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am 13. Juli 2017
Wolfgang Hohlbein ist mit über 43 Millionen verkaufter und mittlerweile über 200 veröffentlichter Bücher Deutschlands erfolgreichster Autor. 2003 erschien Das Buch. Es ist mit 860 Seiten ein sehr umfangreiches Werk. Trotz dieses Umfanges gelingt es den Autoren Wolfgang und Heike nie Langeweile aufkommen zu lassen. Wie bei vielen Hohlbein-Romanen ist die Sprache eher einfach gewählt , zum Teil auch sehr plakativ, was aber die Spannung meiner Meinung nach unterstützt. Die erst 15jährige Leonie erfährt so nach und nach das ihr eigentlich normales Teenager Leben aus den Fugen gerät. Ihre Großmutter erklärt ihr sie habe die Gabe und sei eine Hüterin der Wirklichkeit. Nicht wirklich eine leicht verdauliche Erklärung. Als aber Leonie per Zufall in der Bibliothek die erste Geheimtür öffnet, nimmt die Story unglaubliche Fahrt auf und verliert dieses hohe Tempo bis zum Schluss nicht mehr. So nach und nach wird Leonie klar was es mit diesem einen Buch auf sich hat. Hier zappen die Hohlbeins zwischen den Fantasy-Welten (grandios dargestellt) und der Realität nur so hin und her. Trotz der sehr flüssigen Schreibweise muss man konzentriert bleiben, um nicht den Faden zu verlieren zwischen Fiktion und Realität. Als auch noch klar wird, das ihr vielgeliebter Vater dieses Buch (allerdings in guter Absicht) verändern will wird der Spannungsbogen noch höher. In den Fantasy-Welten spielen sich irrsinnig spannende und zum Teil sehr unheimliche Szenen ab. Man fiebert mit den Protagonisten in diesen düsteren, aber toll dargestellten Welten extrem mit. Auch wird man als Leser aufgrund der Aussichtslosigkeit der Situation der 15jährigen Leonie zunehmend auf die Folter gespannt. Hier gelingen den Hohlbeins einige wirkliche sensationelle Spannungsmomente , wie z.B. die Jagd eines Monsters auf Leonie und Ihrer Mannschaft in einem führerlos fahrenden Zug. Diese Szene ist schon großes Kino. Entgegen vieler anderer Rezensenten ist Das Buch für mich ein Highlight im großen Repertoire von Wolfgang Hohlbein. Manches Abenteuer jenseits der Realität kann man durchaus mit einigen Sequenzen aus Harry Potter Romanen vergleichen. Fantasy Unterhaltung wie es spannender kaum geht, allerdings für mich bei weitem keine Kinderlektüre, ähnlich wie bei den Harry Potter Büchern würde ich sie eher reiferen und geübteren Lesern ab 14 empfehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. September 2015
Worum es geht:
Die 15 jährige Leonie ist eine Jugendliche wie andere. Sie steht auf MP3, Internet und Videospiele. Leider kommt sie aus einer Familie von Buchhändlern, die erwartet, dass auch Leonie sich in die jahrhundertealte Tradition einreiht. Nach einem Besuch in der Zentralbibliothek gerät Leonies Leben aus den Fugen. Ihre Großmutter verstirbt und in ihrem Keller taucht der Zugang zu einem merkwürdigen und gefährlichen Ort auf: Das Archiv, in dem die Geschichte eines jeden Menschen verzeichnet ist, von gefährlichen Wesen, die das Leben von Leonie und ihren Eltern bedrohen. Auch die Realität scheint aus den Fugen zu geraten und nur Leonie ist in der Lage die merkwürdigen Geschehnisse auch nur wahrzunehmen. Ihr zur Seite steht die Hüterin Theresa und drei undurchsichtige Helfer, die sich auf merkwürdige Art ähneln. Und im Hintergrund wartet der gefährliche und geheimnisvolle Archivar nur auf seine Stunde...

