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Kundenrezensionen

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am 16. April 2014
Martin und Cornelius kennen sich aus ihrer Jugend, die sie in Lüneburg verbracht haben. So grundverschieden beide in Bezug auf Wesen und Elternhaus sind, verliebten sie sich damals zur gleichen Zeit in die Musikstudentin Sofia. Beide zeigten der jungen Frau ihre Zuneigung auf ganz unterschiedliche Weise, doch die „Dreierbeziehung" endete in einer Tragödie. Danach sahen sich die Männer fast 20 Jahre lang nicht mehr, bis sie nun in Hamburg scheinbar zufällig wieder aufeinandertreffen:

Martin arbeitet als Skipper und hat für seine Liebe zum Meer und zur Seefahrt schweren Herzens auf eine feste Beziehung verzichtet. Cornelius dagegen praktiziert an der Hamburger Binnenalster als Schönheitschirurg und lebt mit Nadja zusammen, die Sofia verblüffend ähnlich sieht.
Zu ihrem 30 Geburtstag möchte er ihr einen gemeinsamen Segeltörn auf einer eigens zu diesem Zweck bereits gekauften Luxus-Jacht schenken - mit Martin als Skipper.
Dieser zögert zunächst, hat Bedenken wegen ihrer dunklen Vergangenheit; er spürt instinktiv, dass es besser wäre, sich von Cornelius auch weiterhin fernzuhalten. Andererseits hat er zur Zeit keine Verpflichtungen und kann die in Aussicht gestellte großzügige Heuer gut gebrauchen. Er nimmt den Auftrag schließlich an und beginnt, einen dreiwöchigen Törn mit Cornelius und Nadja im westlichen Mittelmeer auszuarbeiten.

Viel zu spät erkennt Martin während der Reise, dass er Teil eines mörderischen Plans ist und die weit zurückliegenden Ereignisse keineswegs verarbeitet sind. Doch auch Nadja hat diese Reise nicht unvorbereitet angetreten und verfolgt ganz eigene Ziele.
Eine Katastrophe ist nicht mehr abzuwenden.

Resümee:
Dieses Werk wird der Bezeichnung „Psychothriller" absolut gerecht und auch der Titel könnte nicht treffender sein: Ein „kalter Hauch" streift nicht nur immer wieder die Protagonisten, sondern lässt auch den Leser erschauern.
Schon gleich am Anfang, bei der ersten Begegnung der beiden Männer nach 20 Jahren, ist eine Spannung zwischen ihnen spürbar, die ahnen lässt, dass sie damals keineswegs im Guten auseinandergegangen sind, ja mehr noch, dass etwas Schreckliches passiert sein muss, das noch längst nicht verarbeitet ist.

In dem Maße, wie dann während des Mittelmeer-Törns immer mehr Details aus der Vergangenheit aller Beteiligten offenbart und die Geschehnisse aufgedeckt werden, nimmt auch die Schilderung jüngerer Ereignisse - besonders die Beziehungsgeschichte von Cornelius und Nadja betreffend - an Fahrt auf. Beide Handlungsstränge nähern sich unaufhaltsam, münden in der Gegenwart und steuern unweigerlich auf eine erneute Katastrophe zu, bei der es um Leben und Tod geht. Dies wird dadurch forciert, dass sich Martin auch diesmal in Nadja, Cornelius' Frau, verliebt und sich die „Dreiecks-Beziehung" von einst zu wiederholen scheint.

Eine ganz besondere Dramatik erhält das Geschehen dadurch, dass es auf einer Segeljacht im Mittelmeer angesiedelt ist, wodurch die Ausweglosigkeit vorprogrammiert ist.

