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Kundenrezensionen

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am 4. Juli 2008
Ein wundervolles Buch - das kann man erahnen, wenn man durch die nicht nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig, sondern zahllosen Rechtschreibfehler hindurchfindet, die den Lesefluss beständig hemmen. Von den putzigen Übersetzungspfehlern einmal abgesehen, die den Sinn einiger Passagen völlig ad absurdum führen. Behende bewegen sich Übersetzer, Lektor und Schriftsetzer durch die tückische Welt der Fremdwörter, sodass man selbst als ehemaliger Student ein Lexikon zücken muss - und wenigstens fündig wird. Leider scheitern beide Parteien an ach so einfachen Dingen ... z.B. dass sich jemand verdächtig fühlt, statt etwas suspekt zu finden. Oftmals ließ mich der qualvolle Lesevorgang an Babelfish erinnern und rief große Erheiterung aber auch Verbitterung hervor, weil ich diesen inhaltlich sehr interessanten Roman nicht gerne in Verbindung bringen wollte mit kuriosen Bedienungsanleitungen, die mich z.B. mahnen "Wenn dieser Schlüssel deprimiert ist, ist der Rechner abgedreht". Jene Unheil verheißenden Worte wurden übrigens per Bedienungsanleitung den Benutzern eines simplen Taschenrechner gewidmet . Vermutlich war der Übersetzer bzw. die Übersetzerin ähnlich "überfordert" wie bei Fremder in einer fremden Welt. Zwei Punkte, weil man auch im Würgegriff surrealistischer Sprachkünstler ahnen kann, welch Potential dieser Roman besitzt.
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TOP 500 REZENSENTam 6. Juni 2010
Es gibt in jedem Genre so ein paar Werke, welche man zum Kanon rechnen darf - eben Bücher, die stilprägend waren und echte Meilensteine dieser Gattung darstellen.

"FREMDER IN EINER FREMDEN WELT" ist meiner Ansicht nach so ein Buch, und ein SF-Fan sollte diesem Buch meiner Ansicht nach zumindest eine Chance geben. Hierbei schreibe ich ganz bewust "eine Chance geben"... da FREMDER IN EINER FREMDEN WELT sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Das Buch ist unbequem, manchmal anstrengend und in jeder Hinsicht so eigenwillig wie seine Hauptfigur John Valentine Smith.

Ähnlich wie bei seinem (ebenfalls kontrovers diskutierten) Klassiker "Starship Troopers" versteht Heinlein es auch in diesem Buch, die Handlung mit sehr vielen Exkursen in verschiedenste Gebiete zu verbinden. Waren dies bei "Starship Troopers" natürlich primär militärische und politische Themen grifft FREMDER IN EINER FREMDEN WELT eher antropologische und soziologische Diskurse auf. Durch die Augen des Protagonisten, eines auf dem Mars groß gewordenen Menschen, der zum ersten Mal auf der Erde ist, sieht der Leser die wahrlich fremde Welt der Erde - und stellt mit dem Protagonisten viele Ideen, Konventionen und Denkmuster in Frage.

Dies bedeutet auch: wer unter SF notwendigerweise actionreiche Space Opera versteht wird mit diesem Buch sicherlich nicht glücklich - es ist eher in der Tradition von Werken wie "1984", "Fahrenheit 451", "Die Mars Chroniken" oder meinetwegen auch "A Clockwork Orange" zu sehen, eben eine utopische Betrachtung der Gesellschaft.

Wenn man sich aber auf dieses Buch einlässt steht einem ein echtes Leseerlebnis bevor - und in dies in dieser hier vorliegenden Neuauflage sozusagen "uncut". Außerdem versteht es Heinlein sehr ansprechend, das Denken einer außerirdischen Intelligenz darzustellen - der "Marsianer" Smith denkt absolut nicht wie ein Mensch, und ist viel außerirdischer, viel fremdartiger als das SF-Standart-Alien.

Wie gesagt: dieses Buch ist ohne wenn und aber Geschmackssache und wird vermutlich nicht jeden zufrieden stellen - aber letztlich ist es ja auch der Sinn von SF, Neues zu schildern und sich abseits von augetretenen Pfaden zu bewegen. Dies gelingt Heinlein mit FREMDER IN EINER FREMDEN WELT jedenfalls ganz ausgezeichnet.

