Hier klicken May May May Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
114
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Ray Bradburys "Fahrenheit 451" ist neben "Schöne neue Welt" und "1984" einer der Klassiker der totalitären Zukunftsvisionen. Die Gesellschaft lebt gleichgeschaltet und durch seichte Unterhaltung abgelenkt ein konformes Leben ohne kritisches Denken, Fragen, Diskutieren etc. Die Feuerwehr ist auf der Jagd nach Büchern, um diese zu verbrennen und die Leute vor ihrem schädlichen Einfluss zu schützen. Vor diesem Hintergrund spielt sich die Handlung um den Hauptakteuer in diesem Buch ab.
Vom Verbrennen von Büchern sind wir zum Glück (wieder) weit entfernt, aber was den Zustand der Gesellschaft angeht, kommt einem doch einiges seltsam vertraut und bekannt vor. Dieses Buch ist auf alle Fälle eine sehr intensive und prägende Leseerfahrung, die sowohl durch die Handlung selbst als auch durch die Art zu schreiben des Autors aboslut überzeugt und viel Stoff zum Nachdenken gibt.
Absolute Kauf- und Leseempfehlung!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2017
Ein Verfilmtes sehr bekanntes Buch ,das ich mir schon ewig vorgenommen hab zu lesen. Nur hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Vielleicht würde es ja durch die Verfilmung einfach zu hoch bejubelt. Ich fand es nur langatmig und eigenartig.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. April 2017
Sehr schönes Buch, gute Geschichte. Es spiegelt genau die jetzige Zeit wieder. Auch der Schreibstiel gefällt mir. Ich kann es jedem Buchliebhaber empfehlen dieses Buch mindestens einmal unter die Lupe zu nehmen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. August 2003
Ich habe dieses Buch nun in zwei Tagen gelesen und muss sagen, dass es geradezu "Pflicht" ist dieses Buch auch gelesen zu haben, wenn man sich Gedanken darum macht, wohin uns der Zustand unserer heutigen Welt und Gesellschaft noch bringen wird. Guy Montag ist Feuerwehrmann aber er löscht keine Feuer, sondern verbrennt Bücher, weil der Staat es seinen Bürgern verboten hat welche zu lesen. Schlimm genug wäre diese tatsache schon für sich aber das Bemerkenswerteste dabei ist, dass es sich die Bürger selbst so ausgesucht haben. Niemand möchte sich mehr mit den Gedanken von anderen Menschen herum schlagen,alles muss schnell und laut und möglichst sinnfrei sein. Statt zu lesen oder sich mit anderen Menschen zu unterhalten starrt Guy Montags Frau Tag für Tag auf den Fernseher und verfolgt die neueste Folge einer "Soap". Diese Ersatzfamilie entfremdet sie völlig von ihrem Mann, der in ihr nur noch eine leere Hülle sieht und Gespräche führen beide nur noch selten und sehr oberflächlich- so wie alle anderen Menschen um sie herum auch. Guy lernt dann eines Tages ein Mädchen kennen, dass ihn fragt, ob er wirklich glücklich sei und lässt ihn an ihren Gedanken Teil haben. Diese drehen sich nicht nur um das Fernsehen, sondern um die Welt um sie herum und vor allem um die Menschen. Ausserdem interessiert sie sich für Bücher, was Guy das erste mal aufhorchen lässt. Als sich dann eine andere Frau mit ihren Büchern zusammen verbrennen lässt, beginnt Guy selbst welche zu lesen...
Das erschreckende und zugleich interessante an dieser Geschichte ist, dass sich Parallelen hierzu in unserer heutigen Welt finden lassen. Viele Menschen sitzen nur noch zusammen vor dem fernseher und schweigen sich an. Das Nachdenken wird ihnen abgenommen, genau wie bei "Techno-Festen" oder ähnlichem. Spass ist das Einzige, was heutzutage zu zählen scheint aber tiefgehende Gedanken möchte sich keiner mehr machen. Sie stören, sie können einen traurig machen und Missgunst erzeugen also weg damit.Dieses Buch zeigt eine Zukunft, die unsere Gesellschaft im Grunde nur "perfektioniert" hat: Leer und Oberflächlich...
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Mai 2008
Zusammen mit Orwell's "1984" und Huxley`s "Brave New World" spannt Fahrenheit 451 das Netz der Dystopien der Nachkriegszeit, alle für sich ungeheuer wichtig und zurecht Klassiker. Was Bradbury's Roman so einzigartig macht, ist, dass die Gesellschaft, in der Guy Montag agiert nicht "von Oben, von der Regierung" her so zur Unkenntlichkeit maskiert und verändert wurde, sondern, dass das Kollektiv sich -halbbewusst- selbst entschieden hat, in dem beschriebenen betäubten Zustand leben zu wollen. Gegen eine machthungrige, verdorbene Regierung ("1984") kann man oppornieren. Gegen erzwungene Gleichschaltungsversuche ("Brave New World", oder realer: DDR) kann ich ankämpfen. Aber was tun gegen eine bewusste Abstumpfung einer ganzen Gesellschaft, was unternehmen gegen eine sich auf Ablenkung und Betäubung spezialisierte (Medien-)Kultur? Hier gibt es nur den Ausweg des Einzelnen, des sich Entziehenden, Revolutionen müssen ausbleiben.
Als wirklich visionär sind die Einflüsse der Medien zu nennen, die Bradbury bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts "vorausberechnet" hat. Da gibt es riesige Wandmonitore ("Beamer"), Ohrmuscheln ("ipod") und gigantische Reklametafeln, zu einer Zeit beschrieben, als die Vorboten dieser Entwicklungen noch belächelt wurden.

Inhaltlich ist Bradbury ein spannendes Kammerspiel gelungen. Man meint fast, eine Theaterfassung zu lesen. Die beschriebenen Menschen kennt jeder, vor allem von sich selbst. Am bedrohlichsten wirkt Beatty, welcher, selbst sehr belesen, die Entscheidung Richtung Konformität gewählt hat, um diese schließlich mit seinem Leben zu verteidigen.

Man sollte auch nicht alles zu schlecht reden, auch neue Technik nicht (Fortschritt muss sein), schließlich leben wir immerhin in einem Staat, welcher (noch) freie Meinungsäußerung und Protest zulässt. Wer aber diese Werte schwinden sieht (Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, Speicherung von Onlinedaten, Volksverdummung durch Fernsehen und Werbung, Konsumterror, Hängen an der Nadel eines ewigen Wachstums, Spaltung von Arm und Reich), der ist mit Fahrenheit 451 gut bedient, um mal zu schauen, wohin das alles führen kann. Wie gesagt: zurecht ein Klassiker.
22 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ray Bradburrys düstere Zukunftsvision ist keine Utopie, sie ist eine beklemmende Möglichkeit. Fahrenheit 451 thematisiert eben jenen noch immer aktuellen Effekt einer immer schneller lebenden Gesellschaft. Treffend ließe sich Bradburrys auch als extreme Variante der so genannten Spaßgesellschaft bezeichnen, was diese Idee auch so verflucht realistisch macht.

Die Geschichte von Fahrenheit 451 beginnt mit dem Feuermann Guy Montag. Die Welt hat sich verändert, Bücher werden wo immer man sie findet verbrannt. Die Feuerwehr wehrt nicht mehr das Feuer sondern legt die Brände, sie verbrennt das Wissen, das zu Fragen führen könnte und Fragen sind es was diese Gesellschaft fürchtet. Die Zeiten sind hektisch und niemand möchte sich mehr Fragen stellen, denn das würde die Hektik zum Erliegen bringen und genau deshalb gibt es diese Hektik auch, um Denken zu verhindern, denn verschiedene Ansichten verhindern gemeinsames Zusammenleben und die Schuld an allem Hass liegt eben bei jenen Hindernissen. Deshalb hat man beschlossen, ohne dass die Menschen sich dagegen zur Wehr setzten, dass man alles tun muss, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Bücherverbrennungen sind dabei nur ein notwendiges Übel.

Eines Tages trifft eben dieser Guy Montag, ein Feuerwehrmann, auf das 17jährige Mädchen Clarisse McClellan. Sofort von dem seltsamen Mädchen fasziniert begreift Montag nicht, wie schnell er von jenem Weg abkommt, den er als Feuerwehrmann zu gehen gewählt hatte. Langsam fängt er an wieder frei zu denken und gelangt zur Einsicht, wie verfahren seine Situation eigentlich ist. Als er eines Tages auch noch mit ansehen muss, wie eine Frau sich mitsamt ihrer Bücher verbrennen lässt, bricht in ihm ein schwerer innerer Konflikt aus. Die vorherrschende Ideologie, manifestiert in Hauptmann Beatty, lässt ihn jedoch nicht so einfach seines Weges ziehen. Beatty konfrontiert ihn mit seiner Sicht der Dinge, mit der Weltanschauung der Allgemeinheit. Doch Montag hat schon zuviel von den Dingen gesehen, die ihm Beatty nicht schönreden kann. Man vernichte alles was Unzufriedenheit verursachen könnte, man brenne es nieder für das Allgemeinwohl, um Nachdenken, Überlegen, sich bewusst werden, gleich vorweg zu verhindern.

Mit seiner Frau Mildred als typischer Vertreterin dieser Spaßgesellschaft" hat Montag jedoch schon die Erfahrung gemacht, dass dieses gepriesene System nicht funktioniert. Sie ist tablettensüchtig, lebt bzw. rast am Leben vorbei und spricht mit (Fernseh-)Wänden. Und auch die Feuerwehr als Hüterin der gesellschaftlichen Ordnung ist nicht mehr als ein Literaturkiller und manchmal tötet sie auch Menschen, denn hinter jedem Buch steht bekanntlich ein Mensch. Unglücklich vom plötzlichen Verschwinden Clarisses und in arge Selbstzweifel und Bedrängnis gestürzt macht sich Montag zu einem möglichen Freund und Helfer auf, einem der wenigen noch lebenden Akademiker. Damit hat er sein Schicksal besiegelt.

Fahrenheit 451 ist eine düstere Vision, zugleich aber auch ein Buch über Bücher und die Liebe zu Büchern. Ray Bradburry ist mit diesem Meisterwerk" ein Stück Literaturgeschichte gelungen, die meiner Meinung nach noch faszinierender ist als George Orwells 1984. Bradburry ist nicht nur Visionär, er ist auch ein genialer Geschichtenerzähler und das macht ihn so lesenswert, denn er reizt den Leser zum Weiterlesen. Was dieses Drama aber so faszinierend macht, ist seine Glaubwürdigkeit.
0Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Mai 2017
Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

Da Dystopien zu meinem Lieblingsgenre gehören war es endlich an der Zeit mich an einen der Klassiker zu wagen.....

Dem Schreibstil ist anzumerken, dass dieses Buch doch schon etwas älter ist, dennoch lässt er sich soweit problemlos und flüssig lesen.
Die Beschreibungen sind zwar recht detailreich trotzdem für mich zu wenig anschaulich damit Bilder im Kopf entstehen können.
Die Erzählweise im personalen Stil empfand ich allerdings als ganz angenehm.

Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich ehrlich gesagt sehr oberflächlich und zu Niemanden konnte ich gross eine Beziehung aufbauen. Alle Protagonisten sogar die Hauptperson Guy Montag hinterliessen bei mir einen blassen ja schon fast faden Eindruck und oft verspürte ich überhaupt keine Empathie ihnen gegenüber.
Ebenfalls fand ich, dass der  Sinneswandel des Feuerwehrmannes viel zu schnell von statten ging und er teilweise für mich nicht nachvollziehbar handelte.

Die ganze Idee der Geschichte hat mir wirklich unglaublich gut gefallen. Die Parallelen zu unserem heutigen Konsumverhalten bezüglich TV & Co und dem sich dauernd berieseln lassen regen auf alle Fälle zum nachdenken an. Trotzdem war es mir teilweise ein bisschen zu schwarz & weiss mässig dargestellt.
Auch wirkten einige Elemente etwas abstrus und allgemein fehlte mir einfach die Vertiefung. Das Buch liest sich eher wie eine Kurzgeschichte von daher hätten einige Seiten mehr wirklich nicht geschadet.
Mit dem offenen Ende hingegen konnte ich ganz gut umgehen.
Insgesamt hat mich die Geschichte aber enttäuscht, vielleicht waren meine Erwartungen an eine Klassiker aber einfach auch viel zu hoch.....

Für mich eine eher oberflächlich, ausgearbeitete Dystopie in allen Bereichen von daher vergebe ich hiermit

3 Sterne
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Mai 2000
Eine Welt, in der Feuerwehrmänner staatlich legitimiert Bücher verbrennen. Was ist das für ein Staat? Eine furchtbare Diktatur? Eine Regierung, die die Massen, so ungebildet wie möglich halten möchte? Haben Außerirdische die Erde überfallen? Die Antwort von Ray Bradbury ist viel schlimmer: Die Menschen haben einfach aufgehört zu lesen, es war ihnen zu anstrengend. Zu schwierig war es, sich auf die Gedanken eines Menschen einlassen zu müssen. Zu verwirrend war es, in verschiedenen Büchern verschiedene Meinungen zu lesen. Grübeln ist out, Unterhaltung ist in! Und da Fernsehen viel besser Unterhalten kann als Bücher, ist es nur logisch, die furchtbaren papiernen Dinger abzuschaffen.
Die Lektüre dieses Buches ist beklemmend, weil Bradbury vor fast 50 Jahren eine Welt beschrieben hat, die unserer sehr ähnlich ist. Sicher, noch werden keine Bücher verbrannt, aber die zu Grunde liegende „Denkfaulheit" greift immer mehr um sich. Dennoch macht dieses Buch auch Hoffnung, denn im letzten Kapitel zeigt Bradbury einen - wenn auch sehr radikalen - Ausweg aus der Gedankenlosigkeit (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juni 2003
Eine staatlich verordnete Ideologie, die es den Menschen verbietet Bücher zu lesen und Feuerwehrmänner, die nicht mehr dafür da sind, um Brände zu löschen, sondern sie entstehen zu lassen...
Guy Montag ist solch ein Feuerwehrmann, der seinen Beruf liebt, den Geruch von Kerosin und das schöne flattern, wenn er Bücher verbrennt. Bücher haben in seiner Welt keinen Wert mehr, sind verpönt und gelten als "Menschen dummmachendes Instrument" Deshalb wurden sie auch regelrecht von der Bildfläche wegzensiert.
Und plötzlich gibt es einen Ruck in Montags Leben. Er lernt Clarisse kennen, die anders ist, als alle anderen Menschen und die die entscheidende Frage stellt: "Bist du glücklich?" Die Situation spitzt sich zu, als er eine Frau zusammen mit ihren Büchern sterben sieht. Der Punkt ist erreicht, an dem die Frage entsteht: "Was macht Bücher so gewaltig, dass Menschen für sie sterben?" Montag fängt selbst an, in den verbotenen Exemplaren zu lesen und weiß noch nicht welches Schicksal ihn treffen wird...
Ein zu empfehlenes Buch, was meiner Meinung nach nicht erst die Zeit in 100 bis 200 Jahren widerspiegelt, denn man sollte bedenken, dass auch wir bereits immer weiter im Zeitalter von Fernseher und Co. fortschreiten. Und auch wir heutzutage sitzen manchmal an einem Tisch zusammen und bleiben still. Unterhalten uns nicht und wenn wir sprechen, reden auch wir so manches Mal über nichts.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2002
Irgendwo, in einer nicht allzu fernen Zukunft.
Der Feuerwehrmann Guy Montag ist ein diensteifriger und beliebter Mensch. Seine Arbeit besteht darin, Bücher zu verbrennen. Ansonsten ist er ein netter Kerl.
Er lebt in einer Welt voller netter Menschen. Alles ist groß und schnell und laut und bunt. Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es nicht mehr, im Gegenteil: Man kann wegen Langsamfahrens oder wiederholtem Spazierengehens verhaftet werden.
Guy Montag hat eine Frau. Ihr Eheleben besteht im wesentlichen darin, auf drei (hoffentlich bald vier) großen Fernsehwänden dümmliche Soaps zu betrachten.
Guy Montag ist glücklich. Jedenfalls glaubt er das. Nein, um es genauer zu sagen: Er hat sich darüber nie Gedanken gemacht.
Bis er eines Tages von dem scheuen und etwas seltsamen Nachbarmädchen danach gefragt wird. Ob er glücklich sei.
Seltsame Frage. Guy Montag beginnt, darüber nachzudenken. Er beginnt, ein paar Dinge in Frage zu stellen. Schließlich geht er sogar so weit, daß er ein paar Bücher nicht verbrennt, sondern sie mitnimmt und - liest.
Eine Zeit lang läßt man ihn gewähren. Sein Chef besucht ihn. Er erklärt ihm, warum Bücher verboten sind: Sie bringen die Leute ins Grübeln, und Grübeln macht unglücklich. Sport macht glücklich. Also weg mit den Büchern! Ab ins Stadion!
Guy Montag ist nicht mehr so leicht zu überzeugen. Schließlich soll er sein eigenes Haus "säubern" - und flieht, einige Bücher im Gepäck. Das Fernsehen überträgt live die Jagd auf ihn - als er schließlich den Rand der Stadt erreicht hat, erklärt man ihn für tot, sendet eine actionreiche Schlußszene, und ...
... tja, also, alles werde ich ja nun auch nicht verraten!
Dystopien, negative Utopien, sind eine Untergattung der Science Fiction. Zu den Klassikern des Subgenres zählen auch
A. Huxleys "Schöne neue Welt" (Brave New World), M. Atwoods "Der Report der Magd" (The Handmaids Tale; vergeßt den Film) und G. Orwells "1984".
Bradbury schreibt ziemlich unaufgeregt, baut nur wenige technische Gimmicks ein und erzählt mit viel Einfühlungsgefühl die Geschichte seiner Figuren. Natürlich wird vor Fehlentwicklungen gewarnt, aber nie derart theoretisch untermauert wie in "1984", nicht so plakativ wie in "Brave New World".
Bradbury belehrt den Leser nicht, er erzählt ihm einfach nur seine Geschichte und überläßt ihm das Ziehen von Schlüssen.
Im Grunde ist der Roman Bradburys Liebeserklärung an die Bücher. Die "schöne neue Welt" erscheint ebenso schön und berauschend wie kalt und sinnlos. Es werden keine Cyberpunk-Klischees herangeholt, die ganze Erzählweise wirkt etwas behäbig, auf wohltuende Weise - altmodisch.
Bradburys Dystopie ist eine leise, allegorischer und mehrdeutiger als die seiner Kollegen.
Und sie ist einfach furchtbar spannend geschrieben. Unbedingt lesen!
0Kommentar| 39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

12,00 €
10,00 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken