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am 19. Oktober 2010
Nachdem ich kürlich ein Buch von Brian Keene gelesen habe, war ich auf der Suche nach einem weiteren Zombieroman. Obwohl ich im Nachhinein auch die schlechten Bewertungen des Buches hier gut nachvollziehen kann, bin ich aber doch froh, dass ich mich von den Guten zum Kauf habe anregen lassen.

Zum Inhalt: Hier nun endlich eine richtige Endzeitstory, wie ich sie mir von einem solchen Buch erwarte. Gleich zu Anfang schlagen sich da die Zombiezähne ins Menschenfleisch und es geht zur Sache. Ein großes Plus des Buches ist der Hauptcharakter, der mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Für Abwechslung im doch recht vorhersehbarem Zombiegenre sorgt diesmal die verschachtelte Erzählweise. Ja, das mag nicht jedermanns Sache sein, wenn der Autor mittendrin anfängt und unvorbereitet zwischen verschiedenen Vergangenheiten und der Gegenwart hin und her springt, dabei auch schon mal die Protagonisten wechselt und somit für den Leser immer wieder die Frage gestellt wird: Wo sind wir jetzt? Allerdings sollte diese Erzähltechnik nun wirklich keinen lesenden Menschen vor größere Probleme stellen. Ich gebe allerdings zu, dass auch ich mir zwischendurch auch mal gedacht habe: Hoffentlich geht es jetzt mal (in der Gegenwart) weiter, weil ich halt neugierig war. Hier könnte man dem Autor ankreiden, dass der eigentliche Gegenwarts-Plot für die 470 Seiten schon ein bisschen mager ausgefallen ist, während die ein oder andere Vergangenheits-Szene sich schon mal wie eine Wiederholung der Wiederholung lesen kann. Insgesamt ist das Buch aber so geschrieben, dass man locker durchliest und sich davon nicht sonderlich aufhalten lässt.
Die eigentliche Story neben dem atmosphärischem Aufbau hat mir ziemlich gut gefallen, obwohl (oder gerade weil) bereits am Anfang der grobe Ausgang schon klar ist. Ein wenig hatte ich mir die Wendung zum Schluss schon gedacht, fand sie aber dennoch sehr gelungen.

Zum Produkt: Ich teile die Meinung, dass dieses Buch eher eine Billigproduktion des Verlags ist, lasse diesen Umstand aber nicht in meine Wertung mit einfließen, da es letztlich auf die Geschichte ankommt. Trotzdem: Wer die Fantasy-Bücher von Heyne kennt, die ebenfalls in diesem Preissegment liegen, sollte sich auf eine schlechtere Qualität einstellen. Als besonders gewöhnungsbedürftig habe ich die Schrift selbst empfunden: Irgendwie eine Mischung aus Arial und Times, die ein wenig an die Titelschrift EDEN erinnert. Eigentlich ist es ja auch eine ganz nette Idee, die Schrift entsprechend der Thematik auszuwählen. Ich allerdings hatte gerade auf den ersten 20-30 Seiten Probleme damit, die Zeilen zu halten, weil die Buchstaben minimal zu weit auseinander stehen und die Serifen nicht ausgeprägt genug sind, um beim schnellen Lesen mein Auge auf Linie zu halten. Das hat sich später gegeben, aber am Anfang empfand ich es als recht anstrengend.

Fazit: Trotz der kleinen Einschränkungen ist das Buch auf jeden Fall unterhaltsam und wird gerade Zombiefreunden Spaß machen. Wer allerdings auf geradliniges Erzählen Wert legt, sollte vielleicht lieber Abstand nehmen. Leser, die in Sachen Produktion empfindlich sind, schauen sich das Buch vor dem Kauf lieber im Laden an und entscheiden dann - offenbar gibt es hier Qualitätsunterschiede.
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am 17. Februar 2013
Vorweg: Das Buch hat mich begeistert. Es ist gut bis sehr gut geschrieben, es hält die nötige Balance zwischen Innenansichten, um mit den Personen warm zu werden und Handlung, um mitgerissen zu werden. Das Setting ist für das Genre Z nix neues, aber es gefällt. Neu in der Kombination vielleicht, dass es drei Arten Zombies gibt, die Schleicher, die Sprinter und die Gehirne gibt. Ebenfalls positiv: Die Zombies sind auch wirklich gefährlich. Sie dienen nicht nur als Füllmaterial, sondern es gibt einen Haufen tragischer Verlust, im Grunde beginnt das Buch schon mal pessimistisch.

