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Kundenrezensionen

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am 24. Dezember 2003
'Watership down' hat die Gabe, einem von der ersten Seite an gefangen zu nehmen und bis zum Schluß nicht mehr los zu lassen.
Richard Adams ist wirklich gelungen auf knappen 700 Seiten niemals Langeweile aufkommen zu lassen. Seine Protagonisten stürzen von einem Abenteuer in das nächste, und man ist nicht früher beruhigt, ehe man das Nachwort liest, mit dem furchtbaren Beigeschmack, dass man somit das Buch beendet hat.
Adams kreiert wunderschöne Charaktere, läßt sie sich in der Geschichte entwickeln, und gewährt uns zudem einen Einblick in das Kaninchenleben, wenn ich mir auch nicht sicher bin, ob Kaninchen wirklich bis vier zählen können.
Alles in allem ist 'Watership down' weit mehr als nur ein Kaninchen-Abenteuer, wobei es aber auch, nur eindimensional interpretiert, wunderbar funktioniert.
Wer bereit ist, einen Schritt weiter zu gehen und sich auf die Aussagen des Buches einzulassen, findet zudem viele grundsätzliche Ideen und deren Betrachtungsweise des Autors, Anspielungen auf die damalige politische Lage (das offene, ungezwungene Gehege von Hazel, mit den einhergehenden Gefahren aber auch der persönlichen Freiheit, oder das autoritäre, systematisiertes Gehege von Woundwort, jeder freien Entscheidung beraubt, aber dafür in Sicherheit) und die im Kern liegende Aussage, dass es sich für die Freiheit zu sterben lohnt. (zumindest, wenn man ein Wildkaninchen ist)
'Watershop down' ist jene Art von Buch, die es sich verdient ein zweites Mal gelesen zu werden und auch wenn man dann weiß, wie die Geschichte ausgeht, bezaubert und betört sie immer noch.
Ein wenig Zögern würde ich dieses Buch meiner achtjährigen Tochter wortlos in die Hand zu drücken, denn dieses Buch geizt nicht mit der Gewalt ungezähmter, wildlebender Tiere (soweit verständlich), die aber dann doch reden, denken und fühlen wie Menschen.
Zuguter letzt bleibt zu sagen, dass 'Watership down' ein weiteres meiner TOP Fünf Bücher ist, welches ich auf eine Insel mitnehmen würde.
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am 5. November 2000
Früher war es zu Hofe das Vorrecht des Narren, selbst dem König einen Spiegel vorzuhalten. Aber auch er durfte den König, welcher edel und wohlgemut, nicht persönlich beleidigen. So kam es dazu, daß die Personen in den Geschichten des Narren als Tiere mit menschlichen Wesenszügen dargestellt wurden. Jeder im Publikum konnte so nach kurzer Zeit erkennen, um welches menschliche Gegenstück es sich hier handelte. Der Narr hingegen rettete so seinen Kopf vor der Schlinge...
Richard Adams, ein modernen Narr? Im Gegensatz zum weitverbreiteten Bild des Narren als unbekümmerten Gaukler und kindischem Scherzbold, waren dies hochintelligente Menschen, vielleicht mit einem gewissen, aber kontrollierten Hang zur Leichtsinnigkeit. Ansonsten hätte sich wohl jeder Narr am Hofe eines Despoten, nach spätestens einer Woche in dessen Folterkerker wiedergefunden. Richard Adams, ein modernen Narr? Ja, und noch so viel mehr!
Sein Werk demonstriert so simpel und doch so eindringlich das Schema menschlicher Verhaltensweisen und bleibt dennoch der Tatsache treu, daß es hier eigentlich um Kaninchen geht, die wie Kaninchen leben. Hier prallen Welten aufeinander. Eine epische Geschichte mit Zeit für Details. Warum weckt sie soviel Emotion in uns? Die Charaktere sind komplex, entwickeln sich während der Geschichte weiter und bleiben dennoch allesamt glaubwürdig, ja lebendig fast. Wer sich bewußt ist, daß Watership Down ein realer Ort in Südengland, westlich von London ist, der findet sich nur schwer mit der Tatsache ab, daß dies niemals die Heimat von Hazel, Hyzenthlay, Fiver, Vilthuril, Bigwig und Holly (...) war oder ist. Aber so komplex die Charaktere und deren Sozialverhalten auch sein mögen, so geht es doch um das möglicherweise Wichtigste im Leben: Überleben mit Sinn und Verstand. Hoffnung, Freude, Schmerz. Würde der Mensch eines Tages die Anwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gefunden haben, würde es ihn verändern? Oder wäre es nur logisch, daß sich daraufhin nur weitere Fragen auftun, wie - Warum ist dies der Sinn des Lebens? Die Suche hört nie auf. Doch in der Einfachheit des Daseins unserer Kaninchenfreunde (und das werden Sie für jeden gefühlsbetonten Menschen, der dieses Buch gelesen hat), liegt ein tieferer Sinn verborgen als in der Quantentheorie. Dies ist meine Meinung! Ein hoch auf Richard Adams, der bewiesen hat, daß es die schützenswerte Natur ist, die inspiriert und beflügelt.
