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am 15. Januar 2017
Wie Teil 1, flüssig und mit Humor geschrieben. Die parallelen zu unserer aktuellen Welt sind erschreckend. Ich werde Teil 3 sicher auch lesen.
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am 7. Mai 2017
Der 1957 in Nottingham geborene britische Journalist, Sachbuchautor und Schriftsteller studierte in Cambridge Geschichte, war als Reporter bei der BBC, als Redakteur beim Observer und als Kolumnist bei der Sunday Times tätig. Neben Romanen verfasst er auch Sachbücher und lebt mit seiner Familie in Berkshire. Der vorliegende Roman ist nach „Imperium“ der zweite Band zu einer Trilogie über Cicero und mein zweiter Roman des Autors.

Zum Inhalt (Klappentext): Cicero hat es geschafft – Verhandlungsgeschick und sein Redetalent haben ihn an die Spitze der Macht gebracht: Er bekleidet als Konsul das höchste Amt in Rom. Aber seine Widersacher haben sich längst formiert. Eine große Verschwörung droht die gesamte Republik zu stürzen. Und immer wieder scheint es der gerissene Caesar zu sein, der im Hintergrund die Fäden zieht ...

Meine Meinung: Nachdem es im ersten Band um die Anfänge (79-70 v. Chr.) und um Ciceros Aufstieg zum Konsul (bis 64 v. Chr.) geht, behandelt der zweite Band nun das Jahr 63 v. Chr., in dem Cicero (*3.1.106 bis 7.12.43 v. Chr.) als Konsul tätig ist plus die vier nachfolgenden Jahre (bis 59 v. Chr.), in dem Caesar Konsul wird. Im englischen Original heißt dieser Roman „Lustrum“, was allg. für einen Zeitraum von 5 Jahren, ein Jahrfünft steht. Erzählt wird wieder aus der Perspektive seines Sklaven, dem Sekretär Tiro, der eine Kurzhandschrift erfand und somit alle Reden von Cicero in Echtzeit mitschreiben konnte. Im Nachwort ist nachzulesen, dass Tiro tatsächlich eine mehrbändige Biografie über Cicero verfasste, die allerdings leider verloren ging.

Der Roman liest sich tw. so spannend wie ein Thriller – obwohl es anfangs ein bisschen Zeit braucht, bis das Geschehen richtig in Gang kommt –, da Cicero neben dem Triumvirat Caesar, Pompeius und Crassus zahlreiche Feinde hat (Catilina & Co.), mehrmals um sein Leben fürchten muss und sogar eine groß angelegte Verschwörung aufdeckt. Dabei gelingt es dem Autor meisterhaft, die unterschiedlichen Charaktere (die in diesem Band zahlreich sind, es gibt sogar ein Namensregister im Anhang) herauszuarbeiten und v.a. Ciceros Charakter ist sehr komplex gezeichnet mit vielen Grautönen – auch wenn er stets zum Wohle Roms agiert, kann er seine Fehler und Schwächen nicht ganz verbergen, was ihn wiederum sehr menschlich und authentisch macht.

Fazit: Sehr gut recherchierte Biografie mit großem Unterhaltungswert! Wer den ersten Teil gelesen und genossen hat, kommt an dieser Fortsetzung kaum vorbei. Außerdem freue ich mich schon auf den abschließenden dritten Teil „Dictator“, in dem sich Cicero wohl gegen Caesars Diktatur wehren muss. Von mir gibt es die vollen 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!
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am 2. März 2017
Spannend geht es mit Ciceros Leben weiter! Und das, finde ich, ist die großartige Leistung von Robert Harris: Dass er es schafft, mich weiter für seine Bücher zu besgeistern, obwohl ich über Ciceros Leben bereits im Bilde bin. Ich weiß, dass dieses Buch Fiktion ist, aber es basiert ja trotzdem auf wahren Begebenheiten, Harris hat das alles so gründlich recherchiert und ich habe so viel dazugelernt!

Der zweite Teil gefällt mir besser als der erste, einfach weil Cicero im Moment noch so erfolgreich ist und gerade seinen Höhepunkt in seiner Karriere erlebt. Aber ja, dies bedeutet natürlich, dass Cicero es nicht mehr so weit schaffen wird, und davor graut es mir; ich will nicht über seinen Exil und Tod im dritten Teil lesen. Aber ich muss einfach, ich verfluche dich Harris!

