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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
48
4,6 von 5 Sternen
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am 6. März 2007
Die "Wächter-Trilogie" von Sergej Lukianenko spielt in einem ganz eigenen Universum: es gibt die Menschen und es gibt die "Anderen", die sich aus Vampiren, Tiermenschen, Magiern, Hexen etc. zusammensetzen. Jeder Andere kann entweder ein "Lichter" oder ein "Dunkler" sein. Die "Nachtwache" besteht aus Lichten und überwacht die Dunklen, die Tagwache arbeitet entgegengesetzt. Vor vielen Jahren wurde der "Große Vertrag" geschlossen, der das Verhältnis zwischen den Wachen regelt; die "Inquisition" (neutrale Andere) überwachen die Einhaltung des Vertrages.

Zur Handlung:
Anton Gorodezki wird auf einen speziellen Fall angesetzt: ein Anderer versucht, einen Menschen zum Anderen zu machen. Wie ist das möglich? Kann man es verhindern? Die Tagwache und die Inquisition sind ebenfalls auf der Suche nach der Lösung...

Die Hexe Arina spielt ein undurchsichtiges Spiel und scheint ein ganz besonderes Buch zu verstecken....Das Buch wird gestohlen und ein Hoher Inquisitor ermordet. Ist es doch möglich, Menschen in Andere zu verwandeln?

Im dritten Wächter-Roman wird Lukianenko philosophisch: Anton zweifelt an seinem Weltbild und die Hexe Arina liefert ihm den Stoff. ALLE Anderen scheinen spezielle Vampire zu sein, die die Kraft der Menschen für ihre Magie "absaugen". Anton ist mittlerweile mit Swetlana verheiratet und hat ein Kind, das das Potential zum größten Magier aller Zeiten hat.

FAZIT: Typisch Lukianenko - es kommt immer anders, als man denkt! Der spannendste und beste der 3 Teile! Wer die ersten beiden gelesen hat, muß auch diesen haben!
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am 2. Oktober 2006
Im aktuell erschienenen dritten Teil der Wächter-Serie lädt uns Sergej Lukianenko erneut dazu ein, die verschiedenen Schichten des Zwielichts zu erkunden. Ins Zwielicht können nur die Anderen eintreten, nämlich Menschen mit besonderen Kräften. Die Anderen teilen sich in die Dunklen und die Lichten ein, die in einem sehr wackeligen Waffenstillstand miteinander leben.

Im dritten Teil steht erneut der Lichte Anton im Mittelpunkt, mit dem in "Wächter der Nacht" einst alles begonnen hatte. Anton lebt inzwischen mit der mächtigen Swetlana zusammen, die ihm zuliebe aus der Wache ausgetreten ist. Die beiden haben eine kleine Tochter, die voraussichtlich die mächtigste Andere aller Zeiten werden wird. Während Anton von seinem Chef Geser zu einem Auftrag weggeschickt wird, verbringt Swetlana mit ihrer Mutter und ihrer Tochter ihren Urlaub und fürchtet gleichzeitig im Antons Leben, da sie spürt, dass er in eine Falle tappen könnte.

Doch mysteriöse Dinge sind aufzudecken, denn die beiden Moskauer Wachen und auch die Inquisition haben Briefe erhalten von jemandem, der behauptet, er könne Menschen zu Anderen machen. Wer hat aber diese Briefe geschrieben, denn die Adresse der Inquisition kennen alleine Geser und Sebulon?! Anton geht dem auf den Grund und trifft dabei auch auf seinen alten Freund Kostja, der inzwischen zu einem hohen Vampir mutiert ist. Aber auch die Inquisition ist wieder durch einige Magier vertreten, um herauszufinden, wer einen Menschen zu einem Anderen machen möchte.

"Wächter des Zwielichts" teilt sich wie schon die Vorgänger wieder in drei Geschichten ein, die in diesem Fall allerdings eng miteinander verknüpft sind und immer Anton als Bezugsperson mit sich bringen. Nachdem Anton den Fall der mysteriösen Briefe aufgelöst hat, fährt er nämlich zu Swetlana und seiner Tochter und trifft dort im Urlaub auf eine überaus mächtige Hexe, die sich jedoch nie hat registrieren lassen. Schon gehen die Ermittlungen also weiter, sodass Anton keinen Urlaub haben wird.

