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am 24. März 2017
Lebendige, wahrscheinlich dem damaligen Leben entsprechende Beschreibung des Poltischen Tuns. Leider hat sich in über 2000 Jahren nichts geändert. Fesselnd geschrieben.
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am 8. Mai 2017
Ein Super Buch. Ich habe die ganze Trilogie gelesen und bin wirklich erstaunt und empfehle es jedem weiter. Die anderen beiden Bücher sind auch ein muss.
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am 28. April 2017
Früher habe ich mal "Vaterland" von Harris gelesen. Mit diesem Buch geht es gleich wieder spannend los....es ist auch das erste Buch einer Trilogie. Empfehlung für Leute die suptile Spannung mögen die nicht gleich mörderisch beginnt.
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am 30. März 2017
Der 1957 in Nottingham geborene britische Journalist, Sachbuchautor und Schriftsteller studierte in Cambridge Geschichte, war als Reporter bei der BBC, als Redakteur beim Observer und als Kolumnist bei der Sunday Times tätig. Neben Romanen verfasst er auch Sachbücher und lebt mit seiner Familie in Berkshire. Der vorliegende Roman ist der Auftakt zu einer Trilogie über Cicero und mein erster Roman des Autors.

Zum Inhalt (Klappentext): Ein unbekannter junger Anwalt – hochintelligent, sensibel und enorm ehrgeizig – betritt das Zentrum der Macht. Er hat nur ein Ziel: Er will nach ganz oben. Der Fall eines Kunstsammlers, der vor der Willkür eines skrupellosen und gierigen Gouverneurs fliehen muss, kommt ihm da gerade recht. Der Gouverneur hat einflussreiche und gefährliche Freunde im Senat, und sollte der Anwalt den Fall gewinnen, würde er die gesamte alte Machtclique zerschlagen. An die Niederlage wagt er nicht zu denken, sie könnte ihn das Leben kosten. Eine einzige Rede kann über sein Schicksal und die Zukunft einer Weltmacht entscheiden, doch seine gefährlichste Waffe ist das Wort. Die Weltmacht am Scheideweg ist Rom. Der Name des jungen Anwalts ist Marcus Tullius Cicero, Außenseiter, Philosoph, brillanter Redner und der erste Politiker modernen Stils.

Meine Meinung: Das Buch fängt da an, wo mein absoluter Lieblingsfilm („Spartacus“ mit und von Kirk Douglas), den ich sicher schon 20 Mal gesehen habe, aufhört: Im Jahr 70 v.Chr. lässt Crassus die zahlreichen Sklaven an der Via Appia nach Rom ans Kreuz nageln. Zu dieser Zeit hat Cicero (*3.1.106 bis 7.12.43 v. Chr.), ein junger Anwalt, die Bühne des Senats betreten und die Geschichte beginnt. Erzählt wird aus der Perspektive seines Sklaven, dem Sekretär Tiro, der eine Kurzhandschrift erfand und somit alle Reden von Cicero in Echtzeit mitschreiben konnte. Gut recherchiert und auf äußerst unterhaltsame Art bringt uns der Autor Ciceros Aufstieg zur Macht näher, dabei stehen v.a. 6 Jahre im Mittelpunkt des Geschehens – angefangen mit dem Prozess gegen Gaius Verres (70 v.Chr.), wo er Hortensius, den größten Redner Roms, schlägt, bis zur Erreichung seines Lebensziels, dem Konsulat (64 v. Chr.).

Sprachlich ist der Roman leicht verständlich, nicht zu anspruchsvoll, sondern eher Richtung Unterhaltung gehend, was mir gut gefiel. Gedacht ist der Roman für alle Leser, die gerne Biografien lesen, dies aber lieber auf eine leichte, unterhaltsame, weniger ernste Weise, wie in Sachbüchern üblich, tun möchten. Ich könnte mich sehr gut an diese Art, Biografien zu lesen, gewöhnen.