Um was geht es: Um Harris. Harris lebt mit seiner Freundin Julie in Eden, einer Zombieenklave in/um(?) New York. Die Siedlung wird gleich auf den ersten Seiten überfallen und Harris gebissen, deshalb setze ich das ganze mal nicht als Spoiler, da es ja auch in der Buchbeschreibung so zu lesen steht und so als Opener funktionieren soll, denn Harris findet einen Hinweis darauf, dass das Tor zur Enklave von jemanden aus der Enklave geöffnet wurde und bewusst in der Nähe seiner Unterkunft stand. Jemand hat es auf ihn abgesehen. Im Folgenden sind unzählige Rückblenden zu lesen, Rückblenden zu Harris Vergangenheit und die einiger anderer Bewohner, die den Leser auch über das Ausmaß und das "Wie" der Z-Katastrophe aufklären. Es führt alles zum Finale, denn Harris verwandelt sich schleichend und will den Täter ans Messer liefern. Die Rückblenden, das Setting, die Figuren, die Handlung, alles ist sehr temporeich, ohne an einer einzigen Stelle überhastet zu wirken. Die Aufklärung und der in meinen Augen Epilog sind ebenfalls perfekt. Ein rundum gelungenes Buch, für das ich gerne 9,5 von 10 Punkten vergebe.
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am 30. Januar 2011
Mit "Eden" von Tony Monchinski halte ich ein mit fast 500 Seiten durchschnittlich langes Werk über Zombies in den Händen. Zombies! Seit Jahrzehnten "verzaubert" der Untote die Leser und vor allem Cineasten gleichermaßen. Umso erstaunlicher, dass es so relativ wenig wirklich gute Literatur mit dieser Thematik gibt. Während der Zombie zum Graus mancher Nostalgiker im Kino ein aufgepepptes Revival erlebt hat, fristet er in der Belletristik ein eher tristes Dasein.
Es gibt zwar Versuche, dem Zombie neues Leben einzuhauchen (hoho...), sei es durch freakige Entwicklungen wie Psychokräfte oder durch neue Sichtweisen (Wie Max Brooks Werke es vormachen). Aber richtig gute Bücher sind rar gesät.
Es sei gesagt: Eden ist ein eher "klassischer" Zombieroman, der ohne viel Hokus Pokus auskommt. Der Großteil der Zombies schlurft stöhnend umher und nur die Minderzahl ist (wohl zu Spannungszwecken) ein bißchen intelligenter oder sprintet sogar in 28-Days-later-Manier.

Die Handlung um den Protagonisten Harris stellt sich wie folgt dar:

Aus einem nicht näher bezeichneten Grund erheben sich die Toten und dezimieren die panische Bevölkerung. Das Militär ist wie gewohnt machtlos und schon bald haben die Untoten die Kontrolle übernommen. In New York gibt es noch einige "Bastionen" der Menschheit, darunter auch die Festung "Eden", die essentiell aus einem eingemauerten Häuserblock besteht.
Eines Nachts wird der Bewohner Harris auf ziemlich unsanfte Weise aus dem Schlaf gerissen: Die Untoten strömen durch sein Haus und bevor Harris sie zurückschlagen kann, kriegt er leider einen Biss ab. Da man sich hier nach einem Biss - wie sich das in Zombieromanen gehört - bald selbst in einen lebenden Toten verwandelt, tickt Harris' Uhr. Bevor er sich allerdings seinem Schicksal ergibt, will Harris noch aufklären wer die Untoten denn in die Festung gelassen hat - und Rache nehmen. Und so beginnt "Eden".

Das klingt erstmal wie ein abgefahren-interessantes Krimiszenario inmitten der Zombie-Apokalypse. Das ist es leider nicht. Ein Großteil der Handlung beschäftigt sich mit dem "alltäglichen" Leben in dieser Welt, den ersten Tagen nach dem Ausbruch etc.. Ziemlich gewöhnlich eigentlich, was das Buch aber doch ungewöhnlich macht, ist der episodenhafte Erzählstil:

Man kennt zwar von anderen "apokalyptischen" Werken (zB Stephen Kings "The Stand"), dass mal die Perspektiven häufiger wechseln. Aber Monchinski springt zwischen den einzelnen Kapiteln wild durch Raum und (!) Zeit, und zwar ohne entsprechende Klarstellung. So wird man gerade zu Beginn der Lektüre ordentlich verwirrt, bis man mal gemerkt hat, dass das derzeitige Kapitel ja ein paar Wochen früher oder später spielt. Oft muss man mühsam rekonstruieren, in welcher "Zeit" man sich gerade bewegt. Die doch ähnliche Benennung der Hauptfiguren ("Bobby - Buddy - Hä?") sorgt anfangs für zusätzliche Verwirrung.
Nach einiger Zeit hat man dann allerdings den Dreh raus und setzt wie in einem Puzzle die Geschichte Stück für Stück zusammen. Dabei gibt es einige interessente Aha-Effekte, die aber leider insgesamt zu selten sind.
Das Buch liefert nämlich hauptsächlich zwei Dinge: Action und Zombies. Schon fast comichaft werden Massen an Zombies erschossen, zerstückelt, verbrannt etc.. Der Ablauf an sich ist dabei meistens immer gleich, die Sprache ziemlich... bildhaft. Es wird auf Organen rumgekaut, verstümmelt und geschnetzelt, Gorehounds kommen auf ihre Kosten. Mir persönlich ist das alles ein bißchen zu viel. Denn auf Kosten dieser Sequenzen gibt es leider kaum überraschende oder tiefgründige Ereignisse. Wenn man so will, dient die Handlung ein Stück weit als Vorwand, um Menschen auf Zombies oder umgekehrt zu hetzen. Eine Bindung zu den Charakteren entsteht ohnehin kaum.
Das ist schade. Denn so ergibt sich eher die Atmosphäre eines Videospiels und nicht eines düsteren, postapokalyptischen Survivalthrillers.

Fazitär stecke ich in einem Dilemma. Wie im Titel der Rezension angekündigt, bekommt man ordentlich Zombies für sein Geld, solide dargestellt und ohne viel Hokus Pokus. Allerdings schlagen die mangelnde Tiefe und der verwirrende Erzählstil negativ zu Buche. Wie eine "Vier von Fünf" fühlt sich das Buch für mich daher nicht an, obwohl ich als "Zombie-Fan" fast dazu verführt bin.

Also fasse ich zusammen: Leider "nur" 3 Sterne für das Buch, allerdings auch eine klare Differenzierung: Für Fans der Genres "Endzeit" und "Zombies" ist "Eden" sicherlich ein willkommener Appetithappen in einer ansonsten eher dünn besiedelten Literaturecke. Das Buch geht leicht von der Hand, es gibt reichlich Zombies und Konfrontationen, also kann man bedenkenlos zugreifen.
Wer eher einen "Roman" im eigentlichen Sinne des Wortes sucht - dh. Tiefe, sorgfältige Charakterentwicklung, pfiffige Story, Atmosphäre etc. - und für den es nicht unbedingt Zombies sein müssen, wird vermutlich mit anderen Büchern glücklicher.
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am 9. September 2010
Eden beginnt mehr oder weniger direkt mit dem Klappentext und schleudert einen direkt in die Handlung.

Eden ist eines dieser Bücher das man anfängt zu lesen und eigentlich nicht mehr zuklappen will, bevor man nicht die letzte Seite gelesen hat. Dieses Buch hat keine Längen, und fesselt in jeder Zeile.
Meine Mutter die eigentlich Stephen King Fan ist, und eigentlich nichts von Zombies hält, hat das Buch an einem Wochenende durchgelesen, das spricht für die Qualität.

Die Erzählweise, das Ende im Grunde vorweg zu nehmen und die einzelnen Charaktere durch Rückblenden zu entwickeln fand ich hervorragend.

Zwei drei derbe Szenen gab es, ohne jetzt in den Stil von Wellington zu verfallen, es herrscht trotzdem permant eine wunderbare Endzeitstimmung.

Eden ist für mich derzeit das Maaß der Dinge was Zombie Literatur angeht, für Zombiefans ein Muß.
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am 26. Juli 2010
Mein Interesse an Zombie Bücher war zwischenzeitlich schon unter dem Gefrierpunkt angekommen. Schuld an dieser Eiszeit hatten Autoren wie David Wellington und Brian Keene.
Denn wenn's um Untote geht da bin ich streng konservativ. Die sollen nicht denken können, telepathisch begabt sein, oder unsichtbar durch die Gegend rum hüpfen.
Der ganze Übersinnlich-göttliche Mumpitz ist einfach nicht Zombiegemäß.
Nun habe ich aber dank der positiven Rezessionen hier, mir dieses Buch zugelegt und ja genauso muss es sein. Knallharte Action, Temporeich erzählt und das alles ohne Haarsträubenden Schnickschnack.
Bei Zombiegeschichten wirkt das Übernatürliche einfach nur albern und lächerlich.
Tony Mochinski hat es jedenfalls geschafft ein Buch für Erwachsene zu schreiben, was weder Klischeehaft noch Kitschig rüberkommt.
Sehr zu Empfehlen.
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am 19. Dezember 2011
Ein Buch, dass es schafft, geschickt mit den Erzählungssprüngen zu arbeiten. Man bekommt nie "zu viel" von einem Erzählstrang. Natürlich ist bei den über 50 "Kurzgeschichten" auch mal die ein oder andere dabei die einen ein wenig langweilt. Es geht gelungen kreuz und quer! Der größte Teil der Erzählungen ist sehr spannend geschrieben. Der Author ist selbst ein Fan von Max Brooks und hält sich auch ziemlich an dessen Dogma bzgl. Zombies (also wie sie WIRKLICH sind ;). Einem Vorrezesenten bzgl. "Schlachthaus" kann ich mich nicht anschliessen. Es wird zwar Gewalt dargestellt. Mehr als z. B. in "Der Übergang", trotzdem noch in Grenzen. Also es geht nur sehr selten ins fast unerträglich widerliche. Aber was soll man machen? Es sind nunmal Zombies. Die fressen halt Menschen und saugen nicht nur ein bisschen dran rum, wie diese heiteitei (oldschool) Vampire... ;) Es ist ein klasse Endzeit-Roman. Die Persönlichkeiten werden für meinen Geschmack ausreichen, nicht übertrieben und sehr realistisch erklärt. So kann auch mal ein (anscheinend übler) Verbrecher zum Helden werden. Das Buch lohnt sich, wenn man Zombies mag und gerne in eine solche Welt abtaucht um wieder froh um das zu sein, was man hat.
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am 17. Februar 2012
Also ich habe bisher alles gelesen was es über Zombies zu lesen gibt und bisher war World War Z mein Favorit aber Eden schlägt den genannten Titel noch um Längen. Ein Zombieroman der Extraklasse, Blut, Action, stillere Passagen, ein flüssiger, super Schreibstil, genau SO und nicht anders sollte ein Zombieroman sein. Dies ist eine echte Hommage an die Romerofilme!!! Ich wünschte mir mehr solcher Bücher.

Der einzige Kritikpunkt ist der, dass leider in jedem neuen Kapitel in den Zeiten gesprungen wird, so dass man sich erstmal zurechtfinden muss, in welcher chronologischen Ebene man sich gerade befindet, einerseits ist es vielleicht nicht schlecht für den Spannungsaufbau aber mich nervte es etwas, wenn es gerade in einer Zeitebene spannend wurde und man dann im nächsten Kapitel wieder wechselte. Ich habe daher die Kapitel chronologisch sortiert und das Buch ein zweites Mal gelesen, dadurch gefiel es mir nochmal um einiges besser, so dass ich 7 Sterne vergeben würde wenn ich könnte.

Ein Zombieroman der Extraklasse,ein Meilenstein der Zombieliteratur, das literarische Gegenstück zu Dawn of the Dead.
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am 9. Februar 2011
Monchinskis Roman hat keinen hohen literarischen Anspruch. Er möchte durch anschaulich beschriebene Actionszenen echte Zombie-Splatteratmosphäre erzeugen, wie man sie von einem vergleichbaren FSK-18-Film erwarten würde. Und das gelingt ihm. Generell hat man den Eindruck, der Roman sei auf eine mögliche Verfilmbarkeit hin geschrieben. Zumindest hatte der Autor wohl die Klassiker der modernen, actionlastigen Zombiefilme stets vor Augen (und bedient sich reichlich an zahlreichen Motiven aus diesen, was er im Vor- und Nachwort sogar zugibt). Die Geschichte ist einfach, aber spannend, die Dialoge und die Figuren sind flach und klischeehaft, aber passen in die Geschichte.

