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Kundenrezensionen

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am 14. April 2012
Eine geheimnisvolle Firma auf Hawaii mit Namen "Nanigen" rekrutiert Studenten aus dem naturwissenschaftlichen Sektor. Ihr Job: Im Miniformat eine völlig neue Welt erkunden, um Heilmittel zu finden. Sieben Studenten aus Cambridge folgen dieser Einladung des charismatischen Unternehmers Vin Drake auf die Insel. Peter Jansen, einer der Studenten, bekommt kurz vor der Abreise jedoch ein SMS von seinem Bruder Eric, der in Drakes Firma arbeitet. Die Botschaft: "Komm nicht". Kurz darauf wird Eric vermisst. Peter und seine 6 Kollegen kommen bald den kriminellen Machenschaften von Drake auf die Spur. Dieser sieht nur eine Lösung für sein Problem. Er muss die Studenten verschwinden lassen. Und was wäre da idealer, als sie einfach mit der Nanigen-Technologie auf eine Größe von 1,3 cm zu schrumpfen und in der Wildnis auszusetzen?

Michael Crichtons letzter Thriller ist wohl für die Leinwand geschrieben. Man hat eigentlich die ganze Zeit den Film dazu im Kopf, der ganz sicher als Blockbuster bald in die Kinos kommen wird. Die Geschichte selbst ist von der Idee her recht spannend, die Umsetzung ist dann doch etwas klischeehaft, wenn auch mit manchen Überraschungen. Die Kämpfe der Miniaturmenschen gegen Naturgewalten wie z.B. einen Platzregen oder gegen Untiere wie etwa eine Wespe oder Fledermäusen sind recht fantasievoll - eine Mischung aus "Jurassic Park" und "Reise zum Mittelpunkt der Erde". Aber gerade weil man sehr stark das Gefühl hat, dass hier immer an die Umsetzung im Kino gedacht wurde, ist die Geschichte eben nicht das spannendste, was ich jemals gelesen habe. Die Personengruppe bestehend aus 3 Frauen und 4 Männern ist so gewählt, dass es natürlich Konflikte gibt, dass natürlich ein Liebespaar darunter ist und natürlich ist einer der Gruppe das schwächste Glied. Klischee eben.

Das Buch ist ein typischer Crichton, wenn auch nicht der beste. Es ist Lesestoff für Regentage, ohne allzu großen Anspruch. Lesbar, aber kein "must-have".
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am 17. März 2016
der letzte Roman von crichton gibts nochmal spannend einen auf den latz, gekauft hatte ich mir das Buch weil ich gelesen habe der wird verfilmt von Spielberg, bin gespannt ob film oder das Buch besser sein wird!?
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am 5. April 2013
Stellen Sie sich eine Welt vor, bevölkert von gigantischen, giftigen und riesigen Tieren. Alles was dort regiert ist Hunger. Fressen und Gefressen werden. Aktion und Reaktion. Sogar die Pflanzen setzen Gifte und Pheromone ein um sich gegen jede Art von Angriff zu verteidigen und untereinander zu kommunizieren. Ein ewiger tödlicher Kreislauf, in dem nur die skrupellosesten überleben können.
Willkommen auf unserer Erde! Genaugenommen: Sehr nah dran... Auf und in der Fläche von 30 mal 30 Zentimetern befindet sich mehr Leben als in einer Großstadt. Nur wie kann man diese winzige Welt untersuchen und die Erkenntnisse für die Welt gewinnbringend nutzen? Die auf Hawaii ansässige Firme "Naningen" hat eine Technik entwickelt mit deren Hilfe genau das möglich ist. Durch starke magnetische Impulse ist es möglich Materie zu schrumpfen. Damit kann "Naningen" Maschinen und Menschen zur direkten Erforschung er Welt zu unseren Füßen einsetzen.
Auf der Suche nach hervorragenden und beeinflussbaren jungen Naturwissenschaftlern wirbt "Nanignen" an verschiedenen Universitäten in den USA Studenten an und lädt diese zu einer Besichtigung mit Aussicht auf einen gut bezahlten Job auf Hawaii ein. Der Tod eines Firmengründers, welcher auch der Bruder eines der eingeladenen Studenten war, rückt den Ausflug in ein zweifelhaftes Licht. Als der junge Student dem verbliebenen Firmenchef auf die Schliche kommt, lässt dieser die Gruppe kurzerhand schrumpfen. Die Studenten finden sich plötzlich in einer Welt wieder, die Teil ihrer eigenen Forschung ist. Nur sind sie jetzt Teil des Systems. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt...