Sergej Lukianenkos Erzählstil ist in diesem dritten Teil der Wächter-Reihe überaus rasant, der Leser kommt kaum zum Durchatmen, da die Geschichte immer weitergeht und auch nach Ende eines Abschnitts keine Zeit zum Verschnaufen bleibt. Das Lesen erleichtert uns Lukianenko dieses Mal auch dadurch, dass stets Anton im Mittelpunkt steht und wir uns nicht immer an eine neue Bezugsperson gewöhnen müssen, wie es im zweiten Teil "Wächter des Tages" der Fall gewesen ist. Im dritten Teil gibt es keine Zäsur, die Geschichte ist in einem Fluss erzählt, obwohl sie in drei Abschnitte aufgeteilt wird.

Lukianenko ist inzwischen zu einem Faszinosum geworden, seine Bücher verkaufen sich auch in der westlichen Welt hervorragend, sodass sicherlich schon wieder zahlreiche Buchfans sehnsüchtig auf die "Wächter der Ewigkeit" warten, also auf den vierten Teil der Reihe. Lukianenko hat eine fantastische Welt geschaffen, in der Menschen und Andere zusammen leben und in diesem dritten Teil wagt Lukianenko erstmals eine Erklärung, was Andere überhaupt sind. Dabei bedient er sich einfacher Grundsätze der Thermodynamik, die ich hier etwas fehl am Platze fand, aber glücklicherweise hält er sich mit physikalischen Spekulationen weitgehend zurück, sodass man darüber hinweg sehen kann.

Die Charakterentwicklung überzeugt auch dieses Mal auf ganzer Linie. Die meisten auftauchenden Figuren kennen wir bereits aus den vergangenen Wächter-Bänden, doch speziell von Anton lernen wir immer neue Seiten kennen, inzwischen steht er ganz in Swetlanas Schatten, die eine viel mächtigere Andere ist, als er es jemals sein kann. Obwohl Swetlana aus der Wache ausgetreten ist, nagt dies immer noch an ihm. Aber das Schicksal hält einige Überraschungen für Anton bereit, die ihn einen großen Schritt nach vorne machen lassen.

Insgesamt überzeugt "Wächter des Zwielichts" auf ganzer Linie. Der Spannungsbogen gefiel mir deutlich besser als im zweiten Teil, da die Übergänge zwischen den Abschnitten fließend waren und ich mich nicht zu Beginn jeden Abschnitts an eine neue Bezugsperson gewöhnen musste. Auch die Charakterzeichnung ist wieder einmal faszinierend, von allen auftretenden Figuren lernen wir neue Seiten und Eigenarten kennen, sodass sich langsam aber sicher ein immer detaillierteres Bild der Hauptcharaktere bildet. Diese Wächter-Reihe ist zurecht der Fantasy-Hit schlechthin und ich hoffe auf noch weitere genauso spannende Wächter-Bände!
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am 11. September 2006
Im dritten Band der Wächter - Bücher trifft der Leser vor allem wieder auf Anton, den lichten Magier aus der Nachtwache, der auch gleich an einen wichtigen Fall gerät, den er im Auftrag Gesers zu untersuchen hat.

Weitreichend sind die Konsequenzen aus Antons Ermittlungen, wenn auch zunächst Alles nur nach einer kleinen Intrige des Chefs der Nachtwache aussieht.

Im dritten Band versteht Lukianenko es erneut, mit den ihm eigenen Stilmitteln zu fesseln und den Leser vom atemberaubenden Rätsel zur noch atemberaubenderen Lösung zu führen.

Freudig und ärgerlich zugleich gerät man in die sorgsam aufgestellten Fallen, um sich alsbald die Augen zu reiben, dass man DARAN nicht gedacht hat.

Faszinierend nach wie vor auch die sehr authentisch Russische Gedanken- und Gefühlswelt und als Punkt auf dem "i" ihre ewigtiefgründige Philosophie, die grossen allgemeinmenschlichen Schicksalsfragen, nicht ohne Selbstironie andeutend und ohne der Versuchung zu erliegen, einfache Antworten zu erteilen.

