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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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am 20. April 2017
Erstmal vorweg für die Leser, die mit Tad Williams nicht vertraut sind: Ihr braucht einen langen Atem. Harmloser als in seinen Tetralogien, aber auch hier gilt es erstmal hunderte Seiten hinter sich zu bringen bis der Plot richtig ins Rollen kommt. Dann gehts jedoch richtig los und es stellt sich (wie jedes mal) heraus, dass sich das Warten gelohnt hat.
Williams stellt das klassische Genre "Mensch aus der heutigen Welt reist in ein Reich der Phantasie" gekonnt auf den Kopf und liefert etwas erfrischend Neues. Gelungene Nebencharaktere wie eine 15 cm große, unflätige aber hochsympathische Flugelfe, der enigmatische Beseitiger lästiger Hindernisse und eine originelle Interpretation der Goblinoiden runden eine spannende Fantasy-Geschichte ab.
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am 10. März 2013
Ich kann verstehen das dieses Buch die Gemüter erhitzt und entweder geliebt oder gehasst wird.
Persönlich liebe ich dieses Buch. Es ist eine völlig neue Idee, den Hauptcharakter in eine Feenwelt zu versetzen die unserer aber nicht komplett unähnlich ist wie es sonst ist, sondern es ist eine moderne Welt. Mit Zügen und Licht und eben raffgierigen Wesen die andere ausnutzen.
Der Hauptcharakter ist Theo, ein Mensch. Er ist Mitte 30 und faktisch gesehen ein Loser. Bisher hat er in seinem Leben nichts gerissen, er möchte Musiker sein und spielt in einer Band in der fast alle jünger sind als sehr. Seine Freundin wird schwanger und verliert das Baby wieder. Danach schmeißt sie ihn aus ihrer Wohnung, er zieht wieder zu seiner Mutter. Nach kurzer Zeit stellt er fest, dass seine Mutter schwer krank ist und sie stirbt.
Im Nachlass findet Theo einen Brief und eine Erbschaft von seinem Onkel, bestehend aus einem Konto in einer sehr seltsamen Bank und einem Tagebuch.
Nach dem das Haus seiner Mutter verkauft ist, zieht Theo sich zurück in eine einsame Waldhütte um sich zusammeln. Dort fängt er an das Buch seines Onkels zu lesen und stellt fest, dass der Mann entweder komplett irre war oder eine wundersame Fantasie hatte.
Nach kurzer Zeit bekommt er Besuch von der Polizei, denn die Menschen die in das Haus seiner Mutter gezogen sind wurden brutal ermordet.
Kaum ist die Polizei weg, bekommt er Besuch von einer kleinen geflügelten Frau. Sie heißt Apfelgrieps und will ihn vor einem ominösen bösen retten, der auch promt auftaucht.
Durch ein Portal bringt ihn die Fee in die Feenwelt.
Dort herrschen allerdings Vorkriegsähnliche Zustände. Es gibt Familien von großen Feen, die die Regierung führen.
Politisch sind die Familien entweder Anti- Menschen, Pro-Menschen oder Neutral.
Ausserdem gibt es kleine Feen, so wie Apfelgrips und andere Feenarten, wie Gnome oder andere Wesen.
Innerhalb kürzester zeit gerät Theo in einen Bürgerkrieg zwischen die Antis und die Pros und wird auch zum Spielball dieser.
Wie es weitergeht, muss jeder selber lesen.
Persönlich finde ich die Idee, die Feenwelt nicht in einer quasi mittelalterlichen Welt spielen zu lassen, großartig.
Theo ist ein schwieriger Hauptcharakter, er ist menschlich und komplett unentschieden. Er entwickelt sich auch nicht im laufe des Buches zum Helden, sondern er bleibt ein Mitläufer und manchmal hat er mich als Leser auch sehr aufgeregt, durch seine Art.
Aber ich finde das gut, denn für mich macht es das realistisch. Ich mein, in welcher Welt entwickeln sich denn alle plötzlich zu Helden, dass ist doch arg unwahrscheinlich.
Es gibt andere Charaktäre, die eher zu Helden werden und die den symphatischen Teil übernehmen. Apfelgrieps zum Beispiel, eine kleine geflügelte Fee mit schnodderschnautze. Frech und unverschämt und doch liebenswürdig.
Empfehlen kann ich das Buch mit Freuden, allerdings nur an Leser die sich auf neues einlassen können.
Wer ein klassisches Epos erwartet, mit großen Helden und romantischer Liebe und Ponyhofmentalität wird unweigerlich enttäuscht werden.
Wer es ein wenig abstrackt und abgefahren mag, der wird das Buch mögen.
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am 25. November 2004
Nach seinen aufwändigen Werken „Der Drachenbeinthron/Osten Ard" und „Otherland" hat Tad Williams nun seit langem wieder Mal ein einbändiges allerdings immer noch 800 Seiten starkes Werk vorgelegt. Leser, die sich scheuen, aus dem normalen Schema von Fantasywelten auszubrechen und Feen zu begegnen, deren Welt sich von unserer fast nur noch dadurch unterscheidet, dass einige Wesen fliegen können, möchte ich allerdings dringend raten von „Der Blumenkrieg" vorsichtigen Abstand halten. In diesem Werk schickt Williams seine Leser nämlich in eine Feenwelt, die so gar nicht unserer normalen Vorstellung entspricht, denn die Feen haben eine Art industrielle Revolution hinter sich gebracht: Magie ersetzt in dieser Welt den Strom und wird dementsprechend auch in Kraftwerken gewonnen. Dementsprechend gibt es auch nicht mehr das sonst aus Feenwelten bekannte Miteinander oder Gegeneinander der verschiedenen Fabelwesen, sondern eine hierarchisch strukturierte Gesellschaft, an deren Spitze Feenfürsten sitzen und deren unterste soziale Gruppe von den Goblins gestellt wird. Eine durchaus nicht uninteressante Idee, die Williams zahlreiche Möglichkeiten für Seitenhiebe auf unsere Gesellschaft bietet.
Besonders gelungen ist der Aspekt der Goblingeschichten, die in dem Buch eine große Rolle spielen und die sich dadurch von herkömmlichen Geschichten unterscheiden, dass sie in der Mitte ein Loch haben. In diesem Sinne ist jedes von Williams bisherigen Büchern eine Goblingeschichte. Denn meist lässt Williams den Leser über vieles im unklaren, baut Geheimnisse und Verstrickungen en masse auf und das dadurch entstehende, den Leser zum Weiterlesen animierende Loch in der Geschichte wird erst kurz vor dem Ende gestopft. Auch bei „Der Blumenkrieg" gelingt es Williams wieder auf diese Art und Weise große Spannung zu erzeugen und den Leser trotz eines eher uncharismatischen und nur selten sympathischen Helden bei der Stange zu halten. Leider schwächelt das Buch aber dieses Mal ausgerechnet bei der Auflösung der Rätsel und Ungereimtheiten. Die Herkunft des Helden mag gerade noch akzeptabel sein, die Herkunft seines schlimmsten Gegenspielers, des schrecklichen Kindes, ist einfach nur banal. Und das ist dann leider auch der Punkt, der dem Werk den fünften Stern raubt. Denn ansonsten ist Williams ein durchaus unterhaltsames Buch mit interessanten, witzigen und skurrilen Einfällen und (von der Hauptfigur abgesehen) Charakteren gelungen.
Ein paar Worte noch zum deutschen Verlag: Tad Williams distanziert sich in einem Vorwort davon, dass sein Buch irgendeinen Bezug zum 11. September 2001 hätte. Der deutsche Verlag hat nichts besseres zu tun, als auf dem Schutzumschlag diesen Bezug herzustellen. Ebenfalls auf dem Schutzumschlag wird der Held Theo auch noch als Sänger einer Boygroup bezeichnet. Welche Leserschaft wollte man damit gewinnen? Mir zumindest ist in diesem Buch keine Boygroup begegnet. Das erweckt leider den Eindruck, dass die deutsche Redaktion sich wenig Mühe gibt, im Interesse des Autors zu handeln.
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am 7. März 2009
Als Tad-Williams-Fan habe ich mir irgendwann auch dieses Buch gekauft und, das muss ich gleich sagen, nicht bereut.
Warum ist diese Buch "mehr als nur Fanatsy"? Ganz einfach: Hier wird nicht nur ein Ausflug in andere Welten unternommen sondern hier geht es auch um die grundsätzlichen und wichtigen Dinge im Leben. Da wären z.B. Liebe, Anerkennung, Umgang mit Misserfolgen und dem Tod Angehöriger. Aus dem Loser Theo Vilmos wird in einer anderen Welt der große Held, der aber doch keiner sein will und eigentlich nur durch Zufall am Schluss ein wirklicher wird.
