find Hier klicken Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. August 2005
Anfänglich dachte ich mir bei diesem Roman, au weia, das wird anstrengend. Die Sprache, der (zunächst umständlich wirkende) Stil, nichts Alltägliches eben. Doch hat man sich einmal in die Geschichte Guiseppes eingelesen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Er wandert grabräubernd durch Italien auf der Suche nach der letzten Zutat für ein unsterblich machendes Gebräu und wird allmählich zum Spielball der mächtigen Kirchenfürsten. Zur Hand geht ihm dabei sein tumber Gehilfe Arturo, den er unterwegs aufgegabelt hat. Nur - ist Arturo wirklich so dämlich und naiv, wie ihn Guiseppe gerne hätte? Und ist sein Verlangen nach Unsterblichkeit wirklich so erstrebenswert? Was mich auch begeisterte sind Guiseppes Zwiegespräche mit seinem zynischen zweiten Ich. Herrlich wortgewandt und tiefsinnig. Man sollte beim Lesen auch wirklich genau darauf achten, wem Guiseppe alles begegnet. Denn so manche Begegnung wiederholt sich zumeist an ungeahnter Stelle, was einen weiteren Reiz dieses Buches ausmacht. Wer den historischen Roman liebt und dennoch Sinn für das leicht Abstruse und Tiefsinnige hat, ist mit diesem Buch sehr gut bedient.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Mai 2007
Mir wurde dieses Buch von einer sehr fähigen Verkäuferin empfohlen und obwohl ich anfangs sehr skeptisch war, habe ich es mir gekauft.

Ich persönlich habs nicht so mit Mittelaltergeschichten (bin eher ein Fan der Antike)aber dieses Buch hat mich wirklich überzeugt.

Ich liebe einfach diesen furchtbaren alten Mann, der so ganz anders ist als andere Hauptcharakteren. Er ist egoistisch, verrückt und herrisch.

Und die Art und Weise, wie er immer in die schrägsten Katastrophen schlittert uns auf so unglaubliche Weise immer wieder gerettet wird, ist einfach genial!

sobald man denkt "schlimmer kanns nicht werden", gerät der alte in eine noch schrecklichere und ausweglosere Situation!

Bei manchen Sachen schüttelt man einfach nur den Kopf und denkt sich, was der Mann doch für ein Spinner ist! Doch das macht diese Person aus. Er ist so anders und ungewöhnlich. Einmal eine ganz andere Hauptfigur als immer die wunderschönen Heldenburschen die immer nur gewinnen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2006
Selten hat mich ein Roman ( auch wenn überdeutlich, oder doch nicht ? ) so sehr in den Bann gezogen, das man ab der ca. 300. Seite das Ende nicht einmal erahnen konnte. Wirklichkeit und ein wenig Fiktion geben sich hier die Hand. Einfach Ideal ! Dieses schreibt Ihnen eine Person, die seit mehr als 20 Jahren historische Romane liest.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Januar 2007
Giuseppe Pagamino, umherziehender Medicus, Apotheker, Grabräuber, Zauberkünstler und noch vieles mehr, begegnet uns 1348 im pestentvölkerten Florenz, wo er gleich darauf Bekanntschaft mit dem jungen Arturo macht, und ihn zu seinem Gehilfen macht. In der Annahme, dem tumben Jungen all seine Geheimnisse anvertrauen zu können, enthüllt Giuseppe ihm seinen heimlichen Traum: das Lebenselixier "lacrime del diavolo" zusammenzubrauen, woran es ihm nur noch an einer klitzekleinen Ingredienz fehlt - dem Fingernagel des Teufels. Dabei fällt er leider von einer Pleite in die nächste, landet im tiefsten Kerker zusammen mit des Teufels Sohn, wird wie durch ein Wunder befreit, geht seines letzten Zahns verlustig als er Arturo vor dem sicheren Tode rettet, schlägt Kardinälen und Päpsten ein Schnippchen, immer auf der Flucht vor seinen Häschern, die ihm in Gestalt des skrupellosen, verrückten Soldatenhauptmanns Tizian dicht auf den Fersen bleiben. Durch seine geschmeidigen Lügen, Erfindungen und Verdrehungen windet sich Giuseppe aus jeder misslichen Lage bis auch er endlich seinen Meister findet.

