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Kundenrezensionen

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am 23. September 2004
Margaret Mitchells Roman "Vom Winde verweht" hat mich in seinen Bann gezogen wie kein Buch zuvor und es war bis heute das einzige Buch, dass ich auch nach der letzten Seite unmöglich aus der Hand legen konnte und deshalb die über 1000 Seiten (im englischen Original) gleich nochmal von vorne begonnen habe.
Und obwohl ich nach mir dem ersten Mal wirklich ein anderes Ende hätte vorstellen können, war mir nach dem zweiten Lesen völlig klar, dass die Geschichte von Scarlett und Rhett einfach nicht anders ausgehen kann. Die Entwicklung der beiden lässt einfach keine andere Möglichkeit zu.
Deshalb hatte ich bereits Bedenken, die Fortsetzung überhaupt in die Hand zu nehmen. Denn eigentlich war die Geschichte und die Entwicklung der Figuren am Ende des Romans in sich völlig schlüssig und auch abgeschlossen, so dass ich mir nicht vorstellen konnte, was an einer Fortsetzung reizbar sein sollte.
Natürlich ist es auf gewisse Weise ein offenes Ende, da Scarlett fest entschlossen ist, Rhett zurückzugewinnen: "Tomorrow is another day." Dennoch - es muss nicht immer ein Happy End geben, und in diesem Fall hätte es einfach nicht zur Story gepasst!
Dass sich Alexandra Ripley schließlich nach so langer Zeit doch zum Schreiben einer Fortsetzung entschieden hat, zeugt von ziemlichem Mut. Schließlich musste sie davon ausgehen, dass jeder Satz ihres Romans mit der großartigen Vorlage verglichen werden würde - und ihr womöglich niemals gerecht werden könnte.
Und genau das ist meiner Meinung nach auch geschehen. Ich konnte in manchen Passagen nur noch den Kopf schütteln und mich über das Verhalten der Personen wundern, die ich in "Vom Winde verweht" so sehr ins Herz geschlossen hatte und die sich nun völlig anders verhielten als ich es je von ihnen erwartet hätte.
Die Geschichte begann mich auch nach sehr kurzer Zeit schon zu langweilen, und als ich schließlich zu der Stelle kam, als Rhett und Scarlett mit dem Segelboot kentern, wollte ich das Buch am liebsten gleich wieder aus der Hand legen. Die knisternde Erotik, die deutlich zu spüren war, als Rhett Scarlett in "Vom Winde verweht" die Treppen hinaufträgt, war hier wirklich nicht zu spüren, die Handlung ähnelte eher einer Seifenoper.
Dennoch habe ich mich bis zum Ende durchgequält und war froh, diese "Fortsetzung" endlich in die hinterste Ecke des Regals stellen zu können.
Ich werde diesen Roman bestimmt kein zweites Mal lesen, während "Vom Winde verweht" für immer einen Ehrenplatz in meinem Bücherschrank haben wird.
Mein Tipp an alle, die mit dem Gedanken spielen, "Scarlett" zu lesen: Lest lieber das Original noch ein zweites oder drittes Mal und erspart euch die wirklich mäßige Fortsetzung.
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am 23. Februar 1999
Direkt eine Warnung an alle, die "Vom Winde verweht" gelesen haben und nun hoffen, durch das Buch "Scarlett" weiter in dieser wunderbaren Stimmung der Nachkriegssüdstaaten verweilen zu können: Kaufen Sie dieses Buch nicht, Sie werden enttäuscht sein! Alexandra Ripley hat in ihrem Buch aus der toughen, schönen, selbstbewußten und energischen Scarlett ein schwaches dummes Frauchen gemacht, die einem farblosen Rhett Butler herläuft, anstatt sich - wie sonst - die Männer hinterherlaufen zu lassen. Scarlett taumelt hier von einer Verzweiflung und Zurückweisung in die andere und hat mit der starken Figur aus Margaret Mitchell's Bestseller soviel gemein wie ein String-Tanga mit einem Liebestöter. Die arme Margaret würde sich im Grabe umdrehen, wenn sie dieses dilettantische Buch in die Finger bekommen hätte. Es hat schon seinen Grund, warum die Gute bis auf "Vom Winde verweht" kein anderes Buch, geschweige denn eine Fortsetzung des großen Epos' veröffentlicht hat - etwas Perfektes kann man nicht perfekter machen. Alexandra Ripley hätte ihre Fähigkeiten lieber für Kurzgeschichten in Klatschzeitschriften verwenden sollen, als zu versuchen, sich mit ihrem mehr als mittelmäßigen Schreibstil an einem Monumentalwerk zu messen. Dieses Buch durchzulesen ist eine einzige Enttäuschung von der ersten bis zur letzten Seite.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. August 2011
