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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 22. November 2014
Vor etwas mehr als einem Jahr war die Welt vielleicht nicht unbedingt in Ordnung, aber auf alle Fälle normal. Erwachsene taten, was Erwachsene so tun, Kinder und Jugendliche fanden die Dinge nervig bis lächerlich, in dem beruhigenden Wissen, dass das Leben von eben jenen Erwachsenen geregelt werden würde. Doch dann passierte etwas oder wie es der Klügste dieses Buches formulierte: hörte vielleicht etwas auf zu passieren. Jedenfalls erkrankten alle Menschen über 14, bekamen eine tödliche Infektion und starben. Diejenigen, die nicht starben, erwachten als sabbernde, mordende Meute, welche jedes Kind tötete und fraß, dessen sie habhaft werden konnte. Logisch, dass jetzt in London nicht mehr viele Leute existieren.

Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen hat sich zusammengeschlossen, um sich gemeinsam besser gegen die Feinde - die Erwachsenen - wehren zu können. Diese Erwachsenen sind zwar tödlich, aber sehr dumm, langsam und relativ leicht abzuschlachten. Ihr lest richtig - genau das tun diese Kinder, wenn sie auf die zombieartigen Wesen treffen. Mit Knüppeln, Messern, Bögen, mit jeder Art von Waffe, die sie sich verschafft oder gebaut haben, töten sie diese Erwachsenen. Wenn sie es nicht tun, sterben sie selbst - viele Verletzungen, die ihnen von den Feinden zugefügt werden, enden tödlich, wenn sie nicht gleich als Futter für die Meute dienen. Arran, Maxie, Achilleus, Ollie sind ein paar Kinder der Gruppe, einige der Älteren. Sie organisieren das Leben, ihre Unterkunft, ihr Essen, die Kämpfe. Wenn sie nicht aufpassen, werden sie von den Erwachsenen überfallen und gefressen. Blutig sind ihre Tage, ihre Nächte, selbst ihre Träume. Es gibt unter ihnen die Kämpfer, die immer an vorderster Front stehen, die Bastler, die für die Sicherheit der Unterkunft sorgen, die Mediziner, die Anführer. Sie versuchen sich durchzubringen und doch stirbt immer wieder einer von ihnen. Da taucht eines Tages ein Junge bei ihnen auf, der ihnen Erstaunliches erzählt: Im Buckingham Palace hat sich eine Gemeinschaft versammelt, denen es gut geht. Die genügend zu essen haben. Die fast keine der Erwachsenen zu sehen bekommen. Die angstfrei leben können. Wenn sie es schaffen, quer durch London bis zum Buckingham Palace zu gelangen, wären sie sicher ...

Mensch, was für ein Buch. Ehrlich, manchmal hat's mir den Magen umgedreht bei einigen Szenen, manchmal möchte man schreien und denkt sich: Verdammt, ihr seid doch noch Kinder, das sollte niemand erleben oder erdulden müssen. Und doch fand ich mich am Ende meiner Überlegungen immer wieder bei Zustimmung: So oder so ähnlich könnte oder würde es in so einer Situation ablaufen. Überleben würden nur die Stärksten, Klügsten und Skrupellosesten. Wenn es dann ältere Kinder gäbe, die sich ähnlich wie Maxie, Arran und die anderen um die Kleinen kümmern würde, wäre das super. Aber viele Sachen würden genauso passieren. Es würde zu täglichem Mord und Totschlag kommen, zu einer Übersättigung des Grauens, die hart macht. Es würde zu Kannibalismus kommen, und ganz sicher würde es Leute geben, die glaubten, im Falle des Weltuntergangs wäre es eine coole Idee, sich zum alleinigen König aufzuschwingen.

