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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
113
3,8 von 5 Sternen
Planetenwanderer
Format: Broschiert|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 500 REZENSENTam 31. Juli 2013
Im Original eine Reihe von Kurzgeschichten (zwischen 1976 und 1985 veröffentlicht) um den exzentrischen Helden Haviland Tuf, der auf verschlungen und teilweise recht drastisch geschilderten Wegen an ein sogenanntes Saatschiff gelangt und damit eines der mächtigsten Raumschiffe des bekannten Weltraums besitzt. Gebaut um vor tausend Jahren eine feindliche Macht mit biologischen Waffen zu schlagen, ist man genauso in der Lage seine Ausrüstung auch zur Terraformung und positiven Aufgaben einzusetzen.

Es enthält die folgenden Abenteuer, die lose und doch folgerichtig für dieses Buch zusammengefasst wurden.
"The Plague Star" (1985) – Der Seuchenstern
"Loaves And Fishes" (1985) – Brot und Fische
"Guardians" (1981) - Wächter
"Second Helpings" (1985) – Die zweite Speisung
"A Beast For Norn" (1976) – Eine Bestie für Norn
"Call Him Moses" (1978) – Nennt ihn Moses
"Manna From Heaven" (1985) – Manna vom Himmel
Davor ein eindrucksvoller, bedrückender Prolog.

Tuf ist eine merkwürdige Figur; ungewöhnlich groß, etwas übergewichtig, eigenbrötlerisch, ehrlich bis zum Exzess und auch irgendwie nervig, mit einer ausgeprägten Liebe zu Katzen, kurzum eine interessante Romanfigur nur kein ausgesprochener Sympathieträger. Ein Exzentiker, der mich vage an eine Mischung aus Don Quichotte und Adrian Monk erinnert hat. Die Bezeichnung „Der Ritter von der traurigen Gestalt“, trifft jedenfalls zu.
Die Kurzgeschichten, die sich alle um durch von Menschen gestörte Ökologien in verschiedenen Umwelten drehen, entstanden zu einer Zeit, als sich die Grenzen des Wachstums und die Gefahren der Umweltzerstörung erstmals zu allgemein beachteten Themen entwickelten. Überbevölkerung, schwindende Ressourcen, die Gefahren wenn man fremde Spezies in bestehende Ökosysteme einführt oder bestimmte angebliche Schädlinge ausrottet, hat Martin romanhaft und durchaus unterhaltsam als Stoff für seine Geschichten verarbeitet.

Tuf versucht den Bewohnern verschiedener Welten bei ihren Problemen mit den Mitteln des „öko engineering“ auf seine ganz eigene Art zu helfen, dabei ist er nicht zimperlich und der Roman spiegelt auch etwas den amerikanischen Glauben an das „yes we can“ wieder.
Die Hauptfigur entwickelt sich im Laufe der Geschichten, neben der Ökologie ist einer der Kernthemen wie Macht korrumpiert und Martin hat seine Figur mit viel Macht ausgestattet. Damit verbunden stellt sich die Frage inwieweit es moralisch ist die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen, wenn man die Macht dazu hätte.

Die Hauptschwäche des Romans ist in meinen Augen, die etwas unglaubwürdige Darstellung, wie es dem Romanhelden gelingt in relativ kurzer Zeit die Technik und Wissenschaft des Saatschiffes zu beherrschen und in seinem Sinne einzusetzen. Dazu kommt zu Beginn seine erschreckende Naivität im Umgang mit anderen Menschen und es ist ein Wunder, dass er nicht schon in der ersten Geschichte zu Tode gekommen ist. Als kleines Ärgernis (nur im E-Book?) empfinde ich die abrupten Szenenwechsel innerhalb der Kapitel, die man teilweise optisch noch nicht einmal an Abschnitten ausmachen kann, sondern erst während des Lesens bemerkt.

