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am 18. Dezember 2017
In seinem schon 1992 erschienenen Debüt-Roman “Vaterland” entwirft Richard Harris eine Alternative für Deutschlands Geschichte: Die Nazis haben den Zweiten Weltkrieg siegreich zu Ende gebracht und beherrschen nun ein Reich vom Atlantik bis zum Ural erstreckt. Millionen von Juden sind einfach “verschwunden”, es wird mit harter Hand regiert. Im Mittelpunkt von Harris’ Geschichte steht Kommissar Xavier March, der mit dem System hadert, aber auch seinen Job nicht verlieren will und daher weiter im Rang eines SS-Sturmbannführers ermittelt. Und sein neuer Fall hat es in sich: Der Ermittler, der selbst schon auf der Abschussliste steht, deckt auf, was die meisten Reichsbürger von ihrem Reich nicht ahnen. “Vaterland” ist ein klassischer Verschwörungsthriller in einem ebenso gut durchdachten wie beängstigenden Setting.
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am 1. Oktober 2014
so eine thema konnte überhaupt nur ein Engländer sich erlauben:)
aber es hat ihm gut gelungen, die atmosphere zu wiedergeben
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am 4. Dezember 2014
Ein wahnsinnig beklemmendes Buch , man erschaudert wenn man bedenkt ........es hätte so sein können, aber zum guten Glück .......nicht.
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am 3. Dezember 2017
Ein spannend und gut geschriebenes Buch. Ein Unterbrechen des Lesens fällt immer sehr schwer. Für mich eine wirkliche Empfehlung wert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 1. Mai 2017
Berlin 1964. Die Feierlichkeiten zum 75. Geburtstag Adolf Hitlers stehen an. Das nach dem gewonnenen Krieg entstandene Großdeutschland dominiert - vom Rhein bis zum Ural reichend - Europa. Auch der amerikanische Präsident soll anlässlich der Beilegung des Kalten Krieges in Kürze anreisen. Unterdessen wird am Ufer der Havel in der Nähe einer noblen Wohngegend eine Leiche gefunden. Der ermittelnde SS-Sturmbannführer Xaver March findet bald heraus, dass der Tote ein ehemals hochrangiger Parteifunktionär ist. Selbstmord oder Mord? Als ihm einige Ungereimtheiten auffallen, werden weitere Ermittlungen untersagt. Doch Marchs Neugier ist geweckt ...

Das Romandebüt von Robert Harris (*1957) bietet eine alternative Weltgeschichte ab 1942 in Form eines klassischen Kriminalromans. Zahlreiche handelnde Personen (u. a. die Teilnehmer der "Wannseekonferenz") sind authentisch. An den Anfang stellt der Autor eine gespenstische Stadtrundfahrt durch jenes Berlin der Gigantomanie, das Albert Speer im Auftrag Hitlers plante. In Deutschland geriet das in Großbritannien zum Bestseller avancierte Buch 1992 zum politischen Skandal. Nachdem 25 Verlage mit fadenscheinigen Begründungen die Veröffentlichung abgelehnt hatten, verlegte der schweizerische Haffmans-Verlag die deutschsprachige Ausgabe. Unter dem Titel "Holocaust für Horrorfreunde" eiferte DER SPIEGEL (39/1992) über den vermeintlich deutschfeindlichen Roman: "Harris' Schreckensbild ist an seine britischen Landsleute adressiert. Mit der düsteren Vision eines siegreichen Nazi-Deutschland wird - wie in einem Ritual - die in den Kriegsjahren durchlittene bittere Angst vor einer Niederlage nochmals wachgerufen. Wer diese Prüfung besteht, darf auch wieder auf einen - ökonomischen - Sieg über die neue Großmacht Deutschland hoffen. Harris bleibt damit den seit Jahrhunderten geltenden Maßstäben britischer Politik verhaftet ... Hinter der Dämonisierung der Bundesrepublik verbirgt sich also zugleich eine Verharmlosung des Dritten Reiches." Zwei Jahre nach der Wiedervereinigung fühlte man sich in der nunmehr größeren Bundesrepublik - zumal die Nazi-Vergangenheit in Westdeutschland bis dahin extrem zurückhaltend und unzureichend aufgearbeitet worden war - von dem Roman in einer Weise getroffen, die 25 Jahre später schwer nachvollziehbar scheint. Angesichts des europaweiten Anwachsens rechtsnationaler Bewegungen ist die Bedeutung von FATHERLAND als Warnung in der populären Form des Kriminalromans eher gestiegen.

