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Kundenrezensionen

3,0 von 5 Sternen
2

am 18. Januar 2006
Nachdem mein letztes BT-Buchjahr mit der Hobbyautor-Katastrophe "Battletech Berserkerbanden" (wer den Roman nicht kennt, googlen hilft) beendet wurde, und daher einen etwas faden Nachgeschmack hinterliess, starten wir 2006 mit einer frischen Veröffentlichung aus der MW:DA-Reihe, die uns auch gleich in einen neuen, bisher storytechnisch unangetasteten Teil der Republik entführt.
Die Ernüchterung folgt jedoch auf dem Fuße, denn anstatt in einen wichtigen Bereich von Politik oder Militär verschlägt es uns in der Präfektur IX auf die HPG-lose Welt Alkalurops, die man ohne böswillige Absichten problemlos als Hinterwäldlerplaneten bezeichnen kann. Und damit nicht genug, wir werden sogar in eine der abgelegensten Bergbausiedlungen namens Falkirk entführt, in der man von Battlemechs etwa so viel Ahnung hat wie ein Kleinkind von einem Sturmgewehr, und wo die letzten Kämpfe um den Planeten vor langer Zeit von den Urgroßvätern ausgetragen wurden.
Dennoch stellen sich die Bauern, Grundbesitzer und Minenarbeiter unter der Führung ihrer Bürgermeisterin Grace O’Malley mutig einer Plündertruppe entgegen, als diese auf ihrem Raubzug quer über Alkalurops auch Falkirk ins Ziel nimmt. Dank ihrer hastig zusammengezimmerten Arbeitsmech-Umbauten und mehr als nur einem Quentchen Glück schaffen sie es, ohne grössere Verluste, der anrückenden Handvoll von echten Kampfeinheiten die Lust an einer Fortsetzung ihres Raubzuges zu nehmen.
Doch der Rest von Alkalurops ist nicht ganz so glimpflich davongekommen, und nachdem die Milizen zusammengeschossen, die Gouverneurin und der Legat der Republik getötet und eine ganze Reihe von neueren Arbeitsmechs entwendet worden sind, beschliesst Grace O’Malley, dass es an der Zeit für die Bewohner des Planeten ist, sich selbst zu helfen. Doch damit fangen die Schwierigkeiten gerade erst an... .
Mit einer Länge von 348 beschriebenen Seiten hat "Soldatenehre" einen ganz akzeptablen Umfang. Der Schreibstil von Mike Moscoe, der mit diesem Roman sein erstes MW:DA-Buch präsentiert, ist durchgehend gut, flüssig und erlaubt ein angenehmes Lesen, was aber auch an der wie immer hervorragenden Übersetzung von Reinhold H. Mai liegt. Die Story an sich ist allerdings relativ geradlinig und besitzt kaum überraschende Wendungen oder Geheimnisse, was insgesamt für einen eher flachen Spannungsbogen sorgt.
Besonders in der ersten Hälfte macht die Handlung einen relativ zahmen Eindruck, die meiste Action passiert im zweiten Teil, wobei es jedoch auch hier so gut wie keine echten Battlemechkämpfe gibt. An den meisten Gefechten sind hauptsächlich umgebaute Industriemaschinen und Bodenfahrzeuge beteiligt, und selbst wenn Battlemechs auftauchen, so lässt der Autor sie leider nicht in dem "König des Schlachtfeldes"-Status auftreten, der ihnen in MW:DA eigentlich zusteht. Überhaupt sind die Kämpfe allesamt etwas kurz geraten.
Was mir ebenfalls negativ auffällt ist die Sternenkarte am Anfang des Buches. Man erhält zwar einen knappen Überblick über die zwei neu beschriebenen Präfekturen, aber zum einen wurde der Name von Alkalurops falsch geschrieben, und zum anderen ist aus Präfektur VIII plötzlich Präfektur "XIII" geworden. Und dass die Kartenzeichner es nicht fertig bringen, mal etwas anderes als nur Winzausschnitte der Republik zu präsentieren, nervt auch langsam, zumal die Planeten doch keine anderen Namen tragen oder an anderen Positionen liegen als im "alten" Battletech (zu dem es mehr als genug gutes Kartenmaterial gibt)! Positiv muss man jedoch die Geländeübersicht von Alkalurops erwähnen, was "Soldatenehre" zum ersten MW:DA-Roman mit einer (kleinen) Planetenkarte macht.
Insgesamt gesehen ist "Soldatenehre" ein routiniert geschriebener MW:DA-Roman, der in einem neuen Teil der Republik spielt, sich dabei jedoch fast ausschliesslich auf einen im übergeordneten Zusammenhang eher unwichtigen Einzelplaneten konzentriert. Daher ist dieses Buch kein besonderes Highlight und reiht sich etwa im Mittelfeld der bisherigen Veröffentlichungen ein. Es ist nicht schlecht (auch wenn es sicher Leute gibt, die es als langweilig bezeichnen würden), bietet aber leider zu wenig Battletech mit zu viel Drumherum, was mich zu einer Bewertung von 3.3 Sternen bringt, abgerundet auf 3. Ganz nett, aber nichts wirklich Besonderes.
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am 16. April 2006
Hatte mich der letzte Roman (Festung der Lügen) etwas hoffen lassen, so ist Soldatenehre ein weiterer Beweis für die monentane allerhöchstens Mittelklassigkeit der MW - DA Reihe.

Wenn sich nicht - wie z.B. bei Babylon 5 - irgendwann herausstellen sollte, dass all diese unwichtigen Handlungsfäden ins große Ganze passen, dann kann man dieses Buch getrost unter unwichtig ablegen, da es einen Provinzplaneten und seine Probleme beschreibt.

Die Helding, wie immer in solchen Fällen, ein Topmodel mit Herz und Kopf, rettet - zusammen mit einem Haufen (7) Outsidern von anderen Planenten ("Gloreichen 7" lassen grüßen) den Planeten von einem Tyrannen, der plakativer und dümmer schon kaum noch geht...

Das Buch ist zwar nett geschrieben, aber zu keiner Zeit fühlt man sich an alte MW Zeiten erinnert, sondern man könnte immer meinen, einen alten Kriegsroman zu lesen... die Handlung ist "überraschungsfrei" und der Schreibstil seicht...

"Die Hoffnung stirbt zuletzt" würde ich sagen, weil ich hoffe immernoch, dass sich MW-DA bald mal bewegt... (wo es doch sooooooo viele gute Vorraussetzungen gibt...)
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