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Kundenrezensionen

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am 27. März 2015
»Muff Potter« hat nie zu meinen Lieblingsbands gehört, aber dass sie viele wunderbare Lieder geschaffen haben, steht außer Frage. Nun also ein - weiteres - Buch von Nagel, diesmal ein Roman, dazu noch veröffentlicht in einem meiner Lieblingsverlage. Ob er das »Hardcore«-Label tatsächlich nötig hat, sei dahingestellt, aber eines ist sicher: »Was kostet die Welt« ist ein großartiges Buch, allerdings sollte man vorab Abstand von dem Gedanken nehmen, dass man sich hier von einem netten Protagonisten auf eine kleine Inlandsreise mitnehmen lässt; vielmehr hat Nagel hier einen sehr gut ausgearbeiteten Antihelden geschaffen, den man sowohl hassen als auch lieben wird.

Meise hat von seinem Vater einen überschaubaren Betrag geerbt. Anders als sein Vater, der immer ein sehr kleines, irgendwie kaputtes Leben in sehr biederen Bahnen gelebt hat, will Meise das Geld direkt auf den Kopf hauen - und reisen. Solange, bis nichts mehr davon übrig ist. Als der größte Teil des Erbes bereits ausgegeben ist, findet er nicht mehr in sein altes Leben in Berlin zurück. Also beschließt er, eine letzte Reise von dem Geld anzutreten: Ins tiefste Mosetal, wo er Flo, einen Winzer, besucht, den er auf seinem New York-Trip kennengelernt hat. Und was ihn da erwartet, überfordert ihn einerseits, andererseits verachtet er es: intakte Familien, glückliche, bodenständige, für ihn etwas langweilige Beziehungen, Bürgerlichkeit, Vereinswesen ...

Ob einem das Buch gefällt, liegt wahrscheinlich stark an entweder der eigenen Sichtweise auf die Welt, andererseits daran, inwieweit man in einem Protagonisten zwingend Identifikationspotenzial sucht. Selbst wenn ich in Grundzügen wahrscheinlich oft auf einen Nenner mit dem antibürgerlichen Antihelden Meise komme, so fand ich ihn dennoch häufig ebenso anstrengend und unsympathisch. Denn so sehr es jedem frei steht, seinen eigenen Lebensweg zu gehen, so sehr ist es unangenehm zu lesen, wie jemand auf dem Weg dahin alles und jeden zerlegt, zerlacht, der anders ist; Meise lässt nicht bloß »keine Kirche im Dorf« (Wer Redewendungen liebt bzw. viel in ihnen spricht, sollte hier schon einmal seine Füße einziehen), sondern steckt sie gleich alle in Brand. Er ist ein verirrter Zyniker, der zwar vage Ideen davon hat, was er mag und schätzt - das aber wird in erster Linie bewusst, indem er aufzeigt, was er nicht mag, was er verachtet, worüber er sich lustig machen kann. Selbstfindung und Selbstdefinition, indem man erst einmal nichts anderes als sich selbst übrig lässt. Nun, das liest sich sehr interessant. Einerseits ist Meise ein wirklich scharfsinniger Beobachter - und vieles von dem, was er anprangert, wird auch ein Großteil der Leser anprangern und sezieren wollen. Andererseits schmerzt es auch etwas, wie er da deplatziert und desorientiert durch sein Leben stolpert, alles negiert, ohne wirklich etwas Eigenes zu haben.

Wer Antihelden bzw. nicht immer einfache Protagonisten mag, der wird »Was kostet die Welt« wahrscheinlich lieben. Der Plot ist nicht wirklich strikt, aber die Geschichte wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Meise ist ein wunderbarer Protagonist, aber keiner, der es einem einfach macht. Als Leser wird man sehr wahrscheinlich irgendwo dazwischen stehen: Zwischen ihm, dem Zyniker, der diese ganze heile und viel zu kleine Welt, die da geschildert wird, verlacht - und der Welt, die da verlacht und zerlegt wird.

