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Kundenrezensionen

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am 21. Juli 1999
Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht! Was David Sedaris da aufs Papier gebracht hat, ist unvergleichlich! Die 17 autobiographischen Episonden erzählen von Davids Kindheit, seiner frühen Erkenntnis seiner Homosexualität und den exzessiven Erfahrungen am College. Besonders das Kleinstadtflair und die Geschichten über seine Schwestern sind mehr als beeindruckend beschrieben. Die ungenierte Offenheit, mit der Sedaris erzählt, ist erfrischend. Zwischen der vermeidlichen Kleinstadtidylle und dem Collegeleben passieren noch unzählige Events wie Hochzeiten, Todesfälle, Sex, Drogenräusche und Selbstfindung. Schon nach wenigen Episoden ist einem schwindlig von dem Tempo des Autors. Wer wie ich in den Genuß einer Lesung des Autors kam, kann bestätigen: Der Kerl ist wirklich so. Nämlich so witzig, charmant, einfühlsam, bösartig und ganz einfach hinreißend! In vielen Passagen erinnert sein Humor an den von Richard Brautigan oder T.C. Boyle! Wer die beiden für die Götter des Olymp hält, wird hier einen Gefolgsmann für das Duo entdecken! Unbedingt lesen! Und weitersagen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 27. August 2000
Ein grandioses Buch voller tragischer Komik. Ich konnte auch beim drittmaligen Lesen noch Neues entdecken.
Hitchhiking - David Sedaris trampt von einem Bundesstaat zum anderen und erzählt den Leuten die sich seiner erbarmen die fantastischsten Geschichten über sein Leben. Und genau wie sie kann sich auch der Leser nie ganz sicher sein: Ist das noch die maßlos übertriebene Wahrheit oder schon die reinste, frechste Lüge?
Sedaris erzählt nicht einfühlsam sondern hart, ungeschminkt und zynisch. Doch genau das (und natürlich seine großartige Sprache) macht ihn und seine Geschichten so sympathisch. Durch diesen Stil versucht er eine große Menschenliebe zu verbergen, was nicht immer ganz klappt - denn ganau dadurch (und nicht durch tränendrüßen-drückende, kitschige Abhandulngen über kleine und große Schicksale) verrät er sich und seine Liebe zu den Menschen.
Ein großes Lob auch dem Übersetzer Harry Rowolth: ohne sein Gespür uns sein Talent wäre das Buch in der deutschen Übersetzung nicht zu diesem Meisterwerk geworden.
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am 19. März 2007
Der in einer amerikanischen Familie griechischer Herkunft aufgewachsene David Sedaris erzählt wahrlich skurrile Episoden aus seiner Kindheit. Im Laufe der Geschichten wird aus dem kleinen David ein großer, aber niemals ein erwachsener David. Aber Sedaris macht das nicht auf die herkömmliche selbstverherrlichende Autobiographie-Manier, sondern nimmt alles Mögliche auf den Arm, am meisten sich selbst. Das beginnt mit der Beschreibung seines Ticks als kleiner Junge, der ihn dazu zwang auf den paar hundert Schritten von der Schule bis nach Hause mit der Zungenspitze auf jeden Fall alle Lichtschalter zu berühren (obligatorisch) oder bestimmte andere Punkte, wie den Gartenzwerg in Nachbars Garten (optional). Nicht weniger verschroben ist der Rest der Sedaris-Familie, da sind Davids Schwestern, die nicht "Puppenhaus und Puppenfamilie" spielen, sondern sich auf Puppenpsychotherapie und Puppenrehabilitation spezialisieren. Von ungefähr kommt das mit der Verrückheit der Kinder nicht, die Eltern stehen Ihnen in nichts nach, da ist der golffanatischeVater, der immer alles besser weiß, u.a.:

"'College ist das Beste, was dir je passieren kann', pflegte mein Vater zu sagen, und er hatte Recht, denn dort entdeckte ich die Drogen, das Trinken und das Rauchen."

Nicht alle 17 Geschichten sind auf demselben Niveau, aber der Großteil ist wirklich bei der Lektüre als Zwerchfelltraining geeignet. Aber auch traurige Familienanlässe, wie die Erkrankung der Mutter an Lungenkrebs, vermittelt Sedaris ganz raffiniert: hier schafft er es gerade in der Kurzgeschichte "Asche" die Unzulänglichkeit der Familienmitglieder mit der Krankheit umzugehen, auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln.

Hervorzuheben ist die sprachlich wunderbare Übersetzung des "enfant terrible" Harry Rowohlt.

Wer an "Nackt" Gefallen findet, dem sei auch "Ich ein Tag sprechen hübsch" von David Sedaris empfohlen.
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am 20. Dezember 1999
Dieses Buch ist einfach witzig ! Die autobiographischen Stories haben keinen Sinn und sie haben sicherlich nicht die Aufgabe einer Therapie für den Autor gehabt, indem er sich Probleme von Coming-Out oder Familie von der Seele reden konnte. Sedaris nimmt in einer wunderbar spritzigen, satirischen Art, die an die "Simpsons" erinnert, seine Familie, sein schwules Coming-Out und den ganz alltäglichen amerikanischen Traum auf's Korn. Die Geschichten sind von Sedaris' unnachahmlich kommentiert und erzählt, und ich musste beim lesen immer und überall laut lachen (ich weiß nicht was die Leute in der U-Bahn bei meinen Lachattacken wohl dachten...). Wen also Briefkasten-leckende Grundschüler, Dildosammlungen und Nudistenvereine nicht abschrecken kann sich auf besten amerikanischen Humor freuen. Ich habe das Buch übrigens im Original gelesen, es war wirklich nicht allzu schwer geschrieben, und wer einigermaßen Englisch lesen kann, sollte das Buch im Original lesen, denn da kommt die herrliche Sprache nochmal so witzig und wunderbar pointiert rüber. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 25. April 2016
Die Geschichten sind tatsächlich meist ganz ulkig, und dass sie sich überwiegend ums Schwulsein, Tics und Sedaris' "gräko-amerikanische" Mischpoke drehen, stört auch nicht weiter. Als Faustregel kann man allerdings merken: je länger, um so weniger unterhaltsam. Sedaris kann keine Schlüsse schreiben. Oftmals labert er einfach bis ins Aschgraue weiter und bricht dann abrupt ab. Ein beherzt kürzender Lektor hätte hier sicherlich noich einen Stern mehr herausschlagen können.
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am 6. April 1999
David Sedaris ist es auf brillante Weise gelungen, in 17 faszinierenden Geschichten seine Kindheit und Jugend in einer nicht alltäglichen amerikanischen Familie zu schildern. Wenn man so früh wie Sedaris erkennt, daß man homosexuell ist, hält das Erwachsenwerden im puritanischen Amerika eine Menge Überraschungen bereit. Seine Erinnerungen sind voller Ironie, treffender Betrachtungen der amerikanischen Seele und strotzen vor Komik. Der Stückeschreiber, Autor und Kolumnist, der nach seiner Odyssee quer durch die USA heute in New York lebt, hat mit "Nackt" einen Volltreffer gelandet. Von der ersten bis zur letzten Geschichte läßt einen dieses Buch nicht mehr los und man kann sich an vielen Stellen nicht dagegen wehren, laut los zu lachen. Ein "Muß" für jeden, der einen Blick hinter die Familienkulissen des heutigen Amerika werfen will und sich wieder einmal - wie schon bei Frank McCourts "Die Asche meiner Mutter" - an der kongenialen Übersetzung Harry Rowohlts laben will. Bravo!
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am 3. August 2002
Dieses Buch ist nicht jedermann's Sache, wie man an den vorhergehenden Rezensionen sieht. David Sedaris erzählt in Kurzgeschichten Episoden aus dem Leben einer griechisch stämmigen Familie in New York.
Die Geschichten sind teilweise skuril und haben einen geradezu absurden Humor. Für alle, die auf schrägen Humor schwören und sich auch einmal an Unterhaltung ohne Tiefgang erfreuen können, ist dieses Buch ein Gewinn. Ansonsten: besser die Finger davon lassen!
