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  • Nova
  • Kundenrezensionen



am 1. August 2013
Vorweg: ich habe nichts gegen Science-Fiction-Bücher, bei denen man erst mal mitten in die Handlung geworfen wird und man sich ein bißchen selbst zusammenpuzzeln muß, wie die Welt dort funktioniert. Monas, Chopshops, Schattenoperatoren, Cultivare? Man versteht das Prinzip; wenn später in einem kleinen Nebensatz Erklärungen und Hintergrundinfos folgen: super. Bei "Nova" jedoch wird einem nach 1/3 des Buches klar, was man bis dahin dumpf befürchtet hatte:

Es ist die Fortsetzung von "Licht". Ohne, daß dieser Umstand auf dem Cover oder irgendwo im Buchinneren deutlich gemacht würde. Dort werden zwar (natürlich) andere Werke des Autors genannt, nicht jedoch darauf hingewiesen, daß es besser wäre, diese Bücher erst zu lesen, da man sonst nie erfährt, was zum Teufel eine "Tochter" ist und wieso diese "Code blutet". "Artefakte"? Keine Ahnung. Das Maß "Lichtjahre strandab"? Nix.

Erschwerend hinzu kommt, daß die Inhaltsangabe auf der Rückseite absolut nichts mit dem zu tun hat, was in dem Buch passiert, nämlich: nichts. Nach 120 Seiten habe ich nur noch quergelesen und habe nicht das Gefühl, etwas verpaßt zuhaben. Wenn es ein Film wäre, wäre es wohl ein Film noir: eine Ansammlung gescheiterter Existenzen, die sich am Rand des Ereignishorizonts praktisch nur von Bar zu Bar bewegen bzw. Bars betreiben. Dazu kommt natürlich noch belangloser Sex. Nervend ist die ständig gleiche Beschreibung von Fahnder Lens Aschemann ("der Mann, der wie Einstein aussah"; "der Mann, der aussah wie Einstein"; "ein Mann, der dem älteren Einstein zum Verwechseln ähnlich sah" usw usw. - alle 10 Seiten). Auf den letzten 40 Seiten passiert noch weniger als nichts - ein paar der gescheiterten Existenzen kaufen sich ein eigenes kleines Raumschiffchen. Naja. Damit sind sie nicht mehr ganz so gescheiterte Existenzen, ich geb's zu.

Mir ist schon klar, was der Autor mit dem Buch und seinem Stil bezweckt, und als Kenner der vorgehenden Werke weiß man es eventuell zu schätzen - ich fand es jedoch sehr bemüht und auf "noir" gebürstet.

Merkwürdig auch, daß ein Buch, das kaum für sich selbst stehen kann, mit einem Award ausgezeichnet wird.
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am 22. Dezember 2011
Eine Inhaltsangabe über dieses Buch zu schreiben, ist praktisch unmöglich. Das sieht man schon daran, wie der Klappentext des Buches kläglich daran scheitert.

Die Geschichte spielt irgendwann in ferner Zukunft und begleitet verschiedene Charaktere dabei ihr tägliches Leben zu meistern. Ein trostloses, irgendwie sinnfreies Leben wie es scheint. Und nahezu alle Wendungen und Überraschungen, die diese Leute erleben sind negativer Natur.

Man muss sagen, es passiert ohnehin nicht allzuviel in diesem Buch und die Sprache ist besonders zu Beginn definitiv etwas mühsam. Schafft man es jedoch sich hineinzulesen, dann wird es durchaus interessant. Weniger die Geschichte als mehr die Atmosphäre und die Gefühle sind es die das Buch auszeichnen.

Harrison erinnert an Philip K. Dick und Stanislaw Lem (auch wenn er an beide nicht heranreicht) und die beiden Autoren sollten ein Begriff sein, wenn man sich an dieses Buch wagt. Denn wenn nicht, wenn man rein auf Science-Fiction im Sinne von Star Wars oder Perry Rhodan aus ist, ist man hier jedenfalls an der falschen Adresse.
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am 5. Dezember 2007
Nova (Nova Swing) von M. John Harrison

Irgendwo in der Galaxis existiert eine Zone in der die bekannten physikalischen Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt sind und Vic Serotonin führt Touristen und Wissbegierige in diese Zone.
Dieser Anfang erinnert an „Picknick am Wegesrand“ oder „Stalker“ von den Brüdern Strugatzki.
Aber damit hört es auch schon mit der Ähnlichkeit auf.
Die Handlung, wenn man von einer solchen sprechen kann, der ersten über hundert Seiten spielt sich nur in verräucherten Bars und Kneipen ab, in denen Serotonin seine Bekannten oder Klienten trifft oder sich einfach vollaufen lässt. Ihm auf der Spur, warum auch immer, ist Aschenmann, ein Fahnder. Sprachlich, aber auch nur sprachlich wurde ich an Romane der schwarzen Serie von Dashiell Hammet und Raymond Chandler erinnert.
Leider nur sprachlich, denn Spannung kommt nicht auf, zu den Protagonisten baut sich keine Beziehung auf und so quält man sich von Seite zur Seite.
Ich kann die Euphorie der Autoren auf dem Einband nicht teilen und verstehe auch nicht wieso dieser Roman den Arthur C. Clarke Award erhalten hat.
Ich würde ihn nicht weiter empfehlen
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am 14. Dezember 2011
Auf dem Buchrücken steht, eine kosmische Katastrophe steht bevor, da sich die Zone ausweitet.
Also mal ehrlich: davon steht im ganzen Buch nichts von.
Das Buch handelt eigentlich von Menschen, die in der Nähe der Zone wohnen
und man erfährt, wie sie sich durch die Zone verändern.
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am 2. April 2008
Um es vorwegzunehmen: der Vorgängerband "Licht", an den das vorliegende "Nova" anschließt hat mich - man kann es nachlesen - als weitsichtiges und wissendes SF Werk und herausragendes Sprachexperiment nachhaltig beeindruckt. Insofern zwei Warnungen: ich ging mit stark positiver Erwartungshaltung in diesen Roman, und: ich glaube nicht, dass man ihn ohne Kenntnis von "Licht" lesen sollte.

Es setzt sich nämlich die bizarre Fremdartigkeit von Harrisons Zukunftsentwurf hier nahtlos fort. Weil die erzählte Geschichte aber für sich schon gewöhnungsbedürftig unrund ist kann ich mir vorstellen, dass man als Neuling von der Phantastik der Welt selbst überrollt wird. Harrison gilt allgemein als hervorragender Prosaist, ist aber bestimmt nicht jedermanns Fall, auch das sei gesagt.

Abseits von Warnhinweisen präsentiert sich hier eine hintergründige Erzählung, die leichtfüßig zwischen Noir und SF umhertänzelt. Die Ereignis-Aureole, eine Zone unerklärlicher, außerirdischer Fremdartigkeit fordert den Reiseführer Vic und seinen Konterpart, den Polizisten Lens Aschemann, zum Tanz um Erkenntnis und Selbstfindung. Das Fremde, Unermessliche messen und objektiv erfassen zu wollen, das stellt Harrison den Protagonisten in Aussicht - um sie letztlich doch scheitern zu lassen. Dabei bieten die realitätsverzerrenden Eigenschaften der Aureole dem Autor eine natürliche Plattform zum Ausspielen seiner sprachlichen Stärken. Selbsterkenntnis im Angesicht des Unerkennbaren - ein Konzept, das in Lems "Solaris" etwas solider und lockerer dargestellt wird. Oft nämlich scheint sich Harrison in seiner eigenen Welt, in den labyrinthischen Seelen seiner Charaktere zu verlieren. Dem Leser wird einiges abverlangt, mehr noch als in "Licht".

Das ist nicht der einzige Grund, warum dieser Roman für mich nicht ganz so gut funktioniert wie sein Vorgänger. Während "Licht" noch mit einer wohl teils verworrenen, aber sich stets vorwärts gehenden Handlung aufwarten kann schleppt sich "Nova" durch Passagen der Charakterstudie. Das reine Wunder der bizarren Entwürfe vermag nicht mehr so zu überraschen und begeistern, und letztlich scheint der Abschluss des Buchs mir schwierig bis zum Punkt der Rätselhaftigkeit: Was will der Autor uns sagen? Die englische Fachkritik weiß hier mehr zu entdecken als ich. Aber vielleicht - und das bleibt mein Fazit - soll dieser Roman in seiner Weigerung, vom Leser logisch erfasst zu werden, einfach sein Thema bis in die letzte Konsequenz umsetzen.
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am 25. April 2011
reicht nicht ganz an Licht heran, aber die Prosa und die Charaktere faszinieren wie eh und je. Harrison ist der beste lebende SF-Autor, den ich kenne.

Dringende Kaufwarnung an alle Liebhaber von Perry Rhodan et al.! Das Buch ist nix für euch.
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am 20. Juli 2007
Man muß mir meine, zugegeben, provokative Überschrift verzeihen, aber die Werke von Harrison sind definitv keine 0815 Science Fiction Geschichten. Sie sind, in vieler Hinsicht, krank und voll von, gelinde gesagt, ekelhaften Szenen, wobei das bei Nova nicht ganz so exzessiv ist wie in "Licht".
"Nova" ist für mich zudem fast kein Science Fiction Buch mehr. Es kommen meist nur einschlägige Versatzstücke aus der Science Fiction Literatur vor die in eine etwas surreales Seting eingestreut sind.
Ich schätze Harrison sehr, das seinen Stil nicht jeder mag ist verständlich.
Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten daher bitte vorweg einige Tipps.
1.) Vor "Licht" und "Nova" würde ich "Die Centauri-Maschine" lesen. Das Buch ist älter aber in Heyne neu erschienen. Ganz ehrlich halte ich es nicht gerade für ein Hightlight aber es gibt einen guten Einblick in den Stil von Harrison
2.) Bevor man sich "Nova" zu gemüte führt sollte man "Licht" gelesen haben, da man sonst in einer kranken Welt landet die von seltsamen Gestalten und Begebenheiten nur so wimmelt
3.) Bitte vergesst die Klappentexte. Man sollte sich über einen Autoren erkundigen und nicht das Werbewischiwaschi auf der Rückseite beachten.
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am 21. Dezember 2007
Ich kann nur jedem raten das Buch, wie schon "Licht" auf Englisch zu lesen.... Harrison begeistert mich nicht durch die Handlung sondern durch die fast einzigartige Weise Szenen zu beschreiben....
Die Handlung ist mehr ein Nebenprodukt. Leider gibt es dafür in Deutschland keinen Markt. SciFi und Literatur sind in Deutschland leider Gegensätze - das Genre wird nicht ernstgenommen und daher mit unwürdigen Übersetzungen bedacht.
Ich studiere Literaturwissenschaft und kann mit Überzeugung sagen dass Harrison besser schreibt als fast alles was ich an der Uni bisher lesen und für gut befinden musste. Gleichzeitig muss ich aber jedem von seinen Büchern abraten, die eines seiner Bücher wegen der "Story" kaufen... Wer spannende SciFi sucht sollte eher sowas wie die Honor Harrington Reihe lesen... (auch zehn mal besser im Original)

Solange in unserem Land SciFi als "Ramsch" betrachtet wird, und nur politische Pamphlete oder pseudointelligenter Mist (Grass und Konsorten) als Literatur gelten dürfen, wird jeder noch so grossartig geschriebener SciFi Roman schon in der Übersetzung ruiniert, mit einem idiotischen Bildchen auf dem Umschlag gemeuchelt und die Leiche geschändet in dem man das Buch dann im Geschäft neben StarWars und StarTrek Schund einreiht.
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am 25. August 2007
Meiner Meinung nach eines der am lieblosesten geschriebenen Bücher, die ich jemals gelesen habe (der Verdacht, dass es wild zusammengestoppelt wurde keimt nach dem Lesen der Danksagungen auf: "Eine Version des ersten Kapitels wurde bei ... veröffentlicht, ein paar Abschnitte von Kapitel 10 ...").
Das ganze Buch wurschtelt sich von einem kleinen Handlungsstrang zum nächsten, sonst passiert nichts. Man wartet auf die große Enthüllung, das große AHA-Erlebnis, die Spannung dem Ende zu (bei s. King muss man ja meistens auch erst die hälfte des Buches lesen, bevor es richtig los geht).
Einen buch-übergreifenden Spannungsbogen sucht man ebenfalls vergeblich.
Wenn man die letzten 50 Seiten des Buches beginnt, denkt man sich "Na gut, dann wenigstens ein tolles Finale" ... und dann ist das Buch aus und man (ich zumindest) sitzt da und denk sich "und das war's?".
Leider das Geld nicht wert.
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am 13. November 2007
Eines Tages entdecken Radioastronomen eine Zone in der Galaxis, in der alle bekannten Regeln der Physik ihre Gültigkeit verlieren und in der es von Artefakten nichtmenschlicher Kulturen nur so wimmelt. Jahrhunderte nach dieser Entdeckung beginnt sich diese Zone zu verändern - und langsam auf die von Menschen bewohnten Welten auszuweiten ... Dieses Buch hat eigentlich alles, was ein guter Science-Fiction Roman braucht. Eine Idee, Spannung, interessante Charaktere und Action. Allerdings bleibt streckenweise der Spannungsbogen auf der Strecke und viele Details bleiben lange unklar, was aber dem Gesamteindruck keinen Abbruch tut. Ein lesenswertes Buch, das die Grenzwelten einmal völlig anders vorstellt. RR
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