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am 7. Juni 2008
"Sebastian Faulks schreibt als Ian Fleming" - an dieser vollmundige Ankündigung, die er wahrscheinlich noch nicht einmal selbst zu Verantworten hat, muss sich der Autor messen lassen.

Und genau darin liegt das Problem. Es beschleicht den Leser ständig das Gefühl, Faulks hätte mit aller Gewalt versucht, Fleming zu imitieren, ohne ihn je zu erreichen. Lediglich kurz vor Schluß, in den Szenen, die in Russland spielen, fühlt man sich ein wenig mehr in die Welt von Fleming hinein versetzt.

Ansonsten wirkt vieles sehr bemüht und gekünstelt. Beginnend mit dem Tennismatch, dass nicht wirklich an die brillanten Schilderungen des Kartenspiels aus "Mondblitz" oder der Golfpartie aus "Goldfinger" heranreicht und einiges an Spannung vermissen lässt, über einen Bösewicht namens Julius Gorner, dessen Motive für seine Taten mehr als schwach erscheinen und der einem ansonsten doch sehr an Hugo Drax aus "Mondblitz" erinnert, ein Bondgirl, das insgesamt in vier verschiedenen Indentitäten auftrittt, ohne den Leser jemals wirklich zu berühren, bis hin zu einer recht wirren und mit Logikfehlern behafteten Story, die ihre guten Ansätze (Persien der Schahzeit als Kulisse, Bond im Feindesland) fahrlässig verschleudert und die im großen und ganzen sehr linear und vorhersehbar abläuft. Warum Bond bei seiner Flucht aus Russland kein einziges Mal mit SMERSCH

Darüber ermüden die häufig eingetreuten Anspielungen auf Personen und Orte aus frühreren Fleming Romanen auf Dauer. Man hat ein wenig den Eindruck, der Autor wollte unbedingt beweisen, dass er sich in der Bond Literatur auskennt.

Faulks versucht scheinbar auch den "Filmbond" Fans gerecht zu werden, indem er technische Gadgets wie zum Beispiel eine Türöffnung per Zahlencode in die Story einbaut, die aber auf Grund der Tatsache, dass sie im Jahre 2007 selbstverständlich sind, eher befremdlich und deplaziert wirken.

Kopfschütteln erzeugt bei einem solch abitionierten Projekt die Tatsache, dass sich ein grober Fehler eingeschlichen hat - Bond fährt mit dem Zug von Moskau nach Leningrad und verlässt dann den Moskauer (!) Bahnhof - hier ist die Frage, ob der Fehler schon im Englischen Original exisistiert , oder ob hier die Deutsche Übersetzung, die sich mit dem einfallslosen Titel "Der Tod ist erst der Anfang" sowieso nicht mit Ruhm bekleckert hat, beteiligt war. Dagegen amüsiert die Tatsache, dass der Bösewicht bei Faulks in einem Mercedes 300 D(iesel) Cabriolet durch die Gegend fährt, doch eher. Entweder Gorner ist ein früher Vorreiter der Ökowelle oder der Autor meint das 300 S Cabriolet, ein Fahrzeug, welches 1967 aber schon hoffnungslos veraltet war. Autonarr Fleming hätte sich hier sicherlich für ein moderneres Gefährt entschieden, abgesehen davon wäre ihm der Fehler mit der Modellbezeichnung sicherlich nicht unterlaufen.

Warum trotzdem 3 Sterne? Weil der Roman trotz einiger Schwächen doch besser ist als vieles, was John Gardner und Raymond Benson geschrieben haben, weil er trotzdem Momente bereithält, bei denen man den Bond vor dem geistigen Auge sieht, den Ian Fleming erschaffen hat und weil man sich letztlich wünscht, dass Faulks die Chance bekommt, noch einen Bond Roman zu schreiben, einen, den "Sebastian Faulks als Sebastian Faulks" verfasst.
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am 3. Juli 2008
Das Positive an diesem Buch: Die Settings, die glaubhaft und stilecht daherkommen, von der Schilderung eines Tennisspiels, bis zur Beschreibung von Speisen, Getränken und Interieurs. Die Grundidee, nämlich dass der Bösewicht Rauschgift einsetzt, um die Jugend der westlichen Welt zu korrumpieren, ist - gelinde gesagt - altbacken und wird nicht ausreichend abgehandelt. Was übrig bleibt, ist die Beziehung von Bond zu einer starken Frau, die einigermaßen spannend dargestellt wird. Zum Abgewöhnen sind die Sado-Maso-Handlungen, die Bond im Zuge des Geschehens über sich ergehen lassen lassen muss. Wäre dies der allererste Bond-Roman gewesen, wäre mit Sicherheit kein weiterer gefolgt, von den Verfilmungen ganz zu schweigen.
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TOP 500 REZENSENTam 29. August 2015
Dass 007 eigentlich genug hat vom britischen Geheimdienst hat, bemerkte auch sein Chef M und schickte ihn daher zum Ausspannen und Nachdenken nach Kontinentaleuropa. Doch so ganz ohne Frauen, Action und Alkohol hält es James Bond dann doch nicht aus und ist froh als er auf einen gewissen Dr. Julius Gorner angesetzt wird. Dieser hat eine riesige Hand, einen ebensolchen Hass auf das britische Empire und natürlich einige Ideen bezüglich der Übernahme der Weltherrschaft.

Nach dem Tode von Ian Fleming beauftragten dessen Erben etliche Autoren (am häufigsten John Gardner) damit mehr als 30 weitere 007-Romane zu verfassen. Doch Sebastian Faulks (dessen Buch “Die Liebe der Charlotte Gray“ mit Cate Blanchett verfilmt wurde) ist der Erste der die Lizenz zum “als Ian Fleming“-Schreiben erhielt. Daher ist sein Buch – anders als der Kinofilm “Casino Royale“, der zwar von 007s Lehrjahren erzählt aber im hier und heute spielt , als direkte Fortsetzung der Flemingschen Romanreihe angelegt und konsequenterweise inmitten des noch sehr Kalten Krieges der Sechziger Jahre angesiedelt.

Bevor Faulks “Der Tod ist nur der Anfang“ in nur sechs Wochen niederschrieb, hat er noch einmal sämtliche James-Bond-Romane durchgelesen. Sein Gegenspieler Julius Gorner ist – auch durch seine raffinierten Tricks mit denen er beim Tennis mogelt - ein überlebensgroßer Schurke im Stile von Auric Goldfinger, während die undurchsichtige Scarlett sehr viel mehr als ein weiteres Bond-Girl ist. Faulks rührte und schüttelte eine bekömmliche Mixtur zusammen, die dem literarischen handfesten Bond sehr viel näher steht als dem oft zu technikgläubigen Kino-007.
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am 3. Juli 2008
Dieser neue Roman ist dem Hype im Vorwege, gerade in der englischen Presse, nicht gerecht geworden. Zwar fühlte ich mich in dem Buch sofort zu Haus, doch lag dies nicht an der tollen Story, sondern eher daran, dass typische Merkmale der Bond-Filme in dem Roman wieder auftauchten und so glaube ich auch, dass der Autor mehr diese vor Augen hatte, als ein eigenständiges Werk schaffen wollte.
Vieles aus dem Roman wirkt ein wenig recycled: ein Gangster mit einer missgebildeten Hand, "verführerische" arabische Nächte, ein Verbrecher mit einer unterirdischen Fabrik, strebend nach der Weltherrschaft, in dem er im kalten Krieg Ost und West gegeneinander hetzt.
Aus meiner Sicht auch für den Strand zu leichte Kost.
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am 13. Juli 2008
Faulks liefert auf 320 Seiten eine unausgegorene Mischung aus unfreiwillig komischen Film-Szenen, uninspiriert wiedergekäuten Fleming-Standards und einem schlicht einfallslos-drögen Plot der sich kaum auf Groschenroman-Niveau bewegt. Die schier endlosen Anspielungen, 'Erinnerungen' und aus der Luft gegriffenen, einfach deplazierten Verweise auf Bonds frühere Abenteuer strapazieren die Geduld des Lesers spätestens ab Kapitel 4 weit über jedes Maß. Weshalb Faulks dieses außergewöhnlich hohe Maß an "Füllstoff" für seine ohnehin nicht umfangreiche Geschichte erlaubt wurde, das bleibt ein Rätsel und das Geheimnis der Erben Flemings, die diesen seichten Abklatsch auf den Weg gebracht haben. Was deren Intention, abgesehen von einer klingelnden Verlagskasse, angeht, so kann man nur mutmaßen, dass die Leser von "Der Tod ist nur der Anfang" nach dessen Lektüre wohl die Originale Flemings um so mehr schätzen sollen. Anders ist dieses Phänomen nicht schlüssig zu erklären.

