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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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am 28. April 2017
Die Autorin setzt sich mit der Realität der Fakten und den daraus erzeugten christlichen Ritualen. Interessant ist dabei, wie die Person Jesus immer mehr von ihrer Ursprünglichkeit durch erfundene Geschichten zu einem kirchlichen Produkt umgestaltet wird. Dabei wird sichtbar, wie die Kirche auf diese Weise ihre eigene Macht immer mehr zementiert. In der Zwischenzeit sind Rituale wie Weihnachten und Ostern mit ihren Geschichten zu einem festen Bestandteil des Christentums geworden, jedoch nicht historisch, und kaum noch weg zu denken. Dagegen sind die wenigen bekannten Informationen über die Person Jesus wesentlich klarer und zeigen ein anderes, ja schon revolutionäres Bild, aber auch einen anderen Zweck. Erschwerend kommt hinzu, dass die vielen christlichen Werte historisch nicht vom Christentum kommen, sondern von der französischen Aufklärung und heute in das christliche Denken eingebettet sind. das ist eine Dilemma Situation, die Frau Ranke-Heinemann geschickt für sich löst. Das Buch ist als Auseinandersetzung sehr empfehlenswert, man muss dabei beim Lesen aufpassen, weil manchmal erst die Gedanken der kirchlichen Seite beschrieben werden, um dann deren Fehler aufzudecken. das kann manchmal erst einmal verwirren.
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am 29. November 2009
Das beste Buch für Gläubige und Zweifler. Alle wichtigen christlichen Lehren (Jungfrauengeburt, Göttlichkeit Jesu, Sühnetod am Kreuz) werden besprochen, die Antworten sind argumentativ zwingend und zeugen von einer Menge Sachverstand.

Frau Ranke-Heinemanns Schreibstil ist pointiert und angenehm ironisch ohne unangenehm polemisch zu sein. Beispiel: "Der Mensch wird von der Kirche zum Glauben gerufen und nicht zum Denken. In einer Religion, die den Glaubenden seligpreist und niemals die Zweiflerin, bleiben die Fragenden ohne Segen ... dabei ist Frage eine christliche Tugend, obwohl sie selten eine Tugend der Christen ist."

Das Fazit des Buches und das Glaubensbekenntnis von Frau Ranke-Heinemann ist folgendes:
* Die Bibel ist nicht Gottes-, sondern Menschenwort.
* Dass Gott in drei Personen existiert, ist menschliche Fantasie.
* Jesus ist Mensch und nicht Gott.
* Maria ist Jesu Mutter und nicht Gottesmutter.
* Gott hat Himmel und Erde geschaffen, die Hölle haben die Menschen erfunden.
* Es gibt weder Erbsünde noch Teufel.
* Eine blutige Erlösung am Kreuz ist eine heidnische Menschenopferreligion

