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am 6. Dezember 2001
In der Tat ist Blakharons Fluch ein Meilenstein in der Entwicklung der DSA-Reihe, sowohl was die Spannung als auch was das literarische Handwerk angeht. War es zunächst die Frage, ob es wohl gelingen könnte, einen Inquisitor zum Leben zu erwecken, die mich hat so neugierig werden lassen, dass ich das Buch gekauft habe, wurde ich von seiner Güte überrascht, sehr sogar.
Zum einen:
Es ist Alexander Wichert und Christian Thon gelungen, einen Roman zu schreiben, der auf vielerlei Arten unterhält: als spannender Abenteuerroman, als Krimi, als Geschichte eines Bannstrahlers, und ja, auch als Geschichte eines Inquisitors, der mehr ist als das übliche Abziehbild des uneinsichtigen Fanatikers. Ein Buch, das sich dazu auf viele Weisen lesen lässt und dennoch immer kurzweilig und spannend alle seine Leser unterhält, seien sie mit der Welt Aventuriens vertraut oder nicht. Wo sich den Rollenspielern durch bloße Erwähnung bestimmter Orte und Namen Nebenhandlungen auftun, findet sich dem geneigte Leser ohne dieses Wissen atmosphärische Dichte und spannende, vorwärtsgerichtete Handlung. Wo sich dem einen glänzende Unterhaltung bietet, mögen manche auch den Blick über den aventurischen Tellerrand auf unsere eigenen Geschichte werfen, ganz wie es einem jedem, ein jeder gefällt.
Zum anderen:
Stilistisch und technisch eine überaus positive Überraschung. Gefällig die Sprache, unaufdringlich, ganz der Handlung und der (ausgezeichnet angelegten, die Handlung voranbringenden) Figurenentwicklung untergeordnet, blättert sie uns Lesern die gut 270 Seiten von selbst um, auf denen sich Praiodan von Weißfels, Hauptmann der Bannstrahler, nicht nur der Versuchung stellen, sondern auch erkennen muss, wie nahe Wahrheit und Trug beieinander liegen können.
Schließlich noch:
Dieser 60ste DSA-Roman verspricht viel gute Unterhaltung auch für die Zukunft, und er ist sicher dazu angetan, die Ungeduld groß werden zu lassen, mit der man auf die nächsten Bücher der Autoren warten muss, aber nicht nur dieser Autoren, sondern auch auf die zukünftigen Bücher der ganzen Reihe, wenn es der Redaktion gelingen sollte, dieses Niveau zu halten. Ich jedenfalls werde dann fleißig weitere Romane kaufen.
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am 20. November 2001
Praiodan ist Bannstrahler, Mitglied des Ordens, der Praios, dem Götterfürsten, mit dem Schwert dient und die Magie hasst. Er ist der beste Ausbilder des Ordens, beherrscht den Schwertkampf so sicher, wie seine Gefühle. Für ihn gibt es Regeln - die Regeln seines Ordens - und Gehorsam. Er weiß, was Recht und Unrecht ist.
Früher hieß er Firunian, bis sein Vater ihn wegen eines Streites zusammenschlug und ihn mitten im Winter aus der Burg warf, so dass er in der Kälte beinahe erfroren wäre. Seitdem hat er keinen Kontakt mehr mit seinen Verwandten, seine Heimat ist der Bannstrahl.
Sein Bruder Kirian wurde Magier und seit Jahren hat Praiodan keinen Kontakt mit seinem Bruder mehr. Doch eines Tages erhält der Hochmeister des Ordens die Meldung, dass ein Schwarzmagier sein Unwesen treibt. Er beauftragt Praiodan, ihn aufzuspüren und entweder zu töten oder gefangen zu nehmen, damit er auf dem Scheiterhaufen stirbt. Von dem Schwarzmagier gibt es eine Personenbeschreibung und vieles deutet daraufhin, dass es Kirian ist.
Mit zwölf Soldaten und seinem Schüler und Freund Sandres macht sich Praiodan auf, dem Schwarzmagier das Handwerk zu legen. Mit dabei ist die Elfe Silanandra. Elfen sind magische Wesen, die Elfe ist obendrein eine Frau und Bannstrahler dürfen nicht heiraten. Nicht nur Sandres hasst diese Elfe, nicht nur Sandres zieht diese Elfe an. Bald scheint nichts mehr so sicher für Praiodan, wie er dachte.
Ein Fantasymärchen, das in der Welt Aventurien spielt, aber keine Märchenwesen, sondern lebende Menschen beschreibt, ihre Wünsche, Hoffnungen; wie sie scheitern und sich verändern und wie sich daraus eine Geschichte entwickelt, ebenso spannend wie glaubhaft geschrieben und weit weg vom Herrn der Ringe Abklatsch oder Conan der Barbar Doppelgängern. Einfach lesenswert!
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am 29. Dezember 2001
Blakharons Fluch sticht aus der Reihe der DSA-Romane hervor wie ein Diamant zwischen Kieselsteinen.
Der Leser wird von der ersten Seite an vom Schicksal des Hauptcharakters gefesselt, was auch bei den übrigen Figuren zutrifft. Es gibt keine "Nebendarsteller", die nur als schmückendes Beiwerk dienen. Alle Charaktere sind liebevoll ausgestaltet.
