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am 6. Februar 2012
Ich habe den Film Stalingrad schon viele Male gesehen, so freute ich mich, als ich von einer literarischen Aufarbeitung des Themas aus gleicher Feder hörte. Da das Buch nun schon einige Jahre auf dem Rücken hat ist es auf dem Marketplace günstig zu erstehen gewesen.
Noch voller Vorfreude ging es dann an das Buch. Auf den ersten Seiten begrüßt Nobert Burger (mittlerweile ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Köln) mit einem Geleitwort, in dem es eher vorrangig um die Beziehung Köln-Wolgograd geht. Schön ist zu lesen, dass es 1990/91 eine Hilfsaktion von Deutschen für Russen (damals eigentlich noch Sowjetbürger) gab. Auch sonst ist das Geleitwort nicht zu sehr in Political Correctness gehüllt wie es wohl heute der Fall wäre.
Auf den nächsten Seiten beginnt dann das eigentliche Buch von Vilsmaier. Doch mit jeder Seite mehr, die ich las wurde mir das Buch immer unsympathischer. Vilsmaier sagt selbst "nichts beschönigen, zeigen wie es war", was an sich richtig ist. Aber er lässt den Leser hier immer wieder im Glauben, das Deutsche Volk habe vor Hitler gradezu eine Blütezeit erlebt. Man bekommt eigentlich nicht mit, dass davor der 1. Weltkrieg war und schwere (geisteskranke) Forderungen an das Deutsche Reich als es zum (zurecht sogenannten) Schandurteil von Versailles kam.

Im Buch wird wild zwischen Hitler-, Nazi- und Deutschland gewechselt, ein Laie könnte hier leichte Assoziationsschwierigkeiten haben und generell liest sich Vilsmaiers Buch leider wie ein DDR-Geschichtsbuch.

Was mich an dem Buch sehr stört ist dieser allgegenwärtige mahnende Zeigefinger und die für meine Begriffe negative Darstellung, der deutschen Armee. Der Film hat mich aufgrund seiner Nüchternheit und Neutralität beeindruckt, die nichts beschönigte und objektiv darstellte. Genau diesen "Zauber", der den Film sehenswert und besonders macht, enthält das Buch nicht.

Hier wird dem "Heldenkampf" der deutschen 6. Armee jeglicher Heroismus abgesprochen - heroische waren die letzten Wochen im Kessel nicht - aber dann wird der Gegenseite, der sowjetischen Armee (hinlänglich bekannt für ihren Umgang mit Feigheit vor dem Feind), die so menschenverachtend agierte wie Vilsmaier es Hitlers Verbot des Ausbruchs aus dem Kessel vorwirft. Ausgerechnet dieser Truppe wird dann Heroismus zugesprochen. Diese Aussage könnte von einem FDJ-ler kommen, so nach "Böser Nazi-Opa aber heldenhafter Sowjetsoldat, der Opa seiner gerechten Strafe zuführte und bei der Befreiung in Berlin Nazi-Oma hemmungslos vergewaltigte und auch sie ihrer gerechten Strafe zuführte." So oder ähnlich könnte man das auch in Worte fassen.

Auch die Darstellung des Untergangs der 6. Armee in Stalingard als die Kernthese der Darstellung des 2. Weltkriegs als Unsinnigkeit, Nutzlosigkeit und Irrationalität sowie die Aussage, dass allein Hitler-Deutschland den Krieg provoziert hat, klingt nach Gutmensch und ist sehr unsympathisch und klingt nicht nach Forschung und erneut nicht nach dem was den Film auszeichnete: Objektivität.
Sinnvoll und von Nutzen war der Krieg durchaus, der zeigte der Welt, dass man ein Volk nicht fesseln und treten kann, gleichzeitig aber auch noch als Diener der Welt gebrauchen möchte. Es wird aufbegehren und sich wehren. Versailles ist meiner Meinung nach der Nährboden für Hitler gewesen, wäre es dazu nicht gekommen wäre ein undeutsamer Maler in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts verstorben und der Welt wäre der 2. Weltkrieg erspart worden. Da aber die Entente-Mächte auf eine massive Geiselung Deutschlands durch wahnsinnige Reparationsforderungen und eine allgemein hin deutschfeindliche Politik setzten, gab das Raum für Menschen wie Hitler.
Von Nutzen war er auch für viele die sich an den 12 Jahren 1000jähriges Reich gesundgestoßen haben, auch wenn viele das heute nicht mehr zugeben wollen.
Irrational ist er vielleicht aus heutiger Sicht, aber bestimmt nicht aus damaliger. Der Krieg bedeutete für manche einen persönlichen Rachefeldzug, gab vielen wieder den Wert Deutschlands und seiner Armee zurück (auf jeden Fall in den Anfangsjahren 1939 - 1941) und stand erneut für den Ausbruch aus den Fesseln von Versailles. Diese Fesseln wurden dem deutschen Volk auch kein zweites Mal angelegt, da unsere ehemaligen Feinde erkannten, dass, sollten sie es erneut zu einem Versailles kommen lassen, ein 3. Weltkrieg schon in den Startlöchern steht. Durch Partnerschaft und Gemeinschaft sind wir zu unserer heutigen Welt gekommen, hätte man 1918-19 ebenfalls so gehandelt wäre es zu keinem 2. Großer Krieg gekommen und viel Leid und Elend wäre der Menschheit erspart geblieben.

Über den Holocaust schreibt Vilsmaier auch mehrere Zeilen, persönlich reicht mir dafür ein Satz: "Geisteskranker Wahnsinn!"

Das Buch müsste eigentlich durch den Stil eines DDR-Geschichtsbuches (k)einen Stern erhalten, aber die vielen Info-Tafeln, Bilder aus Produktion und damaliger Zeit und das Kapitel das alte, deutsche Landser zu Wort kommen lässt, geben ihm den 2. Stern.
66 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Februar 2011
"Stalingrad. Eine Armee wird geopfert" erschien im Rahmen von Joseph Vilsmaiers Kriegsdrama "Stalingrad". Das Buch versucht den Ablauf dieser grausamen Schlacht zu rekonstruieren und gleichzeitig den Bezug zu einzelnen Filmszenen zu finden. Mit vielen zeitgenössischen Aufnahmen und Bilderszenen aus dem Film liefert das Werk einen chronologischen Ablauf der Schlacht und den Folgen für die deutschen Soldaten. Abschließend empfiehlt das Werk noch einige Filme, die sich ebenfalls mit der Schlacht um Stalingrad (u. a. ein russischer Propagandafilm aus den Nachkriegsjahren) beschäftigen bzw. die Folgen der Schlacht zeigen ("Der Arzt von Stalingrad").

Insgesamt handelt es sich hierbei aber eher um eine "nette" Draufgabe zum Film. Da das Buch größtenteils nur die deutsche Seite der Schlacht beleuchtet und auch nur oberflächlich an den Details kratzt, ist dieses Werk für Historiker eher uninteressant. Diese sollten daher lieber zu dem Buch "Stalingrad" von Anthony Beevor greifen - 3 Sterne für ein nettes Filmbuch, dass aber keinen tiefergehenden Anspruch hat und stellt.
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