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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
44
3,6 von 5 Sternen
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am 31. Januar 2013
habe ich erst gedacht. Ich hatte schon mal in der Teenyzeit: "Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund" gelesen und fand es damals cool. Jetzt, nach den ganzen sexuellem Mißbrauchsgeschichten seiner Tochter Pola, wirft KK's Motto: Ich bin eine Hure usw. einen bitteren Nachgeschmack auf und eigentlich gehörte er wohl in eine Therapie. Ganz ehrlich: Ich glaube die Geschichten nicht mehr. Den Sex mit der Mama haben sie ja raus, aber auch das mit der Riesin oder seiner Sekretärin, die so nach Fisch riecht, dass er sie gleich rannehmen muss, klingen so "hanebüchen", dass sie eher Phantasien unterzuordnen sind. Jetzt während der neuen Sexdebatte: Frische Kost vom Gott habe ihn selig, krankesten Charakterschauspieler Deutschlands!
PS: Grade wieder Nachtblende gesehen und möchte nicht um alles in der Welt mit ihm Sex haben, aber ich wäre wohl auch zuuu alt... hehe..
Trotzdem 4 Punkte wegen der Komik
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am 27. Dezember 2006
Klaus Kinski ist bis heute eine äußerst umstrittene Persönlichkeit. Der für sein Gemüt, das sich meist zwischen Cholerik und wüster Raserei befand, bekannte Schauspieler ist den meisten Menschen als prädestinierter Filmbösewicht oder als polygamer Privatmensch ein Begriff; leider, muss man hinzufügen - denn Kinski als einen genialen Schauspieler zu bezeichnen, ist keine realitätsfremde Behauptung. Werner Herzog gilt als einer der großen deutschen Regisseure, die dem deutschen Kino wieder internationales Ansehen brachten. Herzog hätte diesen Ruf, vornehmlich durch die Filme "Aguirre - der Zorn Gottes", "Nosferatu", "Fitzcarraldo" und "Woyzeck", ohne Klaus Kinski NIE erlangt.

Wer sich nun allerdings in "Ich brauche Liebe" Einblicke in die Lebens- oder Gefühlswelt dieses Genies erhofft, dem wird das Buch herzlich wenig sagen. Kinski wütet und wettert darin gegen Schauspieler, Filmbosse - Herzog bekommt auch allenthalben sein Fett weg - und andere Gestalten und breitet in der denkbar explizitesten Form seine "Sexkapaden" aus. Da Werner Herzog einmal bekundete, er selbst hätte mit Kinski über einem Lexikon gesessen und dabei wilde und obszöne Wörter ersonnen, um den Verkaufswert dieses Buches zu steigern, darf man das Ganze relativ gelassen weitgehend als FIKTIV bezeichnen.

Wie auch immer, der dem Kinski'schen Schreibduktus eigene Telegrammstil besitzt doch ein enormes Maß and Komik und Situationskomik. Die Anzahl an Synonymen, mit denen Kinski Genitalien und andere am Geschlechtsverkehr beteiligte Organe beschreibt, beeindruckt den Leser gar. Die ungenierte Offenheit dieses Anti-Literaten liest sich zudem wesentlich besser als manche Biographie gewisser Politiker, Schauspieler oder Musikproduzenten, während sie diesen Werken auch inhaltlich womöglich noch überlegen ist.

