere für ihre Ernährung gar nicht brauchen, chemische Zusätze aller Art beigemengt und sogar sprichwörtlicher Dreck in der Form von Kot und Klärschlamm zu Futtermitteln verarbeitet.

Die Folge dieser Missstände sind dramatisch. Eine Epidemie von Zivilisationskrankheiten wie sie bisher in der Tierwelt völlig unbekannt war überrollt unsere Haus- und Nutztierbestände. Allergien, Diabetes, Krebs sind nur einige Beispiele. Durch den Konsum von Fleisch oder anderen Erzeugnissen von Nutztieren, betrifft das Krankheitsrisiko letztlich dann auch wieder den Menschen, was zynisch betrachtet, dann fast schon ausgleichende Gerechtigkeit darstellt.

Grimm geht aber auch sehr kritisch mit Haustierbesitzern ins Gericht, denn diese tragen durch völlige Ahnungslosigkeit, fehl- und irrgeleitete Tierliebe maßgeblich zu diesen unerträglichen Umständen bei. Schönheits-OPs für Haustiere stellen hier meines Erachtens den Gipfel der Geschmacklosigkeit dar.

Ich kann dieses Buch nur jedem Tierliebhaber empfehlen, damit man sich informieren und umorientieren kann, denn nur eine Kombination aus gesetzlichen Vorgaben und einer Änderung des Käuferverhaltens dürfte zu Veränderungen führen. Aber auch allen 'Predigern' des ständigen Wirtschaftswachstums sei dieses Buch ans Herz gelegt, denn es offenbart sehr deutlich wohin dieser Weg letztlich führt, der sich völlig von Verantwortung, Moral und Ethik verabschiedet und losgesagt hat.
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am 28. Februar 2016
Ich finde, diese Buch ist ein MUSS für jeden Hunde- und Katzenbesitzer. Es beschäftigt sich sehr kritisch mit der Futtermittelindustrie für Tierfutter. Es gibt Einblicke, welche Unternehmen miteinander verschachtelt sind, welche Konzerne im Endeffekt über allem stehen, egal welche Futtermarke man kauft. Es wirkt sehr gut recherchiert und gibt einem wahre Denkanstöße, sich nicht nur von Werbung blenden zu lassen, sondern selber auch mal Dinge zu hinterfragen!
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am 2. Mai 2012
erschreckende Wahrheiten und Abgründe tun sich in diesem Buch auf, welche Herr Grimm meisterhaft aufdeckt. Das Glutamat, Federn, Altöl, Kufe und im Prinzip nur Mist im Trockenfutter (egal für welche Tierart) drin ist wusste ích ja, aber was Herr Grimm da alles aufdeckt - ist grauenhaft. Wüssten die vielen Hunde- und Katzenbesitzer was alles in dem noch so tollen Luxusqualitätsfütter für teuer Geld drin ist, würden sie es nicht mehr kaufen. Oder wer erwarten schon Klärschlamm und Dioxinvergiftete Viecher im Futter seines geliebten Vierbeiners?
Das Buch lohnt sich, wenn zwischendurch auch etwas verwirrend und hin-und herspringend geschrieben, sollte sich dieses Wissen jeder Tierbesitzer, dem die Gesundheit seiner Tiere WIRKLICH am Herzen liegt zu Gemüte führen.
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am 8. Februar 2010
Absolut gut recherchiertes Buch, überzeugt mir harten (und ekelerregenden) Fakten, sehr gut verpackt (fast schon spannend, welche Ekligkeit auf der nächsten Eeite aufgedeckt wird - sinds diesmal Hormone oder doch Schimmelpilze?).

Absolut lesenswert. Mir hat es übrigends die Entscheidung erleichtert oder sogar abgenommen, das Futter für meine Katzen nun selbst herzustellen. Ist zwar mehr Arbeit, aber dafür müssen meine Katzen jetzt keine künstlichen Hormone, Aromen, Klärschlamm oder sogar giftige Substanzen fressen! Die übrigends laut Verordnung in der Deklaration gar nicht auftauchen !dürfen!. D.h. Glutamat und Farbstoffe usw. stehen nie auf der Verpackung, das heisst aber nicht, dass sie nicht drin sind!

