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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
51
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 3. Oktober 2016
Jedes Buch der Serie der Klingen, spannend bis zum schluss und schade dass es nicht mehr Seiten hat. Einfach fesselnd
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am 3. April 2013
Joe hat hier aus verschiedenen Blickwinkeln ne tolle Story gestrickt. Der Ablauf der Schlacht und die verschiedenen Gefühle der Charactere sind super interessant und wie immer ist die Geschichte absolut unterhaltsam und wird nie langweilig.
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So, nun gibt es 'mal wieder reichlich Buch fürs Geld: Der neue Roman "Heldenklingen" ("The Heroes" 2011) von Joe Abercrombie bringt es auf fast 900 prall gefüllte Seiten. Diesmal begleitet von einem umfangreichen Personneregister und einigen Karten.

Inhaltlich geht es eigentlich "nur" um eine Schlacht, die die Unionstruppen gegen die Nordmänner unter dem Schwarzen Drow schlagen. Auf insgesamt 5 Tage reduzieren sich die geschilderten Ereignisse. Die Story ist 8 Jahre nach der First-Law-Trilogie (Kriegsklingen etc) und etwa 4 Jahre nach Racheklingen angesiedelt. Der Leser stößt auf reichlich alte Bekannte aus früheren Romanen Abercrombies, wie Marschall Kroy, Espe, Bremer dan Gorst, Bayaz usw. Neueinsteiger sollten sich dennoch nicht abschrecken lassen: Der Roman liest sich auch ohne Kenntnis seiner Vorgänger problemlos und eignet sich auch als Einstieg in Abercrombies Werk.

Abercrombie zelebriert in dem prallen Schlachtenepos seinen ureigenen Stil bis zum Exzess: Brutalität, schwarzer Humor, Sarkasmus, Zynismus, Blut und Dreck werden zu einem Bild geformt. Es geht überaus brutal zur Sache und das Buch ist sicher nichts für zarte Gemüter oder High-Fantasy-Fans. Hier gibt es keinen strahlenden Ritter (und wenn, dann lebt er nicht lange); es gibt kein Gut und Böse oder Schwarz und Weiß, es gibt nur Grau und Schlamm und Blut.
Dabei kommt die Fantastik doch recht kurz und es handelt sich mehr um ein Tagebuch einer Schlacht sogar inklusive taktischer Karten. Eher Dagger&Sword denn Sword&Sorcery. Vergleichbar vielleicht mit einer der Schlachtenbeschreibungen eines Bernard Cornwell. Die Geschichte treibt Abercrombies Weltenschöpfung aber nicht unbedingt weiter.

Die Charaktere sind für meinen Geschmack nicht so stark wie gewohnt. Einzig die Figur des Bremer dan Gorst ragt schriftstellerisch heraus. Der zerissene, gedemütigte und hoffnungslose Charakter wird durch die Selbstgespräche und Selbstreflexionen Gorsts sehr gut herausgearbeitet. Dennoch wird das Niveau beispielsweise eines Sand dan Glokta nicht erreicht.
Vielleicht ist das aber auch Absicht, denn der Roman lebt besonders von seinen viellen kleinen Nebenfiguren und -geschichten, die gepaart mit dem Schreibstil des Autoren die Handlung vorantreiben und ihn, wenn auch auf ganz andere Art als seine Vorgänger, zu einem veritablen Pageturner machen. Besonders hervorzuheben sind die plötzlichen Perspektivwechsel innerhalb der kleinen Nebengeschichten, die für sehr viel Plastizität sorgen.

"Heldenklingen" ist nicht nur wegen der erneut dümmlichen deutschen Titelwahl sicher Geschmacksache. Auch unter eingefleischten Abercrombie-Fans wird es negative Stimmen geben. Das Buch ist von seiner Machart einfach anders. Selbst wenn es möglicherweise nicht Abercrombies allerhellster Stern am Fantasyhimmel ist, es überstrahlt den Durchschnitt allemal mit wohltuendem Licht.