Ein paar Kleinigkeiten haben mich gestört. Dass extrem junge Kinder extrem kluge Sprüche draufhatten zum Beispiel. Dass sich überhaupt sämtliche Kids sehr wie Erwachsene aufführten, was zwar in so einer Extremsituation vernünftig wäre, aber eher unwahrscheinlich. Und selbst wenn sie so handeln würden, wären die wenigsten wohl in der Lage, sich wie Erwachsene auszudrücken. Das tun hier aber verdammt viele. Ist nicht ernsthaft störend, aber auffällig. Auch dass ständig von einer Perspektive zur nächsten gehopst wird, auch innerhalb einer Szene. Trotzdem haben wir im Endeffekt ein Buch vorliegen, das (mir) zu gefallen wusste, da die Zombie-Apokalypse einmal von einem anderen Standpunkt aufgezogen wurde. Es ist wohl ein Sechsteiler, und ich bin gespannt, ob die anderen Bücher auch noch übersetzt werden. Rein theoretisch könnte es für sich allein stehen, wenn man mit gewissen Cliffhangern leben kann.

Fazit: Erschreckend realistisch. Herr der Fliegen meets Zombies - das Ergebnis: Angst, Blut, Tod und der unbedingte Wille zum Überleben.
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am 8. Mai 2014
Mich hat der Roman von Anfang an gepackt.

Eine Gruppe Jugendlicher wohnt in einem Supermarkt, lebt in Rivalität zu einer anderen Gruppe, die in einem nahe gelegenden Supermarkt wohnt. Die Welt, in der sie sich durchschlagen muss, ist eine postapokalyptische. Die Erwachsenen sind zu Zombies mutiert, die von einer Krankheit zu "Schatten" ihrer Selbst geworden sind. Die Krankheit hat insbesondere auch ihre Gehirne angegriffen und dafür gesorgt, dass ihre Denkfähigkeit extrem eingeschränkt ist. Eines Tages taucht ein fremder Junge auf, der von einem Ort erzählt, an dem es besser sei, an dem nicht um das Überleben gekämpft werden müsse, da sich die Erwachsenen von dort forthielten. Die Gruppe aus dem Waitrose-Supermarkt schließt sich mit der Morrison-Gruppe zusammen und beide folgenden dem Jungen hin zu seinem "Paradies". Ob sie dort ankommen und wenn ja, ob dieses Paradies seine Versprechen hält, kann jeder selbst erlesen.
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am 5. Januar 2015
Inhalt
Eine plötzliche Seuche hat alle Menschen über 14 befallen. Nun sind sie entweder tot oder wandeln als hungrige Monster durch die Gegend. Nur einige Kinder haben überlebt.
In London hat sich eine Gruppe dieser Kinder in einem Kaufhaus verbarrikadiert und kämpft dort um das Überleben und die Feinde. Sie sind schon über ein Jahr dort, und langsam aber sicher findet sich im Umkreis keine Nahrung mehr. Fast täglich verlieren sie ein Mitglied ihrer Gruppe.
Dann trifft eines Tages ein Junge ein, der ihnen Erzählt, dass es einen sicheren Ort gibt, den Buckingham Palace! Nur muss man durch die ganze Stadt um dort hin zu gelangen. Und in der Stadt warten die Erwachsenen darauf etwas zu fressen zu bekommen!

Meinung
Ich lese gerne Zombiegeschichten. Und in diesem Buch wird die Geschichte mal aus Sicht der Kinder erzählt!

Normalerweise trauen sich auch die Machern von Hollywood Filmen nicht Kindern in ihren Filmen etwas anzutun, oder zumindest selten. Aber Higson macht genau das. Er entwirft eine Welt in der es keine älteren Überlebenden als 14 jährige gibt! Sie müssen sich in einer grausamen Welt behaupten. Und der Autor hat alles doch sehr realistisch verarbeitet. Es gibt glücklicherweise die Älteren die sich um die jüngeren kümmern. Es gibt aber auch Spannungen und Raufereien und irgendwann sind die Kinder so abgehärtet dass sie sich auch gegenseitig angreifen um ihren Standpunkunkt durchzusetzen.

Die Charaktere sind gut durchdacht, wenn sie teilweise auch schon viel zu erwachsen klingen und handeln, zumindest für meinen Geschmack.
Es gibt viele Perspektivwechsel, man begleitet die Gruppe aus dem Supermarkt auf ihrem Weg zum Palast. Dann gibt es noch Small Sam der alleine ums Überleben kämpft.

