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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
39
4,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 1. August 2012
Mitten im 16. Jahrhundert. Ein Mädchen, das - ohne es zu wollen - zwischen die Fronten des Glaubenskrieges von Katholiken und Protestanten gerät.
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Ein unbeschreiblicher und erfrischender historischer Roman, der einen in den Bann zieht!
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Inhalt:
Madeleine ist ein junges Mädchen, das mit seiner Mutter in einfachen Verhältnissen in Frankreich lebt.
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Eines Tages sieht Madeleine ein Unglück voraus, das unmittelbar bevorsteht.
Durch ihre Warnung lenkt sie nicht nur die Aufmerksamkeit der Königin auf sich...
Durch ihre Hellsichtigkeit muss Madeleine bald schnell auf der Flucht sein, da sie einen Mordanschlag auf eine wichtige protestantische Persönlichkeit vereitelt.
Wird Madeleine die Flucht gelingen?

Meine Meinung:
Das Buch ist unglaublich erfrischend geschrieben.
Frau Ziegler hat die Charaktere wirklich sehr schön verbildlicht.
Besonders hat mir die Figur des Nicolas de Vardes gefallen.
Die Sprache ist angenehm zu lesen. Das Buch ist in mehrere Kapitel und Teile unterteilt.
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Ich wünsche mir, dass Frau Ziegler eine Fortsetzung dieses tollen Buches schreibt.
Auf das nächste Buch der Autorin freue ich mich schon jetzt, da mir ihre Art zu schreiben sehr gefällt und sie sich nicht mit langatmigen Beschreibungen von unwichtigen Kleinigkeiten aufhält.

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Das einzige, was ich verbessern würde, ist die Umschlaggestaltung der Innenseite des Bucheinbandes.
Die dort abgebildete politische Karte hat mir persönlich nicht viel weitergeholfen.
Ich hätte mich mehr über eine geografische Karte mit allen Orten, die in dem Buch vorkommen, gefreut. Die politische Karte hätte man ja zusätzlich in den hinteren Inneneinband verlagern können.
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Man muss aufgrund der der französischen Namen ein bißchen aufpassen, dass man die Namen der Personen nicht vertauscht. Da konnte aber Frau Ziegler nichts dran ändern, da sie auch viele damals tatsächlich existierende Persönlichkeiten in das Buch mit aufgenommen hat,

Fazit:
Ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte. Ohne Weiteres auch für Leser geeignet, die sich nicht für historische Romane begeistern können!!!
Ich möchte mehr solcher Bücher lesen!!
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TOP 1000 REZENSENTam 15. März 2012
Frankreich im 16.Jahrhundert. Die junge Madeleine lebt mit ihrer Mutter in Frankreich, nachdem sie aus Deutschland fliehen mussten. Aber auch hier kann sie kein sorgloses Leben führen, denn sie hat Visionen und das kann sie nicht lange verbergen. Sie rettet zwar dem Hugenottenführer Coligny das Leben, aber sie gerät zwischen die Fronten der verfeindeten Katholiken und Protestanten und mehr als einmal hängt ihr Leben am seidenen Faden und sie läuft Gefahr, als Hexe verfolgt zu werden.

Ich habe dieses Buch vom ersten Kapitel an geliebt. Die Sprache ist wunderschön und intensiv, Claudia Ziegler beschreibt alles sehr bildhaft und liebevoll und ich konnte sofort eintauchen in vergangene Zeiten. Ich habe Madeleine an den Hof der großen Catherine de Medici begleitet, lernte mit ihr den charismatischen Hugenottenführer Coligny kennen und leider auch die Grausamkeiten und Machtbesessenheit der Herzöge von Guise. Ich habe faszinierende Einblicke in die damalige Politik und Spionagepraktiken bekommen und wurde Zeuge von einigen historischen Geschehnissen, die mir so nicht bekannt waren. Claudia Ziegler hat sehr gründlich recherchiert und mir die geschichtlichen Ereignisse, die teilweise doch sehr grausam waren und bei mir Gänsehaut verursachten, sehr behutsam nahe gebracht. Dann wiederum hat sie mir mit kleinen Begebenheiten ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.
Natürlich hat sie mich auch ein bisschen an der Nase herumgeführt und dabei den Spannungsbogen konstant hoch gehalten. Der Prolog ist z.B. einem spanischen Spion gewidmet, der bei den Hugenotten eingeschleust wird und erst ganz am Ende wird das Geheimnis um seine Identität gelüftet. Das Buch hat mir so gut gefallen, es gibt keinen einzigen negativen Kritikpunkt.

Deshalb mein Fazit: ein wunderschöner historischer Roman, schillernde historische Persönlichkeiten, Religionskriege und Spionage, ein bisschen Gefühl und sehr viel Spannung. Eindeutig 5 Sterne!
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am 7. August 2012
Frankreich 16. Jahrhundert. Madeleine Kolb lebt mit ihrer Mutter Elisabeth seit dem Tod des Vaters in Éclaron. Ursprünglich stammen sie aus Deutschland und ihre neuen Nachbarn behandeln sie meist immer noch wie Fremde. Beim Besuch des Königs in ihrer Stadt hat sie ihre erste Vision. Natürlich kann sie das nicht verraten, sonst würde sie als Hexe verbrannt werden.
Jahre später nach dem Tod der Mutter muss sie in ein Kloster. Dort befällt sie wieder eine Vorahnung und sie verhindert einen Anschlag auf den Hugenottenführer Coligny. Fortan schwebt sie in großer Gefahr.
Wie in den meisten Historischen Romane, die im Mittelalter spielen, gibt es auch hier viele Könige, Prinzen und ähnliche Personen, die erwähnt werden. Man muss sich also erstmal einen Überblick, über die ganzen Personen und deren Beziehungen untereinander, beschaffen.
Nachdem man sich aber eingelesen hat, ist man ganz in der Geschichte gefangen. Madeleine ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie musste ohne Vater aufwachsen und bei ihrer ersten Vision ist sie verständlicherweise sehr verwirrt und weiß nicht, was mit ihr geschieht. Im Laufe des Buches erfährt man auch mehr über ihre Familie und warum sie Deutschland verlassen haben.
Der Schreibstil ist super zu lesen und ein wenig Spannung kommt natürlich auch auf. Trotz der über 500 Seiten hatte ich es schnell durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte um Madeleine sich entwickelt. Die Liebe kommt auch nicht zu kurz, und ich habe sehr mitgefiebert, wie sich die Sache zwischen ihr und Nicolas entwickelt. Es gab viele Höhen und Tiefen. Schließlich ist sie Katholikin und er Protestant und es herrscht Krieg zwischen den Katholiken und Protestanten.
Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch und für Fans von historischen Büchern sehr zu empfehlen. Für mich gab es nur ein paar kleine Mankos, deswegen kann ich nicht die volle Punktzahl geben.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. März 2012
Das zweite Gesicht dient als Umschreibung für die Fähigkeit zum Hellsehen. Madeleine Kolb, die mit ihrer Mutter von Zweibrücken nach Frankreich zog, stellt eines Tages fest, dass sie diese Gabe besitzt. Weil sie die Ermordung des Hugenottenführers Coligny vorhersieht und ihn warnt, zieht sie sich den Hass der mächtigen Familie de Guise zu. Madeleine muss aus den sicheren Klostermauern fliehen und rettet sich über eine Gauklertruppe in das Lager der Hugenotten. Doch auch dort spüren sie die Guise auf und verschleppen sie. Madeleines Lage scheint ausweglos, bis die mächtige Catherine de Medici von ihr erfährt und sie an ihren Hof holt. Madeleine soll von nun an die Zukunft im Sinne des Königshofes vorhersehen. Doch ihre Vorsehungen kann Madeleine nicht beliebig abrufen und der Leiter des Geheimdiensts schleust sie als Spionin erneut in das Lager der Hugenotten ein. In welcher Gefahr Madeleine damit schwebt, kann sie nur ahnen.