So eben hab ich die letzte Seite aus gelesen und ich muss sagen, dass ich trotz einiger sehr schönen Passagen im Großen und Ganzen endtäuscht bin. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch weil ich es direkt im Anschluss von "Vom Winde verweht" gelesen habe. Im Gegensatz zu einiger meiner Vorrednerinen habe ich keine stetige Weiterentwicklung von Scarlett bemerkt viel mehr kommen Ihre Veränderungen immer aprobt in Geistesblitzen zu stande. In den Rhett aus "Vom Winde verweht" hätte ich mich um ein Haar fast selber verliebt. Er ist dort wild, ungestühm, unberechenbar, charmant, linkisch und humorvoll also alles in allem der männliche Bücherheld vor dem Herrn. ;-) In der Fortsetzung "Scarlett" von Alexandra Ripley kommt er mir vor wie ein liebeshungriger Tölpel der sich aus Verzweiflung von einer Torheit in die nächste stürzt. Ein Rhett aus "Vom Winde verweht" hätte sich auf keine Hochzeit eingelassen nur um eine feine Dame nicht zu kompromittieren und ein Rhett aus "Vom Winde verweht" hätte auch nie eine ehrenhafte Dame geheiratet auf die Gefahr hin sie zu verletzten. Was mich allerdings am meisten endtäuschte waren die ellen langen Passagen ohne Rhett. Deswegen habe ich doch dieses Buch überhaupt gekauft. Ich fand die Sticheleien, Spielereien und nicht zu letzt die Leidenschaft zwischen Scarlett und Rhett atemberaubend schön und aufregende aber in "Scareltt" fehlt Rhett einfach hunderte von Seiten einfach auf der Bildfläche. Nun aber genug gemosert denn dieses Buch hat auch positive Seiten. Historisch einwandfrei recherchiert ist "Scarlett" von Alexandra Ripley ohne Zweifel. Man bekommt ein detailiertes Bild uber die Zustände in Irland zu Zeiten der Hungersnot durch die Engländer. Und man bekommt viele geschichtliche Hintergründe wie zum Beispiel die Aufstände der Feniere gratis mit geliefert und leicht verständlich. Schade ist eben nur, dass diese Passagen teilweise langartmig daher kommen. Also kurz und gut. "Vom Winde verweht" muss jeder im Bücherregal stehen haben und "Scarlett" kann man im Bücherregal stehen haben. Übrigens kann man "Scarlett" auch als eigenständiges Werk betrachten denn es werden zwar immer wieder Begebenheiten aus "Vom Winde verweht" erwähnt aber es ist nicht weiter dramatisch wenn man vorher noch nichts davon gehört hat. Sie werden wie gesagt nur erwähnt und es baut keine Handlung unmittelbar darauf auf außer vielleicht ganz zu Anfang aber das Entscheidene erfährt man auch vom Buchrücken.
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am 8. Mai 2011
Bis auf die Namen der Personen hat das Buch mit "Vom Winde Verweht" nicht viel gemeinsam. Die Wandlung der Scarlett O'Hara ist zu unglaubwürdig: von der Zicke mausert sie sich zum von allen geliebten, bewunderten und für alle sorgen wollenden Schneewittchen, ja fast schon zur Mutter Theresa...
Alles in Allem wirkt die Handlung konstruiert und vorhersehbar. Als eigenständiger Roman hätte das Buch evtl besser abgeschnitten, aber wer einen Klassiker fortsetzen will, muss sich mit dem Klassiker vergleichen lassen - und dieser Fortsetzungsversuch schneidet dabei schlecht ab.
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am 21. Mai 2012
Gleich vorab: Natürlich kann diese Fortsetzung nicht an das Original reichen.
Allerdinngs: Für alle, die über das abrupte und traurige Ende von "Vom Winde verweht" todunglücklich waren (so wie ich), ist dies die Möglichkeit die Geschichte mit einem Happy End abzuschließen.
Ich finde, A. Ripley erzählt die Geschichte sehr glaubhaft und auch spannend, jedoch habe ich über viele Seiten hinweg Rhett sehr vermisst. Das Ende kommt mir etwas knapp vor, dies hätte ausführlicher sein können.