Man kann das Gänsehaut-Feeling beim Lesen übrigens noch steigern, wenn man während der Rückblenden als Hintergrund-Musik die 5. Cello-Sonate von Beethoven laufen lässt, die Sofia so sehr liebte und mit Hingabe spielte.
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am 12. Mai 2014
Kalter Hauch ist tatsächlich von Anfang an ein spannendes Buch. Leider ist die Story sehr schnell durchsichtig und das Ende absehbar. Es gibt auch keine Charakteren, mit denen ich mich solidarisieren konnte. Rasant geschrieben, aber es gibt fligranere Thrillers.
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am 5. August 2014
Martin, ein erfolgloser Skipper, trifft nach Jahren seinen verhassten Freund Cornelius, einen erfolgreichen Schönheitschirurgen, aus Spätjugendtagen wieder, und lässt sich von ihm anheuern, einen Törn durch das Mittelmeer durchzuführen. Mit an Bord, die hinreißende Nadja, Freundin von Cornelius. Sie sieht der Frau ähnlich, in die beide damals verliebt waren.......

Spannend geschrieben und sehr zügig zu lesen, schon deshalb, weil man lange nicht weiß, von wem die Rede ist wenn es um die Vergangenheit geht. Warum fühlt Martin sich schuldig? Das erfährt man erst ganz zum Schluss, und der Leser fragt sich, wusste auch Cornelius (ist das überhaupt bekannt geworden?) davon? Wenn es so wäre, kann man Martins Entscheidung, den Mittelmeerrtörn durchzuziehen, noch weniger verstehen.

Aus der einsamen 3-Personen-Fahrt hätte man viel mehr herausholen können. Leider kam es dann genau so unspektakulär, wie man es nur befürchten kann.

Warum die Frauen, in der Gegenwart ebenso wie in der Vergangenheit, sich so lange mit der unerträglichen Situation abgefunden haben, war nicht nachvollziehbar.
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am 16. Mai 2015
Nach vielen Jahren treffen Martin und Cornelius sich wieder. Sie kennen sich aus der Schulzeit, die sie gemeinsam in Lüneburg verbracht haben. Doch diese Zeit liegt lange zurück und die Wege der Beiden haben sich längst getrennt. Während Cornelius als Schönheitschirurg Karriere gemacht hat, ist Martin seinem Traum gefolgt ein Leben auf dem Meer zu verbringen. Scheinbar zufällig heuert Cornelius Martin nun als Skipper auf seiner luxuriösen Yacht an. Gemeinsam mit seiner großen Liebe Nadja möchte er sich drei Wochen lang eine Auszeit auf dem Meer gönnen. Martin ist zunächst skeptisch, denn seine Beziehung zu Cornelius ist geprägt durch eine Schuld, die schwer auf ihm lastet. Da er aber eine finanzielle Geldspritze durchaus gebrauchen kann, willigt er schließlich ein.

Bereits bei seiner ersten Begegnung mit Nadja, der Frau an der Seite von Cornelius, läuft Martin ein Schauer über den Rücken. Diese Frau lässt die Vergangenheit in ihm wieder aufleben und schürt die Angst. Aber nun gibt es kein zurück mehr. Die Reise beginnt und nicht das Schicksal sondern ganz gezielt geplante Ereignisse nehmen ihren Lauf.

Claudia Vilshöfer hat als Schauplatz für ihren Thriller das Meer gewählt und damit ein faszinierendes aber auch beängstigendes Element. Drei Menschen begeben sich auf eine einsame Reise und liefern sich damit auch gegenseitig aus. Diese besondere Atmosphäre an Bord der Yacht ist stetig spürbar, die Nähe der Protagonisten aber auch ihre Distanz zueinander macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Nach und nach erfährt der Leser Details aus der Vergangenheit und entschlüsselt von wem hier eine Gefahr ausgeht und warum. Es wird klar, dass diese Reise auf eine gefährliche Situation hinauslaufen wird.

„Kalter Hauch“ ist eine treffende Titulierung dieses Psychothrillers, der anfangs in ziemlich ruhigen Bahnen zu verlaufen scheint, dessen Handlung aber mit dem Fortschreiten der Reise und dem Aufkommen zwischenmenschlicher Gefühle zwischen Martin und Nadja dann doch außer Kontrolle gerät.