Das vom Autor verwendete Stilmittel, die Geschichte in nicht-chronologischer Reihenfolge zu erzählen, zündet meines Erachtens nicht. Man könnte es wunderbar verwenden, um nachträglich aufzuzeigen, wie es zu bestimmten Situationen oder Verhaltensweisen kam, die der Leser schon kennt. Ziel muss dabei natürlich sein, einen Aha-Effekt zu erzeugen, den Leser zu überraschen, seine Erwartungen zu konterkarieren, zu verblüffen (prominentes Film-Beispiel: Memento). Stattdessen macht "Eden" den Eindruck, als hätte Monchinski es in chronologischer Reihenfolge geschrieben und danach die Kapitel nach dem Zufallsprinzip durcheinandergewürfelt (die "Enthüllung" ganz am Ende lässt einen kalt, weil sie erstens billig und absehbar ist, und man sich zweitens gar nicht genug in die stereotypen Charaktere einfühlen konnte, um schockiert zu sein). Einige der Kapitel passen meines Erachtens gar nicht in die Geschichte, sondern erscheinen mir als "beliebiges" Füllmaterial. Auffallenderweise sind das einige der besten Abschnitte - zumindest am Maßstab von knallhartem Zombiesplatter. Ich habe das Gefühl, Monchinski hatte ein paar (zugegeben: echt coole) Actionszenen im Kopf, die er selbst gerne mal in einem Zombiefilm sehen würde, hat sie niedergeschrieben und war zu selbstverliebt, sie am Ende wieder zu streichen, obwohl sie nicht ins Gesamtkonzept passen (Beispiele: Julies Flucht nach Eden & die Fahrstuhlszene).

Diese großformatige "Paperback"-Ausgabe hebt sich qualitativ durch nichts von einem "normalen" Taschenbuch ab. Um den Eindruck eines dicken Wälzers zu machen, war man in diesem speziellen Fall mit der Schriftgröße, dem Zeilenabstand und den Seitenrändern ähnlich kreativ, wie ein Oberstufenschüler, der bei seiner Hausarbeit Platz schinden will. Der Roman hätte ohne weiteres auf 350 Seiten im normalen (und günstigeren) TB-Format gepasst.

Inhaltlich jedenfalls sehr ordentliche Lektüre für Genrefans. Die Geschichte ist echt dünn und nicht ausgereift, dafür plastisch und actionreich. 3,5 Sterne. Wegen der Platzschinderei in dieser Großausgabe abgerundet auf 3 Sterne. In einer günstigeren "Normal-TB-Ausgabe" wäre mir "Eden" - mit Augen zudrücken - 4 Sterne wert gewesen.
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am 14. September 2010
Nachdem ich die Rezensionnen hier auf Amazon gelesen hatte, habe ich mir das Buch voller Vorfreude bestellt.
Meine Erwartungen wurden um ein vielfaches übertroffen und in Zukunft liegt die Messlatte sehr hoch, was Zombie-Literatur anbelangt.

Ich will nicht lange um den heissen Brei herum reden:
Für mich ist Eden eines der besten und spannendsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Die Geschichte ist absolut prädestiniert, irgendwann einmal (ordentlich) verfilmt zu werden!

Ich kann es kaum erwarten, die beiden Nachfolger "Crusade" und "Resurrection" zu lesen !
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am 20. Juli 2013
Tony Mochinski liefert mit Eden einen Zombieroman ab, der sich bewusst den klassischen Situationen und Themen des Zombiegenres annimmt. Überlebende, die sich in einer "Festung" flüchten, Ausflüge, um Vorräte zu beschaffen, Unstimmigkeiten zwischen den Überlebenden, alles dabei. Auch klassische Sequenzen während oder kurz nach dem Ausbruch der "Zombieseuche" kommen nicht zu kurz. Und auch emotional wird das Repertoire des Genres mit Verlust, Trauer, Freundschaft und neuer Liebe gut eingesetzt.

Die Handlung, über die ich hier nichts verraten möchte, wird spannend erzählt. Rasante Actionszenen wechseln sich mit ruhigen, nachdenklichen Momenten ab. Für Kenner des Genres und Filmfans sind einige nette Anspielungen versteckt.
Etwas ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig ist hingegen das ständige Springen zwischen Figuren und Zeitebenen. Dies irritiert anfangs etwas und stört den Lesefluss ein wenig, gibt sich aber nach einiger Zeit.

Für volle fünf Sterne reicht es für mich deswegen nicht, weil ich die Auflösung des Buches und damit das Ende doch etwas gehetzt und unspektakulär fand, weil es die Erwartungen, die die vorangegangene Handlung geweckt hatte, nicht erfüllen konnte.

Dennoch ein insgesamt sehr guter Zombieroman, der das Lesen wert ist.
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