Fazit: Wunderbar!
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am 30. September 2010
Mit "Was kostet die Welt" liefert (ex-)muff potters Nagel nun seinen zweiten Roman. Handelte es sich bei den "Maden" doch noch eher um eine Art halbbiographorisches Tourtagebuch, falls man das überhaupt so nennen darf, hat man es bei "Was kostet die Welt" mit einem reinrassigen Roman zu tun. Eine Geschichte mit eigenem Protagonisten, mit hohen Flügen und tiefen Fällen. "Eine eigene Geschichte, aus Fleisch und Blut." - um einfach noch ein muff potter Zitat in den Raum werfen zu dürfen.

Tobias "Meise" Meissner ist der Protagonist, Ich-Erzähler und (Anti-)Held des Romans. Meise kommt aus Berlin und erbte 15.000€ von seinem Vater, eine Summe, die er nach anfänglichem Zögern direkt auf den Kopf hauen will - und zwar für das Reisen. Er will alles anders machen, als sein spießiger Vater, der sich als Fliesenleger den Rücken zerschunden hat und mit seinem Benz doch eh nie weiter gefahren ist, als bis zu seiner Schwester nach Jena. Dementsprechend investiert Meise das Geld umgehend in eine Reise um die Welt und findet sich ein paar Monate später in Berlin gar nicht mehr zurecht. Er schafft es nicht, sich mit seinen alten Freunden zu arrangieren. Er kämpft mit den unzähligen Jetlags und Zeitzonen, durch die er gereist ist, gejagt von Erinnerungen an die weite Welt. Als er noch 1000€ auf seinem Konto entdeckt, begibt er sich auf eine letzte Reise ins Moseltal um die Platte scheinbar zu defragmentieren. Doch hier soll alles erst anfangen, wenn ihm in der tiefsten Provinz der Republik sämtliche Decken auf den Kopf fallen und er von einer Lawine aus Redewendungen, Traditionen, vierstelligen Einwohnerzahlen und funktionierenden Familien regelrecht überrollt wird.

Der Roman spielt hauptsächlich an der Mosel und erzählt von Meises Leben auf dem Weingut von Familie Arend, dessen Winzersohn Flo er auf seinem Trip nach New York kennen gelernt hat. Zwischendurch schweift Meise allerdings ab in Erinnerungen an seine Reise um die Welt oder seine Vergangenheit in der nicht ganz so intakten Familie Meissner, weil ihn irgendwelche Dinge, z.B. eine Matratze oder andere Einrichtungsgegenstände an Erlebtes erinnern. Man erfährt also durch solche Einschübe einiges über Meises Weltreise und seine restliche Vergangenheit, wodurch man auch langsam erahnen kann, warum der Protagonist des Buches ein bisschen gestört daher kommt.

Meise ist ein Antiheld. Nein, Meise ist der Antiheld. Oder um es mit einer immer wiederkehrenden Satzform des Buches auszudrücken: Wenn man im Lexikon nach dem Begriff "Antiheld" suchen würde, wäre da sicher ein Bild von ihm.
Neurosenengel Meise hat schon seine eigenen Ansichten vom (Über-)Leben. Gebeutelt vom Leben in einer kaputten Familie, offensichtlichen Problemen mit seinem Vater, Bindungsängsten, Ekel vor 5-Euro Scheinen, Verdacht auf Dopamin-Mangel, der Ablehnung bzw. Verachtung einer festen Arbeit und immer auf der Suche nach dem nächsten Rausch jeglicher Art rotzt er sich durch das Moseltal. "Fear and Loathing" trifft es da schon verdammt gut.

Meise singt sein ganz persönliches Lied vom Scheitern. Immer mit einem Fuß hinter der Grenze des Kontrollverlustes macht er den Eindruck, als wäre er zu schlau für diese ganze Welt. Er kann Menschen lesen. Nach kurzem Blickkontakt baut Meise ein ganzes Leben seines fremden Gegenübers auf und würde es ihm am liebsten vor die Füße rotzen und zertreten, behält es aber dann meisten doch für sich. Er bleibt wortkarg und verschließt sich in der engen Weite der Provinz, wo er merkt, dass er doch garnicht dazugehört. Er analysiert und würde am liebsten mit einem Schlag alles vernichten. Er ist ein arroganter, teilweise zynischer Bastard und trotzdem ist man irgendwie stets auf seiner Seite. Denn irgendwie merkt man, dass der Typ recht hat.
Meise ist ein recht tragischer Mensch. Er könnte so viel und will so wenig, er will eigentlich nur seine Ruhe, will vorallem "Bizarre Love Triangle" von New Order hören. Auf der Suche nach dem nächsten Drink und dem nächsten Kick und der Flucht vor der Ödnis in der Provinz, in der er sich am liebsten einfach mit jemandem prügeln will, nur damit irgendwas passiert. Damit das Feuer nicht ausgeht.

"Die Leute lieben Scheitern und ich scheitere so sehr", sang einst eine Band namens Tomte und Nagel lässt seinen Protagonisten scheitern, wo er nur kann. Er scheitert an der Unfähigkeit, sich zu Binden. Scheitert an seinem Unverständnis für echte Familienstrukturen. Scheitert an dem Unverständnis für das Dorfleben. Scheitert an dem Anblick einer funktionierenden Vater-Sohn Beziehung. Und am Ende scheitert er scheinbar an sich Selbst und steht schließlich doch noch auf beiden Beinen. Es geht ums Umfallen und Wiederaufstehen. Das gute alte Motto.

Mit "Was kostet die Welt" hat Nagel einen Roman geschaffen, der so entwaffnend ist, wie kaum einer zuvor. Er lässt Meise zumindest in seinen Gedanken alles rauskotzen, was ihm missfällt. Von Berufen bis zu Familien, festen Beziehungen oder der Ehe. Für Meise stellte Familie immer nur Fassade dar, ein Wort, eine Gemeinsamkeit vierer Menschen, die sich einen Nachnamen teilen müssen. Der Status Quo wird so dermaßen niedergemacht, und das auf eine so subtile Art, das man sich schon selbst an den Kopf fasst und seinen Lebensstandard nochmal überdenken sollte. Stagnation wird zum Fremdwort, wird zum Übel. Nagel lässt Meise alle Wurzeln rausreißen und ihm keine Zeit, neue zu schlagen. Und das ist auch gut so. Denn selten hat man so einen zugleich charmanten, arroganten, aber irgendwie liebenswürdigen Zyniker auf dem Papier gesehen, der einfach alles so pointiert und eloquent in Frage stellt, dass man teilweise Lachen und Weinen will. Man will sich all seine Schilderungen auf jede freie Stelle des Körpers tätowieren, allen voran die Zeile "ich will, dass alles hier endlich explodiert, die ganze Fassade muss uns um die Ohren fliegen" auf beide Mittelfinger packen und sie ausstrecken, bis es alle verstehen.
Sollte man gelesen haben. Sollte man immer wieder lesen.
Ich bin Fan des Antiheldentums und Nagel vertreibt mit Meise sogar den guten alten Hank Chinaski vom Thron. Wer hätte das gedacht.
Burn the house down.
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am 30. Juli 2016
Wer ein Buch erwartet das vom Reisen, der Haltung zu Geld/Konsum oder sonstigen Versprechen des Titels berichtet, der wird wohl enttäuscht.
Tatsächlich bedient Nagel jede Menge Klischees. Der Roman erzählt von einem unsicheren Endzwanziger der in Situation und Geist eines Anfang-Zwanzigers steckt und das Erbe seines Vaters durch Reisen ausgibt. Hier auch gleich das erste Klischee. Der Vater, ein kleindeutscher Choleriker mit Reisephobie, der 0815 gescheiterte Mittelständler, und der klassische Generationenkonflikt "bloß nicht werden wie der Vater."

Mit dem Geld bereist der Protagonist anschließend fünf oder sechs Länder und maßt sich anschließend an, das Leben verstanden zu haben. "Reisen ist die sinnvollste Investition.", "Besitz belastet.", "ich bin weltoffen, ihr nicht." bla bla bla.