Gefallen hat mir auch, dass in der ach so tollen Elfenwelt ein sehr diffenrenziertes Gesellschaftssystem existiert, das Theo mit seinen "Erden-Augen" sehr gut erfasst und einordnet.
Was diese Buch auch "5-Sterne-wert" macht ist der Spannungsbogen, der von Anfang bis Ende gehalten wird. Tad Williams schafft es auf den knapp 1000 Seiten wirklich eine tolle Reise hinzukriegen.
"Der Blumenkrieg" ist auf Grund der oben beschriebenen Eindrücke vielleicht nicht die klassische Fantasy-Literatur, weil Williams in den sonst eher edlen Elfenwelten auch seine Schwächen findet. Wer aber Spannung und eine interessante Geschichte sucht hat sie mit "Der Blumenkrieg" gefunden.
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am 28. Oktober 2004
Theo Vilmos ist dreißig, aber das ist auch fast alles, was er
geschafft hat - dreißig werden. Seine Freundin Cat gibt ihm den
Laufpaß, als es zur Fehlgeburt des gemeinsamen Kindes kommt, die
Band, in der Theo singt, sieht sich nach einem anderen Frontmann um, und
der Job als Lieferfahrer bietet nur eingeschränkte Karrierechancen. Als
die Mutter stirbt, verzieht sich Theo mit dem schmalen Erbe in eine
Berghütte. Im Handgepäck liegt das Notizbuch des ebenfalls verstorbenen
Großonkels Eamon Dowd, das Theo kürzlich geerbt hat. Es erzählt eine
merkwürdige Geschichte von einem seltsamen Land - "Elfien". Natürlich
dauert es nicht lange, und Theo befindet sich mittendrin, in Elfien,
verfolgt von einem Zombie, der aus Leichenteilen zusammengesetzt zu sein
scheint, und in Begleitung einer nörgelnden Minifee namens "Apfelgriebs".
Und natürlich nehmen die Wunder kein Ende, vor allem aber zeigt sich eine
große Ähnlichkeit zwischen dieser Elfen- und der Menschenwelt - und es
gilt in Elfien als schick, sich die Flügel operativ entfernen zu lassen,
um möglichst menschlich zu werden. Allerdings wird Elfien von adeligen
Familien regiert, die die Namen von Blumen tragen und alle nichtadeligen
Elfen und Elfenarten versklavt haben, ausbeuten und knechten. Damit nicht
genug, ein Krieg scheint vor der Tür zu stehen, ein Krieg zwischen diesen
Blumenfamilien, der titelgebende Blumenkrieg. Und irgendwie ist Theo,
natürlich, eine Schlüsselfigur in der ganzen Angelegenheit.
In einem kurzen Vorwort entschuldigt sich Williams dafür, daß eine
Schlüsselszene im Buch Ähnlichkeiten mit den Geschehnissen des 11.
September 2001 hat, weist aber darauf hin, daß der Entwurf vorher
entstanden ist. Im Klappentext jedoch wirbt der Verlag damit, daß das Buch
indirekt unsere Gesellschaft und ihre "Brüchigkeit seit dem 11. September"
beleuchtet. Das aber ist nicht das einzige Ärgernis an dieser zu langen,
zuweilen sehr langweiligen Schwarte.
Vielleicht hat sich Williams tatsächlich Gesellschaftskritik auf die
Fahnen geschrieben, und er hat das entweder zu direkt gemacht - eigentlich
läßt sich seine Elfenwelt eins zu eins auf Teile der Menschenwelt
übertragen, Rätsel oder Andeutungen sind kaum zu entschlüsseln - oder so
indirekt, daß es nicht mehr zu erkennen ist. Meine Vermutung geht dahin,
daß diese Anteile im Nachhinein mit der grundsätzlich eher faden und nicht
sonderlich neuen bzw. originellen Idee vermischt wurden, die dem Buch
zugrundeliegt.
Jedenfalls ist die eigentliche Story vorhersehbar und wenig
überraschend, das Setting enthält viele, viele Anleihen, Querverweise auf
Mythologie und Literaturgeschichte, Märchen und Sagen. Spaß machen einige
Einfälle und Nebenfiguren, aber insgesamt wirkt das - wie gesagt deutlich
zu lang geratene - Buch irgendwie routiniert, belang- und bedeutungslos,
meistenteils unspannend. Williams ergeht sich in langen Dialogen, die
vieles erklären müssen, leider, und die häufig gestelzt und komisch
wirken. Seine Figuren sind banal, oft nur angedeutet, und bieten bis auf
zwei, drei Ausnahmen Klischees und Stereotypie. Hier ist offensichtlich
eine Idee zum Buch gemacht worden, die es eigentlich nur bis zur
Kurzgeschichte hätte schaffen dürfen.