Kauft euch dieses Buch es lohnt sich!
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am 12. August 2015
da vergehts einem, oder eher der katz. zum glück ernähre ich meine fellpopos ausschließlich mit hochwertigem nassfutter. aber man denkt allgemein anders und kritischer über die futter- und lebensmittelindustrie
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am 8. Mai 2017
Wie auch sein Nachfolgerband ist auch dieses Buch schwerstens zu empfehlen wenn ihnen an den Hunden etwas liegt um die Augen etwas zu öffnen.
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am 8. Juni 2017
Eine Bekannte stellt täglich ihrem Kater mehr als 20 (in Worten 20) Futterschälchen hin, Davon wird natürlich der größte Teil weggeschmissen.
Nur aus diesem Grund habe ich das Buch gekauft und ihr gegeben. In wie weit es Erfolg haben wird, entzieht sich meiner Kenntnis.
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am 28. Juni 2017
Dieses Buch von Hans-Ulrich Grimm ist ein absolutes Muss für jeden Tierbesitzer, hier wird klar und deutlich beschrieben was in vielen Industriefuttersorten angeboten wird, einfach nur traurig...
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am 18. November 2010
Das Buch ist schon schwere Kost, man muss sich stellenweise richtig durchkämpfen, einige Dinge werden auch wiederholt benannt, das empfand ich ein wenig als störend.

An sich würde ich das Buch aber schon weiterempfehlen, weil alleine die Zusammenfassung und die detaillierte Beschreibung einiger Geschehnisse in der Futterproduktion wissens- und lesenswert ist.
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am 19. Juni 2007
'Schonend gegarte Filetstreifen mit Lachs' oder 'Zarte Stückchen vom Rind'. Klingt doch eigentlich ganz lecker, was Sheba da auf den Teller bringt. Oder? Hans-Ulrich Grimm räumt mit 'Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter' ordentlich mit dem Saubermann-Image von Pedigree, Whiskas, Eukanuba und Konsorten auf und nimmt dem Haustierhalter die Illusion vom schmackhaften 'Ragout in Sauce'.

Bereits vor der Auslieferung des Buches musste der Deuticke Verlag eine Einstweilige Verfügung gegen den Pressetext von 'Katzen würden Mäuse kaufen' einstecken. Und nach der Lektüre des Buches kann man die Sorge von Masterfoods, die die Einstweilige Verfügung erzielten, nachvollziehen, ja, man wird fast ein wenig mitleidig. Schließlich gibt der Konzern jährlich Millionen für die Öffentlichkeitsarbeit aus ' und dann das! Jemand der aufdeckt, dass die bunten Kügelchen in den Trockenfutterbeuteln und die saftigen Brocken in den Dosen nicht mehr sind als der Versuch, auch noch den letzten Müll zu Geld zu machen. Wer würde hinter so wohlklingenden Bezeichnungen wie 'Variationen mit Geflügel in Gelee' schon Klärschlamm, Erbrochenes, Blut und Kot vermuten?

'Katzen würden Mäuse kaufen' ist ein hervorragend recherchiertes Buch über die Machenschaften der Futtermittelkonzerne und die 'innige Nähe zwischen Wirtschaft und Veterinären' und wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte wird seine helle Freude an der Bibliographie haben. Wer jedoch hinter dem Titel ein Buch vermutet, dass sich ausschließlich der Futtermittelherstellung für Haustiere widmet, liegt falsch. Über weite Strecken wird detailliert die Ernährung von Nutztieren auseinander genommen. Was natürlich wichtig für das Thema ist, aber sicher nicht das, was man sich unter dem Titel vorstellt. Um das ganze Elend etwas aufzulockern, schweift Grimm in teils sehr themenfremde Welten ab. Für Geschichtsinteressierte gibt es Exkurse in die Zeiten von König Friedrich dem Großen oder dem Pfalzgrafen Hermann, Naturfreunde werden an den schönen Thuner See in der Schweiz entführt und über 'merkwürdige Missbildungen an den Geschlechtsteilen' bei Fischen aufgeklärt, und Sportfans werden mit dem Korruptionsskandal im belgischen Fußball von 2006 konfrontiert. Auch die Kunsthistoriker kommen nicht zu kurz, natürlich finden auch die belgischen Meister wie Rubens und Bruegel Erwähnung. Und für alle, die schon immer wissen wollten, dass Karl Friedrich Louis Dobermann die nach ihm benannte Rasse aus Deutschen Doggen, Pinschern und Rottweilern züchtete, gibt es auch noch eine ausführliche Einführung in die Zuchtgeschichte der 'Kampfhunde' und den Einsatz von Kriegshunden im alten Griechenland. Dies sind nur einige der Episoden, die zwar unterhaltsam vorgebracht werden und sicher an anderer Stelle ihre Berechtigung haben, hier aber mit dem eigentlichen Thema herzlich wenig zu tun haben.