Ich bin grundsätzlich kein Fan von Holbeins Fließbandbüchern. Ich habe ein paar gelesen und bin dann schnell wieder zu anderen Autoren gewechselt. "Das Buch" habe ich mir hautpsächlich wegen seiner Seitenstärke gekauft, ich lese gerne lange Bücher, da, wie ich finde, nur hier die Charaktere wirklich gut ausgearbeitet werden können.
"Das Buch" von Holbein hat sich jedoch für mich als Goldschatz erwiesen. Ich finde die Geschichte um Leonie und ihre Familie wirklich ausnahmslos spannend. Ca. nach 200 Seiten kommen kleine Längen und Unklarheiten auf. Leider erklärt Holbein auch nicht alle Geheimnisse zur vollen Befriedigung, aber damit kann (muss) man wohl leben.
Leonie ist eine etwas naive, aber trotzdem sehr sympathische Heldin, mit der man mitfiebert und die sehr menschlich reagiert. Mit ihr haben die Autoren sich einige Mühe gemacht. Ihre Mitstreiterin Theresa bleibt hingegen bis auf die letzten Seiten ein wenig eindimensional und charakterlos, aber, ich will nicht zu viel verraten, das hat durchaus seine Gründe...

Die Geschichte ist schlüssig geschrieben und sauber verfasst. Sie macht Sinn und ist total spannend. :-)

Ein bisschen gestört haben mich die häufigen Realitätswechsel, in denen sich Leonie dann erstmal zurecht finden muss. Das wurde auf Dauer doch immer wieder das Gleiche und ist ein bisschen störend. Desweiteren haben Leonies Vater und Mutter, die doch für die Geschichte sehr wichtig sind, leider keine Namen, bzw. werden kaum mit diesen angesprochen. Leonie sagt meist "Mutter" und "Vater", in der dritten Person sind sie immer "Leonies Mutter", bzw. "Leonies Vater". Ich glaube die meisten Kinder sprechen ihre Eltern eher aus "Mama" und "Papa" an, in der dritten Person hätte man auch "Klaus" und "Anna" sagen können.

Trotz kleiner Mängel ist "Das Buch" in meinen Augen eine hervorragende Geschichte, gut geschrieben, mit netten Charakteren und viel, viel Spannung. Ich kann hier nur eine ganz klare Kaufempfehlung geben. :-)
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am 5. Februar 2014
Dieser Hohlbein-Roman handelt von der 15-jährigen Leonie, die eine Gabe über ihre Großmutter erbt, welche sie zu einer Hüterin des Archivs macht. Das Archiv ist der Ort, in dem jeder Mensch ein "Lebensbuch" hat, das so wie das Leben jedes Einzelnen verläuft und immer aktualisiert wird. Doch ein einzelner Federstrich in der Hand einer falschen Person, kann auch unter den besten Absichten verheerende Folgen haben, denn die Wirklichkeit wird damit komplett verändert. Und Leonie muss es mit äußerst hässlichen Bewohnern sowie den bösen Herrscher des Archivs aufnehmen und gleichzeitig gegen immer wieder ändernde Wirklichkeiten kämpfen.
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Dies war das erste Hohlbeinbuch, welches ich seit über 10 Jahren wieder angefasst habe und ich weiß nicht ob es vll damals besser gepasst hätte - aber ich musste mich durch das Buch quälen. Ich fande die zum Teil gekünstelt witzigen Dialoge einfach nur ätzend, das Buch selber viel zu langatmig und einige Stellen des Buches nur flach. Viel zu oft hat man auch das Ende schon vorher gesehen und hätte am liebsten der 15jährigen Protagonistin an die Hand genommen.