Was ich allerdings etwas schade fand war, dass so gut wie gar nichts über die Krankheit bekannt ist. Klar sind es Kinder die hier die Hauptrolle haben, aber 14 jährigen traue ich doch zu dass sie etwas über den Ursprung der Katastrophe aufschnappen. Der Fokus dieser Geschichte liegt aber nicht unbedingt bei den Zombies, es geht um die Frage der Menschlichkeit.

Der Schreibstil ist gut zu lesen und der Autor schafft eine düstere und teilweise hoffnungslose Grundstimmung die sich durch das ganze Buch zieht. Ab und an gibt es auch einen kleinen Lichtblick.

Die Serie besteht aus 7 Bänden, wobei Band 7 dann erst in diesem Jahr auf englisch veröffentlicht wird. Wer aber mit einem Cliffhanger am Ende klar kommt, den man auch als offenes Ende ansehen könnte, kann das Buch aber auch als Einzelband sehen. Ich frage mich ja wie der Autor ganze 7 Bücher mit dem Thema füllen will und bin schon auf Band 2 gespannt!

4,3 Sterne. Alle Fans von Zombieromanen sollten das Buch lesen. Und auch Leser die "Herr der Fliegen" mochten werden dieses Buch sicher mögen.
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am 13. Januar 2014
Zum Inhalt:
Alle Menschen über einem Alter von 14 Jahren sind einem tödlichen Zombie-Virus erlegen und jetzt müssen die Kinder und Jugendlichen selbst ums Überleben kämpfen. Als die Krankheit ausbrach, fielen ihr Eltern, Polizisten, Politiker - alle Erwachsenen zum Opfer. Eine Gruppe Kinder und Jugendlicher trotzt seit Monaten den Gefahren auf den Straßen Londons. Sie kämpfen um Nahrung und ums nackte Überleben gegen die zombiehaften Erwachsenen, die selbst die Kinder als Nahrung betrachten. Eines Tages erreicht ein einzelner Junge die Enklave der Gruppe und berichtet von einem sichereren Ort in der Mitte Londons, wo es sich gut und besser leben lässt. Von der Aussicht auf eine bessere Zukunft angetan macht sich die ganze Gruppe auf, diesen Ort zu erreichen, quer durch London. Doch das Risiko ist groß und in den Straßen und Häusern der Großstadt lauern die Feinde...

Die Idee an sich ist eigentlich nicht neu. Man könnte hier bereits Vergleiche mit Michael Grants Gone-Reihe ziehen. Die Erwachsenen fallen einer Epidemie zum Opfer, die Kinder kämpfen ums Überleben. Hier jedoch sind die Erwachsenen die große Gefahr und die Kinder müssen sich in der unwirtlichen Welt gegen sie behaupten. Charlie Higson beschreibt diesen Kampf von Anfang an sehr spannend und eindrucksvoll. Er hält sich nicht erst mit einer langen Einführung auf, sondern kommt gleich auf den ersten Seiten des Buches klar zur Sache. Die Handlung beginnt erst einige Monate nach der großen Katastrophe und der Leser bekommt während des Lesens stückchenweise erste Informationen präsentiert, was wohl genau auf der Welt geschehen ist. Diese Informationen sind jedoch ausschließlich Thesen der Kinder und kommen nicht von einem allwissenden Erzähler.
Die Handlung ist sehr straff und weist keine Längen auf. Man kann das Buch einfach nicht weglegen, weil die Geschichte einen immer wieder gefangen nimmt. Spannung, die Angst der Kinder und ihr Kampf ums Überleben sind im Buch ständig zugegen. Man denkt, dass nun endlich eine Verschnaufpause gekommen ist, wird aber bereits auf den folgenden Seiten eines Besseren belehrt. Charlie Higson schreckt durchaus auch nicht davor zurück, Hauptcharaktere für die Handlung zu opfern, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Gut gemacht. Manncher heldenhafte Tod geht einem wirklich sehr nahe und macht die schwierige Situation der Kinder nur noch realistischer. Zu bemerken ist auch (ohne zu viel zu verraten), dass die Gefahr nicht nur von den erwachsenen Zombies ausgeht.

