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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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am 30. Mai 2010
Auf der Rückseite der CD-Box hat der Verlag das entstellte Zitat: "'Ein Prinz, ein Milliardär, ein Chauffeur, ein Rassehund, ein romantischer Hülfslehrer und eine Prinzessin besonderer Art treten auf [']. Mir selbst erscheint das Ganze zuweilen so neu und schön, dass ich in mich hineinlache" abgedruckt und den letzten Teilsatz unterschlagen, der so lautet "' und zuweilen so läppisch, dass ich mich auf die Chaiselongue setze und zu sterben glaube.' Als Ganzes gibt das Zitat von Thomas Mann einen guten Eindruck vom Buch. Es ist die Geschichte einer verarmten Provinzmonarchie zur Wilhelminischen Zeit, die durch die Heirat mit einer stinkreichen amerikanischen Industriellenfamilie aus ihren finanziellen Nöten befreit wird. Bis glücklich geheiratet wird, kommt es zu den üblichen Mißverständnissen, wenn zwei so unterschiedlichen Kulturen aufeinander treffen.

Wie sich leicht erahnen läßt, eignet sich der Stoff wunderbar für ein Hörspiel und wurde auch ganz großartig umgesetzt. Es ist allerdings ein Hörspiel aus den 50er Jahren, daß Theater fürs Radio ähnlicher ist als den modernen Hörspielen, die zusätzlich noch mit allerlei Audioeffekten aufwarten. Alles in allem sehr gute Unterhaltung für zwei oder drei verregnete Sonntage.
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am 8. September 2004
Ein Mann will ein neues Leben beginnen; bittere Jahre des Ausgestoßenseins liegen hinter ihm, denn er hat, ohne daß er es wollte, einen Menschen getötet. An diesem Wendepunkt seines Lebens wird er mit zwei unerwarteten Ereignissen konfrontiert: mit der Liebe, die ihn Schicksalhaft überfällt und die nach den Jahren der Einsamkeit ein aufwühlendes Erlebnis für ihn ist, und mit dem gewaltsamen Tod des Mannes, der ihm in dieser Situation vorurteilslos seine Hilfe angeboten hatte.
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am 19. Juli 2001
Die Geschichte an sich ist nicht besonders spektakulaer - man muss sich deshalb ein wenig durch die ersten 2 CDs hoeren. Aber Gert Westphal versteht es perfekt, durch Stimmwechsel, Betonung, allgemein durch die Art seines Vortragens einem das hoefische Leben am Hause des Grossherzogs Johann Albrecht fast real in der Rolle eines Hofbeobachters erleben zu lassen. Es ist besser als Theater oder Fernsehen. Neben den Buddenbrocks (auch als Lesung von Gert Westphal) ist "Koengliche Hoheit" fuer mich das zweit beste Hoerbuch. Gert Westphal ist, insbesondere bei den Manns, unuebertroffen der beste Leser. Die ansonsten manchmal langwierigen und zaehen Abhandlungen von Thomas Mann bringt er spielerisch und leicht zum Zuhoerer. Langwierigen und bis aufs kleinste Detail eingehende Beschreibungen von Landschaften, Haeusern und Personen sind ploetzlich leicht und vermitteln einem ein klares Bild des Beschriebenen. Er versteht Thomas Manns Ironie eine besondere Note durch die Art seines Vortages zu geben. Die Aufnahme geht ueber 13 CDs: Ideal fuer laengere Autofahrten. Hat man sich ersteinmal durch die ersten 2 CDs gehoert, hofft man nur noch, dass der Stau auf der A5 in dem man gerade Steckt, sich nicht gar so schnell aufloesen wird. Denn ansonsten ist's doch etwas peinlich, wenn man bei der Ankunft stundenlang im Auto vor dem Haus sitzen bleibt, nur weil man nicht mitten in der Geschichte aufhoeren will und kann.
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am 24. Juli 2006
Thomas Mann beschreibt Kindheit und Jugend eines Jungen, der als Sohn des Großherzogs aufwächst und von Geburt an als etwas Besonderes behandelt wird, als "Feiner und Reiner".

Als Kind stöbert er im Schloss nach unbekannten Gängen, Räumen und Gegenständen, versucht auch Einblick zu gewinnen in das wahre Leben einfacher Menschen, aber nur ganz zögerlich und sehr sehr selten. Die wenigen Begegnungen mit dem "wahren Leben" beeindrucken und prägen ihn daher ganz besonders. Er hat keine Freunde außer seiner Schwester und einem Lehrer, die ihn daher besonders stark beeinflussen. Er widmet sein ganzes Dasein seinem "hohen Beruf", der darin besteht, zu repräsentieren und sich scheinbar für alles mögliche zu interessieren. Aber nur scheinbar, ohne wirkliche Empathie.

Schließlich, er ist nun schon 26, lernt er die Milliardärstochter Imma kennen. Für die interessiert er sich wirklich, nicht nur scheinbar. Er versucht verzweifelt, ihr Vertrauen zu gewinnen.

In der broschierten Fassung von Fischer Taschenbücher, die ich gelesen habe, verrät der Klappentext (bzw. Rückseite und erste Seite des Buches) schon viel mehr von der Handlung. Vor allem den Schluss. Es ist zwar immer noch "nett" zu lesen, wie es denn zum Finale kommt, aber dieser Klappentext ist doch eigentlich eine Frechheit und stiehlt dem Leser einiges an Spannung. Ich empfehle: Zukleben, rausreißen, oder eine andere Ausgabe kaufen.

Es ist für den Leser wirklich amüsant, die Welt aus den Augen eines so seltsamen Jünglings zu sehen. Und manchmal macht es auch richtig nachdenklich, wenn man sich überlegt, dass "die da oben" wirklich, auch heute noch, ein ganz verzerrtes Bild von der Wirklichkeit haben, zwangsläufig haben müssen, weil die Menschen sich ihnen gegenüber ganz anders verhalten als untereinander.

Thomas Mann bringt viele Parallelen zum wirklichen Leben in dem Roman unter. Z. B. hat der Held der Geschichte eine verkrüppelte linke Hand, genau wie Kaiser Wilhelm II, der zu der Zeit (der Roman entstand zwischen 1905 und 1909) "zufällig" gerade an der Macht war. Die wirtschaftlichen Probleme des Großherzogtums Anfang des 20. Jahrhunderts waren sicher auch nicht ganz an den Haaren herbeigezogen. Besonders die Sache mit der hoffnungslosen Verschuldung des Staates. Die Namen der Handelnden sind z. T. sehr sprechend, z. B. "Dr. Überbein" für den häßlichen Lehrer aus schlechten Verhältnissen. Viele gängige Adelsnamen tauchen auch auf, z. B. Schulenburg. Somit wirkt die Geschichte teilweise realistisch, teilweise auch wie eine Parodie auf tatsächliche Verhältnisse. Es ist bestimmt auch etwas Autobiografisches von Thomas Mann in dem Roman zu finden, denn als er das Buch schrieb, war er frisch verheiratet mit einer jungen Dame aus besten Verhältnissen. Um die hatte er lange werben müssen, und so ein bisschen abgehoben von der Wirklichkeit war er sicher auch, als Künstler, der von den Zinsen des Vermögens seines Vaters lebte.

Ein paar märchenhafte Elemente wurden in dieser Geschichte auch verbacken, wie es sich für eine Lebens- und Liebesgeschichte aus der Sphäre des Hochadels gehört. Die Weissagung einer alten Zigeunerin erfüllt sich, und vor dem alten Schloss wächst ein Rosenstrauch, der nach Moder stinkt und beim Anbruch besserer Zeiten wieder duften soll. Dieser Prophezeiung hilft der junge Prinz nach, indem er den Strauch einfach in eine günstigere Umgebung verpflanzen lässt. Das märchenhafte Element ist somit - schwuppdiwupp - ironisch gebrochen, und der Leser erfährt tatsächlich nie, ob der Strauch wirklich duften wird.

Weiterhin treten auf: ein grieskrämiger Milliardär, ein hypernervöser Collie, rassige Pferde, eine geistesgestörte Gräfin, die sich gerne als Frau Meyer anreden lässt, bestechliche Lakeien, ein guter Arzt, schleimige Untertanen und eine kaltherzige Mutter, die mal eine Schönheit war. Thomas Mann hat mit beiden Händen hineingegriffen ins volle Tier. und Menschenleben.

Wie die Geschichte warum ausgeht, werde ich nicht verraten. Lesen Sie sie, wenn Sie wissen möchten, wie es ausgeht, wenn Sie die schönen langen Sätze von Thomas Mann lieben und sich freuen, einen Roman von ihm in die Hände zu bekommen, der etwas bietet, was bei seinen Werken selten ist: ein beinahe vollkommenes Happy End.

Ups, jetzt habe ich es doch verraten.

