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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
93
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 31. Dezember 2012
Es handelt sich hierbei um eine Kurzgeschichtensammlung mit Eindrücken und Phantasien über das Leben im Spokane-Reservat, in dem auch der Autor aufgewachsen ist.

Die Geschichten stehen in losem Zusammenhang miteinander und drehen sich größtenteils um Victor und Thomas BuildsTheFire.
Beide Figuren sind AlterEgos des Autors selbst, wenngleich die beiden recht verschiedene Charakterzüge aufweisen:
Victor, die wichtigere Hauptperson, lernen wir bereits als Kind kennen. Wir verfolgen seinen Werdegang von Basketballstar zum Säufer.
Thomas, die faszinierendere Hauptperson, ist ein Geschichtenerzähler, dem niemand zuhört und der in seiner eigenen Welt lebt, die jedoch keineswegs weniger kompliziert und problematisch ist, als die Realität. (In meiner persönlichen Lieblingsgeschichte "Der Prozess von Thomas BuildsTheFire", die an Franz Kafka angelehnt ist, wird er zu zwei lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt, weil er eine Geschichte erzählt, in der er selbst einer seiner Vorfahren ist und zwei Soldaten umbringt...)

Auch wenn hier und da ein wenig Humor durchblickt, empfinde ich die Kurzgeschichten eher als bedrückend. Aber vielleicht ist der Spokane-Humor auch so subtil, dass ich ihn nicht ganz wahrnehme...

Das grundlegende Problem, das in den Geschichten angesprochen wird, ist sicherlich, der Verlust der eigenen Identität und der Kultur. Man hat den ursprünglichen Lebensstil, die Religion, die Bräuche zugunsten der Moderne aufgegeben - und jetzt hat man kein Geld, um sich in der Moderne zu integrieren. Was bleibt einem da übrig?
Alkoholismus und das Fehlen von bezahlbarer medizinischer Versorgung ist ein großes, dramatisches Thema, Perspektivlosigkeit, Armut, das Gefühl abhängig und gleichzeitig verlassen zu sein, Basketball, der Wunsch nach Eigenständigkeit und das Wissen darum, dass sich die Probleme dadurch nur verschlimmern würden (eine wirklich gute Geschichte dazu ist die, in der erzählt wird, was passieren würde, wenn der Geistertanz letztendlich doch wirken würde und man nichts mehr als den Fernseher vermissen würde...) und Geschichten.
Ein paar Geschichten ziehen nicht so - zumindest nicht bei mir als europäischem Leser und da muss ich eingestehen, dass die Geschichten eigentlich nicht für mich geschrieben wurden. Andere bleiben an einem kleben - aus irgendeinem Grund... Denn besonders ereignisreich sind die Texte nicht.
Vieles ist gelogen, übertrieben und zurechtgebogen - aber wen kümmert das schon bei einer guten Geschichte?
Was wäre es auch für eine Geschichte, wenn ein Junge, der von einem Hausdach springt, einfach bloß fallen und sich den Arm brechen würde? Völlig unspektakulär! Nicht wert, dass man sich daran erinnert... Aber ein Junge, der von einem Dach springt und eine Sekunde lang wahrhaftig fliegen kann, bevor er hinab stürzt und sich den Flügel bricht... Das klingt mystisch. Das klingt magisch.

Die Sprache Alexies macht aus der banalsten Begebenheit eine außergewöhnliche, surreale Erfahrung und irgendwann ist man so verwirrt, dass man tatsächlich glaubt, dass Thomas BuildsTheFire gleichzeitig Angeklager, Zeuge, Verteidiger, Ankläger, Richter und gestohlenes Pony ist, dass er allein mit einer eingebildeten Waffe eine Geiselnahme durchführen kann und dass ein stummes Kind immer dann wie ein Wasserfall redet, wenn gerade keiner in der Nähe ist.
Das Geschichtenerzählen ist eben doch eine ganz besondere Kunstform, bei der es keine Fehler gibt - es sei denn man sagt immer bloß die Wahrheit.