Schlicht ein Buch für die Lichten, wie auch für die Dunklen unter uns;)
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am 21. April 2008
Das Buch an sich ist, wie auch seine Vorgänger einfach gelungen.
Ich möchte an dieser Stelle aber auf die deutsche Übersetzung bzw. das Lektorat bei Heyne eingehen, denn die ist leider sehr mangelhaft.
Teilweise werden Wörter, die es im Deutschen nicht gibt, verwendet, Sätze bleiben unvollendet bzw. sind syntaktisch mangelhaft und grobe Rechtschreibfehler haben sich eingeschlichen.
Insgesammt Fehler, die ein gründlicheres Lektorat behoben bzw. vermieden hätte.
Schade eigentlich, denn es mindert die Qualität des Buches. (Und wirft ein schlechts Bild auf andere Heyne Publikationen.
Ob dieses Problem auch bei den anderen Büchern auftritt, kann ich leider nicht beurteilen, da die Vorgängerbände von mir schon vor etwas längerer Zeit gelesen wurden.
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am 18. Mai 2007
Die Wächter des Zwielichts - das sind die Inquisitoren, diejenigen die keinen Unterschied mehr zwischen Licht und Dunkel sehen, diejenigen die ihre Fähigkeiten als Andere zur Aufrechterhaltung des Gleichsgewichts nutzen.
Auch im dritten Teil der Wächter Bücher, der wieder einmal in drei Geschichten eingeteilt ist, geht es um Anton, einem Magier, einem Anderen. Dieser ist mittlerweile mit Swetlana, einer Zauberin ausserhalb jeder Kategorie, die für ihn ihr Schicksal aufgeben hat verheiratet. Anton, arbeitet immer noch als Lichter Magier für die Nachtwache und sein Chef Geser spinnt weiterhin seine Intrigen.
Als Antons Tochter von einer Hexe entführt wird findet er die Wahrheit über die Natur der Anderen heraus und kann sich nur schlecht damit abfinden. Letzendlich aber hilft ihm diese Wahrheit einen hohen Vampir, der in den Besitz einer verschollen geglaubten Buches gelangt ist, aufzuhalten.

Ich habe auch diesen Teil der Wächter Reihe mit großen Vergnügen gelesen. Obwohl die Welt der Nacht und Tagwache mir in diesem Band nun schon vertraut ist hält der Autor immer noch ein paar interessante Einzelheiten bereit. Auch mit Anton hat Sergej Lukianenko in diesem Band sehr viel vor und es macht viel Freude Anton ein weiteres Stück seines Lebensweges zu begleiten. Der Erzählstil ist flüssig und sehr bildhaft. Zur Freude des Lesers tauchen in diesem Band durchgängig alte Bekannte auf.Über die Arbeit der Inquisition erfährt man nur am Rande etwas. Allerdings empfand ich diese eingestreuten Informationen durchaus als ausreichend.Interessanter war es allerdings etwas über die wahre Natur der Anderen herauszufinden und damit auch über den Sinn und Unsinn der Wachen.

Auch nach dem dritten Teil dieser Reihe bin ich noch lange nicht übersättigt und freue mich schon darauf den vierten lesen zu können.
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am 13. September 2006
Der 3. Band der Wächterreihe wird wieder aus der Sicht des lichten Wächters Anton Gorodetzki erzählt, der nun mit seiner Frau Swetlana eine Tochter hat. Die Unterschiede zwischen Lichten, Dunklen und der Inquisition werden weiter untersucht. Diesmal müssen die Parteien kooperieren, trotzdem gibt es beeindruckende magische Duelle. Es geht tiefer ins Zwielicht, und die Natur der verwendeten Magie wird klar.

Die Bücher sind nicht nur spannende Fantasyromane, sondern reflektieren auch die russische Gesellschaft und gesellschaftliche Experimente im allgemeinen.

Da sich die Charaktere im Lauf der Zeit weiterentwickeln, sollten die Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Lesenswert und spannend sind sie alle.
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TOP 500 REZENSENTam 23. September 2007
Allgemein zur Wächterserie:
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Diese Serie ist mit keinem anderen Fantasyroman zu vergleichen. Sie ist etwas völlig neues. Eine sehr gelungene Kombination aus Fantasy und Thriller. Es beschreibt eine sehr moderne Art des Zusammenlebens von Tiermenschen, Magiern, Hexen, Vampieren und Menschen. Es ist nicht vergleichbar mit den Fantasyromanen die alles eher in ein mittelalterliches Szenario verlegen. Es beschreibt das Zusammenleben bzw. die Auseinandersetzungenen von Dunklen und Lichten. Wie unterschiedlich sie denken und wie unterschiedlich sie ihre Kräfte nutzen. Wie sie sich gegenseitig kontrollieren und versuchen zu hintergehen. Aber auch ihre Beziehung zu den normalen Menschen, die sie beschützen, aus ihnen Kraft ziehen oder sie manipulieren. Lukianenko beschriebt eine einzigartige Welt mit sehr interessanten Charakteren. Oft ist es schwer zu verstehen, da es sehr viele Intrigen gibt und Lukianenko einen immer wieder auf eine falsche Spur führt. Einige Charaktere sind sehr sympatisch und man idetifieziert sich schnell mit ihnen. Vor allem Anton wächst einem mit seiner kritischen Denkweise schnell ans Herz. Man wird in den Bann dieser Welt gezogen.
Aufgeteilt ist das Buch in 3 Geschichten, die aber doch immer mit einander zu tun haben und auch mit den Folgeromanen dieser Reihe.