Michael Crichton hinterließ große Fußspuren, in die niemand so schnell treten wird. Dass das vorliegende Werk lediglich als unvollendetes Fragment vorlag, welches Richard Preston vollendet hat, merkt man zwar beim Lesen, doch Preston gelingt es den Ton Crichtons hervorragend zu treffen.
Crichton kann man als Meister der Science-Thriller bezeichnen. Da er selbst Wissenschaftler war, legte er stets großen Wert auf Authentizität und den aktuellen Forschungsstand. Dabei liegen seinen Werken immer umfangreiche Bibliografien bei. Was Crichton dann tat, war lediglich das Weiterspinnen vorhandener Ideen und Theorien. Auch diese, so unwahrscheinlich und an den Haaren herbeigezogen diese klingen mögen, bauen meist auf bewiesenen Untersuchungen auf.
Crichtons Werke handeln oft von privatwirtschaftlichen Unternehmen, die die Relationen verlieren, von einem Skrupellosen Menschen geführt werden und letztlich kommt es zu einer Katastrophe. Das Schema ist meist gleich, doch hat er das ganze Prinzip so perfektioniert, dass man ihm diese Masche verzeiht. Intererssanterweise spielen in seinen Werken die Fragen nach der Ausbeutung um größtmöglichen finanziellen Nutzen und die nach der selbstlosen Forschung zum Wohle der Menschheit große Rollen. Doch zuletzt hat er es derart gut in "Jurassic Park" auf den Punkt gebracht. Und das ist schon über 20 Jahre her.
Die Charaktere sind dem Zweck entsprechend gezeichnet. Auf ihre Eigenschaften beschränkt dienen sie vor allem einem: dem Voranbringen der Story und der Darstellung der Wissenschaft. Dass in einem solchen Werk keinen tieferen menschlichen Dramen zu erwarten sind, dessen sollte man sich bewusst sein bevor man es beginnt zu lesen. Doch im Gegensatz zu Autoren die Schwierigkeiten bei den Dialogen haben, hat Crichton schon immer ein Händchen für diese gehabt. Mögen seine Figuren flach sein, doch seine Dialoge sind absolute Spitze.

Aus dem Nachlass eines stilprägenden Schriftstellers wurde ein ausgezeichneter Technik-Thriller veröffentlicht, der wie seine Vorgänger die Fragen und Vorstellungen des aktuellen Stands der Wissenschaft kritisch hinterfragt. Dabei erhebt Crichton zwar auch hin und wieder den oberlehrerhaften Finger, doch gelingt ihm auf diese Art etwas enorm wichtiges: Er regt den Leser zum Nachdenken und zur Selbstrecherche an.

