flip flip Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Mehr dazu TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle MusicUnlimited Fußball wint17

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
37
4,0 von 5 Sternen
Piter: METRO 2033-Universum-Roman
Format: Broschiert|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 10. August 2013
Ich habe alle Bücher der Metro-Reihe gelesen und im Bereich des Universums finde ich den Teil "Piter" am lesenswertesten. Da ich Fan bin, gefallen mir alle. Es sind manche mal mehr oder weniger gut gelungen, aber immer interessant was in dieser Welt passiert.

Hier finde ich aber die Mischung aus Action, der Beklemmung der Metro usw am besten.

Absolute Empfehlung!!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juni 2017
Ein absolut gelungener Roman im Metro 2033 Universum. Tatsächlich gefällt es mir etwas besser als die gute St. Petersburg Trilogie. Dies liegt vor allem daran dass weniger Fantastische Elemente zum Tragen kommen und dass die Hauptfigur Iwan nachfühlbar handelt und die gesamte Geschichte logisch und Strukturiert wirkt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. März 2012
Nach dem für mich enttäuschenden Metro Roman "Das Marmorne Paradies" von Kusnezow, zeigt Schimun Wrotschek, wie es richtig gemacht wird. Keine uninspirierte lieblose Geschichte, die mit Kitsch und paranormalen Unsinn aufwartet. Wrotschek schreibt wie man es erwartet, spannend und überzeugend. Sicher eine so intensive düstere Atmosphäre wie in Metro 2033 wird auch hier nicht erreicht. Aber selbst Glukhovsky war das in M34 schon nicht mehr ganz gelungen. Wrotschek macht das Beste daraus und hat einen lesenswerten Roman abgeliefert.

Der Actionanteil ist nicht so hoch wie bei "Die Reise ins Licht" von Andrej Djakow. Der Kampf gegen Monster und Mutanten steht hier nicht im Vordergrund. Hier geht es mehr um die Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Fraktionen innerhalb der Metro, ums Überleben, um Verrat und die daraus resultierende Rache. In die Handlung werden Erinnerungen und Traumsequenzen integriert, so erfährt man als Leser ein wenig über die Vergangenheit des Hauptprotagonisten Iwan. Wer auf einen Ausflug an die Oberfläche hofft, wird nicht ganz enttäuscht werden. Größtenteils spielt sich die Geschichte jedoch in den Metro Tunneln ab.
Zum Ende hin wird die Geschichte recht flott, ja man kann sagen überhastet, zum Abschluss gebracht. Der Autor hätte sich ruhig mehr Zeit nehmen können. An sich ist die Handlung abgeschlossen, einige Fragen bleiben jedoch. Eine Fortsetzung wäre also durchaus möglich. Genügend Ideen hat Wrotschek jedenfalls.

Der Autor führt einige neue Begriffe ein. So nennt er die Aufklärer, Digger und nicht wie gewohnt Stalker. Im Prinzip ein und dasselbe, auch die Digger sind Abenteurer. Andererseits kämpfen sie als Spezialtruppen für die einzelnen Metrostationen. Sie sind also nicht ganz so individuell und unabhängig und so macht die Namensgebung auch irgendwie Sinn. Für strahlengeschädigte mutierte Menschen, hat er den Begriff Zombel geprägt. Man merkt dass der Autor sich Mühe gegeben hat. Wahrscheinlich liest er auch selbst Science Fiction Literatur. Es gibt Querverweise zu den Strugatzkis und Jefremow. Es macht sich schon bemerkbar, wenn jemand Interesse hat an dem was er schreibt.