Der dritte Roman von Claudia Ziegler beschäftigt sich erneut mit der Historie Frankreichs. Die überaus interessante, wenn auch grausame Zeit der Religionskriege im 16. Jahrhundert bietet dafür die farbige Kulisse. Der Autorin gelingt es, die fiktive Figur Madeleine exakt zwischen die Fronten der Macht zu platzieren. Die Wirren der Religionskriege werden zudem noch aus den verschiedenen Lagern verständlich dargelegt. Das Dreiecksverhältnis besteht zwischen der machthungrigen Familie de Guise, dem Königshof um Catherine de Medici und den Hugenotten. Jeder verfolgt dabei andere Interessen und Madeleine muss genau abwägen, wem sie vertraut. Gespickt wird die Geschichte mit den zarten Banden zu dem Protestanten Nicolas de Vardes. Die ausführlich recherchierten Gegebenheiten machen die fiktive Geschichte glaubhaft. Auch nach fast 500 Jahren kann man sich gut vorstellen, dass die Lebensumstände seinerzeit genau so waren. Das ist eindeutig das große Plus dieses Romans.

Claudia Ziegler versteht es obendrein, historische und politische Hintergründe so zu verweben, dass sie durch den flüssig zu lesenden Schreibstil zu einem spannenden Roman werden. Haupt- und Nebencharaktere werden dabei gleichermaßen detailliert gezeichnet. Handlungen und die dazugehörigen Beweggründe werden nachvollziehbar und wecken Verständnis für alle Seiten. Das Thema Hellsehen macht den Handlungsverlauf keineswegs zur Fantasy, sondern bereitet lediglich die Leser auf die zu erwartenden Gräueltaten vor. Dabei wird zwar so viel Blut vergossen wie nötig, jedoch so wenig wie möglich davon bildhaft beschrieben. Insgesamt ergaben die Schilderungen ein rundes Bild. "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" weist gegenüber der beiden vorhergehenden Romane nochmal eine Steigerung zum sowieso schon sehr hohen Niveau auf, sodass es der pure Lesegenuss ist.
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am 19. Dezember 2013
Das war nun das zweite Buch, das ich von Claudia Ziegler gelesen habe, und es war noch besser als das erste (Die geheime Tochter), und das fand ich schon super. "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" spielt in Frankreich zur Zeit der Religionskriege. Es ist hervorragend recherchiert, so dass man einen guten Einblick in die Wirren und Intrigen der damaligen Zeit erhält. Ich interessiere mich sehr für französische Geschichte und bin immer auf der Suche nach historischen Büchern, die sich mit Frankreich beschäftigen. Frau Ziegler ist mit diesem Roman wirklich ein Knaller gelungen. Es ist sehr spannend geschrieben, mit einem Schuss Romantik, und das politische Umfeld ist so gut beschrieben, dass der Leser keine Probleme hat sich zurechtzufinden. Wunderbar auch, dass der geschichtliche Hintergrund nicht an der französischen Grenze haltmacht, sondern auch ins Verhältnis zu den anderen Mächten dieser Zeit - Spanien, England - gesetzt wird. Ich habe es sehr bedauert, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Unbedingte Leseempfehlung!
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am 21. August 2013
Oft achte ich beim bestellen von Büchern auf die Bewertungen anderer Kunden. Auch bei diesem Buch ließ ich mich ein wenig davon leiten. Mir gefiel die Geschichte, die Zeit, in der die Handlung spielt und das Flair des ein wenig Misteriösem, das dem Buch anhaften sollte. Die ersten Seiten fand ich auch wirklich gelungen und neugierig las ich weiter, was mit der Hauptperson, sprich Madeleine, passieren würde. Doch irgendwann flachte die Story ab und die am Anfang aufgebaute Spannung konnte meiner Meinung nach nicht gehalten werden. Auch die Versprechung auf dem Buchrücken eine der wohl schönsten Liebesgeschichten seit langem begleiten zu können, bewahrheitete sich nicht für mich. Absprechen möchte ich der Autorin nicht ihre gründliche, geschichtliche Recherche. Man merkt dem Buch an, das viel dafür getan wurde. Das wiederum hat es für mich lesenswert gemacht. Alles in allem: Gut aber nicht sehr gut.
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Frankreich, 1567: Die Stimmung im Land ist aufgepeitscht, ein neuer Krieg zwischen Katholiken und Protestanten steht bevor. Dank ihrer Gabe, die Zukunft zu sehen, vereitelt die 19-jährige Klosterschülerin Madeleine einen tödlichen Anschlag auf den Hugenottenführer Gaspard de Coligny. In größter Gefahr findet sie bei den Hugenotten Unterschlupf, wo sie sich in den Edelmann Nicolas de Vardes verliebt. Da gelingt es den Katholiken, sie gefangen zu nehmen, und sie wird der Hexerei bezichtigt. Als sie im Kerker bereits glaubt, an den Folgen der Folterungen zu sterben, lässt ausgerechnet Catherine de Medici sie befreien. Die Königinmutter hat für das Mädchen mit dem zweiten Gesicht eine streng geheime Mission ersonnen. Doch nicht nur die Geschicke des Landes, auch ihre Liebe zu Nicolas steht auf dem Spiel. (Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

"Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" ist mein erstes Buch der Autorin Claudia Ziegler. Allerdings muss ich anmerken, dass sie mir erstens wärmstens empfohlen wurde und zweitens hat mich das Buch direkt in der Vorschau angesprochen. Das wunderschöne Cover vereint Elemente aus dem Buch und ist nicht nur deshalb sehr ansprechend gestaltet.

Madeleine Kolb, hat die Gabe Dinge vorauszusehen. Doch ihre Mutter warnt davor dieses Geheimnis Preis zu geben. Es sei viel zu gefährlich, solche Dinge preiszugeben, denn viel zu schnell wird man in diesen unruhigen Zeiten als Hexe verbrannt. Erschwerend kommt hinzu, dass die sie als Deutsche in Frankreich lebt, denn gerade Ausländer wurden in vielerlei Hinsicht schneller als andere verdächtigt.
Nur die Königinmutter scheint sich für ihre Gabe zu interessieren, doch aus Angst verschweigt Madeleine ihre Fähigkeit.
Nach dem Tode ihrer Mutter kommt Madeleine St. Angela, wo sie bei den Zisterzienserinnen ein einfaches und schlichtes Leben führt. Ihr Alltag dient lediglich der Aussicht einmal als Nonne, Dienstmagd oder Ehefrau zu leben.
Die Oberin jedoch ahnt, dass Madeleine ein Geheimnis hütet. Als sie bei einem Botengang zufällig einen Anschlag der Guise auf den Admiral de Coligny, dem Hugenottenführer, verhindert bleibt ihr nur die Flucht.

Claudia Ziegler entführt ihre Leser direkt zu Anfang in eine Welt voller Prunk, als die junge Madeleine staunend den Zug des Königs bewundert. Bunte Flaggen, Reiter, Mobilar und unzählige Hofangestellte ' die Bilder vor dem inneren Auge sind eine wahre Augenweide.
Die dramatische Wende nimmt dieser Zug, als Madeleine kurz darauf die Menschen vor einem Unglück warnt. Doch auch hier bleibt der bildgewaltige Schreibstil der Autorin bestehen und zieht sich fortan durch jede Seite des Buches.
Die historischen Ereignisse fügt Claudia Ziegler mit Leichtigkeit in die Handlung ein, sodass man niemals das Gefühl bekommt von geschichtlichen Fakten überrollt zu werden. Zunutze macht sie sich hierbei auch die Liebesgeschichte zwischen Madeleine und Nicolas de Vardes, die zwischen den politischen Ränkespielen eine willkommene Abwechslung bietet.
Die bedrohliche Atmosphäre wird durch Catherine de Medici verstärkt, die Madeleine erpresst und damit ihre Position als Königinmutter ausspielt. Madeleine erlebt sie sehr wechselhaft: freundlich, neugierig, herrisch und gefährlich.