Ich habe übrigens einen neuen Lieblingscharakter: Cato. Ich find den so genial und witzig! Tut sogar ein bisschen weh zu wissen, dass er tot ist.
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am 9. August 2016
Überraschenderweise ist das Meiste in Brecht's Roman "Geschäfte des Herrn Julius Caesar" ebenfalls aus der Sicht eines Sklaven geschrieben. Während Cicero Konsul, also ganz oben ist, ist Caesar nur einfacher tiefverschuldeter Senator mit seinen ganz eigenen Problemen. Auch werden in "Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar" viele wirtschaftliche Probleme, die kleinBauer und kleinUnternehmer betreffen, sowie auch die der Arbeitnehmer beschrieben und die damit verbundene Unzufriedenheit des "Pöbels" mit der privilegierten Regierung.
Da beide Romane chronologisch die fast selbe Epoche beschreiben, (ab Kapitel 5 Harris und Kapital 2 Brecht treffen beide Romane mir Caesar's Wahl zum Oberpriester zusammen,) lassen sie sich parallel lesen und dadurch die selben Ereignisse aus zwei Perspektiven betrachten.
(Caesar's Amt als Prätor, das er mit Crassus' Hilfe gekauft und dafür benutzt (so Brecht), um sich vor der Untersuchung wegen der Catilinaaffäre zu schützen, wird in Titan fast übersprungen und als "kein erfolgreiches" bezeichnet. Harris behauptet dass seine Wahl zum Oberpriester das Entscheidende für die spätere Macht war. Brecht aber beschreibt, Caesar's Amt als Oberpriester hat mehr gekostet als eingebracht und dass er erst durch das Prätoriat seinen Provinz-Statthalterposten für Spanien bekommen hat, der ihm ja auch später (so ebenfalls Harris) seinen militärischen Triumph und damit die Unterstützung für das Konsulat einbrachte.)
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am 21. Juni 2011
Mit "Titan", einer gelungenen Mischung aus Polit-Thriller und historischem Roman, legt der Bestsellerautor Robert Harris die Fortsetzung seines Erfolges "Imperium" vor. Die als Trilogie angelegte Romanserie schildert das Leben und die Karriere des römischen Politiker Ciceros. Der deutsche Titel 'Titan' lässt an einen Cicero denken, wie man ihn aus dem Lateinunterricht kennt: den grossen Redner und Staatsmann. Doch Harris' Cicero ist kein Titan, sondern ein Mensch mit Stärken und Schwächen. Treffender ist da der englische Titel "Lustrum", der mit der Mehrdeutigkeit des lateinischen Begriffs spielt. Denn "Lustrum" umschreibt das Sühneopfer der Zensoren für die kommenden fünf Jahre, kann aber auch "Morast", "Lagerplatz der wilden Tiere" oder "Bordell" bedeuten - und jeder dieser Aspekte lässt sich gleichermassen im Buch wiederfinden.

Der Roman schildert die Ereignisse der Jahre 63-58 v. Chr.: Cicero hat allen Anstrengungen seiner Feinde zum Trotz die Wahl zum Konsul gewonnen und steht nun an der Spitze des Staates. Doch schon die erste Szene lässt erahnen, dass seine Amtszeit nicht einfach sein wird: Die Leiche eines jungen Sklaven wird aus dem Tiber gezogen und alles deutet auf einen Ritualmord hin. Cicero glaubt zwar nicht an Omen und Vorzeichen, aber trotzdem wirft dieser Vorfall seinen Schatten auf die Zukunft, denn pikanterweise ist der Besitzer des Opfers Ciceros Amtskollege als Konsul. Schwerwiegendere Probleme kommen hinzu: Catilina, sein Rivale im Wahlkampf, kann seine Niederlage nicht vergessen. In seinem Umfeld sammeln sich Aristokraten, die auf den Emporkömmling Cicero herabblicken, korrupte Politiker sowie weitere dubiose Gestalten. Und im Hintergrund erscheint immer wieder eine Figur, die letztlich Ciceros Karriere entscheidet: C. Julius Caesar, der ein grösseres Spiel im Auge hat, als Cicero sich zunächst vorstellen kann. Der frischgebackene Konsul muss sich verschiedenen Fragen stellen: Wie weit wird Catilina, getrieben durch seine Rachsucht, gehen? Wie gross ist Ciceros Spielraum als Politiker wirklich? Und: sind illegale Methoden gerechtfertigt, wenn damit die Republik gerettet werden kann?