Der HEYNE-Verlag (seit 1993 Inhaber der Taschenbuch-Rechte) veröffentlicht zum 25-jährigen Jubiläum nun eine durchgesehene Neuauflage der bekannten Übersetzung von Hanswilhelm Haefs. Der seinerzeit in Xaver März übersetzte Name des Haupthelden lautet nun dem Original entsprechend Xaver March. Ebenso wurde der falsch geschriebene Name des österreichischen Nationalsozialisten Odilo Globocnik (1904-1945) korrigiert. In einem exklusiv für die deutsche Neuausgabe verfassten Nachwort beschreibt Robert Harris ausführlich seine Intentionen für das Buch und seine Verletzung durch die politisch motivierten inquisitorischen Verrisse 1992 in Deutschland.

Eine empfehlenswerte Neuveröffentlichung, die trotz der gelegentlich kolportagehaften Handlung zum Nachdenken anregt!
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am 15. Februar 2013
Vorab:
"Vaterland" ist der erste Roman von Robert Harris, in dessen alternativer Geschichte Deutschland den zweiten Weltkrieg gewonnen hat und nun ganz Europa dominiert. Im April 1964 beschäftigt Kripo-Sturmbannführer Xavier März eine angespülte Leiche, die im weiteren immer mehr Fragen aufwirft und eine Verschwörung andeutet.

Positives:
Zunächst verdient Harris ein Lob für eine der besten Krimi-Kulissen überhaupt. Mit welch akribischer Präzision Harris hier eine halb-fiktive Lebenswelt aus dem Hut zaubert ist schlicht betörend. Jedes kleinste Detail wirkt so authentisch, dass die Fiktion im Kopf schnell zur Realität wird. Das geht sogar so weit, dass Harris nicht nur historische und fiktive Zitate und Dokumente in den Lesefluss einfügt, sondern dem Leser am Ende des Buches sogar ein Karte des deutschen Reiches und einen Stadtausschnitt von Berlin präsentiert. Dem steht die Figurengestaltung in nichts nach: Da gibt es allerlei tumbe NS-Schergen, bebrillte "Schreibtischtäter" aber eben auch die "gewöhnlichen" Menschen, die in einem System gefangen sind aus dem sie nicht entkommen wollen oder können. Wohltuend ist die dezente Charakterentwicklung von Protagonist Xavier März: Hier gibt es kein bekehrendes böser-Mensch-wird-guter-Mensch Schema. März ist Mitläufer, dem der Widerstand bereits innewohnt und da er nur wenig zu verlieren hat, ist seine Opferbereitschaft bei der "Aufdeckung" entsprechend gegeben. Dennoch schwebt ein wohltuend dezenter Apell an das "Gute" in Menschen mit, wenn Harris auf der Meta-Ebene seine Protagonisten fragen lässt, ob sie denn wirklich die Geschichte verändern könnten.

Negatives:
Wenn man sich jedoch an die faszinierend konstruierte Lebenswelt des nationalsozialistischen Milieus im Jahr 1964 gewöhnt hat, ist "Vaterland" in allererster Linie eben auch ein Verschwörungs-Krimi, dem das Prädikat "herausragend" aus meiner Sicht verwehrt bleiben muss. Da gibt es geheime Nummernfächer in der Schweiz, mysteriöse Pakete, allerlei Verräter, Folter und haufenweise geheime Dokumente. Das sind bekannte Zutaten die Harris durchaus überdurchschnittlich gut verbindet ohne damit jedoch Außergewönliches zu erschaffen. So ist die Handlung, im Gegensatz zur brilliant konstruierten Kulisse trotz einiger überraschender Wendungen doch etwas zu gewöhnlich geraten. Auch die sich anbahnende "Verschwörung" ist aus mehreren Aspekten zwar durchaus interessant, hat mich am Ende aber doch etwas enttäuscht.

Fazit:
"Vaterland" ist ein solider Krimi in einem außergewöhnlichen und dennoch verängstigend-authentischen Setting.
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am 20. September 2017
Eine einmalige Kombination einer genialen Grundidee, einer fesselnden Geschichte und einem geschichtlichem Hintergrund, der weitgehend auf Fakten basiert. Ein Meisterwerk.
In der heutigen Zeit wichtiger denn je, denn es zeigt die ganze Brutalität und Skrupellosigkeit eines totalitären Regimes, dessen Wiedergänger gerade wieder an Einfluss gewinnen.
Insofern ähnlich dem Roman Aurora vom gleichen Autor.
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am 14. August 2017
Hätte Hitler die Atombombe gehabt, und USA hätten folgerichtig den Kriegseintritt nie vollzogen, wäre es vermutlich so oder so ähnlich gekommen
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am 5. April 2015
... Hitler den 2. Weltkrieg wirklich gewonnen hätte? Robert Harris gelingt es glaubhaft, den dann komplett anderen Gang der Geschichte überzeugend zu beschreiben. Die Sowjetunion geschlagen aber nicht besiegt, die USA in einer Art Warteposition, das eroberte Europa größtenteils in eine von Deutschland dominierte Union gepresst. Während das Deutsche Reich an der ewigen Front in Sibirien allmählich ausblutet, und Hitler Friedensfühler nach Amerika ausstreckt, ereignet sich in Berlin ein Mord, der die Normalisierung der Beziehungen zu den USA immens gefährdet. Mit allen Mitteln versucht die deutsche Führung im Hintergrund, die Aufklärung dieses Mordes zu verhindern. Der nicht ganz linientreue Sturmbannführer März, mit eben jener Aufklärung beauftragt, gerät in einen mörderischen Strudel aus Verschwörung und Verrat, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt.
Meisterhaft geschrieben gelingt es Harris, eine spannungsgeladene Atmosphäre zu schaffen, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Erstklassig vor allem das Ende, wahrlich keines, das Happy-End-Fanatikern gefallen wird. Alles allem ein Meisterwerk der Spitzenklasse.
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am 14. November 2012
Ein absolutes MUSS für jeden Krimi-Freund, der sich auch gern mal mit Geschichte beschäftigt und/oder Dystopie-Stories mag. Aber auch allen anderen Krimifreunden wird das hier auch gefallen, denn es ist weder schnöder Geschichtsunterricht noch absurde Spinnerei! Harris hat hier an echte Geschichte angeknüpft und ihren Ausgang umgeschrieben - allein die Welt, die hier entstanden ist, ist schon Grund genug zum Lesen und drüber Nachdenken! Klar, er hat auch ein paar Analogien zur tatsächlichen Nachkriegszeit übernommen (zB einen Kalten Krieg), aber was wäre denn, wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten??
Aus dieser Überlegung heraus hat er eine Story gestrickt, die m. E. ihresgleichen sucht.

Der Protagonist Xaver März ist vielleicht ein wenig einfach gestrickt(der systemkritische Fahnder, der immer etwas anders und überaus raffiniert ist), das soll die Story aber nicht stören - die ist nämlich richtig klasse. Im Gegenteil: seine Hartnäckigkeit und seine kritische Haltung sind das, was dem deutschen Volk jahrzehtelang gefehlt hat und bald reichlich zu Denken geben wird...auch, wenn das für März natürlich massig Ärger bedeutet.

Die verwendeten Original-Dokumente und Zitate machen die Story genauso authentisch wie auch irgendwie schaurig. Die Konfrontation mit der NS-Realität wirkt deshalb auf den Leser genauso schockierend wie für die Figuren des Buches.

Fazit: Unbedingt lesenswert!
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