Vor allem stilistisch ist Blakharons Fluch ein Kleinod unter den Fantasy-Romanen. Dieses Buch setzt in der DSA-Reihe völlig neue Massstäbe. Die Autoren haben bewiesen, dass Literatur, die dieser Sparte angehört nicht "trashig" sein muss.
Alexander Wichert und Christian Thon erzählen eine nicht alltägliche Geschichte mit einem ganz und gar nicht alltäglichen Helden. Einen Bannstrahler mit Herz und Verstand zur Titelfigur eines DSA-Romans zu machen ist eine faszinierende Idee, die nicht nur zündete, sondern ein Feuerwerk an Überraschungen aufleuchten lässt.
Auch DSA-Unkundige, die Spass an guter Fantasy-Literatur haben, kommen bei diesem Roman mehr als auf ihre Kosten.
Ein DSA-Roman gleicher Qualität wäre eine Bereicherung für die gesamte Reihe und würde auch mich zum Kauf eines zweiten Romanes verführen.
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am 19. November 2001
Die DSA-Reihe galt lange als ein Pool von qualitativ sehr unterschiedlichen, größtenteils sehr schwachen Fantasy-Geschichten. Zwar war ich schon immer der Meinung, daß diese Reihe gerade Neuautoren die einmalige Chance gibt ihr Talent einem größerem, und teilweise sehr kritischen, Publikum zu stellen, doch bisher war kaum Talent zu entdecken. Gibt es in Deutschland keine guten Autoren? Keine talentierten Neuentdeckungen? Doch, es gibt sie und das beweisen Alexander Wichert und Chritian Thon hier erstmals auf wirklich beeindruckende Art und Weise. Figuren und Story haben für diese Reihe ungewohnten Tiefgang, sind keine Pappkameraden in der X-ten vorhersehbaren 08/15-Queste. Hier lugt an allen Ecken und Enden etwas heraus, was ich in dieser Reihe immer vermisst habe: wirkliches Talent.
Dieses Buch ist meiner bescheidenen Meinung nach Furios und ich denke, die Namen der Autoren sollte man sich merken, da man mit Sicherheit noch von ihnen hören wird.
Hut ab, ich bin schwer beeindruckt.
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am 8. Januar 2002
Ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis, welches uns die beiden "Neulinge" im DSA Autorenteam vorlegen. Eine größtenteil spannende Story, die recht solide geschrieben ist. Einziges Manko ist für mich das Ende, denn dort wollten die beiden Autoren offensichtlich zuviel des guten und verwirrten den Plot ein klein wenig, so das es für manchen Leser eventuell etwas undurchschaubar wird.
Aber dennoch, vier Sterne und ein rundumgelungenes Buch!
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am 29. November 2001
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an beide - ich habe das Glück, beide Autoren zu kennen. Ein interessantes Erstlingswerk, das Appetit auf mehr macht. Und außerdem einmal die Bannstrahler - wer mag diese Personengruppe bei DSA schon - in den Mittelpunkt des Geschehens rückt.
Lange Rede, kurzer Sinn: macht weiter so ihr beiden. Ich werde es gerne lesen, was ihr sonst noch schreiben möget.
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am 21. Januar 2002
Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erforden andere Formen der Literatur als häusliche Mußestunden, das zeigen schon die Auslagen der Bahnhofsbuchhandlungen. Die Texte müssen leicht zu lesen sein, sollten keine weitschweifigen Dialoge oder Exkurse zu hochgeistigen oder politischen Tehmen enthalten, und zugleich sollten sie - zumindest in meinem Falle - ein Mindestmaß an Lesevergnügen in Stil und Erzählweise verschaffen.
Erstaunlicherweise tat es dieser Roman aus einer Serie, um die ich normalerweise einen Riesenbogen mache. Hier taumeln nicht, wie so oft, ein paar beliebige Stereotypen durch einen ihnen aufgezwungenen Plot, sondern die Handlung erschließt sich aus den Charakteren, ihren Konflikten und Problemen. Natürlich muß die Reisegruppe dieses "Fantasy road movies" bestimmte Typen umfassen, die das Amalgam aus Tolkien und Zimmer Bradley erzwingt, welches vorgeblich der aventurischen Welt zugrundeliegt. Natürlich haben wir es mit Feuerwerks-Magie und einer Ritterromantik à la Sir Walther Scott zu tun. Aber es läßt sich wunderbar lesen, weil hier zwei Leute am Werk sind, die etwas vom Geschichtenerzählen und vom Schreiben verstehen.
Fazit: lesenswert - Könnte glatt sein, daß Alex Wicherts "Sand und Blut" der zweite DSA-Roman sein wird, den ich mir zulegen werde.
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am 22. Januar 2002
Nach dem Motto "Alle Macht der Dummheit! Nieder mit der Intelligenz!" geschrieben, verfügt die Geschichte weder über geistigen Tiefgang, noch über liebevoll ausgearbeitete Charaktere, wie man sie ja oft genug von anderen DSA-Autoren gewöhnt ist. Auch das Thema ist ein ziemlich alter Hut und hat schon mehr als eine bessere Verschriftlichung gesehen. Schade um das Geld und vor allem um die investierte Zeit, da man sich immerhin über mehr als 250 Seiten quälen muß um zum Ende zu gelangen.
Leider gibt es in diesem System keine negativen Sterne, die Höchstzahl der selbigen wäre wohl angemessen.
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