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Den Stern gibt es von mir für die großartige Idee, die hinter der - wie ich finde - schlechten Umsetzung steht: Die Idee, dass es ein Archiv gibt in dem jeder Mensch sein eigenes Buch hat und falls man nur einen halben Satz in den Büchern ändert auch die Wirklichkeit und damit die Erinnerungen jedes einzelnen Menschen ändert, wobei sich dann die Frage stellt. Was macht einen Menschen aus? Die Erinnerungen? Aber was ist, wenn die nicht wirklich sind - bzw was ist Realität?
Aus dieser Idee hätte man soviel mehr machen können - wirklich schade.
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am 18. September 2017
Als jahrelanger Heike und Wolfgang Hohlbein Fan, war ich sehr gespannt auf das Buch. Die ersten 800 Seiten werden echte Fans nicht enttäuschen. Leider lassen die letzten 60 Seiten etwas zu wünschen übrig. Auch der Schluss war leider nicht nach meinen Geschmack. Deshalb leider nur 3 Sterne.
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Leonie bekommt von ihrer Großmutter ein Buch - DAS BUCH - vererbt. Doch Leonies Vater bemächtigt sich des Buches und schreibt die Realität nach seinen Ideen um.

Was laut Klappentext spannend beschrieben sein soll verliert sich doch immer mehr in "neuen Realitäten". Zwar ist man von Hohlbein Ähnliches in Sachen Handlungssprünge gewohnt (siehe "Dreizehn") allerdings konnte (wollte...) ich hier ab einem gewissen Teil einfach nicht mehr wirklich durchsteigen.
Wer nicht von Anfang an aufpasst, in welcher der vielen Wirklichkeiten man sich befindet, der wird mit zunehmender Handlung immer mehr ins straucheln kommen.

Zwar geben sich die Autoren große Mühe den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, allerdings zerrt leider das zunehmende Handlungs-Wirr-War die Spannung immer wieder nach unten.

Fazit: trotz der flüssigen Erzählweise war mir die Handlung zu verwirrt - ich empfehle das Buch nicht unbedingt weiter.
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am 19. Juni 2007
HANDLUNG * * - - -

Das Buch beginnt vielversprechend, aber nach Leonies erstem Besuch im Archiv erlahmt die Handlung. Leonie als Hauptperson bleibt nur eine getriebene, die lediglich immer wieder erneut sich erinnern muss, was eigentlich gespielt wird. Hat sie das gerade geschafft, wird die Geschichte umgeschrieben, und Leonie steht wieder wie am Anfang da. Nie ergreift sie selbst das Heft des Handelns (außer auf 10 Seiten am Schluss), und das ist das größte Manko dieses Romans. Schade! Aus diesem genialen Material hätte man viel mehr machen können!!

Über die Wendung kurz vor Schluss sind meine Frau und ich geteilter Meinung: Ich fühle mich vera***, meine Frau fand die Wendung genial. Vorhersehbar ist sie jedenfalls keineswegs, Mitdenken lohnt nicht.

SPANNUNG * * * - -

Besonders Leonies erster Besuch im Archiv verbreitet eine starke unheimliche Atmosphäre: Es ist absolut spannend, richtig gruselig, und der Leser staunt mit Leonie mit - ein Meisterwerk! Leider ist von dieser Spannung und Atmosphäre bei den weiteren Besuchen im Archiv nicht mehr viel übrig, bei so viel Action ist einfach kein Platz mehr für Atmosphäre.

Die übrige Handlung ist fesselnd, wenn auch nicht immer top-spannend. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Stück gelesen!

ACTION * * * * *

An Action mangelt es nicht, für meinen Geschmack war es zu viel. Die Kämpfe zu lange und zu ausführlich. Dazu teilweise dermaßen blutrünstig, dass ich das Buch meinen Kindern erst ab 18 empfehlen kann. Aber wer das mag... hier findet man es!

SPRACHE * * * * -

Sprachlich ist "Das Buch" ein Genuss, die Holbeins können mit Sprache sehr gut umgehen. Allerdings gibt es in einigen Situationen eine Inflation von Superlativen und von Ausdrücken wie "es war das Entsetzlichste, was Leonie jemals erlebt hatte". Das ist ermüdend.