PS: Ein Stern Abzug für manche langatmigen Passagen und für die Hopplahopp-Konstruktion des Endes, das man doch noch etwas raffinierter und weniger problemlos hätte gestalten können.
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am 28. Dezember 2010
Wie fühlt es sich an ein Prinz zu sein? Dieser Frage geht Thomas Mann in seinem 1909 erschienenen Roman nach. Der Leser taucht in das Leben von Klaus Heinrich, dem Zweitgeborenen einer Herrscherdynastie in einem deutschen Provinzkönigtum an der Schwelle des 20. Jahrhunderts.
In Manns typischen Stil, der distanzierte Vornehmheit und ironisierende Durchtriebenheit vereint, wird vor der Kulisse einer ihren Zenit überschrittenen Monarchie der Werdegang des Prinzen geschildert. Es geht dabei um die Einsamkeit an der Spitze, um das Opfer, welches das Staatstragende an das Private zu entrichten hat.
Das Buch ist ein verschnörkeltes Gemälde einer gemütlich wirkenden Zeit, das beiläufig auch einige Einsichten in die Natur des deutschen Wesens vermittelt. Es strotzt von ausführlichen Beschreibungen verblassender hochadeliger Eleganz, der Rituale und Toiletten, sowie der rustikalen Gestalten mit drolligen Titeln und Namen - wie Oberhofmarschall von Bühl zu Bühl, Hoffinanzdirektor Graf Trümmerhauff, Schulrat Dröge, Flügeladjutant Hauptmann von Lichterloh. Eine etwa in der Mitte der Handlung in Erscheinung tretende amerikanische Milliardärsfamilie - kauziger Vater, exotische Tochter, ihre etwas neben sich stehende Anstandsdame, unausgeglichener Colliehund - verleiht der Geschichte Exzentrik und Sentiment.
Der Roman kommt etwas unentschieden zwischen einem ironischen Stück, einem existenziellen Drama und Salonliteratur daher und neigt, besonders in der ersten Hälfte, zu Langatmigkeit. Die Geschehnisse sind meistens in ihrem Verlauf vorausschaubar, überraschende Wendungen bleiben aus. Eine formale Besonderheit, die in ständiger Wiederholung eines gleichen Attributs besteht - vorgeschobene Unterlippe des Großherzogs, schwänzelnder Gang des Zeremonienmeisters, Lyrenmuster auf der Stuhlbespannung usw. - soll wahrscheinlich ironisch wirken, nimmt sich aber auf Dauer eher penetrant aus.
Auf der anderen Seite kommen im Buch einige durchaus aktuelle Themen zu Sprache. Zerrüttete Staatsfinanzen und eine permanent schwelende Schuldenkrise werden überraschend sachkundig beschrieben. Auch solche Phänomene wie berufliche Leistungsorientierung als alleiniger Lebensinhalt oder das Primat der hohlen Präsentation und Rituale vor dem Fachwissen werden reflektiert.
Das Werk, obwohl durchaus lesenswert, wird wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sein. Es wäre vor allem einem Leser, der gerade in Stimmung für etwas gepflegtes, undrastisches und niveauvolles ist, zu empfehlen.
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am 24. März 2016
Ich hatte bei „Hörbuch“ gesucht und scheinbar nicht genau gelesen. Beim Hören stellte ich dann fest, dass es sich hierbei um eine Hörspielfassung auf drei CDs handelt, die natürlich im Vergleich zum Roman eine ziemliche Kurzfassung darstellt. Es ist nicht schlecht gemacht. Man hat die wichtigsten Szenen zusammengestellt, sich bei der Wortwahl ziemlich an den Mann’schen Text gehalten, und es gibt im Wesentlichen die Handlung wieder. So weit, so gut. Aber es fehlt doch ziemlich viel. Und bei mir hat sich die Frage gestellt, warum man die Szene der Vereidigung Klaus Heinrichs als Offizier, die im Roman nur ganz kurz erwähnt wird, hier in der Hörspielfassung so breit ausgewalzt hat (mit Worten, die im Roman nicht vorkommen) – so wichtig ist diese Szene doch nicht. Und dafür geht es von der Bekanntschaft mit Imma Spoelmann bis zum Schluss relativ schnell…
Fazit: Wenn man sich informieren will, worum es bei „Königliche Hoheit“ geht, ist man mit diesem Hörspiel gut bedient. Die Lektüre des Romans kann es jedoch nicht ersetzen…
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am 5. Juli 2006
Dorothea Ravinski prägt das Leben des idyllischen Jagdschlosses Grottenbrunn im Spessart. Sie hat seine Bewohner mit ihrem Charme und ihrer Liebe verzaubert. Als sie unerwartet stirbt, verfällt ihre Umgebung in Erstarrung. Erst Jahre später schließt Karl Ravinski eine neue Ehe - mit Cora, einer jungen Frau, die schon viel erlebt hat. Doch nach dem Tod des Patriarchen schlägt ihr in der Familie ihres Mannes nur noch Hass entgegen, ein Hass, der sie schließlich das Leben kostet. Wer hat Cora Ravinski erschossen? Der spannende Gesellschaftsroman einer großen Autorin Utta Danella.
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am 22. Januar 2004
Es ist die bewegende Geschichte eines Kronprinzen in einem fiktiven Land - sehr unterhaltsam und klug und sehr aktuell!!
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am 30. Juni 2013
Utta Danella Bücher kann ich verschlingen. So auch dieses.lllllllllllllllllllllllllllllllll llllllllllllllllllllllllllllllllllllll llllllllllllllllllllllllllllllllllllll llllllllllllll lllllllllllll lllllllllll llllllllllll lllllllllllllll llllllllllllll lllllllllllll lllllllllllllllll l
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am 2. Juni 2001
Eine wunderschöne Liebesgeschichte, romantisch und gefühlvoll. Für mich das einfühlsamste und beste Buch von Thomas Mann.
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