Ein hervorragender Science-Thriller! Leider der wahrscheinlich letzte Roman aus Crichtons Nachlass.
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TOP 500 REZENSENTam 6. Oktober 2014
"Liebling ich habe die Kinder geschrumpft" stand wohl Pate bei der Buchidee, Menschen in eine Welt des großen Krabbelns zu schicken und mit mörderischen Miniwaffen zu konfrontieren. Der Plot ist recht einfach gestrickt. Technologiefirma arbeitet an neuen Waffen mit grenzenloser Gefährlichkeit wegen der Möglichkeit ihres heimlichen Einsatzes, verbrämt mit wissenschaftlichen Forschungen zur Bekämpfung von Krankheiten durch natürliche Stoffe, die von Insekten und/oder Pflanzen zur Abwehr von Fressfeinden entwickelt wurden und für Medikamentenentwicklungen interessant sein könnten. Dazu nutzt man eine Maschine, den Tensorgenerator, mit dem alles was hineingerät geschrumpft oder vergrößert werden kann. Vin Drake, der Chef der Firma beseitigt alle, die seinen Plänen zum Verkauf der Technologie an den Meistbietenden im Wege stehen, so dass das große Krabbeln immer begleitet wird vom großen Sterben. Am Ende siegt das Gute und der Bösewicht wird von seinen eigenen Killermaschinen zerhackt und zerschnitten. Das Labor wird dabei zerstört und damit ja die Spannung nicht ganz verloren geht, fliegt als letzte Aktion ein kleines silberglänzenden Etwas von den zwei verbliebenen der 7 Studenten weg, die von Vin Drake in die Mikrowelt verbannt wurden. Einige gute Ideen stecken zwar in dem Geschehen im Buch, die Mikrowelt wird jedoch mit so vielen Widersprüchen aufgebaut, dass es einem das Lesen verleidet. Obwohl z.B. die Oberflächenspannung des Wasser so groß ist, dass es schwerfällt hindurchzudringen, gehen die Protagonisten baden. Der Gang im Bau einer Solitärwespe ist so eng, dass er für die geschrumpften Studenten kaum passierbar ist, trotzdem kommt das noch größere Insekt dort durch und liefert den letzten verbliebenen Studenten bei seinen Larven als Futter ab und sich einen mörderischen Kampf mit der letzten noch kampffähigen Studentin in diesem engen Tunnel, die ihren da noch vermeintlich ungeliebten Leidensgenossen rettet und sich dank gegenseitiger Lebensrettung in ihn verliebt... Elektrisch betriebene Fortbewegungsmittel schaffen dutzende Kilometer in unwegsamem Gelände, obwohl heutige Elektroautos schon mit 300 bis 400 km ihre Probleme haben, so dass schon die Frage erlaubt ist, wieso sich das Energiepotential nicht proportional verkleinert, was zu einer ähnlich kleinen Reichweite von 3 - 4 km führen würde. Wie dieses Energieproblem gelöst wurde, dazu verhält sich das Buch nicht. Obwohl schon Kraft erforderlich war, die Wasseroberfläche zu teilen, scheitern die Helden nicht an der stattlichen Panzerung von Hundertfüßern und überleben zwar nicht als Jonas im Bauch des Wales, aber wenigstens im Kropf eines Vogels. Es ist so vieles an den Haaren herbeigezogen, selbst das Stolpern über ein Haar in der finalen Auseinandersetzung. Das 0,12 mm starke Haar eines Menschen verhält sich zu einem auf ein hundertstel seiner Größe geschrumpften Menschen wie ein 1.2 cm hohes Hindernis, nichts, was wirklich zum Stolpern geeignet erscheint. So stolpert die Geschichte von einem tödlichen Ereignis zum nächsten, richtig spannend wird es jedoch nicht, so dass tödliche Langeweile nur deshalb nicht aufkommt, weil der Text sehr schnell zu lesen ist. Das verdankt er seiner wenig anspruchsvollen Sprache. Alles zusammen also ein Buch zur Unterhaltung ohne großen Anspruch, das aber sicher die Chance hat, verfilmt zu werden, um ein bischen Horror mit amerikanischem Heldentum verbrämt über die Leinwand flimmern zu lassen.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. März 2012
Michael Crichton ist/war einer meiner Lieblingsautoren. Deshalb sah ich diesem Buch mit Spannung ,aber auch Skepsis entgegen. Leider ließ sich beim Lesen der Gedanke," hat das nun Crichton oder Preston geschrieben ?", nicht verbannen. Etliche Male kam mir der Schreibstil seltsam vor und ich dachte " so hätte Crichton nicht geschrieben". Ich glaube, es ist keine gute Sache, wenn ein Autor ein Buch beginnt, und ein anderer das Buch zu Ende bringt und versucht, den Stil zu kopieren. Abzug 1 Stern.
Zum Inhalt: Crichton hatte ja Super-Ideen und mir gefiel immer diese Mischung Fakt / Fiktion / Wissenschaft /Spannung. Ist auch in diesem Buch enthalten. Aber es ist halt nicht wirklich etwas Neues. Menschen kämpfen mit "großen" Tieren (Dino - Park ), werden verändert /gebeamt (was auch immer) (siehe Timeline), habe Abenteuer zu bestehen (Dino-Park, Timeline)Nanoroboter (Prey). Spannend ist die Geschichte aber auf jeden Fall und mir gefiel auch, wie die verschiedenen Tiere ziemlich detailliert dargestellt werden (hier kommt wieder der Wissenschaftler durch).
Aber ist es ein echter Crichton?
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am 16. April 2012
Die Grundidee ist alles andere als neu und war schon Bestandteil einiger seiner Romane, wie "Timeline" (mittels neuer Technik in die Vergangenheit reisen), "Jurassic Park" (Wiedererschaffung der Dinosaurier") und vor allem "Prey - Beute" (Minicomputer auf Basis von Nano-Technologie). Es ist ein zentrales Thema im Gesamtwerk von Michael Crichton: die Möglichkeiten der Technik und wie Menschen fahrlässig die Kontrolle drüber verlieren oder sie gar vorsätzlich mißbrauchen.