Die Autorin schafft mit minimaler Szenerie maximale Spannung. Gut gemacht!
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am 7. April 2015
Der Klappentext klang gut: Zwei Männer (Martin und Cornelius) treffen nach über 20 Jahren wieder aufeinander und werden an eine Tragödie erinnert, die beide schuldbeladen zurückließ. Nun befinden sie sich mit Cornelius' attraktiver Frau Nadja auf einem Mittelmeertörn, und Martin merkt, dass irgendetwas nicht stimmt, dass er "Teil eines tödlichen Plans ist, der unausweichlich in einer Katastrophe enden wird" (Zitat).

Darunter steht: "Dunkel, beklemmend, raffiniert - ein Psychothriller, der kaum Zeit zum Atmen lässt" (wohlgemerkt KEIN Zitat irgendeiner mehr oder weniger renommierten Frauen- oder sonstigen Zeitschrift, wie man sie sonst oft nach der Inhaltsübersicht findet, sondern Eigenlob des Verlags).
"Keine Zeit zum Atmen" stimmt (fast), denn vor lauter Gähnen kommt man wirklich kaum zum Atmen ...

Zur Kritik im Einzelnen:
1. Die Figuren sind klischeehaft und überzeichnet und somit unglaubwürdig (braungebrannter attraktiver Skipper (Martin); aufgedunsen-unattraktiver Sprössling einer reichen Arztfamilie, der sich - oh Wunder - in einen attraktiven (!) Schönheitschirurgen verwandelt, der - völlig widersprüchlich - mal als "blutleer", "hölzern" und "langweilig", dannn wieder als "aristokratisch" und "attraktiv" (s.o.) beschrieben wird; eine überaus schöne, aber kaltherzig-grausame Mutter; ein Vater (Herzchirurg), der vor lauter Arbeit nie zuhause ist; und zwei hübsche Mädchen mit dunklen Locken (vor allem Nadja erinnert eher an eine - dunkelhaarige - Barbiepuppe).

2. Die Spannung geht - trotz vieler ominöser Vorausdeutungen - leider ziemlich schnell über Bord: dank langatmiger, aber völlig plakativer und klischeehafter Beschreibungen der italienischen Küste und Touristenstädte ("Postkartenidyll"), uninteressanten Gesprächen und kapitelweise eingeschobenen endlosen Rückblicken über Martins, Cornelius' und Nadjas Jugend. Wieso wurden diese Erinnerungen nicht mit der aktuellen Handlung verwoben?? Es wäre für den Leser viel spannender gewesen, wenn er bruchstückhaft von den Ereignissen der Vergangenheit erfahren hätte statt "en bloc".

3. Die Handlung ist melodramatisch und schleppt sich aufgrund der oben genannten fehlenden Spannung mühselig dahin. Der Schluss kann nicht überzeugen (Klischee und noch mehr Melodramatik und völlig unglaubwürdig - in der heutigen Zeit kann man sich nicht mal so einfach nach Südamerika absetzen, wie das vielleicht in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch möglich war). Auch die große "Tragödie" (der Todesfall) in der Jugend der beiden Männer war in meinen Augen nur ein lauwarmer Abklatsch dessen, was man sich unter diesem Begriff vorstellt.

4. Die Erzählperspektive wird nicht einheitlich durchgehalten, vor allem im ersten Teil. Während zunächst ausschließlich aus Martins Sicht erzählt wird, wechselt sie plötzlich zu Cornelius oder Nadja - allerdings nur für wenige Sätze. Das irritiert den Leser und reißt ihn aus der Handlung heraus. Entweder durchgehend personal, auch gerne multipersonal (aber dann bitte deutlich machen, wann aus einer anderen Perspektive erzählt wird, wie es ja später auch in den Jugenderinnerungen der drei Hauptfiguren der Fall ist) oder aber durchgehend auktorial (allwissend). Ein zielloses Hin und Her wirkt ausgesprochen unprofessionell und hätte ich bei einer Autorin, die bereits zwei andere Romane verfasst hat, nicht erwartet (hat der Lektor/die Lektorin des Diana-Verlags hier geschlafen?).