Bei Wrotschek habe ich mich gut unterhalten, eine gelungene Geschichte aus dem Metro Universum.
"Piter" ist der Roman, der bisher an die Glukhovsky Bücher wohl am nächsten kommt. Trotz leichter Abstriche runde ich auf 5 Sterne auf.
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Juni 2015
KRITIK:

Es ist angenehm, dass endlich einmal ein literarisches Phänomen nicht aus dem englischsprachigen Raum kommt, sondern aus Russland! Nach Dmitry Glukhovsky’s Originalroman ‚Metro 2033’ ist ‚Piter’ der zweite Roman aus dieser Reihe, den ich gelesen habe. Leider hält ‚Piter’ nicht das im Originalroman etablierte Niveau:
Der literarische Stil des Autors erinnert an Groschenromane und Trivilromanreihen, was besonders bei den Beschreibungen auffällt. Auch scheint sich der Autor nicht wirklich mit der im Originalroman etablierten Situation beschäftigt zu haben:Zwar werden immer wieder die kargen Umstände erwähnt, aber tatsächlich ist vieles im Überfluss vorhanden, haben sich die Überlebenden mit den Umständen arrangiert, von Untergangsstimmung keine Spur mehr:Es wird geheiratet, Filmabende abgehalten, Waffen und besonders Munition sind derart zahlreich vorhanden, um munter in einen Krieg ziehen zu können. Auch der Luxus der untergegangenen Zivilisation scheint wieder Einzug gehalten zu haben, denn selbst Schmuck und Toilettenartikel sind verfügbar.
Die Handlung ist zwar durchaus flott erzählt, aber ohne echte Höhepunkte und ohne jene menschliche Tiefe und Tragik, die der Originalroman hatte. Es gibt zwar ein höheres Maß an Action, aber dadurch wirkt die Action auch beliebig, plakativ und oberflächlich. Auch sind Held und Gefährten nie wirklich in Gefahr:Am gelungensten ist noch die Episode, als sie sich in der Gewalt der Blinden befinden, aber auch hier wird flugs die Flucht ermöglicht. Dabei hatte ich allerdings eine andere Auflösung erwartet:Dass die Gefangenen herausfinden, dass der Anführer der Blinden gar nicht blind ist, so eine Revolte anzetteln und ihnen auf diese Weise die Flucht gelingt!
Überhaupt scheint es, als sollte die ursprünglich düstere Geschichte massenkompatibler gemacht werden, dabei ist es gerade dieses Nischen-Subgenre, das mich anspricht, dass es eben kein Harry-Potter-Star-Wars-Herr-der-Ringe-Fluch-der-Karibik-Massenspektakel ist!

Die Handlung von ‚Piter’ ist kaum widerzugeben, da es mehr eine Folge zufälliger Ereignisse ist. Gerade das ist jedoch eine angenehme Abwechslung zu all den Romanen, Filmen und Fernsehserien mit ihren konstruierten Handlungen - schließlich folgt das wahre Lebern ja auch keiner wirklichen Handlung.
Auf den letzten 200 Seiten dreht der Autor dann doch noch auf, wenn's endlich raus, hinauf, an die Oberfläche geht:
Hier zitiert und zelebriert der Roman gelungen all die Elemente des Men-on-a-Mission-Klischees. Dabei läßt das Ende dann auch psychologische Tiefe erkennen, die unzählige Hollywood-Stories oft vermissen lassen. Wenn der rassistische Skinhead Seite an Seite kämpft mit dem schwarzen Gefährten, über den er sich zuvor noch lustig gemacht hat, und all das ohne in peinlichem Kitsch, Pathos oder selbstmitleid zu ertrinken ...

Was mir immer noch gefällt, ist dieses Szenario, dass nicht einfach bloß vertraute Elemente aneinanderreiht, sondern etwas Eigenes schafft:
Durch die kargen Lebensumstände wird hervor gehoben, wie viel überflüssigen und reichlich unnützen Tand und Plunder die moderne Industrie- und Überflussgesellschaft produziert, Waren und Artikel, die Rohstoffe vernichten und letzten Endes kaum praktischen Nutzen haben. Der Grundgedanke des Nutzens zeigt sich im Metro-Universum auch am neuen (alten) Zahlungsmittel:Munition und Patronen! Diese haben also nicht nur den Nutzen als Zahlungsmittel, sondern eben auch den ursprünglichen Nutzen mit dem eine Schusswaffe erst nützlich wird! Gleichzeitig sind nur noch begrenzte Bestände davon vorhanden, da ja keine Werk- und Produktionsstätten vorhanden sind, in denen Zündhütchen, Treibladung und Projektile hergestellt werden, so dass sich damit auch kein Schindluder treiben läßt. Das moderne Papiergeld dagegen hat kaum einen echten Nutzen, selbst der Brennwert wäre gering!

Ich hoffe natürlich, dass eines Tages auch ein deutscher Beitrag veröffentlicht werden wird, aber dann hoffentlich nicht von einem dieser öden Vielschreiber verfasst, die sich nur an jeden neuen Trend dranhängen, ohne je etwas eigenes kreiiert zu haben! Die Vorstellung eines deutschen Beitrags gefällt mir:Wie würden die örtlichen Verkehrsbetriebe wohl reagieren, wenn sie eine Anfrage erhalten:’Darf ich Ihr U-Bahn-Netz zu Fuss erkunden, weil ich einen Beitrag zu ‚Metro 2033’ schreiben möchte?’
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2014
Ich weiss nicht, das Buch hat mir nicht so gut gefallen. Bis zu Hälfte gings, aber dann wird es irgendwie skuril. Viel zu viele Charaktere, man kenn sich mit den Namen dann schon gar nicht mehr aus. Ein Ereignis überschlägt sich mit dem anderen. Schwer zu verfolgen. Ist schwer zu lesen und hat MEINER MEINUNG nach nicht den selben Effekt wie die anderen Metro Bücher auf mich gehabt. Ich hab es zwar fertig gelesen - weil was man anfängt, muss man fertig lesen - aber das letzte drittel war fast mit zwang.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Mai 2014
Gerne habe ich bis jetzt die Metro Reihe gelesen, nicht das ich es nicht gerne weiter tun möchte. Aber Piter war bis jetzt
das anstrengenste. Von dem schwer verdaulichen Anfang bis zur Buchmitte hin ein zäher Brei aus Darstellern die ein und derselbe den Leser mit Russischen Kose und Familiennamen verwirren. Bis hin zu Zeitsprüngen der einzelnen Agitatoren die mit der Handlung nichts zu tun haben oder nur in Nebenrollen vorkommen. Rückblicke und wechsel in der Handlung selbst, welche sich fortsetzen bis etwa Buchmitte um dann in einigen Nebengeschichten und Erzählungen mündent in einem Ende der Geschichte zu gipfeln. An vielen Stellen mußte wirklich überlegt werden was war passiert und warum, und zum teil wieso ist die Handlung in dieser Folge so ausgelegt. Gegen Ende der derselben wird ein Kapitel in Schnellabhandlung erzählt welches für sich eigentlich schon den Stoff für ein eigenes Buch liefern würde - schade den dieser Teil wäre in einer umfassenden Erzählung bestimmt sehr Interessant gewesen und dementsprechend viel zu kurz abgehandelt - und so stolpert dieses Buch eines Schriftstellers mit Potentzial einem unfreiwilligen raschen ende entgegen. Viele Fragen offenhaltend - vielleicht wird ja in einem der folgenden Universum Bände ja nachgebessert / aufgeklärt. Ich für meinen Teil habe bereits den Nachfolger bestellt, verbleibend mit dem guten Gewissen das in diesem Schriftsteller Potenzial steckt und einiges noch mit sicherheit in den kommenden Jahren mit fortschreitender Reifung zu erwarten sein wird....
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2012
An sich finde ich das Buch in Ordnung, doch war ich nachdem ich es durchgelesen habe sehr enttäuscht. Eigentlich fängt das Buch sehr vielversprechend an, doch in ungefähr der Mitte des Buches war ich etwas verwirrt, aufgrund der ständigen Wechsel (Unterscheidung ob Traum oder Wirklichkeit). Zudem gibt es meiner Meinung nach zu viele offene Fragen die am sehr abrubt schließenden (für mich auch vom Plot her enttäuschenden) Ende übrig bleiben. Vom Stil her muss ich sagen hat sich Schimun Wrotschek beim Beschreiben der Umgebung nicht sehr viel Mühe gemacht, etwas dass ich vermisst habe, vom Original Metro 2033 sowie z.B. Die Reise ins Licht, welches für mich bisher die besten Werke des Universums sind. Dadurch dass sich der Leser die Umgebung nicht so gut vorstellen kann, verliert die Handlung die eigentlich ganz passabel ist, bis auf einige Stellen, ihre Spannung.