Das Kernproblem seines neuen und letzten Werkes "Micro" ist in meinen Augen nicht, dass es aufgrund des leider viel zu frühen Todes des Autors von Richard Preston fortgeführt wurde, sondern dass es schlichtweg zu einfach und konstruiert vom Plot her ist und zudem keine wirklich interessante Variantion seines Lieblingsthemas ist. Zu oft habe ich mich vor allem an den Nanotechnologiethriller "Beute" erinnert gefühlt - incl. des mehr angedeutet als wirklich offenen Endes.

Worum es geht, ist schnell erzählt:

Eine Gruppe von Studenten mit unterschiedlichen Spezialgebieten im Fachbereich Biologie werden von einem extrem erfolgreichen jungen Microbiologie-Unternehmen auf Hawaii angeworben, das von dem gleichsam charismatischen wie durch und durch bösen Vin Drake geführt wird. Als dieser sich von einem Studenten mit Mordvorwürfen zu dessen Bruder konfrontiert wird, versucht Drake die gesamte Gruppe umzubringen, in dem er sie - wie eben als innovative Technik in seinem Unternehmen entwickelt - auf microskopisch Größe verkleinert und einer Schlange zu Fraß vorwerfen will. Doch die Studenten können entkommen und versuchen im Urwald nicht nur ihr Leben zu retten (was natürlich einigen nicht gelingt) bzw. wieder Originalgröße zu erlangen, sondern auch Drake das Handwerk zu legen. Und die Zeit läuft gegen sie, weil der Verkleinerungsprozess (natürlich) noch nicht ausgereift genug ist und daher tödliche Nebenwirkungen hat, sofern man sich nicht schnell genug wieder vergrössern lässt.

Natürlich ist auch "Micro" ein typischer Crichton-Mischmasch aus Thriller und wissenschaftlichem Lehrbuch. Die Studenten haben immer wieder Zeit genug, sich gegenseitig alles Wissenswertes aus ihrem jeweiligen Fachgebiet vorzudozieren. Das ist zwar durchaus interessant und auch gut verständlich geschrieben, aber leider nicht wirklich realistisch in die Handlung eingebettet. Zudem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die von den studenten zurückgelegten Entfernungen nicht wirklich zu dem dafür dargestellten Zeitfenster gepasst haben... es wirkte für mich teilweise sehr unrealistisch. Und das ist zumindest für den früheren Crichton, aber auch für Preston eher ungewöhnlich, denn beider Romane zeichneten sich vor allem durch exzellent recherchierte wissenschaftliche Fakten aus.

Hier ist schlichtweg ein unausgegorener und zudem auch nur leidlich spannender Mix entstanden, der nicht wirklich begeistert, sondern vielmehr irritiert. das ist schade, denn Crichton hätte sicherlich einen besseren, seinem Gesamtlebenswerk entsprechenden letzten Roman verdient gehabt. Von mir gibt es auch nur 2 Sterne!
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am 8. August 2014
Der Beginn ist das Beste vom ganzen Buch. Da gibt es noch Überraschungsmomente und da wird der Leser in den Bann gezogen. Dann aber, in der Mikrowelt, wird der Storyablauf vorhersehbar. Und ist auch nicht wirklich interessant. Woran das liegt ist mir nicht klar, denn der Hintergrund scheint gut recherchiert zu sein. Am Ende wird es dann wieder knackiger, aber traurigen Auges habe ich das Buch nach dem Fertiglesen nicht weggelegt.
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am 23. Juni 2015
Während Crichtons Romane "Andromeda" oder "Jurassic Parc" wirklich am Rande des wissenschaftlich machbaren agierten, verkommen spätere Werke immer mehr zum Mainstream - so zum Beispiel "Timeline", was einfach eine schlechte Zeitreisegeschichte ist.. Naja - lässt sich auch besser Geld mit verdienen.