Fazit: Pure Fantasy-Action. Düster, hart, zynisch und nichts für schwache Nerven. Nicht so gut wie die First-Law-Trilogie, dennoch absolut empfehlenswert. Kaufempfehlung.
33 Kommentare| 74 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juli 2015
Dass ich eine Lesung von Joe Abercrombie besucht habe, hat meine Begeisterung für diesen Autor neu entfacht. Nach fast einem Jahr Pause wurde es für mich mal wieder Zeit, in seine düstere, ehrliche High Fantasy abzutauchen. Aus seinem First Law – Universum fehlten mir noch zwei Romane: „Heldenklingen“ und „Blutklingen“, die beide in sich geschlossene Einzelbände sind, allerdings in lockerer Verbindung mit seiner hoch gelobten First Law – Trilogie stehen. Ich hatte das Glück, beide Bücher günstig erstehen zu können. Als diese hier eintrafen, wollte ich nicht mehr länger warten, beendete meine angefangene Lektüre und widmete mich danach sofort und voller Vorfreude „Heldenklingen“.

Seit der Schwarze Dow den Blutigen Neuner tötete und sich selbst zum Bewahrer des Nordens berief, herrscht Krieg zwischen der Union und den Nordlanden. Der König der Union will den Mord an seinem alten Weggefährten nicht einfach hinnehmen. Doch ein Krieg ist teuer und verschlingt Ressourcen, die an anderer Stelle dringender gebraucht werden. Besonders jetzt, da Monza Murcatto, die Schlange von Talins, in Styrien auf dem Thron sitzt, kann es sich die Union nicht leisten, an mehreren Fronten zu kämpfen. Der Geschlossene Rat strebt daher eine schnelle Beendigung des Konflikts im Norden an. Auf einem unbedeutenden Stück Land nahe eines alten Steinkreises, den man Die Helden nennt, soll eine finale Schlacht die Entscheidung über das Schicksal des Nordens erzwingen. Drei Tage des Kämpfens tränken das Schlachtfeld in Blut und am Ende gibt es nur einen Sieger: den Tod.

„Heldenklingen“ ist für Fans großer High Fantasy – Schlachten die Erfüllung eines Traums. Es geht um nichts anderes als blutigen, brutalen Kampf – ehrlich, spannend und brillant konstruiert. Es mag eindimensional klingen, doch wer Joe Abercrombie kennt, weiß, dass er selbst den scheinbar banalsten Ansatz in eine vielschichtige, hintergründige Handlung verwandeln kann. Die dreitägige Schlacht, die er auf fast 900 Seiten beschreibt, ist nur Ausdruck und Gipfel einer vertrackten, politischen Situation. Die Nordlande und die Union haben sich in eine Lage gebracht, aus der es kein Zurück mehr gibt und die sie zwingt, eine Stärke und Entschlossenheit zu demonstrieren, die keine der beiden Seiten noch empfindet. Ihr Krieg ist sinn- und aussichtslos, denn es geht um nichts. Es geht nicht um Ressourcen, es geht nicht um Religion oder Land. Zwar kann ich verstehen, dass Jezal dan Luthar, König der Union, nicht gerade erfreut darüber ist, dass der Schwarze Dow Logen Neunfinger ermordete, doch es ist kindisch und kleinlich, deswegen einen Krieg zu führen, der Logen nicht zurückbringen wird. Der Schwarze Dow und Jezal nehmen billigend in Kauf, dass tausende Soldaten für ihre Feindschaft mit dem Leben bezahlen. So erschütternd das ist, es ist auch realistisch, ebenso wie Abercrombies ungeschönte Darstellung des Krieges insgesamt. Krieg ist nicht heroisch oder romantisch. Er ist zerstörerisch und nährt das Elend. Für Heldentaten ist dort kein Platz; heldenhaftes Handeln ist oft nur ein Kind des Zufalls. Mir gefällt der englische Originaltitel des Romans („The Heroes“) daher wesentlich besser als die deutsche Version, denn dieser ist ein typisches Abercrombie-Wortspiel: er bezieht sich auf das Setting, nicht auf die Figuren, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte. Keine der Figuren, aus deren Perspektive Joe Abercrombie die Schlacht erzählt, ist ein Held. Der Unionssoldat Bremer dan Gorst beispielsweise wirkt nach außen vielleicht heldenmütig, doch innerlich verrottet er; er wird von Bitterkeit, Wut, Enttäuschung und Demütigung regelrecht zerfressen. Kropf, ein vergleichsweise ehrenwerter, anständiger Nordmann, ist ein Relikt einer anderen Zeit und hat seinen Zenit vermutlich längst überschritten. Er würde gern aus dem blutigen Geschäft aussteigen, hat jedoch keine Alternativen. Er hat außerhalb des Krieges kein Leben, keine Familie und keine Freunde. Der Kampf bestimmt sein Leben. Damit ist er das genaue Gegenteil des ehemaligen Prinzen Calder, der meiner Ansicht nach eine neue Generation Nordmänner repräsentiert. Er ist kein guter Kämpfer; feige, manipulativ und intrigant, allerdings auch erstaunlich intelligent. Er ist ein Denker, ein raffinierter Diplomat, dessen eigene Ziele für ihn stets an erster Stelle stehen. Jemand wie er kann kein Held sein und manchmal fragte ich mich, ob er sich als Edelmann in der Union nicht wesentlich wohler fühlen würde.
Diese drei sind zwar nicht die einzigen POV-Charaktere, doch sie nehmen eindeutig den meisten Raum in der Geschichte ein und sind auch diejenigen, zu denen ich die intensivste und stabilste Verbindung hatte. Es verblüfft mich immer wieder, wie lebendig Joe Abercrombies Charaktere sind.

