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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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4,4 von 5 Sternen
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am 11. Juli 2017
Inhalt: Charlie ist fünfzehn Jahre alt und erlebt sein erstes Jahr an der Highschool. Er schreibt Briefe an einen unbekannten Freund (den Leser), in denen er von seinem Leben erzählt, von neuen Freunden, seiner Familie, Partys, ersten Erfahrungen mit Drogen und einfach von allem, was ihn so beschäftigt. Außerdem erfährt man von einem sehr traumatischen Ereignis, über das Charlie noch nie mit jemandem gesprochen hat.

Meine Meinung: Am Anfang hatte ich mit dem Buch so meine Schwierigkeiten. Ich hatte das Gefühl, es passiert einfach nichts und Charlies Briefe haben mich nicht richtig gepackt. Ich war schon kurz davor, es abzubrechen, bin aber glücklicherweise drangeblieben, denn es entpuppte sich für mich doch noch als ein wahrer Schatz.
Es geht um Charlie, der zunächst große Angst vor seinem ersten Jahr an der Highschool hat, vor allem nachdem sein einziger Freund Michael gestorben ist. Aber er findet recht schnell Anschluss und in Sam und Patrick wirklich gute Freunde. Charlie ist sehr nachdenklich und macht sich über Dinge Gedanken, mit denen andere überhaupt keine Zeit verschwenden, aber gerade das macht ihn so besonders. Ich habe ihn sehr in mein Herz geschlossen und konnte unheimlich gut mit ihm mitfühlen.
Am Anfang war es etwas schwer Charlies Gedanken zu folgen, weil er oft hin- und hergesprungen ist und von einem Thema zum anderen kam, aber je mehr man über ihn erfahren hat, umso mehr Licht kam ins Dunkel.
Der Schreibstil ist sehr einfach und kindlich und viele Sätze beginnen mit "Und", was auch ein bisschen der Grund für meine anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Buch war. Aber man gewöhnt sich schnell daran und irgendwann stört es nicht mehr.
Die letzten Worte, mit denen sich Charlie nochmal direkt an den Leser wendet, fand ich einfach so schön und hoffnungsvoll, so dass ich mich nach Beenden des Buchs einfach gut gefühlt habe.
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am 19. Juli 2017
Super Lesefluss, habe dieses Buch sehr schnell durch gelesen!
Die Sprache ist im jugendlichen Tagebuch-Stil gehalten, wobei seine Schilderungen und Gedanken sehr fesselnd sind. Für mich ist dieses Buch sehr lebendig und man kann sich sehr gut mit dem Protagonisten identifizieren und mitfühlen.
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am 3. Juli 2016
Es stimmt, es würde vieles erklären, wenn sich rausgestellt hätte, das Charlie geistig zurückgeblieben ist. Denn so wie er schreibt, hat man wirklich das Gefühl, das man die Briefe eines kleinen Kindes liest und nicht die, eines Teenagers. Die Story ist eigentlich ganz nett, aber was mich wirklich nach ner Zeit aggressiv gemacht hat ist, das Charlie ungelogen auf jeder zweiten Seite in Tränen ausbricht, aus den merkwürdigsten Gründen. Ich finde das kommt ziemlich übertrieben rüber.
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am 5. Oktober 2016
Das Cover:
Das Cover ist sehr schlicht und einfach. Es ist ein Textabsatz, welches auf einem zerknüllten weißen Hintergrund ist. In diesem Textabsatz steht in roter Schrift der Titel und das Wort "Roman", während der Autor und eine Satz aus dem Inhalt schwarz ist. Für mich persönlich ist es durchschnittlich, da man hier mehr draus machen konnte.

Meine Meinung:
Dieses Buch habe nun das zweite Mal in der Schule auf Englisch gelesen. Beide Male war der Anfang schwer, aber der Schluss war super.

Die Handlung:
Am Anfang war die Handlung relativ schwer zu verstehen, da Charlie in seinen Rückblenden viel hin und her springt ohne einen Zusammenhang manchmal zu haben. Nach und nach lichtet sich der Nebel und man erkennt die Gedankengänge von Charlie. De Schluss ist wunderschön beschrieben, da man hier sieht wie sich Charlies Persönlichkeit geändert hat.

Die Charaktere:
Die Charaktere waren sehr vielfälltig und vielschichtig. Jeder hat viele Facetten gezeigt. Als Leser konnte man sich in die Gruppe hineindenken. Mir haben die Personen rund um Charlie sehr viel Spaß gemacht.

Der Stil:
Der Stil war am anfang relativ unsichtig und wurde nach und nach besser. Zudem wurde er flüssiger und nicht sehr abgehackt. Insgesamt war der Stil durchschnittlich.

Das Ergebnis:
Dieses Buch ist am Anfang relativ schwer zu verstehen, besser sich aber sehr schnell. Zudem gibt es immer etwas neues über Charlie und man erkennt seinen Wandel an der High School. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der eine etwas schwerere Lektüre lesen möchte, aber sich nicht zu sehr damit aufhalten will.
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am 29. Mai 2017
Das Buch ist ganz großartig, vor allem dann, wenn man sich noch in den ereignisreichen Jugendjahren befindet, in denen man so unendlich schöne, so wahnsinnig erschreckende und teils so sehr traurige Erfahrungen macht. Erfahrungen, die man aus der Kindheit noch nicht kannte, aber die von nun an das Leben wie nichts anderes zu prägen scheinen: Gute und gefährliche Liebschaften zu anderen Menschen, Exzessen und das pure Leben eben. Tatsächlich werden immer wieder reale Ausschnitte aus dem Leben beschrieben - man wird oder ist Teil dieser Welt. Die darstellung erfolgt in gelingender Weise in Form von Briefen, die der Hauptakteur Charlie an seinen lieben Freund schreibt. dabei ist egal, wer dieser unbekannte Adressat auch sein mag. Wir alle hätten in unserer Jugend Empfänger solcher Gespräche sein können oder uns eben einen solchen Partner an der Seite gewünscht, wenn man die ereignisreichen Jahre verlebt, in denen man Teil dieser Welt wird/wurde. Natürlich gilt meine besondere Empfehlung für ein Publikum entsprechenden Alters, aber auch für einen Erwachsenen, der schon Teil dieser Welt ist, ist der Roman lesenswert.
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"Und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer herauszufinden, wie das eigentlich sein kann."

So steht es nicht nur auf dem Romancover, sondern auch in meiner Seele. Beim Lesen und auch jetzt im Nachhinein durchziehen mich so viele unterschiedliche Emotionen, dass ich sie gar nicht recht einordnen kann. Vor allem, weil sie alle gleichzeitig auf mich einstürmen. Aber eines ist sicher: Wenn ein Roman solche Empfindungen auslöst, ist er richtig gut.

Diese neue Ausgabe des Romans - übersetzt von Oliver Plaschka - bekommt wohlverdiente Aufmerksamkeit. Der Stoff ist "Allgemeingut", jeder versteht ihn. Das Erwachsenwerden gehört schließlich zu jedermanns Leben. Aber das wirklich Beeindruckende an diesem Roman ist die Umsetzung. Briefe, die sich an einen lieben Freund richten und die Leser direkt ansprechen, erzählen die Geschichte eines besonderen Jungen. Charlie hat es nicht leicht. Doch welche Probleme er tatsächlich durchleben muss, wird den Lesern erst nach und nach klar. Mit der kindlichen Art des Erzählens berührt der Autor bis tief in die Seele.

Wir Leser werden zu einem "Kummerkasten" für Charlie. Wir schenken ihm ein Ohr, hören uns die Geheimnisse an, die er mit niemandem sonst teilen kann. Wir sind stille Teilhaber, aber können uns nicht recht distanzieren, denn was Charlie berichtet, ist so ergreifend, dass seine Emotionen auf uns übergehen.

Danke, Stephen Chbosky, für diesen wunderbaren Roman, der so unterschiedliche intensive Gefühle auslösen kann. Vielen Dank auch an den Heyne-Verlag, der einer weiteren Generation die Möglichkeit gibt, beim Lesen von Charlies Briefen das Mitfühlen zu lernen.

(Text: KR)
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am 17. November 2012
Kurzbeschreibung:

Charlie hat es nicht leicht im Leben, aber als sein Bester Freund sich umbringt, braucht er eine Person zum Reden. Da wendet er sich an dich. Er schreibt Briefe an dich, in denen er von seinem Leben erzählt, seine Familie, die komplizierter nicht sein könnte und er redet über Sam und Patrick. Zwei Freunde die Charlie zeigen, was es bedeutet wirklich zu Leben.

Meine Meinung:

Ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Ich habe in meinem Leseleben viele Bücher gelesen. In vielen gab es tragische Momente, aber nie habe ich auch nur eine Träne verdrückt. Bis jetzt.

Das Buch war so wunderbar schön in seiner Art zu erzählen. Das Buch besteht aus Briefen, die Charlie an den Leser direkt schreibt ( immer eingeleitet mit “Lieber Freund”). Charlies Gedanken und Kommentare zu Leuten in seiner Umgebung und Dingen in seinen Leben sind so lustig, poetisch traurig und einfach wunderschön zu lesen. Charlie ist wohl einer der wenigen Menschen, die wirklich ein Herz aus Gold haben. Er verurteilt keinen und richtet nicht, er macht sich aber seine Gedanken und versucht alles zu verstehen und will auch alles wissen. Ich wäre gerne weiter Charlies Brieffreund gewesen, nur um weiter seine Gedanken zu hören.

“We accept the Love we thing we deserve.” (Wir akzeptieren die Liebe, die wir zu verdienen glauben.)

Stephen Chbosky ist eigentlich Drehbuchautor, Produzent und Regisseur und hat unter anderem den Film “Rent” und die Serie “Jericho” geschrieben, mit denen er eine große Masse begeistern konnte. Mit seinen ersten Roman (ich hoffe es bleibt nicht dabei) ist ihn wirklich ein Meisterwerk gelungen, wenn es darum geht das Leben eines Jugendlichen Authentisch rüber zubringen. Er hat genau die Gedanken aufgefasst, die wichtig waren und hat Charlie solche Sätze sagen lassen, die jeden Liebhaber von schönen Sätzen dahin schmelzen lässt.

Wie sehr ich Charlie mag, habe ich wohl deutlich gemacht. Aber die Leute um ihn herum sind genau so fantastisch Seine Familie, seine Freunde, sogar seine Lehrer. Aber neben Charlie fand ich Sam und Patrick toll. Sam ist ein Mädchen, dass sehr Liebenswert ist und Charlie sagt so tolle Sachen über sie. Patrick ist eher der lustige und bringt mit seinen Schwarzen Humor wieder ein Plus mehr.

Dieses Buch ist auch so speziell, weil es auch ( in irgendeiner Weise ) in das Leben der Leser eingreift. Charlies Gedanken bringen einen zum nach denken und grübeln und man vergleicht schon mit seinen Leben (hier kann ich natürlich nur von mir Reden). Charlies Gedankenstöße mögen vielleicht manchmal nur aus einen Satz bestehen, aber dieser Trifft dann genau den Punkt, der einen dazu verleitet nach zu denken.

Was mich nun zum Weinen gebracht hat? Der letzte Satz. Es würde euch nichts bringen, es einfach im Laden aufzumachen und den letzten Satz zu lesen, wenn ihr nicht wisst wer ihn sagt, oder besser, wie er es meint:)

Fazit:

Ich küre hiermit mein neues Lieblingsbuch. Man lacht und weint mit, man überlegt mit Charlie, ganz einfach, man lebt mit Charlie.
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am 29. Juli 2012
dieses Buch ist echt besonders. Ich habe es in wenigen Tagen durchgelesen, allerdings konnte ich so nicht "teilnehmen"." So ungefähr hätte Charlie es wahrscheinlich in seinen Briefen geschrieben. An den Schreibstil muss man sich anfangs gewöhnen doch das geht relativ schnell. Das Buch hat mich nicht von anfang an mitgerissen, erst als es fast zuende war wurde es zu etwas besonderem (für mich). Es ist ein super Buch zum Nachdenken und Mitfühlen. Es ist einfach das Leben des sechzehnjährigen Charlie und es ist ganz schön chaotisch. Charlie wirkte auf mich immer etwas "hinterher" für sein Alter aber am Ende man findet raus warum er immer will das alle und jeder glücklich ist. 4 Sterne weil es zwischendurch etwas langatmig, teilweise nervig war, weil vieles wiederholt wurde (Bsp. Rocky Horror Picture Show). Aber trotzdessen super Jugendbuch! Auch für Erwachsene ganz nett :)
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am 31. Mai 2016
"Das also ist mein Leben" lockte mich mit seinem äußert ungewöhnlichen Cover, auf dem die "Story" schon teilweise angedeutet wurde.
Das dort auch noch auf den gleichnamigen Film hingedeutet wurde, brachte mich dazu dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Leider muss ich sagen: Naja. Dieses Buch hat mich nicht ganz überzeugt, da man sich öfters fragt wieso ein Teenager solche Gedanken hat. Ich selbst denke nicht so kompliziert und würde mir auch nicht über so viele Dinge Gedanken machen. Dennoch muss man sagen das der Film gelungener ist, als das Buch.
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am 27. März 2013
"Mit dem Schlitten bin ich rüber zu dem Hügel, wo wir als Kinder immer gefahren sind. Auch jetzt waren jede Menge Kinder da. Ich sah zu, wie sie dahinglitten, wie sie ihre Sprünge und Wettrennen machten. Und dachte daran, dass all diese kleinen Kinder eines Tages erwachsen sein werden. Und alle werden sie dieselben Sachen machen wie wir. Und alle werden sie eines Tages einmal jemanden küssen. Aber in diesem Moment reichte es, einfach nur Schlitten zu fahren, und ich dachte, es wäre wunderbar, wenn Schlitten fahren immer reichen würde, aber das tat es nicht."
[”Das also ist mein Leben” // Stephen Chbosky // S.100]

Erster Satz:
Lieber Freund, ich schreibe Dir, weil sie meinte, dass Du zuhörst und verstehst und nicht versucht hast, auf dieser Party mit einer bestimmten Person zu schlafen, obwohl Du das gekonnt hättest.

Inhalt:
Charlie ist fünfzehn Jahre alt und sein erstes Jahr an der Highschool beginnt. Es ist ein Jahr voller Magie, Geheimnisse und Wunder. Ein Jahr, in dem Charlie seine besten Freunde kennenlernt und seine schönsten und schlimmsten Momente mit dem Leser teilt, in dem er Briefe schreibt. Doch es ist nicht nur ein Jahr der Freuden und Ängste, es ist das Jahr, in dem Charlie das Leben in jeder einzelnen Facette erkennt und spürt, was es bedeutet, Teil dieses Lebens zu sein. Gemeinsam mit Sam und Patrick stellt er sich diesem Leben und lernt die Liebe, Drogen, Sex und so manches Buch kennen.

Schreibstil:
Manche Schriftsteller brauchen sich nicht an Poesie oder verschnörkelten Sätzen aufzuhalten, weil die Zusammenstellung ihrer Worte und der Sinn, der dahinter steht, schon die pure Poesie ist. Stephen Chboskys Schreibstil ist einfach gehalten, ganz unverblümt und direkt erzählt er eine Geschichte, die vom Leben selbst geschrieben sein könnte und schafft es dabei mit seinen Worten dieses ganz besondere Etwas einzufangen, ohne dabei kitschig oder blumig zu werden. Er besitzt diese besondere Gabe, jugendlich und gleichzeitig tiefgründig zu schreiben und dabei weder platt, noch zu gehoben zu wirken. Es sind Worte, die das Leben selbst schreibt und die eine Geschichte erzählen, die das Leben in jeder einzelnen Facette wiederzurspiegeln weiß. Schön und grausam zu gleich.

Meine Meinung:
Bücher, bei denen man am Ende weint, gehören meistens auch zu den Büchern, an die man noch lange zurückdenken wird, klarer Fall. Doch was geschieht, wenn man bei einem Buch schon auf der zweiten Seite zu weinen anfängt? Und das noch nicht einmal, weil es traurig ist, sondern viel mehr, weil es einen so berührt? Es gibt diese Bücher, die es schaffen, das Leben einzufangen, in ein Glas
einzuschließen und es dem Leser vor die Nase zu halten, damit dieser es betrachten kann und genau das tut Charlie mit seinem Leben. Er kratzt all die Dinge zusammen, die ihn berühren, die Schönen und die Schrecklichen und präsentiert sie dem Leser auf dem Silbertablett - ohne Reue, ohne Angst, einfach nur, um zu zeigen, wie unglaublich schön das Leben sein kann. Und wie traurig diese Tatsache machen kann.

Ja, es ist widersprüchlich und ja, es ist melancholisch, aber vielmehr als das, ist es wertvoll. Es scheint unglaublich, dass ein fünfzehnjähriger Junge das Leben so klar vor sich sieht, wie ich es mit meinen zwanzig Jahren manchmal nicht zu beschreiben weiß, aber man kauft es ihm ab. Sicherlich wird das nicht jeder verstehen und das muss auch nicht sein, aber viele Menschen, die viel über das Leben nachdenken und eine Zeit in ihrem Leben hatten, in denen man in diese schöne Melancholie verfällt, werden wissen, wie Charlie sich fühlt und denkt. Natürlich steckt noch mehr hinter ihm, aber all das ist im Grunde unwichtig. Für Charlie steckt das Leben nämlich voller Wunder und Magie und jeder Mensch ist für ihn etwas besonderes. Er ist eine Romanfigur, die einzigartig ist und den Leser zu berühren weiß. Obwohl er sehr weinerlich und nachdenklich ist, ist er eine starke Persönlichkeit mit einer sehr hohen sozialen Intelligenz.

"Wir nehmen die Liebe an, von der wir glauben, dass wir sie verdienen, Charlie."
[S. 38]

Figurentechnisch ist dieses Buch eine absolut bunte Mischung. Jeder wird hier fündig, jede Figur charakterisiert auf eine bestimmte Weise eine bestimmte Art Mensch und ein bisschen wird auch mit
Klischees gespielt, auch wenn dies nur nebenbei auffällt. Figurenkonstellationen und figurenbedingte Situationen werden intelligent in das Geschehen eingebaut und beschreiben ganz unterschiedliche Lebenseinstellungen und Wege. So hat jede Charaktere in diesem Buch ein ganz eigenständiges Leben und beinahe jede Figur konnte mich innerlich berühren. Ich weiß nicht, wie Chbosky es schafft, dass die Alltäglichkeit des Lebens, um die es letztlich geht, sich so in mein Herz geschraubt hat, aber genau das geschah mit jeder Figur, mit jedem Wort und mit jeder Situation.

Nie ist es mir so schwer gefallen, einen Inhalt zu beschreiben. Schließlich verfolgt "Das also ist mein Leben" keinen roten Faden. Charlie erzählt vielmehr alles, was ihm passiert, schweift dabei oft ab, holt weit aus oder plappert einfach über irgendwelche Begebenheiten. Mit leisen Tönen schreit er dem Leser entgegen und beschreibt die Schönheit eines jeden Lebens auf eine indirekt unaufdringliche Art und Weise. Trotz alldem, was er und man selbst im Laufe der Geschichte alles so erfährt. Es ist beinahe erschreckend, mit vielen Problemen und Konflikten sich Charlie (und eben man selbst) auseinandersetzen muss und dabei trotzdem so unschuldig und lebenshungrig bleibt. So werden Themen wie Vergewaltigung, (häusliche) Gewalt, Drogen und Homophobie angesprochen und manchmal leider etwas zu schnell wieder fallen gelassen. Das Ende kam dann auch leider schneller als erwartet und wie sich alles auflöst, hat mich sehr erschrocken zurückgelassen. Sicher - Vorahnungen hatte man, aber damit hätte wohl niemand gerechnet.

Fazit:
Charlies Geschichte könnte aus dem Leben selbst gegriffen sein. Irgendein jugendlicher Fünfzehnjähriger könnte genau dasselbe fühlen und genau das macht diese impulsive, lebensnahe Geschichte so glaubwürdig und bewegend. Obwohl einige tiefgehende Themen und Konflikte eine Rolle spielen und die Geschichte keinem roten Faden folgt, hat mich ihre Schönheit oft zu Tränen gerührt. Ein Buch für alle, die das Leben zu schätzen wissen und von der ganzen Schönheit auch mal ganz schön überrumpelt sein können und für eine kurze Zeit mal gerne ein wenig melancholisch werden. Mit leisen und gleichzeitig doch so lauten Tönen ist "Das also ist mein Leben" wie eine alte Rockballade, in der man ganz eintauchen kann und die einen genau dort berührt, wo sie es möchte. 4,5 Sterne
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