Der Autor beschreibt außerdem sehr gut die Gefühle der Jugendlichen in der für sie völlig neuen Situation. Plötzlich müssen sie wie Erwachsene handeln und Verantwortung für sich und andere, insbesondere die viel jüngeren Kinder, übernehmen. Besonders hart trifft es sie dann, wenn sie immer wieder nahe Freunde verlieren und mit dem Verlust umgehen müssen ohne sich dabei selbst aufgeben zu dürfen. Manche wachsen erst mit dieser Aufgabe über sich hinaus. Die Handlung besticht insbesondere durch diese starken Charaktere und überraschende Wendungen.

Fazit:
Charlie Higson hat es in meinen Augen vortrefflich geschafft einen guten und spannenden Roman zu schreiben, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln vermag. Es wäre zu erwähnen, das die Handlung auch Gewaltszenen enthält, die für jüngere Kinder wenig geeignet sind. Ich würde das Buch daher erst ab einem Alter von 13-14 Jahren empfehlen.
Das Buch ist 2009 bereits in englischer Sprache unter dem Titel The Enemy erschienen. Das Englisch ist gut verständlich. Bei der deutschen Übersetzung hat Peter Robert ganze Arbeit geleistet und konnte die Atmosphäre gut übertragen. Die Feinde ist der erste Teil einer Reihe.
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am 8. Oktober 2014
Ich bin auf dieses Buch gestoßen, nachdem ich einige Zombiebücher davor gelesen hatte. Die Story erinnerte mich irgendwie an die Gone-Reihe von Michael Grant, die ich übrigens sehr genial finde. Und da ich die Leseprobe sehr ansprechend fand, habe ich mir das Buch auch gleich heruntergeladen. Leider muss ich sagen, dass die anfängliche Begeisterung verschwunden ist, da meine Erwartungen einfach nicht erfüllt wurden.

Ich konnte bei diesem Buch irgendwie überhaupt nicht wirklich mit den Charakteren mitfühlen. Sie blieben die ganze Zeit auf Distanz und es wurde auch überhaupt nichts hinterfragt. Es kam für mich auch kaum Spannung auf, da alles so vorhersehbar war und mich daher nicht mitreißen konnte. Was ich sehr toll finde, ist, dass der Autor sich in diesem Buch etwas traut, was nicht viele Autoren wagen: (Achtung:Spoiler) Er lässt Protagonisten auch sterben. Das fand ich sehr bewundernswert, da es dieses Buch an sich ziemlich realistisch gemacht hat.

Insgesamt ein gutes Mittelmaß, aber nichts, das mich vom Hocker hauen konnte.
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am 20. Mai 2014
Der Roman ist sehr spannend geschrieben, trotz einiger unlogischer Passagen gegen Ende.
Es betrachtet das Thema Zombies mal aus einer anderen Perspektive.

Trotz des rel. hohen Preises von rund 8€ ist er empfehlenswert, zumal er sehr gut von Rechtschreib- und Interpunktionsfehlern gesäubert wurde (leider ist das bei Kindle- Büchern keine Selbstverständlichkeit).
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am 30. Juli 2014
Eine Infektions-/Zombie Geschichte mal aus der Sicht von Kindern. Die Erwachsenen werden zu Feinden.
Das Verhalten der Kinder hat mich ein bisschen an "Herr der Fliegen" erinnert.
Ist auch gut für eine Fortsetzung geeignet. Vielleicht nicht der Überflieger, aber doch lesenswert.
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am 18. März 2014
Eine Seuche bricht in London, wahrscheinlich aber auch auf der ganzen Welt aus. Alle Erwachsenen, alle über 14 sterben qualvoll und nur die Kinder bleiben zurück. Es gibt nun niemanden mehr, der sie ernähren, anleiten, erziehen, wärmen und trösten kann.
Ein Jahr später haben sich die überlebenden Kinder in kleinen Gruppen zusammengerauft und kämpfen um das nackte Überleben. Die Nahrungsmittel sind mittlerweile äußerst knapp und so müssen sich die Versorgungstrupps immer weiter in Feindesland vorwagen. Doch warum in Feindesland, wenn doch alle gestorben sind? Tja, manche der Erwachsenen blieben nicht tot und jagen die verblieben Kinder nun mit Heißhunger.

Charlie Higson schreibt an seiner Zombiereihe für Jugendliche schon seit einigen Jahren, in England ist das Original zu “Die Feinde” mit Namen “The Enemy” bereits 2009 erschienen und hat dort bereits drei Nachfolgebände. Nun hat er es hiermit auch ins Deutsche geschafft. Ich muss jedoch gleich vorwegnehmen, dass nach meinem Geschmack eine Empfehlung für Jugendliche nur bedingt ausgesprochen werden kann, da es hier nunmal um das Verspeisen von Kindern durch Untote in einer schrecklichen Welt geht. Zwar beschreibt Higson dies nie plastisch, dennoch sind einige Bilder und Zustände schon recht heftig und meines Erachtens nur für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet.

Higson geht mit diesem Roman keine typischen Zombiewege. Eine unbekannte Seuche hat alle Menschen über 14 sterben lassen, von denen ein gewisser Prozentsatz dann wieder auferstanden ist und nun auf der Jagd nach Frischfleisch durch die Straßen und Häuser Londons streift. Die Zombies werden hier einerseits “Erwachsene” genannt, an anderer Stelle auch “Feinde”, was sich einfach daran erklären lässt, dass die Kinder sich hier gegen meist erwachsene Betroffe zur Wehr setzen müssen. Zudem scheinen die Erwachsenen auch eine gewisse Art von Intelligenz aufzubauen und schreiten in ihrer Erkrankung weiter voran. Man könnte sie daher eher als Infizierte denn als richtige Zombies ansehen.

Als Leser begleitet man eine kleine Gruppe von Kindern, die sich zunächst in einem Supermarkt einquartiert haben. Die Vorräte sind jedoch längst erschöpft und so müssen die Kämpfer immer wieder auf Beutestreifzüge gehen. Verluste sind hier vorprogrammiert. Als dann ein verwahrlost aussehender Junge vor ihren Toren auftaucht und von einem Neuanfang spricht, einer Chance auf ein sicheres Leben, bricht die Gruppe auf um diesen Ort – den Buckinghampalace – zu erreichen. Das dieser Weg alles andere als leicht und verlustreich ausfällt, dürfte klar sein.
Zudem wird parallel noch eine weitere Geschichte verfolgt, von der ich nun aber nicht sprechen kann, da dies spoilern würde. Dieser zweite Strang hat mir jedoch am meisten gefallen.

Was man hier ziemlich schnell merkt: Kein Charakter ist sicher. Higson schreckt auch nicht davor zurück seine vermeindlichen Hauptcharaktere zu töten und so steht die Spannung konstant. Er baut seine Charaktere dennoch sehr schön aus und obwohl es sich um Kinder handelt, die eben auch mal kindisch reagieren, nervte dies nie und erreichte auch immer wieder Tiefe. Wem kann man trauen, wem nicht, und ist die Zuflucht wirklich sicher?

Kleinere Kritikpunkte gibt es leider auch. Es gibt im Buch eine Situation, die für mich einfach unerklärlich und rätselhaft ist, da nicht erklärt wurde, warum es zu diesem Geschehen kam. Zudem ist mir eine Sache am Ende des Buches etwas zu leicht und reibungslos gelöst worden, da hätte ich mir doch etwas mehr Feuer gewünscht.

Für mich ist “Die Feinde” von Charlie Higson ein spannender Lesegenuss gewesen, den ich verschlungen habe. Nicht so heftig und drastisch wie Erwachsenenzombieromane und doch konstroverser und drastischer, wenn man einfach mal drüber nachdenkt, dass dort gerade Kinder, teilweise Kleinkinder sterben. Zudem enthält das Buch auch leicht kritische Blicke auf die Gesellschaft und ihre Vor- und Nachteile. Ich hoffe, dass der Heyne-Verlag schnell die anderen im Original bereits erschienenen Bände übersetzt, damit ich weiterlesen und vor allem meinem zweiten, favourisierten Erzählstrang folgen kann, der einfach ungemein spannend war.
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am 17. Februar 2014
Zur Story: „Die Geschichte spielt in London, ca. ein Jahr nachdem eine völlig unbekannte Seuche oder was auch immer, alle Erwachsenen - wohl mehr oder weniger auf der ganzen Welt - dahin gerafft hat, und sie in lebende Tote verwandelte. Überlebt haben auf unerklärliche Weise nur die Kinder und die Jugendlichen, die nun vor den Scherben, vor den Trümmern ihrer einst so geliebten und heilen Welt stehen, und in diesem Chaos aus Tod und Gewalt auf sich allein gestellt sind. In einer Welt, in der die Untoten ihr neues Dasein im Normalfall mit relativ planlosen Umherstolpern fristen, und kaum eine Gefahr für die Kinder bilden. Aber was ist in der „neuen“ Zeit schon normal, denn diese Kreaturen entwickeln eine gewisse Portion an Intelligenz, und liegen mit List und Tücke auf der lauer, immer in der Hoffnung auf Nahrung...Der Überlebenskampf in einer Welt, in der es nur um den Augenblick geht, beginnt.“

Charlie Higsons Roman „Die Feinde“ ist alles andere als ein klassischer Zombie-Roman und fällt, im Vergleich mit dem was derzeit von diesem Genre auf dem Markt zu finden ist, aus der Rolle. Zum einen sind es natürlich die Charaktere, wie es schon der Klappentext erahnen lässt, ausschließlich Jugendliche, die die Rollen in diesem Roman besetzen und den Kampf ums nackte Überleben auf sich nehmen. Zum anderen lässt allein schon die Altersfreigabe erahnen, dass es nicht „DAS“ Gemetzel schlechthin werden wird, in dem der Leser in der ersten Reihe sitzt, und mit Innereien und Gliedmaßen förmlich bombardiert wird, er den ranzigen Geschmack des Todes regelrecht schmecken kann.

„Die Feinde“ ist ein klassischer Jugendroman, in dem die grausame Situation, die Dialoge der Kinder und Jugendlichen untereinander, der ständige Kampf gegen den Hunger, die permanente Sorge um das wie geht es überhaupt weiter, und selbstredend der Kampf um Machtverhältnisse im Vordergrund steht.

Charlie Higson hat eine Menge interessanter Charaktere geschaffen, wobei man den Begriff interessant nun nicht eins zu eins auf einen Erwachsenen übertragen darf. Jugendliche, oder noch Kinder, sind halt anders interessant, und das spiegelt sich in ihrem Verhalten, in ihrer ganzen Art zu kommunizieren und im Umgang untereinander wieder. Die Dialoge zwischen ihnen, ihre Ängste und Schwächen, ihre Gefühle, die von Himmel hoch jauchzend, bis zu Tode betrübt sind, bringt Charlie Higson ebenso zum Vorschein wie ihre Stärken, ohne die ein Überleben in solch einer Umgebung natürlich nicht möglich wäre.

Wer den Originaltitel kennt, der weiß natürlich, dass es nach einer Fortsetzung riecht, dafür braucht man nicht einmal das Ende gelesen zu haben.

Die Szenerie ist recht gut umschrieben, nicht zu aufdringlich, eher gerade ausreichend, um selbst den Lesern die Möglichkeit zu geben, die noch nicht in Genuss gekommen sind London einmal zu besuchen, diese vor Augen zu haben. Wobei man aber auch sagen muss, dass eher die Charaktere im Vordergrund stehen, und die Szenerie in meinen Augen auch nicht ganz so elementar für den Verlauf der Story ist.

Mein Fazit: „Mir hat die Geschichte gefallen. Ich mochte es wie die Jugendlichen, versuchten Herr dieser scheußlichen Lage zu werden, versuchten mit den Umständen klar zu kommen und sich untereinander arrangierten. Diese positive Einstellung der Charaktere, der unbändige Glaube an eine halbwegs normale Zukunft, schwappte auf mich über und ich genoss die Lesestunden. Ich glaube mittlerweile ist es schon recht schwer für einen Autor/in, einen Zombieroman zu schreiben, der den Leser vollends, vom Anfang bis zum Ende der Geschichte vom Hocker reißt, und ihm ohne zu zögern 5 Sterne in der Bewertungsskale aus dem Kreuz leiert. In diesem Fall reicht es für 4 Sterne.“
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am 31. Januar 2014
Man hat als Leser aktueller Horrorliteratur kaum Möglichkeiten ihnen zu entkommen: Zombies. An allen Ecken und Enden erscheinen neue Zombiebücher, vorzugsweise gleich ganze Serien. Sowohl deutsche Zombiebücher (ARMAGEDDON, DIE SUCHE NACH EDEN bei Begedia, GRAUES LAND bei Luzifer und zahlreiche Indie-Publikationen) als auch Übersetzungen überschwemmen geradezu den Markt. Wobei der Heyne Verlag den Ton bei den Übersetzungen angibt. Mit DIE FEINDE beginnt meines Wissens die vierte aktuelle Zombieserie des Verlags (Nach TAGEBUCH DER APOKALYPSE, THE WALKING DEAD und AUFSTIEG DER TOTEN, alles mindestens Dreiteiler). Das hat Vorteile: es erscheinen im Moment relativ viele Horrorromane; aber auch Nachteile: nun ja, die Handlungen ähneln sich schon sehr: eine Krankheit oder ähnliches dezimiert die Menschheit, aber nicht alle, die sterben sind wirklich tot und ein Haufen auf welche Art und Weise auch immer verschont gebliebener Überlebende sucht irgendwo ein heimeliges Plätzchen, wo man sich gefahrlos niederlassen kann und kämpft auf dem Weg dorthin mit allerlei Untoten. Da kann schnell ein Übersättigungseffekt beim geneigten Horror-Connaisseur auftreten.

Die Storyline von DIE FEINDE ist ungefähr so wie gerade beschrieben, also so wie bei den meisten anderen dystopischen Zombie-Büchern auch. Da ist es natürlich schwierig, in der Masse der Veröffentlichungen aufzufallen. Diese Serie versucht es, indem sie auch jüngere Leser anspricht. Die Protagonisten sind nämlich Kinder und Jugendliche. Die Erwachsenen sind von einer mysteriösen Krankheit entweder dahingerafft oder zu stumpfsinnige (Menschen-)Fleischfressenden Wesen – Zombies halt – mutiert. Anders als der britische und auch der amerikanische Verlag, die die Serie ganz klar unter dem Etikett Young Adult vermarkten, tut Heyne das nicht. Und das ist gut so. Denn wahrscheinlich würden viele potentielle Leser dieses sehr gute Stück Horrorliteratur als Kinderkram abtun und die Finger davon lassen.

Es ist, wie auch schon erwähnt, der Auftakt einer auf sieben Teile (da grüßt wohl ein gewisser Zauberlehrling) angelegten Serie, von denen auch schon fünf im britischen Originalverlag erschienen sind. Es gibt kein langes Vorgeplänkel. Wir lernen sofort eine Gruppe Kinder und Jugendliche kennen, die sich in einem Londoner Supermarktkomplex verschanzt haben. Es wird gleich beschrieben, wie ein Kind von Erwachsenen (=Zombies) erbeutet wird und eine Gruppe Jugendlicher, auf der Suche nach Essbarem (sogenannte Jäger) in einen Hinterhalt gerät und einer der ihren von einer Gruppe Erwachsener getötet und der Anführer der im Supermarkt lebenden Kinder schwer verletzt wird. Auf dem Weg zurück in den sicheren Laden, treffen die Jäger neben einer Gruppe in einem anderen Geschäft verschanzter Kinder auf einen einzelnen Jungen, der ihnen mitteilt, dass es noch mehr Überlebende gibt und sie in einem halbwegs sicheren Gebäude leben: dem Buckingham Palace. Die Gruppe macht sich auf den Weg zu dem vermeintlich sicheren Ort.

Neben diesem Haupterzählstrang gibt es noch zwei Nebenstränge, die zwar kürzer, aber nicht weniger interessant sind. Der anfangs von den Erwachsenen erbeutete Junge, schafft es irgendwie zu überleben und irrt fortan auf der Suche nach seiner Schwester, die mit den anderen zum Palast gezogen ist, allein durch London und ein anderer Jugendlicher entschließt sich alleine im Supermarkt zurückzubleiben.

Zugegeben, das liest jetzt alles nicht sonderlich spektakulär. Trotzdem hat mich das Buch schnell gepackt. Die jugendlichen Protagonisten - der Anführer Arran, seine Stellvertreterin Maxie, der Kämpfer Achilleus, der "Intellektuelle" Ollie - sind mir schnell ans Herz gewachsen. Auch die anderen Charaktere werden so eingeführt, wie es sich für den ersten Band einer Serie gehört. Zwar merkt man relativ schnell, wie man sie einzuschätzen hat, aber es bleibt immer noch Entwicklungspotential da.

Der Weg zum Palast ist mit Kämpfen gegen die Erwachsenen gespickt und es gibt auch schonungslose Verluste zu beklagen, die gerade weil die Opfer Kinder sind, teilweise recht nahe gehen. Im Palast ändert sich dann die Marschrichtung des Romans ein wenig und es treten Konflikte unter den Überlebenden zu Tage, die die Ausrichtung des weiteren Zusammenlebens der Kinder betreffen. In manchen Momenten fühlte ich mich an William Goldings HERR DER FLIEGEN erinnert, was ein großes Kompliment an DIE FEINDE ist.

Das Buch bietet harte Szenen, aber es geht nicht in den extremen Splatterbereich. An manchen Stellen merkt man, dass der Autor Charlie Higson auf eine Vergangenheit als Fernseh-Comedian zurückblicken kann. Gerade die Seitenhiebe auf die Medien haben mich ab und an zum Schmunzeln gebracht. Und dass er ein routinierter Autor ist, was die Beschreibung jugendlicher Helden angeht, hat er in seiner fünfteiligen YOUNG BOND-Reihe schon bewiesen, die die Schul- und Jugendzeit des britischen Agenten zum Thema hat.

DIE FEINDE bietet Horror-Unterhaltung auf sehr hohem Niveau und ich muss zugeben, dass ich das von einem Zombieroman im Moment gar nicht erwartet hätte. Higson bietet nichts sensationell Neues, aber wie er Altbekanntes hier verbindet, hat mir beim Lesen einfach Spaß gebracht. Und was will man mehr. Natürlich, da es Fortsetzungen gibt, bleiben noch viele Fragen offen; es gibt noch genug Konfliktpotential (der Jugendlichen untereinander und natürlich auch gegen die großen Gegner von außen), vor allem hoffe ich, dass in einem der späteren Romane thematisiert, was passiert, wenn die Kinder zu Erwachsenen heranwachsen (werden sie auch infiziert?). Aber offene Fragen sind ja der Sinn von einem Serienstart. Der Leser soll dazu gebracht werden, am Ball zu bleiben. London ein im übrigen ein nahezu perfekt gewählter Schauplatz, da vielen die Topographie der Stadt bekannt ist und man bei den meisten der Gebäude und Plätze genaue Bilder vor Augen hat. Ich wünsche mir wirklich, dass der Roman genug Leser zusammen bekommt, damit auch die Fortsetzungen übersetzt werden. Ich für meinen Teil bin jedenfalls angefixt.

Fazit: Dystopischer Zombieroman, der Beginn einer siebenteiligen Serie mit jugendlichen Protagonisten ist und spannende, mitreißende Unterhaltung bietet. Weitersagen!

Die Rezension befindet sich auch auf meinem Blog (siehe Profilname)
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