Fazit: Tolle Biografie mit großem Unterhaltungswert. Gut recherchiert und gut geschrieben, und weil ich nicht weiß, was der Autor hätte besser machen können, vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich schon SEHR auf Teil 2.
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am 15. April 2016
Ich bin immer noch beim ersten Teil und kann mich derzeit nicht aufraffen, das Buch fertig zu lesen. Im Urlaub begonnen, da hatte ich noch die Zeit, jetzt wieder im Alltag zurück und da muss ich mich schon zwingen bewusst Zeit für dieses Buch zu nehmen. Es ist eine interessante Geschichte aus einer interessanten Perspektive geschrieben, aber es schleppt sich in einem Zug nur so dahin. Es ist tatsächlich schwer am Ball zu bleiben. Mache Passagen (trotzdem bewusst die schleppenden/uninteressanten Lebensabschnitte übersprungen wurden) sind einfach ungemein zäh und langatmig. Ich hab die anderen beiden Teile auch daheim, mal sehen, wann ich dazu komme, diese zu lesen...
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. September 2010
Inhalt:
Kein Lateinschüler kommt an den Briefen Ciceros vorbei, die er an seinen lebenslangen Freund Atticus schrieb. Und eigentlich sollte kein Schüler, egal welche sprachlichen Präferenzen er hat, an dem Politiker Cicero vorbeikommen. Er war aber auch Anwalt, Schriftsteller und Philosoph. Letztendlich war er durch seine verschiedenen Tätigkeiten einer der besten Redner, die in der Antike das Forum bevölkerten.
Hingegen ist Tiro nur sehr wenigen Menschen ein Begriff. Er war Ciceros Sklave, Sekretär und enger Vertrauter. In diesem Zusammenhang erfand er eine Kurzschrift, die es ihm erlaubte wichtige Gespräche in Windeseile zu notieren. Cicero schrieb hierzu einmal selbst an Tiro: 'Deine Dienste an mir sind nicht zu zählen(...)' (Brief vom 7.11.50 v.Chr., zitiert nach Harris, Imperium, 2008). Seine Notizen ermöglichten aber auch die posthume Veröffentlichung sämtlicher Reden und Briefe des römischen Politikers. Weiterhin soll Plutarch eine Biografie genutzt haben, die Tiro verfasst hatte. Leider ist diese heute nicht mehr erhalten. An diesem Punkt setzt Robert Harris mit seinem Buch 'Imperium' an.
In seinem Roman kommt Tiro zu Wort und beschreibt wichtige Ereignisse aus Ciceros Leben. Auf fast 500 Seiten behandelt er besonders Ciceros Aufstieg zum Senator, die Senatorenzeit und die Zeit als Prätor. Die Beschreibung endet mit dem Gewinn der Konsulatswahlen.
Was sich hier so linear anhört ist ein stetiges Hin und Her. Cicero war ein Redner, der sich blitzschnell auf ein anderes Publikum einstellen konnte und dieses häufig für sich gewonnen hat. Genauso schnell musste er politischen Entscheidungen treffen oder seine Taktik ändern. Tiro berichtet aber ebenso von den Affären anderer Politiker, von Bestechungen und Morden. Bei der Beschreibung ist es ihm aber wichtig häufig die missliche Lage darzustellen, in der Cicero (nach Harris) häufig gesteckt hat. Persönliches Interesse oder die persönliche Meinung mussten oft dem politischen Kalkül weichen. Konflikte sind in solchen Fällen nicht weit entfernt.

Sprache und Stil:
Robert Harris schreibt in einem sehr klaren Stil, der durch sehr viele Dialoge gekennzeichnet ist. Diese Dialoge wirken harmonisch und in keiner Weise hölzern. Sie tragen zur Belebung der Geschichte sehr stark bei und unterstützen das Gefühl des Lesers, dass er sich direkt im Geschehen befindet. Dafür sorgt auch die Perspektivwahl. Aus meiner Sicht gelingt es dem Autor in hervorragender Art und Weise die historischen Fakten mit seinen eigenen Ideen zu verknüpfen. Es erscheint alles logisch und nicht konstruiert. Zudem ist die Handlung sehr spannend aufgebaut. Der Leser fiebert geradezu einer nächsten Rede des Senators entgegen und wartet gespannt auf die Wahl in das nächste politische Amt. Hier wird auch die gute Recherchearbeit von Harris deutlich. Er bindet die überlieferten Reden und Zitate sehr schön in den restlichen Text ein.
Da es sich weiterhin nicht um einen sehr metaphernreichen oder poetischen Text handelt, kann man das Werk recht zügig lesen.

Fazit:
Aus meiner Sicht handelt es sich hier um ein hervorragendes Werk. Dem Autor gelingt es auf leicht zugängliche Weise dem Leser die Antike und die Person Cicero näher zu bringen. Dabei fehlt es dem Buch nicht an Spannung, Intrigen, Verrat und Macht.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. September 2012
Die Geschichte des römischen Senators und Rechtsanwaltes Cicero, erzählt von seinem Diener und Sekretär Tullius Tiro, ist Gegenstand dieses herausragenden Historienkrimis. Tiro, Erfinder der Kurzschrift, protokolliert die unvergleichliche Entwicklung Ciceros vom stotternden und scheuen Jüngling zum selbstbewussten Machtpolitiker, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere die ihm vom Staat übertragene Macht über Leben und Tod, das »imperium«, ausübte.