Fazit: Mit gehobener Literatur hat "Ich brauche Liebe" ebenso wenig zu tun wie mit einer Autobiographie. Hier spielt einer einfach eine Rolle, und zwar die des Casanova, der er ja - wenn auch in geringerem Maße - im wahren Leben wirklich war. Der zwischen den Zeilen durchschimmernde Nonkonformismus und die entwaffnende sprachliche Direktheit vermögen es dennoch, einen großen Unterhaltungswert darzustellen. Und um des Unterhaltungswertes willen gibt es auch vier Sterne.
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am 27. Juni 2015
Für mich sind die in dem Buch zum Teil bis ins Detail geschilderten unzähligen Sex-Eskapaden des Herrn Kinski mit den verschiedensten Mädchen und Frauen sowie die vulgäre Wortwahl wie er Geschlechtsteile beschreibt einfach nur widerlich, eklig und gruselig. Ich denke, daß die meisten dieser Geschichten den Phantasien eines Sexbesessenen entsprungen sind, da es für mich nicht nachvollziehbar ist, daß es so viele Frauen gegeben haben soll, die anscheinend nur darauf gewartet haben, von Herrn Kinski "beglückt" zu werden.
Herr Kinski hat offenbar keinerlei Rücksicht auf die Gefühle seiner Kinder genommen, als er das Buch geschrieben und veröffentlicht hat.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie ihnen zumute war, als sie das Buch gelesen haben.
An dieser Stelle gilt mein absolutes Mitgefühl seinen Kindern, vor allem aber seiner Tochter Pola, deren Buch "Kindermund" mir persönlich sehr zu Herzen gegangen ist.
Schwer vorstellbar, was sowohl Pola Kinski als auch deren Halbschwester Nastassja Kinski mit solch einem Vater, desser Wutausbrüche ja bekannt waren, wohl alles ertragen haben müssen.
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am 27. Juni 2014
Ich brauche Liebe

Ich glaube kein Mensch weiß wie Klaus Kinski wirklich war.

