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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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4,6 von 5 Sternen


am 17. Oktober 2015
Dieses Buch hat mir sehr geholfen, die komplexen Zusammenhänge des Themas zu verstehen. Die schiere Menge an eindrücklichen Beispielen zeigt, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Der Transport von Lebewesen, ob gewollt oder nicht, birgt gewaltige Risiken. Was wir heute schon an Problemen erleben, ist bestimmt noch harmlos im Vergleich zum Zerstörungspotenzial der vielen noch schlummernden Arten, deren Invasion eines Tages mit unvorstellbarer Kraft ausbrechen wird.
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am 1. Oktober 2017
17 Jahre ist es her, da erschien von Bernhard Kegel die erste Ausgabe „Die Ameise als Tramp“. Jetzt wurde das Buch von ihm aktualisiert und im Dumont Verlag neu aufgelegt. Warum? Ganz einfach, weil das Problem der invasiven Arten aktueller nicht sein könnte. Am 24.8. 2017 berichtete der Tagesspiegel von nordamerikanischen Krebsen (Procambarus clarkii), die zur Überraschung der Passanten über die Straßen der Berliner Innenstadt wanderten, um nach neuen Gewässern zu suchen. Am 28.9.2017 meldete die Süddeutsche Zeitung, wie japanische Meerestiere auf Plastikteilen, die durch den Tsunami von 2011 massenhaft ins Meer gespült wurden, innerhalb eines Jahres die amerikanische Küste bei Oregon erreichten.

Zwar wanderten Arten schon immer, besiedelten neue Ökosysteme, entwickelten sich in der fremden Umgebung weiter und verdrängten andere Arten, aber noch nie war es für sie - begünstigt durch menschliche Hilfe - so einfach. Das Fatale daran: Gelingt es einer eingewanderten Art sich in der fremden Umgebung einzurichten und zu vermehren, kann das verheerende Folgen für die heimische Artenvielfalt haben. Und das schlimmste daran. Trotz aller Anstrengungen ist es so gut wie nie möglich, diese Einwanderungen rückgängig zu machen. Neben dem immer größeren Landbedarf des Menschen, der Umweltverschmutzung und unserer hemmungslosen Jagd und Überfischung ist die von uns verursachte Verschleppung von Arten in fremde Umgebungen ein weiterer wesentlicher Grund für das weltweit zu beobachtende Artensterben.

Es ist ein großer Verdienst von Bernhard Kegel, dass er mit seinem Buch „Die Ameise als Tramp“ diesen Vorgang mit zahlreichen aktuellen und historischen Beispielen dokumentiert und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht hat. Hinzu kommt, dass er zu den wenigen deutschsprachigen Autoren gehört, die komplizierte Sachverhalte für jeden verständlich und spannend erzählen können. Für jeden, der sich für Biologie interessiert ist dieses Buch ein muss. Dies gilt übrigens auch für alle anderen Bücher dieses sehr vielseitigen Autors.
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am 16. Dezember 2013
ich habe "epigenetik" von Bernhard Kegel verschlungen und daher auch zu diesem Buch (Kindle Edition) gegriffen.
Leider ist hier wahrscheinlich mit heißer Feder gestrickt worden, so dass oftmals nicht klar ist, worauf der Autor eigentlich hinaus will, bzw. man erkennt den Wald (die Botschaft) vor lauter (Beispiel-)Bäumen nicht.
Zum Inhalt:
Es wird sehr deutlich gemacht, dass invasive Species oftmals unbeabsichtigt oder aus hedonistischen Motiven oder aus Unbedacht eingeführt wurden und werden. Wenn ich alles richtig verstanden habe, sorgt der unumkehrbar immere globalere Personen- und Warenverkehr dazu, dass endemische Lebensgemeinschaften höchstens hinter Stacheldraht und unter Einsatz von martialischen Methoden überleben können. Schlag auf Schlag kommen die Beispiele, in jedem neuen Kasten lauert ein weiterer Anschlag auf die geballte Ignoranz von einem naiven Naturromantiker, der ich war, bevor ich dieses Buch gelesen habe.
Es bleibt leider im Wesentlichen auch bei dieser Aufzählung. Vermisst habe ich außerdem eine vertiefende Darstellung der Vorteile der Erhaltung der endemischen Lebensgemeinschaften. Herr Kegel bleibt hier sehr unparteiisch. Da hätte ich mir gewünscht, dass das Buch etwas mehr z.B. auf den Verlust besonderer Stoffwechselleistungen eingeht und auf bereits erhaltene Einsichten in evolutionsbiologische Vorgänge anhand der Invasionshistorie.
Es mag sein, dass Lösungsvorschläge natürlich Mangelware sind, einiges Interessantes wird angesprochen. Völlig unverständlich aber: Zum Ende fällt dem Autor als Lösungsvorschlag plötzlich ein, auf der Gentechnik herumzutrommeln. Keiner der bis zu diesem Zeitpunkt beschriebenen Problematiken hatte irgendetwas mit Gentechnik zu tun. Darüber hinaus frage ich mich, ob ich in einem anderen Deutschland wie Herr Kegel lebe, da er offensichtlich findet, dass völlig kritiklos Gentechnik überall befürwortet wird. In den Zeitungen stehen täglich neue Verbote von Gentechnik. Da sehe ich leider ebenfalls einen gewissen "Fundamentalismus" (Kegel) am Werk. Zumal einem Experten wie Herrn Kegel durchaus bewusst sein müsste, was Gentechnik grundlegend von allen beschriebenen Invasionsgeschichten unterscheidet: Bei Gentechnik geht es um die Veränderung bestehender Arten und nicht um die Einführung von neuen Arten, gentechnische Veränderungen sind von Wissenschaftlern herbeigeführt und eben nicht von Jägervereinen oder Politikern usw.
Dies schadet diesem ansonsten lehrreichen Buch beträchtlich, daher nur zwei Sterne.
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am 27. Januar 2017
Die Zeiten ändern sich, auch die Insekten haben den Komfort entdeckt. Die Ameise des 3. Jahrtausends muss gar nicht mehr selbst laufen, sie reist mittlerweile ganz bequem im Gepäckraum. Allerdings geht es in dem Buch „Die Ameise als Tramp“ von Bernhard Kegel nicht nur um das Reiseverhalten von Ameisen. Was sich eigentlich nach einer witzigen Neuauflage des Gedichtes von Joachim Ringelnatz anhört, ist ein äußerst interessantes aber auch bedrückendes Sachbuch über Invasionsbiologie. Mit Hilfe moderner Verkehrsmittel wandern Tiere und Pflanzen immer leichter in neue Länder oder gar Kontinente ein oder werden dort gezielt eingeführt.

Wenn Menschen nicht ohne Fiffi, Bello und Mieze auswandern wollen, geschieht eben schnell ein Unglück. Da wird eine zoologische Sensation, also die letzte überlebende Population des flugunfähigen Neuseelandschlüpfers (der sicherlich dem Namen nach ganz bezaubernd aussah) von der Katze des Leuchtturmwärters vertilgt. Immerhin konnte er ihr noch elf zerfledderte Exemplare aus dem Maul reißen, die dann für ein Museum wieder notdürftig zusammengeflickt werden konnten. Da kann man wenigstens seinen Kindern noch zeigen, was man ausgerottet hat.
Eingeschleppte Tierarten dürften ja das bekannteste Beispiel für die Zerstörung von Ökosystemen sein. Jeder kennt die Kaninchenplage in Australien, die rote Feuerameise in Amerika und den Victoriabarsch in Afrika (siehe auch Darwins Alptraum). Jedoch ist der Mensch äußerst kreativ und hat auch jenseits der bekannten Katastrophen viele Wege gefunden, Ökosysteme zu zerstören.
Zudem gibt es dann noch die gezielte Ausrottung aus den verschiedensten Gründen. Bekannt geworden ist der zutrauliche Dodo, der von spanischen Seefahrer unter anderem wegen seiner Häßlichkeit einfach erschlagen wurde. Aber das ist lange her- und wen interessiert das auch. Der Dodo hat schließlich seinen Kampf ums Überleben hinter sich und ruht nun in Frieden. Ist doch eigentlich beneidenswert. Und für einen Gag bei Ice Age ist der komische Vogel ja immer noch gut. Wäre da nicht die Lücke im Ökosystem geblieben...
Ein weiterer Aspekt Bernhard Kegels wunderbarem Buch ist das gottgleiche Wühlen in den Genen. Mit dem Vorsatz, eine amerikanische Super-Honigbiene zu kreieren, hat es der Mensch doch nur zu der sehr bekannten Killerbiene gebracht. Wieso Maja und Willi dazu wurden, zeigt Bernhard Kegel sehr schön auf und würzt das Ganze mit noch etwas vor Bienengift tropfenden Horrorgeschichten. Es wäre sicherlich besser, wenn die Krone der Schöpfung ihre geldgeilen Finger aus dem Genpool der Schöpfung lassen würde. Auch genmanipulierte Pflanzen dürften noch einige Überraschungen für uns bereithalten.
Doch auch die Verbreitung von nicht einheimischen Pflanzen und Bäumen wirkt sich meist immer katastrophal aus. Auch wenn das Blumenliebhaber in Hinblick auf ihre hierzulande schädlingsresistenten Pflanzen bestimmt nicht gerne hören möchten. Den einheimischen Insekten schmecken eben weder Forsythien noch das Japanische Springkraut. Vor allem letzteres verdrängt völlig unbeschadet andere Pflanzen und läßt somit Scharen hungernder Käfer sterben, die dem Kraut nicht trauen. Alles ist saftig grün und nichts ist eßbar. Es ist, als hätte man einen voll gedeckten Tisch mit Plastikobst und Styropor-Braten.
Die fremdländische Pflanzenvielfalt habe ich bis jetzt ja gar nicht bemerkt. Nach der Lektüre von "Die Ameise als Tramp" gehe ich aber nun mit ganz anderen Augen durch meine Heimatstadt Berlin und ich blätterte in Baumschulenkatalogen. Leider scheinen Keglers Angaben zu stimmen. In Deutschland werden ca. 3300 (!) Baum- und Staucharten kultiviert. Und nur 160 davon sind einheimisch. Da bekommt da Wort „Großstadtdschungel“ doch gleich eine ganz andere Bedeutung.
Mit, im wahrsten Sinne des Wortes, unheimlich vielen Fallbeispielen, gespickt mit historischen Belegen, wird das Buch auf keiner einzigen Seite langweilig. Da werden Hintergründe wissenschaftlich beleuchtet, Zusammenhänge anschaulich erklärt und leider auch noch betont, daß eigentlich schon alles zu spät ist. Letztendlich bleibt einem da nur noch die Zuflucht in den Sarkasmus, und den beherrscht der Autor in Vollendung. Die „Ameise als Tramp“ ist bitter, unterhaltsam aber auch ungeheuer faszinierend. Wer sich also mal wieder richtig deprimieren lassen will oder kurz davor steht, seine ungeliebte Schnappschildkröte aus falschem Mitleid statt in die Suppe in den nächst besten See zu werfen, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.
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am 23. Juni 2003
So irgendwie wissen es die meisten von uns: Tiere irgendwo einzupacken und woandershin zu bringen, ist keine gute Idee. Daß sie manchmal gradezu katastrophal und vor allem in ihrer Tragweite nicht vorher zu überschauen ist, weiß man spätestens nach Lektüre dieses Buches. Wissenschaftlich fundiert, aber allgemeinverständlich und interessant geschrieben. Selbst beim Blick auf die Wegesränder mit den vielen bunten Blumen drückt die Magengrube: So viele sind nicht da heimisch, wo sie gefunden werden. Was das bedeuten kann, steht in dem Buch und soll von mir hier nicht wiederholt werden. Jeder Naturfreund sollte es zumindest mal ausgeliehen haben.