Cicero gewann im Alter von 42 Jahren, dem jüngsten erlaubten Alter, mit dem römischen Konsulat das höchste Amt im Staat. Er erlangte es durch das einstimmige Votum aller Zenturien, als homo novus, ohne einflussreiche Familie, ohne Vermögen und ohne die Macht von Waffen: ein Kunststück, das noch nie zuvor gelungen war und nie mehr gelingen sollte. Mit seiner einzigen Waffe, seiner Redekunst, trat er allem entgegen, was im römischen Staat korrupt und verabscheuungswürdig war. »Redekunst, die nicht aufrüttelt, ist für mich keine Redekunst«, lautete sein Motto, und noch zweitausend Jahre später werden seine mitreißenden Reden als rhetorische Kunststücke gelesen und zitiert.

Im römischen Senat, im Volkstribunal und an den Gerichtshöfen herrschten Korruption und Intrige. Richter und Geschworene waren ebenso gekauft wie die Wähler, die auf dem Maifeld ihre Stimme abgeben durften. Für den Republikaner Cicero war es nahezu unmöglich, sich gegen die zementierten Machtstrukturen und die Allmacht des Geldes und der Aristokratie zu behaupten. Dass es ihm dennoch gelang, schreibt der Erzähler seiner Fähigkeit zum Pragmatismus und zur Demagogie zu.

Richard Harris macht aus dem Thema einen Staatskrimi, der den Leser bis zur letzten Zeile fesselt. Selten wurde römische Geschichte und die Fäulnis eines untergehenden Riesenreiches so spannend beschrieben wie in diesem Buch.
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am 18. September 2012
„Die Kunst des Lebens besteht darin, sich mit Problemen erst dann zu beschäftigen, wenn sie auftauchen, und seine Lebenslust nicht dadurch zu ruinieren, dass man sich schon weit im Voraus darüber den Kopf zerbricht.“ (Marcus Tullius Cicero).

Dieses Zitat stammt von Marcus Tulius Cicero, der vielleicht berühmteste Redner Roms in seiner Epoche. Aber Cicero war nicht nur ein begnadeter Redner, sondern auch ein brillanter Anwalt, ein gerissener und ehrgeiziger Politiker, ein großartiger Schriftsteller und sicherlich auch ein philosophischer Kopf. Er war ein überzeugter Republikaner der seine Karriere zielstrebig vorantrieb, und sich dadurch nicht nur bedeutsamer Freunde schuf, sondern auch erbitterte Feinde im römischen Senat. Nichtsdestotrotz war Cicero ein vielseitiger Kopf in der Antike und noch heute nach zwei Jahrtausenden, wird der Rhetoriker und ehemaliger Konsul oft zitiert.

Viele seiner Schriften, Werke, Briefe und Reden sind der Nachwelt erhalten geblieben, seine Person wird aber immer noch sehr kontrovers, politisch betrachtet und interpretiert. In seinem Politischen Radius tauchen viele bekannte Persönlichkeiten auf, die vor und nach dem Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius und nach dem Tode des erstgenannten Diktators eine wesentliche Rolle spielten für die Stadt am Tiber.

Robert Harris hat in seinem Roman „Imperium“, erschienen im Heyne Verlag der politischen wie auch persönlichen Gestalt des Marcus Tullius Cicero viel Raum gegeben. „Imperium“ ist der erste Band einer geplanten Trilogie um die Person Ciceros die einigen Lesern noch aus dem Lateinunterricht bekannt sein sollte.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Tiro, M. Tullius dem Privatsekretär von Cicero der ihm nicht nur als Sklave, sondern auch als Vertrauter und Berater respektvoll und loyal zur Seite gestanden hat. Tiro berichtet dem Leser aus der Retrospektive eines alten Mannes der seinen ehemaligen Herrn überlebt hat und nun spannend und unterhaltsam erzählt was er mit Cicero in 36 Jahren erlebt und überlebt hat.

Inhalt

Marus Tullius Cicero ist in Rom, dass Zentrum der Macht in der damaligen antiken Welt, ein einfacher, aber ehrgeiziger Anwalt. Mit seiner einzigartigen Rhetorik, die überzeugend und zugleich hochintelligent ist, weiß er, wie er sein Talent gewinnbringend zu nutzen weiß. Schon längst ist dem jungen Anwalt, bewusst, dass die Macht seiner Worte, Waffen sein können wenn diese zur rechten Zeit, die richtigen Zuhörer im Plenum bekommt.