Ob Madeleine Frankreichs Schicksal beeinflussen kann, muss jeder für sich selbst herausfinden. Es lohnt sich meiner Meinung nach sehr.

Fazit: Ein packender, mitreißender Roman, der seine Leser in eine Zeit voller Umbrüche entführt. Die dichte Atmosphäre sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen und bescherte mir spannende Lesestunden.

Einige behaupten ja, Claudia Ziegler wäre der aufgehende Stern am Historienhimmel. Meiner Meinung nach scheint Claudia Ziegler dort schon strahlend hell.
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am 12. März 2015
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem so viel tonlos und schweigend geredet wurde! Ich bin sprachlich wirklich nicht anspruchsvoll, aber da wäre schon etwas mehr Abwechslung in den Beschreibungen gegangen.
Die Spannung finde ich auch eher mäßig. Die Liebesgeschichte neigt zu Kitsch.

Ein Stern mehr gibts für die Recherche der historischen Personen. Ich bin keine Fachfrau, aber diese erscheint mir doch relativ fundiert.
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am 26. Februar 2012
Die Handlung des Romans spielt zwischen 1560 (Prolog) und endet mit den schrecklichen Ereignissen der Bartholomäusnacht im August 1572, als Tausende von Protestanten in den Straßen von Paris und in den Provinzen von hasserfüllten Katholiken niedergemetzelt wurden. In den Jahren zuvor hatte es bereits mehrere Religionskriege zwischen den Katholiken und den Hugenotten (Protestanten, die Anhänger der Lehre Calvins waren) gegeben. Versuche, einen dauerhaften Religionsfrieden zu schließen, waren immer wieder gescheitert, nicht zuletzt deshalb, weil sich auch Persönlichkeiten aus dem Ausland einmischten, wie z.B. König Philipp II, der aufgrund persönlicher Interessen (Niederschlagung von Aufständen in den Spanischen Niederlanden) alle Protestanten vernichten wollte.

Der Roman beschreibt in 142 auf fünf Teile verteilten Kapiteln die Situation im religiös in zwei Lager gespaltenen Frankreich anhand des Lebens der fiktiven Protagonistin Madeleine Kolb. Sie hat die unheilvolle Gabe, gelegentlich von Visionen überfallen zu werden, die es ihr erlauben, in die unmittelbare Zukunft zu sehen. Durch diese Gabe vereitelt sie einen Anschlag der einflussreichen Herzöge von Guise auf den Hugenottenführer Admiral de Coligny. Vom unbarmherzigen Hass der Guise verfolgt, gerät sie nach einer aufregenden Flucht in die Hände der Königinmutter Catherine de Medici. Diese beschützt sie zwar vor den Guise, verfolgt aber eigene Pläne und verlangt von Madeleine, sie solle bei den Hugenotten, die ihr wegen der Rettung von Coligny vertrauen, für sie spionieren. Die Königinmutter pflegt selbst keinen Hass auf die Protestanten, fürchtet aber um die Herrschaft ihres Sohnes Charles IX, da böswillig gestreute Gerüchte im Umlauf sind, denen zufolge die Hugenotten einen Anschlag auf das Leben des Königs planen. Für Madeleine scheint die Situation aussichtslos: sie schätzt die Hugenotten um den Admiral de Coligny und sie liebt den Hugenotten Nicholas de Vardes. Wenn sie für die Königinmutter und deren gewissenlosen Geheimdienstchef Lebrun spioniert, riskiert sie ihre große Liebe, wenn sie aber die Berichterstattung verweigert, droht ihr selbst die Anzeige und Verurteilung als Hexe und ihrem Geliebten die Ermordung...

"Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" ist sehr flüssig und spannend erzählt, die meisten Figuren sind historisch verbürgt, wobei die Autorin deren Lebensläufe und die Gesamtsituation in Frankreich sehr gut recherchiert hat. Im Anhang des Romans befinden sich ein ausführliches Nachwort der Autorin, eine Zeittafel über den Verlauf der Religionskriege und ein Verzeichnis der historischen Persönlichkeiten. Zusätzlich enthalten die vordere und hintere Buchklappe eine Karte Mitteleuropas im 16.Jahrhundert. Diese Dinge erleichtern das Verständnis für Leser, die sich mit der französischen Geschichte und Geographie nicht gut auskennen, ungemein.

Fazit: "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht" ist ein ebenso gut recherchierter wie auch ansprechend geschriebener und informativer Roman über die Religionskriege im Frankreich des 16.Jahrhunderts, den ich Freunden anspruchsvoller Historienromane gern weiter empfehle. 4,5 Sterne
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am 26. März 2012
Madeleine wächst im 16. Jahrhundert in einem kleinen Dorf in Frankreich auf. Sie verfügt über die Gabe des 2. Gesichts, die sich plötzlich und ohne Vorwarnung in ihr Leben einschleicht. Unversehens gerät sie aufgrund ihrer Gabe zwischen die Fronten von Katholiken und Protestanten und wird zum Spielball der großen Medici. Dabei steuert der Konflikt zwischen den verfeindeten Parteien unaufhaltsam einem furchtbaren Höhepunkt entgegen und Madeleine muss um ihr Leben und das von denjenigen Bangen, die ihr lieb und teuer geworden sind.

Das Buch nimmt den Leser mit in die Vergangenheit, mitten hinein in ein zerrissenes Frankreich, dass durch Glaubenskriege erschüttert wird. Die Bevölkerung leidet unter den ständigen Kriegen und die Adeligen führen diese Kriege offiziell wegen der unterschiedlichen Glaubensrichtungen, aber in Wirklichkeit geht es um Macht. Dies alles lässt Claudia Ziegler sehr lebendig vor dem inneren Auge des Lesers auferstehen und ich war sofort in der Geschichte gefangen.

Madeleine ist eine sehr sympathische und authentische Hauptfigur, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Nach ihrer relativ behüteten Kindheit, hat sie auf einmal Visionen von einer nahen Zukunft und gerät durch ihre Warnungen mitten hinein in einen schwelenden Konflikt. Gejagt von der einen Seite, wird sie von der anderen Seite aufgenommen, jedoch überall kritisch beäugt, aufgrund ihrer Fähigkeiten. Sehr gut wird ihre Angst und ihre Ohnmacht dargestellt. Zu jeder Zeit konnte ich mich dabei sehr gut in Madeleine einfühlen und ihre Taten und Handlungen sehr gut nachvollziehen.

Gut gefallen hat mir auch, dass die Perspektiven teilweise wechseln und der Leser auch die Sicht der Königinmutter mitbekommt. Auch wenn die Gedanken, die ihr in den Mund gelegt werden, erstmal rein fiktiv sind, konnte ich mir doch gut vorstellen, was diese Frau bewegt hat und wie sie gedacht und gehandelt hat. Sehr gut fand ich dabei auch, dass alle Figuren aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet worden sind und alle ihre Schwächen und Stärken haben.

Alles in allem merkt man bereits während der Lektüre, dass hier eine aufwändige Recherchearbeit betrieben wurde, die durch ein ausführliches Nachwort bestätigt wird. Abgerundet wird dieses wundervolle Buch noch durch ein ausführliches Personenregister und eine Zeittafel anhand derer sich die gesamten historischen Begebenheiten sehr gut nachvollziehen lassen.

Das Ende ist dabei trotz aller Schrecken doch auch mit Hoffnung gefüllt und hat mich als Leser mit einem sehr guten Gefühl zurück gelassen.

Insgesamt ein sehr guter historischer Roman, den ich allen, die gerne historische Romane lesen, nur empfehlen kann!
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