Die 'Action' ist weder atemberaubend, noch überhaupt in irgendeiner Weise bemerkenswert. Die Frauen sind so farblos und unglaubwürdig gezeichnet, dass die beabsichtigte 'Überraschung' zum Schluß hin breits satte 300 Seiten vorher noch vom naivesten Leser bereits erkannt wird. Der diabolische Gegenspieler ist eine erstaunlich miserable Karikatur, gleicht sich damit allerdings dem Helden, dessen Name aus unerfindlichen Gründen James Bond (vermutlich ein Deckname) lautet, passgenau an.

Dieser James Bond ist nicht zu verwechseln mit Ian Flemings Romanfigur, zieht es Faulks Modell doch vor, sein Abenteuer größtenteils als blasiert-unbeteiligter Passagier zu erleben. Gerät er im Verlauf der Handlung in Gefangenschaft (was mehr als einmal passiert) so überrascht ihn dieser Umstand nie wirklich. Geling ihm die Flucht, so bemüht er sich förmlich darum, umgehend wieder gefangen zu werden, fordert der lieblose Plot doch, dass Bond über lange Zeit hinweg die Gastfreundschaft seines Gegenspielers genießt, damit dieser ihm einen geradezu hirnverbrannt dämlichen Plan zur Vernichtung Englands offenbart, wobei sich der Bösewicht offenbar noch nicht einmal entscheiden kann, ob er diese Vernichtung nun durch Überschwemmung mit Drogen oder durch einen provozierten Atomschlag der Sowjetunion herbeiführen soll.

Dass Faulks einen einfallslosen, zähen Einheitsbrei aus Klischees serviert, zu diesem Zeitpunkt überrascht es den Leser nicht mehr. Dass Faulks aber sogar zu faul ist, seinem Unhold ein halbwegs plausibles Motiv für seinen Hass auf England zu erfinden, das grenzt schon an Arbeitsverweigerung. Angeblich hat Faulks vor dem Verfassen von "Der Tod ist nur der Anfang" alle Romane Flemings gelesen. Dass sein eigenes Werk allerdings eine ganze Reihe von leicht zu vermeidenden Fehlern aufweist, das zeugt für mich nicht nur vom Versagen Faulks bei den Fleming-Basics, sondern darüber hinaus auch vom Versagen des Lektorats, das Faulks diese Schludrigkeiten durchgehen ließ. Nach eigener Aussage hat Faulks diesen Roman in 6 Wochen geschrieben. Dazu lässt sich nur sagen, dass man als Leser eher eine noch kürzere Spanne vermutet hätte. Man hat bei diesem Buch an keiner Stelle das Gefühl, sein Autor hätte nicht ständig die erstbeste Formulierung, die vorhersehbarste Wendung benützt, den geringstmöglichen Aufwand betrieben, um seine Auftragsarbeit geradezu hinzurotzen. Selbst ein Stern ist hier schon eine unverhältnismässige Überbewertung. Als Bond-Roman ein Totalschaden, als Parodie einfach zu humorlos, als Thriller gähnend langweilig.
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am 27. Juli 2008
Was für eine Verschwendung von Zeit, Papier und Geld!

Anne Fleming schrieb einmal das sich Kingsley Amis für "Colonel Sun" schämen sollte.
Oh nein Mrs. Fleming (Gott hab sie selig), Sebastian Faulks und Ihre Nachkommen in der Ian Fleming Publication sollten sich in Grund und Boden schämen!
Für dieses schwache und billige Pastiche-Produkt!
Und noch mehr für die schon anmaßende Ankündigung "schreibt als Ian Fleming"!!!
Unglaublich das ein im Grunde guter Schriftsteller wie Faulks so ein Machwerk rausgehauen hat!

Dabei werden in den Fleming-Romanen, sowie in John Pearsons fiktionaler 007-Biografie, viele kleine Missionen aus den 40ern, 50ern und 60ern angedeutet und beschrieben, welche es wert wären in Roman-Form zu bringen.

Seit diesem Buch lerne ich Kingsley Amis' 1968 herausgebrachten Roman "Colonel Sun/"Liebengrüße aus Athen" noch mehr zu schätzen als ich dies ohnehin schon tat.
Dieses Buch ist und bleibt weiterhin der einzig wahre Fortsetzungs-Roman über Ian Flemings tolle Schöpfung namens James Bond!

P.S: Die Rolling Stones? :LOL:
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am 13. Februar 2010
Ich war natürlich neugierig auf ein neues Abenteuer von James Bond. Jedoch wurde ich von dem Buch herbe entäuscht. Es ist voraussehbar, die Handlung ein Sammelsorium von alten Handlungen und der Schriftsteller quält sich durch die Handlung möglichst Bond-typisch zu schreiben. Herauskam ein langweiliger, überflüssiger Roman- Schade.
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am 11. Juni 2008
Ich habe mich sehr auf den neuen Bond gefreut, vor allem da es in letzter Zeit ja "nur" die Young Bond Reihe gab (welche aber nicht schlecht ist).
Um so enttäuschter war ich bei und nach dem durchquälen des Roman.
Mir tat es echt leid um das Geld das ich dafür ausgegeben habe.
So einen faden Bond habe ich noch nie gelesen - und ich habe jedes Buch!
Die ersten 200 Seiten sind nur einschläfernd und dann ist der Roman auch schon bald aus. Auf keiner einzigen Seite kam auch nur annähernd so etwas wie Spannung auf. Die Figuren bleiben ohne Ausnahme nur flach. Unter anderem die Figur des Felix Leiter - keinerlei Funktion und bringt die Geschichte auch nicht im mindersten weiter. Ich glaube der wurde nur reingeschrieben damit auch eine weitere "alte" Figur vorkommt.
Die Geschichte an sich ist erstens absolut vorhersehbar und zweitens kommt es einen vor als ob eine Kurzgeschichte künstlich aufgeblasen wurde.

Nur dumm das man bei der Bewertung mindestens einen Stern geben muß!
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am 14. Juli 2008
Also, zu allererst: Ich verstehe hier die negativen Bewertungen nicht so recht. Selbstverständlich ist Sebastian Faulks nicht Ian Fleming, dieser Vergleich würde von vornherein hinken. Fleming war und ist ein Unikat bezüglich der Bond-Reihe. Diesen Status hat keiner der Nachfolge-Autoren (Gardner, Benson etc.) erreicht. Jedoch finde ich zum Einen die Idee genial, direkt dort weiter zu erzählen, wo Ian Fleming,s letzte James Bond-Geschichte endet. Zum Anderen tut das Faulks natürlich auf seine Art und Weise, und diese gefällt mir sehr gut. Er hat seinen eigenen Stil, zwar einen etwas ungewohnten, aber dennoch fällt dieser recht ansprechend und niveauvoll aus. Die Geschichte betrachte ich ohne Weiteres als äußerst spannend und interessant. Jetzt mal ehrlich: Irgendwie ist es doch schön, hin und wieder in diesem Roman an frühere Bond-Geschichten erinnert zu werden! Die o. g. vorherigen Autoren hatten seinerzeit eine ähnliche Taktik in ihren Werken angewandt. Wieso ist Dr. Gorner ein blasser Gegner!?! Ich hielt ihn sogar für äußerst gefährlich und teilweise ziemlich krank (So muß doch ein Bond-Gegner sein)! Das Bond-Girl (Scarlett, Poppy oder wie auch immer) hatte ebenfalls diverse Reize anzubieten. Rundum: Alle nötigen Bond-Zutaten sind in diesem Roman enthalten, wenn auch teilweise sehr innovativ und gewöhnungsbedürtig. Ich hoffe sehr, daß Sebastian Faulks noch weitere James Bond-Romane schreiben darf. Er wird sich, und da bin ich ganz sicher, von Buch zu Buch steigern. Geben Sie ihm also noch weitere Chancen, ich denke, es lohnt sich!!!!!!
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James Bond macht Zwangsurlaub und denkt ernsthaft darüber nach den aktiven Dienst zu quittieren. Doch da wird er unversehens nach London gerufen. Der grauenvolle Mord an einem Gangster in Paris trägt die Handschrift eines mächtigen Verbrechers namens Gorner, der Großbritannien vernichten will. James Bond fliegt nach Persien, in das Herz von Gorners Verbrecherimperium und einer Fabrik, welche Drogen herstellt, um das britische Empire zu vernichten'