Doch die Nerven der Leser werden noch weiter strapaziert. Da stolpert man über aufgezwungene Alliterationen, wenn Grimm sich über die 'Spezialisten für die Seelen von Settern, Siamkatzen, Sittichen' lustig macht oder man ärgert sich über doppelt vorkommende Zitate. Und noch etwas stört den aufmerksamen Leser bereits ab dem zweiten Kapitel: Grimms zeitweilige Unfähigkeit, einen Sinnzusammenhang zwischen dem von ihm Erzählten und dem eigentlichen Thema herzustellen. Besonders unbeholfen wirkt seine verzweifelte Suche nach Kohärenz in Kapitel 6, wo er nach seitenlangen Ausführungen über Hundezucht offensichtlich merkt, dass er etwas zu weit abgeschweift ist und das Kapitel abrupt mit folgendem Satz beendet: Chemie im Futter und es freut sich das Tier?

Weiterhin fallen die großen Defizite des Autors im Bereich Hundeverhalten auf. So brillant er Fertigfutterzusammensetzungen und eigentlichen Bedarf von Hunden recherchiert hat, so wenig Ahnung hat er von den sonstigen Bedürfnissen der Vierbeiner. Wie sonst ist es zu erklären, dass er sich über Hundesportarten wie Dogdancing lächerlich macht und laut seine Verwunderung darüber, dass Hunde auch geistige Auslastung brauchen, kundtut? Das ein oder andere Mal vergreift er sich auch mächtig im Ton, wenn zum Beispiel das 'Pfötchenhotel' sein Fett wegkriegt oder er sich der 'Knochenfresserbewegung' annimmt und damit Rohfütterer meint.

Natürlich gibt es auch glanzvolle Höhepunkte in 'Katzen würden Mäuse kaufen'. So zum Beispiel wenn er von Aromastoffen mit Geschmacksrichtung 'Heu&Kraut' für Pferde berichtet oder den Einsatz von Waldmeister-Aromen zur 'Kaschierung von medizinischen, metallischen und chemischen Noten bei Mineralfuttermischungen' erläutert. Weiterhin wird der Zusammenhang zwischen der minderwertigen Ernährung der Haustiere und ihrem schlechten Gesundheitszustand hergeleitet und auch auf die Vermenschlichung der Vierbeiner geht er ausführlich ein. Er erzählt von Menschen, die bei ihrem Wocheneinkauf auf jeden Cent achten, für ihr Tier jedoch Unmengen ausgeben. Und er wundert sich: 'Fürs Schnitzel wollen sie nichts ausgeben, aber bei den Schlachtabfällen kennen sie keine Grenzen'.

Insgesamt ist 'Katzen würden Mäuse kaufen' ein gut zu lesendes und amüsant geschriebenes, vor allem aber sehr informatives Buch, das seine Leser teils schockiert und teils zu einem Lächeln animiert. Insbesondere für Hundehalter, die an manchen Stellen dem Drang, das Buch an die Wand schmeißen zu wollen, widerstehen können, ist es ein durchaus empfehlenswertes Buch, das die alltäglichen und absolut legalen Schweinereien der Haustierfuttermittelhersteller mit viel Charme aufdeckt. Wer nicht vorher schon gebarft oder selbst für seinen Hund gekocht hat, wird dies nach der Lektüre nun ernsthaft in Betracht ziehen.
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