Das Buch werde ich nicht noch einmal lesen.
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am 4. Mai 2017
Kinski hat einmal dem Regiesseur Werner Herzog anvertraut, dass in einer Autobiographie keine Wahrheit gehört, sondern einzig DAS, was der geneigte Leser lesen will, aus diesem Grund ziehe ich Biographien den Autobiographien vor. Kinski war ein genialer, kranker, sexsüchtiger Schauspieler, mit ungeheurem Geltungsdrang. Als Autobiograph ist er schlichtweg eine einzige unglaubwürdige Katastrophe. Sowohl ICH BRAUCHE LIEBE, als auch ICH BIN VERRÜCKT NACH DEINEM ERDBEERMUND, muss man nicht unbedingt gelesen haben. Ich habe es nicht geschafft, beide bis zum Ende durchzulesen, dafür ist das Leben zu kurz, und der lesenswerten Bücher zu viele. Schade das man 1 Stern geben muss, 0 Sterne wären angebrachter.
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am 4. Juni 2016
Sie war billig zu haben, die Biographie. Würde sie den Schleier lüften über diese verworrene, größenirrsinnige Persönlichkeit, als was einem dieser Mensch über die Medien dargestellt, als was er sich selber dargestellt hatte? Niemals ganz! Konnte man etwas erfahren darüber, was der schmale Grat von Genie und Wahnsinn ausmacht? Gar nicht! Zu wenig Genie, noch dazu begrenzt auf die darstellerische Kraft im Schauspiel, zu viel Wahn im Unsinn, nicht viel im Sinn. Und doch war es aufschlussreich, in diesem Buch zu lesen. So viel Ehre konnte ich ihm nicht antun, alles zu lesen. Endlose Aneinanderreihungen von Belanglosigkeiten, nachdem einmal die katastrophale Kindheit und Jugendzeit abgehandelt war, konnten übersprungen werden, hie und da einmal hineingelesen, wenig festgelesen. Das Wirrwarr, das der Autor im Kopfe haben musste, schlug sich im Geschriebenen nieder. Manchmal hört das Beschriebene abrupt auf- die gelungensten Momente – aber das waren wohl Kürzungen der Erstausgabe, die zensiert worden sein muss, ob der Abscheulichkeiten und Peinlichkeiten, oder auch schamlosen Preisgaben von Intimitäten, die der Autor über den Leser auszubreiten sich natürlich nicht schämte.
Einiges ist doch klar geworden. Der Start in ein normales Leben mit einem intakten Elternhaus war ihm verwehrt, vorausgesetzt das stimmt alles was er schreibt. Erwachsen ist er nie geworden, er blieb infantil! Leider nicht bloß kindlich, der Kinskopf! Wenn er doch ganz Kind geblieben wäre! Ein Schauspieler weniger, aber eine intakte Menschenseele mehr! So aber bekam sein Wesen dämonisch-scheusalhafte Züge, erkennbar in dem was er anderen antat und was er selber darüber sagte. Seine Unreife merkt man besonders an seiner Ausrichtung auf das Ausleben des Ichs auf Kosten gerade auch der allernächsten Menschen. Aber es ist ja alles noch schlimmer. Wer wäre nicht auch von der Krankheit der Ichsucht erfasst. Aber sie muss nicht gemeingefährlich werden.
Jemand, der sich selber als Kindervergewaltiger bezeichnet und mit Frauen derart rücksichtslos und menschenverachtend umgeht, sich noch damit rühmt und mit unsäglich doof-derben Plattheiten kommentiert gehört in eine geschlossene Anstalt, die ihn zwar nicht bessern kann, aber andere Menschen vor diesem wenig gescheiten, dafür in vielem gescheiterten Menschenleben schützt. Da kann man wenig schönreden.
Klar, Kinski hat einiges verstanden, aber man hört nicht auf einen Spinner. Er schimpft über das Establishment und möchte sich mit Jesus identifizieren, weil der ja auch ein unerschrockener, mutiger Mensch war. Ja, gerade mit Jesus vergleicht er sich, der sagte: „Wer den Kindern ein Leid zufügt, für den wäre es besser mit einem Mühlstein im Meer versenkt zu werden…“. Kinski war ein zutiefst verunsicherter, verzweifelter Tunichtgut, der eigentlich dahin zurückgehört hätte, wo er selber hin wollte: zurück in den Mutterleib. „Ich will Liebe“ schreit er durchs Leben durch und missbraucht doch nur wieder den größtmöglichen Ausdruck körperlicher Liebe. Liebe durch Sex ersetzen, und dabei noch den Missbrauch zum göttlichen Standard, von Kinskis Gnaden zu erheben, ist nicht nur pathologisch dämlich, sondern auch von selbstanklagender Irrsucht. Der größte Witz ist, dass Kinski behauptet so viel Liebe geben zu können, wo er doch selber keine hat.
Und so, als bedauerlicher Nichtshabender, ist er durchs Leben gehetzt und anscheinend hat ihm niemand geholfen, dem, der sich nie helfen lassen wollte, ihm, der von sich behauptete, so viel Liebe geben zu können, aber so viel Missliebe, Verachtung und Hass bei andern ankommen ließ. Anspruch und Wirklichkeit klafften bei ihm Welten weit auseinander. Sie überspannen Himmel und Hölle.
Seinen Sohn hat er vergöttert. In ihm hat er seine eigene ungeliebte Kindheit nacherleben wollen. Aber wer sich sogar an den eigenen Töchtern vergeht, was kann der schon Gutes an einen Sohn weitergeben? Wie man Frauen, das Leben, die Menschenwürde, das Seelenheil anderer achtet? Wohl kaum! Ein armer Tropf, dieser Kinski, der in seinem Lebensbericht hauptsächlich seichte Brühe abtropfen lässt. Und keiner hat es ihm gesagt. Diese Biographie ist ein Dokument der Erbärmlichkeit des menschlichen Lebens, wenn es ohne Sinn und Verstand, ohne Ehre und Würde, ohne Anstand und Selbstverleugnung gelebt wird. All dies hat Kinski bestimmt gehabt, sollte man ihm unterstellen, nur schreibt er wenig bis nichts davon. Kinski scheint den Sinn des Lebens nicht nur nicht erkannt, sondern weit davon entfernt gelebt zu haben, wo man seinem Leben einen Sinn gibt.
Wer Liebe will, ist gut beraten, zuerst einmal selber Liebesfähigkeit zu erwerben. Und das setzt immer die Bereitschaft voraus zu schenken, zu opfern, sich herzugeben im Dienst am anderen. Kinski scheint nicht in der Lage gewesen zu sein, die Geschenke der Liebe und Zuneigung, die er erfahren hat, an sich selber auswachsen zu lassen. Das Zerstörerische, Gestörte behielt die Oberhand und setzte sich durch. Und deshalb kommt dies auch in seinem Geschreibsel zum Vorschein. Es gibt ein paar Sätze, die gut sind und Sinn machen, aber der Eindruck überwiegt, unreifes Geschwafel, wenig durchdacht, nichts zu Ende gedacht, Allerweltsdämlichkeiten. Und Abstoßendes, Verkehrtes, Würdeloses jede Menge. Kinski hat auch weise Entscheidungen getroffen in seinem Leben: die Vortragsreihe Lesen des Evangeliums brach er ab. Sicher, gerade ihm war nichts zu heilig. Aber dass ausgerechnet er Jesu Worte in den Mund nimmt und sie dann auch noch für sich beansprucht! Infam!
Kinski war eine mit sich selbst verkrachte Existenz. Das wirft die Frage auf wie ein so sensibler Mensch, der noch dazu sehr feinfühlig sein konnte, so auf dämonische Abwege abgleiten konnte und es auch immer wieder tat. Genie und Wahnsinn liegen vielleicht nahe beieinander, aber das Gute im Menschen und das Böse jedenfalls erst recht und das auch noch immer. Vollkommene Kunst ist nicht, im Schauspiel beides darzustellen, sondern im Leben das eine darzustellen und das andere wegzulassen. Kinski hat es nicht geschafft. Sein Buch ein Mahnmal dafür? Das ist zu hoch gegriffen.
Wer die Ausscheidungen dieses Mannes liebt, nimmt sich dann hoffentlich kein Beispiel an ihm. Schon aus Respekt vor Kinskis Tochter, die sagte, dass sie froh sei, dass ihr Vater tot ist, sollte man damit aufhören Kinski und seine Biographie hochzuloben, nur weil sie krass „anders“ ist. Hat denn die Vergötterung der Maximierung des Schändlichen noch nicht den Höhepunkt erreicht? Muss man sich im Dreck wälzen, um „in“ zu sein? Man muss dabei nicht befürchten, bei der Wahrheit bleiben zu müssen! Vielleicht will man deshalb das Hässliche und Böse "cool“ finden. Warum will man es mögen mit Kinski in den Kundgebungen seiner inneren, unerträglichen Zerrissenheit zu baden? Das braucht niemand, der geistig gesund und moralisch integer bleiben möchte. Kinski braucht einen gnädigeren Richter als es ein Bücherrezensent sein kann. Ich gebe eine dringende Empfehlung: Nicht lesen! Schälen sie lieber eine Karotte und füttern Sie die ihrem Hasen!
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am 6. November 2005
Bis ungefähr Seite 50 war ich regelrecht begeistert…Kinski schildert eindringlich und starkfarbig seine schwere Kindheit und Jugend. Nach circa 200 Seiten jedoch machen sich gewisse Ermüdungserscheinungen (beim Leser, nicht bei Kinski) bemerkbar. Es interessiert einen nicht mehr wirklich, ob er „sie“ (wer immer es sein mochte) von vorne oder von hinten nimmt und ob er 7 oder 11 Mal abspritzt. Es ist die x-Beliebigkeit mit der er sich durch seine Biographie rammelt, Kinski schafft es nicht seinen Figuren Leben einzuhauchen, er zeichnet sie sehr eindimensional und reduziert jede meist auf ihre Physiognomie unterhalb des Bauchnabels. Platz in diesem Buch hat nur er selbst. Gern hätte ich zum Beispiel mehr über seine Begegnungen mit Bert Brecht im Berliner Ensemble oder O.W. Fischer erfahren, aber er tut sie in einem Nebensatz ab. Schließlich gab es wichtigeres zu berichten, etwa dass er beim Pinkeln seinen Klaus nicht selber halten musste, sondern seine damalige Gespielin die er als holländisch-indonesischen Mischling beschreibt dies tat. Die Unglaubwürdigkeit die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht (als ob es nach dem Krieg und auch danach an jeder Ecke Frauen gegeben hätte die nur darauf warteten von einem offensichtlich Verrückten ge… zu werden) möchte ich gar nicht unbedingt als Schwäche bezeichnen, schließlich ist letztendlich jede Autobiographie in erster Linie eine Selbstbeweihräucherung. Trotzdem trägt Kinski insgesamt etwas zu dick auf, um Ich brauche Liebe wirklich gelungen nennen zu können. Wider besseren Wissens gebe ich ihm vier von fünf Sternen, einfach deshalb weil es ungeachtet aller Schwächen einen eigenen Charme verspritzt – pardon, versprüht, dem man sich (oder zumindest ich mich) über weite Strecken schwerlich entziehen kann.
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am 13. Juni 2012
Kinskis "Ich brauche Liebe" ist mit Abstand eines der langweiligsten Bücher, das ich in meinem Leben je gelesen habe. Ich hoffte mit dem lesen dieses Buches ein wenig vom Alltag und der Genialität des Schauspielers in Erfahrung zu bringen. So intelligent wie er teilweise in seinen Interviews spricht, so plumb ist dieses Buch geschrieben. Das gesamte Werk handelt nur von seinen angeblich tausenden von Affären und auf welche Art und Weise er diese... Desweiteren berichtet er unglaublich ausführlich über die Liebe zu seinem Sohn. Das Buch ist eine Katastrophe. Zwischendrein beschimpft er Seitenweise Werner Herzog, unter dem er seine genialsten Filme drehte. Gut beraten zum Kauf sind diejenigen, die gerne wissen möchten, wo und mit wem Kinski Geschlechtsverkehr hatte, wie Kinski seinen Sohn erzogen hat, und vor allem wer wissen möchte, für was Kinski sein Geld zum Fenster herausgeworfen hatte.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich mit dem Kauf des Buches knapp 8€ zum Fenster herausgeworfen habe.
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am 18. Mai 2006
Kinski ist mit "Ich brauche Liebe" trotz einiger Schwächen, ein gutes Buch gelungen.