Vielleicht muss ich erwähnen, dass ich nicht der typische Leser bin, der liest um zu lesen. Doch wenn ich mir ein Buch aussuche, dann habe ich hohe Erwartungen was die Handlung anbetrifft. Den Enthusiasmus der anderen Leser die ebenfalls eine Kundenrezension verfasst haben, kann ich leider nicht verstehen. Abgesehen von einigen guten Ideen, wie dem Verlauf des Krieges und den Personen die dahinter stecken, sowie der sympathischen Beschreibung des Hauptcharakters und seiner Digger, sind für mich einfach noch zu viele Mängel in der Geschichte, wie z.B. schwer verständliche Gespräche, die für mich einfach nur pseudo-gruselig klingen (Enigma) und eine zu ungenau beschriebene Umgebung durch die man sich nicht so recht in die Geschichte hineindenken kann. Wie schon gesagt finde ich das Ende unbefriedigend und überstürzt und es bleiben zu viele Fragen übrig und auch einige Unstimmigkeiten bleiben im Raum stehen. Außerdem bevorzuge ich eher hoffnungsvolle Enden oder von mir aus auch -Happy Ends-, was nicht heißt, dass keiner sterben darf, doch finde ich, dass in diesem Buch einfach zu viele Menschen oder Hauptpersonen gestorben sind und dies in manchen Fällen wirklich nicht nachvollziehbar. Ich empfand es zumindest als eine Qual die letzten Kapitel zu lesen und kann das Buch nicht weiterempfehlen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juli 2012
Das Buch sollte man sich nur als Fan der Buchreihe kaufen. Es ist gut, aber auch nicht mehr. Paar Wörter schlecht übersetzt, doch insgesamt überzeugt das Buch.
Ich konnte das Buch zügig durch lesen und war eigentlich nie gelangweilt. Leider hat man nach meiner Meinung, zuviel Story in dieses Buch gepackt und zuwenig Erklärungen (Wie? Warum? usw.), so springt man von einem Ort zum nächsten, ohne viel liebe zum Detail und gerade das Ende ist dann sehr schnell vorbei. (Allerdings besser als in den anderen beiden Metro-Universum Büchern)
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. August 2016
aber wenn man Djakows Trilogie "Dunkelheit" kennt, sieht dieser Teil leider etwas blass aus. Aber auch hier wie bei "Dunkelheit" großer Pluspunkt dafür, dass es in St. Petersburg und nicht in Moskau spielt. Eben ein richtiger Metro- Plot, also durchaus sein Geld wert.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Mai 2012
Vor einiger Zeit schuf Dmitry Glukhovsky mit "Metro2033" ein innovatives wie stimmungsvolles Fantasy-Horror-Endzei-Epos. Der Erfolg der Geschichte bescherte uns nicht nur einen Nachfolgeroman, sondern ein ganzes Universum, in dem zahlreiche Autoren mittlerweile ihre Ideen auf Papier bannen. In Deutschland gab es dort zunächst das eher mäßige "Das marmorne Paradies" von Sergej Kusnezow, sowie das meiner Ansicht nach sehr gelungene "Die Reise ins Licht" von Andrej Djakow. Nun betritt Schimun Wrotschek mit "Piter" also das Metro2033-Universum. Und hat damit meiner Ansicht nach den bisher überzeugensten Auftritt abgeliefert.

Kurz zum Setting:
Nach einem Atomkrieg ist die Erdoberfläche größtenteils unbewohnbar geworden. Radioaktivität und schrecklich mutierte Gestalten haben die letzten überlebenden Menschen in die Tiefen der Metros getrieben. Schauplatz von "Piter" ist sinnigerweise die St. Petersburger Metro.
Der Stalker/Digger Iwan bereitet sich auf seine Hochzeit vor - da wird seiner Station der überlebenswichtige Dieselgenerator gestohlen. Iwan macht sich auf, mit seinen Kumpanen das dringend benötigte Gerät zurückzuholen - der Startschuss für ein abwechslungs- und actionreiches Abenteuer.

Metro2033, das bedeutet düstere, beklemmende Atmosphäre. Das bedeutet neue Gesellschaftssysteme, die interessante Mischung von zivilisatorischen Hinterlassenheiten und einer Welt, die inzwischen ohne den Menschen auskommt.
"Piter" erfasst das alles außerordentlich gut. Auch weil Wrotschek sich anders als die anderen SpinOff-Romane auf über 600 Seiten ausreichend Zeit nimmt, seine Geschichte zu erzählen. Er stellt seine Charaktere vor, lässt sie miteinander interagieren, bringt dem Leser die Orte und Gegebenheiten näher und erschafft damit ein packende und realistisches Bild.
Dabei nutzt der Autor geschickt den Freiraum, den das Szenario Metro2033 bietet: Seine Charaktere sind ein herrlich zusammengewürfelter Haufen, keine Stereotypen von den Regalen. Sie sind nicht eindimensional, sondern haben Licht- und Schattenseiten. Keine abgrundtiefen Bösewichter, keine strahlenden Überhelden. Ein Hauptcharakter, der die Frauen liebt und sein Temperament oft nicht im Griff hat, ein (Red) Skinhead, der irgendwie rassistisch ist, aber dann doch wieder nicht und ein Professor, der von Quizsendungen träumt - hier wird reichlich geboten.
Überhaupt zeichnet sich "Piter" durch eine hervorragende Mischung von kleinen "Was wäre wenn?"-Details und einem ordentlichen Schuß Aktion aus. Einmal wird ein Streit entschärft, indem die Gruppen gegeneinander Fußball spielen (!), ein andermal sprechen die Waffen. Mit dem Fortschreiten der Reise wächst einem das kleine Grüppchen schon irgendwie an's Herz.
Apropos Aktion: Hier zeigt Piter etwas weniger als "Die Reise in's Licht", aber etwas mehr als die ursprüngliche Metroreihe: Eine Mischung, mit der ich sehr gut fahre. Geschickt variiert Wrotschek so das Tempo der Erzählung - und generiert Spannung.

Der Schreibstil ist sowieso recht angenehm: Wrotschek skizziert seine Metrowelt nicht als dystopisches Märchenland, indem übernatürliche Elemente aus jeder dunklen Ecke springen, sondern hält sich an die kalte - aber mindestens genau so schreckliche - Realität. Lediglich gelegentliche Träume und so manche etwas überdrehte Passage stören das "Das könnte wirklich so passieren"-Gefühl: Gut so! Hier hat Wrotschek für meinen Geschmack sogar dem Original etwas vorraus.

Freilich hat auch "Piter" wie fast jedes Buch einige Schwächen: Manchmal hat die Geschichte offene Enden, zerfasert ein wenig oder übertreibt es mit den "fantastischen"/unglaubwürdigen Momenten. Der Hauptkritikpunkt bildet für mich aber die ab und an verwirrende/unverständliche Formulierung der Ereignisse. Der Glossar am Ende sowie die obligatorische Karte am Anfang des Buches helfen - doch ab und an ertappt man sich dabei, das man schlicht und ergreifend nicht versteht, was da gerade geschrieben steht. Ob Wrotschek dort etwas vergessen hat, es später noch aufgreifen wollte oder die Übersetzung schlicht Fehler gemacht hat: Ein bißchen muss man sich schon an diesen Stil gewöhnen.

Aber die starken Seiten des Buches überwiegen deutlich: Eine packende, sorgfältig erzählte Geschichte, sympathische Charaktere, eine düstere, postapokalyptisch-beklemmende Atmosphäre, Action, Horror und sogar philosophische sowie humorvolle Töne. "Piter" ist eine sehr runde Sache und ein bisheriger Höhepunkt der Metro2033-Reihe in deutscher Sprache: Fans sollten unbedingt zugreifen, aber auch "Metro-Neulinge" können als Genrefreunde hier glücklich werden, wenn sie sich mit dem Setting arrangiert haben. 5/5 Sterne.

Mit Blick auf die vielen, vielen Bücher, die noch nicht übersetzt in den Startlöchern stehen, hoffe ich, dass auch Wrotschek noch einmal zur Feder greift. Abenteuer und Metroanalgen gibt es schließlich noch viele.

In diesem Sinne: Mein Lieblingsbonbon - Bato-ontschiki! ;)
44 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden