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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
134
3,3 von 5 Sternen
Metro 2034. Roman (Metro-Romane, Band 2)
Format: Broschiert|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 29. Juni 2017
INHALT:

Das Jahr 2034. Nachdem der letzte Krieg Jahrzehnte zuvor die Zivilisation der modernen Welt in Schutt und Asche gelegt haben, haben sich einige Überlebende ins unterirdische Netz der Moskauer U-Bahn, der Metro, zurückgezogen. Dort haben in den Jahren danach an den diversen Stationen die letzten Menschen Stützpunkte und Handelsposten errichtet. Von echtem Leben kann keine Rede mehr sein. Das Überleben ist ein ständiger Kampf gegen andere Fraktionen und Banditen, um letzte Ressourcen, von der Oberfläche erbeutete Artikel aus der untergegangenen Zivilisation.

Die verantwortlichen Befehlshaber der Station Sewastopolskaja sind beunruhigt:Ausgesandte Handelskarawanen und Patrouillen sind verschollen, keine Spur, was mit ihnen passiert sein könnte. Um zu klären, was Sache ist, wird der Brigadier Hunter, ein erfahrener Stalker, zusammen mit einem kleinen Trupp ausgesandt. Begleitet wird er von dem älteren Homer, der sich als Cronist der Ereignisse sieht. An einer anderen Stelle der Metro, sorgt sich die junge Sascha um ihren verletzten Vater. Bald kreuzen sich die Wege der Beteiligten. Und es zeigt sich, dass alles noch schlimmer ist als befürchtet:Das Leben aller Bewohner der Metro ist bedroht ...

KRITIK:

Die ‚Metro’-Reihe ist einer der interessantesten, literarischen Experimente des neuen Jahrtausends:

Autor Dmitry Glukhovsky hat mit dieser Reihe keine hohle Hollywood-Soap geschaffen, sondern ein originelles Endzeit-Abenteuer, dass sich dennoch an der Realität orientiert:
Die letzten Menschen, die Zuflucht im weit verzweigten U-Bahn-Netz russischer Städte gefunden haben, ist schon eine klasse und naheliegende Idee! Warum ist da kein deutscher Autor drauf gekommen? Während Dmitry Glukhovsky einzelne Schlüsselromane liefert, schreiben andere Autoren die Metro-Saga weiter, die auch ausgezeichnet geeignet ist, dass Autoren rund um den Globus daran mitschreiben können, denn U-Bahn-Netze sind wohl in vielen Städten zu finden.

Auch ‚Metro 2034’ ist klasse geschrieben:
Hier wird überzeugend beschrieben, welcher Mangel in einer solchen Situation entsteht, wie für uns heute alltägliche Konsumgüter plötzlich nicht mehr vorhanden sind und einst teure Artikel keinen Nutzen mehr haben:Wenn Strom kostbar ist, was nutzt dann noch moderne Kommunikations- und Unterhaltungselektronik. Hier gibt es keine GPS-Daten, hier hängt das eigene Überleben von der eigenen Kampfkraft und praktischen Ausrüstung ab, ist ein geladenes Schnellfeuergewehr nützlicher als ein Smartphone. Während man es heute gewohnt ist, dass einem das Schicksal der Figuren in den meisten Serien und Filmen reichlich schnurz ist, ist ‚Metro 2034’ anders angelegt.

Sehr erfreulich, dass ‚Metro 2033’ eben anders angelegt ist als das Original ‚Metro 2033’:Hier wird nicht nach Vorbild Hollywoods der Grundstein für irgendeine hohle Franchise-Serie und Endlos-Reihe gelegt, bei denen dann die einzelnen Filme/Episoden nach dem stets gleichen Muster konstruiert ist (‚James Bond’, ‚Mission:Impossible’, ‚Fluch der Karibik’, ‚The Fast and the Furious’, ‚Star Wars’, ‚Star Trek’, selbst aus einer Fernsehserie mit Potential wie ‚The Walking Dead’ war schnell die Luft ’raus!), sondern die literarische ‚Metro’-Serie bietet deutlich mehr Potential, das auch genutzt wird.