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am 10. August 2004
Nachdem ich Me Talk Pretty One Day von David Sedaris gelesen hatte, war ich von seinem Erzählstil und seinem Humor sehr angetan. Ganz hat Nackt dann meine Erwartungen nicht erfüllt, doch im großen und ganzen sind auch hier die Geschichten sehr witzig. Der Humor ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, denn großteils ist Sedaris sehr sarkastisch, nicht zimperlich und auch nicht politisch korrekt. Ich finde jedoch gerade die Ehrlichkeit der genauen Beobachtungen und den Witz, der sich aus ebendiesen und einem oft brutal erscheinenden Alltag ergibt, sehr ansprechend. Manchmal ist mir aber das Lachen auch im Halse stecken geblieben. Alles in allem empfehle ich dieses Buch als Lektüre weiter, muss jedoch auch dazusagen, dass ich jedem, der des Englischen mächtig genug ist, die Originalversion ans Herz lege. Nicht nur, dass das Original fast immer besser ist, auch hat mich in diesem Fall relativ oft die deutsche Übersetzung vor den Kopf gestoßen, weil sie viele Grammatikfehler und sehr seltsame Übersetzungen enthält. Letztere konnte ich nicht als kluge Übersetzung von Sedaris' eigenem ironischem Stil empfinden, sondern bloß als aufgesetzt, deplaziert, missverstanden oder irrig wortwörtlich übernommen. Teilweise mag das mit dem bundesdeutschen Umgangston zusammenhängen, den der Übersetzer gewählt hat und der mir (als Österreicherin) teilweise fremd erscheint, doch teilweise habe ich die Übersetzung als einfach fehlerhaft gelesen.
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am 6. August 1999
Wieder ein Buch, das ich mir auf eine Empfehlung von Amazon.com bestellt habe. Der Besprecher klang so, als sei Sedaris die größte Endeckung unter humorvollen Autoren seit geschnittenem Brot. Das ist meiner Meinung nach etwas hoch gegriffen; spaßig ist es aber schon. Ich schätze, amerikanische Autoren sind einfach nicht so lustig wie britische. Ich habe Sedaris zwischen (einem schwächeren) Terry Pratchett und Ben Elton gelesen und da kommt er leider nicht mit. Er erzählt episodisch Geschichten aus seinem Leben, vieles über seine halb-griechische, halb-WASP-Familie, einiges über seine offensichtlich wilden Zeiten auf dem College und später. Viele von den Geschichten sind absurd bis abstrus, aber gespickt mit treffenden Einsichten über die amerikanische Kultur und die Leute. Vor allem, wenn er über seine Familie, primär über seine Mutter schreibt, wird es mitunter sogar anrührend, aber immer auf eine seltsam distanzierte Art. Überhaupt scheint dieser David Sedaris ein ziemlich seltsamer Typ zu sein - das macht es machmal etwas schwer, sich wirklich für seine Beobachtungen zu interessieren. Wenn ich mit einer anderen Erwartungshaltung an das Buch gegangen wäre, hätte ich vielleicht noch eine bessere Bewertung rausgehauen... aber für ein "funny book" war es nicht so der Hammer. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 26. Dezember 2001
Eines wird schon aus den vorliegenden Rezensionen deutlich: "Nackt" polarisiert; wobei ich eindeutig zu denen gehöre, die dieses Buch schlichtweg genial finden. Man muß diese Art von schrägem, politisch unkorrektem, unter der Gürtellinie beheimateten Humor mögen, um sich bei Sedaris totlachen zu können. Sedaris hat einen präzisen Blick für die alltäglichen Schwächen und bunten Neurosen von Menschen, überzeichnet sie ein wenig, würzt das ganze mit einem guten Schuß Situationskomik und schont dabei nichts und niemanden. Sein Spott trifft gleichermaßen Kinder, Behinderte, Haustiere und am meisten sich selbst. Dabei werden seine Sarkasmen nie abwertend oder destruktiv, sondern offenbaren einfach eine profunde Liebe zur Buntheit und Vielfältigkeit des Lebens.
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