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Das Geständnis: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 21. November 2016
Der Roman spielt im Jahr 1998 und ist auf beängstigende Weise zeitgemäß. Es geht um die Todesstrafe und um zweierlei Recht in den USA – für Weiße oder für Schwarze. Es geht auch darum, dass in Texas, Mississippi oder Kansas auch heute noch die juristischen Uhren völlig anders ticken, als im Rest des Landes.

Bei einem Pfarrer einer Kirchengemeinde taucht ein Mann auf und bezichtigt sich des Mordes, begangen vor über neun Jahren. Brisant an seinem Geständnis ist, dass für eben diesen Mord in knapp einer Woche ein anderer Mann per Giftspritze – gängige Praxis in Texas – hingerichtet werden soll. Das einzige Vergehen des Todeskandidaten – wenn man es so nennen will – ist die Tatsache, dass er schwarz ist.

Als Schwarzer unschuldig in der Todeszelle, knapp eine Woche vor der Hinrichtung, da besteht wenig Anlass zur Hoffnung. Der Gouverneur von Texas, nur er kann einen Aufschub anordnen, hat vor allen Dingen seine Beliebtheit bei den weißen Wählern und seine anstehende Wiederwahl im Kopf. Das soll er für einen schwarzen Todeskandidaten, der auch noch dumm genug war, ein Geständnis abzulegen, aufs Spiele setzen? Auch wenn das Geständnis unter dubiosen Umständen zustande kam, und es eine amouröse Verquickung zwischen Richterin und Staatsanwalt gab. Die Geschworenenliste, ein ebenso brisantes Thema. Weshalb haben über einen schwarzen Angeklagten nur weiße Geschworene geurteilt?

Schließlich tauchen vor einer Hinrichtung immer wieder Spinner auf, die sich nur wichtig machen wollen. Nicht zu vergessen – der Mann, der sich als Mörder bezeichnet, steht kurz vor seinem eigenen Dahinscheiden – Hirntumor in fortgeschrittenem Stadium. Obwohl Weißer, ist er mit seinen Selbstbezichtigungen absolut unglaubwürdig, denn er hat sein halbes Leben wegen diverser Sexualdelikte im Knast verbracht.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die immer noch für den Todeskandidaten aktive Anwaltskanzlei nimmt sich der Sache an und versucht einen Aufschub zu bewirken. Aber die Mühlen der Justiz mahlen stetig und unerbittlich, sind kaum aufzuhalten.

John Grisham schildert die Verwahrlosung – anders kann man es kaum nennen – der US-amerikanischen Justiz. Minutiös beschreibt er, wie hinter den Kulissen gemauschelt wird, wobei die Schuld oder Unschuld des Beklagten Nebensache ist. Da geht es um Wiederwahl des Bezirksstaatsanwaltes oder der Richter, Menschenleben sind zweitrangig. Überlegenswert ist höchstens noch die Frage, ob mit Rassenunruhen zu rechnen ist und ab wie vielen Hausbränden oder sonstigen Übergriffen die Nationalgarde alarmiert werden muss.

Wie bei jedem Roman muss auch hier im Epilog stehen – alle Personen und Sachverhalte sind frei erfunden. Das muss sein, will der Autor sich nicht selbst vor Gericht wiederfinden. Andererseits sind die Schilderungen der Abläufe derartig detailgenau, dass man annehmen darf, der Autor hat sich als Vorlage wahrer Begebenheiten bedient. Naheliegend, denn John Grisham war selbst Anwalt für Strafrecht in Southaven/Mississippi. Er kennt die Südstaaten und das US-Strafrecht aus eigenem Erleben.

Beschrieben wird auch das geltende Wahlgesetz, ein durchaus aktuelles Thema. Der Mensch, der nichts oder wenig besitzt, hat kaum Chancen, sich in die Wählerlisten eintragen zu lassen und verständlicherweise hat er auch wenig Interesse daran. Er ist mit dem Kampf ums Überleben beschäftigt und der ist in den USA ungleich härter als alles, was wir uns hier in Deutschland und Europa vorstellen können.
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am 30. September 2014
Nachdem ich früher fast jedes Buch von John Grisham gelesen hatte, war dies mein erstes Buch von ihm seit einigen Jahren.

"Schon wieder ein Buch zum Thema Todesstrafe", mit diesem Vorurteil musste es kämpfen, es wirkte laut Klappentext wie der Abklatsch eines älteren Werkes von ihm. Trotzdem gab es eine Chance und ich war sehr positiv überrascht!

Überrascht war ich vom Tempo mit dem die Geschichte erzählt wird und das gleich von Beginn an. So temporeich kannte ich John Grisham bislang nicht, was auch dazu führte, dass ich das Buch unweigerlich binnen kürzester Zeit zu Ende gelesen hatte.

Überrascht war ich auch von der Handlung und der Beschreibung der Charaktere. Wie Donte jahrelang im Gefängnis saß und wartete ist sehr erlebbar beschrieben. Mir wurde die Grausamkeit der Todesstrafe sehr bewusst.

Überrascht war ich auch über die Spannung, die sehr lange aufrecht erhalten wird.

Insgesamt also eine große und positive Überraschung. Kleinere Fehler gibt es, manche Charaktere bedienen sich der erwarteten Klischees. Aber darüber ließ mich die Spannung hinweg sehen.

Das Buch ist sicher kein absolutes Meisterwerk, aber ein spannendes und unterhaltsames Buch.
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am 31. Oktober 2014
Ich habe Ewigkeiten keinen Roman von John Grisham mehr gelesen. Nachdem ich aber von "Das Komplott" sehr angetan war, folgte "Das Geständnis" auf meinen Kindle. Das Buch ist spannend geschrieben und dem ernsten Thema "Todesstrafe" wird neben / während der eigentlichen Geschichte genügend Platz eingeräumt, um sich persönlich damit auseinaderzusetzen.
Jedem Fan von Romanen aus dem Bereich der Strafprozesse ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen.
Grisham ist wirklich ein Meister seiner Kunst.
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am 22. September 2013
Der junge farbige Footballspieler Donté Drumm sitzt seit 9 Jahren in einem texanischen Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Angeklagt wurde er für den Mord an einer Klassenkameradin. Sein Geständnis, welches er inzwischen widerrufen hat, wurde dem jungen Mann von zwei eifrigen Polizisten die schnell einen Schuldigen finden wollten, förmlich in den Mund gelegt.Die Leiche des ermordeten Mädchens wurde nie gefunden. Seine Familie und sein Anwalt Robby kämpfen seit Jahren verzweifelt um eine Wiederaufnahme des Verfahrens um seine Unschuld zu beweisen. Verbeblich. Eine Woche vor dem geplanten Hinrichtungstermin taucht in Topego/Missouri bei dem Prediger Keith ein Mann auf und gesteht den Mord an dem jungen Mädchen. Keith schenkt dem mehrfach vorbestraften todkranken Mann anfangs nicht. Doch der fremde kennt zu viele Einzelheiten. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Keith nimmt Kontakt zu Dontés Anwalt auf. Als dieser im schließlich glaubt macht sich der Prediger mit dem auf Bewährung entlassenen vermeintlichen Mörder auf den Weg nach Texas. Doch ist der Mann wirklich glaubwürdig? Reicht sein Geständnis aus um die Richter zu überzeugen die Hinrichtung aufzuschieben? Das Buch ist von der ersten Seite an spannend. Ich konnte es teilweise kaum aushalten. Neben der Geschichte geht es um die kritische Auseinandersetzung mit der Todesstrafe in Texas und um den immer noch bestehenden Rassenkonflikt. Ein echter Grisham eben.
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am 9. Juni 2016
Die Buch ist die mir beste Beschreibung, warum man das Justizsystem der USA, deren Politik und Gesellschaft keinesfalls unterstüzen sollte. Es ist eine Mahnung, die mir den Weg Europas mit all seinen Schwierigkeiten, aber seiner freiheitlichen und kooperativen Tradition mit der zum Teil jahrhundertealten Justiztradition als einen wahren Glücksfall erscheinen lässt.
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am 7. September 2017
Der Roman ist spannend geschrieben und hat mich auch in seinen detaillierten Beschreibungen wieder beeindruckt. Nur die letzten Seiten ziehen sich in die Länge. Insgesamt sehr lesenswert.
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am 6. März 2016
Ein für mich ist es ein langweiliger Roman mit nur wenigen Seiten wo man das Buch nicht aus der Hand legt. Alles ist ziemlich vorhersehbar und im Grunde genommen plätschert die Handlung nur so dahin... Keine Überraschungen, keine unerwarteten Wendungen...
In den USA mag es ein großes Thema sein bezüglich der Todesstrafe -- ja oder nein. Jedoch wäre es vielleicht besser gewesen "die Firma" ein zweites Mal zu lesen.
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am 16. September 2013
Lieber Leser!
Das Geständnis ist ein großartiges Buch! Es ist sehr spannend, gut recherchiert und sehr wirklichkeitstreu. Es zeigt die menschlichen Abgründe, wenn es um Macht und Vorteile geht und das nicht nur in der Politik sondern auch im geschäftlichen und privaten Bereich.
Ich habe die über 520 Seiten sehr zügig durch gelesen, weil das Buch mich sehr angesprochen hat. Ein wirklich guter "Jon Grisham". Kann ich nur empfehlen!
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am 22. April 2016
Nachdem dieses Buch so exzellente Rezensionen hat musste ich es mir einfach kaufen.

Jedoch der allerschwächste Grisham, den ich je gelesen habe!
Keine spektakulären Wendungen, vorhersehbar, Wiederholungen.

Wofür 500 Seiten?
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am 29. April 2013
Ich denke über Grisham gibt es nicht viel zu sagen...Gewohnt zuverlässig widmet sich der Altmeister erneut sehr kritisch dem Thema Todesstrafe und amerikanischem Justizwahnsinn.Wie immer hervorragend analysiert und thematisiert, in Wort und Ausdruck sowieso über alle Zweifel erhaben. Wer ihn mag, kommt nicht an ihm vorbei, als Drehbuch bestimmt schon längs verkauft!
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