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Tiros, Ciceros Haussklaven und Sekretärs. Als ständiger Begleiter seines Herrn ist er bei allen Ereignissen dabei, ohne selbst aktiv einzugreifen. Er schildert Cicero nicht nur als glänzenden Redner und klugen Politiker, sondern auch als Menschen, der gegen Unsicherheiten und Lampenfieber kämpft und aus Selbstüberschätzung grobfahrlässige Fehler begeht. Generell wirkt die Figurenzeichnung liebevoller und detaillierter als im ersten Teil der Trilogie. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Ciceros Familie. So entwickelt sich etwa Terentia von einer nörgelnden, auf Einfluss und Ansehen bedachten Ehefrau zu einer klugen Beraterin. Auch wird der Konflikt zu Ciceros Bruder Quintus gezeigt, der mit dessen Entscheidungen nicht immer einverstanden ist. Nur Tiro, der Erzähler, bleibt flach und wenig nachvollziehbar. Die schwächsten Szenen im Roman sind denn auch jene, in denen Tiro seine Rolle als Beobachter ablegt und selbstständig handelt. Ansonsten gelingt es Harris erneut, eine vergangene Welt lebendig werden zu lassen. Im gelungenen Wechselspiel zwischen Polit-Thriller und historischem Roman kommen neben den Intrigen auch die Alltagsszenen nicht zu kurz, die das Alte Rom plastisch hervortreten lassen. Bemerkenswert ist besonders, wie es Harris gelingt, sich strikt an den historischen Fakten zu orientieren und seinen Figuren dennoch Lebendigkeit und Charaktertiefe zu verleihen: Selbst wer aus dem Lateinunterricht noch weiss, wie die Geschichte ausgeht, kann das Buch kaum aus den Händen legen.
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am 15. November 2009
Robert Harris' "Lustrum" (so der englische Originaltitel, der deutsche Titel "Titan" ist einfach nur idiotisch) ist weit besser gelungen als der erste Teil "Imperium". Denn "Imperium" lässt uns schließlich nur auf die Anfänge der Karriere des Politikers Cicero blicken und endet, als er mit der Wahl zum Konsul den Gipfel erreicht. Und eigentlich wird es ja zu diesem Zeitpunkt erst spannend, denn die Catilinarische Verschwörung (die den größten Teil von "Lustrum" einnimmt) bietet Material für einen zeitlosen Polit-Thriller der Sonderklasse. Cicero (der im ersten Teil fast zu idealistisch gezeichnet wird) versucht, den gegen die politische Ordnung Roms gerichteten Putsch zu verhindern und seine Hintermänner aufzudecken, und sich dabei selbst treuzubleiben. Dabei kreuzt er aber das Fahrwasser der Giganten Pompeius und Caesar, die ihre ganz eigenen Pläne haben. Cicero ist als zentrale Figur dieses Buches viel glaubwürdiger als im ersten Teil, weil er fehlbarer ist (im ersten Buch scheint ihm alles zu gelingen), er muss gleichzeitig Detektiv und Politiker sein und muss gegen Ende des Bandes schließlich die Rechnung dafür bezahlen, dass er versucht hat, seinen Überzeugungen treuzubleiben. Auch die berühmte Rede gegen Catilina ("Quousque tandem..." jedem Lateinschüler noch bekannt) kommt in einer modernen Übersetzung zu ihrem Recht. Einziger echter Kritikpunkt ist für mich, dass einige Nebenfiguren (und mit Caesar sogar einer der Protagonisten) relativ schemenhaft bleiben. Insgesamt ein überaus spannender Politthriller, der zeigt, dass das alte Rom mehr als lebendig ist.
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am 27. März 2017
Ein super Buch! Die spannende Geschichte fesselt - obwohl ich die Geschichte im Grunde kannte. Wirklich ein tolles Buch. Für Fans von historischen Romanen ein Muss, für alle anderen eine klare Empfehlung. Einzig könnte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe in der Schilderung der Umstände des Lebens im Antiken Rom wünschen - aber man ist auch so ganz mit hineingenommen und kann eintauchen in diese bewegte Epoche der Geschichte.
Der einzige Fehler, den ich gemacht habe: ich habe diesen Band als ersten aus der Reihe gelesen. Beim Lesen machte mir das nichts, man kann der Handlung wunderbar folgen und merkt kaum, dass es der zweite Band einer Reihe ist. Allerdings ist mir beim Lesen des ersten Bandes klar geworden, was mir tatsächlich fehlte. Die ganze Größe dessen, was Harris hier geschaffen hat, wurde mir erst beim Lesen des ersten Bandes deutlich.
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am 4. März 2016
Ich gehöre noch zur Generation, die 7 Jahre, 6 Tage die Woche (!) eine Stunde Lateinunterricht hatte. Ich habe auch ein paar Abhandlungen Ciceros gelesen (z.B. über den Tod), aber wir haben immer derart mit der Grammatik gekämpft (extrem flektierende Sprache), dass wir nie richtig dazu gekommen sind, über den Inhalt zu sprechen. Cicero war für uns alle (!) ein vom Lehrplan verordnetes Übel. Wir hatten nie über die zeitliche Einordnung relativ zu Grassus, Catilina, Clodius oder Caesar gesprochen - übrigens auch nicht im Geschichtsunterricht - dort nahm man wahrscheinlich an, das machen ja eh die Lateiner! Vor diesem Hintergrund ist eine deutschsprachige Bewertung in einer Romanform sehr nützlich. Der Roman ist geschrieben in Ich-Form des langjährigen Sklaven und Sekretär Markus Tullius Tiro, der eine eigenständige Kurzschrift ersonnen hatte, um alle Reden und Bemerkungen bzw. Diskussionen wortwörtlich mitschreiben zu können. Das ist der Grund weshalb soviel Informationen über Cicero vorhanden sind. Getreu seinem Motto: "Gesprochenes vergeht, nur Geschriebenes hat Bestand". Das Buch und die beiden anderen Bücher der Trilogie haben mich bereichert.
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am 27. November 2009
Ich habe zuerst "Imperium" und jetzt "Titan" gelesen und fand beide Bücher hervorragend. Wie interessant und vor allem spannend man doch über Politik und Geschichte erzählen kann, sogar mit einer Prise Humor!
Seit der Lektüre habe ich mich auch intensiver mit unserer Poltik und unserem Rechtssystem auseinander gesetzt.
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am 27. April 2012
Tiro kann seine Story aus "Imperium" weitererzählen:

Cicero ist auf dem Gipfel seiner Macht angekommen. Er ist Konsul, die Schar seiner Widersacher ist entweder außer Landes oder kaltgestellt. Allein Catilina ist in der Lage Cicero zu bedrohen, allerdings kann dieser den von Catilina angezettelten Aufstand im Keim ersticken, Catilina fällt seinem Putschversuch zum Opfer. Mit der Rückkehr Cäsars allerdings beginnt Ciceros Abstieg. Ziemlich hochmütig geworden unterschätzt er Cäsars Bauernschläue ein ums andere Mal bis er zuletzt in einer scheinbar ausweglosen Sitution feststeckt....

Im Gegensatz zu "Imperium" ist "Titan" wesentlich spannender geschrieben. Ciceros Charakter bekommt hier auch seine ersten Macken: er stellt seinen Widersachern eine Falle, fälscht hier und da ein paar Beweise und schreckt auch vor einigen nicht ganz legalen Mitteln nicht mehr zurück solange er damit seine Stellung sichern kann.
Harris stellt Cicero nicht mehr als den integren Moralisten aus "Imperium" sondern eher als einen Machtpolitiker dar, der an den alten Strukturen der untergehenden Republik Roms um jeden Preis festhalten will und dabei unweigerlich in seinen Untergang steuert. Zu diesem Zwecke bandelt er sogar mit seinen patrizischen Erzfeinden an.

"Titan" selbst ist besser als "Imperium", ein mehr als lesenswerter historischer Politthriller der den Leser in seinen Bann zieht.
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