"Der Lügner von Umbrien" ist ein Roman mit Herz und Verstand, anspruchsvoll und hintersinnig, voller Leben und Farbe, Schmerz und Freude. Es ist einer der besten historischen Romane die ich kenne und der vor allem den Namen "historisch" verdient, weil Bjarne Reuter es mit seinem Schreibstil schafft, den Leser komplett in die Geschichte abzutauchen zu lassen um Giuseppe und Arturo auf ihren verschlungenen Wegen zu folgen. Wenn es ginge, würde ich mehr als fünf Sterne vergeben.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Februar 2007
Ein ganz wunderbares Buch mit einer ebenso überraschenden wie eindrücklichen Lebendigkeit. Da wird nichts von einer höheren Region aus beschrieben - es ist einfach so und wir sind mittendrin. Die Selbstverständlichkeit religiöser Ansichten und Auslegungen, die Lebensweisen vom Arm und Reich, Geistlichkeit und Schurken ziehen den Leser ebenso in den Bann der Geschichte wie die liebenswürdige Schrulligkeit der Hauptfigur und die seltsamen Wendungen und Zusammenhänge. Wirklich lesenswert!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2007
Ja, was schreibt man nun über ein Buch von einem guten Schriftsteller, das man mit Vorfreude erworben hat und dann wegen Leseunlust Wochen lang herum liegen hatte? Drei Viertel des Buches erzählen und erzählen und erzählen professionell, aber fast wie hingeleiert nur vom Lügner Seppe, seinem Leben und seinen Erlebnissen. Der Seppe ist in meinen Augen so was von verschlagen, hinterlistig und absolut nur auf seinen Vorteil aus, dass keine Sympathie für ihn aufkam. Sicher, man erfährt auch viel von den Lebensumständen im 14. Jahrhundert, aber alles so monoton, als wäre das Leben jener Zeit in die Handlung eingebettet und nicht die Handlung in die Lebensumstände. In der Mitte des Buches plötzlich: es geschehen Morde! Man ist wie aufgescheucht: endlich passiert überhaupt etwas... Aber auch dieser Handlungsstrang verläuft irgendwie wieder im Sande. Man quält sich richtig durch bis zum Ende, in dem ein einziger logischer Handlungsstrang befriedigend fertig geknüpft wurde. Alle anderen "roten Fäden" wirken unlogisch. Der "Gag" in dem Buch, etwas Mystik einzubringen, ist so dünn, dass es fast lächerlich wirkt. Ich lese im Moment einen historischen Roman von einer weniger bekannten Autorin, einfach geschrieben, aber mit viel LIEBE zu ihrer Geschichte und zu den Details und man erfährt viel Interessantes und Wissenswertes über das Seifensieden in ganz früherer Zeit. Ist ein viel dünnerer Schmöker, aber mit viel mehr Leben erfüllt...
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juli 2005
Toller historischer Mittelalter-Roman von Bjarne Reuter ****
Guiseppe Pagamino zieht als Grabräuber und Heiler mit seinem Esel Bonifatius nach Florenz-steht " dem Medicus " in nichts nach-toll geschrieben,ich habe den historischen Roman geradezu verschlungen-507 Seiten die sich lohnen***Spitze!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Nein, ein edles Handwerk übt Giuseppe Pagamino in Italien wahrlich nicht aus: er ist ein Grabräuber. Das bringt ihm und seinem Gehilfen im großen Pestjahr 1348 einiges an Schmuck, der den vielen Toten mitgegeben worden war, aber wirklich gut kann er davon nicht leben. Das zweites "Standbein" ist daher seine Apotheke: auf einem Eselkarren befinden sich diverse getrocknete Kräuter, Essenzen etc., die er den Leuten "anzudrehen" versucht. Damit ist er der Kirche mit ihrer Inquisition schon einmal verdächtig. Das alles steigert sich noch, als Giuseppe einen "Fingernagel des Teufels" sucht: er braucht ihn, um eine Arznei herstellen zu können, die Menschen unsterblich macht. Darauf hat der Inquisitor schon gewartet...

Björne Reuter hat einen spannenden Mittelalterroman geschrieben, der uns im Pestajhr 1348 durch weite Teile Italiens führt. Held ist der schon erwähnte Giuseppe Pagamino, der, so oft er auch fällt, doch immer wieder irgendwie auf die Beine kommt. Dabei hilft ihm sein begnadetes Talent für Lügengeschichten, die ihm immer wieder weiterhelfen.

Ein wahrhaft pralles (Sitten-)Gemäde aus dem Italien des 14. Jahrhunderts!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. April 2007
Ich fand das Buch vom Spannungsverlauf sehr langatmig und sperrig.

Anstatt, wie erwartet, eine spannende abenteuerliche Geschichte über einen Mann zu lesen, der sich immer wieder geschickt aus den Schwierigkeiten herauswindet, quälte ich mich Seite um Seite durch die Geschichte eines notorischen selbstgefälligen Lügners, der letztendlich auf der Flucht vor der Realität und einer selbstkritischen Einsicht ist. Und damit er nicht auffliegt und sich selbst erkennen muß, manipuliert er sein gesamtes soziales Umfeld und beschwert sich hinterher, dass das Leben es nicht gut mit ihm meine und die Welt gegen ihn stünde.

Vielleicht war das die Absicht des Autoren - und ich war einfach nur zu blöd, das zu verstehen. Letztendlich habe ich beim Lesen nur große Antipathie gegen die Hauptfigur entwickelt, anstatt mich über einen verwegen flunkernden Haudegen zu amüsieren.

Das endgültige Aus hatte das Buch bei mir erreicht, als ich lesen mußte, dass sich der Protagonist auf der Flucht im Bambus am sumpfigen Ufer eines italienischen Flusses versteckt.
Europa ist nicht das Ursprungsland dieser Pflanzenart. Einmal kurz bei Google abgefragt, und schon hat man es schwarz auf weiß.
Vielleicht bin ich zu spitzfindig, vielleicht auch einfach zu allgemeingebildet - aber solche Recherche-Unterlassungen verderben mir das Lesevergnügen und führen zur Abwertung.

Ich habe das Buch dann weiterverschenkt an jemanden, der sich damit köstlich amüsiert hat. Die Geschmäcker sind zum Glück unterschiedlich.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2007
Das Buch liest sich sehr spannend, auch wenn der Auto immer mal etwas weiter ausholt, so kommt er jeweils rechtzeitig zum roten Faden zurück. Man will immer nur weiter lesen. Besonders das Ende verblüfft. Sehr zu empfehlen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken