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am 27. Juni 2013
Inhalt:
Meghan wohnt in Loisiana und hat schon lange das Gefühl, dass etwas in ihrem Leben nicht stimmt. An ihrem 16.Geburtstag beobachtet sie ein geheimnisvoller junger Mann auf einem Pferd. Auch ihr bester Freund Robbie verhält sich zunehmend merkwürdiger und legt ein erschreckendes Geständis ab: er ist eine Fee und auch Meghan ist etwas ganz Besonderes. Sie ist die Tochter des Feenkönigs Oberon, welcher über den Lichten Hof herrscht. Ein wahrgewordener Märchentraum? Wohl kaum, denn zu alledem ist ihr kleiner Bruder Ethan durch ein Wechselbalg vertauscht wurden und schwebt nun in Lebensgefahr. Um ihn zu retten, begibt sich Meghan in das Feenreich Nimmernie und trifft dort auf den düsteren udn geheimnisvollen Ash, der ihr Todfeind ist. Doch so wirklich hassen kann sie ihn nicht, denn er weckt in Megahn tiefe Gefühle.

Wie hat's mir gefallen:
Durch die Ich-Perspektive kommt man sehr schnell in das Geschehen. Allerdings muss ich zugeben, dass sich die ersten 50 Seiten des Buches doch etwas zogen. Ich dachte die ganze Zeit: Na komm, wann geht's denn los? Doch dann nach und nach schlichen sich die fantastischen Elemente ein. Der unnahbare Prinz Ash tauchte auf und auch Robbie schien nicht der zu sein, für den er sich lange Zeit ausgab.
Schnell bekommt der Leser mit, dass er sich in einer Abwandlung von Shakespeares "Sommernachtstraum" befindet und das ist auch gar nicht schlecht, denn die Autorin verleiht den Figuren einen neuen Touch und lässt sie modern aufleben.
Obwohl ich mich schnell mit Meghan angefreundet hatte, fand ich Robbie alias Puck doch viel erfrischender. Er hat nicht nur einen glänzenden Humor, er muntert Meghan in allen Lebenslagen auf, bringt sie zum Lachen und beschützt sie, soweit es geht. Schnell wird klar, dass er mehr für sie empfindet, als er eigentliche sollte. Wer "Sommernachtstraum" kennt, weiß wie die Geschichte vermutlich weitergehen wird. Dennoch tat mir Puck sehr leid, denn er liebt Meghan bedingungslos und abgöttisch.
Und da kommt auch schon Ash ins Spiel, der kalte und unnahbare Prinz. Der Sohn von Mab ist nicht nur ihr Todfeind, sondern scheint auch nicht das geringste Interesse an ihr zu haben und wirkt trotz aufkeimender Verschmitztheit kühl und distanziert. Aber wie sind wir Frauen: wir stehen doch genau auf dieses Unnahbare.
Wer jetzt denkt, das Buch besteht aus triefenden Liebeschwüren und einer nicht endenden Dreiecksbeziehung, der hat sich hier geschnitten. Es gibt eine angemessene Mischung aus Gefühl, Fantasy, Freundschaft und Action - schließlich muss Meghans Bruder gerettet werden. Auf dieser Mission gilt es allerlei Gefahren zu überstehen, denn so einfach ist diese Rettungsaktion dann doch wieder nicht.
Auch wenn die Liebesgeschichte eher im letzten Drittel des Buches aufkeimt, ist sie nicht nebensächlich. Ich finde sie wunderschön und sehr bezaubernd!
Abgekupfert wirkt das Werk nun wirklich nicht, denn Julia Kagawa hat hier eine ganz eigene Welt geschaffen (auch wenn sie auf uns bekannte Figuren aufbaut). Besonders die Eisenfeen, welche in allen Teilen eine wichtige Rolle einnehmen, sind sehr faszinierend.
Vielleicht passt der Begriff "Fee" hier nicht richtig, denn Feen sind im deutschen eher liebevolle Wesen. Elfen hingegen sind ein bisschen verschmitzt und hintehrältig. Aber dies liegt sicher nur an der Übersetzung und vielleicht wollte man sich bewusts von der "Elfenkuss"-Reihe von Aprilynne Pike abgrenzen.
Ansonsten ist der Schreibstil sehr angenehm flüssig, witzig, ironisch und sympathisch - also insgesamt sehr gelungen.

Ich finde den Auftakt des Mehrteilers mehr als gelungen und war gefesselt von dem Buch. Wer Märchen mag, wird dieses Buch lieben.

Cover:
Selten hat mich ein Cover so fasziniert und bezaubert. Es ist nicht nur wunderhübsch. sondern auch noch sehr detaillreich. Mir gefallen neben den auffälligen Farben vorallem die Wimpern - bezaubernd.

Gut zu wissen:
Die Reihe ist eigentlich als Trilogie konzipiert, tatsächlich erschienen sind aber 4+1 Bücher.
Teil 2 "Sommernacht", Teil 3 "Herbstnacht", Teil 4 "Frühlingsnacht", sowie der Ergänzungsband mit eher Kurzgeschichten "Das Geheimnis von Nimmernie" sind bereits erschienen.

Fazit:
Dieses Buch ist faszinierend und läd in eine betörende Märchenwelt ein, die nicht so rosa ist, wie sie auf den ersten Blick scheint. Ich kann "Sommernacht" nur wärmstens empfehlen, denn ich habe mich von Anfang an in den gewitzten Puck und in den unnahbaren Ash verliebt und wollte mit ihnen zusammen noch viele weitere Abenteuer erleben. Ein absolut tolles Lesevergnügen!
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am 19. März 2011
*Worum geht's?*
Meghan Chase setzt all ihre Hoffnungen in ihren sechzehnten Geburtstag, der alles verändern soll. Sie glaubt fest daran, dass aus ihrem unscheinbaren Ich, das nirgendwohin zu gehören scheint, eine selbstbewusste Ballkönigin werden wird - schließlich läuft das so in den Geschichten. Doch an ihrem Geburtstag wird ein schreckliches Märchen wahr, vor dem Meghan am liebsten fliehen würde: Ihr bester Freund Robbie gesteht ihr, dass er eine Fee, ihr kleiner Bruder Ethan durch ein Wechselbalg vertauscht worden und sie selbst nicht die Tochter ihres verschwundenen Vaters, sondern die des Feenkönigs Oberon ist, der über den Lichten Hof herrscht und im ständigen Konflikt zur dunklen Königin Mab steht. Mit all dem will Meghan nichts zu tun haben! Um Ethan zu retten, begibt sie sich trotzdem in das Feenreich Nimmernie und trifft dabei nicht nur auf ihren leiblichen Vater und unzählige Gefahren, sondern auch auf Mabs Sohn Ash, in den sie sich auf keinen Fall verlieben darf...

*Kaufgrund:*
Ich bin schon auf das englische Original aufmerksam geworden und stand kurz davor, es mir zu kaufen. Zum Glück kam der Heyne-Verlag mir zuvor und hat den Einstieg in die "Iron Fey" -Reihe ins Deutsche übersetzt.

*Meine Meinung:*
"Plötzlich Fee - Sommernacht" ist ein gelungener Einstieg in Julie Kagawas Reihe. Allein der Schreibstil der Autorin fasziniert und ist es Wert, gelesen zu werden. Sehr detailliert und bildhaft beschreibt sie Umgebungen und Situationen, sodass es dem Leser bereits zu Beginn gelingt, sich Meghans Welt genau vorstellen zu können und sich in diese hineinzuversetzen. Der Schreibstil ist so flüssig und flockig, dass selbst die knapp 500 Seiten des Romans im Nu gelesen sind.

Die Geschichte wird aus Meghans Sicht erzählt. Wir lernen sie als unglückliches, gewöhnliches Mädchen kennen, das sich verzweifelt nach der ersten großen Liebe sehnt. Sie ist sehr naiv und blind vor Sehnsucht, dazugehören zu können. An ihrem sechzehnten Geburtstag, in den Meghan all ihre Hoffnungen gesetzt hat, erlebt sie eine große Überraschung - allerdings nicht die erhoffte positive Wende in ihrem Teenagerdasein, sondern eine Wahrheit, die ihr Leben ins Chaos stürzt: Sie ist eine halbe Fee. Ab hier beginnt sich die Protagonistin zu verändern. Meghan vollzieht einen tiefgründigen, weitgehenden Wandlungsprozess. Es passiert Schritt für Schritt, jedes Geschehnis wirkt sich auf sie aus und macht aus ihr eine mutige Kämpferin, die alles für ihre geliebten Menschen tun würde. Während die alte Meghan zu Beginn der Geschichte heulend auf dem Schulklo sitzt, stellt sich die neue Meghan jeglichen Gefahren, um ihren Bruder zu retten, und riskiert dabei sogar ihr eigenes Leben. Durch ihre sarkastische Art macht Meghan sich noch sympathischer. Sie bringt die Leser zum Grinsen und sorgt dafür, dass man sich sehr leicht mit ihr identifizieren und mit ihr mitfühlen kann.

Auch die Nebencharaktere haben mich begeistert. Besonders Meghans bester Freund Robbie, Mabs Sohn Ash und der sprechende Kater Grimalkin, die die Protagonistin auf ihrer abenteuerlichen Reise begleiten, wurden großartig ausgearbeitet. Man erfährt im Laufe der Handlung sehr viel über die beiden Jungen, wodurch ihre Art und ihre Handlungen verständlicher werden. Sie wirken niemals oberflächlich oder unnatürlich. Zu viel wird im ersten Teil der "Plötzlich Fee"-Reihe jedenfalls nicht über sie verraten, sodass man noch immer neugierig bleibt. Grimalkin, genannt Grim, ist und bleibt ein geheimnisvoller Kater, der nicht gerne Dinge über sich preisgibt, sich aber trotzdem sofort in die Leserherzen schleicht. Hoffentlich erfährt man in den Fortsetzungen mehr über ihn und die vielen anderen Nebencharaktere wie Oberon, Mab und Narissa. Sie bieten alle großes Potential.

Obwohl es sich um einen Fantasy-Roman handelt und viele altbekannte Motive und Themen genutzt werden, erwecken sie niemals einen abgekupferten Eindruck. Alle wurden klasse umgesetzt und toll mit Kagawas neuen Ideen verwoben. Besonders die Eisenfeen, mit denen sich die komplette Buchreihe beschäftigen wird, haben mich fasziniert.

Die Handlung erweckt zunächst den Eindruck, als würde sich "Plötzlich Fee - Sommernacht" in eine typische paranormale Highschool-Schnulze entwickeln würde. Aber falsch gedacht! Dramatik, Action, Tragik und viele Überraschungen ziehen sich durch den gesamten Roman. Die Geschichte entwickelt sich rasant zu einem abenteuerlichen Kampf um Leben und Tod. Meghan und ihre Begleiter müssen sich ohne jegliche Verschnaufspause einer Gefahr nach der anderen stellen. Mit jeder Seite des Buches baut sich die Spannung weiter aus, Langeweile kommt niemals auf. Man gerät in einen so starken Lesefluss, dass man überhaupt nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Keine der 500 Seiten war überflüssig.

Natürlich gibt es - wie sollte es auch anders sein - eine Liebesgeschichte. Es hat mich wirklich überrascht, dass sie erst während des letzten Drittels eine wichtigere Rolle einnimmt. Auch wenn sich die Gefühle schon vorher anbahnten, entwickeln sie sich erst recht spät. Ein absoluter Pluspunkt, das so Meghans eigentlich Absicht - die Rettung ihres Bruders - nicht in den Hintergrund gerät, sondern den Handlungsverlauf maßgeblich bestimmt. Insgesamt ist die Liebe im ersten Teil der Reihe aber ein wunderschöner Aspekt, der in den Folgeteilen hoffentlich näher betrachtet wird.

Kagawa hat den ersten Teil ihrer Serie genau im richtigen Moment beendet. Die Haupthandlung der Geschichte ist abgeschlossen, trotzdem bleiben viele offene Fragen zurück. Es handelt sich aber keinesfalls um einen nervigen Cliffhanger. Die unbeantworteten Fragen dienen als perfekte Grundlage für die Fortsetzung, die ich schon voller Sehnsucht erwarte. Im Herbst 2011 soll es dann soweit sein!

Der einzige kleine Makel, der mir während des Lesens aufgefallen ist, ist die Bezeichnung "Fee". Ich finde es gut, dass die Übersetzer diesmal genau blieben (im englischen Original bezeichnet Kagawa die Wesen schließlich auch als "fairies"), allerdings finde ich den Begriff unangebracht. Die Feen erinnern viel mehr an Elfen. Dieser kleine Kritikpunkt ist allerdings nicht so irritierend, dass er den Lesefluss stören würde.

*Cover:*
Das Cover ist wunderschön gestaltet worden und läd sofort zum Träumen ein. Allerdings sieht es im Internet viel schöner aus, als wenn man es in Wirklichkeit in der Hand hält: Man sieht den blättrigen Wimpern leider stark an, dass sie auf das Auge animiert worden sind.

*Fazit:*
Ein großartiger Auftakt einer neuen Serie, der Lust auf mehr macht. Bis auf die Sache, dass die Feen eigentlich Elfen sind, habe ich auch gar nichts zu meckern. Kagawa hat einen großartigen Schreibstil, die Charaktere sind interessant und sympathisch, und jede einzelne Seite im Buch bringt die Handlung voran. Deshalb kann ich gar nicht anders, als volle 5 Sterne zu vergeben!
77 Kommentare| 64 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. August 2012
Ersteinmal muss ich zugeben, dass ich mich nicht gerade als Leseratte bezeichnen würde, da mich bislang nur ein einziges Buch richtig gefesselt hat. Selbst bei bekannten und als gut eingestuften Büchern schlief ich schnell ein.

Mit Plötzlich Fee habe ich endlich ein weiteres Buch gefunden, dass mich von Anfang bis Ende so sehr gefesselt hat, dass sich meine Gedanken nur noch um dieses kreisen. Als ich mit Band 1 fertig war, lag ich Abends sehr lange wach, dachte darüber nach und wollte unbedingt - ganz unbedingt - Band 2 lesen. Die Autorin beschreibt Dinge nur so viel, wie der Leser wissen muss - nicht mehr und nicht weniger. Den Rest übernimmt die Fantasie des Lesers. Und ich hatte wirklich wundervolle Bilder vor Augen !

Zuerst dachte ich, dass es sich um eine quietschebunte Feenwelt a la Tinkerbell handeln würde, aber dem war ganz und gar nicht so. Vom Gefühl her, war alles eher rau und ungekünstelt, aber dennoch wunderschön im Gedanken - auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Positives:

+ Ich-Form lässt den Leser wunderbar in die Welt eintauchen
+ keine quietschebunte Friede, Freude, Eierkuchen-Welt
+ Niemals Langeweile durch stetig neue Wendungen und Gefahren
+ Nichts ist zu ausführlich beschrieben, als es sein muss
+ Sehr lockere Schreibweise
+ Kein konkretes vorhersehbares Ende
+ Lovestory in perfektem Maß verteilt ! (in Maßen, statt in Massen) - bekommt jedoch in den darauffolgenden Bänden mehr Aufmerksamkeit
+ Kapitel nicht zu lang und nicht zu kurz - perfekt, um auch einmal durchatmen zu können

Negatives:

- Der Magen der Hauptprotagonistin dreht sich gefühlte 1000 Mal um
Okay, manchmal nervt es wirklich, aber nach einer Weile gewöhnt man sich dann doch daran und das macht das Buch auch nicht schlechter.

Deswegen gebe ich dem Buch die beste Bewertung, empfehle es Jedem, der nur ein Fünkchen Fantasie besitzt und nehme nun mit Genuss den dritten Band zur Hand. :)
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am 12. Januar 2013
Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass man das zugegeben wirklich hübsche Cover der englischen Originalausgabe gegen dieses scheppse und kitschige eingetauscht hat, man hat den Titel "The Iron King" auch noch grandios passend übersetzt mit "Plötzlich Fee". Sämtliche Englischlehrer, die ich je hatte, hätten mich für diese Übersetzung übers Knie gelegt, während sie vor Seelenpein laut geheult hätten. Außerdem lässt es das Buch klingen wie eine belämmerte Crossover Fantasy-Version von "Plötzlich Prinzessin" von einem dummen Teenager, der nicht begriffen hat, was Chiasmus ist. Der Titel beschwört rosarot-schnörkelige Kitschbilder vor meinem geistigen Auge, eine seichte Geschichte ohne Tiefgang, praktisch eine Daily Soap in einer Fantasywelt.
Oh, Moment. Recht bedacht, passt das sehr gut.

Was das Buch für mich ruiniert hat, waren nicht nur der übermäßig schlichte Schreibstil, der in meinem Kopf einfach nicht "geklungen" hat, das alberne, mit Gewalt in die Handlung gestopfte Liebesdreieck, die aus anderen Werken recycelten Plotelemente und die Karikaturen der Charaktere aus dem "Sommernachtstraum", sondern vor allem war es Meghan. Meghan Chase, die bezaubernde Heldin mit dem IQ einer leicht unterdurchschnittlichen Margarine (Marke Lätta).
Lieber Himmel, ich weiß nicht einmal, was ich zu Meghan sagen soll! Also mache ich es mir einfach und stelle ein Regelwerk zusammen, das, wenn es nach mit ginge, fortan für alle Mädchen in ihrer Situation gelten sollte.

1. Sei niemals 16!
Wenn es irgendwas gibt, was für Protagonistinnen in Jugendbüchern gefährlich ist, dann, 16 zu sein oder, schlimmer noch, zu werden. Wenn, wie hier, im Rückentext damit geworben wird, wie wahnsinnig 16 die Protagonistin doch ist, dann weiß man, dass eigentlich nur alles in die Hose gehen kann.

2. Wenn sich die gesamte weitere Handlung durch eine einzige Entscheidung von dir revidieren würde, dann sag nicht, dass du das nicht machen kannst, weil Keks!
Später im Buch heult Meghan herum, sie hätte all das ja gar nicht gewollt! Das Problem ist: Doch, das hat sie. Als Puck ihr erklärte, ihr Bruder sei durch ein Wechselbalg ausgetauscht worden, bis es ihr einleuchtend erschien, meint er, neben der gefährlichen Reise nach Nimmernie, um ihren wahren Bruder zu finden, gäbe es noch die Möglichkeit, den Wechselbalg in den Ofen zu stecken, bis es schreit und so seine Feen-Eltern anlockt.
Aber Meghan kann das nicht, weil das ja sooo schrecklich wäre, also lieber wochenlang von daheim weg bleiben, in ein fremdes magisches Land gehen, vor dem man spezifisch gewarnt worden ist und sein eigenes verdammtes Leben riskieren! Das ist viel weniger schrecklich, als das bissige, sadistische, verfressene Monster, das zufälligerweise die Form ihres Bruders hat, mal eben einen Moment lang ohne bleibende Schäden zu foltern.
Zackbumm, der ganze weitere Fortgang des Buches hätte verhindert werden können, hätte Meghan auch nur das kleinste bisschen Mumm in den Knochen (oder zwei graue Zellen hinter der Stirn) gehabt. Das macht natürlich gleich, dass man sie als Protagonistin super-ernst nehmen kann, man sieht gut, wie heldenhaft und vernünftig sie ist und wie sehr man sich mit ihr identifizieren will - nämlich gar nicht.

3. Wenn du jemanden dabei hast, der sich in der Fantasywelt, in der du gelandet bist, besser auskennt als du, dann hör auf ihn!
Wirklich, Meghan. Puck ist kein Dekorationsgegenstand und seine Ratschläge kein entspannender Track für autogenes Training. Wenn er sagt, dass es eine gute Idee wäre, xyz (nicht) zu tun, dann probier nicht aus, was passiert, wenn man es doch (nicht) tut. Du musst ja nicht darauf hören, wenn er dich auffordert, dir die Unterhose über den Kopf zu ziehen und dich mit Senf zu beschmieren, aber wenn es vernünftig klingt, was er sagt, dann hör auf ihn, verdammt.

4. Habe etwas mehr Allgemeinbildung als eine Fünfjährige!
Es ist doch eigentlich Allgemeinwissen, dass man z.B. kein Essen von Feen zu sich nehmen sollte. Genauso bekannt dürfte sein, dass man mit Feen nicht einfach einen Deal eingeht, dass man mit Feen nicht tanzt und dass man Feen nicht dafür dankt, wenn sie einem etwas Gutes tun.
Meghan hingegen rennt munter, aber dämlich quer durch das Buch und bricht bei jeder sich bietenden Gelegenheit sämtliche bekannte Regeln im Umgang mit Feen, die jedem, der schon ein, zwei irische Märchen gehört hat, bekannt sein dürften. Natürlich kommt sie ständig in ungute Situationen und dann heißt es: "Glarbglarb, hab ich ja gaaar nicht gewusst! Einmal Rettung von dem gefährlichen Monster, das ich mir mit meiner eigenen überwältigenden Ignoranz der Größe Alaskas auf den Hals gejagt habe, bitte, mit einer Kirsche obendrauf!"
Oh, bitte. Wie kann man jemanden, der so inkompetent ist, als Heldin ernst nehmen?

5. Verzichte nicht auf ein funktionsfähiges Gehirn!
Wie schon in einem anderen Review beschrieben wurde, ist Meghan so dumm, dass es weh tut, und definitiv so dumm, dass es unmöglich ist, mit ihr Mitleid zu haben, wenn sie dann "unverschuldet" in unangenehme Situationen kommt.
Okay, es mag nicht ihre Schuld sein, dass der Quarterback Scott sie erst, weil sie so abgeschieden lebt und aus einer sozial schwachen Familie kommt, lächerlich findet und dann angepisst von ihr ist, beides ausgedrückt mit recht farbigem Vokabular. Aber es ist definitiv ihre Schuld, dass sie seine Einladung zum Mittagessen ohne weiteres akzeptiert und sich nichts Böses dabei denkt. Es ist ihre Schuld, dass sie auf Pucks Einwurf, man wolle sie nur in eine Falle locken, mit dem Vorwurf der Eifersucht reagiert (Siehe hier auch Punkt 3), weil sie auch unbedingt jemand ist, um den man eifersüchtig sein müsste. Es ist ihre Schuld, dass sie schließlich vor allen "coolen Kids" bloßgestellt und lächerlich gemacht wird.
Kurz gesagt: Es ist ihre Schuld, dass sie zu blöd ist, um zu sehen, dass zwischen "Ich hasse dich, du hinterlistiges Miststück!" und "Lass uns doch zusammen nett etwas essen gehen!" eine leichte Dissonanz besteht und diesen Leuten vollkommen auf den Leim geht.

6. Nimm, wenn du schon nicht mehr geistige Leistung als ein Meter Feldweg erbringst, wenigstens nicht an, dass die Leser genauso dumm sind wie du!
Du hast den Sommernachtstraum gelesen und kommst nicht darauf, dass sich "Robbie Goodfell" und "Robin Goodfellow" merkwürdig ähnlich anhören? Dass die beiden sich merkwürdig ähnlich verhalten? Dass du dich nicht mal mehr erinnern kannst, wann und wie du ihn kennen gelernt hast? Dass es doch auch irgendwie merkwürdig ist, dass du nicht mal weißt, wo dein allerallerbestester Freund, der dir von allen Leuten der wichtigsteste ist, wohnt?!
Jaah, richtig. Lass es wenigstens nicht wie die Große Enthüllung erscheinen, wenn es dann so weit ist, dass uns die Sache erklärt wird.

7. Wenn du etwas Ganz Besonderes (TM) bist und alle praktisch besessen von dir sind, dann zeig dem Leser, wieso.
Meghan ist etwas Besonderes, weil sie die Tochter von Oberon ist und die einzige ist, die Nimmernie retten kann. Das Buch behandelt sie praktisch wie einen Erzengel. Alle Charaktere behandeln sie wie einen Erzengel. Es ist, als würde die Autorin hoffen, dass die Leser sie auch als Erzengel sehen (Wenn auch einen, mit dem sich Teeniemädels gut identifizieren können - huh?).
NEIN. Einfach NEIN.
Meghan hat nicht nur den Intellekt einer Türklinke, sondern auch noch einen grässlich kindischen, pseudosarkastischen Sinn für Humor, und nebenher ist sie weinerlich, undankbar und leichtsinnig. Als wäre all das nicht schon schlimm genug, hält sie es auch noch für nötig, sich dem Leser ab und an als putzeliges kleines Mädilein zu präsentieren.
Ich kann Meghan nicht als tapfere Heldin und liebende große Schwester sehen, ich kann sie nicht als Person in einem gefährlichen Spiel zwischen den Königshöfen der Feen sehen, ich kann sie nicht mal irgendwie nett finden. Für mich ist und bleibt sie ein unsympathisches Dummchen.

8. Wenn du etwas tun willst, dann tu es!
Nein, liebste Meghan, es ist wirklich und wahrhaftig nicht nötig, über jeden einzelnen Gedanken, der völlig unerwartet in dein hübsches Feenköpfchen purzelt, seitenlang nachzudenken und herumzujammern, ob man die Idee umsetzen sollte, was das für Konsequenzen hätte (Nämlich 1. dass der Plot voranginge und 2. dass du kompetenter aussähst als eine Dreijährige), was man tun müsste und so weiter und so fort.
Wenn dir eine Idee kommt, was man tun könnte, zieh es einfach durch!

9. Sei nicht diskriminierend deinem eigenen Geschlecht gegenüber!
Der Antifeminismus in all den an Mädchen gerichteten Büchern (spätestens seit Twilight) macht mich wahnsinnig. Der oben beschriebene Scott hat Meghan, wie oben ebenfalls beschrieben, ziemlich übel für Dinge beleidigt, die nicht ihre Schuld waren. Das hält die allerdings nicht davon ab, ihn weiter anzuhimmeln. Ash versucht zwar, sie zu töten, aber das ist okay, denn er ist ja soooo sexy! Und König Oberon, nun, König Oberon ist einfach cool! Vielleicht gefährlich und undurchschaubar, aber doch so cool! Meghans Stiefvater kann nichts dafür, der ist einfach so. Ethan ist so putzig, dass es wert wäre, für ihn zu sterben. Meghans verschwundener (vermeintlicher) Vater ist toll und episch und wird total vermisst. Puck ist der besteste Freund aller Zeiten.
Die Schulzicke Angie hingegen, die mit Scott unter einer Decke steckt, die ist eine miese Schlampe! All ihre Cheerleader-Freundinnen sind auch miese Schlampen! Königin Titania ist auch eine miese Schlampe! Königin Mab ist auch eine miese Schlampe! Ariella ist auch eine miese Schlampe! Überhaupt, jedes Mädchen, das gern schicke Kleidung trägt und sich schminkt, ist eine miese Schlampe! Meghans Mutter... ist vielleicht nicht exakt eine miese Schlampe, aber etwa so mütterlich wie eine Plastiktüte.
Die arme Titania! Was soll sie schon denken, wenn sie sieht, dass ihr Ehemann sie betrogen hat, dann auch noch mit so etwas Niederem wie einer Menschenfrau, und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, ihr auch ein Kind gezeugt hat, und um dem noch eins draufzusetzen, dieses Kind dann mit mehr Wärme und Zuneigung behandelt als sie? Wer kann es ihr verübeln, dass sie Meghan nicht lächelnd in die Arme nimmt und sie in die Wange kneift?
Was soll es Mädchen vermitteln, wenn sämtliche weiblichen Charaktere scheiße sind, bis auf die Identifikationsfigur? "Alle Frauen sind miese Schlampen, eifersüchtig, kleinkariert, von niederen Motiven getrieben und verachtenswert - nur du nicht, du bist SPESHIÖL!"? Tolle Botschaft, wirklich.

Okay, das war es von meiner Seite, was dieses Thema angeht. Nicht, dass irgendwer auf mich hören würde, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Es hört nämlich bei Meghans Versäumnissen nicht auf.
Der so genannte "Plot" besteht nämlich in erster Linie aus einer Reihe willkürlicher Monster, die sich auf Meghan stürzten, nachdem die etwas getan hat, von dem man mir vorher explizit sagte, dass sie sie NICHT tun soll. Aber neeeiiiin, wir sind Meghan Chase, wir machen das trotzdem! Was folgt, sieht aus wie eine Monster-of-the-Week-Anreihung à la amerikanischer Cartoonserien, nur eben an einem langen, zähen Stück. Zäh wie Kaugummi, könnte man sagen, was sehr gut passen würde, denn wie Kaugummi wird der Plot, je länger man ihn zieht, auch immer dünner, und je länger man ihn kaut, immer geschmack- und farbloser. Seit Meghan und Puck in Nimmernie angekommen sind, lässt sich der Plot so zusammenfassen: Etwas Dummes tun, von Monster bedrängt werden, wie ein hilfloses Weibchen so lange heulen, bis jemand einen aus Mitleid rettet, wiederholen. Nach einer Weile ist das nicht mehr so richtig spannend.
Dann war da natürlich die Tatsache, dass teilweise kleinste Details des Plots von "Plötzlich Fee" aus dem von "Labyrinth" entnommen worden sind.* Das haben andere Reviewer schon beschrieben und ich gehe jetzt nicht näher darauf ein. Wenn allerdings die Antwort auf die Frage: "Was hat Frau Kagawa eigentlich nicht aus Labyrinth geklaut?!" lauten muss: "Die Dinge, die Klischees sind, und die, die sie aus Alice im Wunderland, Peter Pan und Narnia geklaut hat.", ist das ein richtiges Armutszeugnis.

Auch die anderen Charaktere, so weit sie entwickelt worden sind, empfand ich als klischeehaft und eher lästig.
Da ist zum einen mal Ash, der gefühlskalte, unnahbare Love Interest. Gähn. Wie spannend. Irgendwie schafft es keine Paranormal Romance-Autorin der Welt, das Konzept des gefühlskalten, unnahbaren Love Interests mal irgendwie abzuändern, damit zu spielen, irgendwas. Nein, nada, niente, nichts. Ash ist Edward ist Damen ist Nick ist Tamani ist Daniel ist Patch ist Sam ist Julien ist jeder gefühlskalte, unnahbare Love Interest aller Zeiten. Das ist besonders insofern schrecklich, dass diese Charaktere dann nicht nur so kalt sind wie eine vereiste Pfütze, sondern genauso sympathisch und genauso tief. Über diese Charaktereigenschaften hinaus werden sie kaum jemals bis gar nicht definiert.
Außerdem ist da natürlich Grimalkin. Ich hätte Grimalkin gerne gemocht, wirklich. Aber mittlerweile frage ich mich, ob Verlage eine Richtlinie vorschreiben, wie sprechende Katzen zu sein haben. Die Grinsekatze aus "Alice im Wunderland" ist eine Sache. Auch den Kater aus "Coraline" mochte ich. Dann allerdings kam irgendwann Solembum aus "Eragon" und jetzt sind wir hier. Wieso sind all diese sprechenden Katzen männlich, mysteriös und sarkastisch? (Wahlweise verschwinden sie auch noch, wann immer es ihnen passt, sprechen in Rätseln und spielen zwischendrin mal den Deus ex Machina, während ihnen immer mal wieder einfällt, dass sie ja Katzen sind und jetzt ganz spontan mit einem Ball oder einer Troddel spielen müssen.) Was auch immer, man hätte viel daraus machen können, hat man aber nicht.
Und Puck. Oh Götter, Puck. Ich muss zugeben, dass Puck an dem ganzen verdammten Buch das Beste war. Zugegeben war das nicht sehr schwierig. Und doch... Puck? Der Puck? Robin Goodfellow aus dem "Sommernachtstraum"? Das soll dieselbe Person sein wie dieser Schuljunge, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit sexy und verführerisch war und sich manchmal grübelnd in eine Ecke verkrochen hat? Ahahahahahahaha NO. Wieso?! Nein, ich meine: Wieso?! Wieso muss man unbedingt den armen Puck verunstalten, nur damit man das Liebesdreieck, eins der dümmsten, lästigsten und überflüssigsten Klischees des Genres, bilden kann? Man weiß sowieso immer, wie es ausgeht. Konnte nicht der treue Freund ausnahmsweise mal nur ein treuer Freund sein? Und wenn das Liebesdreieck absolut sein MUSS, kann dann nicht mal derjenige Junge das Mädchen kriegen, der es lieb und zuvorkommend behandelt?
Offenbar nicht. "Lieb und zuvorkommend" scheint das polare Gegenteil von "sexy" zu sein. Wieso den nehmen, den man schon seit Jahren kennt, dem man vertrauen kann und der bisher alles für einen getan hat, wenn man auch den haben kann, der einen töten wollte und einen von einem Moment auf den nächsten ohne Übergang total gern hat? Wäre ja zu einfach. Außerdem sieht der Psychopath viel besser aus, was, wie wir alle wissen, in einer gesunden Beziehung der Hauptfokus ist.
… Hmph. Irgendwie vermute ich ja, dass Meghan Puck vor allem nicht nimmt, damit Leute wie ich Mitleid mit ihm haben und er ihnen sympathischer und tiefgründiger vorkommt, als er eigentlich ist. Miese psychologische Tricks, wohin man schaut.

(So als Randbemerkung fand ich speziell die Beziehung zwischen Meghan und Ethan unnatürlich und nicht nachvollziehbar. Wenn der kleine Bruder einer Fünfzehnjährigen von seinen Eltern geliebt und verhätschelt wird, während die Fünfzehnjährige selbst ignoriert, in den Hintergrund geschoben und sogar völlig übersehen wird, dann erscheint es mir unlogisch, dass diese Fünfzehnjährige ihren kleinen Bruder dann so abgöttisch liebt, statt, wie es nachvollziehbarer wäre, mit Neid zu reagieren, besonders, wenn sie so unreif ist wie Meghan. Ethans diabeteserregende Zuckrigkeit schien nur dazu zu dienen, dass sich Meghan, wie oben beschrieben, dazu entschließt, nach Nimmernie zu gehen. Anders gesagt, war sie ein billiger Plot Device.)

Auch der Schreibstil konnte nichts mehr raushauen. Ich bin schier erstickt unter der Langatmigkeit von Beschreibungen aller möglichen und unmöglichen Dinge, weil alle Details aus Meghans Familienleben unbedingt offenbart werden müssen, auch wenn sie an der Stelle völlig unnötig sind, und es ja sein könnte, dass man als Leser nicht versteht, welche Emotion mit welcher Mimik und Gestik, mit welcher Stimmlage und Ausdrucksweise, in Verbindung gebracht wird. "Ich fühlte mich so-und-so." "Ich sah dies." "Er tat das." "Es war so-und-so." "Es ließ mich so-und-so fühlen." Ewiglich die gleichen nichtssagenden Satzkonstrukte, als könnten wir Leser eine Beschreibung der nach außen getragenen Reaktion nicht verstehen! Seitenlanges, völlig unnötiges Geschwätz, Infodump und Meghans weinerliche Gedankengänge bieten ein perfektes Rezept für Instant-Kopfschmerzen. (Bei empfindlicheren Lesern kann es evtl. auch Brechreiz hervorrufen.)

Mein Fazit: ...Ach, das war jetzt lang genug und eine Sternewertung gibt es auch noch. Wieso zusammenfassen? Ich gehe jetzt jedenfalls und lese den "Sommernachtstraum". Die Fortsetzung(en)** dieses grässlich unterentwickelten Machwerks werde ich mir jedenfalls nicht antun.

* Als beschrieben wurde, dass Ash sein Gesicht "leer" und "nicht deutbar" machen könne, prangte das Wort "Labyrinth" bereits so leuchtend in meinem Hinterkopf, dass ich innehielt und dachte "Pans Labyrinth". Dass Ash in Wahrheit der Pale Man ist, erklärt natürlich sein... unnormales Verhalten, außerdem macht es die "Romanze" mit Meghan in meinen Augen gleich viel unterhaltsamer.

** Die übrigens heißen nach "Sommernacht" auf deutsch "Winternacht", "Herbstnacht" und "Frühlingsnacht", in dieser Reihenfolge. Es gibt keine Möglichkeit, dass das irgendwie verwirrend sein könnte. Keine.
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TOP 100 REZENSENTam 11. Februar 2013
„Plötzlich Fee, Sommernacht“ ist der erste Band der „Plötzlich Fee“-Reihe von Julie Kagawa und konnte mich vollkommen in seinen Bann ziehen.

Meghan lebt mit ihrer Mutter, ihrem Halbbruder Ethan und ihrem Stiefvater auf einer Schweinefarm auf dem Land. In der Schule ist sie nicht sonderlich beliebt und hat eigentlich nur ihren besten Freund Robbie. Doch an ihrem 16. Geburtstag wird ihr geliebter kleiner Bruder gegen ein Wechselbalg ausgetauscht und Meghan macht sich auf den Weg nach Nimmernie, um ihren Bruder zu finden und zu befreien. Doch bis es soweit ist, hat sie noch viele Abenteuer und Gefahren mit ihren Freunden zu bestehen. Wird sie es schaffen?

Zugegeben, die Geschichte an sich ist nicht ganz neu. Stellenweise erinnert sie an andere Werke wie den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare, „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll und „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende und entnimmt auch bewusste Teile der genannten Werke. Das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, da die Autorin trotzdem ein eigenes Werk erschaffen hat, das zu fesseln vermag. Tatsächlich hatte ich die knapp 500 Seiten in nur zwei Tagen gelesen, da ich immer wissen wollte wie es weitergeht und die Handlung an keiner einzigen Stelle langweilig wurde. Das muss ein Buch erst einmal schaffen!

Zudem schafft es die Autorin, die Charaktere wunderbar individuell und real erscheinen zu lassen. Einer meiner Lieblingscharaktere war Puck, der eine Art Leibwächter für Meghan und gleichzeitig eine sehr alte Fee ist (aus Shakespeares „Sommernachtstraum“ ;)). Er ist ein sehr loyaler und mutiger Freund, der gleichzeitig auch unglaublich witzig ist und mich mit seinen Kommentaren oft zum Lachen gebracht hat. Auch der magische und sprechende Kater Grimalkin ist einfach nur köstlich. Er ist egoistisch, eigensinnig und wunderbar sarkastisch und lockert die Handlung mit seinen witzigen und bissigen Kommentaren wunderbar auf. Ihn konnte ich mir so richtig real vorstellen und auch er hat mich oft zum Lachen gebracht. Auch Meghan war mir sehr sympathisch, da sie eine mutige Protagonistin ist, die für ihren Bruder sehr viel riskiert.

Dieses Buch muss man einfach lesen, sollte gleichzeitig aber davor gewarnt sein, dass es ein sehr hohes Suchtpotential hat, den Leser (oder die Leserin) schon sehr bald nicht mehr loslässt und nach den Folgebänden lechzen lässt. Man sollte sich auf gar keinen Fall von dem doch recht kitschigen Cover abschrecken lassen. Auch handelt es sich hierbei nicht um eine Teenie-Liebesgeschichte (wie ich auch zuerst vermutet hatte), sondern eher um einen Abenteuerroman mit einer großen Portion Fantasy und einem Schuss Freundschaft und Liebe. Ich jedenfalls bin inzwischen vom „Plötzlich Fee“-Fieber befallen und werde mir schnellstmöglich den Nachfolgeband „Plötzlich Fee: Winternacht“ besorgen.

Fazit: Unbedingt lesen!!!
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am 6. November 2016
Wow. Dieses Buch ist einfach der Wahnsinn. Wunderschön und spannend geschrieben. Julie Kagawa hat wirklich eine unglaubliche Fantasie, natürlich im positiven Sinne. Freue mich schon riesig auf den nächsten Teil. Klare Empfehlung! :-)
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am 8. Juli 2015
Ich muss sagen, dass ich mich durch die erste Hälfte des Buchs ziemlich durchquälen musste. Ich habe die Entscheidung, das Buch zu kaufen, schon bereut. Doch da ich bereits 3 Teile der Reihe zu Hause hatte, habe ich mich gezwungen weiter zu lesen. Zum Glück!
Ab der Mitte nimmt es endlich Fahrt auf und zieht einen in die Welt der Feen. Sobald Meghan Ash kennenlernt und sich zusammen mit ihm und Puck auf die Suche nach Ihrem entführten Bruder macht, macht das Buch richtig Spaß. Und schon vorweg sei gesagt, dass ich mittlerweile alle 5 Teile gelesen habe und die Bücher sich wirklich steigern! Es lohnt also, hier am Ball zu bleiben, wenn man nicht sofort mit Nimmernie und den Charakteren warm wird ;) Da es allerdings zur Hälfte noch recht schleppend war, vergebe ich für Teil 1 der Reihe nur 3 Sterne, aber trotzdem eine Leseempfehlung!

(Die Übersetzung "Plötzlich Fee" finde ich übrigens furchtbar und abschreckend! Die OF heißt Iron Fey und trifft es sehr viel besser und ist weniger kitschig! )
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am 5. September 2012
Meine Meinung
Ich hatte ja meine Erwartungen an das Buch schon ziemlich hochgeschraubt, weil ich so viel gutes darüber gehört habe, und ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht! Der Einstieg war zwar noch nicht so überzeugend, aber kurze Zeit später wurde es sogar fast ein bisschen unheimlich und von da an war ich selbst in der Geschichte gefangen.
Allein der Schreibstil von Julie Kagawa ist so faszinierend, durch ihre Beschreibungen habe ich mich immer so gefühlt, als würde ich selbst mitten in der Feenwelt stehen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Meghan erzählt, einem Mädchen, das hofft, dass sich mit ihrem 16. Geburtstag alles ändert. Wie richtig sie damit doch liegt. Nur nicht ganz so wie sie sich das vorgestellt hat. Denn Meghan Chase ist ... plötzlich Fee. Naja zumindest eine halbe Fee. Ab hier merkt man auch ganz deutlich, dass Meghan viel erwachsener wird und sich nicht nur äußerlich komplett verändert. Denn während sie früher nur ein unscheinbares Mauerblümchen war, dass sich gerne mal auf dem Klo einsperrt und weint, ist sie gegen Ende des Buches schon fast eine Frau, die weiß was sie will und die auch dafür kämpft, wenn es sein muss bis zum Schluss. Unterstützt wird sie dabei von ihrem besten Freund Robbie, der wie sich rausgestellt hat, wohl doch nicht so viel Mensch ist, wie Meghan immer gedacht hatte. Auch mit von der Partie ist Grimalkin, eine Katze, der sie während ihrer Reise durchs Feenland begegnet. Zusammen haben mir die beiden das ein oder andere Lachen bzw. Schmunzeln entlockt. Und noch ein weiterer Begleiter kam hinzu, nämlich Ash, der Winterprinz. Allerdings bin ich mir immer noch nicht so ganz sicher, welche Gefühle er für Meghan hegt, will er sie wirklich nur zu Mab - der Winterköniging - bringen, oder ist er vielleicht doch etwas verliebt in sie? Ich werde wohl weiterlesen müssen, um das herauszufinden, was ich aber mit dem größten Vergnügen tun werde! Am besten fand ich allerdings das Ende, da kamen alle Gefühle zusammen, Wut, weil es so schien, als sei alles umsonst gewesen, dann kamen ein paar Tränen, allerdings vor Freude, und ganz am Schluss war ich dann einfach nur traurig, als Ash plötzlich in der Tür stand ... und da sind noch ein paar Tränen geflossen.
Also ein richtig bewegendes Buch!
Vor allem finde ich es zwar einerseits natürlich ein nicht so tolles Ende, weil man eben mit so vielen Fragen zurückgelassen wird, aber auf der anderen Seite ist es natürlich total gut gelungen, weil man eben richtig Lust auf mehr hat!

Fazit
Absolut gelungener Auftakt dieser Buchreihe, ich kann das Buch wirklich jedem nur ans Herz legen. Ich verspreche euch, ihr werdet nicht enttäuscht.
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am 12. Juli 2011
In diesem Buch geht es um die 15 Jährige Meghan Chase, die alles andere als zufrieden mit ihrem Leben ist. In der Schule wird sie gemobbt, weil sie keine so schicken Klamotten wie die anderen hat und auf einem Bauernhof (Schweinefarm) lebt. Ihr Stiefvater Luke beachtet sie nicht und ihm ist alles so ziemlich egal. Nur ihr kleiner Stiefbruder Ethan mag Meghan, ist immer nett zu ihr und bewundert sie. Hat er Probleme, weil er zum Beispiel glaubt, in seinem Schrank wäre ein böser schwarzer Mann, so holt er Meghan, die ihn davor beschützen soll. Wie man sieht, Meghans Leben ist nicht gerade das schönste. Doch an ihrem 16. Geburtstag ändert sich alles.

Ihr sonst so netter kleiner Bruder Ethan fällt plötzlich ihre Mutter an, sodass die bewusstlos auf den Fliesen im Flur ihres Hauses liegt. Als er dann auch Meghan anfällt, taucht ihr bester Freund Robbie, den sie schon ewig kennt, auf und erklärt ihr, dass ihr Bruder Ethan entführt wurde, im Feenland Nimmernie gefangen gehalten wird und gegen ein böses Wechselbalg ausgetauscht wurde. Er beichtet ihr, dass er der berühmte Puck und damit auch ein Fabelwesen aus Nimmernie ist. Meghan will vom Feenland eigentlich nichts wissen, doch um ihren geliebten Bruder zu retten würde sie alles tun. Zusammen mit Robbie gelangt sie ins Feenreich und erfährt, dass ihr eigentlicher Vater nicht ihr Vater ist, sondern Oberon, der König des Lichtentals im Nimmernie. Doch während des Abenteuers muss sie aufpassen, dass sie sich nicht in den Winterprinzen Ash verliebt...

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, da die Autorin alles sehr spannend beschreibt und man unbedingt weiterlesen möchte. Besonders gefallen haben mir die sprechende Katze Grimalkin, Robin Godfellow (alias Puck, Meghans bester Kumpel) und Ash. Ich würde allen meinen Freunden dieses Buch vorschlagen und vergebe 5 Sterne. Empfehlen würde ich es Jugendlichen zwischen 12-14. Ich freue mich schon auf Band 2.

Gelesen und Rezensiert von Jana für den MexxBooks Buchclub.
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am 15. Juni 2015
Ich lese für mein Leben gern. Vor allem fantasy hat es mir angetan und das schon seit Jahren. Ich lese eigentlich jedes Fantasy-Buch was ich finde, deshalb las ich auch Plötzlich Fee. Ich finde den schreibstil sehr schön und man merkt auch das es eben nicht von einem Kind geschrieben wurde so wie hier manche meinten. Ich habe eher den Eindruck, dass das Buch für 12-15 jährige geschrieben wurde. Allein die Unsicherheit und unbeholfenheit spricht dafür. Das soll natürlich nicht heißen, dass ältere Protagonisten immer selbstbewusst sein müssen aber in diesem Fall kommt mir die Hauptperson noch jünger vor als sie sowieso schon dargestellt wird.
Daher ist das Buch gerade für fantasy Einsteiger klasse, für die fortgeschrittenen Leseratten jedoch ungeeignet.
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