Leserschaft
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Das Buch ist für Erwachsene geeignet, die gern eine neue Form von Fantasyroman erleben möchten.

Direkt zu "Wächter des Zwielicht"
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In diesem Roman sehen wir alles aus Antons Perspektive. Er hat sich im Vergleich zum ersten Teil enorm weiter entwickelt. Er sieht noch immer alles mit kritischen Augen und versucht hinter die Intrigen der Großen zu kommen. Daher ist es kein Nachteil den ganzen Roman aus seiner Perspektive zu sehen. In diesem Band arbeiten die Dunklen, die Lichten und die Inquisition zusammen. Wir treffen auf uns bekannte Personen aus den ersten beiden Bänden wie Edgar, Kostja, Swetlana... aber auch auf neue Personen, wie zum Beispiel die Hexe Arina. Sie lässt uns wieder einmal tiefer in die Welt Lukianenkos eintauchen in dem sie uns in völlig neue Schichten des Zwielichts führt.
Anton ist gezwungen mit Kostja dem Vampir zusammen zu arbeiten und muß sich mit seinem schlechtem Gewissen, wie Lizenzen zur Tötung an Vampire ausgeteilt werden, und mit seinen Gefühlschaos zwischen Mitleid und Ekel auseinandersetzen. Edgar bildet in diesem Trio eher den Ruhepol als Inquisitor. Aber für Anton wird er immer ein Dunkler bleiben und er ist sich nicht sicher ob Edgar wirklich unparteiisch ist.
In diesem Teil lernt man neue Zauber und magische Artefakte kennen. Auch ein Mensch mit dem sich Anton anfreundet macht das ganze Buch interessant. Natürlich kommen auch die Großen , Sebulon und Geser, nicht zu kurz in diesem Band. Für mich ist dieser Band der interessanteste. Man hat das Gefühl die Personen zu kennen und immer mehr über diese fantastische Welt zu lernen.

Ich fand das Buch sehr spannend und kann es voll und ganz empfehlen. Wer den ersten Teil gut fand wird diesem Teil LIEBEN. Jedes mal hoffe ich die Intrigen vorher zusehen aber "leider" gelingt es mir nie ganz. Lukianenko ist wirklich ein Meister im Intrigen ausdenken.
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am 8. April 2008
Nachdem ich nun die ersten beiden Bänder der Wächter-Reihe gelesen habe (die jedes Mal deutlich besser werden) bin ich das erste Mal wirklich zu 100 % zufrieden mit dem Buch. Der Autor schafft es den Leser zu fesseln und das ohne "Action und Explosionen", sondern mit Dialogen und Denkvorgängen der Personen. Mich fasziniert es immer wieder, wie der Autor die Personen in die Enge treibt und diese dann "kontern" und die Sache umdrehen.
Im ersten Buch war es ein Kritikpunkt (von mir), dass die Grenzen von Gut und Böse nicht deutlich hervor gehen und man keine klare Darstellung von Gut und Böse bekommt. Mittlerweile finde ich das richtig genial an dieser Reihe, die Handlung am Rande der anderen Grenze ist etwas einzigartiges. Gut und Böse wird genauer unter die Lupe genommen und der Autor stellt sich die Frage: Wo verlaufen die Grenzen von Hell und Dunkel, Gut und Böse, "Tag und Nacht".
Daher ein super Lesetipp für alle die die Vorgänger bereits gelesen haben (und nicht ganz so überzeugt waren)! Dieses Buch überzeugt.
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am 16. Oktober 2008
Alles wie gehabt. Mehr (aber auch nicht weniger) kann man über den dritten Teil der Wächtertrilogie nicht sagen. Wieder stehen Anton und seine Familie (mittlerweile ist er Vater geworden) im Mittelpunkt und wieder spinnt Geser seine Intrigen. Doch da mir die Protagonisten schon in den ersten beiden Bänden gefallen haben, hat mir auch der letzte Band der Trilogie viel Spaß gemacht. Es sind wieder drei "autonome" Geschichten, die miteinander verbunden sind. Im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden müssen hier die Lichten und Dunklen zusammenarbeiten um Probleme aus der Welt zu schaffen, die letztlich ihre Existenz bedrohen. Dabei hat sich der Autor diesmal extrem auf Anton fixiert. Es kommen (leider) kaum Personen aus der Nachtwache vor und auch die Tagwache wird hauptsächlich durch Kostja vertreten, der freundliche "Vampir aus der Nachbarschaft". Er und Anton müssen gezwungenermaßen zusammenarbeiten, was letztlich in einem furiosen Showdown endet. Nervig ist wieder einmal der Bezug auf das Scheitern des Kommunismus, der als mißglücktes Experiment der Anderen geschildert wird. Schwamm drüber.