Nach "Timeline" ist "micro" dann wohl das Ende des Wissenschafts-Thrillers. Unter Vernachlässigung jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis (sowie des gesunden Menschenverstands) wir hier "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" oder "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C." in eine platte Erzählung gestopft.

Also: wenn ein Körper um den Faktor 100 in jeder Dimension geschrumpft wird, hat er danach nur noch ein Millionstel des Volumens (1/100 x 1/100 x 1/100). Wenn sich die spezifische Dichte (beim Menschen ziemlich genau 1) nicht ändert hat er auch nur noch ein Millionstel der Masse. Ich selbst wäre dann also 1,85 cm groß und würde 92 Milligramm wiegen. Wo ist die restliche Masse geblieben? Ja, und wo kommt sie beim "Entschrumpfen" wieder her? Lassen wir mal weg - verwirrt nur den Leser. Reicht doch, wenn man behauptet, dass durch starke Magnetfelder jegliche Materie auf einen Bruchteil ihrer Größe komprimiert werden kann. Achja, wenn die Masse nicht verloren geht würde ich mit 1,85 cm Größe immer noch 92 kg wiegen und hätte somit die Dichte der äußeren Hülle eines Neutronensterns. Bei dieser Dichte würde ich vermutlich direkt zum Mittelpunkt der Erde sinken und müsste mich nicht mit irgendwelchen Kabbelviechern rumärgern.

Wenn man so klein ist, vergeht die Zeit schneller, was sich im Höhrbuch so darstellt, dass sich für die WInzlinge die Sprache der Ungeschrumpften anhört wie ein langsamer abgespieltes Tonband - häh? - EInstein? Aber durch ein besonderes Funkgerät lässt sich das beheben - doppelt häh?

Durch ausführliches Nennen von Markennamen sowie von wissenschaftlichen Namen von Pflanzen und Tieren wird der Anschein der Wissenschaftlichkeit erweckt. Damit wird über die schlampige Recherche, was Fakten angeht, hinweggetäuscht.
Alles in Allem ist dieser Roman nichts weiter als eine billige Kindergeschichte mit Horror-Einlagen, unter Weglassen jeglichen wIssenschaftlichen Hintergrunds.

Achja, die "Tensor-Krankheit" erinnert doch stark an die Effekte der Zeitreise in "Timeline". Bloß dass die Tensor-Krankheit durch Magnetfelder recht einfach zu heilen ist. Meine Güte, was für ein Schmarrn..

Ich habe ja nix dagegen, wenn ein Autor den einen Schritt über die Grenzen des Bekannten hinaus geht und eine gute Geschichte erzählt ("Andromeda" und "Jurassic Park") aber alles Bekannte beiseite zu wischen... das ist ärmlich.

Dringend vom Kauf abzuraten!
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am 8. Juni 2015
Michael Crichton beweist in seinem letzten Roman einmal mehr, dass er zu den ganz großen Thrillermeistern zählte. Und wieder versteht es der studierte Mediziner gekonnt, Natur und Technik miteinander zu verbinden. Hat er in seinen berühmtesten Werken "Jurassic Park" und "The Lost Wolrd" noch gentechnisch aus der Urzeit zurückgehote Dinosaurier auf Menschen gehetzt, geht es diesmal von der Welt des Makro- in den mindestens ebenso spannenden Mikrokosmos. Mit Hilfe modernster Technologie wird eine Gruppe Menschen geschrumpft und mitten auf Hawaii ausgesetzt. Dort erwarten sie allerlei gefährliche "Monster", etwa Ameisen, Tausendfüßer und hungrige Vögel. Einmal mehr werden sie von Jägern zu Gejagten und müssen einen Weg finden, wieder ihre normale Größe zu erreichen.