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am 28. Juni 2004
Ein in unserer Realwelt erfolgloser 30jähriger, der zudem noch mit unzähligen Schicksalsschlägen konfrontiert wird, gelangt in eine Paralleldimension voller Feenwesen und Fantasy-Kreaturen. Dort wird er in ein weltumspannendes Netz an Intrigen und Abenteuern verstrickt, die auch die reale Welt zu bedrohen scheinen....
Bei der "Parallelwelt" handelt es sich nicht um eine klassische Fantasy-Welt im Stile von Tolkien, sondern um ein irisches Mythologie-Szenario mit Sprites, Brownies und Goblins. Williams wandelt sein Szenario allerdings ab und unterstellt auch den Feenwesen, dass sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln können. Es gibt daher auch Erfindungen, die eng mit Magie verknüpft sind, es gibt Städte, Fahrzeuge, Schusswaffen und eine globale Energieversorgung.
Das Thema von Williams neuem Buch ist keineswegs innovativ und wurde im Fantasy Bereich z.B. schon von den Autoren Donaldson und Anthony ausführlich bearbeitet. Die Umsetzung ist allerdings gelungen.
Die ersten 100 Seiten behandeln das Schicksal des Protagonisten in der realen Welt. Hier gibt es eine depressive Grundstimmung und eine feinfühlige Charakterentwicklung. Typische "Quarterlife"-Probleme werden dargestellt, für jüngere Leser wahrscheinlich unverständlich, für Quarterlife-Leser psychologisch brutal und fast ein wenig an Hornby erinnernd.
Danach gelangt der Antiheld in die bunte, abenteuerliche und zugleich düstere Feenwelt - Shakespeare trifft Tolkien mit Harry-Potter-"sense of wonder" - Elementen. Die Stimmung des Buches schwankt zwischen Depressivität, Abenteuern, Spannung und auch einer gehörigen Portion Comedy-Einlagen.
Williams neuster Roman ist ein einbändiges Werk. Zahlreiche Leser haben in seinen vorherigen Werken die ausufernden Handlungsstränge und Themensprünge kritisiert. In diesem Roman kann der Autor seine ehrzählerischen Qualitäten voll ausspielen, es gibt im wesentlichen nur einen Handlungsstrang.
Ein unterhaltsames und abenteuerliches Buch, das aufgrund der Anfangsproblematiken insbesondere Leser um die 30 interessieren könnte. Jedoch wegen einiger kleiner Durchhänger in der Handlungsentwicklung und dem Mangel an Innovation (nur) knappe 5 Punkte.
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am 12. April 2010
Als jemand, der wenn er mal liest, gerne Fantasy liest, war mir Tad Williams zwar ein Begriff, weil Freunde von mir immer von Otherland geschwärmt haben, aber Der Blumenkrieg war letztlich doch mein erstes Buch von ihm.

Ich hab auch erst das Buch gelesen und dann erst die Kritiken hier. Und ich muss sagen, ich versteh die meisten nicht...

Ein Vorwurf ist, dass der Held ein Anti-Held ist. Ja, als ob das in anderen erfolgreichen Büchern dieses Genres nicht genau das gleiche wäre: Ist Frodo ein Held? Harry Potter? Richard (mit dem Schwert der Wahrheit) oder Sonea? Wenn ich die Charakterentwicklung von Richard Rahl in 16 dicken Bänden bedenke, dann ist Theo geradezu ein "schneller Brüter" ;-)
Das ist doch genau ein typisches Muster dieser Geschichten, dass ein normaler "Mensch" (oder sowas ähnliches...) seine Berufung findet. Dabei muss er nicht zum Helden werden, er muss nur das, worauf es ankommt, richtig und mit Hingabe tun.

Ich habe mich nicht lange gefragt, was für Theo der Knackpunkt ist. Meiner Meinung kommt es für ihn gar nicht darauf an, etwas Heldenhaftes zu tun. Es ist seine mangelnde Beziehungsfähigkeit, die ihn immer wieder scheitern lässt. Ihm fehlt echte Anerkennung durch Menschen, die ihn lieben, weil er nicht lieben kann.
Und das halte ich für eine "Story", die in der heutigen Zeit eine echte Relevanz hat.