Wer die ersten beiden Bände nicht gelesen hat wird diese Rezension (und damit natürlich auch das Buch) kaum verstehen. Deshalb der dringende Rat, mit dem ersten Band zu beginnen. Wer ein wenig sparen möchte und sich sicher ist, dass er spannende Geschichten von Hexen, Magiern und ähnlichen mag, sollte zum Sammelband greifen Die Wächter-Trilogie: Drei Romane in einem Band
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am 28. April 2009
Wieder einmal gelingt Sergej Lukianenko ein spannendes und leicht lesbares Buch über die Welt der Anderen. Der Aufbau dürfte bereits bekannt sein; drei eigenständige Geschichten die sich zu einem Ganzen zusammen setzen und auf diese Weise einen großartigen Fantasy-Roman der etwas anderen Art ergeben. Dieses Mal dreht sich das Geschehen wieder größtenteils um Anton.

Während seine Frau Svetlana mit der gemeinsamen Tochter Nadja (die das Zeug hat die mächtigste Andere der Geschichte zu werden) und ihrer Mutter Urlaub macht, muss Anton in der ersten Geschichte einem mysteriösen Fall nach gehen; ein anonymer Briefschreiber behauptet die Macht zu haben Menschen in Andere zu verwandeln. Obwohl allgemein bekannt ist, dass eine solche Verwandlung nicht möglich ist, zumindest nicht über die niedrig gestellten Vampire hinaus, stößt Anton auf Hinweise, die auf das Gegenteil hinweisen. Um diese zu deuten muss er zunächst die Intrigen Gesers und Sebulons entwirren.

In der zweiten Geschichte gönnt sich Anton den verdienten Urlaub mit seiner Familie. Lange kann er seine Tatenlosigkeit allerdings nicht genießen. Als zwei Kinder sich im Wald verlaufen und behaupten von einer schönen jungen Frau vor Wölfen gerettet worden zu sein, werden Anton und Svetlana hellhörig. Anton geht den Hinweisen nach und trifft im Wald tatsächlich auf die Hexe Arina, die viel mächtiger ist als zunächst angenommen. Zudem scheint sie über ein kostbares Buch, das Fuaran, zu verfügen, welches die Macht haben soll Menschen in Andere zu verwandeln. Als Anton der Hexe seine Hilfe verweigert, entführt Arina seine Tochter und so muss schließlich auch Svetlana ihren Kampf gegen die Dunklen wieder aufnehmen, obwohl sie Anton zuliebe die Wache verlassen hat.

Die letzte Geschichte führt sowohl die Tag- als auch die Nachtwache zusammen. Gemeinsam mit dem Vampir Kostja und Edgar, der zur Inquisition gehört, macht sich Anton auf die Suche nach der Person, die es sich zum Ziel gemacht hat Menschen in Andere zu verwandeln. Ihre Reise führt sie zu einem kasachischen Weltraumzentrum, wo die Geschichte eine überraschende Wendung nimmt.

Zwar kann man Wächter des Zwielichts durchaus lesen, wenn man die ersten beiden Bände noch nicht kennt, doch ich würde empfehlen erst einmal mit Wächter der Nacht anzufangen, da die Geschichten sonst einwenig zu verwirrend geraten könnten, wenn man sich in der Welt der Anderen noch nicht auskennt. Fans werden hier ebenfalls auf neue Erkenntnisse stoßen; die Inquisition ist mit einem Mal nicht mehr so mächtig wie man bislang angenommen hatte, es gibt weitaus mehr Schichten des Zwielichts und auch die Anderen sind den Menschen nicht auf die Weise überlegen, wie Anton immer geglaubt hatte. Für Freunde der Wächter-Romane somit ein klares Muss und wer gerne ungewöhnliche Fantasy-Romane liest ist mit Sergej Lukianenko bestens beraten.
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