Was zunächst an "Micro" auffällt ist, dass Crichton (oder doch eher Richard Preston, der das Werk nach Crichtons Tod vollendete) sich im Vergleich zu den Vorgängerwerken weit weniger detailliert mit der Technik auseinandersetzt. In "Jurassic Park" wurde noch in klitzekleinen Schritten erklärt, woher die Dino-DNA kam, wie sie gewonnen wurde und wie man letztendlich Dinosaurier erschaffen konnte. Und auch in "Timeline" hat Crichton recht ausführlich die Idee der "Zeitreise" erklärt. Das alles wird in "Micro" auf wenige Zeilen gepackt, was leider dafür sorgt, dass alles weniger "stimmig" wirkt. Die Zeichnung der Figuren ist diesmal auch weniger tiefgehend. Die meisten Personen wirken äußerst statistenhaft und sind völlig austauschbar. Zudem fehlt meiner Meinung nach eine interessante Sympathiefigur, mit der der Leser sich identifizieren kann. Also eigentlich nicht gerade die ideale Voraussetzung für eine gute Rezension, oder?

Wenn man vernachlässigt, dass die Schrumpfungstechnik ziemlich hanebüchen und die Figuren äußerst austauschbar sind, ergibt sich dennoch ein spannender, kurzweiliger Thriller, der rasch gelsen ist und einen Einblick in eine Welt gibt, die uns sonst meist verborgen bleibt. Wenn die Gruppe über den Waldboden stapft und Crichton fast schon begeistert wie ein Junge mit einem Lupenglas daherkommt, dann kann man sich das mannigfaltige Leben im und auf dem Boden bildlich vorstellen, selbst ohne ein Mikroskop zur Hand zu haben. Springschwänze, Ameisen, Wespen...alles Tiere, die uns schon von Natur aus ungeheuerlich vorkommen und für einen Unterhaltsungsroman daher perfekt geeignet sind. In vielen ähnlichen Werken geht man den Weg, diese Kreaturen zu "vergrößern". Dann legen Killerinsekten von der Größe eines Hauses ganze Städte in Schutt und Asche. Das Problem ist nur, dass physikalisch beispielsweise die enorme Hubkraft von Ameisen nur deshalb möglich ist, weil die Tiere so klein sind. Darum wirken sie viel beeindruckender, wenn man wie Crichton den umgekehrten Weg geht und stattdessen die Menschen schrumpft.

Der Roman zeigt, dass in der Natur ein ständiger Kampf ums Überleben stattfindet, unseren Augen verborgen und doch omnipräsent. Genau das ist es, was den Roman ausmacht und eine gute Bewertung dennoch zulässt. Es ist das Gefühl, dass man trotz der obskuren Technikbeschreibeung gerne glauben möchte, alles könne sich so zutragen.
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am 5. Juli 2015
Ich habe mir das Buch für den Urlaub am Strand gekauft.
Ich hatte anhand der Rezensionen den Anspruch an den Roman, dass es sich um eine Lektüre der seichteren Art mit einer netten Story handelt.
Ich hatte also weder Ansprüche an Logik oder übermäßige Spannung.
Ich kann sagen, dass die Erwartungen mit denen ich an den Roman herangegangen bin voll erfüllt wurden.

Pro:
- gute Idee für die Story
- flüssiger Handlungsstrang
- interessante Einblicke in die "Microwelt"

Contra:
- die Figuren wirken unglaublich farblos und man entwickelt für keine auch nur annähernd Gefühle wie Sympathie oder Antipathie. Sie bleiben einem ziemlich egal, was auch der Grund dafür ist dass man nicht wirklich mit ihnen mitfiebern und sich in die Story hineinversetzen kann.
- etwas mehr Spannung hätte nicht geschadet.

Fazit:
Als günstigere Taschenbuchversion für den Strandurlaub durchaus geeignet. Ich hatte meinen Spaß mit dem Roman.
Der Autor hätte allerdings Welten mehr aus dieser genialen Romanidee herausholen können.

Als gebundene Ausgabe wäre es mir das Geld nicht wert gewesen.
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