Insgesamt also: diese Neuauflage kann jedem SF-Begeisterte ans Herz gelegt werden - eine Chance sollte man diesem Buch alle Male geben, und vielleicht gehört man zu denen, die FREMDER IN EINER FREMDEN WELT auch fast 50 (!) Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in seinen Bann zieht.
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am 29. Januar 2010
"Fremder in einer fremden Welt" habe ich erstmals vor ca. 15 Jahren gelesen, doch nicht wirklich verstanden. Der Roman ist nämlich alles andere als banal, äußerst komplex und befasst sich mit schwierigen Themen und Fragestellungen. Doch das besondere an dieser Ausgabe ist, dass sie um etwa ein Drittel länger ist, als die ursprüngliche Version von 1961. Es ist somit die Geschichte, die Heinlein - vor dem Eingriff des Lektors - ursprünglich erzählen wollte. Ob diese Ausgabe nun besser ist als die alte kann ich nicht beantworten. Ich kann aber behaupten, dass die Ausgabe hervorragend ist.

Zur Handlung: Der Protagonist der Geschichte ist der "Marsianer" Valentin Michael Smith, der sich in eine ihm völlig fremde Welt - die Erde der Zukunft - einfügen muss. Dabei kommt es natürlich zu erheblichen Anpassungsproblemen, die der Autor zum Anlass für geistreiche Gespräche und Bemerkungen über Theologie, Philosophie, Anthropologie und viele andere Themen nutzt. Neben der beschriebenen Assimilation Smiths entwickelt sich auch eine zuweilen rasante Jagd auf den Marsianer, die einige ungewöhnliche Fähigkeiten Smiths offenbart.

"Fremder in einer fremden Welt" ist aber alles andere als ein Actionspektakel. Hier kommt eher der Leser auf seine Kosten, dessen Interesse anspruchsvoller Science Fiction im besten Sinne gilt.

Ich kann nicht anders als - trotz offenkundiger Längen in der Erzählung - volle 5 Sterne zu vergeben.
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am 29. Juli 2014
Robert A. Heinlein wurde durch seinen Roman >>Starship Troopers<< als Kriegsverherrlicher kritisiert, jedoch sein auf andere Weise provokativer Roman >>Fremder in einer fremden Welt<<, der im Jahr 1961 erschien, machte ihn zur unfreiwilligen Ikone der Hippiebewegung. In diesem Roman stellt er unter anderem Monotheismus und Monogamie in Frage, außerdem stellte er den für ihn wichtigsten Punkt dar:
Dass man eine eigenständige Person sein soll, so wie er sich selbst als eine ansah.

Und das ist die Rahmenhandlung des Romans:
Die erste Mars-Expedition endet mit einem katastrophalen Absturz auf dem roten Planeten.
Nur ein kleines Kind, namens Valentine Michael Smith, überlebt das Unglück und wird von den Marsianern aufgenommen.
Um die 20 Jahre später reist eine neue Crew zum Planeten Mars und stößt auf den zum jungen Mann herangewachsenen Valentin Michael Smith.
Sie nehmen ihn mit auf die Erde und Valentine Michael Smith muss feststellen, dass er ein Fremder in einer fremden Welt ist.
Er verblüfft die Menschen mit seinen bei den Aliens erlernten Künsten und das Groken (was soviel bedeutet wie sich vereint fühlen).
Valentine Michael Smith entschließt sich zu versuchen die Erde und die Menschheit zum Besseren zu verändern.
Für viele Menschen wird er dadurch zu einem neuen Messias, doch andere halten ihn für eine Bedrohung, die man unbedingt unschädlich machen muss.

Dieser Roman überzeugt durch besondere Tiefe und stellt schön dar wie ein Mensch, der von Marsianern großgezogen wurde, die Menschen sieht und wie er auf die Menschen wiederum wirkt. Man kann sich einfach gut hineinversetzen und verstehen, wie es ist im wahrlich ein Fremder in einer fremden Welt zu sein.
Die Art, wie Valentine Michael Smith alle betrachtet und lernt ist faszinierend.
Man sollte keinesfalls einen Science-Fiction-Actionthriller erwarten, sondern ein Werk, der die Menschen dazu bringt nachzudenken und alles in einem anderen Licht zu betrachten.
Es ist erstaunlich, dass dieses Werk eine andere Art von Kontroverse ausgelöst hatte.
Jeder, der Meisterwerke der Science-Fiction liest, sollte mal dieses Werk von Robert A. Heinlein gelesen haben um später über die Inhalte zu diskutieren.