‚Metro 2034’ ist neben dem Abenteuer auch ein Roman der moralischen Entscheidungen:Ist es in Ordnung, einige wenige sterben zu lassen oder gar zu töten, um damit viele andere zu retten?
Brigadier Hunter lässt all diese Wischiwaschi-Helden der Moderne weit, weit hinter sich:Hunter ist kein Zauderer, sondern macht stets kurzen Prozess - in der postapokalyptischen Welt der Metro ist für hohle Ideale eben kein Platz!

Mir gefällt das Metro-Universum gerade deshalb:
Hier wird kein politisch korrekter Friede-Freude-Eierkuchen zelebriert oder Humanismus gepredigt, sondern das Überleben der eigenen Station steht über allem anderen. Ich bin jetzt schon gespannt auf ‚Metro 2035’ …
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am 13. September 2015
Die düstere Welt der Moskauer Metro erfährt eine Fortsetzung. Auch nach der Atomaren Apokalypse existiert noch ein Rest der menschlichen Zivilisation, unter anderem in dem Netz der Moskauer Metro.

Schon die Inhaltsangabe des Verlages verspricht eine düstere und spannende Fortsetzung:

"Stalker Hunter muss sich seiner bisher größten Herausforderung stellen
Wir schreiben das Jahr 2034. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des U-Bahn-Netzes zurückgezogen und dort eine neue Zivilisation errichtet. Eine Zivilisation, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat …
An der Station Sewastopolskaja, die seit Tagen von der Verbindung zur Großen Metro abgeschnitten ist, taucht der geheimnisvolle Brigadier Hunter auf. Er nimmt den einsamen Kampf gegen die dunkle Bedrohung auf, der sich die Bewohner der Metro gegenübersehen, und bricht zu einer gefährlichen Expedition in die Tiefen des Tunnelsystems auf. An seiner Seite steht Homer, ein alter, erfahrener Stationsbewohner, der die Metro und ihre Legenden kennt wie kein anderer – und der seine Lebensaufgabe darin sieht, ihre Geschichte aufzuschreiben. Als die beiden auf die 17-jährige Sascha treffen, glaubt Homer, er habe in dem gebrochenen Helden und dem Mädchen das perfekte Paar für sein Epos gefunden – aber er darf sie in der Gefahr keine Sekunde aus den Augen lassen.
Dies sind die Abenteuer von Hunter, ehemaliger Soldat und nun einsamer Kämpfer gegen die dunkle Bedrohung, der sich die Bewohner der Metro gegenübersehen."

Ja, bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung von "Metro 2033" und schließt zeitlich auch daran an, wer aber die Fortsetzung der Geschichte von Artjom erwartet, wird hier enttäuscht, da hier die Geschichte einer anderen Person erzählt wird, nämlich dem Stalker Hunter, den man schon kennt, wenn Metro 2033 vorweg schon gelesen wurde. Dennoch läßt sich dieses Buch auch lesen, wenn man den Vorgängerband nicht kennt, da nur sehr rudimentär darauf Bezug genommen wird.

Wieder hat mich das Cover in seinen Bann gezogen, es wirkt auf mich genauso düster, gruselig und geheimnisvoll wie bei 2033 und spiegelt es die Stimmung des Buches wieder. Es passt absolut gut zu dem Buch und der Geschichte. Natürlich nur bei den Ausgaben, die ich gelesen habe (und deren Cover auch bei meinen Rezensionen zu sehen sind). Andere Ausgaben haben eine weniger düster-schönes Cover.

Moskau, verwüstete Geisterstadt nach einem weltweiten atomaren Krieg, ist die Oberfläche nicht mehr bewohnbar, doch unterirdisch, in der Metro leben die überlebenden Menschen des atomaren Krieges.
Der Prolog schildert diese Grundlage der Geschichte für alle Leser, die den Vorgängerband nicht kennen und führt gleich in die beklemmende, düstere Lebenswelt der Menschen ein. Denn die neue Lebenswelt ist das Metronetz, unterirdisch, von wenig Lampen erleuchtet. Die zivilisatorischen Errungenschaften werden versucht zu bewahren, doch das Abgleiten in die Barberei zeigt sich an vielen Ecken und Enden in der neuen Lebenswelt Metro.