Ich will nicht ausschließen, dass einige Leser Alexies Kurzgeschichten seltsam oder nichtssagend finden mögen. Gerade für Europäer ist ein Leben in einem Reservat irgendwie schwer vorstellbar, aber wenn man sich auf die Gedankengänge des Erzählers einlässt, verschlingt einen diese Geschichten über ein Leben am Existenzminimum und als Erbe einer fast zerstörten Kultur wie ein Strudel aus Erinnerungsfetzen nach einer durchzechten Nacht, in der man 500 Jahre Demütigung überlebt hat.
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am 9. März 2010
Hier die deutsche Übersetzung des Originals: "The Lone Ranger and Tonto Fistfight in Heaven" von 1993. Eine gelungene Übersetzung. Atmosphärisch dich aber konkret erzählt Alexie seine fast biographischen Geschichten, die auch seperat gelesen werden können. Der lockere Erzählton verrät seine Nähe zur US-Gesellschaft, in der er aufgewachsen ist. Gleichzeitig spiegeln die erzählerischen Bilder sein indianisches Erbe. Sehr traurige und lustige Geschichten.
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am 19. Mai 2017
Hat mir nicht gefallen, weil der Zustand nicht akzeptabel ist,abgegriffen, schlecht aussehend, so etwas würde bei mir in der Blauen Tonne landen
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am 2. März 2017
Sehr gut zu lesen, immer wieder spannend und auf Überraschungen vorprogrammiert, Ein sehr guter Autor sowie sehr gut geschrieben wie spannend
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am 26. Januar 2003
Das Buch erzählt die Geschichte von Rudy Baylor, einem Jurastudenten, der kurz vor dem Anwaltsexamen steht. Das zentrale Thema ist nicht, wie in vielen anderen (guten) Büchern Grishams ein bestimmter Prozess, sondern die Schicksalsschläge und Glücksmomente eines jungen Mannes der sich in der Welt der Juristerei behaupten will und dabei feststellt, dass vieles unerwartet geschieht und nichts wirklich sicher ist. Das Buch liest sich dabei ähnlich wie ein Tagebuch: Rudy Baylor lässt einen in alle seine Gedanken blicken. Grisham hat es geschafft einen überaus sympathischen Hauptcharakter zu schaffen. Natürlich spielt auch in diesem Buch ein Gerichtsfall eine wichtige Rolle, aber nur weil es auch für Rudy Baylor wichtig ist. Er vertritt dabei die Familie eines krebskranken Jungen. Nach dem Willen der Mutter soll er die Versicherung bloßstellen. Doch er muss erst das Anwaltsexamen bestehen und viele weitere Probleme meistern. Ob und wie er sich in der harten Welt der Juristerei schlägt kannst du dann selbst nachlesen. Aber eins ist sicher, das Ende ist nun wirklich zu keinem Zeitpunkt im Buch vorhersehbar. Aber sieh selbst...
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am 11. Mai 2016
Die Kurzgeschichten sind einfach großartig erzählt. Wer Interesse an der heutigen Lebensweise der amerikanischen Ureinwohner hat dem kann ich dieses Buch seeeehr ans Herz legen.
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am 28. Dezember 2005
Bin ein großer John Grisham Fan und habe außer diesem Buch auch schon der Partner, die Kammer, die Jury gelesen. Fand ich alle gut, weil mich Anwaltbücher insgesamt sehr interessieren. Der Handlungsverlauf ist insgesamt ruhiger als bei den anderen Grisham Büchern. Dafür erfährt man sehr viel über das Innenleben der Hauptperson, die für mich Grishams sympatischten Helden darstellt. Auch das Ende finde ich sehr gut und stimmig.
Für Grisham Fans und alle die sich für diese Materie interessieren ein absolutes muss!
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am 23. Juni 2010
In einer der Erzählungen feiern die Reservatsindianer den amerikanischen Unabhängigkeitstag und fragen sich, was es für sie daran überhaupt zu feiern gibt. Diese Schizophrenie zwischen Resignation, Pragamatismus und (schwarzem) Humor ist typisch für Alexies Figuren, deren Charakterzüge sich über mehrere der eigentlich von einander unabhängigen Kurzgeschichten entwickeln und mit der Zeit ein klares, sehr menschliches Bild abgeben, dem man leicht viel Verständnis entgegenbringt, das aber nie um Mitleid bettelt, obschon die Personen selten vom Glück begünstigt sind.
Nicht alle Geschichten können jeden Leser in gleicher Weise begeistern, gerade weil sie sehr abwechselungsreich sind, obwohl sie immer das gleiche Universum abbilden. Die sprachliche Kraft und das erzählerische Niveau Alexies sind insgesamt so hoch, dass sich der Kauf dieser Sammlung für jeden lohnt, der die triste Realität einer benachteiligten Minderheit ertragen und mit ihrer Art, damit umzugehen, etwas abgewinnen kann.