Meines Erachtens nach ist „Heldenklingen“ eine epochale Geschichte über das schmutzige, unbarmherzige Antlitz des Krieges, geschildert aus den verschiedensten Perspektiven. Trotz des ernsten Themas wirkt sie niemals schwer oder verbissen, weil Joe Abercrombie es unnachahmlich versteht, seinen derben, unanständigen, makabren Galgenhumor einfließen zu lassen, der hervorragend in diese Welt des Kämpfens passt. Wenn man nicht heulen kann, muss man eben lachen. Abercrombie wedelt nicht mit dem moralischen Zeigefinger vor den Nasen seiner LeserInnen herum; er lässt sie selbst begreifen, was Krieg den Menschen antut, indem er ihnen die Wahrheit zeigt. Krieg bedeutet Tod. Krieg bedeutet Leiden. Krieg bedeutet Blut. Dazu passt sogar das für mich recht unbefriedigende Ende, das nicht wie ein Abschluss wirkte, sondern eher, als würde man die Handlung nur verlassen. Das Buch hört einfach auf – vielleicht fühlt sich so ein Friedensschluss für Soldaten an. Es gibt kein fulminantes Finale, weil es niemals wirklich vorbei ist. Poo-tee-weet?
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am 9. August 2011
Wer den Autor gelesen hat und ihn gut fand, der kann auch das neuste Buch "Heldenklingen" bedenkenlos kaufen. Zum Verständnis der Handlung muss man nicht unbedingt die vorherigen Bücher gelesen haben. Für Neueinsteiger ist das sicher zum Vorteil. Da wo Abercrombie drauf steht, da ist auch Abercrombie drin. Soll heißen für große Überraschungen ist hier kein Platz. Joe Abercrombie schreibt keine Kinder und Jugendbücher, seine Romane sind für Erwachsene gedacht. Die Handlung ist wie gewohnt Tempo und Actionreich. Gewalt wird nicht verniedlicht. Zartbesaitet sollte man daher nicht sein. Bei Abercrombie geht es zur Sache, seine Geschichten sind blutig, hart, realitätsnah. Nichts wird beschönigt oder weichgespült. Die Romane des Autors sind unterhaltsam und interessant geschrieben, sie haben daher ein gewisses Suchtpotential. Hat man erst einmal angefangen zu lesen, kann man sie kaum mehr aus der Hand legen. Wer Fantasy auch mal ohne Drachen, Elfen, Zwerge usw. mag, der ist hier goldrichtig.

Nach dem Tod von Bethod wurde der Blutige Neuner vom Schwarzen Dow verraten und besiegt. Dieser ist nun der neue König im Norden. Der Hundsmann und seine Anhänger sowie die Union betrachten den neuen König als Verräter und Eidbrecher. Und so herrscht wieder Krieg im Norden. Der Schwarze Dow hat jedoch viele Drecksäcke zusammen getrommelt und so zieht sich das ganze blutig in die Länge. Der König und der geschlossene Rat drängen auf eine schnelle Entscheidung. Immerhin gibt es noch andere Probleme, die auf eine militärische Lösung warten. Wer könnte da besser Druck machen als der Erste Magier Bayaz.
In diesem Krieg steht jeder auf der einen oder anderen Seite, aber nicht alle fühlen sich unbedingt wohl dabei. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass mancher seine eigenen Interessen vertritt. Das bietet Raum für diverse Machtspiele unter den Protagonisten.
Die gesamte Handlung spielt sich auf ein begrenztes Gebiet, in Fünf Tagen ab. Die Geschichte ist daher sehr komplex geworden. Das unterscheidet sie auch von den vorherigen Romanen. Wo die Geographischen Gegebenheiten größer und die Zeitabläufe länger waren. Neben vielen neuen Figuren gibt es auch ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren. Außer den schon erwähnten, sind u.a. Espe, Prinz Calder und Oberst Bremer dan Gorts mit von der Partie. Das Espe wieder mit dabei ist, wird sicherlich viele Leser erfreuen.

Der Autor hat weitere Bücher in der der Welt der Klingen geplant. Auf die deutschen Titel dafür bin ich jetzt schon gespannt. Für mich ist dieses Buch wieder ein Highlight innerhalb des Fantasy Genre, daher 5 Sterne
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am 26. November 2012
Heldenklingen hat mich genau wie seine Vorgänger voll und ganz überzeugt. Und es hat mir fast das Herz gebrochen dieses Wunderbare Buch in Neuseeland zurück zu lassen.

Die Abenteuer der einzelnen Protagonisten sind packend und fesselnd beschrieben und man kann nicht anders als die Charaktere ins Herz zu schließen auch wenn sie im Grunde richtige Mistkerle sind und das ist noch nett ausgedrückt.

Wer die Schnauze voll hat von langweiligen Fantasy mit hübschen und ehrenhaften Helden die am Ende die Prinzessin heiraten, der ist hier genau richtig. Dreckig, Schmutzig, Blutig, Brutal und authentisch. Das sind die Bücher von Joe Abercrombie alle.
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am 12. April 2013
Hach wunderbar. Ich habe gar nicht gewusst wie sehr ich Abercrombies Art zu schreiben vermisst habe.

Heldenklingen behandelt letztendlich nur mehrere Schlachten in einem Krieg. Aber er schreibt wieder aus so vielen Perspektiven, dass wirklich Spannung aufkommt.
Zugegeben, es ist nicht sein allerbestes Buch. Die Triologie ist immer noch ungeschlagen. Aber es hebt sich von fast allen Fantasiegeschichten ab, die ich bisher gelesen habe. Einzig "Das Lied Von Eis und Feuer" ist mindestens genau so gut - auch wenn sich der Stil nicht vergleichen lässt.

Abercrombie spart etwas mit seinem Humor. Es gibt ca. drei lustige Stellen, an denen ich beim lesen Laut lachen musste. Dafür gibt es viele Kämpfe (im Vergleich zu den vorherigen Büchern - vor allem Racheklingen) und wieder viele neue und auch ein paar alte interessante Charaktäre.
Besonders schön fand ich die fließenden Personenwechsel in den Kämpfen, die mich einfach mitgerissen haben.

Für Abercrombie-Fans ist das Buch eindeutig zu empfehlen. Auch wenn die Handlung des Buches abgeschlossen ist, sollten sollten Einsteiger lieber mit Kriegsklingen anfangen.
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am 12. April 2012
Wer Abercrombie kennt, kann den ersten Absatz getrost überlesen! Abercrombie steht für fein herausgearbeitete Charactere. Man erfährt etwas über ihre Beweggründe, ihre Motivation, ihre Ängste und Träume. Sie haben wirklich Tiefgang und teilweise wird das Seeleninnerste nach außen gekehrt. So etwas findet man nicht immer in der Fantasy-Literatur. Es geht auch wieder sehr, sehr blutig zu (wers mag). Nicht blutrünstig, eher.... realistisch. Ich meine, in einem Krieg mit Schwertern und Äxten, da spritzt nun mal Blut und es geht um Verstümmelungen usw. Ist halt doch recht detailreich beschrieben. Die Fratze des Krieges, mit all ihren Grausamkeiten... oder doch Glanz und Glorie...? ... ähem.., eher nein! Helden kommen hier nicht vor. Man muss immer damit rechnen, dass ein Character, den man gerade kennen und lieben gelernt hat, zwei Seiten weiter einen grausamen Tod stirbt! Somit gibt es auch kein Happy End! Nur Tote, Verstümmelte und Verletzte; Blut, Dreck und Schlamm; Trauer, Verzweiflung und Angst! Was ist daran jetzt so toll? Nun, nichts ist vorhersehbar und man bekommt einen tollen Einblick in die Gefühlswelt der Marionetten, die in diesem Schlachtenepos an den Strippen höherer Mächte hängen! Fantastisch!