Diese Story, verpackt in einer teils lustigen, teils dramatischen Rahmenhandlung, zu der hier schon genug geschrieben wurde, ist dann doch so subtil, dass man vielleicht erst 50 werden muss, um sie überhaupt zu bemerken. Apfelgriebs war es nach wenigen Sekunden klar^^

Ich hab das Buch jedenfalls mit großer Begeisterung gelesen.
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am 8. November 2004
Nachdem seine Mutter verstorben ist und ihn seine Freundin verlassen hat, zieht sich Theo Vilmos in eine abgeschiedene Hütte zurück, um zur Ruhe zu kommen und sein verkorkstes Leben zu überdenken. In Theo's Gepäck: ein Manuskript seines Großonkels, das vom Land der Feen, Kobolde und Riesen erzählt.
Und es dauert auch nicht allzu lange, bis in Theos Hütte zwei Wesen aus dieser anderen Welt auftauchen: Ein böser Geist, der es auf ihn abgesehen hat und eine kleine Fee (die im Original "Applecore" heißt), die den Helden der Geschichte rettet, indem sie einen Durchgang nach Faerie ("Elfien") öffnet.
Im Elfenland, wo schwierige Zeiten herrschen und alles auf einen neuen "Blumenkrieg" zuzusteuern scheint, herrscht ein reges Interesse an Theo. Mitglieder der sechs Familien die sich die Macht über das Reich teilen, wollen den jungen Mann für ihre Zwecke einsetzen. Und Theo hat keine Ahnung, warum ausgerechnet ER so immens wichtig zu sein scheint.
Tad Williams' Land der Elfen/Feen unterscheidet sich gar nicht so sehr von der Welt der Menschen und ist gewiß kein Heile-Welt-Märchenland. Faerie beheimatet skurille und liebenswerte Kreturen wie die Fee Applecore (die meistens flucht und motzt und ab und zu auch ganz schön betrunken ist) oder die Oger Dolly und Teddybear, aber unter den Elfen gibt es auch mörderische machthungrige Wesen, die weder vor Mord noch vor Krieg und Zerstörung zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen.
Obwohl mir die Geschichte selbst an und für sich sehr gut gefällt und ich es vor allem lobenswert finde, daß "Der Blumenkrieg" bei weitem keine 08/15 Fantasystory ist, finde ich Teile des Buches einfach unnötig lang (z.B. dauert der Bericht über Theos Leben bevor er nach Fairy kommt in der Originalfassung 120 Seiten). Bei aller Liebe zum ausschweifendem Erzählstil, die dem Autor anscheinend eigen ist, wäre die gleiche Geschichte etwas komprimierter wahrscheinlich spannender und besser lesbar. Daher nur vier Sterne.
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am 14. Februar 2005
Ich habe den Blumenkrieg vor kurzem gelesen und nachdem ich die anderen Rezensionen hier gelesen habe, habe ich beschlossen doch einige Zeilen zu diesem Buch zu schreiben. Bei einigen der Kommentaren hat es mir doch die Haare aufgestellt. Da wird behauptet, die Geschichte wäre konstruiert und der Hauptcharakter wäre zu unscheinbar gelungen. Ich habe das Buch so empfunden:
- Die Hauptperson Theo lebt in einer Welt, in der nur harte Fakten zählen. Wissenschaft geht über alles und was nicht bewiesen werden kann, das wird nicht geglaubt/als nicht real abgetan. Natürlich ist es für die Person ein Schock in eine ihr völlig fremdartige Welt geworfen zu werden und es ist daher, so meine Vermutung, vom Autor durchaus beabsichtigt, dass die Hautperson kaum eigentändige Aktionen beginnt. Meiner Meinung nach ist es gerade diese Hilflosigkeit der Hauptperson, die der Geschichte den Reiz gibt, wo sie doch eigentlich der Held des Romans sein sollte.
- Ich habe die deutschen Übersetzungen der Namen nicht nur als lustig und amüsant empfunden, sondern auch als sehr kreativ und passend. Theo wird von Apfelgriebs in eine Welt geführt, die so friedlich zu sein scheint, wie das Paradies. Die Namen der Charaktere fügen sich unglaublich harmonisch und passend in dieses Bild ein. Wenn man dann allmählich aber in der Geschichte fortgeschritten ist, wird man bemerken, dass die Welt gar nicht so heil ist, wie sie zu sein scheint. Namen wie "Kleiderhaken", "Apfelgriebs", oder der Name der Rasse "Querz" tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Geschichte als ein sehr unterhaltsamer Zeitvertreib entpuppt.