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am 18. Oktober 2001
Der Regenmacher war das erste Grisham-Buch, das ich gelesen habe. Ich konnte gar nicht erwarten, wie es weitergeht. Grisham hält die Spannung von der ersten zur letzten Seite aufrecht. Endlich mal wieder ein Roman, der wieder Freude aufs Lesen macht. Einfach super. Man bekommt einen Einblick in die Arbeitswelt eines Anwalts. Außerdem war es sehr spannend zu erfahren, wie die großen Versicherungsunternehmen in den USA strukturiert sind und mit welchen Methoden sie ihre wehrlosen Kunden über den Tisch ziehen. Ich kann nur jedem zum Lesen dieses Romanes raten.
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am 7. Dezember 2003
Mit dem vorliegenden Buch beleuchtet Sherman Alexie den Reservatsalltag der Spokane-Indianer. Dies allerdings nicht in Form einer Reportage oder eines Sachbuchs, sondern mittels einer Sammlung von Geschichten, die Leben und Mythen der amerikanischen Ureinwohner einfängt. Der Band erschien in den USA im Jahre 1993 unter dem komplizierten Titel „The Lone Ranger and Tonto Fistfight in Heaven“ und wurde dort ein großer Erfolg. Der damals 25jährige Sherman Alexie avancierte zu einem Geheimtip und untermauerte sein Talent mit seinen folgenden Büchern „Reservation Blues“ und „Indian Killer“, die ebenfalls ins Deutsche übersetzt wurden.
Die Erzählungen-Sammlung „Regenmacher“ hat einen ganz eigenen Reiz. Sherman Alexie verbindet seine eigentlich eigenständigen Geschichten lose miteinander. So gibt es Figuren, die in fast allen Erzählungen wiederkehren. Das Ergebnis ist eine Collage verschiedener Schlaglichter, die einen Einblick in eine Welt und Kultur erlaubt, die dem europäischen Leser völlig fremd sind, eine Kultur allerdings, die im Amerika der Neuzeit ein an den Rand der Gesellschaft gedrängtes Schattendasein fristet, das jeder Perspektive entbehrt.
Dies allein würde den Stellenwert des Buches noch nicht ausmachen, zumal die Welt der Indianer unter dem Banner esoterischen Modeschnickschnacks gerade in den letzten Jahren allzu oft geschönt und verklärt wurde. Und penetrant-indianisches Gutmenschentum, das unter dem Banner allgemeiner Zivilisationskritik daherkreucht, die Grenze zum Kitsch aber oftmals mehr als touchiert, übt nurmehr auf recht naive Geister eine relevante Anziehungskraft aus.
Sherman Alexie baut die Mythen, die auch er in manchen Geschichten erzählt, perfekt ins Hier und Jetzt ein und entwickelt dadurch Situationen, die eine Kultur im Spiegel des Reservationsalltags transparent und erlebbar macht. Natürlich sind seine Charaktere keine philosophischen Übermenschen, deren Leben darin besteht, druckreife Weisheiten à la Winnetou von sich zu geben. Es handelt sich vielmehr um Menschen, die versuchen, im Zwiespalt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, traditionellen Werten und der modernen US-Gesellschaft, nicht unterzugehen, sondern das Leben auf ihre Art zu meistern.
Das gelingt jedem auf seine Weise mehr oder weniger, und einige scheitern daran. So wie jenes eigentlich vielversprechende Basketball-Talent, dessen noch nicht einmal begonnene Karriereträume in Alkohol und Vollrausch auf einem Fußboden zerschellen. Aber das ist nicht die Ausnahme, sondern eher Normalität, und so nimmt auch niemand besondere Notiz von diesem Vorgang. Der Alkohol ist ein allgegenwärtiger Begleiter in der Reservation.
Dennoch sind die Geschichten keineswegs bitter; vielmehr kennzeichnen sie sprachliche Leichtigkeit und ein ganz besonderer Humor. Doch obwohl die Figuren, die Sherman Alexie entwickelt, den Leser mehr als einmal zum Lachen bringen, sind sie dennoch keine Witzfiguren, sondern Charaktere mit Würde und Persönlichkeit.
Basketball, Autos, Schule, Mythen der Vergangenheit, Familie und die Berührung mit der Gesellschaft der Weißen außerhalb der Reservatsgrenzen – all dies verschmilzt zu einem unsentimentalen Gesamtbild, das den Blick auf die Lebensverhältnisse der meisten Indianer im heutigen Amerika freigibt.
Wer fernab gängiger Indianerromantik eine sehr literarische und trotzdem fesselnde Momentaufnahme der heutigen Lebenssituation der eigentlichen Amerikaner lesen möchte, ist bei Sherman Alexie mit Sicherheit gut aufgehoben.
Eine Parallel-Ausgabe ist unter dem Titel "Smoke Signals" erschienen.
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