5. Last but not least die Sprache: Sie ist schlicht (was ja eventuell noch ok wäre), enthält aber zu viele Platitüden und abgegriffene Bilder, die schon zigmal so verwendet wurden und zu Klischees erstarrt sind.

Fazit: Ein verschwendeter Abend und etwas Futter für die Papiertonne!
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am 1. September 2014
Ein sehr kurzweiliger, rasant zu lesender Krimi, der seine spannende Handlung sowohl in Deutschland als auch auf dem offenen Meer entfaltet. Besonders gelungen hier die Rückblicke in die Vergangenheit,die immer nur gerade so viel verraten dass es bis zum Ende spannend bleibt.
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am 21. März 2014
Meine Meinung:

Seitdem ich im vergangenem Jahr die Autorin für mich entdeckt habe, wartete ich gespannt auf ein neues Werk, denn die beiden Vorgänger
"Schrei in der Dunkelheit" und "Nichts bleibt je vergessen" hatten mich mehr als überzeugt. Ich habe sie regelrecht vor lauter Spannung verschlungen.

Bei "Kalter Hauch", war das wieder der Fall.
Ich war sofort in der Geschichte gefangen und man wusste vom Klappentext her, das Martin und Cornelius eine gemeinsame düstere Vergangenheit teilen. Die Spannung zwischen den beiden ist von Anfang an zu spüren, als Leser merkt man es regelrecht zwischen den Fronten brodeln und man ist unheimlich gespannt, was damals, vor 20 Jahren vorgefallen war.
Man weiß, es ging um eine Frau. Sofia. Also eine Art Rivalität? Oder steckte mehr dahinter? Und was hat Cornelius Frau Nadja damit zu tun, außer, das sie Sofia zum Verwechseln ähnlich sieht?

Als Leser bekommt man durch Erinnerungssequenzen von Martin und auch Cornelius Einblicke in die Vergangenheit. Auch aus der Sicht von Sofia und Nadja wird teilweise erzählt. Und gerade das machte die Geschichte umso spannender, denn die Puzzleteilchen fielen nach und nach zusammen.

Und diese Puzzleteilchen waren wirklich nicht ohne....Genauso die Gegenwart. Was sich auf der Yacht im Mittelmeer zwischen Martin, Cornelius und Nadja abspielte, war hochspannend und verleitete geradezu, Seite um Seite weiter zu lesen! Aufhören, bevor man die Auflösung kennt? Für mich fast unmöglich.

Der Schreibstil war absolut spannend und fließend und wieder einmal mehr überzeugte mich Claudia Vilshöfer von ihrem Talent und ich warte schon heute sehnsüchtig auf Nachschub!

Fazit:

Ein absolut lesenswerter Psychothriller, bei dem es wirklich um Leben und Tod und den Überlebenskampf geht.
Mit einem wirklich kranken Psychopathen, der einem das Gruseln lehrt.
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am 14. Juni 2014
Ich war gespannt, ob die Autorin es schafft, einem Psychothriller, der in erster Linie nur auf engstem Raum spielt, Spannung einzuhauchen. Aber ehrlich gesagt, kann ich nicht nachvollziehen, was die begeisterten Leser dieses Romans so toll fanden. Kurz zum Inhalt: Martin und Cornelius sind alte Freunde, die sich nach vielen Jahren wiedersehen. Cornelius heuert Martin als Skipper für einen Mittelmeertörn mit seiner Frau an, obwohl beide vor vielen Jahren eine eher weniger freundliche Beziehung zueinander hatten. Da man ja erst am Ende des Buches erfährt, was eigentlich damals passiert ist, scheint es mir noch unwahrscheinlicher, daß Martin diesen Job als Skipper überhaupt annimmt - auch wenn er das Geld gut gebrauchen kann.