Ein Resümee ziehend muss ich sagen, dass ich nur eine einzige Sache im ganzen Buch nicht kapiert habe. die Bahnhöfe in der Elfenwelt...(ziemlich verwirrend). Und: Industrielle Revolution in der Elfenwelt: Warum nicht? - ich finde eine lustige Innovation. Ein Teil der Elfen versucht die Menschen auszurotten - dabei sind sie ihnen doch so ähnlich (siehe Elektrizität, Automobile,...)
5 von 5 Punkten für einen unterhaltsamen Roman, für den es sich lohnt Geld auszugeben. (Ich bin 15 - und begeisterter Fantasy-Leser - ich habe Vergleichsobjekte...) UND: ich denke auf jeden Fall, dass das Buch auch für Erwachsene geeignet ist, vor allem wenn einem schon Harry Potter und die vielen anderen Fantasy Bücher gefallen haben.
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am 11. September 2004
Endlich mal wieder ein richtiges Buch von Tad Williams! Nach Beendigung seiner letzten Großen Serie Otherland, hatte William einige Zeit Pause gemacht und nur wenig geschrieben. Mit Der Blumenkrieg meldet sich er jetzt zurück, und legt seinen Fans erstmals eine in einem Buch abgeschlossene Geschichte vor. Kritiker (Ich ganz sicher nicht!) hatten ihm wiederholt eine zu langatmige, ausschweifende Erzählweise vorgeworfen. Mit seinem neuesten Buch hat er allen Bewiesen das er eine seiner phantastischen Erzählungen auch in ein Buch pressen kann, mit 804 Seiten und einer relativ kleinen Schriftgröße ist es trotzdem noch ein ziemlicher Klopper.
Zur Story: Hauptfigur ist Theo, ein 30-jähriger, talentierter aber erfolgloser Rocksänger, mit einem miesen Job und keinerlei Hoffnung auf Besserung. Einziger Lichtblick in seinem Leben ist seine Freundin Catherine. Als Cat überraschend und scheinbar ohne Grund eine Fehlgeburt erleidet bricht für beide eine Welt zusammen. Cat trennt sich von Theo und beginnt ein neues Leben. Theo hat nun mehr den je das Gefühl in dieser Welt allein zu seien. Er zieht sich in die Berge zurück um dort zu sich zu finden. Eines Nachts wird er von einer mysteriösen Untoten Kreatur angegriffen. Eine mysteriöse kleine Elfe rettet ihn in letzter Sekunde und bringt ihn in die Welt der Elfen. In der Welt der Elfen herrscht seit dem letzten Riesenkrieg große Unordnung den Das Königspaar starb in der letzten Schlacht. Die Macht liegt nun in den Händen der sieben großen Familien. Jede dieser Familien hat Blumennamen wie z.B. Stechapfel, Veilchen oder Nieswurz. Die Elfe mit Namen Apfelgrips (kein Witz) entpuppt sich als ein vorlautes, freches, kleines Miststück das den orientierungslosen Theo zu einem gewissen Rainfarn bringen will. In dieser bunten Welt merkt Theo schnell dass er zum Spielball der Mächte wird, ohne aber den Grund zu kennen. Er trifft Freunde wie die Elfenadlige Poppi oder den Goblin Knopf, aber auch auf Feinde wie den Beseitiger lästiger Hindernisse und Fürst Stechapfel. Während die unterdrückten Goblins eine Revolution gegen den Elfenadel planen steht auch die Welt der Menschen bald kurz vor ihrem Untergang denn die Mächtigen um Fürst Stechapfel haben ein Schreckliches Kind in diese Welt gebracht.
Williams Elfenwelt ist bunt und farbenfroh, bevölkert von skurrilen, andersartigen Wesen mit teilweise total abartigen Namen. Hier hätte man bei der Übersetzung einiges besser machen können. Die Story ist spannend, abwechslungsreich, manchmal witzig aber man erkennt auch das der Autor aktuelle politische Elemente und Probleme in diesem Buch aufarbeitet. Am Anfang wird der Leser von der Artenvielfalt der Wesen und den vielen Namen der Personen und Gegenstände fast erschlagen aber nach einer gewissen Eingewöhnugszeit gibt sich auch das. Nicht nur für Tad Williams Fans ein Highlight. 9 von 10 Punkten
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