Fazit: Dennoch ein lesenswertes und bedenkenswertes Buch von Martin mit kleinen Schwächen, welches trotz seiner 30-40 Jahre zurück liegenden Entstehungszeit erschreckend aktuelle Themen behandelt. Für mich hat es nicht ganz zu 5 Sternen gereicht, was aber hauptsächlich an meinen hohen Erwartungen an ein Buch von Martin lag. Thema und Figuren lassen sich nur schwer mit seiner Saga von Eis und Feuer vergleichen.
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am 29. September 2017
Es wäre sinnlos Planetenwanderer mit der GoT Reihe zu vergleichen, daher muss dann wohl Martins erster und bester SF-Roman "Die Flamme erlischt" als Maßstab hinzugezogen werden. Gegen "Dying of the Light" fällt der Sternenwanderer deutlich ab. Gravierend die Tiefe der Charaktere, die beim Sternenwanderer leider nur gering ausgebildet ist. Ein wirklicher Mangel sind die Bilder, die hier immer blas bleiben, obwohl gerade die verschiedenen Szenarien optimale Möglichkeiten für kräftige Bilder geliefert hätten. Er hätte vielleicht noch mal seinen ersten großen Roman lesen sollen.
Doch nicht nur die Personen bleiben farblos, die Möglichkeiten, die ein Riesenschiff bietet, werden nicht genutzt. Hier hätte Martin sich von A.C. Clarkes "Rama" inspirieren lassen können; dagegen ist seine Inspiration von Anderson "van Rijn" nicht gelungen.
Fazit: enttäuschender Episodenroman ohne Überraschungseffekt. 1 Punkt für die Handlung und 1 Punkt für den Autor.
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am 19. Februar 2017
Leider kann ich die negativen Bewertungen überhaupt nicht nachvollziehen, denn gerade der Protagonist, Haviland Tuf, mit seiner ruhigen und undurchschaubaren Art hat mich sofort in den Bann gezogen. Er löst seine Probleme und die der anderen durch reine Logik, Vernunft und handelt im Gegensatz zu seinen "Feinden" ausschließlich nach moralischen Grundsätzen. Das ganze Buch behält er seine klare Linie bei, obwohl ihm viele andere mit ihrer hinterlistigen Art jeglichen Anlass dafür geben auch unmoralisch zu werden. Ich finde diesen Charakter stark umgesetzt und so manch einer könnte sich eine Scheibe von ihm abschneiden.
Fazit: Das Buch ist auf alle Fälle lesenswert und für mich steht bereits jetzt schon fest, daß war nicht das letzte Mal, daß ich den Planetenwanderer gelesen habe!
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am 22. März 2017
Ich liebe die Bücher von ihm. Eine gelungene Mischung aus science-Fiction und Ökologie. Sehr fesselnd. Nur zu empfehlen. Es ist in der typischen Weise wie Games of Thrones geschrieben
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am 21. April 2017
Auch bei dieser Lieferung waren mal wieder alle Seiten drin. Mein Sohn hat sie verschlungen. Spannend! Erzählt mir laufend beim Frühstück aus dem Buch.
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am 26. November 2013
Daneben, dass Haviland Tuf Raumschiffpilot, ehemaliger Händler und Katzenliebhaber ist, nebenbei auch noch vernünftigerweise keine toten Tiere verspeist, gibt es auch Verfolgungsjagden, bewaffnete Raumschiffe, zerststörte Planeten und was alles zur SF-Literatur so gehört.
Auf jeden Fall denen sehr zu empfehlen, die gescheite und kuriose Abenteuer lieben, egal ob sie im All oder unter Wasser stattfinden.
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am 11. Mai 2014
Ein wundervolles Werk von George R.R. Martins.
Ich war nie ein großer Fan von Science Fiction Romanen doch dieses Buch hat mich ein bisschen umgepolt.
Sicher ein Roman der zum nachdenken anregt, über Fragen wie, wo wir gerade stehen, wo wir hingehen und ob wir noch einen anderen Weg einschlagen können.