Wie Frau Ranke-Heinemann argumentiert, um diese Thesen zu untermauern, das müssen Sie gelesen haben! Daher von mir 6 Sterne.
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am 25. November 2007
aber nicht von Gott und auch nicht von Jesus, der posthum wohl kaum etwas ändern konnte an seiner verkorksten Anhängerschaft samt Verfälschung seiner Lehre und seiner Person.
Auch für mich - die schon lange anders und neu Orientierte, dem anthropomorphen Gottesverständnis längst schon Abgewandte - ein wunderbares Buch mit seiner Fülle von hieb- und stichfesten, religionsgeschichtlich erwiesenen und intelligent dargelegten, bibel-kritischen Argumenten, denen gegenüber alles Wenn und Aber verstummen muß...
... m ü ß t e, umginge man nicht mit pseudodialektischer Beredsamkeit seitens des "christlichen" Klerus alle Fragenbeantwortung - hakenschlagend wie Hasen auf der Flucht oder sich in den Bau verkriechend, wenn sie in die Enge getrieben werden.
Die Kirchenvertreter kommen zunehmend in stammelnde Erklärungsnot und blamieren sich heftig:
gerade erst geschehen in Johannes B. Kerners Talkshow, wo der evangelische Bischof und ein katholischer Weihbischof so merkwürdig jämmerlich und sehr peinlich in der Diskussion mit Richard Dawkins herüberkamen, daß man sich diesem atheistischen Autor des Buches "Der Gotteswahn" gegenüber doch fast schon schämen mußte, ihm derartig niveaulose Gesprächspartner zugemutet zu haben.
Vieles hat man ja inzwischen schon gelernt - spätestens aus Pinchas Lapides Buch "Wurde die Bibel richtig übersetzt?" und auch aus Langbeins "Biblische Irrtümer". Aus dem komprimierten Text dieses Buches "Nein und Amen" lernt man jedoch noch sehr viel mehr dazu:
eine Theologie-Professorin liefert saubere Recherche und sorgfältige Quellenangaben in ihrem Werk, das nirgends zu einem lexikalen Sachbuch erstarrt, sondern begeistert durch munter plaudernden Sarkasmus, der per se gerechtfertigt ist angesichts des rücksichtslosen Machtanspruchs und -mißbrauchs der katholischen Kirche:
Für die Wahrheit hat die Autorin viel riskiert, und diese altertümelnde, moralinsaure Kirche bestrafte sie auch prompt dafür. Für diesen Mut allein schon gebührt ihr hoher Respekt - nicht zu reden von der sympathischen und gewandten Art des Stils ihrer Bücher, der in ausgewogenem Maße ernst wie auch heiter herüber kommt.
Daß ihr "Abschied" nicht zum Triumph, sondern traurig-nachdenklich gerät, rührt den Leser dann im letzten Kapitel zutiefst an. Hier verabschiedet sich ein Mensch, da er nicht anders kann als der Wahrheit und seiner inneren Stimme verpflichtet zu sein und dafür auch öffentlich einzutreten.
Von dieser Stelle aus: Dank an Uta Ranke-Heinemann für ihr so wichtiges Engagement.
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am 18. August 2012
Hallo,

Jesus entäußerte sich seiner Göttlichkeit und wurde Mensch. - Dazu kam der Heilige Geist über die Jungfrau Maria und zeugte ihr einen Sohn. - Josef (Marias Verlobter) hätte sie daraufhin verstoßen, aber Gott richtete ihm aus, was geschehen war und daß er Maria annehmen solle, was er dann auch tat. Schließĺich wurde Jesus in einem Stall in Bethlehem geboren, Hirten sahen einen Stern, drei Könige aus dem Morgenland auch, weswegen sie von diesem Stern geführt, zum Kind kamen, um ihm zu huldigen. Jesus wuchs heran und wurde schließlich als Christus erkannt, also der Messias, auf den die Juden schon lange gewartet hatten. - Die Menschen sahen das an der Autorität in seiner Person, an seinem Reden, seiner neuen Lehre, seiner Schriftkenntnis und den durch ihn geschehenen Wundern, z.B.: aus Wasser wurde Wein, Krankenheilungen, Totenauferweckungen, Gang auf dem Wasser usw. - Jeder sollte nun aufgrund einer Umkehr zu Gott und einer Taufe zum Anhänger Jesu, und damit zum Reich Gottes gehören. Schließlich wurde Jesus für 30 Silberstücke von Judas verraten, von den Römern gefangengenommen, gefoltert und schließlich auf Verlangen der Juden – wobei die Römer = Pilatus eine zweifelhafte Rolle spielten, da Jesus Pilatus Ansicht nach unschuldig war - gekreuzigt. - Dabei bekehrte sich noch einer seiner Mitgehängten. Am dritten Tag nach der Kreuzigung war das Grab Jesu leer, und er wurde von mehreren Personen gesehen = Jesu war auferstanden. - Nach einigen weiteren Tagen fuhr Jesus in den Himmel auf. - Seither sitzt er (wieder?) auf dem Thron Gottes, und zwar zu des Vaters Rechten. - Die Jünger blieben auf Jesu Geheiß in Jerusalem, bis der Heilige Geist kam, und sie erfüllte, und sie somit bevollmächtigte Zeugen Jesu sein konnten.
Ein Gutteil dieser genannten Geschehnisse wird von Prophetien des Alten Testaments gestützt und somit – jüdisch (als Religion) - als das bewiesen, was es ist: Jesus ist der Christus.
Dieser Christus war das finale Opfer, um Gott bereit zur Versöhnung mit jedem einzelnen Menschen zu machen, sofern dieser sich zu ihm bekehrt und / oder taufen läßt.
Die Notwendigkeit für ein Opfer ging auf den „Sündenfall“ aus dem Buch Genesis (1. Mose) zurück. - Mit Jesu Kreuzigung ist das „finale“ Opfer gebracht, mit seiner Auferstehung von den Toten der „Zündfunke“ gelegt, um „die ganze Welt zu erretten“. - Dazu gab es verschiedene „Helfer“, zwei zu Beginn maßgebliche waren: Petrus und Paulus.