Die Figuren bedienen jegliche Klischees: Martin - nett und ehrlich, Cornelius - erfolgreich, reich, aber undurchsichtig, Nadja - schön und unschuldig. Während des Mittelmeertörns vermutet man recht schnell, daß Cornelius etwas Böses im Schilde führt. Leider blieben mir die drei Protagonisten (viel mehr Personen tauchen in dem Buch eigentlich auch nicht auf) völlig schnuppe. Mit keinem von ihnen konnte ich wirklich warm werden oder mich in ihn oder sie hineinversetzen. Nur weil ich gern wissen wollte, was denn in der Vergangenheit nun so Schreckliches passiert ist, habe ich durchgehalten.

Was mich am meisten nervte waren einerseits die ständigen Andeutungen auf die ach so fürchterliche Vergangenheit und andererseits, daß ganz plötzlich die Geschichte aus der Sicht einer anderen Person erzählt wird - auch mitten im Kapitel. Am Anfang des Absatzes erfährt man noch, was Martin tut und denkt, nur um ganz plötzlich die Gedanken von Nadja oder Cornelius zu lesen.

Das Ende war dann auch genau so, wie ich es erwartet hatte. Keine überraschende Wendung oder ein Moment des Staunens. Und wie nun am Schluß die eine Person das findet, was sie suchte, blieb leider auch völlig unerklärt.

Insgesamt kann ich das Buch nicht empfehlen, dafür sind einerseits zu viele Dinge vorhersehbar, andererseits zu viele Handlungen nicht nachvollziehbar.
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am 31. Mai 2014
"Kalter Hauch" ist ein subtiler Psychothriller, der den Leser trotz anfänglicher Flaute mit geschickt platzierten Andeutungen und unausgesprochenen Schuldzuweisungen zu fesseln vermag. So nimmt sich Claudia Vilshöfer viel Zeit, um die Geschichte einer späten Rache zu erzählen, die neben den immer bedenklicher werdenden Ereignissen an Bord auch regelmäßige Rückblicke in die Vergangenheit enthält. Dabei ist es egal, ob die Schulzeit der beiden Männer im Mittelpunkt der Erinnerungen steht, eine längst verdrängte Tragödie neu aufgerollt wird oder Nadja an ihre unglückliche Kindheit denkt. Jederzeit schreitet die Handlung beharrlich voran und lässt ein Netz aus Lügen und Intrigen erkennen, das ungeheuerlich ist. Denn nicht nur der aalglatte und skrupellose Chirurg verfolgt mit der gut durchgeplanten Urlaubsreise ein eindeutiges Ziel, auch seine Freundin Nadja weiß, passende Gelegenheiten geschickt zu nutzen. Nur der bodenständige Skipper Martin geht viel zu gutgläubig an den ihn erteilten Auftrag heran und erlebt ein regelrechtes Déjà-vu.

Fazit:
Mit "Kalter Hauch" ist der in Brasilien geborenen und in der Nähe von Köln lebenden Autorin Claudia Vilshöfer ein unterhaltsamer und auf unterschwellige Spannung ausgelegter Thriller gelungen, der unter Zuhilfenahme einfacher Mittel gut funktioniert. So sind zum einen die drei Protagonisten während ihrer Urlaubsreise auf dem Meer völlig auf sich allein gestellt, zum anderen kennt keiner die Pläne des jeweilig anderen und dann wiederum ist da auch noch der Leser, der mit seinen Vermutungen auf eine völlig falsche Fährte gelockt wird. Ein gut inszeniertes Puzzlespiel, das vor allem durch seine portionsweise gegebenen Hinweise und Rückblicke gut funktioniert.
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am 17. August 2014
Dieser Krimi, dessen Handlung zum Teil auf dem Mittelmeer angesiedelt ist, ist durchweg spannend und sehr, sehr gut geschrieben. Die Autorin schafft es, mit nur wenigen Personen einen Spannungsbogen aufzubauen und den Leser anhand von gezielten Rückblicken immer weiter in die Geschichte zu entführen, die ihren Anfang in der Lüneburger Heide nahm.... Das Buch war die Empfehlung einer Freundin und ich habe es im Urlaub kaum aus der Hand legen können. Das Ende fand ich dann sowohl überraschend, als auch äußerst befriedigend. Eine klare Leseempfehlung auch von mir!
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