Wünsche viel Spaß damit, von mir auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.
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am 9. Oktober 2016
Grundsätzliche spannende Idee. Leider flach und vorhersehbar erzählt. Keine Überraschung, kaum Spannung. Gut geeignet wenn man von Einschlafproblemen geplagt wird.
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am 14. April 2014
Das sollte als Überschrift reichen, denn: George R.R. Martins Weltraumheld ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichtenreihe -Planetenwanderer-, die ich mir als Hörbuch angehört habe. Vorgelesen vom versierten Synchronsprecher Richard Kuhnt ist -Planetenwanderer- witzig, unterhaltsam, spannend und auch ein wenig schräg geraten. Da vergehen die Stunden beim Hören ziemlich schnell und die Story ist zu Ende. Eine Story, die bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts das Licht der Welt erblickte, aber erst jetzt hier zur Veröffentlichung kam. Wer auf skurrile Charaktere, eine gute SciFi-Geschichte und eine Prise Witz steht, kann mit dem -Planetenwanderer- nichts verkehrt machen.

Haviland Tuf ist groß, bleich, ruhig und ziemlich massig. Er liebt Katzen und ist äußerst clever. Als er von einer bunten Schar von Hasardeuren angeheuert wird, um einen geheimen Auftrag mit seinem Händlerschiff zu fliegen, wird er neugierig. Sehr schnell stellt er fest, dass geplant ist, ihn mit dem Tod zu entlohnen. Es geht um das Auffinden eines ÖIK-Saatschiffes. Diese Schiffe sind eigentlich seit 1000 Jahren verschwunden, 30 Kilometer groß und sie besitzen eine Saat- und Klontechnik, die einzigartig ist. Tuf überlebt nicht nur den Auftrag, er nimmt sich auch des Schiffes, das den Namen "Die Arche" besitzt, an. Nach einer Reparatur auf Sudlam hat Tuf Schulden, die er als Öko-Ingenieur abzuarbeiten gedenkt. Er will Sudlam vor der Überbevölkerung retten, muss dann auf einem Planeten Meeresungeheuer bekämpfen und fühlt sich verpflichtet einen Planeten aus der Unterdrückung eines betrügerischen Herrschers zu befreien. Am Ende landet er wieder auf Sudlam. Dort gibt es noch einiges zu tun.

Es ist, ohne Wenn und Aber, die Figur Haviland Tuf und deren Charakter, die den -Planetenwanderer- so interessant macht. Allein seine Katzenliebe ist das ein oder andere Kapitel wert. Alte Perry Rhodan Freunde werden sich vielleicht ein wenig an Dalaimoc Rorvic erinnert fühlen, wenn sie Tufs Abenteuer lesen. Alles in allem war das kurzweilige Unterhaltung mittels Hörbuch. Empfehlenswert.
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am 29. Juni 2015
Wenngleich G.R.R Martin heutzutage wohl meistens mit A Game of Thrones assoziert wird, hat er auch anderes geschrieben, wie z.B. diese Sammlung von SF-Kurzgeschichten. Zusammen ergeben sie, chronologisch, die Abenteuer der Hauptperson eigenwilligen und großartig ausgearbeiteten Charakters, Haviland Tuv. Die Geschichten sind durchwegs packend und spannend, auch interessant von den dargestellten technologischen Visionen her; ein oder zwei fallen etwas ab, ziehen sich ein bisschen, aber das ist bei insgesamt 8 Stück akzeptabel. Erzählstil und Sprachqualität sind Martin-mäßig.
(Interessant mag sein, daß Erzählung Nr.6 "Bestien für Norn" 1976 entstanden ist, dann die anderen 1978 (eine) und 1985 (der Rest, 6 Stück), und daß danach (1986) Nr. 6 noch einmal überarbeitet wurde, wohl um besser zu den neuen zu passen (ich las die ursprüngliche Version von Nr. 6 als Jugendlicher; kannte daher den Name Haviland Tuv, der mich auf die aktuelle (englische) Ausgabe aufmerksam machte). Faszinierend, was für ein Eigenleben und was für eine Lebensdauer manch ausgedachte Figur im Kopf eines Autors entfaltet.)
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