Im US-amerikanischen Sprachbereich hatte sich das groken (to grok, was im Roman soviel heißt wie verstehen, lieben und vereint mit was sein) voll durchgesetzt. Im deutschsprachigen Bereich allerdings nicht.
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am 27. Dezember 2015
Naja, die erste Hälfte ist lesbar, danach wird es zäh. Auch merkt man auf jeder Seite, zu welcher Zeit das Buch entstanden ist. Das Bild vom gealterten, reichen Lebemann der sich von mehreren jungen Frauen umgeben lässt, spiegelt vielleicht den Zeitgeist der 50er und 60er Jahre wieder – wenn man das heute liest, zeichnet es ein eigentümliches Bild, das nicht so recht zum Geist eines Scienc-Fiction-Romans passen will. Muss man nicht gelesen haben. Ich habe es auch nur bis zu 2/3 geschafft.
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am 3. April 2014
Robert A. Heinlein wird zusammen mit Isaac Asimov und Arthur C. Clarke zu den "Großen Drei" der Science Fiction gezählt und "Stranger In A Strange Land" gilt gemeinhin als sein Meisterwerk sowie als Meilenstein der SF. Grund genug für mich, dieses Werk zu lesen, doch mir ist auf den über 600 Seiten des Buches nicht klar geworden, was diesen Status rechtfertigt. Ich kann mich einigen Kritikern nur anschließen: Auch ich hätte lieber die gekürzte Version gelesen, denn über weite Strecken habe ich mich wirklich durchquälen müssen.

Die Story kommt nicht richtig in Gang, es fehlt an Spannung, es wimmelt von chauvinistischen Menschenbildern, die Figuren sind zum Teil nervtötend platt. Jubal Harshaw, der im Roman fast mehr Raum einnimmt als die Hauptfigur Michael (zumindest was den Wortanteil angeht), ist eines der größten Ärgernisse des Buches: Es ist ziemlich deutlich, dass aus diesem Lustgreis Heinlein selbst spricht, und er die Figur hauptsächlich dazu benutzt, einen nicht enden wollenden Schwall an kruden Philosophien zu verbreiten, die an nicht mal konsequent zu Ende gedacht werden und zur Story selbst oft nicht das Geringste beitragen.

Mag sein, dass die ausgebreiteten Theorien von freier Liebe und neuen Bewusstseinszuständen damals revolutionär waren (vor allem in den USA, wo man mit solchen Konzepten viel mehr schockieren konnte) aber aus heutiger Sicht ist das Buch dermaßen durchsetzt vom Zeitgeist der 50er, dass man eher das Gefühl hat, einen historischen Roman anstatt SF zu lesen - das Buch atmet aus heutiger Perspektive keinerlei visionäre Kraft und ist einfach extrem schlecht gealtert.

Ich habe Heinleins andere Werke nicht gelesen, aber zumindest was "Stranger In A Strange Land" angeht, kann ich nicht nachvollziehen, wie man ihn mit Asimov und Clarke auf eine Stufe stellen kann: Heinlein hat weder die übersprudelnde Phantasie und das handwerkliche Geschick von Asimov noch Clarkes philosophischen Weitblick. Die Werke dieser beiden Autoren lassen sich auch heute noch mit Genuß und intelektuellem Gewinn lesen - "Stranger In A Strange Land" höchstens aus historischen Gründen.
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am 26. Juni 1999
Dieses Buch ist schon in den Sechzigern die Hippie-Bibel genannt worden. Aber hier haben wir eine Vervollständigung der alten Auflage, die durch extreme Zensur auf 2/3 der jetzt posthum erschienen Ausgabe geschrumpft wurde. Es kommt alles vor: Sex and Crime, Esoterik, Philosophie, Humor, Tragik. Es ist so geschrieben, daß es auch Leute, die nicht gerade SF-Fans sind, es mögen werden. Es geht um ein Menschenkind, daß von Marsianern erzogen wurde und dann als erwachsener Mann auf die Erde zurückkehrt. Es ist wie ein Baby und zugleich hat es die Weisheit eines uralten Menschen, der die wahre Wesenheit der Dinger erkannt hat. Dieser Mensch heißt Michael Valentine Smith.Schon die Wahl des Namens ist eine Offenbarung: der "Fremde" ist zugleich der Erzengel Michael, Valentine, der Botschafter der Liebe und Smith, der ganz gewöhnlich Mensch. Er lernt die Menschen und das Leben auf der Erde kennen, durchschaut es besser als jeder von uns, weil er es von der objektiven Warte eines Externen sehen kann. Und dann lehrt er die Menschen das wahre Leben, und was sie aus sich wirklich machen können, wenn sie ihre Resourcen nur richtig nutzen. Ich bin nicht sicher, ob Heinlein hier sein Herzblut niedergeschrieben hat, also ob es ihm ein echtes Anliegen war, den Menschen einen Weg zum wahren Leben gezeigt hat; oder ob er sich nur köstlich amüsiert hat, daß die Leute das von ihm glauben werden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 28. Mai 2016
"Sieg in der Niederlage,
und einen größeren gibt es nicht."
Er ist nur ein Ei. Und er wird die Welt auch nicht in ihren Grundfesten erschüttern. Er kam weder als Erlöser noch als Aggressor. Michael wollte nicht einmal zur Erde kommen. Er fand es in seinem Nest auf dem Mars ganz schön, zwischen seinen Nestbrüdern, den Marsianern. Doch ist er ein Menschensohn und als solcher zurückgeblieben. Nicht mental sondern real. Einstmals brach die ‚Envoy‘ auf, landete mit ihren selektierten Paaren und sie starben aus. Die Menschen besuchten den Mars und vergaßen ihn wieder. Dann machte sich die ‚Champion‘ auf und fand das Überbleibsel: den Bastard Smith.

Und nicht nur ich habe ein großes Herz für Bastarde. Sondern auch die Krankenschwester, der Reporter und Jubal. Die hinter den wachsamen Augen der Regierung den, gelegentlich in katatonische Zustände verfallenden, außerirdisch Geborenen aus der Anstalt schleusen, denn er hat Menschenrechte. Und dazu gehören ein unanständiges Erbe seiner Eltern nebst Anteilen an Firmen und, ach ja, ehe ich es vergesse, der Mars selbst. Doch um diese Rechte jemandem beizubringen, der die Sprache nicht einmal spricht, braucht es einen tüchtigen Rechtsverdreher.

"Das Gute liegt im Lachen."
"Ich groke, daß das Tapferkeit ist… und ein Teilen… daß man damit angeht gegen Schmerz und Kummer und Niederlage."
Ich möchte mich kurz fassen. Denn würde der Altmeister, einer der ‚großen Drei‘ Science Fiction Autoren noch leben, würde ich ihm sicher einige Takte zu seinem Geschreibsel zu sagen haben. Aber ich groke, er wird es auch so als schwaches Echo wahrnehmen. Groken, was bitte soll das sein? Kann ich euch nicht sagen, ich kann nämlich kein Marsianisch. Und wenn ich es könnte, wäre ich sicher nicht hier und würde diese Rezension schreiben. Viel mehr würde ich mich wahrscheinlich damit beschäftigen mit meinen Nestbrüdern zusammenzuwachsen und das Wasser zu teilen - nackt.

"Wir Menschen müssen noch wesentliche Fortschritte machen,
bis wir verstehen, ein Geschenk anzunehmen und wertzuschätzen."

Wahrscheinlich ist über diesen Roman ohnehin schon alles gesagt worden, was es zu sagen gibt, nebst Studien und Aufsätzen an Universitäten, wenn ich das richtig recherchiert habe. Es gibt einige - zugegeben viele - Augenblicke in denen ich herzhaft lachen musste und aus vollem Herzen, mir meiner eigenen Unzulänglichkeiten bewusst, zustimmen konnte. Wie es sich jedoch gehört nicht in allen Punkten.

Besonders der frühe Michael, der noch naive und absolut devote junge Mann, lassen die Sympathien höher schlagen in jedem Herzen, welches zu Mitgefühl fähig ist. Doch wird auch der Fremde irgendwann erwachsen und dann sind einzig nur noch die Passagen des Jubal höchst unterhaltsam, denn der gewiefte, weitsichtige und vorausschauende Autor - DIENST! - setzt sich gekonnt in Szene. Die zweite Hälfte wird vorrangig bestimmt vom Emanzipationsprozeß, vom Lernen und davon, dass allerhand Leute Michael verfallen. Abschließend streckt sich die Handlung sich noch nach Sektenbildung und Glaubensfragen und gipfelt regelrecht in mehreren philosophischen Ergüssen.

Fazit:
Generell: Ja. Die Menschheit ist ein Übel, aber vielleicht irgendwann so weit über sich hinaus zu wachsen. Mit Wortschatz oder Mathematik oder Glaube - vielleicht auch mit der Kunst? - ist doch völlig egal. Ich groke das eh nicht in ganzer Fülle. Was ich aber durchaus groke ist die Meisterhand hinter dieser Geschichte. Man darf nicht vergessen, das Werk hat einige Jahre auf dem Buckel, ein paar Maßstäbe haben sich inzwischen verändert. Und damit meine ich nicht nur die Tatsache, dass erschreckend viele Fehler enthalten sind. Nicht die Rechtschreibung, das war damals eh eine andere. Mehr die Tippfehler und vergessene Buchstaben. Das Übliche eben - prangere ich konsequent an bei Büchern heutzutage. Darüber sehe ich in diesem Fall auch nicht hinweg und ziehe eine Katze ab.

Glücklicherweise, denn so erspart es mir die Frage wie ich aus unserer 5er Kasten-Wertung eine 5 1/2 oder 6er machen sollte.
Dieses Buch hat natürlich so rein gar nichts mit: "Der Marsianer" zu tun. Oder doch, grokt Mark Watney? Dieses Buch bietet unglaublich viel und wer einmal drin ist, sieht kurzweilig mit anderen Augen und denkt sich: "Es könnte so einfach sein, isses aber nicht." (Fanta4 & Grönemeyer)

Danke an meine Freundin, die mir dieses Werk ans Herz legte.
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am 30. August 2015
Ein User schrieb bei Reddit zu dem Buch:

"I wish I'd read this at 12, and not 29 as it turned out. I think I would've turned out a far better person." (shrevid)

Ich persönlich würde nicht so weit gehen. Nichtsdestotrotz sind die ersten 2/3 von "Fremder in einer fremden Welt" für Sci-Fi-Fans sehr lesenswert; die - philosophisch angehauchte - Story wird mit einer guten Grundspannung vorangetrieben, auch der Humor kommt nicht zu kurz. Anders sieht es leider hingegen im letzten Drittel aus (als Mike Jubals Haus verlässt): die Rahmenhandlung wird esoterisch, surreal und vor allem so zäh, so dass man sich eigentlich nach jeder Seite fragt, worauf Heinlein eigentlich überhaupt hinaus will.

Alles in allem, ein lesenswerter Klassiker für Sci-Fi-Fans, die auch bereit sind, sich durch das letzte Drittel zu beißen.
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am 31. Dezember 1999
Der Plot dieser Christus-Parabel wird auf über 500 Seiten holprig erzählt und ausgewalzt - selbst für eine Satire, die man in der Story vermuten möchte, fehlt es an Biss. Die Charaktere sind blass und predigen oder diskutieren endlos halbgare Philosophien, wie man sie von Hippies aus den 60ern gewohnt ist. Literarisch gesehen ist dieses Buch Schrott, und die durchaus interessanten Ideen werden wenig durchdacht ausgeführt. Dazu auch noch sexistisch und homophob - die weiblichen Charaktere entspringen den feuchten Träumen eines selbstgerechten Chauvinisten, wie Heinlein einer war. An neun von zehn Vergewaltigungen seien Frauen mitschuldig, behauptet Heinleins unverhohlenes Sprachrohr, der patriarchalische Jubal Hershaw - und gleichgeschlechtliche Liebe ist in den Augen des Mars-Messias Mike "nicht richtig". Und so weiter...
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