Auf der Reise lernt er natürlich auch eine Frau kennen, die Beziehung ist was ganz besonderes etc pp.

Mit dem Resterbe reist "Meise" in die Provinz, an die Mosel. Hier hagelt es natürlich von Klischees. Alle total langweilig, Hinterwäldler, keine Ahnung vom Feiern und vom Leben sowieso nicht. Drogenkonsum, Weltoffenheit, Freizeitgestaltung, das gibt es natürlich nur in Berlin, dem einzige Ort ab dem es sich zu leben lohnt. So stilisiert sich der seinem Alter hinterherhinkende "Meise" zur Instanz der Coolnes.

Alles in Allem, kein besonders innovativer Roman, der im Grunde genommen das übliche Alltagsdrama vieler junger Menschen dokumentiert, dabei aber glaubt, besonders innovativ zu sein.

Zwei Sterne erhält das Buch, weil der Autor doch ab und an einen guten Witz bringt, das muss man ihm lassen, sonst bleibt aber nicht viel.
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am 26. November 2012
Ich brauche nicht zu verschweigen das ich ein absoluter "Audiolith"-Fan bin und ich daher dieses Buch einfach lesen musste. Es fing damit an, dass ich die Musikalischen-Stücke dieses Buches auf YouTube.com mir angehört habe.
Danach war ich restlos Überzeugt das ich dieses Buch brauche.

Man kann es jedem nur ans Herzen legen dieses Buch einmal gelesen zu haben - das Buch ist mit viel Witz und Humor geschrieben und regt ab und wann auch mal zum innehalten und nachdenken an.

Und auch bin ich mir sicher, dass jeder von uns ein Teil von sich selbst in diesem Buch wieder findet.

Dieses Buch ist nicht nur ein muss für jeden "Audiolith"-Fan.
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am 26. Juni 2016
Das Buch ist stinklangweilig was wirklich sehr schade ist. Ich hatte nach "wo die wilden Maden graben" mehr von Nagel erwartet. Man hofft ständig, dass die Geschichte noch spannend wird, aber dass Gegenteil ist der Fall. Das lesen hat diesmal keinen Spaß gemacht, das Schreiben scheint nicht die Stärke von Thorsten Nagelschmidt zu sein, er sollte lieber wieder Musik machen "Schuster bleib bei deinen Leisten"
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am 30. Dezember 2013
Lieber in der anonymen Riesenstadt Berlin ohne Berufsausbildung, ohne Perspektive, ohne Familie, ohne feste Beziehung und ohne viel Geld im Portemonnaie in einer Kneipe jobben und vor sich hin leben als an der schönen Mosel im Schoß der Familie, mit langjähriger, fester Freundin, mit ein und demselben Beruf bis ins Alter, mit Jagdtrophäen im Wohnzimmer und Weinfest am Wochenende gar nicht leben.
Für Meise ist das klar, als er fluchtartig aus der Moselidylle türmt. Zurück nach Berlin! Glücklich ist er da zwar auch nicht, aber auch nicht ganz unglücklich, und wenn doch, dann gibt's immerhin unverbindlichen Sex, Alkohol bis zum Abwinken und alle anderen Drogen natürlich auch. Vielleicht hat Meise ja doch eine Meise, oder er ist einfach nur ein unglaublich kaputter Typ, von Neid auf das banale Glück der schlichten Moselaner zerfressen. Jedenfalls ist er so mies, dass er mal eben kurz die Beziehung seines Freundes und Gastgebers Flo zu zerstören versucht, bevor er wieder abhaut.
Wie geht das eigentlich, glücklich sein? Mit dieser Frage hat der Roman mich zurückgelassen. Die Lebensentwürfe der Moselaner, der Berliner Clique von Meise, verschiedener Menschen aus meinem Bekanntenkreis und letztlich auch mein eigener gingen mir durch den Kopf. Man kann Meises Sicht auf das Leben irgendwie geil oder zum Kotzen finden, lustig oder nur lächerlich, aber man kann das Buch nicht einfach so weglegen, ohne darüber nachzudenken, ohne sich und sein eigenes Leben mal wieder zu hinterfragen. Das macht "Was kostet die Welt?" zu einem ganz besonderen, zu einem richtig guten Roman.
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am 5. August 2011
in aller kürze:
Das Schreibhandwerk beherrscht Nagel,als Fünftklässlerlektüre (wie ein Rezensient vor mir gemeint hat) würd ich die Geschichte nicht beschreiben.

Inhaltlich siehts dagegen katastrophal aus. Der Ich-Charakter bleibt die gesamte Länge des Buches über eindimensional - selbstmitleidig, mürrisch und passiv in allen Belangen, sogar die Gedankenrückblenden an bessere und glücklichere Zeiten schaffens einfach nicht über dieses enge Persönlichkeitsspektrum hinaus. Beim Lesen wird das mit der Zeit irgendwie lästig. Wenn dann so eine Figur auch noch ohne grossen Aufwand Frauen aufreisst, wirds endgültig unglaubwürdig.

Zum Vergleich: In "Wo die wilden Maden graben" schwingt ständig die Wut auf die Gesellschaft, das hilflose Gerangel mit dem Umfeld und das Ausleben des Zorns innerhalb der Band und der Tour mit. Die Hauptfigur agiert, wenn auch nur sehr eingeschränkt. Bei "Was kostet die Welt" wird nichts, gar nichts ausgelebt, der Ich-Erzähler erscheint allem gegenüber abgebrüht und gleichgültig, und das birgt beim Lesen leider ein enormes Frustrationspotential.
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am 4. August 2014
Super Buch - Ein bisschen "Herr Lehmann", ein bisschen Toni Mahoni, ein kleines bisschen Tommy Jaud - Und KEIN bischen langweilig. Hatte es nach zwei Tagen aus. Dabei habe ich es nur durch Zufall entdeckt - auf einem Ramschtisch einer Trierer Buchhandlung. Ich fürchte nur, wenn die anderen Exemplare, die da noch liegen, von echten Moselbauern gekauft werden, hagelt es hier negative Kritiken ohne Ende. Weil sie einfach nicht verstehen, um was es geht. Aber das macht ja nix - wie sagt Nagel so schön: "Ich liebe es, wenn Klischees bestätigt werden." (oder so ähnlich)
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am 13. Januar 2014
Hallo,

Nachdem ich die Youtube Songs mit Teilen aus dem Buch gehört habe, war mir klar dass ich dieses Buch mal lesen sollte. Pointiert, zynisch und clever zeichnet Nagel die Charaktere des Buches und schafft es so den Leser bei Laune zu halten.
Jedoch Vorsicht! Wer große Action erwartet wird mit „Was kostet die Welt“ nicht viel Freude haben. Die Handlung verläuft überwiegend im Kopf des Antihelden Meise, als innerer Monolog.
Streckenweise erinnerte mich der Roman an typische existentialistische Romane. Den Roman als existentialistisch zu bezeichnen (wie Nagel selbst) halte ich jedoch für überhöht, da Meise sich viel zu wenig mit seinem Dasein auseinandersetzt. Und auch der Schluss des Buches wirkt eher platt - wenn nicht gar flach.
Nichtsdestotrotz war „Was kostet die Welt“ auf vielen Ebenen unterhaltsam und ist empfehlenswert für all diejenigen die weniger auf Aktion sondern mehr auf zynische gesellschaftliche Betrachtung stehen.
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am 2. Januar 2013
Pro: -sehr guter und schlauer Schreibstil
-interessante Charaktere und Weltanschauungen
-7 Seiten lange, unglaublich gute Beschreibung eines Typus Mensch den man nur hassen kann
-Antiheldroman
-tolles Ende

Contra: - etwas zähe Beschreibungen der Umgebung/Gegend im Mittelteil
-mehr innere als äußere Interaktion

Ja man, kauft das Buch einfach.
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