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am 10. April 2001
Bei dem Begriff Ökologie denkt so mancher an Muesli oder Biogemüse. Es handelt sich aber um einen Zweig der Biologie, der sich mit Lebensräumen, ihrer Flora und Fauna und deren gegenseitigen Abhängigkeiten befasst. Kegel beschreibt in seinem Buch, wie sich solche Lebensräume unter dem Einfluss des Menschen verändern. Ein Schwerpunkt ist die Ökologie von abgetrennten Systemen (Inseln im Meer), auf denen sich in vielen Jahrtausenden einzigartige Tiere und Pflanzen ungestört entwickeln konnten. Mit dem Auftauchen des Menschen und seiner Begleiter (Ratten, Katzen, Schlangen, Pflanzensamen) kommt das Gefüge durcheinander. Die eingeschleppten Arten vermehren sich ungehindert und verdrängen einheimische Arten. Solche Systeme verarmen ökologisch, ihre Vielfalt verringert sich. Kegel macht klar, warum solche Vorgänge auch ein Verlust für uns Menschen bedeuten. Er beschreibt aber auch Vorgänge, die sich in unseren Stadtbiotopen abspielen, nämlich das massenhafte, absichtliche Einführen von Pflanzen, die hier ursprünglich nicht heimisch waren. Viele Dutzend Baum- und Straucharten wurden importiert und schafften irgendwann den Sprung aus Gärten und Parks in die freie Natur, wo sie sich u. U. zu Plagen entwickeln können. Auch wenn solche "Neophyten" schön anzusehen sind (z.B. Robinie oder Forsythie), so finden sich auf diesen Pflanzen bedeutend weniger Insektenarten als bei einheimischen Pflanzen - auch hier tritt also eine ökologische Verarmung ein. Im letzten Teil des Buches geht der Autor ein auf einen wissenschaftlichen Ansatz, der zu erklären versucht, wie solche "invasiven" Vorgänge ablaufen und wie der Mensch gegensteuern kann. Dieses Buch kann dem interessierten Leser helfen zu begreifen, wie einzigartig schön unsere Welt ist und wie zerbrechlich und schützenswert gleichermaßen. Ein tolles Buch!
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am 7. April 2001
Es geht um mitreisende Reptilien und Insekten im Flugzeug, um Fischwanderungen durch den Suez-Kanal, um transkontinentale Kreuzungsexperimente anhand von afrikanischen Bienenschwärmen in Nordamerika, um die Folgen von "Turtle"-Serien im Fernsehen für die Verbreitung von Schildkröten, um die Umgestalung der Flora und Fauna Neuseelands durch europäische Arten und umgekehrt und natürlich auch immer wieder um ausgestorbene und bedrohte Tierarten. Vor allem untersucht der Autor die spannende Frage "Was ist eigentlich (noch) einheimische Flora und Fauna ?" Aufgrund der erstaunlichen Anpassungsfähigkeiten der Arten geht die Tendenz auch hier zur Globalisierung mittels Invasion. Für Biologen ist das Ganze wohl zu populärwissenschaftlich, für neugierige Leser sehr abwechslungsreich. Immer wenn man das Buch wieder zum Weiterlesen zur Hand nimmt, kann man sich darauf verlassen, wieder in ein völlig neues Gebiet eingewiesen zu werden. Zur Veranschaulichung sind an den Rand der Seiten aktuelle Zeitungsmeldungen (z.B. über Piranhas in französischen Gewässern) eingefügt. Das wirkt etwas zu überladen, stört aber auch nicht weiter.
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am 7. November 2003
Biologische Invasionen gefährden die Artenvielfalt, vor allem in unseren gemäßigten Zonen, die ohnehin nicht sehr artenreich sind. Erschreckend ist vor allem die Gedankenlosigkeit und Unvorsichtigkeit, mit der biologische Invasionen von Menschen erzeugt werden. Denn fast immer beginnt eine biologische Invasion mit menschlichen Fehlverhalten, so daß Tiere oder Pflanzen, die in ihrer heimatlichen Umwelt eher unauffällig sind, sich in der Fremde fast ungebremst ausbreiten und einheimische Arten verdrängen können. Ein aktuelles Beispiel ist der Ochsenfrosch. Das Buch bietet einen guten Überblick der biologischen Invasionen und regt an, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.
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am 15. Oktober 2015
Wer sich für das Thema interessiert, ist damit gut beraten. Gut geschrieben, gut zu verstehen.
Seitdem sehe ich unsere Natur mit anderen Augen.
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