Der Autor schafft es mit seinem Schreibstil den Leser zu fesseln, zugleich locker und lesbar zu schreiben, dabei aber die düstere, gruselige und geheimnisvolle Atmospäre einzufangen, und in den Handlungen und Gedanken der Protagonisten widerzuspiegeln.
Besonders gelingt ihm das mit eher philosophischen Fragen-/Gedankenspielen wie z.B. »Wie ergeht es Menschen, die von Geburt an blind sind: Träumen sie eine Welt, die der unseren ähnlich ist? Sehen sie überhaupt etwas im Traum?« oder dem Festhalten von Sascha an der Teebeutelverpackung mit einem stilisierten Bild von Bergen und Teeplantagen, an dem Sascha ihre Hoffnungen und Träume hängt, wobei das Bild eine Welt zeigt, die Sascha nie gesehen hat und auch nie wird sehen können.
Die philosophischen Phasen oder Abschnitte in dem Buch zeigen zum Einen die beklemmende Atmosphäre, da vor allem die Frage nach dem Sinn, z.B. "Warum leben wir? Wie werden wir in Zukunft leben? Hat die Menschheit eine Zukunft?" unter dem Aspekt betrachtet werden, dass die Erdoberfläche nicht mehr bewohnbar ist und nur noch die Metro als unwirtlicher Lebensraum bleibt und zum Anderen ist es die Abgrenzung vom Abrutschen in die Barbarei. Die auch immer wieder gezeigt wird, denn ein Menschenleben zählt in der Metro nichts.

Insgesamt hat D. Glukhovsky die Geschichte von dem Stalker Hunter nicht aus Hunters Sicht erzählt, sondern aus der Sicht seiner beiden Begleitpersonen Sascha und Homer. Dadurch erhält die Geschichte 2 unterschiedliche subjektive Sichtweisen.

Ich kann nicht sagen, welches Buch mir besser gefallen hat, tendenziell neige ich zu Metro 2033, obwohl bei Metro 2034 die Beschreibung der Metrowelt deutlich geringer und eher Teil der Handlung war und somit der Spannungsbogen der Geschichte besser gehalten wurde. Die Spannung ließ an den Stellen nach, in denen es philosophisch wurde. Aber wurde vom Autoren sehr schnell und gekonnt wieder aufgebaut.

Die eigentliche Geschichte von Metro 2034 hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen und ich konnte mich hervorragend in jede der Hauptpersonen hineinversetzen und deren Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Dabei fand ich die Geschichte an sich nur mäßig interessant. Wobei es erstaunlich ist, wie der Autor es trotzdem geschafft hat mich dazu zu bringen, das Buch in kürzester Zeit durchzulesen und das mit viel Lesegenuss.
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am 19. Juni 2016
Ich habe hier schon viele eher bescheidene Rezensionen gelesen und ich kann sie nicht nachvollziehen.
Es ist nicht das gleiche wie Metro 2033, wäre aber auch irgendwie schlimm. Naja ich finde das Buch ist auf jeden Fall gelungen und habe deswegen hier schon Metro 2035 liegen :) Für Inhaltsspoiler bitte andere Rezensenten besuchen, ich mag das nicht so.
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am 17. November 2017
Verstehe die Entäuschung mancher einwenig. Wer hier auf Metro2033 Teil2 hofft ist falsch dabei. Es ist alles sehr viel ruhiger aber dennoch nicht schlecht oder gar langweilig. Das Buch regt an manchen Passagen sehr zum nachdenken an sei es über das eigene Leben oder ähnliches. Jeder der sich für das Metro Universum interessiert ist mit diesem Buch dennoch sehr gut beraten wie ich finde.
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am 1. November 2014
Um einiges ruhiger und nachdenklicher als der Vorgänger Metro 2033, jedoch meiner Meinung nach ein genauso gutes Buch.

Gegruselt wird hier zwar nur auf den Ersten 100-200 Seiten, der Rest konnte mich dennoch voll und ganz fesseln. Wer auf die "Action" aus 2033 weitgehend verzichten kann und mehr über die Metro erfahren möchte der kann hier uneingeschränk zugreifen.
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am 25. Juni 2010
Um es gleich auf dem Punkt zu bringen: ICh finde das Buch toll.

Über die Geschichte an sich möchte ich an dieser Stelle nichts sagen, da gibt es genügend Rezessionen die das erledigen.