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am 7. Juni 2001
Wir haben in der 5. Klasse bei unserem Lehrer den Zeichentrickfilm auf englisch gesehen, und unser Lehrer wies darauf hin, das es auch "das" Buch darüber gibt, von Richard Adams. Ich in den Buchladen, bestellt, und der Urlaub war gelaufen. Ich saß nur da und las dieses Buch, mit mir war weiter nichts anzufangen.
Es übt wirklich eine Faszination aus, wie ein Buch mit sprechenden Kaninchen ("so ein schwachsinn", wie man zuerst denkt) jemanden so fesseln kann und wie darin die Gesellschaft gespiegelt wird.
An dieser Stelle kann eigentlich nicht mehr gesagt werden, aber dieses Buch ist z.B. mein Lieblingsbuch.
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am 13. Februar 2003
Egal was man gerne liest, wem dieses Buch nicht gefällt, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen. Erinnert das Thema Kaninchen doch mehr an Kinderbücher stellt man beim lesen doch rasch fest, daß dem Autor hier eine Saga gelungen ist, die viele Bücher mit menschlichen Charakteren in den Schatten stellt.
Ich habe das Buch schon mehrmals gelesen und kann mich immer wieder an der spannenden, phantasievollen Geschichte erfreuen. Die Charaktere sind ausgefeilt, die Idee brilliant!
Ich kann nur sagen: Leute kauft dieses Buch! Es ist eins der allerbesten Bücher die ich jemals gelesen habe!
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am 28. Mai 2003
"Watership Down" ist eins der wundervollsten Bücher die es gibt. Mal möchte man schreien vor Lachen und Entzückung über die Kaninchen und ein anderes Mal ist man den Tränen nahe. Zu Beginn hatte ich Angst vor einem so dicken Buch, doch die Art wie Adams erzählt ist fabelhaft und die 650 Seiten vergehen (leider) wie im Flug.
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Dieses Buch ist eine Parabel, die am Beispiel eines Kaninchenvolkes von den Leiden von Flüchtlingen erzählt, die ihre Heimat verlieren und in die Fremde auswandern müssen. Nachdem die Kaninchen die Zerstörung ihrer Heimat durch Menschen vorhersehen, machen sie sich auf die Suche nach einem neuen zu Hause. Auf ihrer langen Odyssee erleben sie viele Abenteuer und Rückschläge. Geradezu gesellschaftskritisch wird es, als die Wild-Kaninchen auf ihre domestizierten Verwandten treffen: diese leben gut, doch dafür werden regelmäßig einige geschlachtet. Hier müssen sie ihre raue Freiheit gegen eine Abhängigkeit in Luxus abwägen. Und erst spät wird ihnen bewusst, dass sie gar keine Weibchen unter sich haben - ihr Traum von einer neuen Kolonie gerät in ernsthafte Gefahr.
Adams hat sich sehr eingehend mit den Kaninchen beschäftigt und man erfährt viele erstaunliche biologische Details. Der Leser sollte sich daher auf jeden Fall für Kaninchen interessieren. Die Geschichte ist wunderschön geschrieben, und eher traurig (die Zeichentrick-Umsetzung entschärft das Original). Dieses Buch inspirierte auch das Talerwald-Buch "The Animals of Farthing-Wood" von 1979, das eine ähnliche Geschichte erzählt und als EU-Projekt unter "Als die Tiere den Wald verließen" in einer gelungenen Zeichentrickserie umgesetzt wurde.
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am 10. September 2015
Das kleine Kaninchen Fiver hat eine Vision - von Tod und Verderben, von der Zerstörung des Baus der Sippe. Sein Bruder Hazel, der toughe Bigwick und ein paar andere glauben ihm und die Gruppe macht sich auf den beschwerlichen Weg, ein neues zu Hause zu finden. Als die Gruppe um Hazel und Fiver schließlich einen Platz finden, an dem sie sich niederlassen wollen, sind sie noch lange nicht willkommen. Sie müssen sich erst gegen ihre neuen Nachbarn behaupten.

Es ist eine Gratwanderung, die Tiere nicht so sehr zu vermenschlichen, daß es trivial und infantil wirkt, andererseits die Handlung spannend aufzubereiten. Richard Adams hat diese Gratwanderung mit Bravour gemeistert!
Was die Tiere erleben, ist von Anfang bis Ende mitreißend und dramatisch - und doch bleiben sie in jedem Moment Kaninchen.
Und wer Kaninchen kennt, insbesondere ihr Verhalten in der Gruppe, der kann beurteilen, daß Richard Adams diese Tiere sehr genau beobachtet haben muß. Etwa kann ein Territorialkampf unter ihnen tatsächlich sehr blutig enden, bei annähernd gleich starken Tieren auch tödlich.

Vieles wurde in die Geschichte schon hineininterpretiert, etwa sei sie eine Parabel auf den Exodus des jüdischen Volkes. Ich glaube nicht, daß das Adams' Intention war. Es spielt aber keine große Rolle. Wesentlich ist vielmehr, daß es ihm gelungen ist, die Spezies Kaninchen und ihre Lebensweise anschaulich zu portraitieren und dies nicht nur in eine fesselnde Handlung zu verpacken, sondern dabei noch eine Welt zu erschaffen, die ihre eigenen Regeln, Kulte, Lehren und Besonderheiten hat, ohne die bekannten Naturgesetze zu sprengen.

Wer noch eine Zugabe möchte, findet in "Neues von Watership Down" noch eine Sammlung von Kurzgeschichten aus dieser Welt, die Handlung von Unten am Fluß/Watership Down ist aber in sich abgeschlossen.
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am 1. März 2006
Dieses Buch ist einfach überwältigend. Es beinhalted Dramatik, zugleich aber auch Gefühl. Lassen sie sich von den vielen Seiten nicht abschrecken, denn "Unten am Fluss" ist relativ leicht zu lesen, da es klar und sehr verständnisvoll geschrieben ist, d.h. es ist nicht kompliziert aufgebaut und die Geschichte selbst ist auch problemlos zu verstehen.
Dies ist absolut kein Kinderbuch, denn das Leben der Kaninchen bewegt sich in "Watership down" auf natürliche Weise, d.h. es wird so manche Szene auch etwas brutaler dargestellt. Es ist eine Geschichte über Mut, Schmerz und starken Willen, den die Kaninchen immer wieder beweisen. Dieses Buch ist keinesfalls langweilig, denn Richard Adams hat den Spannungsfaktor nie zu knapp gehalten. Neben Felidae ist es eines der faszinierendsten Bestseller, die es je gab. Muss man auf jeden Fall mal gelesen haben.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. November 2007
Als mir vor über zwanzig Jahren dieses Buch geschenkt wurde, konnte ich erst gar nichts damit anfangen. Kaninchen??? Was soll das denn? Ich befürchtete, es könne sich um eine Art "Peter Rabbit" - Gute - Nacht - Geschichte handeln. Natürlich hatte ich mich in meiner jugendlichen Ignoranz gründlich geirrt.....