LOGIK * * - - -

An der Logik hapert es in vielen Bereichen, und manche Frage ist leider bis zum Schluss nicht geklärt worden. Das finde ich sehr schade, aber für viele Leser ist das sicher nicht entscheidend.

FAZIT * * * * -

Insgesamt ist "Das Buch" ein spannender Roman, den ich trotz seiner 860 Seiten und trotz der angegebenen Schwächen regelrecht verschlungen habe. Er hat mir großen Lesegenuss bereitet. Daher vergebe ich vier Sterne und empfehle es weiter!
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am 10. Oktober 2011
... und das ist leider bei dem Buch nicht einmal der Fall.

Ich hab mich durch dieses Buch regelrecht gequält! Alles viel zu lang gezogen und man ließt einfach nur weiter weil man denkt: irgendwann muss es doch einfach weiter gehen, aber es wiederholt sich immer und immer wieder.

Auch vom Schreibstil her ziehmlich nervig. Gefühlte 1000 mal hintereinander kommen die gleichen Sätze oder beschreibungen z.B. wird sie niedergeschlagen und "kann grade so noch bei Bewusstsein bleiben" wenige Seiten später "kann sie sich grade so noch bei Bewusstsein halten".Ich empfand dies für einfach nur einfallslos und nervend!

Nunja, Um nicht zu Hart zu sein, und weil die Idee hinter dem Buch echt spannend gewesen wäre gibt es 2 Sterne.
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am 19. Juli 2013
Dieses Buch wollte ich nach lesen des Klappentextes und der ersten paar Seiten unbedingt haben. Mit den meisten Büchern der Hohlbeins habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht, und da die Geschichte sehr interessant klang, hatte ich hohe Erwartungen an "Das Buch". Und wurde bitter enttäuscht.

Die äußere Gestaltung ist in Ordnung. Das Cover-Bild wirkt geheimnisvoll und cool zu gleich, Format und Qualität der Seiten sind gut. Der Klappentext erscheint mir nach Lesen des Buches nun etwas fragwürdig, aber er erregt in jedem Fall Aufmerksamkeit.

Wolfgang und Heike Hohlbeins Schreibstil ist grundsätzlich in Ordnung, so auch in diesem Roman. Leider sind wie auch in vielen anderen ihrer Romane, die Charaktere alle sehr flach gestaltet.

Der Anfang der Geschichte ist wirklich gut. Hauptfigur Leonie besucht mit ihrer Großmutter eine Bibliothek, in der sie ein Praktikum machen will. Von da an geht alles drunter und drüber. Leonie erfährt von dem geheimen Archiv, in denen Bücher geschrieben und aufbewahrt werden, die die Schicksale der Menschen beinhalten. Schreibt man eines dieser Bücher um, kann die gesamte Realität verändert werden. Und genau das passiert auch, denn vom einen auf den anderen Tag findet sich Leonie in einer vollkommen anderen Wirklichkeit wieder, und das nicht nur einmal.
Zuerst bemerkt dies nur der Leser, denn Leonies Gabe, mit der sie solche Realitätsumschreibungen wahrnehmen kann, ist zu Beginn noch nicht aktiviert.
Das alles klingt schon mal spannend. Jedoch sind die Abläufe dieser Veränderungen grundsätzlich gleich. Es gibt zwar immer wieder Verfolgungsjagden oder Kämpfe, trotzdem ist die Handlung unheimlich zäh, es kommt nur selten wirklich Spannung.
Was mich nach einer Weile aber unheimlich genervt hat, war die Hauptfigur Leonie. Obwohl sie durch die Veränderungen der Realität teilweise unterschiedliche Charaktereigenschaften und grundsätzlich ein anderes Leben erhält, macht sie auf den fast 900 Seiten nicht auch nur die geringste Entwicklung durch. Obwohl ihr Vater die ganze Zeit Mist baut und sie und auch Andere im Laufe der Geschichte immer wieder wie ein Stück Dreck behandelt, sagt sie zu allem Ja und Amen und trägt mit ihrem ganzen Wesen noch mehr zur vorherrschenden Langeweile bei.

Aus einer interessanten Idee wurde hier eines der nervigsten Bücher, die in meinem Regal stehen. Ich war sehr enttäuscht, denn ich habe bisher fast nur gute Erfahrungen mit den Hohlbeins gemacht. Ich gebe "Das Buch" zwei Punkte, und das auch nur, weil der Schreibstil gut und flüssig zu lesen ist, und die Idee, wie gesagt, grundsätzlich interessant klingt.
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am 31. Mai 2011
Wolfgang Hohlbein ist ein sehr wechselhafter Autor, dem es mal gelingt die brillantesten Werke zu verfassen und andere Bücher würde man am Liebsten in den Müll verfrachten. Als absolute Leseratte war ich auf dieses Buch natürlich sehr erpicht, denn es dreht sich alles um mein Hobby Bücher.

Leonie ist mit Büchern groß geworden. Schließlich hat ihre Großmutter einen Buchladen. Leider kann sie selbst mit dem geschriebenen Wort wenig anfangen. Wozu gibt es MP3-Player, Gameboys und Co. Doch für Leonie ändert sich alles rapide, als ihre Großmutter sie als Erbin der Buchhandlung einsetzt und ihre Mutter überspringt. Kurz nach dem Notar-Termin kommt die Großmutter bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben. Für die Familie bedeutet dies eine große Umstellung, denn die Großmutter hatte ein altes Geheimnis. Sie war die Hüterin der Wirklichkeit und dieses gilt es nun um jeden Preis zu schützen.

Der Einstieg in die Geschichte ist nicht unbedingt leicht. Hohlbein hat die Angewohnheit bei seinen langen Werken, dieses hat über 800 Seiten, die Einführung sehr ausführlich zu gestalten. In diesem Fall benötigte ich rund 100 Seiten bis ich die Situation grob erfasst und mit der Hauptfigur Leonie etwas warm wurde. Die genauen Hintergründe über das Geheimnis, welches schon im Klappentext erwähnt wurden, bleiben jedoch auch zu diesem Zeitpunkt noch verborgen und werden erst später aufgedeckt. Bei solchen Einführungen würde ich mir wünschen, dass Hohlbein seine Werke auf rund 500 Seiten kürzen würde. Was nützt eine detaillierte Geschichte, wenn der fesselnde Punkt erst sehr spät erscheint und man zu lange benötigt, um die Handlung begreifen zu können!?

Für die 864 Seiten habe ich ganze vier Tage benötigt und Wolfgang Hohlbein hat es mal wieder geschafft, dass ich von einem seiner Werke alles andere als begeistert war. Stellenweise hatte ich sogar große Lust Passagen zu überspringen oder sogar ganz das Buch abzubrechen. Die Idee ein Buch zu verfassen, dass sich mit Büchern befasst, fand ich sehr gelungen. Der Ansatz erinnerte mich stark an die unendliche Geschichte ' Fantasie die sich auf Grund von Büchern aufbaut. Was nützt es aber, wenn die Idee spannend und interessant ist, der Autor sie jedoch nicht umsetzen kann!? Ellenlange Wiederholungen stehen hier an der Tagesordnung. Zwar sind es keine direkten Wiederholungen, sondern ähnliche Szenen, aber man hat ein Déjà-vu. Dies ist nicht auf einen Bereich beschränkt, sondern tritt in vielen Gebieten auf. Ständig kommt es zu Streitigkeiten, brutalen Schlachtszenen und dem Auftauchen der kleinen Maus. Das Problem ist, dass diese Szenen alle ähnlich verlaufen und nur mit anderen Worten beschrieben werden. Irgendwann ist es einfach nur langweilig. Auch Floskeln werden zum Erbrechen wiederholt und spätestens hier merkt man, dass Hohlbein drastisch in die Länge zieht. Das Länge nicht unbedingt Qualität bedeutet hat er leider noch nicht begriffen.

Beschreiben tut Hohlbein sehr ausführlich. Egal ob neue oder fremde Ort, Protagonisten oder Gedankengänge. Dadurch ist sein Stil sehr lebendig, modern und bildhaft. Ich hatte an keiner Stelle ein Problem mir neue Protagonisten oder Orte im Kopf vorstellen zu können. Leider umschreibt Hohlbein auch unwichtige Randfiguren so detailliert, dass man sie oft als wichtige Charaktere ansieht und dann feststellen muss, dass sie plötzlich nicht mehr weiterverfolgt wird. Das fällt nicht nur bei den Figuren auf, sondern auch im Bereich der Wendung und des Ansatzes. Oft werden Aspekte aufgegriffen, der Leser lässt sich darauf ein, und plötzlich lässt Hohlbein diesen Gedanken wieder fallen. Dadurch mangelt es bei Handlungen und einigen Situationen oft an Logik.

Auch wenn es oft langweilig wurde und mir die Logik oft fehlte, kam eine gewisse Grundspannung auf, dass ich wissen wollte, wie nun die Geschichte zu Ende geht. Zwar ist diese Spannung auf einem sehr flachen Level und wird auch gerne durch unnötige Darstellungen unterbrochen, aber es weckt zumindest die Neugier. Aus diesem Grund bin ich besonders über den Schluss enttäuscht. Hohlbein hat ein Ende gewählt, was im Bezug auf die vorhergegangenen Erlebnisse aus der Luft gegriffen wirkt. Ich hatte das Gefühl, dass ihm zu seiner eigentlichen Geschichte kein Schluss einfällt und er einfach irgendwas ausgedacht hat, um die Handlung halbwegs spannend abzuschließen. Fragen bleiben offen, Logik ist hier fehl am Platze und es wirkt gänzlich erzwungen. Hätte ich vorab gewusst, wie es ausgeht, ich hätte das Buch nach 200 Seiten abgebrochen und definitiv nichts verpasst.

Eine Empfehlung auszusprechen, fällt mir an dieser Stelle sehr schwer. Nicht mal für eingeschweißte Hohlbein-Fans ist dieses Buch ein Highlight. Sicherlich ist es eine Frage des Geschmacks, aber mir hat es persönlich keinen Lesegenuss verschafft, sodass ich es nicht empfehlen kann.

===Bewertung===
Hohlbein greift eine interessante und spannende Idee auf, verliert sich jedoch in zahlreichen Wiederholungen, die die Spannung auf ein Minimum reduzieren. Für mich kein Meisterwerk des Autors und bekommt daher nur zwei Sterne.
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am 2. Juli 2010
Grundsätzlich bin ich seit vielen Jahren ein großer Fan der Hohlbein-Bücher.
Allerdings ist dies das erste Buch, dass ich mehrmals für längere Zeit zur Seite legen musste und nicht an wenigen Abenden verschlungen habe.

Spannend gestartet, mit einer spannenden Story, die aber leider viel zu sehr ausgedehnt wird. Überall auch immer wieder tolle Ideen. Aber was auf über 800 Seiten geschrieben wurde, hätte auf nur 400 sicherlich die Spannung erhalten, so aber leider nicht. Bis man den Hintergrund all der Handlungen verstanden hat, dauert es zu lange und auch am Schluss wurden nicht alle Fragen geklärt. Insgesamt kam es mir außerdem ziemlich wirr vor. Das Ende fand ich auch zu plötzlich, da hatte man nach so vielen Seiten einfach mehr erwartet.

Insgesamt also eher bescheiden zu betrachten.Das Buch
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