Generell handelt es sich hier um einen netten Nachfolger, der sich leicht und schnell lesen lässt.
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am 17. August 1999
As a huge fan of GONE WITH THE WIND, I couldn't help but be excited when the sequel was first announced. The day it was released, I bought it eagerly - 24 hours later I finished the last page, closed the book and tried to distill all I was feeling - the anger and disappointment at seeing so fine a work as GWTW and its sparkling characters, distorted into something "mass market" and extremely unacceptable. When Margaret Mitchell was asked what became of Scarlett and Rhett, she replied that, like Rhett, she "didn't give a damn". She was tired of the whole book, which had consumed almost 10 years of her life. In her will, she had strict instructions that, upon her death, any remaining papers, notes, etc, relating to her writing of GWTW should be burned - which her husband faithfully carried out. Thus, we will never know if Mrs. Mitchell DID have ideas of what happened to the characters, of if the rumors WERE true... what were the rumors? That GWTW hadn't ended in the pre-publication version, with Rhett leaving Scarlett. Rumor says that it went on a bit longer, sort of just tapering off (the novel was not finished when the publisher bought it), but they had to choose some point to end the story, and Rhett leaving was the point decided upon. How true these rumors are, or if they are just wishful thinking by fans, will never be known. One thing that is certain is that there was a sequel commissioned by MGM around 1972 titled "TARA" (the author's name is not known). Unfortunately, MGM didn't really hold the rights to the story, only the film, and "Tara" never made it out of the galleys. It's said that "Tara" was superbly written, and not only stayed true to the original story and characters, but also to Mrs. Mitchell's incredible writing style. How sad that it was never published. We jump forward many years to the publication of Scarlett- The Sequel To Margaret Mitchell's 'Gone With The Wind'. The writer is Alexandra Ripley, a southern writer with quite a few historical romance novels under her belt. Like Margaret Mitchell, Ms. Ripley grew up in the South, and had a solid background from which to compose a sequel to GWTW. Sadly however, she is simply not the caliber of writer that Mitchell was, nor does Ripley seem to have even the barest of grasp of the subject matter or even to understand it. In GWTW, there isn't a single word written that doesn't, in some way, have meaning with some other part of the book; there is no action that doesn't further the story or deepen the characterizations. Even the most minor, throw away, lines have some meaning in the context of the story, such as Scarlett relating to the Tarleton Twins that Mammy Jincy had once told her fortune and declared that she would marry a gentleman with dark hair and a moustache, to which Scarlett replied that she didn't like "dark haired gentlemen." It's a seemingly innocent line near the beginning of the book, but in the overall context, is a foreshadowing of what's to come. Alexandra Ripley doesn't seem to have noticed this, and not only is most of the action in the book pointless, but it doesn't even relate to anything else, nor does it deepen our understanding of characters or their motivations. Page after stupefying page of tea parties, visits to the market, and knee slapping parities with Scarlett's white-trash Irish relatives are the bulk of the action. None of it leads anywhere, nor does any of it have any point. The scenes could be removed and wouldn't affect the story in the least. Dialogue is similarly inept. Characters make small talk, and none of it does anything but fill space. It's as if Ms. Ripley was told that she had to fill a certain number of pages, content be damned! Perhaps what's even worse, is the actions that DO propel the story forward are so out of step with the characters detailed in the original novel that it all becomes absurd. Scarlett selling Tara? No way. There was nothing in the world that could come between Scarlett and Tara, yet Ripley has Scarlett sell it off without even so much as a second thought. Essential characters from the original are similarly dispatched without delay. Mammy? Killed off. Ashley and Aunt Pitty? Gone ASAP. Then there are the situations that strongly suggest that Scarlett has suffered some form of brain damage from the hardships she's endured. At the ridiculous "masked ball" that Atlanta holds, Ripley's Scarlett is so stupid that she doesn't even recognize her own husband, Rhett! The suspicion of brain damage is confirmed when Scarlett is in Ireland and doesn't realize that a Civil War, similar to the one she lived through, is brewing. Plus, Scarlett, who in the original novel, only recognized "common sense" and didn't go in for the "twaddle" of religion and mysticism, is strangely taken by witchcraft when she's given a middle-of-the-night caesarian (with the kitchen butcher knife!) by an old witch... then she names the kid "Cat". I simply cannot image Scarlett naming a child of hers anything so awful as "Cat". Naming the child after her mother, whom Scarlett worshiped as something like a Madonna, would have been much more believable and in character. Possibly the biggest mistake was Ripley forgetting or ignoring the part of Gone With The Wind that read (paraphrasing): "When a Southerner took the time to pack a trunk and travel 20 miles, the visit was seldom for a duration of less than a month" It goes on to talk about how relatives would arrive for Sunday dinner and stay until they were buried some years later - newlyweds would visit and often remained in some pleasant place until their second child was born. Because houses were large, food plentiful, and staff's huge, visitors posed no problem. Sadly, Ripley has Scarlett traveling great distances at the drop of a hat, staying a few days, then going somewhere else. She travels as if it were modern times, and airlines existed, going from place to place in record time - even an across-the-ocean voyage to Ireland is quick of minimal importance to Scarlett! I could go on about all the defects, but what's the point? One thing that is clear is that as bad as the sequel is, it was, at one time, even worse. After Alexandra Ripley turned in her finished manuscript, it was felt to be so bad that a ghost-writer was brought in to re-work it considerably. This is not rumor or unsubstantiated fact. Before the book was published, it was common knowledge that it was being ghost-rewritten, so we can only imagine what a mess the story must have been originally. I've tried, on several occasions, to re-read the novel; to give it a second chance, and hopefully, see it on its own merits. I've not been able to accomplish that considerable feat. The book is just so poorly written, with such a lackluster story, situations and characters, that it cannot even stand on its own. This is quite sad. Hopefully, some day, we might get to read the sequel, "Tara", that was written in the early 70's. Until that time, just pretend that "Scarlett" was never written and imagine your own ending to Gone With The Wind... even in your worst nightmares, you are sure to come up with a better sequel than by Ms. Ripley and Ghost-Writer.
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am 22. August 2006
Ich kann verstehen, dass ein so gewagtes Projekt wie Ripleys verschiedene Meinungen und kritische Simmen heraufbeschwört. Ist es überhaupt rechtens, einen so großartigen Weltliteratur-Roman wie Margaret Mitchells "Vom Winde verweht" fortzusetzen? Schließlich hat die Autorin ihr Ende mit bedacht gewählt. Und das ganze dann auch noch in einer vollkommen anderen Zeit - Generationen später, mehr als 50 Jahre nach Erscheinung des Vorgängers?

Ripley war sehr mutig und stellte sich dieser Herausforderung. Ich finde, sie ist ganz und gar nicht gescheitert. Die Frage hierbei ist doch, wollen wir überhaupt eine Fortsetzung der Geschichte um Scarlett oder sind wir schon so sehr mit dieser geschichte und diesem Schicksal verwachsen, dass wir gar nicht WOLLEN, dass Scarlett sich ändert, so wie es die Zeiten auch tun?

Ripley lässt Scarlett reifen und erwachsen werden. Die Zeiten ändern sich, ihre Situation ändert sich und auch ihre Umgebung ändert sich. Am Ende bleibt nichts oder fast nichts von Mitchells Scarlett - aber warum auch? Wir haben hier eine der vielen Varianten wie sich Scarlett hätte weiterentwickeln können und ich finde, dies ist eine durchaus authentische!

Am Anfang des Buches finden wir sie noch - die zickige, starköpfige Scarlett, die denkt, sie braucht nur mit dem Finger zu schnippen und schon bekommt sie, was sie will. Wir erleben mit ihr die Bitterkeit des Lebens und wie sie eine schmerzliche Lehre nach der anderen erfährt. Wir erleben, wie sich Scarlett entwickelt. Zuerst beginnt sie tatsächlich, sich und ihr bisheriges Verhalten in Frage zu stellen.

Der Verweis auf ihre irischen Wurzeln, der landesbedingte, gesellschaftsbedingte Umbruch schafft eine solide und glaubwürdige Basis für ihren schließlichen, so tiefgehenden Wandel.

Und vielleicht haben manche Leser es nicht bemerkt - Ripley hat mit einer echten Detailgetreutheit gearbeitet, nicht nur, was die Vorlagen aus Mitchells Werk betraf, sondern auch bezüglich der Sitten, Gewohnheiten und historischen Fakten Irlands. Was Mitchell historisch in Vom Winde verweht anhand der Südstaaten darstellte, versucht Ripley hier anhand der irischen geschichte und deren Konflikte.

Das gelingt nicht schlecht, aber auch nicht mit Bravour, zeigt aber auch hier, dass sich Zeiten, Land und MENSCHEN eben ändern.

Ich finde die Wandlung Scarletts lässt Ripley sehr behutsam und authentisch von statten gehen.

Was die Kritik betrifft, Ripleys Schreibstil sei langweiliger als Mitchell, die Figuren farbloser, so kann ich darüber nur den Kopf schütteln - das empfinde ich ganz und gar nicht so. Ich finde, Ripley schreibt ebenfalls farbenfroh und echt- sie schreibt aber ANDERS als Mitchell.

Das Ende jedoch gefällt mir persönlich nur bedingt. Ich finde, die über 800 Seiten erhoffte und angestrebte Wiedervereinigung von Rhett und Scarlett geht zu aprubt und schnell von statten, inmitten des Chaos und Trubels einer Revolte, deren Entstehung man als Leser nicht wirklich gut nachvollziehen kann. Überhaupt finde ich, dass das Buch in den letzten Kapiteln inhaltlich schwächelt.