Das Glauben viele Christen auf der Erde, indem sie es mehr oder minder wörtlich (Bibel) = als historisch nehmen; und das wird tagtäglich weltweit in Kirchen / Gemeinden gepredigt und gelehrt, und daraufhin bekehren sich jährlich zehntausende zu Christus als Gott. Das ist die Grundlage und der wesentliche Inhalt des zweiten Teils der Bibel / des Neuen Testaments = der christlichen Botschaft von Gottes Liebe und der Erlösung der Welt.

Uta Ranke-Heinemann hat sich damit intensiv auseinandergesetzt, und kommt im Lichte der wissenschaftlichen Forschung zu ganz anderen Ergebnissen, wie vor ihr schon einige andere Theologen.
- Was soll man von einem „Neuen Testament“ halten, das vielleicht gar nicht historisch korrekte Geschichte wiedergibt, sondern eher Erzählungen?
Wenn die Bibel als Geschichtswerk = Schilderung wahrer Begebenheiten zu verstehen sein soll, dann muß sie auch historischer Überprüfung standhalten. - Denn wäre sie nur eine Sammlung von Erzählungen mit vielleicht „verstecktem“ Inhalt, dann wäre sie doch wahrscheinlich nicht als „Gottes Wort“ = Gott = perfekt und absolut wahr zu verstehen; eine Argumentation übrigens, der sich viele Christen verschließen. Häufig bringen sie dort, wo es Zweifel gibt, Gott als Erklärung ins Spiel – z.B.: „das hat Gott gemacht“ oder „bei Gott sind – eben – alle Dinge möglich“: ein absolut sicheres System, um Zweifel zu vermeiden (und somit eigene Glaubensüberzeugungen absolut zu setzen).

Frau Ranke-Heinemanns Buch beginnt persönlich, wo sie bald von Ihrer ersten Begegnung mit einem bekannten kritischen Theologen, Rudolf Bultmann (Entmythologisierung des NT), berichtet, in dessen Haus sie einige Zeit wohnte.

Im weiteren erklärt sie auch, daß Sie mit dem Titel „Nein und Amen“ nicht meint: „das NT ist erlogen und damit glaube ich es nicht mehr. Amen.“
Sondern sie meint, auch wenn sich vieles nicht als historisch belegbar = als erfunden herausstellt, könne sie trotzdem Christin sein, denn schließĺich gehe es ihr um Wahrheit (die Bibel soll ja schließlich auch „Die Wahrheit“ sein) und nicht darum, etwas Ungewolltes zu zerstören (wie es vielleicht ein Atheist oder ein Glaubensgegner täte).

Insofern scheint das, was die Autorin schreibt auch von einer „inneren Spannung“ getragen: sie will „retten, was verloren ist“, aber dabei die Wahrheit nicht preisgeben, was sicherlich von Gott gutgeheißen wird, sofern es ihm tatsächlich um Wahrheit gehen sollte.

Vorausgesetzt also, Gott selbst sei an der Wahrheit interessiert, so kann man das von den Autoren der Schriften der Bibel nicht sagen, zumindest nicht Wahrheit, so wie wir es heute verstehen: Wahrheit im Sinne von Fakten über Geschehenes, Abläufe, Zeitpunkte, Umstände, beteiligte Personen usw.

