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am 24. September 2000
Offensichtlich habe ich ein anderes Buch gelesen als meine werten Vorkritiker-ich möchte auch nicht ausschliessen, dass die Übersetzung vielleicht völlig daneben ist, aber die Charaktere blutarm und als stilistisch armselig geschildert zu beschreiben, dürfte der Ehre fast zuviel sein. Die als "surrealististisch" beschriebenen grafischen Versuche gegen Ende des Buches machen die Tatsache auch nicht mehr wett, so dass man sich fragt: Was soll das ? Hölzerne Charaktere, ein stümperhaften Handlungsverlauf, einen für die damalige Zeit vielleicht interessanten ESO-Ansatz und das war es. Im übrigen: Der Vergleich einer delikaten Rache eines Grafen von Monte Christo mit diesem stümperhaften Machwerk dürfte Dumas im Grab rotieren lassen.
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am 20. Februar 2018
Bester ist einer der in Fachkreisen meist angesehen und offenbar als einflussreich angesehenen Autoren.

Ich ging daher mit hohen Erwartungen an dieses, eines seiner 2 bekanntesten, Bücher heran. Leider eine Enttäuschung für mich auf ganzer Ebene. Sicher steckt eine Menge Ideen in dieser Geschichte, doch nichts davon ist meisterhaft auserzählt. Vielleicht liegt es auch ein wenig an der deutschen Übersetzung, doch auch sprachlich hat es mir in keiner Weise gefallen. Die Charaktere sind unsympathisch und unplausibel, die ganze Geschichte wirr und unsinnig.

Weder eine schöne Abenteuergeschichte noch mit tiefsinnigen Gedanken versehen, der Sense of Wonder kam für mich nicht auf.
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am 11. Juli 2015
Man merkt dem Werk überhaupt nicht an, dass es mittlerweile fast 60 Jahre (!) alt ist, so erfrischend und modern ist "Der brennende Mann", dem man ansieht, dass er zahllose Autoren inspiriert hat.

Im Mittelpunkt der - actionreichen und teilweise brutalen - Handlung steht die personifizierte Gefahr im Verzug: Gully Foyle. Seine Beurteilung bei der Handelsmarine lässt Foyle zunächst völlig unbedeutend und wertlos erscheinen:

"FOYLE, GULLIVER ' AS-128/127:006
AUSBILDUNG: KEINE
FÄHIGKEITEN: KEINE
LEISTUNGEN: KEINE
EMPFEHLUNGEN: KEINE"

Doch ein traumatisches Ereignis reißt ihn aus seiner Lethargie und verleiht ihm Größe; sein Antriebsmittel: Zorn und Rachegelüste. So begleitet der Leser Foyle auf seinem atemlosen Rachefeldzug quer durch das Sonnensystem.

Eine klare Leseempfehlung für Sci-Fi-Fans, aber auch für Liebhaber von actiongeladenen Büchern.
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am 11. Oktober 2013
Auf die oft vorgebrachte Kritik, Alfred Besters Figuren hätten keinen psychologischen Tiefgang und die Handlung zu künstlich, hat Großmeister Bester bereits vor Jahrzehnten in einem Interview geantwortet: „Ich will sie [die Leser] nur unterhalten. Wenn sie eine Sache von mir gelesen haben, sollen sie sagen, Herr im Himmel, wow, hey, verrückt! Und dann sollen sie ihren Alltagsgeschäften nachgehen, wie immer.“

Und wie *Der Brennende Mann unterhählt*: Gully Foyle wird nach der gelungenen Flucht aus seinem havarierten Totenschiff auf Terra in das tiefste Gefängnis Frankreichs gepfercht, er bringt ein Asteroidenvolk durcheinander, ist Direktor eines jauntenden Riesenzirkusses, legt sich mit dem alles beherschenden chinesischen Geheimdienst und dem Oberhaupt des mächtigsten Industrie-Clans an, überfällt eine religiöse Marskolonie, zerbricht Frauenherzen und verliebt sich, entscheidet den Ersten Sonnensystemkrieg, wird zum Übermenschen uvm. Bester zieht noch schneller als Philip K. Dick, wie Salven aus Comic-Bildern knallt seine Story nach vorne, zusammengehalten nur vom Hassgedanken Foyles auf Rache für die im Weltraum erlittene Grausamkeit.

Das alles auf 260 Seiten. Kein Wunder also, dass für feinfühlige Mätzchen und intellektuelle Exzesse kein Platz mehr ist. Macht nichts, Bester steht drauf und Bester ist drin. Da ist kein Wort zuviel und keines zuwenig. Ich bin jedenfalls nach dem Lesen beschwingt zu meinen Alltagsgeschäften zurück.
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am 28. Dezember 2000
Für mich ist dieses Buch ein Musterbeispiel für brillante Trivialliteratur, wobei "trivial" natürlich nicht gleichbedeutend mit "schlecht" ist. Es erinnert an einen bunten Comic-Strip; Handlung, Charaktere, Ambiente, Einfälle wirken leicht ins Groteske überzogen, es hat Tempo und ist abwechslungsreich.
Es gibt nur sehr wenige Bücher, die der Literatur, hier speziell dem SF-Genre, neue Impulse zu geben vermochten (ob einem selbst diese nun gefallen oder nicht), dieses ist eins davon. Bester brennt ein Feuerwerk neuer Ideen ab (Erscheinungsjahr 1956!), die mit Sicherheit eine Unzahl anderer Autoren beeinflusst haben; er ist a) originell und b) nicht langweilig. Somit hat er gegenüber Dumas mit seinem Monte Christo-Grafen (an den die Handlung des Buches angelehnt ist) schon mal in zwei Punkten die Nase vorn.
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am 21. Januar 2005
Nachdem die Menschheit zufällig das Geheimnis der Teleportation durch Gedankenkraft, das "Jaunten", entdeckt, verändert sich auf der Welt so ziemlich alles. Transportfahrzeuge dienen nur noch als Statussymbol und wer sein Haus vor Einbrechern schützen will, der muß sich schon was einfallen lassen.
Nur die Reichweite ist noch recht begrenzt. Für interstellare Reisen kommt man ohne Raumschiffe nach wie vor nicht aus.
In diesem Zukunftsszenario havariert ein Raumschiff im All, dessen einziger Überlebender ein einfältiger Hilfsarbeiter, Gully Foyle, auf einem Wrackteil durchs Nichts treibt. Irgendwann zieht ein anderes Raumschiff vorbei, doch es nimmt ihn nicht mit. Ab hier kennt Gully nur noch eines: Rache.
Wie er dann doch gerettet wird und was für bizarre Gestalten er auf seinem privaten Feldzug trifft, ist ein Kaleidoskop von spannenden Szenarien und Ideen, um die Alfred Bester jeder moderne Sci-Fi-Autor beneiden darf. Und das meine ich ganz im Ernst.
Eine gewisse Parallele zum Grafen von Monte Christo ist tatsächlich ersichtlich, auch was die Romanze des Prot. mit der blinden Tochter einer seiner Todeskandidaten angeht, aber es kommt noch mehr: Gully entwickelt sich weiter, beginnt sein eigenes Handeln zu hinterfragen und darüberhinaus plagen ihn zunehmend Visionen von einem brennenden Mann, welche zunächst keinen Sinn ergeben zu scheinen und ihn an seinem Verstand zweifeln lassen.
Das Ende sei nicht verraten, wobei es auch ziemlich schwer wäre, es in Worte zu fassen. Es ist auf jeden Fall höchst erstaunlich.
Ob das nun DAS beste SF-Buch der Welt ist oder nicht, sei dahingestellt, ich halte es auf jeden Fall für eins der spritzigsten und durchdachtesten. Zu Recht als Meilenstein bezeichnet.
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am 2. August 2002
"The Stars, My Destination" (engl. Original) von Afred Bester hat die Science Fiction fraglos ein großes Stück weitergebracht. Der Vergleich mit dem "Grafen von Monte Christo" bezieht sich natürlich auf den Rachefeldzug des Protagonisten, ansonsten ist die Story eigenständig und bis heute einmalig. Die Idee des Teleportierens trägt die Handlung, ebenso die gut gezeichneten Charaktere und der (zumindest damals) neuartige Stil. Das Ende passt zwar irgendwie nicht zum Rest (der Rachestory), ist aber trotzdem gelungen: Nachdem Gully Foyle vom Umfang seiner Kräfte erfährt, wird er zu einer Art Messias, der den Menschen zu mehr Selbstbestimmung verhilft. Der Roman ist bis heute eines meiner Lieblingsbücher und wird es auch bleiben.
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am 21. März 2002
Eine gewöhnungsbedürftige, aber faszinierende Lektüre für den SF-Leser. Besters Brennender Mann ist eine rasante Story mit vielen - für die damalige Zeit - neuen Ideen, die später immer wieder in der SF auftauchen. Die Teleportation (bei Bester: Jaunten) ist ein vielfach genutztes Stilmittel (z.B. bei Perry Rhodan). Aber auch die Umkonstruktion eines Menschen auf beschleunigte Abläufe finden sich später wieder, z.B. bei Bulmers Nova-Mann. Dass sich die Story am Grafen von Montechristo anlehnt, ist für den Leser im Grunde zweitrangig, ist er doch damit beschäftigt, Besters rasantem Tempo zu folgen. Fazit: ein lesenswerter Roman, insbesondere für Leser, die sich mit der SF als ernstzunehmendem Genre auseinander setzen wollen. Für Neueinsteiger in die SF nicht unbedingt zu empfehlen. Es sein denn, Sie mögen es turbulent...
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am 15. August 2003
Dieses Buch, das allgemein als ein Meilenstein der SF gilt und neben -Demolition- wohl auch das bekannteste und beste von Alfred Bester sein soll, konnte mich nicht sehr überzeugen. Der Held der Story, Gulliver Folley, wahr mehr als nur unsympathisch und die Handlung recht einfach gestrickt. Keine wirklich überraschenden Wendungen oder Unvorhersehbarkeiten.

Man muß dem Buch zweifelsfrei zugestehen, das es in einer Zeit, in der wohl mehr die Space Opera mit ihren riesigen Imperien oder gar die Entführungen von sehr weiblichen und kurvenreichen Mitglieder des schwachen Geschlechtes, vorzugsweise durch ekelige und riesige Monster vom Saturn angesagt war, einen neuen und interessanten Weg gegangen ist. Nicht das draußen" ist hier der Handlungsort, sondern mehr das drinnen", das Geschehen im Menschen selbst. Wie aus einem einfachen stupiden Menschen, der Gulli Folly nun mal war, ein Mensch mit völlig neuem Horizont wird. Ein Mensch, der zum Lehrer der ganzen Menschheit werden kann, in dem er ihnen seine Gabe zum Geschenk macht. Das Jaunten durchs Weltall.

Wie gesagt, für seine damalige Zeit sicherlich ein außergewöhnliches Buch. Das erkenne ich an. Aber diese Zeit ist vergangen und zurückgeblieben ist ein mäßig interessantes Buch mit einem Thema, das andere Autoren mittlerweile besser umgesetzt haben.

Mehr als drei Sterne kann ich einfach nicht geben.
© deval
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am 4. Mai 2002
Ich finde das Buch ist zwar faszinierend und am Ende äußerst spannend geschrieben, aber es ist grausam. Es geht darin um den wütenden,verbitterten und wahnsinnigen Gully Foyle der dermaßen besessen ist, dass er sein ganzes Leben aufgibt! Als er mit Jisbella Quinn aus dem Gefängnis geflohen ist und sich in sie verliebt hat hätte er ein glückliches Leben führen können, aber er ist so davon besessen alle die auf der Vorga waren umzubringen. Er mordet und mordet oder verletzt die Gefühle anderer, zB Jisbella Quinn, und dieses Buch soll genial sein, ein Meisterwerk!?!
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