Es gibt einige Leser die immer wieder bemängeln das es keine richtige Fortsetzung ist. Das Stimmt auch, aber das macht das Buch nicht schlechter!
Metro 2034 besitzt weniger Action und Grusel Elemente, stattdessen geht es mehr auf die Menschen und ihre Art zu leben ein. Viele finden diesen Ansatz für pseudophilosophisch, jedoch wird nicht in irgendeiner Weise be- oder geurteilt, sondern lediglich beschrieben aus der Sicht eines Bewohners.
Wie die Menschen dort unten genau leben hat mich schon bei Metro 2033 mitgerissen und wurde leider viel zu kurz und zu ungenau beschrieben. Hier bekommt man mehr Einblick. Auch die Geschichten und Legenden die man sich in der MEtro erzählt werden hier mehr aufgegriffen und geben einen kleinen Einblick, mal auch nur eine Vermutung, was sich damals zugetragen hat, wie es war und was davon bleibt.

Dimitry Gluskhovsky hat sich in dieser Hinsicht finde ich durchaus weiterentwickelt. Er haut nicht nur einfach immer feste drauf, stattdessen bekommen seine Protargonisten mehr persönlichkeit und bleiben nicht schwammig umrissen und tatenlos. Das Buch ist in vielerlei Hinsicht ein Kontrapunkt zu seinem Vorgänger.

Es ist schwer unvoreingenommen und ohne spezifische Erwartungen an eine Fortsetzung eines Buches ranzugehen. Ich selbst habe auch einige Zeit gebraucht, als ich es dann schlussendlich geschafft habe hat mich das Buch einfach mitgerissen.
Es wurde an vielen Stellen Neugier geweckt und es wurden wieder einige Fragen unbeantwortet gelassen die auf einen dritten Teil hoffen lassen (und auch hoffendlich auch auf Antworten, doch sicher auf neue weitere Fragen).

Obwohl Metro 2034 nun ein weiteres meiner Lieblingbücher ist, muss ich einen Punkt doch ebenso stark Kritisieren: Die Atmosphäre.
Wo Metro 2033 wirklich glänzte in den detailierten Beschreibungen der verschiedenster Dinge, sowie der momentanen Gefühlsstimmung der Menschen, so subtil wurde es in MEtro 2034 gehalten. So manches mal fand man sich schwer in der herrschenden Stimmung wieder. An anderer Stelle schafft es dann Dimitry Glukhovsky wie zuvor in die Welt der Metro mitzureissen und man vergisst für kurze Zeit das für uns noch die Sonne scheint.

Ich hoffe es wird einen weiteren Teil der Reihe geben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. Januar 2015
Worum es geht:
Ein Jahr ist vergangen, seit die Mutanten von der Öberfläche die Sicherheit der letzten Überlebenden in der Moskauer Metro bedroht haben. Ruhe ist eingekehrt, jedoch braut sich eine neue Bedrohung zusammen. Die abgelegene Sewastopolskaja wartet seit Tagen auf Nachricht aus dem Zentrum der Metro, alle Karawanen und Spähtrupps kehrten nie zurück. Der geheimnisvolle Brigardier Hunter macht sich zusammen mit dem alternden Schriftsteller Homer (wie Ilias, nicht wie Simpson) auf den Weg, um herauszufinden, was es mit dem Schweigen an der Tulskaja auf sich hat.
Unterwegs gabelt das ungewöhnlich Duo noch den verschlagenen Musiker Leonid und die Waise Sasha auf. Doch gibt es ein Gegenmittel gegen die Seuche an der Tulskaja? Und wird Hunter sich der Dunkelheit ergeben oder kann Sasha ihn wieder auf die Seite des Lichts holen?

Nun... das kommt mal wieder davon, wenn man den Hals nicht voll kriegt, obwohl der Autor sich geistig längst anderen Dingen gewidmet hat. Nicht, dass ich Glukhovsky persönlich kennen würde oder Gedanken durch Papier lesen kann. Jedoch kommt das Buch genauso rüber. Im Gegensatz zu Metro 2033, das nach wie vor zu meinen All-Time Favorits gehört und das mir auch nach dreimal lesen noch immer eine Gänsehaut und Alpträume beschehrt, plätschert 2034 nur so dahin. Bei 2033 habe ich Sätze immer sehr genau gelesen, um ja nichts zu verpassen, bei 2034 habe ich ganze Absätze nur überflogen.