Frau Ranke-Heinemanns Buch nimmt nun „volle Fahrt“ auf, um zu zeigen, was am NT wahr ist, und was nicht. - Einige Beispiele:

o Jungfrauengeburt: in der damaligen Zeit war es „üblich“, besonderen Menschen (z.B. Herrschern) göttliche Herkunft zuzudichten: Göttlichkeit = Reinheit, also Jungfrauengeburt. - So wurden aus Menschen Gottesgesandte – mit entsprechender Autorität.
Eine „Jungfrauengeburt“ für einen „besonderen Menschen“ war damit damals relativ normal, allerdings ohne die Wahrheit wiedergeben zu wollen. - Jesu „Jungfrauengeburt“ ist somit kaum wörtlich zu verstehen. (Eine christliche Antwort wäre hier: „bei Gott sind alle Dinge möglich“).

o Volkszählung: es fand damals keine solche Volkszählung statt (Zählung der Menschen in ihren Heimatstädten), denn so etwas wäre auch sehr ungewöhnlich gewesen.

o Die Herkunft Jesu als Davids Nachkomme: wie kann Jesus Davids Nachkomme sein, wenn der Heilige Geist ihn gezeugt haben soll? - Ein solcher Mensch ist vielleicht ein Nachkomme der Vorfahren Marias, aber deren Ahnen spielen in der Bibel keine Rolle, nein: es wird in mehreren untereinander unstimmigen Ahnenlisten versucht, schon aus Josef nur einen Nachkommen Davids zu machen. - Jesus kann als von Gott gezeugter gar nicht Anteil am Erbgut Josefs (und damit Davids) haben.

o Die Wunder Jesu: ein – gescheiterter Versuch – aus einem besonderen Menschen einen noch besonderen zu machen: die Wundererzählungen entwickelten eine Eigendynamik, und trennen die Menschen von Gottes Liebesbotschaft, da sie eher von Jesus ablenken. Die Wunder sind genauso hinzugedichtet, oder aus anderen Erzählungen übernommen.

o Die drei-Tage-Rechnung zwischen Jesus Tod und seiner „Auferstehung“: eine Berechnung, die die geschichtlichen Gegebenheiten mißachtet, denn der jüdische Tag beginnt nicht um 0.00 Uhr, wie bei uns, sondern abends, wenn die Sonne untergeht.

o Sich wandelnde Situtationseinschätzung: von anfänglich: die Römer haben Jesus hingerichtet, wird der Fokus, und damit das schuldhafte Verhalten, immer weiter auf die Juden verlagert = antisemitsche Tendenzen.

o Prophetien über Jesus aus dem AT? - Hingebogen, aus dem Zusammenhang gerissen, sogar sich widersprechende „Erklärungen“ beziehen sich auf das gleiche Wort im AT.

o Judas hat Jesus „verraten“, durch einen Kuß. - Warum mußte Jesus „verraten“ werden? - Hatte er sich maskiert? War er von denen, die ihm nicht anhingen, unerkennbar? Jesus war doch stetig unter den Menschen vor Ort, im Tempel usw., wenn man die Bibel wörtlich nimmt. Wozu also der „Verrat“?

o Die Auferstehung: Paulus als frühester Autor von Schriften, die heute der Bibel angehören, erwähnt das Osterereignis mit leerem Grab etc. mit keinem Wort (dafür dann aber die deutlich später geschriebenen Evangelien). - Leeres Grab? - Kein geschichtliches Ereignis.

o Die Bekehrung des Paulus nach Apg 26,14: wesentliche Teile einer Erzählung aus griechischer Mythologie wurde in eine christliche Erzählung umgewandelt. - Abgeschrieben.