Nach seiner Rückkehr aus Griechenland, hat sich Cicero als brillanter Anwalt schnell einen Namen gemacht und ist im Senat ein gern gesehenes Mitglied. Um weiter in der politischen Hierarchie aufzusteigen, die Macht und Einfluss bedeuten kommt ihn der Fall und der Prozess gegen den einflussreichen und korrupten sizilianischen Statthalters Gaius Verres gerade Recht. Von Erpressung und Mord ist hier die Rede und natürlich von der persönlichen Bereicherung Verres.
Ciceros Spiel wird gefährlich denn Verres hat einflussreiche Freunde im römischen Senat vor Erpressung und Drohungen hintern den Kulissen auch nicht halt machen. Für Cicero bedeutet dieser Prozess in seiner politischen Karriere den entscheidenden Schritt. Gewinnt er den Prozess so, ebnet sich nicht nur sein Einfluss und seine Position im Senat, er könnte für einen Konsulatssitz kandidieren und hätte eine vielversprechende Karriere vor sich. Andererseits wäre er politisch und auch als Anwalt vernichtet, sollte er den Prozess aus welchen Gründen auch immer verlieren. Und bei einer Rache von Verres könnte er nicht nur seinen Beruf verlieren, sondern vielleicht auch sein Leben.

In dieser Konfrontation muß Cicero und sein Sekrtär Tiro alle Register ziehen. Wer ist Freund und wer Feind? Wer kann profitieren von einem Sieg gegen Verres, oder wer alles verlieren...?

Kritik

Robert Harris hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Polit-Thriller zu schreiben mit einem Hauptprotagonisten der charakterlich vielschichtig und mit seinem überlieferten Reden, Briefen und Werken uns ein gutes soziales und politisches Bild der untergehenden Republik Roms zeigt.

„Imperium“ wird aus Tiros Perspektive erzählt und interessant ist es für den Leser zu wissen, dass Tiro keine fiktive, sondern eine belegte historische Figur ist. Im Roman gibt es zwei Teile auf die sich der Leser wohlweislich konzentrieren muss: Der erste beschreibt Cicero als Senator in Rom und wenig später als Prätor mit Aussicht ein Konsul zu werden. Das langersehnte und höchste Ziel des ehrgeizigen Ciceros.

Robert Harris hat sich viel mit der historischen und ja auch tragischen Figur von Cicero beschäftigt. Quellen für Recherchen gibt es ja genug, aber was dem Autor wirklich gut und realistisch erzählt gelingt, ist das persönliche Leben Ciceros. Seine philosophischen Gedanken, seine Beweggründe um Macht, Ethik, Moral und Gesetz stehen ganz im Licht und Schatten der damaligen Politik der Weltmacht.

„Imperium“ ist der erste Teil dieser Trilogie und Harris beginnt mit seiner Erzählung als Cicero zwar kein unbekannter, aber auch noch kein einflussreicher Politiker ist. In den ersten Kapiteln die sich wie eine kurze Biografie lesen, wirkt die Geschichte trocken und wenig begeisternd, doch das ganze Potential der Geschichte und des Könnens und Talents Ciceros findet erst später statt. Warum der Autor sich nicht der Ausbildung und der Jugend Ciceros widmete, ist schade. Zwar erhält der Leser einen kleinen Einblick in den Reisen Ciceros die sein Talent in der Vergangenheit erklären, doch wäre es hier für die Komplexität vom Vorteil gewesen, wenn der Autor schon die Ausbildung Ciceros erzählt hätte.

Roms Politik mit seinen vielen Ämtern ist nicht einfach zu verstehen, doch Robert Harris zeigt im Roman dem Leser sehr deutlich wie man die damalige Politik interpretieren kann. Wie auch heute geht es um Einfluss, Beziehungen und egoistische Vorteile von einzelnen Personen. Ein politisches Schachspiel bei dem die Figuren auf dem Brett austauschbar sind und nicht selten sich der Person anschließen die der eigenen Karriere möglichst schnell dienlich sein könnte.

Spannend ist Ciceros Machtspiel allemal. Nicht nur die Erbringung von Beweisen gegen dem Statthalter Verres, sondern auch die Dialoge der politischen Charaktere. Historische Persönlichkeiten, wie Cato, Pompeius und nicht zuletzt Gaius Julius Caesar geben sich hier ein Stelldichein. Letzterer wird in den nächsten beiden Teilen mit Sicherheit die alles entscheidende Person sein, schließlich schildert der Autor ja auch den Niedergang der Republik und die Geburt eines Diktators.

Der zweite Teil des Buches nimmt der Geschichte ein wenig die Fahrt und vielleicht auch den Kurs. Es sind einige Jahre vergangen und Rom sieht sich vor der Gefahr von Piratenangriffen, die die See- und Handelsrouten bedrohen und damit die gesamte Wirtschaft und das Wohle Roms. Cicero der sich inzwischen einen Namen im Senat gemacht hat, stellt sich auf die Seite des erfahrenen Feldherren Pompeius, der die Piraten mit Roms militärischer Macht bekämpfen möchte. Doch Ciceros Motivation ist und bleibt die politische Karriere voranzutreiben....

Politik kann spannend sein, wenn sie unterhaltsam und vor allem einfach und geradlinig erzählt, die der Leser auch versteht, ohne gleich zum Lexikon zu greifen. Robert Harris gibt der Geschichte seine unterhaltsame Note und schafft es die Politik dem Leser spannend zu präsentieren. Nicht nur die Person Ciceros sondern die gesamte politische Bühne Roms steht im Mittelpunkt seiner Geschichte, auch das betont der Autor in seinem Nachwort.

Fazit

„Imperium“ ist ein spannender, juristischer Krimi, der nicht nur unterhält, sondern dazu auch lehrreich ist. „Imperium“ ist mit Sicherheit kein Sachbuch, und möchte es auch gar nicht sein, aber wer etwas über das Leben und Wirken dieser politischen Figur lese möchte, der sei mit „Imperium“ gut beraten.

Michael Sterzik
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am 9. Mai 2007
Robert Harris hat ein Buch über Macht - lat. Imperium - geschrieben. Als langjähriger politischer Journalist in England weiß er wovon er schreibt, und das macht für mich den Reiz des Buches aus. Mit Cicero hat er den idealen Protagonisten für sein Vorhaben gefunden. War er doch der einzige Politiker im antiken Rom, der es ohne eine adlige oder reiche Familie im Rücken bis ganz nach oben geschafft hat, und der deshalb ein Meister des Machtspiels sein musste.

Die Machtkämpfe im Rom seiner Zeit und Ciceros Rolle darin sind das Sujet des Romans und Harris schafft es meisterlich, einen spannenden Plot daraus zu kreieren. Sehr spaßig wird es, wenn Harris deutlich macht, dass sich die Mechanismen und Finten der Macht seit den Zeiten der Urdemokratie Rom nicht wesentlich geändert haben. Oder kommt es jemandem nicht bekannt vor, wenn nach einem Angriff von Piraten auf die im Hafen liegende römische Flotte diverse Politiker die Terrorgefahr für Rom durch Piraten hochspielen und die dadurch ausgelöste allgemeine Hysterie dazu benutzen, die eigene Macht zu steigern und einen großen militärischen Feldzug gegen die Piraten und die sie beherbergenden Länder zu starten ?

Der Roman ist unterhaltsam und zeitweilig spannend geschrieben. Er mag zwar einige historische Fehler enthalten - wie heftig kritisiert wurde - aber das spielt letztlich keine Rolle. Man wird gut unterhalten und lernt noch etwas dabei. Das ist deutlich mehr, als man über die meisten anderen historischen Romane sagen kann.

Es wurde hier kritisiert, dass die Figuren und insbesondere der Protagonist blass bleiben und ohne Tiefe gezeichnet werden. Ich halte das für eine Qualität des Buches. Harris lädt nicht wie andere Autoren historischer Romane die geschichtlichen Charaktere mit spekulativen Charakterzügen und Gefühlswelten auf, was ja meist im Kitsch endet. Cicero tritt nicht als Ich-Erzähler auf, sondern er wird von seinem Sekretär und Assistenten beobachtet. Der Leser kommt Cicero auf diese Weise sehr nahe und lernt viel über ihn. Aber es bleibt dennoch eine Distanz, die dem Thema und dem Anliegen des Buches besser entspricht als pseudopsychologische Charakterspekualationen.
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am 13. November 2016
Das Buch ist leicht zu lesen, unterhaltsam und meistens gut gemacht. Dies ist ein Buch das man gut auf dem Weg zur Arbeit oder im Urlaub am Strand lesen kann. In ein paar Jahren werde ich mich an das Buch aber nicht mehr erinnern können.
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