Ungeachtet aller Subjektivität, beschreibt das Prädikat "echt" ihn und sein Buch am besten. An keiner Stelle hat man den Eindruck, dass er irgendetwas verheimlicht, um sich in einem besseren Licht darzustellen. Seine Sprache ist kraftvoll, hart und ungeschönt.

Die Schilderungen seiner Naturbetrachtungen sind von besonderer Intensität und Sprachgewalt. Immer dann wenn er sich mit aller Gewalt gegen die moderne Zivilisation auflehnt und die Natur als Idealtyp verherrlicht, schwingt sich Kinski zu wahrer sprachlicher Meisterschaft auf.

Was man ihm vorwerfen kann ist, dass er falsche Prioritäten setzt. So erfährt der Leser detailliert alles über jede Frau, die er in seinem Leben "gefickt", "gestoßen" usw. hat - und es sind viele. Aber er schafft es nicht, alle seine Filme zurück ins Gedächtnis zu rufen, oder gibt Namen falsch wieder: "Martin Bergmann" statt "Martin Bregmann" oder "Kubrik" statt "Kubrick". Die sehr emotionalen Episoden über seinen Sohn Nanhoi sind teilweise ermüdend und stehen in einem krassen Kontrast zu den teilweise pornografischen Schilderungen, die immer wieder im Buch eingeflochten sind.

Alles in allem, ein durchaus lesenswertes Buch, wenn man bereit ist, einige Längen und explizite Sprache in Kauf zu nehmen.
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am 29. November 2014
Kraftvolle, klare, wundervolle Sprache. Ein Buch, das mich tief bewegt hat. Der Inhalt ist außerordentlcih aufschlussreich und wirkt aufrichtig und ehrlich, wie ich es bisher bei keiner Autobiographie vorgefunden habe. Sicherlich hat Kinski viele Ereignisse unerwähnt gelassen. Das Buch ist trotzdem wie aus einem Guß geschrieben. Es trifft bei vielen Lesern und Menschen auf Unverständnis und Ablehnung. Dies liest man in den Rezensionen, dies stellt man bei Äußerungen seiner Mitmenschen fest, und man sieht es an den Reaktionen in den Interviews und auf die Interviews, die er gegeben hat. Man liest hier - aus medizinischer Sicht - die Aufzeichnungen eines Verrückten. Ja - Kinski hat vielen Menschen Leid zugefügt. Er hat jedoch auch viele Menschen sehr beglückt - unmittelbar und durch seine Kunst. Ihn zu richten steht mir nicht zu, es steht vielleicht (?) denen zu, denen er Leid zugefügt hat. Für mich hat das Buch beinahe etwas Visionäres, es hat mich beglückt und es hat mich weinen und lachen lassen. Wie Kinski geliebt und gelebt hat, wie er die Obsession der Liebe, die Macht der Eifersucht, wie er den Haß und die Verzweiflung, das Leiden an sich selbst und an den Andern, wie er die Liebe zur Mutter, die Liebe des Vaters zum Sohn und die Liebe und das Einswerden mit der Natur beschreibt... - Großartig. Fazit: Lesen!
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