Die Abercrombie-Kenner, die jetzt einsteigen: An seinem Stil hat sich grundlegend nicht viel geändert, aber an der Story! Waren es vorher Geschichten, die über einen längeren Zeitraum und an verschiedenen Orten, teilweise Kontinenten spielten, so handelt es sich diesmal um ein 3-Tages-Schlachten Szenario an einem einzigen Ort! Es ist diesmal trotz des gleichen Stiles etwas völlig anderes. Vor allem wirkt es zu Beginn etwas überladen mit Characteren, denn wenn 20.000 Mann aufeinandertreffen und die Story von 0-100 geht in 5 Sekunden, dann kann einem zu Beginn ein Gefühl der Überforderung erschleichen. Zum Glück gibt es gleich auf den ersten Seiten ein Inhaltsverzeichnis mit den wichtigsten Leuten und eine Karte des Schlachtfeldes. Daher kann ich auch ohne zu spoilern sagen, dass ebenfalls einige alte Bekannte wieder auftauchen: Feldmarschall Kroy, Bremer dan Gorst, der erste der Magi und der Hundsmann auf Unionsseite und der schwarze Dow, Prinz Calder, Caul Espe und Fremder-Klopf-an auf der Nordmännerseite. Bleibt noch die Frage: Kann man 900 Seiten füllen mit einer einzigen Schlacht? Abercrombie kann! Wenn man mal genau darüber nachdenkt, passt so ein Schlachtenepos perfekt zu seinem Stil. Es gibt genügend Gelegenheiten in diesem Schreckensszenario einer Figur folgende Stufen durchlaufen zu lassen: Warum ist er da? Was fühlt er dabei, wenn er dem Tod ins Auge sieht und wie kommt er ums Leben? Und typischerweise für Abercrombie kann es jeden treffen!

Fazit: Ich ertappte mich während des Lesens des öfteren selbst dabei, dass ich mir die Frage stellte, ob mir das gefällt oder nicht. Am liebsten würde ich 4,5 Sterne vergeben, denn an den Tiefgang und den Zynismus eines Sand dan Glokta oder Logan Neunfingers kommt es einfach nicht heran. Das liegt zum einen daran, dass es zuviele Charactere sind, die beleuchtet werden. Zum anderen natürlich, dass man in einer Trilogie mehr Zeit hat, einen Character zu entwickeln. Die "Neuen" sind aber immer noch besser beschrieben als in der meisten anderen Fantasyliteratur und auch sonst bleibt sich Abercrombie treu. Der Titel "Heldenklingen" ist daher etwas irreführend, denn Helden gibts bei ihm ja bekanntlich nicht! Letztendlich habe ich mich für 5 Sterne entschieden, denn ich bekam, was ich von ihm erwartete: Gute Akteure mit Tiefgang, Blut und unvorhersehbare Wendungen mit einer Prise schwarzem Humor!
22 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Oktober 2012
Eine gute Fortsetzung zu den vier vorangegangenen Romanen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dies wirklich der letzte Band ist. Das Ende lässt noch einige Fragen offen und meiner Meinung nach wurden nicht alle Charaktere aus den anderen Büchern zufriedenstellend abgeschlossen. Aber vielleicht kommt ja noch was...
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am 26. Juni 2013
Sehr präzise und nachvollziehbar gezeichnete Charaktere bestimmen die Handlung dieses Buches. Am Anfang hat mit der sehr kurze Zeitabschnitt (fünf Tage) irritiert, in dem die Handlung spielt. Durch die verschiedenen Perspektiven und genialen Dialoge wird man aber schon sehr schnell mit der Handlung mitgerissen, man sieht die Aufstellungen der Armeen vor sich, kann die Launenhaftigkeit des Wetters fühlen und leidet mit den Charakteren mit, von denen keiner ein Guter ist, sondern jeder ein von seinen Begierden und Ängsten Getriebener.
In Summe habe ich diesen Roman als den Besten von Joe Abercrombie empfunden, gereift und mit einer gewaltigen Ausdrucksstärke in einer Welt in der es keine Guten oder Bösen gibt und in der "Helden" einfach nur die besseren Mörder sind.
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