Und so geht es gerade weiter. -
Und wie oben schon angedeutt, sind das nur wenige Beispiele: das Buch von U. Ranke-Heinemann wimmelt von historischen Parallelen in außerjüdischen und jüdischen Schriften.
Es wimmelt von solchen Beispielen, die uns die Bibel als „Wahrheit“ anbietet, und die nichts sind, als zusammengeschustertes Märchenmaterial, das gar nicht der „Erlösungsbotschaft“ der Bibel geschuldet ist.

Nein. - Wesentliche Schriften der Bibel – gerade die Evangelien - weisen eine augenfällige Unkenntnis der Lebenssituation Jesu auf, und schreiben Dinge zusammen, die nicht zusammenpassen, und somit überhaupt nicht „Die Wahrheit“ darstellen, sondern von machtpolitischen und Motivationen der Verklärung (Erfindung) hintertrieben sind.

Dazu veranschaulicht das Buch auch noch einmal: es hat über 300 Jahre gedauert, bis auf verschiedenen Konzilen Jesus und der Heilige Geist zu Gott erklärt wurden.
Vorher haben viele Jesus nicht als Gott angesehen und verehrt.
(Anmerkung: man stelle sich einmal vor, einfach um ein Gefühl für die Zeiträume zu bekommen, im Jahre 2290 würde eine Kirchenversammlung = Menschenversammlung hergehen und Martin Luther King zu Gott erklären. - Absurd, oder? - Und nur weil das schon vor 1800 Jahren mit Jesus geschah, ist es plötzlich „göttlich“? - Warum? - Waren die Menschen damals heiliger? Inspirierter? - Sie kannten Jesus doch nur noch aus den vielen – zweifelhaften – Schriften, von tradierten Überlieferungen und von theologischen Diskussionen und Auseinandersetzungen. - Zudem: wäre Jesus von Anfang an Gott gewesen, und hätten die Jünger das so verstanden: warum gab es dann soviel Streit, warum hat man dann erst im Jahr 325 Jesu zu Gott erklärt?
Fällt hier nicht etwas auf? - Da stimmt doch etwas nicht!)

Nach weiteren 56! Jahren wurde dann erst der Heilige Geist zu Gott erklärt (im Jahr 381)!

Fazit:
Uta Ranke-Heinemann hat ein erfrischendes, flüssig lesbares und unterhaltsames Buch geschrieben. - Die immer wieder feinen „Ironiespitzen“ machen es darüberhinaus noch lesenswerter.
Sie hilft uns, die Bibel (NT) als das zu erkennen was sie ist: eine Sammlung aus mit ganz realen menschlichen Motivationen geschriebenen Schriften mit dem Ziel, aus einem Menschen Gott zu machen.

Jesus = Gott? Falsch. Jesus = Messias / Christus? Falsch. Jesus = besonderer Mensch mit wichtiger Botschaft = Richtig.

Wie obige Beispiele und viele andere zeigen: die Eingangs notierten Glaubensinhalte erweisen sich – genauer besehen – als „Schall und Rauch“ im historischen Sinn = keine Geschichte.

Der Umstand, daß das Ganze schon fast 2012 Jahre zurückliegt, macht die Bibel nicht heiliger, die Geschehnisse nicht realer und die NT-Schriften nicht wahrer.

Menschen, die sich zu Jesus bekehren, ihn für Gott halten, sind dem Erfindungsreichtum der Autoren aufgesessen, einer Konstruktion der Ur-Kirche (in der damaligen Ausprägung), um die Welt zu beherrschen, um Gott und Jesus zu mißbrauchen, und sie für ihre Machtansprüche auszunutzen. -

Aber die Geschichte geht weiter: das Christentum ist fundiert in der heutigen Zeit. Kirchen, Gemeinden, Christuserfahrungen, Gotteserfahrungen sind omnipräsent: die Angst vor der Verlorenheit ohne diesen „christlichen Glauben“ geht umher mit der „Liebe Gottes im Mund“, um zu verschlingen, was nur möglich ist: die Kirche hat einen durchgänigen Mythos geschaffen. -
Daß das überall auf der Erde funktioniert, beweisen die ganzen Religionen weltweit, von denen das Christentum nur eine unter anderen ist.