Ansonsten finde ich das Buch aber sehr, sehr gelungen!
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am 17. Oktober 2005
Dieses Buch ist, als Werk für sich gesehen, erstklassig gelungen. Doch man muss es in Bezug auf seinen Vorgänger, "Vom Winde verweht" sehen.
Man muss sich, bevor man sich entscheidet, dieses Buch zu lesen, über eins im klaren sein: Es lag nie in der Absich Margaret Mitchells, eine Fortsetzung ihres Meisterwerks zu schreiben.
Dementsprechend war das, was Rhett Butler am Ende von "Vom Winde verweht" erklärt, dass seine Liebe zu Scarlett erschöpft ist, eine endgültige Tatsache.
In der Fortsetzung werden Mitchell nun andere Bedeutungen in den Mund gelegt. In "Scarlett" ist die Grundannahme, dass Rhett Scarlett immernoch liebt, und nie aufgehört hat, sie zu lieben, aber wegen dem Schmerz, den Scarlett ihm all die Jahre zugefügt hat, dazu entschlossen ist, seine Liebe zu unterdrücken.
Tatsache ist also, dass hier ein Bedeutungsunterschied vorliegt. In der Fortsetzung wird umgestoßen, was die Originalautorin am Ende beschlossen hat, die Gefühle werden verändert.
Man muss aber bedenken, wenn man die beiden Bände als Gesamtwerk betrachtet, dass kein inhaltlicher Bruch zu erkennen ist.
Obwohl Mitchell also eigentlich am Ende ihres Werkes gemeint hat, dass Rhett Scarlett nicht mehr liebt, kann man es, wenn man will, durchaus auch so deuten wie Alexandra Ripley.
Wenn man sich aber mit der Tatsache abgefunden hat, dass der Originalautorin hier einfach andere Bedeutungen untergeschoben werden, was der einzige Fehler der Fortsetzung ist und den einen Stern gekostet hat, kann man in aller Ruhe den zweiten Teil genießen.
Scarlett hat nun endlich erkannt, dass sie Rhett liebt.
Sie versucht am Anfang sehr plump und direkt, so wie es schon immer, auch im ersten Teil, ihre Art war, Rhett zurückzuerobern.
Rhett geht darauf jedoch nicht ein.
Hier erkennt man, dass Ripley den Figuren durchaus treu geblieben ist.
Mitchell hat ihre Geschichte so ausgehen lassen, dass Rhett und Scarlett, so wie sie waren, schlicht nicht richtig zusammenpassten. Das hat auch Ripley fortgeführt. Sie ist nicht einfach davon ausgegangen, dass Rhett sofort auf Scarlett einsteigt.
Auf 800 Seiten verteilt stellt Ripley nun Schritt für Schritt Scarletts Wandlung dar.
Denn das sie sich ändert ist eindeutig. Das muss sie auch. Nur durch ihre innere Wandlung ist es ihr schließlich möglich, Rhett zurückzuerobern.
Diese innere Änderung geht sehr langsam von statten. Sie ist sehr genau und überzeugend dargestellt.
Scarlett ändert sich nicht von heute auf morgen und ist so in der Lage, Rhetts Liebe zu gewinnen. Die Umstände bewirken ihre Wandlung.
Ganz langsam lernt sie, wirklich zu lieben. Erstmals kann sie auch ihr Kind lieben und reift heran. Diese Reife erlangt sie nicht überstürzt sondern lernt mit der Zeit dazu.
Schließlich findet sie die Kraft, sich einzugestehen, dass sie Rhett verloren hat und will sich ein neues Leben aufbauen.
Dennoch denkt sie immer wieder an ihn.
Schließlich und endlich finden sich die beiden auch. Doch das ist von vorn herein klar, denn allein aus diesem Grund wurde ja die Fortsetzung geschrieben.
Am Ende von "Vom Winde verweht" ist die Erkenntnis, dass Rhett und Scarlett nach allem, was sie erleben, nicht zusammenfinden, sehr ernüchternd. Die Figuren sind einem ans Herz gewachsen und man wünscht sich, sie kämen zusammen.
Deswegen wurde die Fortsetzung geschrieben.
Ripley bleibt den Figruen treu, auch wenn sich die Umgebung hauptsächlich nach Irland verlegt. Die Tatsach, dass Scarlett sich ändert, ist kein Bruch mit den Figuren. Innere Wandlung und Reife kommt bei den meisten Menschen mit der Zeit, und Ripley stellt dies bei Scarlett originalgetreu dar.
Das Happy End, das man sich nach dem Original so sehnlich gewünscht hat, rundet die Geschichte schließlich perfekt ab.
Alles in allem ist das Buch also allen zu empfehlen. Es ist sehr gelungen und größtenteils wird auch die gleiche Stimmung gehalten, wie das Original es vorgibt.
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am 27. März 2012
Als getreuer "Vom Winde verweht" Fan, wollte ich dieser Fortsetzung von Alexandra Ripley eine wirkliche Chance geeben,
mich von ihrem Buch zu überzeugen. Sie hat es teilweise geschafft.

Jedoch auch nur teilweise. Größtenteils habe ich mir gewünscht, dass denn nun mal endlich etwas passiert, jedoch mangelt es dem Buch leider an Action und an Drama. Wenn man die vielen ereignislosen Seiten einmal hinter sich gelassen hat, überrascht Ripley mit sehr schönen Geschichten um Scarletts Zukunft.

Im Allgemeinen war wirklich nicht enttäuscht von dem Buch, es ist jedenfalls lesenswert (schließlich ist es "nur" eine Fortsetztung). Bei weitem also nicht so gut wie das Original, aber das sollte man auch wirklich nicht erwarten.
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am 1. September 2002
Nach "Vom Winde verweht" hat wohl jeder auf ein Happyend in einer Fortsetzung gewartet und war neugierig, wie es ausgehen würde. Im Grunde ja "überflüssig" und "realitätsfern", da es auch im wirklichen Leben oft genug nicht glimpflich ausgeht. Naja, die Erwartung war da, und 1992 kam die Fortsetzung auf den Markt.
Anfangs schreibt Alexandra Ripley das Werk bruchlos weiter. Es beginnt mit Melanie Hamiltons Beerdigung und Scarletts Rückkehr nach Tara. Es kommt später zum erhofften Kampf um Rhetts Liebe, der natürlich folgerichtig zunächst aussichtslos verläuft. In Charleston findet Scarlett eine Freundin in ihrer Schwiegermutter Eleanor, bei der sie alle verschütteten, liebenswerten Züge zur vollen Entfaltung bringt, eine Bewunderin in der späteren Rivalin Anne Hampton (Melanies Kopie). Rhett stößt Scarlett von sich - zum Schrecken seiner armen, verschüchterten Schwester Rosemary. Die Wende nimmt das Buch, als Scarlett nach einem gemeinsamen Bootsunfall mit Rhett schwanger wird. Von dem Kind wird Rhett allerdings nichts erfahren, da er sie mal wieder sang- und klanglos verlassen hat. Scarlett begibt sich auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln in Irland, findet die Familie ihres irischen Vaters, schafft ein zweites Tara, bringt ihre Tochter zur Welt - Cat -, an der sie alles versucht gutzumachen, was sie bei Wade, Ella und Bonnie versäumt hat, kämpft um Ansehen und Erfolg, sonnt sich nach wie vor in der Bewunderung der Männer, führt Ashley eine neue Frau zu und entzieht sich ihrer selbstauferlegten Verantwortung für ihn, wie sie es Melanie versprochen hat, verliert selbst einen guten Freund im irischen Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken und leidet, als sie von Rhetts Ehe mit Anne erfährt. Er scheint ganz verloren, als seine neue Frau schwanger ist. Scarlett muss eine weitere persönliche Niederlage einstecken, bleibt aber immerhin die angesehene "O'Hara". Kurz bevor sie Fenton, einen Grafen, heiraten will, platzt Rhett erneut in ihr Leben. Ballyhara brennt ab, er erfährt endlich von der gemeinsamen Tochter Cat. Scarlett und Rhett finden endlich zueinander - gerade noch so. Ende gut, alles gut.
Irgendwie schien es, als hätte Alexandra Ripley im Grunde auch ein völlig anderes Ende gut gefallen und als habe sie wider-strebend den Bogen zum Happyend geschlagen. Als Fortsetzung hat das Buch die 3 Sterne gerade für den Anfang verdient und die Erwähnung aller bekannten Personen, die Krieg und Spekulanten überlebt haben sowie für die phantasievollen, teilweise aber eher phantastisch anmutenden Ereignisse in Charleston und Irland. Insgesamt trägt der Roman eindeutig A. Ripleys eigene Handschrift und passt eher zu ihrem Roman "New Orleans". Der Schreibstil entspricht eindeutig der heutigen Zeit und fängt mehr den aktuellen Zeitgeist ein. Margaret Mitchell als Frau der Jahrhundertwende stand der damaligen Zeit vom Welt- und Frauenbild her näher, daher wirkte ihr Roman realitätsbezogener. Sie beschwört den Charme des alten Südens deutlicher herauf, Alexandra Ripleys Schilderungen klingen zu modern und enttäuschen daher. - Vom Inhalt her ein phantasievoller Roman, allerdings hier und da zu unrealistisch und in seiner Entfaltung durch den Erwartungsdruck ans gute Ende viel zu gehemmt. Auch dieses Buch hätte ein anderes Ende verdient: Rhett mit Anne und Kind, Scarlett mit Fenton.
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