Mein Name ist Bond! James Bond!
Nach langer Zeit erscheint nun endlich wieder ein offizieller Roman im Stile eines Ian Fleming, mit dem bekanntesten Geheimagenten der Welt. Autor Sebastian Faulks und der Verlag haben sich sichtlich Mühe gegeben, sowohl die Roman- als auch die Filmfans zufrieden zu stellen. Der Roman beginnt mit einem alten Bekannten Bonds, Rene Mathis, der über den Mord an dem Gangster informiert wird. Anschließend richtet sich der Fokus auf 007 selbst. Wie nach einer derart langen Pause üblich, hat sich James Bond verändert. Er denkt über sein bisheriges Leben und seine Zukunft nach und überlegt, was er wirklich will. Bevor er allerdings seinen Ruhestand genießen kann, muss er abermals an die Front. Und hier bekommt es der smarte Geheimagent mit einem typischen Fall zu tun. Ein mächtiger und intelligenter Verbrecher, vom Hass getrieben, will die Welt in Chaos stürzen. Eine schöne Frau unterstützt den Helden und eine menge gefahrvoller Abenteuer versprechen Action pur. Im Gegensatz zu den Filmen gibt es weitaus weniger Verfolgungsjagden, genau genommen nur eine, bei der James Bond nicht mal beteiligt ist, und auch nur wenige Gimmicks, wie beispielsweise ein Feuerzeug mit Narkosepfeilen. Dafür kommt es recht früh zu einer Begegnung zwischen Bond und seinem neuen Gegenspieler. Wie in einigen Filmen und Romanen messen die Kontrahenten ihre Kräfte in einem Spiel. Dieses Mal ist es Tennis und hier können die beiden Widersacher erstmals ihre Stärken und Schwächen abschätzen. Leider ist der Roman stellenweise sehr trocken geschrieben worden. Insbesondere die eben erwähnte Szene im Tennis ist angefüllt mit Fachwörtern und für den Laien in Bezug auf diesen Sport kommt schnell Langeweile auf, zumal der Roman hier auch einige der wenigen Schwächen im Lektorat und der Übersetzung aufweist. Dafür hat sich Sebastian Faulks sehr viel Mühe mit Ian Flemings Figur gegeben und an vielen Stellen im Buch erinnert sich Bond an frühere Gegner und Freunde, denen er im Laufe seiner Karriere begegnet ist. Zudem gibt es ein wiederlesen mit dem CIA-Agenten Felix Leiter, der bereits in Bonds erstem Fall, 'Casino Royale', mit von der Partie war. Äußerst gelungen ist auch die Beschreibung der Orte und der Zeitgeist der Handlung, denn Faulks Werk knüpft direkt an die Bücher von Ian Fleming an und spielt Ende der sechziger Jahre. Die Welt befindet sich mitten im kalten Krieg und Bond muss wieder einmal sein ganzes Können unter Beweis stellen, um Grenzen zu überwinden und ganz auf sich allein gestellt seinen Auftrag zu erfüllen. Eine ausführliche Karte auf Seite 6 erleichtert dem Leser die Orientierung.
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