Warum das Ganze? Metro 2033 hetzte den Leser durch dunkle Tunnel voller realer und eingebildetet Gefahren, man begleitete Artjom durch den Wahnsinn einer größenteils in die Steinzeit zurückgefallene Gesellschaft, vorbei an Sektitern und Wurmanbetern, man begleitete ihn zu den Türmen des Kremel, wo die Mitstreiter reihenweise einer geheimnisvollen Macht erlagen... Durch ein verbranntes und totes Moskau, voller Monster und Hinterhalte.
Metro 2034 führt den Leser hingegen durch saubere, beleuchtete Korridore, in denen das schlimmste Monster Homers geistige Ergüsse zur eigenen Sterblichkeit und Sashas Weltverbesserer Gehabe sind. Es passiert kaum etwas und wenn dann ist es ziemlich abwegig. Gigantische Zyklopen, die an Stationsdecken hängen und gleich darauf spurlos verschwunden sind?! Sasha, ein kleines Mädchen, kaum den Kinderschuhen entwachsen haut beleidigt an die Oberfläche ab und nachdem sie geschickt zwei, drei Monstern ausgewichen ist, spaziert sie über die Moskauer Autobahn, träumend vom Regen und von den bunten Kleidern der Menschen? Selbst Artjom, der einiges mehr drauf hatte, ist nur durch mehr Glück als Verstand heil wieder in die Metro gekommen.
Jeder Metro Fan wird sich nach dem letzten Absatz entsetzt den Kopf halten, ich wünschte, ich hätte das vorher gewusst, dann hätte ich mir das Geld sparen können. :-(

Es tut mir wirklich von Herzen leid um den Nachfolger von Metro 2033. Es ist eigentlich schon ein Unding, dass keins der ungelösten Geheimnisse aus 2033 gelöst wurde, Glukhovsky hätte wenigstens den Spannungsbogen an den Vorgänger angleichen können. Schade. Es tut mir wirklich richtig leid. Statt Grauen in der Dunkelheit, erleben wir das Geschmachte eines jungen Musikers, der so gerne in die Smaragdstadt will. Grausam. Ich bin richtig enttäuscht und richtigehend traurig.

Fazit: Belassen Sie es lieber bei 2033, so bekommt dieses wunderbare Werk des Grauens keinen faden Beigeschmack.
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am 28. März 2010
Moskau anno 2034: Die ehemals pulsierende Metropole ist von einem verheerenden Atomkrieg verwüstet und die verstrahlte Oberfläche wird von Mutanten beherrscht. Lediglich unter Tag, im weit verzweigten Netz der Metro, konnten sich Reste der Zivilisation bewahren. Das bunkerartige U-Bahn-System bietet Schutz vor der radioaktiven Strahlung und wurde notgedrungen zur Heimat einiger zehntausend Überlebender umfunktioniert. Doch tief unter der Oberfläche der ehemals dicht bevölkerten Weltstadt ticken mehrere Zeitbomben...

Auf inhaltlicher Ebene enttäuscht zunächst der Umstand, dass der Autor die überraschende Entdeckung zum Schluss des Vorgängerromans umschifft und die Perspektive der Erzählung radikal wechselt. Die Handlung konzentriert sich nämlich auf eine verheerende Seuche, welche das gesamte Metro-Netz zu erfassen bedroht. Auch steht nicht weiter Artjom im Mittelpunkt der Geschehnisse, der Protagonist in "Metro 2033" wird im Sequel zur Nebenfigur degradiert.

Ist der erste Schock ob des doch gravierenden Richtungswechsels überwunden sowie der gemächliche Einstieg zu Beginn geschafft, gewinnt die Geschichte etwas an Fahrt, vermag jedoch das beständig hohe Tempo von "Metro 2033" nicht zu erreichen. Zwar werden die Leser auch diesmal durch unvorhergesehene und teils originelle Wendungen überrascht, dennoch keimt des öfteren das laue Gefühl auf, dass der Geschichte etwas fehlt. Möglicherweise tragen die durchwegs abgehalfterten, abgestumpften Figuren und deren teils zu abstrakte Ziele nicht genügend zur Identifikation bei.

So wirken der 60-jährige "Homer" und dessen Anspruch, die Geschichte der Metro in Form einer unvergänglichen Mythologie zu verewigen, und damit sich selbst zu Unsterblichkeit zu verhelfen, etwas weit hergeholt. Dagegen weckt die blutjunge Sascha, welche gemeinsam mit ihrem Vater ihr Leben in Verbannung verbringt, zu Beginn Hoffnungen auf eine vielschichtige Charakterentwicklung. Leider verlieren sich einige dieser gut gemeinten Ansätze mit fortwährender Handlungsdauer in konventionelle (Gender-)Klischees. Auch hätte es der Story sicherlich gut getan, wenn Artjom Schicksal nach seinem Kampf mit den Schwarzen an der Oberfläche - im Zusammenhang mit der völlig überraschenden Wendung in "Metro 2033" - etwas ausführlicher und vertiefender dargelegt worden wäre.

In Summe können der viel versprechende Auftakt und die Aussicht auf vielschichtige, mehr­dimensionale Handlungsverzweigungen als hinreichende Erklärung für das langsame Erzähltempo in den ersten Kapiteln gewertet werden. Leider erfüllt sich ein Gutteil der geweckten Erwartungen nur bedingt. Auch werden neue Erkenntnisse über das Leben in der Moskauer Metro schmerzlich vermisst. Trotz dieser Schattenseiten gibt es eine Reihe von Lichtblicken in "Metro 2034". In Summe gelingt es Glukhovsky erneut, eine überaus beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Hier schöpft der Autor aus dem Vollen seines vielfältigen Sci-Fi- und Horror-Kosmos: Ein lebendiger und düster inszenierter Schauplatz rund um das Moskauer U-Bahn-Netz, das zur Heimat der letzten Überlebenden eines nuklearen Holocausts geworden ist. Die letzte Zufluchtsstätte der Moskauer Bevölkerung, möglicherweise der Menschheit überhaupt, mit all ihren Sehnsüchten und Ängsten.

Wie sein Vorgänger lebt auch "Metro 2034" von der dichten und beklemmenden Atmosphäre Glukhovskys eindrucksvoller Endzeitvision: Die Moskauer-Metro als Parabel einer Menschheit, die an einer Sackgasse angelangt ist, sowie ein "Mensch-Sein", das einen dramatischen Wendepunkt erreicht hat. Leider funktioniert die Identifikation mit den Hauptfiguren nur bedingt und die Geschichte benötigt etwas länger um in Fahrt zu kommen. Trotz einiger Schwächen vermag der zweite Roman in Glukovskys "Metro"-Universum dank des stimmigen Endzeit-Feelings weiterhin zu fesseln.
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am 7. Mai 2017
Nachdem ich das erste Buch innerhalb weniger Tage quasi inhaliert habe und schon nach den ersten Seiten ein absoluter Fan des Metro Universums war, habe ich voller Vorfreude dieses Buch gekauft. Doch hat sich sehr schnell herausgestellt, dass 2034 in keinster Weise an seinen Vorgänger anknüpfen kann. Dialoge und Schilderungen ziehen sich über Seiten hinweg ohne jedwede Handlung. Und auch der Hinweis, das Buch beziehe sich auf das Spiel 'Metro last light' kann schon fast als falsche ProduktInformation benannt werden.

Alles in allem könnte man dieses Buch von der Handlung her auf knapp 100 Seiten zusammenfassen und man wird sehr schnell des Lesens müde. Daher gibt es nur 2 Sterne.
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am 28. Juli 2017
Der erste Band dieser Serie war ja noch spannend, aber hier passiert einfach gar nix: Ein wie-auch-immer-mutierter Kämpfer und ein alter Mann ziehen durch die postapokalyptische Moskauer U-Bahn, und irgendwie wird nicht richtig klar, wo sie eigentlich hin wollen. Zwischendurch werden sie von irgendwelchen... Zombies?... überfallen, überleben und ziehen weiter... Nach der Hälfte habe ich aufgegeben, weil ich der ständigen Beschreibung verfallener U-Bahn-Stationen überdrüssig wurde. Keine Ahnung, was das Thema der weiteren Bände dieser Serie sein soll...
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