Schon nach den ersten Seiten war klar, dass es sich nicht um ein "Dschungelbuch" mit tanzenden Bären und Panthern handelt, sondern zunächst einmal um ein Drama, in dem die Menschen rücksichtslos den Lebensraum der Tiere zu zerstören drohen. Eine Gruppe des bedrohten Kaninchenclans um den immer leicht verwirrten, hochsensiblen kleinen Hasenpropheten Fiver, beschließt, vor der unklaren Gefahr zu fliehen und ein neues Gehege zu suchen. Und damit beginnt eine großartige, mitreißende Abenteuergeschichte, märchenhaft, ja, lustig auch und natürlich sind die Kaninchen stark vermenschlicht, sie erzählen sich Geschichten, sie haben Gefühle und jedes Kaninchen hat seinen eigenen, liebevoll herausgearbeiteten Charakter, es gibt Hazel, das Alphatier, es gibt Bigwig, den Draufgänger, den Träumer, den Schussel, den Witzbold ( Dandelion, mein Lieblingskaninchen!)und man gewinnt sie alle lieb. Man liebt und leidet mit ihnen, man fiebert mit, wenn sie ausziehen, um Weibchen zu finden, man wischt sich die Tränen aus den Augen, denn die Kaninchen leben in keiner heilen Welt. Und insbesondere der Zusammenstoß mit dem faschistoid geführten Gehege der Afafra - Kaninchen ist unglaublich spannend. Das Buch ist stellenweise ein echter Thriller und dabei voller Poesie, sprachlicher Anmut und ein Aufruf, die Natur zu schützen und zu respektieren.
Selten hat mich ein Buch so bewegt, es ist bis heute eines meiner Lieblingsbücher, völlig zerlessen mittlerweile und ein wirklicher Klassiker, in dem ich immer wieder lesen kann, ohne mich je zu langweilen. Wunderbar, ein Meisterwerk!!!!
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am 3. Juli 2007
Das beste Buch, das ich je gelesen habe. Richard Adams führt uns hier schonungslos und ohne Umschweife vor Augen, welche Frevel die Menschen Tieren immer wieder antun, ohne sich über ihre Handlungen richtig bewusst zu sein. Ebenso vermittelt er einen tiefen Eindruck, was es heissen könnte, als Tier in unserer Zeit existieren zu müssen. Natürlich können wir Menschen das Befinden der Tiere nicht ganz in der nötigen Tragweite nachvollziehen und erfassen, desweiteren haben wir die Grenzen unseres legitimen Wirkungsbereiches schon lange überschritten. Aber nach diesem Roman wird das garantiert jeder besser können. Richard Adams versucht das Verhalten, die psychologischen Auswirkungen und die entsprechenden Reaktionen der Kaninchen darauf, dem Leser auf buchstäblich eindringliche Art in eine mitreissende Geschichte verpackt, näher zu bringen. Er schildert das Ganze umgemein glaubwürdig, einfühlsam und detailverliebt, wie ich es noch nie gelesen habe, aussergewöhnlich anrührend. Man möchte sich am liebsten ins Geschehen stürzen und diesen Kaninchen irgendwie helfen, was aber natürlicherweise nicht helfen würde. Das Buch lässt tatsächlich zudem den Gedanken zu, es könnte sich wirklich eine solche Geschichte auf dem dortigen Schauplatz zu einer bestimmten Zeit zugetragen haben, wenn man über Kleinigkeiten hinweg sehen kann. Es gelingt ihm auch enorm gut, den verschiedenen Kaninchen völlig individuelle Charaktere ein zu hauchen, die absoluten Identifikationsstatus haben. Dennoch heben sie sich aber von typischen Klischees ab. Das Buch ist keine Kinderlektüre und wurde definitiv für jung und alt geschaffen. Hier geht es um den ständigen Ueberlebenskampf, es ist eine Welt voller Verrat und Gefahren. Aber auch ein philosophisches Gefäss über Freundschaft, Treue, Mut und dem Willen, etwas zu verändern. Die Sprache des Buches kommt einfach daher, was aber in keinem Zusammenhang mit der Komplexität des Buches steht. Die Story ist gross, um nicht zu sagen episch. Die Kaninchen machen viel mit, entwickeln sich weiter, manche Sterben. Ereignisse überschlagen sich gerne und dramatische Wendungen sind hier an der Tagesordnung.

Fazit: Ich wurde von diesen Kaninchen von Anfang an bis zum traurigen Ende total in diese Welt hinein gesogen. Als Kind habe ich den sehr ordentlich gelungenen Trickfilm von Martin Rosen gesehen, der mich bis heute geprägt hat. Als ich von der Buchvorlage erfuhr, war eines für mich offensichtlich. Diesen Meilenstein kann ich mir nicht entgehen lassen.

Das Buch kann ich jedem allerwärmstens weiterempfehlen.
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