Wer das Buch liest kann einige deutliche „Aha-Effekte“ erleben!
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am 20. März 2003
Dieses Buch hat mir die Augen bzw. die Seele geöffnet.
Das Buch ist ein MUSS für alle Menschen die kritisch mit der Kirchengeschichte umgehen und sich immer gefragt haben, wie dieses Imperium entstanden ist. Dieses Buch hat mir offenbart und bestätigt, dass die Kirche und ihre "Führer" reine Politik betreiben. Machtbessenheit und Geldgier vereint. Das Blut, dass die Kirche im Namen Gottes vergossen hat, ist reicher, als das, was mancher Diktator vergossen hat. Sie hat es nur besser verpackt und die manchmal leichtgläubigen Menschen mitschuldig gemacht. Wenn man das Buch gelesen hat, hört man nicht auf an Gott zu glauben. Man fragt sich nur, wie lange das Gebilde Kirche wohl noch so weiter existiert und Menschen diskriminiert, die nicht an die Kirche sondern an Gott glauben.
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am 25. Februar 2010
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für jeden sein, der sich, ob als Gläubiger oder als Zweifler, mit dem Christentum beschäftigt. Es enthält grundlegende Informationen über alles, was man über das Christentum wissen muss. Es ist in lockerem, gut lesbaren Stil geschrieben und liest sich unterhaltsamer als mancher Krimi! Frau Ranke-Heinemann ist eine absolute Kapazität in Sachen Christentum und eine großartige Autorin. Sie räumt mit den Grundsätzen kirchlicher Überlieferung auf, stellt diese in den richtigen historischen Kontext und weist ihnen den richtigen Stellenwert zu.
Besonders für Menschen, die eine einengende christliche Erziehung genossen haben, ist dieses Buch eine große Befreiung!
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am 25. Februar 2008
Dieses Buch ist tiefgehend, eindrucksvoll und äußerst befreiend. Frau Uta Ranke-Heinemann räumt anschaulich mit Unsinn und Irrsinn im christlichen Glauben auf. Sie ebnet einen neuen heilsamen Weg zu Gott, einen Zugang mit ganzem Herzen und vollem Verstand. Sie zeigt sehr klar, das gerade der Verstand dabei nicht verbogen oder gar abgegeben werden muß. Auf jeder Seite begegnen wir einer reinigenden und erfrischenden, dabei absolut notwendigen und wohltuenden Brise. Dieses Buch ist eine starke Meeres-Brise. Bleibt die Hoffnung, das diese nicht nur anhaltend ist, sondern auch maßgeblich und schnellstmöglich gestaltend wirkt. Mit Frau Ranke-Heinemann eröffnet sich ein wünschenswerter, nahezu greifbarer alternativer "christlicher" Weg. Dieses Buch ist wegweisend und gestaltend und dabei frei von Druck, Zwang oder jeglicher Qual. Es ist ein Geschenk an den Verstand und die Liebe. An dieser Stelle ein großer Dank an Frau Ranke-Heinemann.
Mein Fazit:
Sehr empfehlenswert. Ein Buch mit Herz und Verstand, für das Leben, für die Menschen, für Gott.
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am 29. Juni 2001
Schon nach den ersten Schnitten der katholischen Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinemann in das NT öffnet sich eine Geschwulst aus Legende und Wunschdenken.
Sie führt mit präziser Hand das Skalpell. Ihre durch Bibelstellen fundierte Beweisführung eröffnet eine neue, teilweise Atem beraubende Sichtweise von bisher (oft viel zu leicht) Geglaubtem. Es ist faszinierend, wie sie aus diesem Thema - mit einem Schuss von Humor - eine spannende Lektüre produzierte.
Man fragt sich hinterher nur: Warum wird so etwas wider die Vernunft geglaubt?
Der Rückblick der Geschichte gibt uns die Erklärung. Die Angst vieler Menschen vor dem Tode und die Illusion in den Himmel zu kommen, waren schon immer der fruchtbare Nährboden skrupelloser Zeitgenossen, die sich mit haltlosen Versprechungen Macht über ihre Mitmenschen verschafften. Und immer deren Bestes wollten. Meistens bekamen sie es.
Dieses Buch kann für manchen ein Schritt in eine neue Realität des Glaubens sein. Für mich war es das.
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am 29. August 2008
Die Autorin war mir bis dato nur aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekannt und hat durch ihre Beiträge stets Eindruck auf mich machen können. Beim Stöbern auf Amazon ist mir dann dieses Buch aufgefallen, als Restseller relativ günstig zu haben, wurde es umgehend bestellt.
Im Buch werden zahlreiche Glaubensgrundsätze des Christentums auf Plausibilität und Sinnhaftigkeit untersucht, dabei werden viele der sog. Wundertaten Jesu, seine angeblich göttliche Herkunft und prophezeite Abstammung, seine als Opfertod interpretierte Hinrichtung, dass auf ihn zurückgehende Abendmahl, seine Himmelfahrt und die Seriösität (oder gar Existenz) seiner Apostel stark in Zweifel gezogen. Nebenbei rechnet Uta Ranke-Heinemann auch noch mit dem Pfingstereignis und dem katholischen Marianismus ab. Dabei wird das israelitische und römische politisch-religiöse Umfeld beleuchtet und die Richtungskämpfe zwischen den Aposteln in der Urkirche erörtert.
Auch interessant sind die Kapitel die die apokryphen Schriften des Christentums und die 1947 gefundenen Qumran-Schriftrollen analysieren.
Einzig die Bewertung der Apostelbriefe ist für meinen Geschmack etwas zu kurz geraten. Natürlich muss man sagen, dass die ernüchternden Schlussfolgerungen alles andere als Konsens unter evangelischen oder katholischen Theologen sind, da so ziemlich alles was das Glaubensgebäude des frommen Christen ausmacht zum Einsturz gebracht wird. Trotzdem ist Ranke-Heinemann keine dt. Version eines Dawkins oder Hitchens, denn für sie sind Auferstehung und Existenz Gottes immer noch Dinge an die sie persönlich glaubt. Ihr Gottesbild ist jedoch nicht ein dreieiniges oder das eines Mannes mit Rauschebart, auch Jesus ist für sie kein Gott, sondern sie findet sich damit ab, dass das Wesen Gottes für den Menschen immer unergründlich bleibt und dass es keine Modellvorstellung gibt, die der Realität gerecht werden könne; es ist allerdings ein Gott der in Beziehung zum Menschen steht (wenn auch nicht auf die Weise dass er nach Belieben Religionen 'offenbart' oder stiften läßt, denn die Schriftreligionen sind für sie allesamt Menschenwerk, wenngleich sie der Bibel eine gewisse Schönheit zuspricht).
Wenn man das Buch gelesen hat wird einem deutlich, dass die Suche nach einer Wahrheit im Leben mitunter erst nach Jahrzehnten langsam, dafür aber umso sicherer zum Ziel führen kann. Auch wenn Uta Ranke-Heinemann andere Ansichten als man selbst vertreten mag (bei mir war es so), so wirkt sie am Ende doch recht überzeugend im Vertreten ihrer Standpunkte.
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am 8. März 2008
Vor allem im ersten Teil amüsant und witzig geschrieben und sehr gut recherchiert. Es finden sich Dinge darin, die man außer bei Deschner nicht fand. Der zweite Teil ist etwas langatmig und theologisch-theoretisch. Hut ab vor dem Mut dieser Frau, so konsequent ihren Weg zu gehen! Ich glaube, das Abendland ist ihr zu großem Dank verpflichtet. Mit vorbildlicher Sachkenntnis zerpflückt sie die christlichen Dogmen und "Wahrheiten" auf Historizität und Bezug zum ursprünglichen Christentum (falls das überhaupt jemals existiert hat!). Es bleibt nichts außer die Klage an die Kirche, Jesu ursprüngliche Lehre völlig verdreht sowie Frauenfeindlichkeit und Leibfeindlichkeit institutionalisiert zu haben.
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